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Abrechnung Kinesiotpe

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Geschrieben

Hallo, weiß jemand sicher wie man Kinesiotape berechnen darf? Ich bin selbständiger Physio u habe viele Nachfragen nach Tapes, auch von Nichtpatienten. Darf ich Leute ohne irgendein Rezept tapen und auch Geld verlangen, natürlich dann gegen Quittung? Als was läuft das dann? Als Prävention? Ich bräuchte eine sichere Antwort
danke schon mal

Geschrieben

Also ein sichere Antwort wird es wohl nicht geben. Aber:
Kassenpatienten bekomme Kinesiotape nicht verschrieben, müssen also selbst in den Geldbeutel greifen, einige Private Krankenversicherungen übernehmen die Rechnung (muss jeder bei seiner Kasse erfragen). Die Berechnung von den Tapeanlagen legt jeder Therapeut selbst fest. Einige unterscheiden nur in kleine und große Anlagen für 10€/15€ bzw 15€/20€, einige rechnen 1€ pro Kästchen (Markierung auf der Taperückseite)und einer meiner Ausbilder nimmt für normalen Anlagen generell 15€ und für Lymphanlagen 20€. Ein gesontertes Rezept ist meines Wissens nicht notwendig. Die Patienten haben ja eine Heilmittelverordnung für ihre Erkrankung und wenn z.B. drauf steht 6x KG wegen Gelenkfunktionsstörung, Wiederherstellung/Besserung der gestörten Beweglichkeit, liegt die Art der Behandlung ja im Ermessen des Therapeuten. Und wenn du Sportler präventiv klebst um Verletzungen vorzubeugen ist auch kein Rezept notwendig. In der Praxis halte ich es so, dass ich den Patienten das als kostenpflichtige Zusatzleistung anbiete, auch im Fitness- und Rehasportstudio wo ich noch arbeite zahlen die Leute das Tape selbst und solange die Preise moderat sind zahlen die Leute das auch ohne murren. In Einzelfällen tape ich auch mal kostenlos . Derzeit habe ich eine Versuchsreihe bei Lymphpatienten am laufen, das ist für die Patienten dann kostenlos.
Hoffe die Erklärung hilft dir.

Geschrieben

Super, danke. Habe nämlich viele Patienten die das an Freunde, Bekannte, Verwandte weitergeben und ich war mir jetzt eben über die rechtliche Lage nicht sicher, weil ich ja dann im Prinzip sowas wie eine Diagnose stellen muß.(was ja meistens kein Problem ist, nur nicht erlaubt;-)Dann werd ich jetzt voll loslegen, bin nämnlich auch sehr begeistert davon, weils einfach hilft.
Wie siehts in der Studie bis jetzt aus. Lymphtapes verkaufen sich bei mir nämlich sehr schleppend, weswegen ich auch wenig Erfahrung mit Erfolgen zuverlässig sagen kann.
danke nochmals
lg
Tobermann

Geschrieben

Bisher läuft es wie erhofft. Da die Studie und somit auch das Material mein Privatvergnügen ist, habe ich derzeit nur 3 "alte" doppelseitige Beinödeme und ein frisches Armödem drin, werde aber in Kürze um zwei "alte" Armödeme erweitern.
Bei den Beinpatienten besteht der Erfolg hauptsächlich darin, das das Ödem weicher bleibt, sich also nicht wieder "festsetzt". Damit "spare" ich mir die dersten 30 min damit zuzubringen erst alles weich zu bekommen, die Lymphe fließt von Anfang an einfach besser. Nur schade das die Patienten allesamt derzeit keine neueren Kompressionsstrümpfe haben, aber wir arbeiten auch daran ;-).
Na und der Arm ist wie gesagt noch sehr frisch, erst 3x MLD + 1x Tape, heute abend die zweite Tapeanlage. Hier besteht der Erfolg darin das 1. die Schulter und der Oberarm zu 50% frei blieb und 2. die Patienten seit Tapeanlage endlich wieder durchschlafen konnte !!!, da das Druckgefühl im Arm stark nachließ und das ist in meinen Augen sehr viel wert.
Nächste Woche werde ich noch damit beginnen einer üblen Fibrose (nach Strahlentherapie) zu Leibe zu rücken, wird ne langwierige Sache aber wenigstens nicht so schmerzhaft mit dem Tape.
Halte dich gern auf dem Laufenden.

Geschrieben

Wäre super auf dem laufenden zu sein. Klingt gut, vor allem wieder schlafen zu könne ist glaub ich echt ein absolutes Grundbedürfnis. Ich glaube ich sollte für einige zum kennenlernen des Tapes auch ein paar verschenken.Vor allem bei Leuten mit chronischen Sachen wie eben Lymphpatienten, die es sich dann bei Zufriedenheit eben kaufen können. Wie lange halten die Tapes bei dir durchschnittlich? Bei manchen meiner Pat fallen die nämlich schon nach zwei Tagen ab. Ich glaubr die haben einfach eine wahnsinnig fettige Haut. Ich reinige immer vor dem Tapen ordentlich, aber sie fallen trotzdem ab. Hast du da Tips? Hast du schon mal diesen zusatzkleber ausprobiert?
lg
Tobermann

Geschrieben

Also verschenken tu ich das Tape so gesehen nicht, ich "gewinne" ja mit jeder Anlage wertvolle Erkenntnisse. Als Testpersonen suche ich mir meist Patienten, die sich so was nicht leisten können. Da haben beide Seiten was von, dem Patienten wird geholfen und ich sammel meine Erfahrungen ;-))
Bei den Chronischen wecke nicht zu große Hoffnungen. Es kommt vor, das der Körper die Hilfe des Tapes nicht an nimmt, so sehr es sich Patient (und Therapeut) auch wünscht und dann ist die Enttäuschung groß.
Die Tragezeit ist sehr unterschiedlich. In extremen Fällen hat so ein Tape schon mal 3 Wochen!!! gehalten (Rücken, HWS) und manchmal auch nur 1-2 Tage (Fußsohle, Knie). Habe festgestellt das es stark vom Tapehersteller abhängt und nicht nur von der Hautbeschaffenheit. Die Patienten dürfen sich 24 h vorher nicht eincremen. Die Haut reinige ich nur sehr selten, wenn dann nur weil sich der Patient doch aus Versehen eingeschmiert hat und dann verwende ich reinen Alkohol. Überprüfe mal den Zug mit dem du klebst - je stärker der Zug desto kürzer die Tragezeit. Was hat sich bei dem Beschwerdebild deiner Patienten geändert wenn das Tape sich löst? Die Erfahrung zeigt, das sich das Tape zu 90% wirklich erst löst wenn der Schmerz verschwindet bzw. weniger wird.

LG Petra

Geschrieben

Klingt recht sozial u idealistisch für mich ;-)
HWS und Lws hab ichs auch schon drei Wochen geschafft, wenns aber wie oft am Umterarm bzw Hand nach 5-6 Tagen wegen Übernutzung abgeht, vermissen die Pat meistens die Stütze u ich muß nochmal kleben. Ich kenns auch von mir selbst das ich das Tape "vermisse" wenns abgeht. Eine Verbesserung erreichr ich eigemtlich fast immer, auch wenn so Dinge wie Ausstrahlungen bleiben, verschwinden doch wenigstens die Rückenschmerzen und ich hab schon 2 Pat vor der Schmerzmittelsucht bewahrt. Die beiden waren meine Highlights das tapens. Das mit dem eincremen hatte ich so noch nicht gehört, ist aber ein guter Tip. Hab auch schon bemerkt das die "normalen" Muskeltapes besser halten als die mit Ligamenttechnik oder die Sterne.
lg
Tobi

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  • Beiträge

    • Na das ist doch mal eine hilfreiche Übersicht über deine Beschwerden. Natürlich ersetzt das nicht die Untersuchung aber hier lassen sich schonmal Hypothesen ableiten. Normalerweise sollte eine Verletztung nach solanger Zeit eigentlich abgeheilt sein. Manchmal dauert die Vollständige Heilung sogar 1 Jahr aber zumindest nach 3-6 Monaten müssten die Schmerzen wesentlich geringer sein. Was mich zu dem Gedanken führt daß deine Muskeln, Sehnen nicht das eigentliche Problem sind, sonderen dein Nervensystem. Eine Kompression der Nerven. Das muss aber nicht zwanghaft von der Lendenwirbelsäule kommen. Im Bereich der Leiste kann z.b. ein Leistennerv oder der N.femoralis eingeklemmt sein. Hast Du auch Hodenschmerzen? Es sollte sich unbedingt auch das sog. ISG (Iliosacralgelenk) angeschaut werden das häufig blockiert ist und Schmerzzustände ins Bein, Schambein, Beckenbereich provozieren kann.  Was auch noch möglich ist und einer der Häufigsten Ursachen für Beschwerden die immer noch present sind auch wenn die Muskulatur verheilt ist, sind Triggerpunkte TP Diese entwickelkn sich oft nach einer Verletzung und haben die Eigenschaft auszustrahlen. Diese sorgen sogar manchmal dafür keine Kraft im Bein zu haben. z.b. könnte ein TP im M.femoralis oder den Adduktoren in die Leiste oder ins Bein ausstrahlen. Oder ein TP ist am Sehnenansatz vom SIAS (Googeln!!!) ANsatz des M.femoris und strahelen ins Bein. Ruheschmerzen, ausstrahlen in Ruhe sind typisch dafür. Für Ruheschmerzen würde auch ein NErv sprechen.   
    • Hi Grüße, also ich merke eigentlich vier Arten von Schmerz. 1. Direkt am Ansatz rechts zieht es bei gewissen Bewegungen Richtung Schambein und in den Adduktor rein - es ist die Ansatzstelle vom Adduktor Longus & co. 2. Teilweise und manchmal nur zieht es mitten im Adduktorenbereich (ohne dass zwingend auch der Ansatz schmerzt) 3. Im Liegen habe ich DAUERHAFT die Schmerzen am Ansatzbereich neben bzw. unter dem Penisstrang beim Schambein…also die Ansatzstelle - allerdings nah an der Symphyse und weniger Richtung Innenseite - also Richtung Adduktorenverlauf. 4. Schmerzen und extremes Pudding-Gefühl und Kraftlosigkeit hinten (innen) am Bein oben vom Sitzbein / Pobacke aus bis Kniekehle herunter. Ich kann mich nicht bücken oder in die Hocke gehen mit Gewicht auf dem rechten Bein…nur aus dem linken Bein. Auch beim Treppe gehen geht das nur mit 80% Belastung über das gesunde, linke Bein.   weiter oben Richtung „klassischer“ Leiste ist die Haut ein wenig taub.   wie gesagt wurde insgesamt auch festgestellt Ödem Schambein, weiche Leisten und diskreter Labrumriss - weil ich keine Schmerzen beim Husten und Niesen habe, sowie durch eine Sonografie und durch eine Hüftgelenksinfiltration wurden die weichen Leisten und das Hüftgelenk als Hauptursache ausgeschlossen.
    • Guten Morgen Phillip, Ja das kann Ich Mir vorstellen daß das sehr belastend für Dich ist, weil Du eine Ungewissheit hast und deine Beschwerden auch schon länger. Könntest Du bitte nochmal erläutern ob deine Beschwerden eher lokal sind und wo, und ob sie entlang deiner Adduktoren ziehen? Hast du auch Taubheitsgefühle dabei und ein Brennen? ziehen die Schmerzen auch entlang der Leiste? Da dein Schmerz belastungsabhängig ist  spricht aufjedenfall für eine Muskuläre Verletzung, Sehnen, Ansätze.  Aus dem Stehgreif ist sowas natürlich schwierig da Wir Dich untersuchen müssen und die Strukturen abtasten. Was Ich nicht empfehlen würde  daß Du Übungen machst in deinen Schmerz hinein und  Dir schon die Zunge dabei abbeißt. Wo kommst Du denn her?    

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