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Arthrose Retropatellar, Bursitis infrapatellar


mario89

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Geschrieben

Hi habe gestern ein Pat. bekommen mit dieser Diagnose. Man muss dazu sagen dass es wohl eher eine Verdachtsdiagnose ist da er scheinbar nicht beim röntgen oder MRT war. Der Mann ist mitte 40 und spielt fussball bei den alten herren, außerdem joggt er und fährt viel rad. seit ca. 2 monaten hat er schmerzen vorne an der patelle beim kniestand und ein unsicheres schwammiges gefühl im knie beim treppe runter gehen. er hat allerdings keine großen kraftdefizite. auch beim fussball oder joggen spürt er nix nur bei den beiden sachen. Der doc hat ihm schmerzmittel gegeben und er wurde besser bis er sie nicht mehr nahm... bei palpation alles unauffällig nur unterhalb der patelle richtung gelenk etwas empfindlich. auch keine kontrakturen oder hypertonus zu finden. was am meisten auffällt das er beim aktiven beinstecken im sitz oder passiven patella nach kranial mobielieren von mir schmerzen hat. Er gibts außerdem ein Spannungsgefühl bei extension (im bett liegen) im knie an, es ist allerdings keine schwellung sichbar. Ventral an der patella fällt bei flex eine vorwölbung auf als ob etwas zwischen patella und haut oder gelenk und patella wäre - es ist aber nicht druckempfindlich.
Was kann man mit so einem pat. machen??? außer stabiübungen im einbeinstand auf labiler unterlage etc fällt mir nicht viel ein. Was kann ich gegen die scheinbare Retropatellararthrose tun..? Kann man was gegen Bursitis machen..? Danke Mario


Geschrieben

hallo, also erstmal behandelts du natürlich nach befund.
ist er denn überhaupt instabil? valgus varus test vom knie, aufklappbarkeit. Wieso möchtest du stabilisieren?
Das problem, die schmerzen ergeben sich denke ich daraus.
retropatellararthrose ist im prinzip nix anderes wie chondropathie patella, hast bestimmt schon mal gehört.
je nachdem in welcher gelenksstellung das kniegelenk ist ergibt sich unterschiedlicher anpressdruck. der knorpel ist defekt, also das kopfkissen so werden eben die schmerzrezptoren irritiert. Drück einfach mal in verschiedenen winkelstellung auf die patella, da wo er am meisten schmerzen hat, dies ist die behandlungsstellung. und in dieser position gibtst du sanfte kompressionen auf der patella. Denn idealerweise wäre es doch gut den knorpel wieder aufzubauen. Das macht man übrigens bei jeder arthrose wo noch knorpel vorhanden ist auch. kompression, denn dadurch werden die chondroplasten angeregt, und der knorpel aufgebaut. Mit stabilisation ist der schaden ja immer noch da. kann man klar machen, aber man sollte begründen können warum man was tut.
Also kompression auf die patella.
Dann könnte man sich mal den quatriceps, bzw. rectus femoris anschauen, ob er verkürzt ist, wenn das so ist, würde ich ihn dehnen, da ja der anpressdruck auf die patella somit erhöht wird, und sich dadurch der schmerz wieder provoziert.
Vielleicht hat er aber auch einen ansatzreiz der patellasehne, grad wenn der pat. unterhalb der patella am tub.tibae schmerzen angibt.
evtl. auchmal die stellung der patella anschauen, ob sie verdreht ist, denn somit kommen auch wieder gewisse anteile auf zu starker kompression, und ergibt die arthrose. hat er auch in ruhe schmerzen oder nur bei belastung?

Geschrieben

ok danke erstmal für deine tipps. er hat wie gesagt kein belastungsschmerz nur eben beim knien und beim aktiv extension je mehr in ext desto mehr schmerz provoziert. hätte mir trotzdem ein bischen mehr erhofft- fällt dir zur retropatellararthrose nix ein außer die sanften drücke? das würde leider keine behandlung füllen... rectus muss ich noch checken.
varus/valgustest je negativ.
bin leider immernoch nicht ganz schlau geworden und kann momentan auch kein kollegen fragen die haben alle urlaub :(

Geschrieben

Es gibt klar mehr möglichkeiten. Wichtig ist doch immer zu fragen warum etwas so ist? warum hat er schmerzen?
Bei retropatellararthrose ist ziemlich klar wo die schmerzen herkommen, wie ich oben schon erklärt hab. Das problem ist hauptsächlich der defekte knorpel.
Und dann kann man noch nach der ursache schaun, instabiliät evtl. kniestellung, patellastellung, ist das knie durchgeschlagen? ect. wenn das so ist kann ich #weiter schaun, denn auch dadurch kann es zur vermehrte retropatellaren belastung kommen.

Mehr wie drei sachen bekommst du ja in ner behandlung die 20 min. dauert kaum unter. Man kann ja die behandlung trotzdem gut aufbauen. ultraschall wäre vielleicht noch gut, da er die chondroplasten auch anregt zum aufbau des knorpels. manchmal muß man auch den quatriceps auftrainieren, und die beschwerden werden besser.

Aber von der behandlung her mußt du ja nicht 20 minuten kompression geben, aber ich würde sie nicht vernachlässigen.
du kannst ja ca. 7 minuten leichte patellakompression machen, dann 7 minuten dehnung vom quatriceps und am ende der behandlung mit der restlichen zeit haust du nochmal nen ultraschall drauf.

Falls sie eine veränderte beinachse, oder patellastellung hat mußt du halt das muskuläre ungleichgewicht ausgleichen, und darauf nochmal eingehen. Da würd ich nochmal nen blick darauf werden beinachse in der sagital frontalebene, patellastand ect.

  • 2 weeks later...
Geschrieben

also ich habe diesen pat immernoch und bin leider auch immernoch etwas ratlos. das mit den patellakompressionen hab ich ausprobiert allerdings gab er an am selber abend genau an dem bereich schmerzen gehabt zu haben, deshalb hab ich es dann auch gelassen. rectus hab ich auch mit PIR bearbeitet und autodehnung gezeigt, was er auch fleißig macht. Das problem ist nur ihn stört eine leichte vorwölbung unter der patellasehne direkte vor der patellaspitze. ich habe überlegt ob das auch eine gelenkmaus sein könnte (wie gesagt er hat schmerzen wenn er kniet, also wenn druck drauf kommt) wenn ja was kann ma da tun, operieren oder??? denn bei chondropathia patellae könnte sich ja auch ein knorpelstückchen gelöst haben und unter patellasehne gerutscht sein war so meine theorie?!? weiß jmd von euch weiter??

Geschrieben

hi, operieren wäre das letzte mittel der wahl, unter der patella was so angeschwollen aussieht könnten die haufesche fettkörperchen sein, die evtl. entzündet sind.
Wenn er jetzt nach der patellakompression schmerzen angibt, würde ich trotzdem nicht aufhören, sondern dann eben den druck etwas reduzieren, gibt er immernoch schmerzen an dann kannst du es immer noch lassen. aber ,des problem ist daß viele therapeuten gleich aufhören diese technik zu machen nur weil der plötzlich schmerzen bekommt, letztendlich ist es nur ein zeichen daß du genau die struktur hast nämich denknorpel, das darauf reagiert. , Und des geht net net von einer auf die andere behandlung.
Die dehnung mit pir des quatriceps ist aufjedenfall gut

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  • Beiträge

    • gianni
      ...ich denke du bist der richtige Kandidat für Osteopathen. So wie ich das sehe, kann man bei dir muskulär (Kräftigung/Dehnungen/Mobilisationen) nichts ausrichten. Da müsste man über das Fasziensystem und der Gelenkkette, angefangen bei den Füßen bis zur Problematik, mal alles durcharbeiten!
    • Gast gasthws
      Guten Tag,    ich bin vor gut 7 Jahren eines morgens mit einer extremen HWS-Blockade aufgewacht. Bewegungseinschränkung nach links so stark, dass allein ein paar Grad drehen in die Richtung nicht möglich waren. Da ich dachte es wäre ein steifer Nacken natürlich erwartet, dass es weggeht. Ging es nicht.  Röntgen und MRT damals unaufällig (C6C7 Bandscheibenwölbung ohne Auswirkungen auf Nerv o. Ä.). Steilstellung der HWS, die ich vermute akut war, da bei einem späteren Röntgen diese nicht mehr aufgetreten ist.    Bis heute habe ich tägliche Verspannungen auf der linken Nackenseite und das Gefühl, dass mein ganzer Körper nach rechts rotiert ist. Im oberen Rücken ist direkt neben dem rechten Schulterblatt zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule eine dauerhaftes Steifigkeitsgefühl.   Ich mache seit Jahren Kraftsport, bin nicht übergewichtig, laufe regelmäßig.  Sobald ich den Kopf nach vorne über beuge ist das gesamte Verspannungsgefühl im Nacken weg. Der Kopf fühlt sich oft schwer an, wobei Instabilitäten ausgeschlossen wurden. Mein Nacken ist muskulär sehr stark. Direkte Nackenübungen erzeugen stärkere Verspannungen bis hin zu brennenden Schmerzen.    Kurz vor der Verspannung hatte ich mich im rechten ISG verletzt beim Kniebeugen (Überlastung und zu weiter vorgelehnt). Das rechte ISG fühlt sich bis heute komprimiert an.  Im Liegen keine Beschwerden. Abstützen der Arme auf dem Schreibtisch lindert auch die Beschwerden. Vorgebeugt sitzen oder Planks auch für den Moment.   Rückenschmerzen regelmäßig, aber diffus, kompletter rechter Erector Spinae trotz guter Kraftwerte im Rücken. Es ist zum verzweifeln, da ich erst Ende 20 bin und täglich damit kämpfe sobald ich das Bett verlasse.    Ich würde mich über jeden Input freuen.    -CMD Diagnose negativ -Instabilität negativ -MRT/Röntgen unauffällig -sportlich -jung -HWS kräftig   Letzte Vermutung eines Orthopäden war ISG und globales Problem.  Bin für jeden Input dankbar!
    • MathiasBerlin
      Hallo Matze, wenn du bei der Dehnung die Fußspitze nach innen drehst, spannst du vor allem den äußeren Hamstring-Anteil (Biceps femoris) stärker an. Deshalb fühlt sich die Dehnung dann deutlich intensiver an. Ja, verkürzte Hamstrings können auch andere Probleme begünstigen: Spannung im Hüftbeuger oder den Adduktoren Zug auf das Becken, dadurch evtl. Schmerzen im unteren Rücken / oberhalb des Beckenkamms Wichtig: lieber sanft und länger dehnen, nicht maximal „reinziehen“, sonst reagiert der Muskel eher mit noch mehr Spannung. Viele Grüße 🙂

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