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MS akuter Schub


physsi06

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Geschrieben

Hallo!
Meine Frage: Wie sollte eine Behandlung bei Multipler Sklerose im akuten Schub aussehen. Es wurden uns keine weiteren Detail´s gegeben.

Was darf ich, was nicht. Worauf ist zu achten.

Danke!


Geschrieben

Halte dir stets vor Augen, dass es sich um die Krankheit mit den "1000 Gesichtern" handelt. Diese allgemeine Frage ist schwer zu beantworten. Es gibt bei diesem Krankheitsbild leider kein Rezept. Da ist viel Bauchgefühl dabei.

Beim akuten Schub gilt grundsätzlich: WENIGER IST MEHR !!!!!!!!!!!!!!

Kommt darauf an wo dein Pat. seine Herde hat, wie macht sich der Schub bemerkbar, wo hat er seine Defizite, wo seine event. Ausfälle.

Wie lange hat dein Pat schon MS?? - sprich wie gut kann er mit seiner Krankheit umgehen.

Psychische Komponente spielt IMMER eine große Rolle. Die können heute am Boden zerstört sein und morgen reißen sie Bäume aus.

Ohne weitere Details ist diese Frage fast unbeantwortbar, da jeder MS-Pat. anders ist.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

Liebe Grüße trigger

Geschrieben

Vielen lieben Dank, hat mir sehr weitergeholfen.
Finde das Krankheitsbild sehr schwer und kompliziert.
Die Angst etwas falsches zu machen ist doch recht groß.
Danke nochmal!!!
LG

Geschrieben

Ich habe vier Jahre lang fast ausschließlich (90%) mit MS-Pat. gearbeitet.

Da die meisten schon länger mit ihrer Krankheit leben, wissen sie auch meist recht gut, was sie wollen und brauchen. Das erleichtert meist den Einstieg.

CAVE: wenn du in der Krankengeschichte OPS liest, dann ist Vorsicht geboten und ein relativ hoher Prozentsatz der MS-Pat. hat ein Organisches Psycho Syndrom (OPS). Die haben sehr oft sehr unrealistische Ziele.

Also handle instinktiv und höre auf dein Bauchgefühl.

Bei den MS-Pat. kannst du aus allen erdenklichen Konzepten (PNF, Bobath, Nervenmob., etc.) etwas heraussuchen und anwenden. MS-Pat. sind sehr dankbar, wenn du ihnen nur ein klein wenig weiterhelfen kannst.

Scheue dich nicht auszuprobieren. Ich habe mit der Myofascialen Triggerpunkttherapie (IMTT) sehr gute Erfolge erzielt. Da es keine neurologischen Studien gab, hab ich ausprobiert und es funktionierte erstaunlich gut. Vorsicht mit der Dosierung.

Liebe Grüße trigger

Geschrieben

Der Hinweis ist gut. Danke

Bobath, PNF und Triggerpunkttherapie haben wir im Unterricht gemacht, wobei ich bei letzterem noch nicht das richtige Händchen für habe. Mit Bobath und PNF komme ich `gut´zurecht.

Ich hatte bisher nur einen MS Pat. den ich alleine behandeln durfte. Bei welchem ich mich aber absolut überfordert gefühlt hatte. Ich war sprachlos als er zu mir in die Behandlung kam. Er war 44 Jahre jung, ging normal und ohne Hilfsmittel und machte überhaupt nicht den Anschein an MS erkrankt zu sein.
Wieso ich sprachlos war? Im Unterricht geht man meistens vom Extremfall aus, das Anfangsstadium wird meist überflogen oder nur genannt.

Vor meiner Behandlung hatte ich mich zwar über den Pat. informiert, aber irgendwie war ich verwirrt als er vor mir stand.
Mir wurde hier bewusst warum es die Krankheit mit den ´1000´Gesichtern ist.

Ich habe leider noch nicht den richtigen Draht zur Neurologie gefunden, ich hoffe das kommt noch mit der Zeit und den Erfahrungen. Ich arbeite dran!!

Danke für deine Antwort!
LG

Geschrieben

"Ich habe leider noch nicht den richtigen Draht zur Neurologie gefunden, ich hoffe das kommt noch mit der Zeit und den Erfahrungen. Ich arbeite dran!! "

Neurologie ist zwar körperlich sehr sehr anstrengend, aber dafür ist kein Tag gleich. Orthopädie kann auf Dauer ganz schön langweilig werden ;)

Außerdem lernst du in der Neuro am meisten. Und dieses Wissen kannst du anderweitig sehr gut anwenden.

Und da wäre ich auch schon an dem Punkt der Ergänzung angelangt. Bei sehr vielen MS-Pat. kannst du wunderbar orthopädisch arbeiten.

Gruß trigger

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    • feechen
      Liebe Physio-Kolleg*innen, mein Name ist Felicitas und ich studiere im Masterstudiengang Health Professions Education an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Ich schreibe gerade meine Masterthesis zum Thema Kompetenzentwicklung durch Weiterbildungen in der Physiotherapie.   Dafür suche ich Physiotherapeut*innen, die bereit sind, in einem Interview über ihre Erfahrungen mit beruflichen Weiterbildungen zu sprechen. Mich interessiert, ob und wie sich Weiterbildungen aus eurer Sicht auf die Arbeit mit Patient*innen auswirken. Im Mittelpunkt stehen eure persönlichen Erfahrungen aus dem Berufsalltag. Ziel meiner Arbeit ist es, besser zu verstehen, wie sich euer Handeln am Patienten durch Weiterbildungen entwickelt und welche Bedingungen diese Entwicklung fördern oder erschweren. Teilnehmen könnt ihr, wenn ihr mindestens 7 Jahre Berufserfahrung als Physiotherapeut*in habt, mindestens 3 fachbezogene Weiterbildungen absolviert habt, darunter mindestens 1 Zertifikatsweiterbildung (z. B. KG-Gerät, MT, MLD, KG-ZNS), und eure letzte Weiterbildung mindestens 3 Monate zurückliegt. Zum Interview   Zeitraum: 04.05.–29.05.2026 Dauer: ca. 30–60 Minuten innerhalb Berlins: persönlich an einem Ort Ihrer Wahl außerhalb Berlins: online über Microsoft Teams Die Teilnahme ist freiwillig. Alle im Interview erhobenen Daten werden vertraulich behandelt und ausschließlich im Rahmen der Masterarbeit verwendet. Bei Interesse oder Fragen freue ich mich über eine Kontaktaufnahme bis zum 30.04.2026 unter: felicitas.calliess@charité.de   Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihr Interesse. Felicitas Calließ Masterstudentin Health Professions Education Charité - Universitätsmedizin
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