Wir Physiotherapeuten haben häufig Patienten zu betreuen, die einen Schlaganfall erlitten haben und nun ganz langsam wieder ins normale Leben zurückkehren sollen. Die Physiotherapie ist hier eine wichtige Möglichkeit, den Patienten den Alltag zu erleichtern und die Motorik zu verbessern.
Italienische Forscher sind gerade dabei, einen speziellen Roboterarm zu entwickeln, mit dessen Hilfe die Behandlung von Schlaganfallpatienten verbessert werden kann. Der so genannte „Braccio di Ferro“, also der Eisenarm, soll über eine selbstadaptive Steuerung verfügen. Mit deren Hilfe können physiotherapeutische Übungen optimiert und sogar von Sitzung zu Sitzung gespeichert werden, so dass auch eine Verlaufskontrolle möglich wird. In Genua wurde der Roboterarm mit einer kleinen Gruppe von betroffenen Patienten getestet, die Ergebnisse sprechen für sich. Bevor man allerdings euphorisch wird, soll das innovative Gerät allerdings erst an einer größeren Patientengruppe getestet werden.
Wenn jemand einen Schlaganfall überlebt, dann ist es in den meisten Fällen so, dass die Arme anschließend unnatürlich bewegt werden. In der Folge kann es dann zu weiteren Verletzungen durch die Fehlbewegungen kommen, oder eine Verbesserung der Beweglichkeit wird behindert. Hier setzen die Forscher und Mediziner große Hoffnung in die Entwicklung dieses Roboterarmes.
Bei der Pilotstudie sollten die Teilnehmer mithilfe des Roboterarmes eitne Achterschleifenbewegung ausführen. Das moderne Gerät lenkt die Bewegung dabei in die richtigen Bahnen, damit der Bewegungsablauf optimal ist. Nun ist noch einiges an Arbeit notwendig, um kleinere Verbesserungen vorzunehmen und die exakten Erfolge durch eine langfristige Studie zu belegen. Man darf auf jeden Fall sehr gespannt sein, was sich auf diesem Gebiet in den nächsten Jahren tun wird. Mit diesem Roboterarm könnte den Forschern ein großer Durchbruch in der Behandlung von Schlaganfallpatienten gelingen.
Seit einiger Zeit ist Kinesio Taping nicht mehr ausschließlich im Profi-Sport zu finden, sondern es wird auch verstärkt im Alltag eingesetzt, um Verletzungen zu verhindern oder Gelenke zu entlasten. Seltsamerweise konnte bisher noch keine wissenschaftliche Studie die Wirksamkeit dieser Tapes nachweisen, doch berichten Patienten von hervorragenden Erfolgen.
Arzneimittel werden zu Haufen produziert. Rund 633 Millionen Verpackungen wurden im letzten Jahr 2012 von Ärzten über die gesetzlichen Krankenkasse verschrieben. Damit haben knapp 70 Millionen Versicherte ein Rezept bekommen. Doch es kommt noch besser, unter den zugelassenden Arzneimitteln sind allein schon 37,9 Millionen für Tagesdosen an den Erkankten oder Arzneimittelkonsument gegangen - rund 1,5 Arzneimittel am Tag!
Immer mehr Bundesbürger nutzen die Angebote aus dem zweiten Gesundheitsmarkt, wie frei verkäufliche Medikamente, freiwillige Leistungen beim Arzt, alternative Medizin sowie Wellness- und Fitnessangebote. So belaufen sich die Ausgaben für privat finanzierte gesundheitsfördernde Produkte und Dienstleistungen mittlerweile auf 60 Milliarden Euro. Diese zunehmende Nachfrage sorgt dafür, dass verstärkt Arbeitskräfte benötigt werden, die sich professionell um die Organisation und das Management dieser Dienstleistungen kümmern.
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