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  1. Guten Morgen, ich habe mich in den letzten Tagen zum Thema Fibromyalgie eingelesen. Dabei ist mir etwas ganz wichtiges klar geworden, nämlich, dass ich zwar von Schmerzen spreche, ich aber keine Schmerzen im herkömmlichen Sinne habe (zumindest nicht im Ruhe- und Nichtbewegungszustand). Vielmehr ist die Grundempfindung Verspannung, ein Zug, der so ziemlich jede Bewegung zur Anstrengung werden lässt. Egal, ob ich den Wasserkocher hochhebe, um das heiße Wasser in die Thermoskanne einzufüllen, ob ich mich bücke, um etwas aus der unteren Schublade zu holen, ob ich mich auf die Zehenspitzen stelle, um etwas aus einem oberen Regal zu holen, ob ich mich auf den Boden setzen will (was ich ohne Abstützen mit den Armen gar nicht mehr kann), Dinge hochheben, schwere Dinge tragen... bei fast jeder Bewegung fühlt es sich an, als ob ich gegen Gummibänder anarbeite. Als sei ich am ganzen Körper getaped. Jede Bewegung ist wie gesagt anstrengend. Und ich merke, wie ganz schnell Muskeln übelastet sind - entweder, weil sie sowieso schon dauerüberlastet sind oder aber, weil der gerade sich meldende Muskel überhaupt nicht für diese Bewegung zuständig und daher total überfordert ist mit der Bewegung. Und auch im Ruhezustand spüre ich meinen ganzen Körper permanent mit einer Art Fröstelschauer... nicht das ich friere, aber es ist dieses leichte Kribbeln, dieses Kitzeln, dieses Wahrnehmen eines Reizes, wie z.B. eine leichte Brise, die über die Haut streicht. Ich spüre überall, dass da etwas angespannt, zu eng, zu eingeengt ist. Es gibt zumeinen dieses Gefühl,dass meine ganze Vorderseite zu kurz ist und daher zusammengezogen wird. Aber auch auf dem Rücken, auf den Armen und Beinen, Hals, Kopf, Füßen habe ich diese Reizempfindung. Weshalb spreche ich dann aber von Schmerzen? Ganz profan: ich habe irgendwann begonnen, von Schmerzen zu sprechen, weil ich diesen Zustand und dass er mich belastet, anders nie klar machen konnte. So lange ich von Verspannungen sprach, hieß es immer "Ach, das geht wieder, sei nicht so empfindlich, du musst dich mal ordentlich massieren lassen/mehr bewegen/dehnen/weniher bewegen, mach mal Pause, blablabla...". Als ich jedoch von Schmerzen sprach, da schien mein Umfeld zumindest ansatzweise zu begreifen, dass das Ganze für mich nicht pillepalle ist und sicher in ein paar Tagen weg ist. Nun ja, und ich habe ja auch Schmerzen: meine Becken-Hüft-ISG-Region tut mir seit Jahren permanent weh - im Stand und Liegen weniger, aber sobald ich mich bücke oder nach hinten drehe oder irgendwie meinen Körper balancieren muss, tut es dort weh. Und bislang ist immer noch nicht klar, woran es denn jetzt genau liegt: Blockaden, verkürzte Hüftbeuger, mangelnde Stabilität...? Und inzwischen macht sich mein BWS-Bereich auf, ebenfalls Dauerschmerzen zu etablieren. Ich muss an dieser Stelle abbrechen, da ich zur Arbeit muss. Ich hoffe, dass ich später noch einmal zum Schreiben komme und dann auch deine Fragen, lieber Jan, ausfühlrich beantworten kann. Euch einen schönen Tag
  2. Guten Morgen Gianni, hm, an Fibromyalgie habe ich und verschiedene Therapeuten auch schon gedacht. Dagegen spricht jedoch, dass es mir nach Massagen und Manualtherapien an den schmerzenden Körperteilen besser geht. Sind die Verspannungen gelöst, kann ich tiefer einatmen, mich freier bewegen und alles ist prima. Ganz krass war es vor ca. 2 Monaten nach einer Dorn-Breuss-Behandlung. Ich fühlte super, nichts tat mehr weh (bis auf meinen LWS-Bereich, dort habe ich zwar noch leichte Verspannungen gespürt, aber das war nix gegen das Gefühl vor der Behandlung. Blöd bloß, dass dieses freie, bewegliche und entspannte Gefühl mal gerade 2 Tage hielt. Ganz so, als sei durch die Behandlung ein Hohlraum entstanden und die Knochen sind langsam wieder zurück gegangen. Und so ist es bei allem, was ich seit nunmehr 5 Jahren an Osteopathie, Dorn-Breuss, Cranio-Sakral, "normale" Physiotherapie bekomme: für kurze Zeit sind die Beschwerden weg und die alte schmerzfreie Beweglichkeit zurück, aber nach ein paar Wochen ist alles wieder so wie vorher. Meine Physiotherapeutin knetet und massiert seit über einem Jahr wöchentlich an meinen diversen Baustellen, aber sie kommt mit 20 Minuten nicht dagegen an... Ich habe Fibromyalgie immer so verstanden, dass die Schmerzen nicht nachlassen, egal, was man tut. Und das ist ja bei mir nicht der Fall.
  3. Hallo Jan, vielen Dank für deine Antwort! Ich habe sie zugegebenermaßen nur kurz überflogen, aber dennoch hinterlassen deine Worte ein positives Gefühl bei mir. Ich hoffe, dass ich morgen Abend alles noch einmal in Ruhe durchlesen und bedenken kann. Auf alle Fälle mache ich dann morgen erst mal Trainingspause und dafür ein paar Entspannungsübungen. Und ich setze mich morgen Abend irgendwo in den Wald und höre dem Wind beim Wehen zu. Du schreibst, dass du selber gerade im Examensstress bist. Umso dankbarer bin ich dir für deine Hilfe und möchte dir deshalb zumindest eben Rückmeldung geben - eine ausführliche Antwort wird vermutlich in ein paar Tagen kommen. Ich drücke dir aber für die Prüfungen die Daumen, dass es alles für dich gut und glatt und geschmeidig läuft. Liebe Grüße Isara
  4. Hallo Gianni, ganz kurz, da ich morgen megafrüh aufstehen muss. Schmerzen habe ich an den folgenden Druckpunkten: (linkes Bild) Nacken, unterer Punkt der Schulter und Nierengegend (rechtes Bild) die beiden Punkte an Hals und Brust sowie den Ellenbogen Eigenartigerweise tun die Punkte direkt unterm Po sowie an den Knien nicht weh. Zu den Beschwerden: Schlafstörungen (in letzter Zeit wenig) Müdigkeit Abgeschlagenheit Morgensteifigkeit Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerzen) Zittern (zumindest, wenn ich Bewegungen mache, die Kraft erfordern; in Ruhezustand habe ich bislang kein Zittern bemerkt, bin mir aber nicht sicher, welche Art von Zittern du meinest) Ich habe auch schon Last mit Depressionen gehabt. Aktuell belastet mich die körperliche Situation mitunter sehr, jedoch nicht auf dem Niveau einer Depression. Wohin geht deine Vermutung?
  5. Ich mache nunmehr seit 2 Monaten täglich (bis auf wenige Ausnahmen) meine Übungen für Core, Rücken und Bauch. Ich quäle mich durch die Übungen, es macht keinen Spaß, weil es immer noch unverändert sauanstrengend ist. Und auch wenn ich die Übungen inzwischen etwas länger machen bzw. halten kann, hat sich an meinem Zustand nichts gebessert. Im Gegenteil! Inzwischen tun die Schultern permanent weh, ich habe dauernd Spannungskopfschmerzen, der ganze Hals-Schulter-Brustwirbelbereich ist knüppelhart verspannt und ich habe am ganzen Körper selbst bei kleinen Bewegungen das Gefühl, zusammengeschnürt zu sein, so dass jede Bewegung wahnsinnig viel Kraft kostet. Speziell die Halsmuskeln sind, egal, wie ich mich halte, schmerzend und blockierend. Dehnungsübungen bringen gar nichts - außer Kopf- und Schulterschmerzen. Vor zwei Wochen habe ich mal mit einem 12-cm-Blackroll-Ball die vordere Brustmuskulatur und hinten die Schulterbögen ausgerollt: das Ergebnis waren drei Tage diffuse Schmerzen in Hals und BWS-Gegend. Meine Physiotherapeutin hat meine Übungen kontrolliert; sie sagt, dass ich alles richtig mache. Nach fast 7 Wochen ohne Physiotherapie war jedoch jeder Bereich, den sie anfasste, sehr hart; sie meinte was von "wie am Anfang". Sprich, ohne Physiotherapie bin ich vermutlich nach wenigen Monaten steif wie ein Brett. Vor einer Woche hat sie die Muskel- und Sehnenansätze der (schmerzenden) linken Schulter gelöst, was sehr weh tat, dann jedoch für ein paar Tage Linderung brachte, inzwischen aber so wie vorher schmerzt. Bewegung tut mir nach wie vor gut. Aber wenn ich morgens aufstehe, bin ich total steif und mir tut alles weh. Vor allem die Schultern darf ich nur gaaaaanz laaaaaaaangsam sinken lassen, denn sie tun zu sehr weh. Und auch über Tag darf ich nicht lange in einer Haltung bleiben, sonst fühlt sich alles steif an. Aber ich muss doch nachts liegen und schlafen! Aber da die Übungen außer Schmerzen so gar nichts zu bringen scheinen, überlege ich, das Übungsprogramm einzustellen. Nur ist mir auch klar, dass ich ohne Muskeltraining noch mehr Probleme bekomme. Ich bin so zwiegespalten... Denn ihr sagt es ja auch "Tu das, was sich für dich gut anfühlt.". Und zur Zeit fühlt sich mein Körper wahrlich nicht gut an. Was soll ich machen?
  6. Hallo Jan, Also zusammenfassend, du warst fleißig und weils so heiß ist, hast du zwangsweise pausiert. Hast jedoch ordentlich Beschwerden die dich einschränken. Jedoch auch Angst durchs nichts tun wieder in alte Muster zu verfallen?! Yep, so ist es. Ich habe diese Sorge, weil ich mich kenne: erst ziehe ich ein Trainingsprogramm durch (widerwillig, aber es muss halt sein), dann klappt es ein paar mal zeitlich nicht, und schon steht der innere Schweinehund auf der Matte und will weiter schludern - so lange, bis alle Trainingserfolge (und seine sie auch noch so minimal) wieder weg sind. Es ist keine Schande hinzufallen, egal wie oft - wichtiger ist nur, dass du immer einmal mehr wieder aufstehst und weiter machst. Nur so kommst du ans Ziel - und viele Wege führen nach Rom. Hm, ehrlich gesagt ist das mit den vielen Wegen, die angeblich alle nach Rom führen, inzwischen etwas, was ich kaum noch glauben kann. Klar, ich hampele mit dem Scheiß inzwischen seit mehreren Jahren herum, ohne dass sich etwas getan hat, aber ich habe ja auch nichts getan... Trotzdem habe ich auch jetzt, wo ich doch etwas tue, das Gefühl, dass bei allen anderen in der Tat die Wege irgendwann nach Rom zu führen scheinen, nur bei mir nicht. Bei mir scheinen sie vielmehr irgendwie im Nirgendwo zu landen. Auch jetzt trotz knapp 6 Wochen täglichem Core-Training: Es bessert sich nichts. Selbst von den ersten Erfolgen, von denen ich berichtet habe, ist außerhalb der Übungen in meinem Alltag nichts zu spüren. Ich bin immer noch dauerschmerzgeplagt, jede Bewegung ist anstrengend und mühsam, die Kraft fehlt nach wie vor und die Stabilität ebenso. Ich bin gestern in meinem Abstellraum umgekippt (im Sinne von "zur Seite gekippt"), weil ich beim Vorwärtslehnen Richtung Regal die Balance nicht halten konnte, jedoch an den für das Gegensteuern zuständigen Körperstellen keine Kraft hatte. Also hat es Bums gemacht... Auch plagen mich immer wieder üble Spannungskopfschmerzen, bei denen ich überhaupt nicht weiß, wo die herkommen. Oftmals kommen sie, nachdem ich entweder den Kopf mit der Faszienrolle ausgerollt habe oder ich mit dem Schwungstab gearbeitet habe. Kann aber auch sein, dass ich nach einem Spaziergang, bei dem ich auf eine gerade Haltung geachtet habe, Spannungskopfschmerzen habe - alles nicht wirklich nachvollziehbar. Eine Ibu 400 bringt Linderung, aber dauernd Schmerzmittel futtern kann ja auch nicht die Lösung sein. Am Wochenende bin ich auf einer Party zufällig mit einer Psychologin ins Gespräch gekommen, die lange in einer Psychosomatischen Klinik gearbeitet hat. Sie meinte, mein Grundproblem sei vermutlich mein vegetatives Nervensystem, welches dauerangespannt ist und daher nie runterfahren und zur Ruhe kommen kann. Dadurch wären auch alle Muskeln immer in Alarmbereitschaft bzw. hätten sich im Laufe der Jahre (Jahrzehnte?) diese angespannte Haltung als Normalzustand adaptiert. Hm... irgendwie klingt das logisch, oder? Selbst wenn ich in Ruhe auf dem Bett liege (oder auf meiner Gymnastikmatte), schaffe ich es nicht, wirklich überall zu entspannen, loszulassen. Da ist immer ein (sehr diffuses) Gefühl von Anspannung, welches auch meinen Körper wieder in Bewegung bringen will (vermutlich, um dieses Spannungsgefühl loszuwerden). Diese diffuse Anspannung kann ich zwar durchaus lokalisieren (oft in den Beinen, aber auch im Nacken), jedoch nicht ansteuern und lösen. Ich lege mich ab und zu auf meine Matte und suggeriere mir nach Art des Autogenen Trainings, dass mein ganzer Körper schwer sei, bleischwer, aber so wirklich entspannt bin ich dabei (und danach) auch nicht. Na ja, das Gespräch mit der Psychologin auf der Party driftete dann irgendwie in anderer Richtungen, aber dieser Ansatz der Daueranspannung des vegetativen Nervensystems (wenn ich das richtig verstanden habe) beschäftigt mich seitdem. Gibt es in der Physiotherapie Methoden, diese hohe Grundanspannung zu lösen? Was würdest du mir diesbezüglich raten? Ich weiß, du hast mir das Entspannen und Mal-nichts-tun ans Herz gelegt. Aber genau das mache ich eigentlich seit Jahren! Bewegen ist für mich grundsätzlich anstrengend geworden und so liege ich in meiner Freizeit lieber auf der Couch und lese /schaue fern, als dass ich mich zu aktive(re)n Tätigkeiten (malen oder zeichnen oder nähen) aufraffen kann. Ich versuche, einmal am Tag spazieren zu gehen, ich fahre wie gesagt auch jeden Tag zur Arbeit mit dem Rad (ca. 15 km insgesamt), aber dann bin ich auch platt. Und oft ist diese Erschöpfung auch eine geistige. Ich kann mich einfach auf nichts mehr konzentrieren, während es in meinem Kopf fröhlich rappelt und singt und blubbert und musiziert und Gedanken wälzt. Wenn dir das auch nicht gut tut, höre auf deinen Körper und pausiere das auch. Wenn ich auf meinen Körper hören würde, würde ich den ganzen Tag nicht aufstehen. Bewegung tut mir im Moment des Machens nie gut, sondern strengt mich nur an. Dennoch bewege ich mich, da ich sonst vermutlich völlig schlapp würde. Wie stabil ist denn dein Kreislauf? und Mein persönlicher Alltagshelfer - ein nasses Handtuch um den Hals gelegt - es kühlt deine großen Gefäße und dein ganzer Körper bleibt frisch und man kann sich das Gesicht mal feucht abwischen, was ebenfalls eine wahre Wohltat ist Ich kenne wegen eines Gendefekts (Ektodermaldysplasie), auf Grund dessen ich nur teilweise schwitzen kann, viele Möglichkeiten, mich abzukühlen. Das war früher auch nicht so ein Problem. Inzwischen bin ich jedoch in den Wechseljahren und - zumindest, wenn es draußen heiß ist - bei den Hitzewallungen merke ich, wie mir in dem Moment, wenn wieder so eine Welle kommt, mein Kreislauf abrauscht, weil sich alle Gefäße öffnen. Ich bekomme dann ein total beklemmendes Gefühl und muss dann dringend Abkühlung haben. Wasser auf die Haut und irgendwie Luft zuwedeln hilft meist, ist aber unterwegs bzw. in Bewegung nicht ausreichend. Inzwischen gehe ich mit Regenschirm in die Sonne, das hilft auch schon etwas. Was mir gerade noch einfällt - das brennen was du angibst - könnte sein, dass das von einem eingeklemmten Nerv herrührt. Ja, das tut es mit Sicherheit. Zumindest hat in der vergangenheit ein Einrenken dieses Brennen immer augenblicklich beendet. Seit ein paar Tagen gehe ich vor und nach meinen Übungen mit dem Rücken liegend über die (grüne) Blackroll. Es knupst und knackt und holpert überall, und oft habe ich danach das Gefühl, dass ich mir ein paar Wirbel wieder an Ort und Stelle gedrückt zu haben. Eine heftige Schulterverspannung war danach auch wesentlich gelindert. Insofern mache ich das jetzt erst einmal. Was ich noch vergessen hatte Dehne dich bitte erst, nachdem dein Muskel warm ist - nur weil es draußen so warm ist, heißt das nicht, dass dein Muskel warm ist. Wie wärme ich denn speziell die Hals- und Nackenmuskeln auf? Ich kann sie ja nicht wie ein Bein oder Arm zusammenklappen und auseimnanderstrecken... Sind diese Muskeln denn nicht sowieso vom ganzen Kopf-aufrecht-halten aufgewärmt? Ich möchte zum Abschluss einmal ein ganz dickes Dankeschön für deine Hilfe und deinen Einsatz sagen. Denn auch wenn ich nicht auf alles schriftlich reagiere, sei versichert, dass ich alles lese und ausprobiere und mir zu Herzen nehme. Dass sich bislang noch nicht viel gebessert hat, daran kannst du ja nichts ändern (und so aus der ferne schon mal gar nicht). Ich wünsche dir und allen Mitlesern eine schöne Woche.
  7. Hallo Jan, ich möchte mich nur mal kurz zwischenmelden; nicht dass du denkst, deine Ratschläge werden nicht gelesen und wahrgenommen. Da jedoch meine Dachgeschosswohnung schon für herausragende Wärmeleistung für eine Auszeichnung der Bäckerinnung vorgeschlagen wurde, habe ich in den letzten Tagen bis auf atmen nicht viel Produktive(re)s gemacht. Ruhe habe ich mir dabei ganz von selbst auch angetan. Aber vielleicht verstehst du auch meine Sorge, wieder etwas falsch oder nicht genug zu machen und so einen Heilerfolg (wieder mal) unwissentlich zunichte zu machen. Zudem sind gefühlt sämtliche Rücken-und Nackenwirbel blockiert und sorgen dadurch für Spannungsschmerzen und wieder weniger Beweglichkeit im ganzen Körper. Meine Physiotherapeutin ist zur Zeit krank, so dass ich jetzt noch wieder zwei weitere Wochen damit herumlaufen muss. Der Verstand sagt "weiter machen", der Körper sagt "es tut alles weh und ich möchte nicht". Aber auf dieses Körpersignal habe ich schon so oft gehört und angeratene Übungen nach und nach nicht mehr gemacht, nur um dann wieder bei Null zu stehen, dass ich mich nicht traue, aufzuhören oder auch nur weniger zu machen. Denn du sagst ja selber, dass bestimmte Körperteile jahrelang nichts gemacht haben und daher erst einmal mit Schmerzen und Unwohlsein reagieren, wenn sie plötzlich arbeiten müssen. Aber es ist so krass, dass ich trotz täglichem Üben immer noch keine isolierten Übungen für die LWS machen kann, ohne dass oben der ganzen BWS- und HWS-Bereich mit "anspringt" - so sehr, dass ich dort brennende Schmerzen habe und die Übung abbreche, obwohl ich krafttechnisch in der LWS noch weiter machen könnte. Die Nackendehnübungen von Liebscher & Bracht habe ich mir angesehen und sie auch ein paar Mal gemacht. Jedoch habe ich das Gefühl, hinterher (ein paar Stunden später bzw. am folgenden Tag) nur noch verspannter zu sein. Hm, tja, ich weiß gerade auch nicht so recht. All deine Entspannungsvorschlägen waren gut, jedoch habe ich weder eine Badewanne noch traue ich mich bei dieser Hitze in eine Sauna. Und auch so versuche ich Wärme zur Zeit eher zu meiden als sie zu suchen... Auch habe ich keinerlei Möglichkeit, mich irgendwo selber mal auszuhängen - weder eine Teppichstange noch sonst etwas. Das wie gesagt mal so als Zwischenbericht. Dir (und euch allen) eine nicht gar so warme Zeit.
  8. Hallo allerseits, inzwischen habe ich seit 2 Wochen täglich die eingangs beschriebenen Übungen gemacht. Ich lasse lediglich die beiden Sit-up-Übungen für die oberen und die schrägen Bauchmuskeln weg. Dafür mache ich eine andere Übung: auf dem Bauch liegend die Bauchmuskeln so anspannen, dass sich die Bauchdecke von der Unterlage hebt ("... da muss 'ne Ameise drunter langlaufen können" - so erklärte mir ein Physiotherapeut die Übung). Speziell bei den Core-Übungen habe ich das Gefühl, dass ich - zumindest beim ersten der drei Durchgänge - den Rumpf leichter in Position und dann auch länger halten kann. Es gibt also muskelaufbautechnisch einen leichten Fortschritt. Jedoch sind offenbar sämtliche Wirbel wieder verkantet und blockiert. Das Luftholen fällt mir schwer, der ganze Rücken tut weh und alle Bewegungen, die irgendetwas mit nach-vorne-beugen oder Füße-oder-Beine-anheben (Socken anziehen, Füße waschen) zu tun haben, tun so weh, dass ich vor lauter Muskelanspannung kaum Platz zum Atmen habe, denn dafür reicht die Stabilität wohl noch nicht. Ich schwanke noch, ob ich damit wieder zum Einrenken gehe, weil ich zumindest so keine pieksenden Schmerzen habe... Auch tun mir die Ellenbogen und die Schultern weh; ich vermute, dass das mit den Core-Übungen zusammenhängt. Denn das Anstrengendeste bei den Planks ist gar nicht mal der Plank selber, sondern das Halten und Stützen des Oberkörpers mit den Armen. Die Oberarme und Schultern brennen förmlich vor Anstrengung, so dass ich deshalb irgendwann die Übung beende. Unter die Ellenbogen lege ich schon immer ein Kissen, aber auch das hilft nicht lange. Die Einbein-Stand-Übung klappt koordinativ inzwischen, jedoch ist's immer noch besser, dabei nichts anderes zu machen, weil die Konzentration speziell auf das Schulter-in-die-Gesäßtasche-stecken sonst nicht lange anhält. Mit dem Flexibar bin ich ebenfalls angefangen. Krass ist, dass ich mit dem rechten Arm den Stab mühelos zum Schwingen bringen und auch länger halten kann, links jedoch kaum 3 Sekunden die Schwung-Widerstand-Balance halten kann, bevor alles aus dem Rhythmus gerät. Ich muss immer wieder neu ansetzen, kann das aber nie lange halten. Das bestärkt mich in meiner Vermutung, dass in der linken Schulter irgendwas richtig blockiert oder verkantet ist. Jedoch hat noch niemand etwas gefunden - hypermobil halt... Soweit der Stand der Dinge. Ich habe bei Youtube diverse Videos zum Thema Schräge Bauchmuskulatur gefunden, aber alle arbeiten mit Sip-ups. Gibt es denn wirklich nichts, womit ich den Bauchmuskelbereich ohne Nackenbeteiligung trainieren kann? Es muss doch irgendetwas geben, was ich in kompletter Rückenlage machen kann - irgendwie mit dem Oberkörper verdreht liegen oder die Beine schräg anheben oder so? Kann mir jemand ein oder zwei Übungen nennen/beschreiben/verlinken? Vielleicht auch mit dem Theraband? Das wäre toll! So, ich bin nicht so der Fußballfan, daher nutze ich jetzt die Gelegenheit und mache noch eine Abend-Nordic-Walking-Tour. Bevor ich ende aber vielen, vielen Dank für all die Tipps und Hilfe hier. Das bringt mich wirklich weiter. Schönen Restsonntag euch allen! Isara
  9. Hallo Jan, vielen Dank für deine ausführliche Antwort; nach so vielen 08/15-Arztbesuchen und auch (wie schon beschrieben) vielen therapeutischen Maßnahmen hatte ich ein wenig Sorge, wieder nur mit der Antwort "Muskelaufbau" und "das ist halt so in Ihrem Alter" abgespeist zu werden. Das tut schon mal gut, zu lesen, dass da in der Tat irgendetwas nicht normal ist. Ich gehe deinen Beitrag mal der Reihe nach durch: "Denke man sollte dem Ursprung des ganzen auf den Grund gehen." Finde ich auch, aber nach zig Arztbesuchen der unterschiedlichsten Couleur, bei denen ich entweder gar nicht angefasst wurde oder aber kurz komplett durchgebogen wurde und "wieso, ist doch alles prima beweglich...!" (hallo, hypermobil...?) hat sich da niemand ernsthaft mit mir beschäftigt/mir zugehört, wo die Probleme sind. Insofern habe ich es aufgegeben, Hilfe von einem Arzt zu erhalten. "Hast eine sitzende Tätigkeit, fährst dann noch Fahrrad, wo auf Dauer die sitzende Haltung nicht so fein ist." Ich bin mal drei Monate lang (im Winter) kein Fahrrad gefahren, aber das hat auch keinerlei Veränderung gebracht. Worauf ich inzwischen achte ist, aufrecht sitzend zu fahren und nicht mehr über den Lenker gebeugt gegen den Wind ankämpfe. Dann lieber langsamer und niedriger Gang. "Ich kenne mich zugegebenermaßen nicht mit Tanz aus, aber in wie Weit kommen die einzelnen Steps reflektorisch die Knochenkette hoch?" Steptanz kennen die meisten von Fred Astaire und Gene Kelly. Wir haben halt Metallplatten unter den Füßen und "klappern" damit rhythmisch: trippeln, Füße/Beine ausschütteln, kurz hüpfen... so in etwa. Trainiert werden dabei neben der Koordination die Bein- und Fußmuskulatur sowie Gleichgewichtssinn und Körperspannung, weil viele Schrittfolgen mitunter rasend schnell (so zumindest der Plan des Choreografen ) ausgeführt werden sollen. Keinesfalls gibt es dabei Belastungen wie hohe Sprünge, überdehnte Gliedmaßen oder sonstwie Stauchungen der Wirbelkörper. "Wie ist es denn nachdem tanzen? Wie fühlst du dich da?" Prima! So wie bei fast allem, was mit Bewegung zun tun hat. Ich habe im Alltag permanente (leichte) Schmerzen im LWS-Bereich. Dennoch kann ich ohne Probleme afrikanisch tanzen mit vielen schnellen Hüftkipp- und Drehbewegungen. Da fetze ich herum wie so 'ne junge Göttin. Auch hinterher tut mir da nichts weh. (Und dann ist es mitunter schwer, anderen glaubhaft zu machen, dass ich Rückenprobleme habe.) Insgesamt ist meine Wahrnehmung, dass es mir besser geht, wenn ich mich viel bewege. Ein Wanderurlaub mit 15 bis 20 Kilometer täglich ist toll. Dann tun mir zwar abends alle Glieder weh, aber nächsten Morgen bin ich wieder fit. Nur bekomme ich dieses Ausmaß an Bewegung im normalen Arbeitsalltag nicht. "...Daher solltest du darauf achten deinen Hals ebenfalls als Teil der Wirbelsäule zu sehen und diese wirklich gerade ausrichten, ebenfalls nicht nach li/re schauen." Guter Tipp, darauf achte ich jetzt verstärkt. Und ich breche Übungen sofort ab, wenn ich merke, dass der Nacken verkrampf und anfängt zu brennen. Entweder bekomme ich es dann mit Dehnen wieder weg oder die Übung wird an dem Tag nicht mehr gemacht. "Deine Muskeln müssen unter korrekter Haltung gezielt gekräftigt werden, damit Stabilität herrschen kann. Sowohl deine oberflächlichen Muskelgruppen, wie auch die tiefe Muskulatur muss gereizt werden." Ja, das habe ich auch schon verschiedentlich gehört. Aber wie reize ich denn die Tiefenmuskulatur? Geht das eher mit isometrischen Übungen oder dann doch die "harten" Sit-ups & Co.? "Mein Ratschlag da lautet immer beim Zähne putzen sich auf ein Bein stellen." Ups, da musste ich mich heute Morgen entscheiden: Zähne putzen oder Übung koordinieren... Meine Güte, da ging kaum etwas bei mir... Aber ich bleibe am Ball. "Becken kippen und aufrichten. Wenn du das kannst - versuch dich im Hüftkreisen, wie mit einem HoolaHoopReifen und alles schön aus der Hüfte. Die Knie müssen gebeugt sein sonst kreist da nichts" Öh, da habe ich eine Verständnisfrage: Geht es wirklich um das Kreisen? Oder die Hulahop-Bewegung, die den Reifen oben hält? Denn dabei schiebt man ja "nur" das Becken schnell nach vorne und hinten. Insgesamt sieht es so aus: Immer, wenn ich länger in Ruhestellung war, ist alles steif und tut weh. Egal, ob ich eine halbe Stunde im Büro gesessen habe oder eine Nacht im Bett gelegen habe (wobei die Unterlage im Übrigen egal ist; auch in die Versprechen diverser Matratzenhersteller und deren Konzepte habe ich inzwischen mehrere tausend Euro investiert - und dabei bis auf die Feststellung, dass ich besser auf härteren Matratzen liegen kann, keinerlei Unterschied gespürt). Egal, ob Boxspring oder Futon: ich stehe am anderen Morgen auf und kann erst mal nicht mal auf den Füßen stehen oder mich aufrichten. Nach ein paar vorsichtigen Schritten und langsamem Ganzkörperbewegen geht es dann ein wenig besser. Osteopathen und Physiotherapeuten sagen, dass bei mir alle Muskeln, Ansätze und Sehnenplatten total bretthart sind. Ich habe es mit Faszienrollen versucht: da, wo es notwendig wäre (Außenseiten der Beine, Pomuskeln, Waden, Schienbeine, Rippenbogen an den Flanken und an der LWS) geht nicht, es tut total weh. Speziell beim Rücken und den Beinen muss ich mich dauernd abstützen, weil ich ansonsten überall verkrampfe, weil es so höllisch weh tut. Ich weiß, dass ich total verspannt bin. Aber ich schaffe es nicht, das aufzulösen. Wie gesagt, die Physiotherapeutin lockert seit einem Jahr meine Muskeln. Aber mir fehlt die Stabilität, also werden all die gelockerten Muskeln sofort wieder überbeansprucht, um eben diese mangelnde Stabilität des Rumpfes auszugleichen - und, zack, ist alles wieder bretthart. Daher war jetzt meine Idee, alles andere erst einmal zu vergessen und mich auf die Stabilität des Rumpfes zu konzentrieren. Aber das macht mein Nacken nicht mit (siehe gestrigen Beitrag). Was ich brauche und suche, sind schonende Übungen, um den Nacken auch zu stärken. Ich bin jetzt drei Wochen im Urlaub und danach (super Termin-Koordination...) ist meine Physiotherapeutin im Urlaub und danach bin ich bei einer Fortbildung. Sprich, ich sehe sie 6 Wochen lang nicht. Ich will aber nicht wieder warten und verschieben, sondern jetzt endlich mal loslegen. Hättest du vielleicht zwei, drei schonende, aber dennoch effektive Übungen für schlappe Nackenmuskeln, damit ich die wieder "auf Schluff" bringen kann? Ich habe seit letzter Woche einen Flexi-Bar: kann ich damit auch explizit Nackenmuskeln trainieren? Schon mal vielen Dank! Liebe Grüße, Isara
  10. Hallo allerseits, ich (weiblich, 52 Jahre, hypermobil, Bürojob) schlage mich seit ca. 5 Jahren mit nachlassender Muskelkraft und Becken-Instabilität und daraus resultierenden Verspannungen am ganzen Körper herum. Begonnen hat alles mit immer häufiger wiederkehrenden Rückenschmerzen im LWS-Bereich. Irgendwann waren die (ertragbaren) Schmerzen chronisch und ich konnte in gebückter bzw. nicht abgestützer Haltung weder Socken anziehen noch sonstwie die Beine anheben, ohne dass es mir wehtat. Ab und an hat sich dann alles komplett verkantet und verhärtet, dann war selbst Gehen oder Sitzen nicht mehr möglich. Liegen mit hochgelagerten Beinen und Tolperison und Ibuprophen brachten nach ca. 1 Woche Besserung - der "Grundschmerz" jedoch blieb irgendwann. Inzwischen habe ich so viele verschiedene Schonhaltungen verinnerlicht, dass ich aus diesem Kreislauf gar nicht mehr herauskomme. War es anfänglich "nur" die LWS, ist es inzwischen auch die BWS, die Schultern und der Nacken, wo meine Physiotherapeutin fast jedes Mal Wirbel wieder einrenkt - und dann nicht nur einen, sondern meist zwei oder drei oben UND unten. Ich bin steif wie 'ne olle Omma bei gleichzeitiger Hypermobilität. Ich gehe (fast) tägliche ca. 1/2 bis 1 Stunde spazieren, fahre täglich 2 x 7 Kilometer Rad und mache Steptanz. Ich war vor zwei Jahgren ein 3/4 Jahr im Fitnessstudio (Zirkeltraining), was für den Rücken nichts gebracht hat. Yoga oder Pilates geht auch (noch) nicht, weil mir die Stabilität und Kraft fehlt. Anfänglich habe ich Osteopathie bekommen, was auch immer gut tat und auch die Verspannung löste. Jedoch "flutschte" alles nach wenigen Wochen wieder in den (verspannten und schmerzhaften) Ursprungszustand zurück. Auch ein mehrfacher Osteopathenwechsel brachte keine Veränderung. Orthopädisch ist alles ok, keine Deformationen oder sonstige knöchernen Krankheiten. Seit einem Jahr gehe ich wöchentlich zur Physiotherapie (Selbstzahler ), aber da sind die Ergebnisse im Grunde ähnlich wie bei der Osteopathie: Besserung an den Stellen, wo gelockert wurde, aber nach wenigen Tagen/Wochen alles wieder beim Alten. Durch Probleme beim Tanzen und auch beim Bergwandern ist klar geworden, dass ich absolut keine Stabilität im Beckenbereich habe. Vor zwei Wochen hatte ich eine Behandlung nach Dorn und Breuss - sehr gut, ich konnte mich wieder schmerzfrei bewegen und das ganze Körpergefühl war so wie früher. Leider hielt die Behandlung nur einen einzigen Tag lang (!), dann war alles wieder wie vorher. Seit einer Woche mache ich nun zuhause Muskelaufbautraining: statische und dynamische Situps, Radfahren aus Rückenlage, Armrudern in Bauchlagen, dynamischen Vierfüßlerstand, Coretraining für Rücken, Bauch und beide Seiten, etc pp. - insgesamt täglich ca. 1/2 Stunde. Und es ist erschreckend, wie wenig Kraft ich habe; die Core-Übungen kann ich nicht länger als 10, 15 Sekunden halten. Und alles andere ist auch nicht viel besser... Nun meine Frage (endlich - danke, dass ihr bis hierher durchgehalten habt): bei allen Übungen, wo der Kopf hochgehalten oder der Nacken irgendwie angespannt werden muss, fliegen mir dauernd die Hals- und Brustwirbel raus. Das schmerzhafteste bei fast allen Übungen ist die Anspannung im Nacken, so dass ich die verordneten 3 x 15 Wiederholungen meist eher abbrechen muss, weil die Nackenmuskulatur verspannt und krampft. Ich war gestern noch 40 Minuten bei der Physiotherapie mit Fokus auf Nacken und Hals, musste aber heute morgen nach den Übungen zum Chiropraktiker; als der mich "langmachte", ging das nur klack-klack-klack-klack-klack... Was kann ich tun? Mit welchen Übungen kann ich die Hals- und Nackenmuskulatur stärken? Und welche Übungen kann ich machen, um weiterhin Rücken, Bauch und Core zu trainieren, ohne dass mir meine Wirbel dauernd um die Ohren fliegen? Falls mir da jemand Übungen nennen kann oder sonst noch Ideen hat, wie ich meine Muskulatur wieder "auf Schluff" bekomme, wäre das riesig! denn - nein - meine Physiotherapeutin weiß keinen Rat mehr... Herzliche Grüße, Isara