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  • PhysioWissen
    PhysioWissen

    Direktzugang zur Physiotherapie

    Jeder der bis Dato an Gelenk oder andere chronischen Schmerzen körperlicher Art litt, sah sich gezwungen immer zuerst einen Arzt aufzusuchen, um sich dann anschliessend der Physiotherapie überweisen zu lassen. Diese Vorgang kostete dem Patienten des öfteren sehr viel Zeit und Nerven, weshalb nun ein Besuch beim Therapeuten auch ohne ärztliche Absprache ermöglicht werden soll.

    Standpunkt des ZVK

    Eben das fordert Heinz Christian Esser,Geschäftsführer des ZVK (Zentral­verbands der Physiothera­peuten/Kranken­gymnasten). Laut seinen Aussagen, betrüge die durchschnittliche Wartezeit für einen Termin beim Hausarzt circa drei Wochen, zusätzlich einer bis der Physiotherapeut Zeit hat. Aus einem therapeutischen Blickwinkel betrachtet, seien dies für den leidenden Patienten unzumutbare Umstände. Auch nach einer Krankenhausentlassung, oder bei Schlaganfallpatienten, also in besonders dringlichen Fällen, seien zwei Wochen Wartezeit die Regel.

    Privatpatienten dürfen vor!

    Vor allem der Umstand, dass es privat Krankenversicherten möglich sei, sich direkt an den Physiotherapeuten zu wenden und unnötige Schikanen so wegfielen, lässt ihn stutzig werden. Das müsse auch für den gesetzlich Versicherten gehen.

    Dem setzte Angelika Prehn, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung, entgegen, dass für Patienten welche blutverdünnende Mittel bekämen zum Beispiel eine Physiotherapie ungeeignet sei. Auch könne der Arzt nicht mehr diagnostizieren, was denn genau für die Schmerzen des Patienten der Verursacher sei, so dass im schlimmsten Fall gefährliche Krankheiten unentdeckt blieben und deshalb gesundheitliche Risiken entstünden.

    Kompromiss, der keiner ist

    Um die Situation zu Entspannen, entschloss sich der Gemeinsame Bundestagsausschuss (GBA) eine neue Heilmittelverordnung durchzusetzen. Dieser Schritt wurde von beiden Parteien als sinnvoll begrüßt:

    anstatt sich jedes Quartal um eine Heilmittelverordnung kümmern zu müssen, wurde der Geltungsraum für chronisch kranke Patienten auf ein Jahr verlängert. Dennoch sollte der Schlaganfallpatient seine regelmäßigen Arztbesuche nicht wegfallen lassen, vielmehr sollte er sich mit Arzt und Therapeuten absprechen, um die Behandlungen auf einander abzustimmen.

    Das die Durchsetzung der Verordnung so viel Zeit in Anspruch genommen hat, verärgert den ZVK-Geschäftsführer. Es wäre bei den ganzen Diskussionsrunden um die Wirtschaftlichkeit der Heilmittel für den Arzt, statt um die Behandlungseffizienz für den Patienten gegangen. Für dieses Themengebiet Geld sei das GBA schlichtweg nicht zuständig.

    Regresse und Rezeptabsetzungen

    Auch die vielen Arten von Sperren und möglichen Regressen im neuen System hinterlassen ein ungutes Gefühl: dem Arzt fehlt schlichtweg der Raum die Hilfs- und Heilmittel so zu verordnen, wie er es für angebracht hält. 

    Die Menge an zusätzlich einzuhaltenden Richtgrößen und Richtlinien ist so unübersichtlich, dass manchen Ärzte mit Motivationsproblemen zu kämpfen haben. Laut Esser würde hier eine angepasste Praxissoftware Sinn machen, um den Arzt zu signalisieren wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Regresses ist oder ob er irgendwas nicht beachtet hat. Eben aus diesen Gründen wurden die Inhalte des kommenden Versorgungsgesetzes der Situation angepasst, und die strengen Auflagen etwas gelockert.

    Patient in Eigenverantwortung

    Wie der Patient darauf reagiert, ist abzuwarten. Tatsache ist, dass dieses Programm die Eigenverantwortung des Kranken fordert. Das Bedeutet wiederum, das bei älteren oder demenzkranken Menschen ein zusätzlicher Überwachungsorganismus notwendig ist, um eine optimale Behandlung zu garantieren. Eben dieser Punkt könnte den Verantwortlichen noch den ein oder anderen Nerv kosten. Für den Kranken ist das nicht gut.

    Wir wünschen uns, das der Patienten die leitende Handlungsmaxime wird, und keine pseudoökonomische Gründe an seine Stelle treten.



    Rückmeldungen von Benutzern

    Recommended Comments

    Sicherlich gibt es kontrainduzierte Erkrankungen oder Komplikationen mit Medikamenten und ärztlichen Behandlungen. Um so wichtiger ist, daß Physiotherapeuten medizinisch so gut geschult werden, daß sie Gefahren rechtzeitig erkennen können und den Patienten dann zunächst an einen Arzt verweisen, wer dies nicht tut soll haftbar gemacht werden können. Ansonsten finde ich es gut, Physiotherapeuten einen größeren Aktionsradius zu gewähren.

    LG

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    morgen!!
    Es gibt bei der sache vor und nachteile.
    Das gute ist daß wir im moment die komplette Verantwortung abgeben können, und uns nicht strafbar machen. Natürlich sollte man als Therapaeut immer gewissenhaft mit der diagnose umgehen, und kontraindikationen sich selbst erfragen. Ob ich bestimmte sachen machen darf oder nicht. Aber wenn der ARzt beispielsweise manuelle lymphdrainage verschreibt, und der Patient hat eine Thrombose, und er bekommt ne lungenembolie, dann hat der arzt es verkackt und nicht du. Der ARzt macht sich strafbar und wandert sogar in den knast wenn er das leben des pat. auf dem gewissen hat. Du als therapeut bist erstmal aus dem schneider. oder der arzt verordnet kg , zum mobilisieren, einer extremität, ws, und ein vorher nichterkannter bruch liegt vor, dann ist wieder der arzt schuld weil er es nicht erkannt hat und nicht du als therapeut wenn was pssiert. Denn laut arzt hast du grünes licht bekommen. Ärzte leisten trotzdem eine wichtige vorarbeit, sie klären durch diagnostische verfahren wie röntgen, kernspintt., ab was für nebendiagnosen der patient hat, oder geben nochmal einen anderen einblick für die evtl. ursache wie bsv.

    Nun die andere seite. Es gibt einige ärzte die unsern beruf nicht schätzen. Einen bekannten von mir gab ich den Tip sich physiotherapie verschreiben zu lassen, da man mit ihr ihm sehr helfen kann. Der pat. hatte nackenbeschwerden, ausstrahlungen in den arm, und massive hartnäckige verspannungen, einen richtigen stiernacken, der unbedingt gelockert werden muß.
    Der Arzt meinte nur. "so akut ist das nix, da macht man noch mehr kaputt, wenn man da versucht rumzudoktorn" so auf die art da müssen die "RICHTIGEN FACHLEUTE " ran. Da frag ich mich sind wir nicht die richtigen FACHLEUTE für die probleme ???? Wohl manchmal mehr wie ein Arzt. Da wir uns mit zusammenhängen viel besser auskennen. Da wir einen riesengroßen Werkzeugkoffer Immer mit bei uns tragen;-) und diese werkzeuge sind nicht aus metall und plastik, oder füllen wie diagnosegeräte den ganzen raum. Es ist unser wissen, unsere hände reichen aus unsere techniken. Wenn ihm dieses werkzeug nicht hilft hab ich noch zahlreiche andere komplementäre therapien in meinem koffer.
    Was das problem ist, ist denke ich immer noch der Begriff "KRANKENGYMNASTIK", aber leute auch wenn ihr mich jetzt blöd anschaut, wir sind keine krankengymnasten, .....oder nicht mehr. Früher schon. Habt ihr euch darüber schonmal gedanken gemacht? Der begriff Kg ist nicht mehr zeitgemäß.
    Behandeln wir immer kranke leute? NEEEEIN, wir behandeln leute mit defiziten hauptsächlich vom bewegungsapparat. Ist ein mensch mit nem BSV, oder einer Fraktur krank? oder wenn er eine blockade hat? NEEEIN.
    MAchen wir nur gymnastik mit den leuten?? NEIN
    wir behandeln sie. Und wie oft kommt es vor daß leute mit jogging/trainigshose in die behandlung kommen weil sie denken jetzt wird sport gemacht. Wir machen techniken, umd das problem zu beheben, natürlich auch übungen, den ganzen apparat. auch chinesische therapieformen werden oft integriert, mt, ect. ich sehe da keine gymnastik. und so denken auch die ärzte wir machen gymnstik mit den leuten. oder wissen nicht was wir tun, wir massieren ja nur. und da macht man mehr kaputt wenn man sich anatomisch nicht richtig auskennt, WEIL man ja nicht studiert hat, und kein arzt ist, sonder nur ein HILFSARBEITER der den arzts nur unterstützt. Aber dies ist grundsätzlich falsch, wir sind kein verlängerter arm des arztes, sondern ergänzen die arbeit des arztes. In holland sind physios gleichgesätzt mit ärzten.
    Aber da krieg ich so nen hals. Manchmal wissen wir mehr durch tests, die manchmal sicherer sind wie das röntgen was der patient hat. Aber wir dürfen es nicht aussprechen, da wir keine diagnose machen dürfen. Obwohl wir dann zu 90 prozent sicher sind daß diese struktur betroffen ist. Ich hatte mal einen patienten, auf dem rezept stand "LWS-syndrom mit ischiasasustrahlungen" Als ich ihn befundet hab stellte sich heraus daß er eine ansatztendinose der ischiocruralen haben muß, alles deutete darauf hin daß es zumindest muskulär ist. Daraufhin sagte ich dem pat. er solle mal den arzt vorsichtig fragen ob es nicht vom muskel kommen könnte. Da flippte der arzt beinahe aus, was ihm denn einfällt dies zu fragen, obwohl für dem arzt deutlich auf dem röntgen ein bsv zu sehen war, und diese diagnostik ja soooo sicher ist, da dieser apparat nicht lügt. Dann rief ich den arzt selbst an und erklärt ihm das, da war er ganz normal und meinte er schaue sich das mal nochmal an. 2 wochen später kam der pat. mit dem neuen rezept wo eine völlig andere diagnose stand, nämlich daß was ich schon gesagt habe, nämlich "ansatztendinsoe der ischiocruralen".
    Als anderes beispiel sei erwähnt, daß ein arzt mal schnell bei einem pat. ein carpaltunnelsyndrom diagnostizierte. Also ich den pat. fragte wo es denn ausstrahlte, da man sich auf die ärzte nicht immer verlassen kann. gab er mir als antwort, daß sein daumen und zeigefinger immer taub werden. JEder weis daß dies Kein carpaltunnelsyndrom sein kann, sondern seine engstelle irgendwo anders sein muß.
    Das blöde ist halt immer daß wenn man als therapeut die patienten aufklärt und sagt daß das was der arzt diagnostiziert hat, anatomisch oder wie auch immer nicht sein kann, daß die patienten einen sehr skeptisch anschauen. Was einem einfällt so auf die art, dem arzt, also "Götter in weis" entgegenzureden, weil die ja die obersten sind, und wir physios ja kleine männlein/weiblein sind die ein bsichen mit den patienten rumhüpfen. Die dem arzt mehr glauben, weil er es ja wissen muß, er hat ja auch studiert, und nicht wie wir 3 jährchen ausbildung gemacht. Daß wir uns ständig fortbilden wissen ja die wenigsten.

    Dies alles ist ein völlig falsches bild von uns. und da komm ich wieder auf dieses wort kg zurück. was iwr eigentlich nicht machen, oder nicht ausschließlich. "6 mal pt" auf dem rezept wäre zeitgemäßer" denn das tun wir 6 mal physiotherapie" also die Therapie des körpers.

    Für das rechtliche braucht man manchmal die ärzte damit wir aus dem schneider sind, uns bei gewissen sachen nicht strafbar machen. Aber das andere stimmt natürlich, daß patienten ewig warten müssen bei dem arzt, und wir sowieso wieder was andres feststellen. andererseits sollte ein gut ausgebildetet therapeut wissen was er darf und was nicht. thrombosezheichen kennen, wissen daß er bei blutverdünner, oder osteoporose nicht so starke techniken machen darf. Kein strom bei hüfttep. ect.
    Das problem ist denke ich, daß gerade ältere ärzte, die durchaus erfahreneer sind wie ein 35 jähriger arzt, noch den alten physiotherapeut sehen. 50 bis 60 jährige ärzte sehen z.b. den krankengymnast noch vor ihren augen wie er vor 20/25 jahren existierte. wo er übungen mit bällen macht , jongliert, mit sämtlichen therabändern, übungen auf matte ect. Aber das ist er nicht mehr, und hat heute, oder sollte eigentlich, allein wegen seinen könnens, seinen sehr hohen anatomiekenntnissen, und auch das erkennen der zusammenhänge, seinen tests, um herauszufinden was denn die probleme beim pat. macht, eigentlich einen genauso hohen stellenwert haben wie die der Ärzte, und keinesfalls nur helfer des arztes.

    Gruß thomas

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    *vollste Zustimmung*

    Ein Problem was ich auch sehe ist, dass viele Ärzte in ihrer Ausbildung Physios bei Gangschulen in Kliniken gesehen haben und noch immer denken, dass das alles ist was wir können .. Ärzte sollten besser informiert werden, was wir können - das könnte auch so manche Pille sparen.

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    Im Grunde würde dies einiges vereinfachen, die Patienten müssten keine 10,- Praxisgebühr beim Hausarzt leisten, die Orthopäden könnten ihr Budget besser einteilen. Wir Physiotherapeuten könnten mehr Verantwortung übernehmen und unsere Therapien selbst planen. Was zur Folge hätte das wir Evidence orientiert handeln müssen.

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    Mareen sagt:
    Als Physiotherapeutin in den Niederlande arbeite ich ua. in einer Praxis. Dort ist der Direktzugang schon seit einigen Jahren gegeben. Um Patienten direkt behandeln zu können, musste ich mit Bachelor-abschluss nur noch einen Kurs "DTF- directe toegankelijkheid fysiotherapie" absolvieren. Das System ist also möglich und es wäre wünschenswert,wenn es sich auch in Deutschland verantwortungsbewusst etabliert.

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    das es in holland schon längst geht daß weis ich.
    nur wenn es irgendwann so wäre daß wir patienten direkt behandeln können, dann müssten sich ja zick therapeuten nachqualifizieren lassen und alle den bachelour machen. Wenn es wirklich eingeführt wird, dann sind alle therapeuten schon fast gezwungen bachelour zu machen, da das system es vorgibt. Vielleicht wollen sich aber einige physios in dem bereich osteopathie oder heilpraktiker wie auch immer weiterentwickeln, das ist eben das andere. ich persönlich möchte nicht unbedingt noch den bachelour dranhängen, auser ich möchte in einer pt. schule unterrichten. Die zeit investiere ich z.b. in andere fobis wo mich mehr interessieren als der bachelour. Aber es wird wohl, wenn pat. nen direktzugang haben nicht mehr ohne gehen. Dann fragt man sich allerdings auch, wenn sowas mal möglich ist, für was habe ich die ganze pt-ausbildung damals absolviert? warum hat man nicht gleich geschaltet und gleich bachelour angeboten?

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    Ich finde, das ist eine klasse Idee. Schauen wir doch mal gen Niederlande: da klappt das Konzept schon seit einigen Jahren! Da ich dort Physiotherapie studiere, werde ich darauf getrimmt, dass Klienten bzw. Patienten kommen, die ich erst untersuchen muss, ohne eine ärtzliche Verordnung. Und wie hier auch schon genannt wurde, ist es eh meist am kompetenten Therapeuten gelegen, herauszufinden, was dem Menschen letztendlich fehlt und woran zu arbeiten ist.
    Ich bin dafür!

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    Ich finde, das ist eine klasse Idee. Schauen wir doch mal gen Niederlande: da klappt das Konzept schon seit einigen Jahren! Da ich dort Physiotherapie studiere, werde ich darauf getrimmt, dass Klienten bzw. Patienten kommen, die ich erst untersuchen muss, ohne eine ärtzliche Verordnung. Und wie hier auch schon genannt wurde, ist es eh meist am kompetenten Therapeuten gelegen, herauszufinden, was dem Menschen letztendlich fehlt und woran zu arbeiten ist.

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    physio@nl sagt:
    "von: physiobbg
    23.05.2011 15:20
    das es in holland schon längst geht daß weis ich.
    nur wenn es irgendwann so wäre daß wir patienten direkt behandeln können, dann müssten sich ja zick therapeuten nachqualifizieren lassen und alle den bachelour machen. Wenn es wirklich eingeführt wird, dann sind alle therapeuten schon fast gezwungen bachelour zu machen, da das system es vorgibt. Vielleicht wollen sich aber einige physios in dem bereich osteopathie oder heilpraktiker wie auch immer weiterentwickeln, das ist eben das andere. ich persönlich möchte nicht unbedingt noch den bachelour dranhängen, auser ich möchte in einer pt. schule unterrichten. Die zeit investiere ich z.b. in andere fobis wo mich mehr interessieren als der bachelour. Aber es wird wohl, wenn pat. nen direktzugang haben nicht mehr ohne gehen. Dann fragt man sich allerdings auch, wenn sowas mal möglich ist, für was habe ich die ganze pt-ausbildung damals absolviert? warum hat man nicht gleich geschaltet und gleich bachelour angeboten?"

    Du hast es wahrlich nicht verstanden, was für Kompetenzen ein Physiotherapeut erreicht, wenn er den Bachelortitel trägt.

    Der Bachelor ist DIE Grundlage für den Direct Accsess. Wer ihn nicht hat, kann eben keine Patienten beim Erstkontakt annehmen. :)

    Das Problem ist, wie ich an deiner Reaktion sehe, dass der Bachelor als Weiterbildung gesehen wird. Vielmehr ist oder sollte er die Grundbildung sein und darauf aufbauend dann die Spezialisierungen.
    Leider gibt es in DE noch zu viele Weiterbildungen, welche nur die Fachkompetenz und Technikwissen schulen. Aber mit Technikwissen kann ich kein Direct Accsess betreiben.

    In diesem Sinne

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    Ralf sagt:
    Physiotherapeuten könnten nach einem zusätzlichen Qualitätsnachweis den Direktzugang durchführen. Es geht ja zunächst für die Therapeuten um die Entscheidung, ob der jeweilige Patient ein Krankheitsbild mitbringt, welches ins physiotherapeutische Spektrum fällt. Diese Kompetenz sehe ich durchaus in der Physiotherapie, nach einer entsprechenden Schulung. Den Zugewinn an Effizienz in der Versorgungsqualität käme letzten Endes dem Patienten und unserer Gesellschaft zu Gute und darum geht es im Grunde genommen. Wir müssen alte Strukturen und Hierachien aufbrechen um den Fokus wieder verstärkt auf den Menschen im Gesundheitswesen zu richten. Dafür müssen wir auch gar nicht mehr Geld ausgeben, wir müssen uns nur über die sinnvollere Verteilung Gedanken machen.

    Ralf Kraft
    Sprecher des BundesStudierendenRats des ZVK
    Bstr@zvk.org

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    natürlich auch noch den bachelor!! wir physios werden ja auch für unsere angeblich unqualifizierte arbeit fürstlich bezahlt!!gelle!! wenn ich mir überlege was ich schon für meine ausbildung und fortbildungen bezahlt habe kann ich mir schon bald nen porsche kaufen!!!! mal abgesehen von der zeit die dabei drauf geht!!! ich mache den job jetzt schon sehr lange circa 20 jahre und hab schon als masseur und med. bademeister angefangen also von ganz unten im leider allgemeinen verständniss der heutigen zeit und habe mich ständig weitergebildet!!!also da soll mal son(tut mir leid) schnulli bachelor der gerade mal angefangen hat zu arbeiten kommen.Ich habe schon so einige physiopraktikanten aus holland angeleitet!! also ich muss ja sagen theoretisch sind die jungs und mädels ja fit aber wenn es an die praxis geht oh mein gott.da sind unsere deutschlandlernende aber um längen besser!! man kann zwar nicht alle über einen kamm scheren dennoch sollte man mal überlegen was wichtig ist!! lieber ein schein nach dem anderen und hochnäsig durch die gegend laufen oder sich aufs wichtigste zu beschränken und dem patienten helfen.denn wer die meisten scheine und quallis hat ist noch lange kein guter physio.denn quatschen können viele nur leider richtig handeln noch lange nicht!!! also in diesem sinne
    ach hätt ich fast vergessen!es mal jemand gesagt name unwichtig : wir physios sind doch eh nur akademisches proletariat(zitat ende). also bloß keine einstellung ändern damit die gesellschaft total zu grunde geht!;-) das meine ich allerdings allgemein!!!!! also bis dann und denkt mal drüber nach

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    Hallo,
    naja das hab ich ja gemeint wenn es irgendwann so sein wird daß patientin gleich direkt zu uns gehen, dann muß man jetzt auch noch den Bachelour machen, gezwungenermaßen muß man sagen. Wenn es eingeführt wird daß jede praxis direktzugänge von pat. hat, dann muß sich jeder verpflichten müssen den bachelor zu machen ob er will oder nicht. Man wird unter druck gesetzt, zudem noch weil man dann nicht mehr wettbewerbsfähig ist da viel praxen nachziehen müssen und den bachelor machen. Man kann es so und so sehen.
    zu GAST..."Du hast es wahrlich nicht verstanden, was für Kompetenzen ein Physiotherapeut erreicht, wenn er den Bachelortitel trägt."
    heist das etwas daß wenn man als normaler nicht bachelor physio, dann nicht so kompetent ist? oder wie soll ich das verstehen? nur weil er studiert hat?
    Es kommt immer drauf an wie man an die sache ran geht, es gibt physio die haben hunderte fobis, und glauben sie sind was besseres, und es gibt therapeuten, die haben vielleicht nur eine fobi können aber super massieren.

    Es ist letztendlich aber schon so daß man durch bestimmte fortbildungen weg geht von einem 0815 therapeuten da man sein therapeutisches spektrum massiv erweitern kann. So ist z.b die fob der manuellen therapie. Das anatomiewissen und funktionelle zusammenhänge werden noch deutlich und noch mehr geschärft. keiner kann mir sagen daß man direkt nach der ausbildung ein super therapeut ist, selbst wenn manuelle therapie immer in der ausbildung mit dabei ist heißt es noch nicht viel. Die theorie ist dennoch genauso wichtig wie die praxis. Denn erst wenn ich weis welche technik was bewirkt, was ich mit dem was ich tue erreichen will dann könnte meine behandlung erfolg haben. Und viele fobis vermitteln eben das hintergrundwissen wo man braucht. Viele fobis braucht man auch abrechnungstechnisch und um sein therapeutisches wissen zu vergrößern wie die osteopathie oder manuelle therapie. Aber manche fobis macht man dann auch mal aus eigenem interesse. Und da geht es nicht darum jetzt rumzupralen ich habe 100 fobis. Sondern einfach aus dem grund weil einem eine sache interessiert. Und interesse an seinem beruf zu haben ist doch nie verkehrt, im gegenteil, einer der über fobis schimpft, gut sie haben ihren preis, und bei manchen fobis sollte man überlegen ob ich die brauch. Aber wenn man nur über fobis schimpft und hier und da hab ich schon wieder so ne blöde fobi aber ich muß sie ja machen dann ists natürlich auch net schön. Aber interesse zeigt immer daß einen der Beruf freude macht. Und wenn mich mal was chinesisches interessiert dann mach ich halt eine fobi die sich mit chinesischer medizin beschäftigt. Aber nur aus eigenem interesse. Es gibt unterschiede.
    Denn es gibt bestimmt auch die Therapeuten die "GLAUBEN" ein besserer Therapeut zu werden wenn sie die oder jene fobi noch dazumachen, das muß jedoch nicht sein.

    mir ist es aber lieber wenn mein therapeutisches spektrum e twas größer ist, daß kann man verlgeich wie mit einem großen werkzeugkoffer. Mir ist es immer lieber ich hab mehrer werkzeuge in meiner tasche, also techniken, therapeutisches wissen, und kann mir immer passend zu meinen patienten eines raussuchen. passt der schraubenschlüssel net, nehm ich was anderes.
    Und auserdem macht es doch auch spaß nicht immer die zwei techniken zu probieren die man immer macht sondern mal neue sachen auszuprobieren, denn sonst schleift sich immer wieder ein schema ein, und man behandelt patienten imme in derselben aste, oder mit dem gleichen.
    Die fobis wo ich gemacht habe, haben mir trotzdem sehr weitergeholfen und einige waren eine bereicherung, da ich das problem des pat. nun von verschiedenen perspektiven angreifen kann. Und flexibel sein kann falls irgendwas den pat. nicht gut tut hol ich halt was andere aus meinen werkzeugkasten.

    Nur um nochmal zum bachelor zu kommen. Es stimmt nicht daß man nur weil man bachelor ist kompetenter ist. Ein ehemaliger arbeitskollege von mir war bachelor und hat sogar noch osteopathie gemacht. Als er im urlaub war hatte ich den pat. behandelt, und aufeinmal wollte er nicht mehr wechseln, weil ihm die therapie zu sanft war, und ich da irgendwie die richtigen punkte wo für seine schmerzprobleme sorgte gefunden hab. Soviel zu bachelor. MAn ist noch lange nicht unkompetenter nur weil man nicht studiert hat.

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    der sinn in unserem beruf wird immer mehr verfehlt.das macht echt keinen spaß mehr.ausserdem je mehr fortbildungen desto weniger jobchancen auf grund zu hoher qualli(ist einfach zu teuer).einziger ausweg selbststandigkeit.doch es kann ja nicht jeder selbstständig sein.manno mann ist das eine beknackte medizinwelt.

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    hmm, ich würde sagen es ist umgekehrt, denn heute braucht ein therapeut eine gute qualifizierung sonst bekommt er keinen job. Viele verlangen ja mld und mindestens manuelle therapie als fobi und noch ne andere dazu.
    Es kann man wieder geteilt sehen.
    natürlich ist jemand der kaum fobis hat nicht so qualifiziert. Nach der ausbildung ist man eben noch kein so guter therapeut, aufgrund der wenigen berufserfahrung. Durch die mt fobi bin ich z.b. von dem 0815 therapeuten weggekommen, da zusammenhänge klarer werden. Und gut qualifizierte therapeuten behandeln eben anders als jemand der gerade mld als fobi hat und immer noch seine schulschiene fährt.
    Was meinst du denn mit dem "sinn in unserem beruf "verfehlt? was ist denn der sinn in unserem beruf?
    Ich denke jeder weis daß der sinn ist menschen/pat. zu helfen, ihnen ihre leiden und schmerzen zu nehmen. Aber dies kann ich eben nur indem ich gut ausgebildet bin. Die normale physiotherapieausbildung reicht da oft gar nicht aus. Hier wird nur der grundstock gelehrt. Klar kann man behandeln, und in gewisser maßen auch menschen helfen. Aber durch gewisse fobis behandelt man eben anders als ein schulabgänger. In der mt haben wir z.b osteopatische zusammenhänge gelernt, die ich in meiner kg ausbildung nicht kannte.
    Ich habe nun auch ein breites therapeutisches spektrum entwickelt und kann z.b. sachen aus östlichen chinesischen medizin mit der westlichen wie mt kombinieren. und das macht mir z.b. spaß. mit sachen zu spielen. Wenn ich zwei scheuklappen hab und ich seh nur gerade aus, hab ich diese möglichkeit eben nicht. ich komm nicht in den genuß mal was anderes auszuprobieren, oder über den tellerand zu schauen. Ich hatte eine patientin, die hatte eine entzündung im schultergelenk, durch die sog."akupunktmassage n. penzel" hab ich diese entzündung wegbekommen. Das konnte ich aber nur ausprobieren weil ich damals einen kurs belegte. Ich geh auch mal an die füße und schau mir die fußreflexzonen an. Und wenn da was auffällig ist behandle ich es mit. Da körperliche und energetische ebene zusammengehören. Auch mit die anatomie der ws, hatte ich nie so bis ins detail gelernt, da es damals in meiner ausbildung nicht so wichtig war. durch die mt hab ich gelernt wie wichtig das ist, techniken gelernt wie man auf bestimmte strukturen kommt die probleme machen. tests um bsv auszuschließen ect. das lernt man in der ausbildung kaum. Und auch techniken für bsv.
    Auserdem brauchst du einfach fobis um kurse zu halten. pat. merken das eben ob man einen 0815 rückenschulkurs macht oder nicht. es ist schon was anderes, man ist auf dem neuesten stand.
    Viele zusammenhänge kannte ich durch mance fobis nicht. Und die pat. merken das, und wenn einer zu mir kommt oder zu nem anderen therapeuten und sagt "also so wie sie hat mich noch keiner behandelt" weil du deine sachen wo du vielleicht in fobis gelernt hast kombinierst und geschickt anwendest. Und durch sowas kristallisierst du dich doch dann auch etwas heraus als therapeut, und wenn du aus der masse heraustichst kann das auch nicht schlecht sein. Es gibt unterschiede zwischen jemand der nach seiner ausbildung behandelt oder eben die ein oder andere fobi hat.
    Klar haben die ihren preis, das ist die andere sache. Und vieles braucht man nicht unbedingt. Aber es gibt fobis da habe ich mein geld gern investiert, weil es ein "AHA" erlebnis war, und mich als therapeut bereichert, das macht dann auch spaß. Wieder anders am pat. zu arbeite, weil man mehr wissen verfügt, weil man klip und klar sagen kann sie haben genau das problem. Und das kann man eben nur indem man trotzdem noch etwas dazu lernt.

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    OMT-Fan sagt:
    Was sind denn die Inhalte, die beim Bachelor vermittelt werden und den Direct Access zulassen? Wie sieht es denn mit der OMT-Ausbildung aus? Kann sie auch Voraussetzung für den Erstkontakt sein? Und wenn nein, warum nicht? Schließlich ist sie Teil der Masterausbildung Physiotherapie.

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    Matthias Nölle sagt:
    Es stimmt nicht, das man auf einen Termin beim Hausarzt drei Wochen warten muß.
    Auch Privatpatienten benötigen zur Abrechnung über ihre Krankenkasse eine ärztliche Verordnung.

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    physio@nl sagt:
    Es ist immer lustig, wenn bei solchen Diskussionen Bachelors mit einer 4-jährigen Ausbildung und erfahrenen Therapeuten mit 20 Jahren Berufspraxis und zahlreichen Weiterbildungen verglichen werden.

    Darum geht es NICHT!

    Ihr könnt nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Fakt ist, dass ein Bachelor nach seinem Studium eine andere Sichtweise über seinen Beruf besitzt, er andere und zum großen Teil auch mehr Kompetenzen besitzt als ein Berufseinsteiger nach der normalen 3-jährigen deutschen Ausbildung. Denn in dieser wird zu 100! nur die Fachkompetenz gelehrt. Technikwissen. Nur soetwas kann jeder Bauarbeiter.

    In unserem Beruf brauchen wir Therapeuten mit Fach-, Sozial-, Methoden und Personalkompetenz.
    Therapeuten, welche sofort nach ihrer Ausbildung analytisch und kritisch reflektorisch handeln können.

    Ich habe jetzt schon mehrfach hier gehört, dass ihr erst "gute" Therapeuten geworden seit, nachdem ihr zahlreiche Fortbildungen und viel Geld investiert habt.

    Aber wäre es nicht schön, wenn der Berufsanfänger sofort nach seiner Ausbildung ein bio-psycho-soziales Bild von dem "hilfeersuchenden" Menschen im Hinterkopf hat?

    Aus meiner Erfahrung als Praktikant in unseren deutschen Krankenhäusern kann ich sagen, dass einige Therapeuten diesen Handlungsgrundsatz erst nach 10 bis 15 Jahren Berufserfahrung erlangt haben. Traurig aber wahr.

    Das ist das Ziel eines Studiums. Wir wollen euch nicht den Rand ablaufen. Wir sind auch keine Gefahr für die deutsche Physiotherapie. Wir vergleichen uns auch nicht mit 20 Jahre Berufserfahrung.

    Fakt ist jedenfalls, dass für den Direct Accsess eine Qualitätssicherung existieren muss, ob nun über eine Weiterbildung (2 Jahre) wie in den Niederlanden oder ein kleines Studium ist am Ende doch egal. Wer gleich den steinigeren Weg über das Studiem (Bachelor) wählt, sollte dafür nicht bestraft werden, wie es in großen Teilen Deutschlands noch ist. Meine Erfahrung.

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