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Dystrophia Myotonica


resi89

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Geschrieben

Ich bin gerade in meinem 2. Praktikum (in einem Diabeteszentrum) in meiner Ausbildung (3. Semester).
Ab Montag habe ich eine Patientin mit Dystrophia Myotonica --> Morbus Curschmann Steinert.
Sie hat schon jahrelange Physio und Ergotherapie und nun bin ich dafür zuständig sie für die Zeit in dem Diabeteszentrum zu behandeln.
Ích habe mich schon eingelesen ins Krankheitsbild (hab vorher noch nie was von gehört) und sie ein bisschen befragt. Allerdings fehlen mir noch gute Ideen für Übungen.

Sie legt Wert auf viel Armarbeit und Hände. Dabei ist mir nur in den Sinn gekómmen mit einem Ball was zu machen (sie läuft nicht, sitzt nur). Ich würde ihr einen weichen Ball geben und sie muss ihn zusammendrücken und langsam wieder lösen.Und dabei die Arme eben auch Beugen/Strecken ect.pp.

Allerdings wars das dann auch schon. Ich möchte sie nicht einfach nur durchbewegen, sondern alles ein bisschen abwechslungsreichgestalten.

Habt ihr Ideen óder Anregungen für 30 Minuten Therapie?

LG
Resi


Geschrieben

hallo Resi
klingt nach einer nicht ganz leichten aufgabe. denn soweit ich weiß besteht dieses Krankheitsbild einerseits aus einer verzögerten erschlaffungsphase nach muskelkontraktion (myopathie) andererseits aus der dystrophie, also dem untergang vom funktionsgewebe muskulatur. das problem der dystrohpie ist auch, dass zwar kräftigung ersteinmal hilfreich scheint aber auf lange sicht zum verschnellern der muskeldystrophie führt. d.h. du solltest nicht auf krafttraining arbeiten, sondern auf funktionsverbesserung und ökonomie im alltag. aber klar: irgendwas aktives muss man schon üben, sonst wirds langweilig. wenn sie schmerzen haben sollte, würde ich da ansetzen und versuchen mit passiven (dehnung, massage, entspannung, atemtherapie, körperwahrnehmung) maßnahmen was zu erreichen. denn ich glaube die inneren organe können bei der erkrankung auch betroffen sein. ansonsten hast du recht: ich glaub es ist superwichtig die behandlung positiv und kreativ zu gestalten, damit sie spass an der bewegung hat. wie wärs zum beispiel mit balanceübungen (stab, luftballon, ball,...) allgemein vielleicht ist luftballon keinso schlechtes gerät, da du damit keinen widerstand gibst. oder sie soll aus zeitungspapier flieger falten oder schiffchen... da gibts anleitungen für im netz. tja, schwierig schwierig. sicher sind auch übungen gut, wo sie zusätzlich zur körperlichen belastung auch geistig gefordert ist, also denkspiele mit bewegungen, aber frag mich nicht nach was konkretem :-) fällt mir auch grad nix ein. was sind denn so ihre probleme, hat sie schwierigkeiten mit der feinmotorik der hände? und warum läuft sie nicht?
hoffe, ich konnte etwas helfen,lg, charli

Geschrieben

Vielen Dank für deine Antwort!

Es ist echt kein einfacher Fall, ist wirklich schwierig mit ihr zu arbeiten.
Die Feinmotorik ist bei ihr gut. Damit hat sie keine Probleme, sie bekommt auch schon X Jahre Ergotherapie und da hapert es nicht.

Ihr größtes Problem ist sie Stützkraft. Sie hatte es mal geschafft sich selber mit Hilfe eben "hochzuziehen" (vom Bett in Hocker ect mit Galgen) mitlerweile muss man sie wohl wieder unter die Arme fassen, da ihr die Kraft fehlt.

Auserdem kann sie ihre Arme nicht heben. Ellenbogen strecken ist kein Problem.
Passiv ist alles kein Problem, sie lässt sich überall frei durchbewegen, ohne Probleme.

Ich versuche jetzt die Stützkraft zu bessern (rechts ist mehr eingeschränkt als links).

Heute habe ich mit Theraband gearbeitet (D1 Ex Muster). Aber das reicht mir noch nicht. Sie hält das Theraband (heute mal im Sitz an der Bettkannte) in der linken Hand und zieht dann nach unten weg mit Rechts.

Sie möchte wieder solche Dinge erlernen wie: Griff zur Tasse und nehmen, anheben. Arm ausstrecken und einen Lichtschalter betätigen ect. Greifen klappt einwandfrei, aber am Amrheben haperts gewaltig.

Wenn man ihre Arme passiv hebt und dann fallen lassen würde,würden sie ohne Kontrolle runterfallen. Halten kann sie sie gar nicht...


Ich bin ein bisschen ratlos, weil ich einfach keinen richtigen Ansatz finde. Zumal ist sie so auch schwierig. Sie nölt an allem rum, weis NICHTS über ihre Krankheit was sie sehr stört. Ärzten vertraut sie null.

Sie erzählt aber auch viel, ist vom Kopf her total fit und echt schlau (Hyperintelligent) und hat auch keine Schmerzen wenn man sie durchbewegt...

Ich habe ihr dann heute noch einen Ball zugeworfen den sie fangen musste, und versuchen mir wieder zuzuwerfen. Hängen die Arme,kann sie die Ellenbogen gut beugen und ihn werfen, aber die Oberarme und Schultern folgen der Bewegung null...
Hab jetzt dran gedacht einfach Scapularmuster mit einzubringen....nur passiv geht ja alles...hm.

Ist wirklich nicht einfach, zumal werd ich sie die nächsten 5 Wochen noch behandeln, da muss mir noch ein bissl mehr einfallen.


Geschrieben

hey ho,
hui aber das klingt nach schon einigen guten ansätzen: ich meine diese adl-sachen sind ja für ihre selbstständigkeit und damit auch ihr selbstwertgefühl voll wichtig, von daher stützkraft klingt schon super. aber ich würd an deiner stelle auch noch mal nen erfahrenen therapeuten fragen, wie überhaupt die chancen bei sowas sind, die muskulatur wieder dahin zu bringen und auch, ob man mit muskelaufbau nicht eher was falsches macht.
andererseits ist es ja ne vorandschreitende kh, d.h. sie wird wahrscheinlich auch immer schlechter werden. von daher kann ich verstehen, dass sie vielleicht manchmal nölig ist, aber naja. ich denk, viel erreichen kannst du wahrscheinlich durch pt letztendlich auch nicht mehr. es geht also viel um spass an der therapie und um weitere verschlimmerungen zu verhindern. ich würd deshalb die beine nicht ganz aus dem spiel nehmen...
naja 5 wochen ist schon lang, viel glück beim ausdenken von gaaaanz vielen verschiedenen übungen :-). und am ende hilfst du ihr wahrscheinlich auch viel, wenn sie dich zum reden hat... viele liebe grüße, charli

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      Liebe Physio-Kolleg*innen, mein Name ist Felicitas und ich studiere im Masterstudiengang Health Professions Education an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Ich schreibe gerade meine Masterthesis zum Thema Kompetenzentwicklung durch Weiterbildungen in der Physiotherapie.   Dafür suche ich Physiotherapeut*innen, die bereit sind, in einem Interview über ihre Erfahrungen mit beruflichen Weiterbildungen zu sprechen. Mich interessiert, ob und wie sich Weiterbildungen aus eurer Sicht auf die Arbeit mit Patient*innen auswirken. Im Mittelpunkt stehen eure persönlichen Erfahrungen aus dem Berufsalltag. Ziel meiner Arbeit ist es, besser zu verstehen, wie sich euer Handeln am Patienten durch Weiterbildungen entwickelt und welche Bedingungen diese Entwicklung fördern oder erschweren. Teilnehmen könnt ihr, wenn ihr mindestens 7 Jahre Berufserfahrung als Physiotherapeut*in habt, mindestens 3 fachbezogene Weiterbildungen absolviert habt, darunter mindestens 1 Zertifikatsweiterbildung (z. B. KG-Gerät, MT, MLD, KG-ZNS), und eure letzte Weiterbildung mindestens 3 Monate zurückliegt. Zum Interview   Zeitraum: 04.05.–29.05.2026 Dauer: ca. 30–60 Minuten innerhalb Berlins: persönlich an einem Ort Ihrer Wahl außerhalb Berlins: online über Microsoft Teams Die Teilnahme ist freiwillig. Alle im Interview erhobenen Daten werden vertraulich behandelt und ausschließlich im Rahmen der Masterarbeit verwendet. Bei Interesse oder Fragen freue ich mich über eine Kontaktaufnahme bis zum 30.04.2026 unter: felicitas.calliess@charité.de   Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihr Interesse. Felicitas Calließ Masterstudentin Health Professions Education Charité - Universitätsmedizin
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      ...ich denke du bist der richtige Kandidat für Osteopathen. So wie ich das sehe, kann man bei dir muskulär (Kräftigung/Dehnungen/Mobilisationen) nichts ausrichten. Da müsste man über das Fasziensystem und der Gelenkkette, angefangen bei den Füßen bis zur Problematik, mal alles durcharbeiten!
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      Guten Tag,    ich bin vor gut 7 Jahren eines morgens mit einer extremen HWS-Blockade aufgewacht. Bewegungseinschränkung nach links so stark, dass allein ein paar Grad drehen in die Richtung nicht möglich waren. Da ich dachte es wäre ein steifer Nacken natürlich erwartet, dass es weggeht. Ging es nicht.  Röntgen und MRT damals unaufällig (C6C7 Bandscheibenwölbung ohne Auswirkungen auf Nerv o. Ä.). Steilstellung der HWS, die ich vermute akut war, da bei einem späteren Röntgen diese nicht mehr aufgetreten ist.    Bis heute habe ich tägliche Verspannungen auf der linken Nackenseite und das Gefühl, dass mein ganzer Körper nach rechts rotiert ist. Im oberen Rücken ist direkt neben dem rechten Schulterblatt zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule eine dauerhaftes Steifigkeitsgefühl.   Ich mache seit Jahren Kraftsport, bin nicht übergewichtig, laufe regelmäßig.  Sobald ich den Kopf nach vorne über beuge ist das gesamte Verspannungsgefühl im Nacken weg. Der Kopf fühlt sich oft schwer an, wobei Instabilitäten ausgeschlossen wurden. Mein Nacken ist muskulär sehr stark. Direkte Nackenübungen erzeugen stärkere Verspannungen bis hin zu brennenden Schmerzen.    Kurz vor der Verspannung hatte ich mich im rechten ISG verletzt beim Kniebeugen (Überlastung und zu weiter vorgelehnt). Das rechte ISG fühlt sich bis heute komprimiert an.  Im Liegen keine Beschwerden. Abstützen der Arme auf dem Schreibtisch lindert auch die Beschwerden. Vorgebeugt sitzen oder Planks auch für den Moment.   Rückenschmerzen regelmäßig, aber diffus, kompletter rechter Erector Spinae trotz guter Kraftwerte im Rücken. Es ist zum verzweifeln, da ich erst Ende 20 bin und täglich damit kämpfe sobald ich das Bett verlasse.    Ich würde mich über jeden Input freuen.    -CMD Diagnose negativ -Instabilität negativ -MRT/Röntgen unauffällig -sportlich -jung -HWS kräftig   Letzte Vermutung eines Orthopäden war ISG und globales Problem.  Bin für jeden Input dankbar!

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