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Wie wirkt Wärme auf den Muskel?


Romanc

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Geschrieben

Hallo,

ich bin auf der Suche nach Literatur über Muskelphysiologie. Es geht speziell um die Frage, was Wärme (z.B. durch Auflegen eines warmen Kirschkernkissens) in der Muskulatur bewirkt. Also welche chemischen Prozesse werden dadurch in den Muskeln ausgelöst etc. Leider konnte ich kein Buch finden, in dem das ausreichend beschrieben wird. Kann mir hier jemand Bücher empfehlen, in denen dieses Thema verständlich erklärt wird?

Vielen Dank für die Hilfe!
LG Manuela


Geschrieben

Bei der Behandlung mit Wärmepackungen/Kirschkernkissens wird die leitende Wärme zur Erwärmung des Körpers, sowohl im oberflächlichen als auch im tiefen Gewebe, genutzt.
Die Wärmepackung wirkt sich dabei regulierend auf die Wärmeverteilung im Körper aus und führt so zu einem intensiven Wärmefluss. Darauf folgend öffnen sich die Blutkapillaren und sorgen für eine Mehrdurchblutung der Strukturen die unter dem Einfluss der Wärme stehen. Dies hat zur Folge, dass minderdurchblutetes oder verletztes Gewebe besser mit Botenstoffen versorgt wird, die wiederum für eine Genesung des Gewebes nötig sind. So wird bildlich gesprochen die Baustelle im Körper schneller mit den nötigen Baustoffen versorgt. Zudem wird durch die Mehrdurchblutung der Abtransport von Schlaken, Abfallprodukten, Mediatoren gesteigert was ebenfalls zu einer schnelleren Genesung und damit zu Schmerzfreiheit führt.

Geschrieben

"Die chemischen Vorgänge im Muskel und ihr Zusammenhang mit Arbeitsleistung und Wärmebildung" (Otto Meyerhof,1930)


https://books.google.de/books?id=8lCqBgAAQBAJ&lpg=PA256&dq=W%C3%A4rme%20auf%20den%20Muskel&hl=de&pg=PP3#v=onepage&q=W%C3%A4rme%20auf%20den%20Muskel&f=false


Sehr alt aber fundamentale Grundlagenforschung! Vielleicht findest du ja was

Geschrieben

Ich habe auch schonmal eine andere theorie gehört. Daß die wärme eigentlich vorher abtransportiert wird und das tieferliegende gewebe gar nicht erreicht. Die entspannung kommt über das vegetative nervensystem. So wie mans bei der bgm kennt, über wärmereize am Bindegewebe. Die blutgefäßie, sind ja vegetativ versorgt. So kommt es zur vasodilatation durch den sympathikus und vasokonstriktion durch duen parasympathikus. Das vegetative nervensystem wo in der BWS entspringt wird durch diese wärme reize gereizt, und der sympthatikus aktiviert was reflektorisch zu einer gefäßerweiterung und dadurch mehrdurchblutung führt. Und eine vermehrte durchblutung führt zu einer lockerung der verspannten muskulatur

  • 1 month later...
Geschrieben

Aber im grundsätzlichen bekommt man doch während der Ausbildung gesagt, das Wärme immer detoniesirend auf den Muskel wirkt und somit auch entspannt.

Geschrieben

vgl. Colby / Kisner: Grundlagen der Physiotherapie, S. 102

Die Dehnbarkeit des kontraktilen, sowie des nicht kontraktilen Weichteilgewebes erhöht sich, wenn die intramuskuläre Temperatur ansteigt. Es findet eine Abnahme der Feuerrate der aus der Muskelspindel enspringenden Typ-II-Efferenzen und eine Zunahme der Sensitivität des Golgi-Sehnen-Organs statt, wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass das Golgi-Sehnen-Organ feuert, erhöht wird.

Das Thema Wärme wird dann noch ein bisschen mehr beschrieben, aber nicht mehr so "tiefen-physiologisch".

  • 2 months later...
Geschrieben

Wärme entspannt und senkt den Muskeltonus...ist das nicht Grundregel der Massage/Physiologie die man beigebracht bekommt?

Kommentare

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Gast
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  • Beiträge

    • Gast gasthws
      Guten Tag,    ich bin vor gut 7 Jahren eines morgens mit einer extremen HWS-Blockade aufgewacht. Bewegungseinschränkung nach links so stark, dass allein ein paar Grad drehen in die Richtung nicht möglich waren. Da ich dachte es wäre ein steifer Nacken natürlich erwartet, dass es weggeht. Ging es nicht.  Röntgen und MRT damals unaufällig (C6C7 Bandscheibenwölbung ohne Auswirkungen auf Nerv o. Ä.). Steilstellung der HWS, die ich vermute akut war, da bei einem späteren Röntgen diese nicht mehr aufgetreten ist.    Bis heute habe ich tägliche Verspannungen auf der linken Nackenseite und das Gefühl, dass mein ganzer Körper nach rechts rotiert ist. Im oberen Rücken ist direkt neben dem rechten Schulterblatt zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule eine dauerhaftes Steifigkeitsgefühl.   Ich mache seit Jahren Kraftsport, bin nicht übergewichtig, laufe regelmäßig.  Sobald ich den Kopf nach vorne über beuge ist das gesamte Verspannungsgefühl im Nacken weg. Der Kopf fühlt sich oft schwer an, wobei Instabilitäten ausgeschlossen wurden. Mein Nacken ist muskulär sehr stark. Direkte Nackenübungen erzeugen stärkere Verspannungen bis hin zu brennenden Schmerzen.    Kurz vor der Verspannung hatte ich mich im rechten ISG verletzt beim Kniebeugen (Überlastung und zu weiter vorgelehnt). Das rechte ISG fühlt sich bis heute komprimiert an.  Im Liegen keine Beschwerden. Abstützen der Arme auf dem Schreibtisch lindert auch die Beschwerden. Vorgebeugt sitzen oder Planks auch für den Moment.   Rückenschmerzen regelmäßig, aber diffus, kompletter rechter Erector Spinae trotz guter Kraftwerte im Rücken. Es ist zum verzweifeln, da ich erst Ende 20 bin und täglich damit kämpfe sobald ich das Bett verlasse.    Ich würde mich über jeden Input freuen.    -CMD Diagnose negativ -Instabilität negativ -MRT/Röntgen unauffällig -sportlich -jung -HWS kräftig   Letzte Vermutung eines Orthopäden war ISG und globales Problem.  Bin für jeden Input dankbar!
    • MathiasBerlin
      Hallo Matze, wenn du bei der Dehnung die Fußspitze nach innen drehst, spannst du vor allem den äußeren Hamstring-Anteil (Biceps femoris) stärker an. Deshalb fühlt sich die Dehnung dann deutlich intensiver an. Ja, verkürzte Hamstrings können auch andere Probleme begünstigen: Spannung im Hüftbeuger oder den Adduktoren Zug auf das Becken, dadurch evtl. Schmerzen im unteren Rücken / oberhalb des Beckenkamms Wichtig: lieber sanft und länger dehnen, nicht maximal „reinziehen“, sonst reagiert der Muskel eher mit noch mehr Spannung. Viele Grüße 🙂
    • Gast Sandra
      Hallo, in meiner Praxis haben wir uns vor 2 Jahren für die Geräte der Firma FREI entschieden. Es gibt verschiedene Modelle. Die computergesteuerten Factum-Geräte sind wirklich empfehlenswert. Sie arbeiten konzentrisch-konzentrisch, d.h. es werden immer Agonist und Antagonist gleichzeitig trainiert. Dies spart nicht nur an der Geräteanzahl im Raum, sondern auch Trainingzeit der Patienten bzw. Kunden. Infos unter www.frei-ag.de Fröhliche Grüße Sandra 

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