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Wer erklärt mir das Aktionspotential


kimilu92

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Geschrieben

Hallo,
in 5 tagen schreibe ich Anatomie Klausur.
Nur leider habe ich diese Sache mit dem Aktionspotential noch nicht so ganz verstanden...
Kann mir jemand helfen.

Gracias Kim


Geschrieben

Denk an eine Stadt: Die Zellmembran ist eine Mauer. Auf der inneren Seite sind mehr Minus, außen mehr Plus. In der Mauer sind Tore (NaCa-Kanäle). Die Außen wollen gern rein, sind aber zu fett, um sich durch die Mauer zu pressen. Jetzt ist wichtig, daß es doch einige schaffen ( Bestechung oder so...)und sich so innen minus und plus ein wenig angleichen können. Damit ist innen dann nicht mehr - 60 sondern - 40, ist also schon ein bißerl positiver geworden. Tja und dann bricht irgendwann der Damm: wird eine bestimmte Schwelle überschritten ( z.B.35 minusVolt )dann öffnen die Stadtwächter einfach alle Tore und das Volk strömt wie wild taumelnd in die Stadt, es kommt zusammen, was zusammen gehört. Ungleichgewicht wird ausgeglichen und ein Signal geht aus von dieser Stadt ins weite Land, zu anderen Städten: Das ist die "alles-oder-nichts-Regel".
Auf den großen Straßen kommt die Nachricht natürlich schneller voran.
Der Straßenbelag heißt "Myelin"
Alle paar Kilometer finden sich sogenannte "Ranvier`sche Schnürringe", vergleichbar mit Herbergen. Dort passiert das gleiche wie in der großen Stadt, nur schneller und schon sitzt der Bote wieder auf einem frischen Pferd und jagt die grosse Straße entlang. Diese Straßen heißen "Axone"...

Vielleicht hinkt dieses Beispiel an der einen oder anderen Stelle, doch es enthält einen Tipp:
Wenn Du etwas nicht verstehst, erkläre es Dir selbst als ob Du es einem Kind erklärst! Gehe in den Park, die Bäume sind die Neurone, Insekten und Vögel die Transmittersignale. Stelle Dich an einen Fluß und frage Dich was Du über die Gefäße weißt. Suche Dir einen erhöhten Punkt. Beobachte die Hauptstraße, das ist die Aorta. Die Häuser sind die Zellen, etc. dann stehst Du staunend mittendrin.
Meist sind nämlich die Zusammenhänge gar nicht schwer, doch vollgepackt mit schlauen Fachausdrücken.
Sorry für den Eso-Schwall
Gruß, Chris

Geschrieben

Hey Chris.
Tausend dank :)

Wahnsinn, auf einmal kommt mir alles ganz logisch vor :)

Vielen, vielen Dank

LG Kimi

  • 2 years later...
  • 1 month later...
  • 2 weeks later...
Geschrieben

Wird Erregungsschwelle (ca. - 0.65 mV) durch Depolarisation erreicht, entsteht ein Aktionspotential: es kommt zur sogenannten
→ Alles – oder – Nichts – Reaktion :)

  • 1 month later...
  • 1 month later...
  • 2 months later...
Geschrieben

Besonderheiten gibt es jedoch am Herzmuskel. Dort ist neben der K und Na Leitfähigkeit wesentlich an die Ca Leitfähigkeitsänderung zu denken.
Diese sorgt für die sog. Plateauphase.
(Danach wird im Curriculum Des Verbandes zum Fach Physiologie gefragt)

  • 1 month later...
Geschrieben

Hier wird das sehr gut beschrieben, auch wenn es nur für Oberstufenschüler gedacht ist: http://www.biologie-schule.de/aktionspotential.php

  • 1 month later...
Geschrieben

Vielleicht hilft das ja: https://www.youtube.com/watch?v=T-YQRCWnoJs
Etwas speziell vielleicht für den einen oder die andere.
Ich find´s ´ne gute Abwechslung zum ewigen Lesen in Büchern oder Internet, um Wissen von der Couch aus zu festigen. Hoffe, dass es hilfreich sein kann. Viel Spass und Erfolg beim Lernen.

Geschrieben

aktionspotenzial ist meiner meinung nach nix anderes wie der strom der ddurch eine leitung fließt. Bei den Nerven nennt sich der strom aktionspotential

  • 4 weeks later...
Geschrieben

Wow, das hast Du aber schön beschrieben, listenchris!!!! Cool! Hast Du noch andere Beispiele? Z.B. Citratzyklus?

Geschrieben

Moing!! Bei mir liegt ja die Schule auch schon ne weile zurück ;-)! Da man es in der Praxis nicht braucht muss ich auch nochmal nachschlagen. Vielleicht kann Ich es dir dann nochmal anschaulicher erklären. Wichtig ist halt daß man es versteht. Ich denke das wollen auch deine Lehrer.

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Gast
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  • Beiträge

    • gianni
      ...ich denke du bist der richtige Kandidat für Osteopathen. So wie ich das sehe, kann man bei dir muskulär (Kräftigung/Dehnungen/Mobilisationen) nichts ausrichten. Da müsste man über das Fasziensystem und der Gelenkkette, angefangen bei den Füßen bis zur Problematik, mal alles durcharbeiten!
    • Gast gasthws
      Guten Tag,    ich bin vor gut 7 Jahren eines morgens mit einer extremen HWS-Blockade aufgewacht. Bewegungseinschränkung nach links so stark, dass allein ein paar Grad drehen in die Richtung nicht möglich waren. Da ich dachte es wäre ein steifer Nacken natürlich erwartet, dass es weggeht. Ging es nicht.  Röntgen und MRT damals unaufällig (C6C7 Bandscheibenwölbung ohne Auswirkungen auf Nerv o. Ä.). Steilstellung der HWS, die ich vermute akut war, da bei einem späteren Röntgen diese nicht mehr aufgetreten ist.    Bis heute habe ich tägliche Verspannungen auf der linken Nackenseite und das Gefühl, dass mein ganzer Körper nach rechts rotiert ist. Im oberen Rücken ist direkt neben dem rechten Schulterblatt zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule eine dauerhaftes Steifigkeitsgefühl.   Ich mache seit Jahren Kraftsport, bin nicht übergewichtig, laufe regelmäßig.  Sobald ich den Kopf nach vorne über beuge ist das gesamte Verspannungsgefühl im Nacken weg. Der Kopf fühlt sich oft schwer an, wobei Instabilitäten ausgeschlossen wurden. Mein Nacken ist muskulär sehr stark. Direkte Nackenübungen erzeugen stärkere Verspannungen bis hin zu brennenden Schmerzen.    Kurz vor der Verspannung hatte ich mich im rechten ISG verletzt beim Kniebeugen (Überlastung und zu weiter vorgelehnt). Das rechte ISG fühlt sich bis heute komprimiert an.  Im Liegen keine Beschwerden. Abstützen der Arme auf dem Schreibtisch lindert auch die Beschwerden. Vorgebeugt sitzen oder Planks auch für den Moment.   Rückenschmerzen regelmäßig, aber diffus, kompletter rechter Erector Spinae trotz guter Kraftwerte im Rücken. Es ist zum verzweifeln, da ich erst Ende 20 bin und täglich damit kämpfe sobald ich das Bett verlasse.    Ich würde mich über jeden Input freuen.    -CMD Diagnose negativ -Instabilität negativ -MRT/Röntgen unauffällig -sportlich -jung -HWS kräftig   Letzte Vermutung eines Orthopäden war ISG und globales Problem.  Bin für jeden Input dankbar!
    • MathiasBerlin
      Hallo Matze, wenn du bei der Dehnung die Fußspitze nach innen drehst, spannst du vor allem den äußeren Hamstring-Anteil (Biceps femoris) stärker an. Deshalb fühlt sich die Dehnung dann deutlich intensiver an. Ja, verkürzte Hamstrings können auch andere Probleme begünstigen: Spannung im Hüftbeuger oder den Adduktoren Zug auf das Becken, dadurch evtl. Schmerzen im unteren Rücken / oberhalb des Beckenkamms Wichtig: lieber sanft und länger dehnen, nicht maximal „reinziehen“, sonst reagiert der Muskel eher mit noch mehr Spannung. Viele Grüße 🙂

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