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Diskusprotrusion C6/ 7 und C5/6


marierabbit

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Geschrieben

Hallo zusammen,

ich bin noch in der Ausbildung, kurz vorm Examen.

Ich habe z.Z. eine Patientin mit einer Diskusprotrusion im HWS-Bereich und einer höhergradige Einengung der Foramina vertebralia.
Symptome bei ihr sind: Lagerungsschwindel, Schmerzen im HWS- und Schulter-Nacken-Bereich, der ebenfalls hyperton ist.

Während der ersten Bhdlg. war es allein schon schwierig, dass die Patientin sich hinlegte. Als sie dann lag, musste das Kopfteil sie hoch sein, dass ich kaum arbeiten konnte.
Da sie außerdem eine psychosomatische Patientin ist, habe ich bei ihr erstmal "Schnelles Lagern" gemacht, wonach sie auch etwas entspannter war.

Meine Frage ist einfach, ob hier jemand ist, der damit schon Erfahrungen hat oder generell jemand, der mir Tipps für eine Behandlung geben könnte, da ich z.Z. echt ratlos bin.

Lg und vielen Dank schon mal,
Marie*


Geschrieben

hallo, auch wenn sie psychosomatische patientin ist würde ich sie trotzdem ganz normal als hws patienten behandeln. Ich denke ihre schmerzen stehen erstmal im vordergrund. Da würde ich viele detonisierenden/weichteilsachen machen.
Am besten eignet sich die ASte rl. Wenn du das kopfteil ziemlich weit hochmachen musst, dann fahr doch deine behandlungsbank ganz nach unten, dann gleicht es sich doch wieder aus;-).

ich selbst behandle auch mal gern im sitzen, aber für die prüfung im examen würde ich da nicht experimentieren. ASte rl, wäre die aste der wahl.
Was tun?
für den lagerungsschwindel wäre ein lagemanöver nach brandt gut, aber indem akuten zustand würde ich es noch nicht tun.

Es kommt immer drauf an wie ängstlich die patienten ist. Manche lassen dich z.b. erst gar nicht am hals arbeiten, dann mußt du erstmal gelenksfern arbeiten.
Da kannst du z.b. in Seitlage arbeiten, funktionsmassage des m.trapezius/p.descentenz. Schulterblattmobi. Dann in Rückenlage falls du dich da auskennst reflektorisch den entsprechenden bereich der fußreflexzonen bearbeiten. Am schluß noch haltungsschule.

Falls die patientin dich an den hals gleich ranlässt, dann kannst du erstmal in aste rl. sanfte traktionen hws traktionen machen.
Dann detonisierung der nackenext. m.trapezius mit evtl. triggerpunkten. schauen ob eine längsdehnung möglich ist, bei schmerzen detonisierst du den trapezius eben anders.
Beim detonisieren eine hws seitneigung durchführen, also wenn die einengung rechts ist, dann seitneigung links damit die foramina rechts geöffnet wird.
Und am schluß ganz wichtig haltungsschule in aste sitz.
auch als hausaufgabe mitgeben.
Falls die patienting eine kyphosierte haltung hat könnte man noch pectoralis mit dehnen.

Hat die patientin ausstrahlungen in die arme? dann würde ich aufjedenfall noch eine mobi des nervensystem mit anhängen.

Gruß Thomas

Geschrieben

Hallo Thomas,

danke für die Antwort.

Ausstrahlende Schmerzen in den Arm hat sie zum Glück keine.

Ich hatte die Patientin heute wieder und hab sie mal als psychosomatische Patientin behandelt, da sie eine Traumapatientin ist. Sie ist die einzige Überlebende eines Autounfalls.
Um sie aus ihrem Spannungsmuster rauszubekommen, hab ich mit ihr Dehnlagerungen gemacht und zum Schluss sogar den Kopf mit einbeziehen, sodass sie ihn nicht nur während einer Bewegung "mitnehmen" musste, sondern gesondert bewegen. Das ist ihr ganz gut bekommen, da sie auch keinen Schwindel bei der Bewegung hatte.

Das nächste mal werde ich dann mit ihr deine Vorschläge angehen, soetwas in der Art hatte ich schon probiert, nur da gab sie dann Schmerz an. Ich finde die Idee gut über die Scapula oder das Schultergelenk anzufangen. Danke dir.

Lg Marie*

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Gast
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  • Beiträge

    • gianni
      ...ich denke du bist der richtige Kandidat für Osteopathen. So wie ich das sehe, kann man bei dir muskulär (Kräftigung/Dehnungen/Mobilisationen) nichts ausrichten. Da müsste man über das Fasziensystem und der Gelenkkette, angefangen bei den Füßen bis zur Problematik, mal alles durcharbeiten!
    • Gast gasthws
      Guten Tag,    ich bin vor gut 7 Jahren eines morgens mit einer extremen HWS-Blockade aufgewacht. Bewegungseinschränkung nach links so stark, dass allein ein paar Grad drehen in die Richtung nicht möglich waren. Da ich dachte es wäre ein steifer Nacken natürlich erwartet, dass es weggeht. Ging es nicht.  Röntgen und MRT damals unaufällig (C6C7 Bandscheibenwölbung ohne Auswirkungen auf Nerv o. Ä.). Steilstellung der HWS, die ich vermute akut war, da bei einem späteren Röntgen diese nicht mehr aufgetreten ist.    Bis heute habe ich tägliche Verspannungen auf der linken Nackenseite und das Gefühl, dass mein ganzer Körper nach rechts rotiert ist. Im oberen Rücken ist direkt neben dem rechten Schulterblatt zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule eine dauerhaftes Steifigkeitsgefühl.   Ich mache seit Jahren Kraftsport, bin nicht übergewichtig, laufe regelmäßig.  Sobald ich den Kopf nach vorne über beuge ist das gesamte Verspannungsgefühl im Nacken weg. Der Kopf fühlt sich oft schwer an, wobei Instabilitäten ausgeschlossen wurden. Mein Nacken ist muskulär sehr stark. Direkte Nackenübungen erzeugen stärkere Verspannungen bis hin zu brennenden Schmerzen.    Kurz vor der Verspannung hatte ich mich im rechten ISG verletzt beim Kniebeugen (Überlastung und zu weiter vorgelehnt). Das rechte ISG fühlt sich bis heute komprimiert an.  Im Liegen keine Beschwerden. Abstützen der Arme auf dem Schreibtisch lindert auch die Beschwerden. Vorgebeugt sitzen oder Planks auch für den Moment.   Rückenschmerzen regelmäßig, aber diffus, kompletter rechter Erector Spinae trotz guter Kraftwerte im Rücken. Es ist zum verzweifeln, da ich erst Ende 20 bin und täglich damit kämpfe sobald ich das Bett verlasse.    Ich würde mich über jeden Input freuen.    -CMD Diagnose negativ -Instabilität negativ -MRT/Röntgen unauffällig -sportlich -jung -HWS kräftig   Letzte Vermutung eines Orthopäden war ISG und globales Problem.  Bin für jeden Input dankbar!
    • MathiasBerlin
      Hallo Matze, wenn du bei der Dehnung die Fußspitze nach innen drehst, spannst du vor allem den äußeren Hamstring-Anteil (Biceps femoris) stärker an. Deshalb fühlt sich die Dehnung dann deutlich intensiver an. Ja, verkürzte Hamstrings können auch andere Probleme begünstigen: Spannung im Hüftbeuger oder den Adduktoren Zug auf das Becken, dadurch evtl. Schmerzen im unteren Rücken / oberhalb des Beckenkamms Wichtig: lieber sanft und länger dehnen, nicht maximal „reinziehen“, sonst reagiert der Muskel eher mit noch mehr Spannung. Viele Grüße 🙂

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