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Behandlung bei Tetraparese

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Hallo zusammen.
Ich bin neu hier im Forum und hab da eine Frage.Ich bin z.Zt. in einem Therapiezentrum für leichte bis schwerbehinderte Kinder und junge Erwachsenen.
U.a. habe ich Patienten (von 17- 30 jahren) mit ICP und schwerer Tetraparese. Ich würde mich über Tipps von euch freuen, wie ich solche Patienten adäquat behandeln kann. Also ich behandle die Kontrakturen, versuche mittels Bobath Bewegungsabläufe anzuregen und hab auch schon Vojta probiert aber habe nicht so das Gefühl, dass das so toll ankommt. Da meine Anleitung nicht so der Hit ist,wende ich mich an euch und würde mich riesig über ernst gemeinte Ratschläge freuen!

Grüße

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Hi,

ich kann dir nur aus meiner Erfahrung berichten, die ich gerade in meinem Pädiatrie Praktikum gemacht habe (Neurologie hatte ich noch nicht)
Also ich habe beobachtet, dass Patienten (egal ob Kind oder Erw.) ganz unterschiedlich auf Bobath oder Vojta ansprechen. Ich habe für Vojta ein besseres Gefühl bekommen, als ich selber mal eine Behandlung in einer Therapiepause bekommen habe. Lass dir doch einfach mal die Grundpositionen an dir zeigen, auch die Druckpunkte über längere Zeit gehalten, und achte selber darauf, wie dein Körper reagiert. Das ist dann ein ganz anderes Gefühl, wenn du an den Patientan dann heran gehst.

Gruß

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Hallo!!

Danke dir für die Antwort.Vojta hab ich auch schon probiert. Aber es ist alleine schon mal schwer, bei den spastischen Paresen die ASTE einzunehmen...Wir hatten in Päd Vojta und ich fand es klasse. Vielleicht brauch ich noch mehr Geduld. Die Patienten sind echt total unterschiedlich. Naja, ist nicht so einfach wie ich finde. Der Pädeinsatz ist für mich der schwerste. Wünsch dir weiter alles Gute bei deiner Ausbildung!

Grüße

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hey,

also ob bei Kindern oder Erwachsenen..ICP mit schwerer Tetraparese..es ist im endeffekt Neuro.
ich bin gerade im Neuro-Praktikum. Es ist das abwechslungsreichste Praktikum, was ich bis jetzt absolviert habe, und es ist mein letztes vor dem Staatsexamen.
In Fächern bzw Praktika wie Ortho, Chirurgie, Innere oder auch Gyn..da hast Du ein Krankheitsbild, und danach behandelst Du. Man versucht das zu behandlen, was Dir auffällt. Sei es gewisse Schwierigkeiten, durch zu schwacher Muskulatur, oder sei es pathologische Bewegungsmuster versuchen "rauszutherapieren". Deswegen gibt es in Neuro nicht "die" Behandlung. Mit welcher Technik Du dann arbeitest, das wirst Du sehen, was am besten hilft. Ich habe mich oft gefragt "wofür brauchst Du die Übungen (zBsp FBL ;) ), jetzt habe ich die Antwort :).
Ich würde Dir raten, so oft es geht, einen Betreuer mitzunehmen. Er/Sie soll die Behandlung nicht bewerten, sondern soll Dir helfen das Auge zu schulen. Als Neuling sehen wir nun mal nicht alles, und gerade das, kann dem Patienten die, vor Ort, bestmögliche Therapie verwehrt bleiben, was schade ist.
Ich dachte mir, als wir gesagt bekommen haben "wir werden so oft es geht, mitkommen und zugucken"..es klang wie ein ständiges auf die Finger gucken lassen wie von den Dozenten, die danach eine Bewertung über die Behandlung abgegeben haben. Dadurch sind meistens Patienten vorbehandelt worden, wo es keine Probleme gab, um ja gut abzuschneiden. Ich finde, darum geht es im Praktikum und während einer Betreuung aber nicht. Es geht darum, bei "schwierigen" Patienten sich jemand an die Seite zu holen, um zu lernen..und nicht um zu glänzen. "noch" dürfen wir das eine oder andere "falsch" machen, denn wir lernen. aber wenn wir fertig sind..dann darf sowas nicht passieren :)

dies ist lang geworden, es sollte keine Predikt sein, nur meinen Rat aus der Erfahrung die ich in den letzten 2,5jahren gesammelt habe :)

Lg aus Bonn

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Hallo!

Ja, du hast schon recht...Nur da liegt wohl das eigentliche Problem. Ich hab im Juli auch Staatsexamen und ich muß sagen, von 4 Klinikeinsätzen habe ich mich nur in einem gut betreut gefühlt. Glaub mir, das nervt mich/uns schon lange aber ändern konnten wir nichts.
Naja. Ich bin z.Zt. viel am Bücher wälzen und das bringt mich schon ein Stück weiter. Und der Rest muss einfach die Praxis bringen.Nach dem Examen werden wir noch oft in Situationen kommen, die neu für uns sind und in denen wir uns überfordert fühlen. Die Kunst isses doch, dem Patienten das nicht anmerken zu lassen, sich zu informieren und die Behandlung bestmöglich durchzuführen.Beim nächsten mal ist man dann schon sicherer und schlauer.

Dann bist du jetzt evtl auch schon am Lernen? Ich wünsch dir viel Erfolg! Weißt du schon, welche Richtung du einschlagen möchtest?

Grüße

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Hey,
das ist schade, dass die Betreuung zu kurz gekommen ist :(.
Physio´s sind nie "ausgebildet" find ich. Es gibt, wie Du schon sagst, immer wieder Situationen, wo die eigene Grenze erreicht ist, und man überfordert ist.
Aber das ist gerade das interessante daran. Immer wieder neu gefordert zu sein. Klar ist es einfacher, immer gleich eine Antwort für etwas zu haben. Aber dafür sind die Patienten zu individuell, um ein "Rezept" zu haben. Immer wieder ausprobieren, das macht spass.

Ich habe seit 2wochen angefangen, zu "lernen". Wir haben Samstags eine 4er Gruppe, wo wir einfach langsam loslegen, Anatomie zu wiederholen. Ist eher so, das aus dem stehgreif versucht wird, sämtliches zum Bau eines Gelenkes (Knöchern, Mm, Nn, Lig. etc) wiederholt wird. Jeder der was weiß, sagt etwas. Bis zum Schluß alles besprochen ist, und das wird dann wiederholt. Becken, Oberschenkel, Unterschenkel und Fuß haben wir in den 2 samstagen schon durch. Wir haben mit Anatomie angefangen, da Physio sozusagen = Anatomie.

Ich weiß, dass ich nicht in Bereichen arbeiten werde, wo die Behandlung sehr "verbal" abläuft. Ortho oder Neuro, die beiden Praktika waren sehr interessant. Aber wenn ich es schaffe, dann möchte ich in den Sportbereich.

Und Du?

Lg

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Hallo!!

Wow, solangsam tauen unsere Betreuer auf und erklären auch mal was...:-)

Wie meinst du das mit dem "verbal"? Meinst du Patienten, die nur kommen um dir ihre Probleme zu erzählen und man sich fragt, warum man nicht Psychater geworden ist? Das hört sich bös an, ich weiß...Aber manchmal war es echt so, dass ich gedacht hab, ich kann dem Körper nicht helfen, wenn ich nicht vorher das psychischen Probleme gelöst habe.

Also die Arbeit mit Kindern gefällt mir schon. Wobei die Arbeit im Praktikum mit den mehrfach schwerstbehinderten ist z.T. schon heftig. Zum einem körperlich aber auch weil du nicht viel mehr als Prävention machen kannst. Ich hab so 3 Kids,die verschieden ausgeprägte Entwicklungsstörungen haben, aber geistig meistens fit sind. Da macht es echt Spaß zu arbeiten. Kinder sind noch so frei von...na wie soll ich sagen...dem ganzen Alltagsmüll eben.Die muss man ganz anders motivieren, spielerisch, und das liegt mir eigentlich.
Vor der Ausbildung war Sportreha mein Ziel, aber leider bin ich damit nicht in Berührung gekommen. Ich war in einer für Innere Pat. und TEP`s.Alles ältere. So mt jüngeren, das macht bestimmt auch Spaß.
Jaja...ich könnt wohl stundenlang erzählen...;-)

LG

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  • 2 weeks later...

hey,
freut mich, das die Betreuer ihre Aufgabe ernst nehmen ;).

mit "verbal" meine ich zBsp = Gynäkolgie.wenn ich die patientin versuche Beckenboden Übungen zu machen, dann kann ich schwer kontrollieren, ob sie es richtig macht oder nicht. ich kann ja schlecht in dem bereich taktil prüfen, ob sie es richtig macht ^^ .
ähnlich ist es auch mit AT, aber nur ähnlich. ich habe eher das gefühl, jemand geholfen zu haben, wenn ich (ich sag ma so) "anpacke", hoffe das kommt nicht falsch rüber.
ich bin mittlerweile in meiner 4. woche in der Neurologie. da sieht man einfach alles. es ist anstrengend, vor allem körperlich, aber ich finde, in dem Bereich bleibt man, besonders von der Theorie her, am aktivsten.

mir ist aufgefallen, da wir 30mins am tag mit den patienten verbringen, sie uns ihr leben erzählen. aber nun gut, das gehört dazu. es liegt bei dir, inwieweit man da sich drauf einlässt. aber damit hab ich bisher keine probleme gehabt.

Lg

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