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Leistenschmerz- Hilfe!


sunflowergirlie20

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Geschrieben

Hallo,
ich habe zur Zeit eine Patientin, die Schmerzen in der Leiste, ziehenden Schmerz am vorderen Oberschenkel, aber auch am Trochanter major angibt.
Zu begin der Behandlung hatte sie Schmerzen beim Stehen, jetzt nur noch wenn sie auf dem betroffenen Bein steht. Außerdem war zu beginn der Behandlung die passiv hüftbew. hin und auch der rückweg schmerzhaft, jetzt nur noch der Rückweg. Traktion bringt eine Schmerzlinderung.
Bei der passiven Hüftflexion (auf dem Rückweg) treten die Schmerzen zwischen 60 und 120° flexion auf danach sind sie wieder weg und die Bew. ist passiv endgradig mgl==> wenn das Bein in O-Stellung liegt. In Innenrotationsstellung sind die Schmerzen stärker und in endgradiger Außenrotation ist die Bewegung fast schmerzfrei mgl. . Außerdem sind die Schmerzen mit Knieflexion weniger.

Statisch ist die Hüftflexion und Adduktion schmerzhaft.

Die WS, ISG ist frei. Die Bewegungen der Hüft (eigentlich alle) sind aufgrund der Schmerzen passiv und aufgrund einer sehr massiven Muskelschwäche aktiv eingeschränkt. Sie kann ihr Bein aktiv in die Hüfteflexion oder ext. bewegung.

Wenn sie steht ist es sehr auffällig, dass ihre Hüfte immer in einer Flexionsstellung ist. Sie sitzt auch sehr viel. Die Dorsale Beinmuskulatur ist sehr schwach.

Bisher habe ich die dorsale Beinmuskulatur gekräftigt, den Iliopsoas gedehnt. Triggerpunkte in den Bauchmuskeln und ventralen Hüftmuskeln entfernt. Und die Hüfte nahc dorsal mobilisiert. Traktionen gemacht.

Ich weiss aber nciht weiter, da die Schmerzen bei ihr einfach nicht aufhören.
Was könnte denn das Problem sein?

Da Traktion die Schmerzen lindert, könnte das evtl. eine Bursitis sein?


Geschrieben

Schau dir mal an ob das Fibulaköpfchen frei ist und geh noch weiter distal zum Fuß. Teste und mobilisiere sämtliche kleinen Gelenke.

Wenn da auch alles frei ist, dann bewege sie in die schmerzhafte Position und lasse sie 2-3 mal TIEF ein- und ausatmen und spürst währenddessen, wann ihre Gewebespannung nachgibt, beim EIN- oder AUSatmen.

Wenn es da einen Unterschied gibt, dann hängen event. Rippen, oder möglicherweise das Zwerchfell auf der einen Seite, oder ihr Problem kommt von ganz wo anders her und wird über Faszienzüge (tippe eher auf Organe - re Leber/li Magen) in die Leiste projiziert.

LG trigger

P.S.: alles andere hast du schon getestet :))))))))

Geschrieben

Sorry, dass ich erst jetzt antwort, aber ich war die ganze Woche über nicht im Internet. Vielen Dank für deine Hinweise.

Also tatsächlich war das Fibulaköpfchen fest. Es war total fest und konnte es nur sehr vorsichtig mobilisieren. Die anderen Sachen, Rippe, Zwerchfell, waren frei.
Es ist auch noch etwas besser geworden, aber so richtig weg sind die Schmerzen noch nicht. Nur das Problem ist auch, dass es eine Hausbesuchspat. ist, die auch schon fast 80 jahre ist und da muss man ja sowieso etwas vorsichtiger sein.

Ich weiss auch nicht, hätte eigentlich auch selber auf die Idee kommen können, dass es Fibulaköpfchen sein könnte. An das einfachste denkt man halt nicht immer *ggg*

Geschrieben

Was du auf alle Fälle noch machen kannst ist eine vorsichtige Nervenmob. der UE.

Wähle verschiedene ASTEn (fast 80 Jahre alt da sind sicher einige Prozent Abnützung mit dabei)

LG trigger

Geschrieben

Das habe ich schon mitgemacht. Hatte ich bestimmt vergessen zu schreiben. Habe den N. femorales mobilisiert, weil ich sie ja so sehr in der Hüftflexion steht.
Auch die Dekontraktion für die Bauchmuskeln (aus Brügger) hatte ich gemacht.

Geschrieben

Was auch immer vergessen wird ist: Gewebe braucht Zeit um Veränderungen anzunehmen und langfristig zu behalten.

Du kannst mal ausprobieren ob du ihre Läsionsketten verfolgen kannst, um herauszufinden von wo die "Fehlspannung" ausgeht.

Frage sie bitte mal so nebenbei wie ihr Stuhlverhalten aussieht (ob sie tgl. muss - wie die Konsistenz ist, usw.) Würde mich persönlich (aus osteopathischer Sicht) interessieren.

Was mir noch einfällt: Traktion nach lateral ;)

RL: beide Beine aufgestellt ==> Therapeut sitzt seitlich auf Höhe des Hüftgel. ==> du greifst ganz gelenksnah mit verschränkten Fingern die Innenseite des OS und machst eine sanfte kreisförmige Traktion ( zu dir - nach oben - von dir weg - und abwärts die Spannung rausnehmen). Die Kreisförmige Bewegung kannst du super mit deinem Oberkörper ausführen, wenn du die Liege gut eingestellt hast.
3-5 Mal und die Pat. freuen sich :)))

Lass es mal an dir ausprobieren, dann weisst du was ich meine ;)

LG trigger

Geschrieben

Sie hat öfters Verstopfungen, hat sie mir gesagt.

Das mit den Traktionen kennne ich aus der MT, hab ich auch mit gemacht. Aber nicht kreisförmig. Hab Druck in die Tiefe gegeben und dann ganz leicht nach caudal lateral "rausgeschaufelt" (wir haben immer rausschaufeln gesagt, weil man nicht nur zieht). Aber danke für den Hinweis mit dem kreisen, das werde ich mal versuchen.

Das mit der Läsionskette verfolgen is immer mein Problem. Aber Unteres Sprunggelenk war fest. distale und tibiofibulare Verbindung+ Fibulaköpfchen, Hüftgelenk. Achso dann noch Flexionsstellung vom Rumpf, was aber durch den verkürzten M. iliopsoas kommt. Und der M. pectoralis major noch. So, nun weiss ich aber nicht ob das einen logischen Sinn ergibt. Also ab dem Hüftgelenk hochzu leuchtet mir das ein.

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    • feechen
      Liebe Physio-Kolleg*innen, mein Name ist Felicitas und ich studiere im Masterstudiengang Health Professions Education an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Ich schreibe gerade meine Masterthesis zum Thema Kompetenzentwicklung durch Weiterbildungen in der Physiotherapie.   Dafür suche ich Physiotherapeut*innen, die bereit sind, in einem Interview über ihre Erfahrungen mit beruflichen Weiterbildungen zu sprechen. Mich interessiert, ob und wie sich Weiterbildungen aus eurer Sicht auf die Arbeit mit Patient*innen auswirken. Im Mittelpunkt stehen eure persönlichen Erfahrungen aus dem Berufsalltag. Ziel meiner Arbeit ist es, besser zu verstehen, wie sich euer Handeln am Patienten durch Weiterbildungen entwickelt und welche Bedingungen diese Entwicklung fördern oder erschweren. Teilnehmen könnt ihr, wenn ihr mindestens 7 Jahre Berufserfahrung als Physiotherapeut*in habt, mindestens 3 fachbezogene Weiterbildungen absolviert habt, darunter mindestens 1 Zertifikatsweiterbildung (z. B. KG-Gerät, MT, MLD, KG-ZNS), und eure letzte Weiterbildung mindestens 3 Monate zurückliegt. Zum Interview   Zeitraum: 04.05.–29.05.2026 Dauer: ca. 30–60 Minuten innerhalb Berlins: persönlich an einem Ort Ihrer Wahl außerhalb Berlins: online über Microsoft Teams Die Teilnahme ist freiwillig. Alle im Interview erhobenen Daten werden vertraulich behandelt und ausschließlich im Rahmen der Masterarbeit verwendet. Bei Interesse oder Fragen freue ich mich über eine Kontaktaufnahme bis zum 30.04.2026 unter: felicitas.calliess@charité.de   Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihr Interesse. Felicitas Calließ Masterstudentin Health Professions Education Charité - Universitätsmedizin
    • gianni
      ...ich denke du bist der richtige Kandidat für Osteopathen. So wie ich das sehe, kann man bei dir muskulär (Kräftigung/Dehnungen/Mobilisationen) nichts ausrichten. Da müsste man über das Fasziensystem und der Gelenkkette, angefangen bei den Füßen bis zur Problematik, mal alles durcharbeiten!
    • Gast gasthws
      Guten Tag,    ich bin vor gut 7 Jahren eines morgens mit einer extremen HWS-Blockade aufgewacht. Bewegungseinschränkung nach links so stark, dass allein ein paar Grad drehen in die Richtung nicht möglich waren. Da ich dachte es wäre ein steifer Nacken natürlich erwartet, dass es weggeht. Ging es nicht.  Röntgen und MRT damals unaufällig (C6C7 Bandscheibenwölbung ohne Auswirkungen auf Nerv o. Ä.). Steilstellung der HWS, die ich vermute akut war, da bei einem späteren Röntgen diese nicht mehr aufgetreten ist.    Bis heute habe ich tägliche Verspannungen auf der linken Nackenseite und das Gefühl, dass mein ganzer Körper nach rechts rotiert ist. Im oberen Rücken ist direkt neben dem rechten Schulterblatt zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule eine dauerhaftes Steifigkeitsgefühl.   Ich mache seit Jahren Kraftsport, bin nicht übergewichtig, laufe regelmäßig.  Sobald ich den Kopf nach vorne über beuge ist das gesamte Verspannungsgefühl im Nacken weg. Der Kopf fühlt sich oft schwer an, wobei Instabilitäten ausgeschlossen wurden. Mein Nacken ist muskulär sehr stark. Direkte Nackenübungen erzeugen stärkere Verspannungen bis hin zu brennenden Schmerzen.    Kurz vor der Verspannung hatte ich mich im rechten ISG verletzt beim Kniebeugen (Überlastung und zu weiter vorgelehnt). Das rechte ISG fühlt sich bis heute komprimiert an.  Im Liegen keine Beschwerden. Abstützen der Arme auf dem Schreibtisch lindert auch die Beschwerden. Vorgebeugt sitzen oder Planks auch für den Moment.   Rückenschmerzen regelmäßig, aber diffus, kompletter rechter Erector Spinae trotz guter Kraftwerte im Rücken. Es ist zum verzweifeln, da ich erst Ende 20 bin und täglich damit kämpfe sobald ich das Bett verlasse.    Ich würde mich über jeden Input freuen.    -CMD Diagnose negativ -Instabilität negativ -MRT/Röntgen unauffällig -sportlich -jung -HWS kräftig   Letzte Vermutung eines Orthopäden war ISG und globales Problem.  Bin für jeden Input dankbar!

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