Jump to content

Nach Muskelkontraktur/Faserriss Wade Muskelzuckungen überall


Gast Sophie

Recommended Posts

Geschrieben

Hallo, 

Ich hatte vor knapp einem Jahr (innerhalb einer Rucksackreise mit viel Wandern und "Treppensteigenbewegung")

plötzlich in der Nacht einen starken Wadenkrampf der zu einer Muskelkontraktur geführt hatte. Davor hatte ich eine lange Busfahrt unternommen, und später musste ich drei mal eine kleine Leiter hochsteigen. Um den Waden hatte sich in der Nacht noch ein strammer Bund der Pyjama gespannt und die Matratze im Hostel war sehr durchgelegen.

 

Bin dann am nächsten Tag zum Orthopäden, dort wurde ich anfangs auf Ischias hin therapiert,  bekam eine Schmerzspritze ins Gesäß und konnte dadurch leicht hinkend gehen, was natürlich kontraproduktiv war und nur eine Woche angehalten hat. Dann wurde ein Ultraschall gemacht und die Muskelkontraktur mit einem kleinen Hämatom festgestellt. Es folgten Muskelrelaxate, die ich nur kurz nehmen konnte. In dieser Zeit bekam ich Schmerzen im unteren Rücken und ein Ödem an der Stelle der Schmerzspritze. Habe die Schmerzen erstmal auf das Ödem und das Hinken geschoben. Als ich dann nach drei Wochen etwas besser auftreten konnte, bin ich zum Chiropraktiker, welcher alles eingerenkt hat und die Wade massiert hat. Leider ging es mir danach schlechter und ich hinkte drei Tage. Jedoch hat sich dann die Wade dadurch langsam etwas gebessert, gleichzeitig spürte ich eine Art rauschen in dieser Wade und habe es der Auflösung der Kontraktur zugeschrieben, jedoch kam es dann zu Schmerzen im Fuß sobald ich das Bein im Liegen höher lagerte. Bin dann zum Venenarzt, keine Thrombose, keine Durchblutungsstörung. Später kam es zu Muskelzuckungen in dieser linken Waden, dann fing es plötzlich im rechten Bein an. Und bei beiden Füßen bei höherer Lagerung Schmerzen im Fußgewölbe. Da ich anhaltende Schmerzen in der LWS hatte ging es zum MRT, dort kam eine Bandscheibenvorwölbung im S1/L5 raus,  später wurde daraus ein Vorfall. Jedoch ohne Nervenbeteiligung, laut Orthopäde keine Ursache für Symptome. Die Zuckungen waren dann überall mal vorhanden, in den Beinen Bewegungsabhängig.

 

Mittlerweile sind die Zuckungen etwas weniger geworden und ich merke bei härteren Schuhwerk starke Schmerzen in der Hüfte, die genau an die Stelle der Wade ausstrahlen. Auch wenn ich auf der Seite Liege und die Knie aufeinandertreffen zuckt es mehr. 

 

Wichtig vllt noch, zwei Wochen vor der Kontraktur hatte ich bereits links einen Schmerz, der von der Hüfte in das Bein ausstrahlte beim Aufstehen und 'anlaufen' nach Schonung war das weg.

 

Ich bin sehr verzweifelt da niemand helfen kann und auch nicht zugehört wird. Habe auch schon den Neurologen durch, der keine Auffälligkeiten an der Leitfähigkeit an den Beinen feststellen kann. Bis heute habe ich leichte Schmerzen an der Stelle der Spritze und der Hüfte/ Wade, besonders nach längerem gehen und härterem Schuhwerk.

 

Sorry für den langen Text! 

Liebe Grüße

 

 

 


Geschrieben

Hallo Sophie,

 

das klingt ja alles unschön.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Wanderung eine Überlastung ausgelöst haben könnte.
Sodass sich von deiner Hüfte aus die Muskel/Faszienketten sich zugezogen haben könnten und man daher all das mal freimachen müsste - also Hüftbeuger, Adduktoren, kleine Gesäßmuskeln und natürlich die Wade.
Wenn dir das garnichts bringt, mal den Fuß angucken, ob der ein Problem hat - und daran dann arbeiten.
Mit freimachen kannst du mal Dehnungen probieren ob sie dir was bringen.
Zusätzlich würde ich trotzdem so aktiv wie möglich bleiben, ohne voll in eine Fehlhaltung zu fallen. Also moderate Aktivität.

 

Gute Besserung.

Geschrieben
vor 16 Stunden schrieb JanPT:

Hallo Sophie,

 

das klingt ja alles unschön.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Wanderung eine Überlastung ausgelöst haben könnte.
Sodass sich von deiner Hüfte aus die Muskel/Faszienketten sich zugezogen haben könnten und man daher all das mal freimachen müsste - also Hüftbeuger, Adduktoren, kleine Gesäßmuskeln und natürlich die Wade.
Wenn dir das garnichts bringt, mal den Fuß angucken, ob der ein Problem hat - und daran dann arbeiten.
Mit freimachen kannst du mal Dehnungen probieren ob sie dir was bringen.
Zusätzlich würde ich trotzdem so aktiv wie möglich bleiben, ohne voll in eine Fehlhaltung zu fallen. Also moderate Aktivität.

 

Gute Besserung.

Vielen Dank schonmal für diese Antwort! Ich habe es schon mit leichten Dehnübungen versucht, leider ohne Erfolg. Hättest du vllt eine konkrete Empfehlung!

Danke im Voraus!

Geschrieben

Nach einem Jahr wird da schon viel passiert sein.
Hattest du denn mal Physiotherapie die sich gezielt darum gekümmert haben?
Was hast du denn gedehnt? Und wie dehnst du?
 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb JanPT:

Nach einem Jahr wird da schon viel passiert sein.
Hattest du denn mal Physiotherapie die sich gezielt darum gekümmert haben?
Was hast du denn gedehnt? Und wie dehnst du?
 

Ich war bei der Physio, die hat sich aber stärker auf die LWS konzentriert und da wurde es teilweise sogar schlimmer mit dem Schmerz in der Wade, als ich so "Hüftbrücken" mit den Beinen auf einem Gymnastikball machen musste. Ich dehne die Waden, im Ausfallschritt und die Hüftbeuger, und dann noch die Beine im Sitzen, mit Zehen berühren. Also gängige Dehnübungen wahrscheinlich.

Geschrieben

Das klingt für mich ganz nach LWS - dass du vielleicht nicht nur dehnen solltest - dehnen könnte man den Hüftbeuger und dafür Stabiübungen für die LWS, alles was wackelig ist, ist dafür geeignet.
Wobei die Hüftbrücke auf dem Gymnastikball wäre sowas - ggf zu wenig Rumpfkontrolle? Tut die normale Brückenübung auch weh?

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb JanPT:

Das klingt für mich ganz nach LWS - dass du vielleicht nicht nur dehnen solltest - dehnen könnte man den Hüftbeuger und dafür Stabiübungen für die LWS, alles was wackelig ist, ist dafür geeignet.
Wobei die Hüftbrücke auf dem Gymnastikball wäre sowas - ggf zu wenig Rumpfkontrolle? Tut die normale Brückenübung auch weh?

Danke schonmal für die Ideen! Ja, die normale ist etwas besser, aber nach einiger Zeit habe ich das Gefühl, dass es den linken Wadenmuskel überreizt sozusagen.

Geschrieben

Das wird wahrscheinlich passieren weil damit die LWS aktiviert wird und du dir nach einer Zeit den Nerv einengst.
Dafür kannst du dich mal auf die re Seite legen, den re Arm auf den unteren Rücken legen und das re Bein anbeugen und das li ausstrecken, dabei soll eine sofortige entspannung für den Rücken erfolgen - wenn nicht probiere dich mit der Position der Arme und Beine etwas aus.
Solltest du eine Position haben, die diesen Effekt aktiviert (Entspannung) dann kannst du diese 1x/h für 5min einnehmen um den Nerv zu entlasten - ansonsten einfach weiter so aktiv bleiben wie möglich.

Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb JanPT:

Das wird wahrscheinlich passieren weil damit die LWS aktiviert wird und du dir nach einer Zeit den Nerv einengst.
Dafür kannst du dich mal auf die re Seite legen, den re Arm auf den unteren Rücken legen und das re Bein anbeugen und das li ausstrecken, dabei soll eine sofortige entspannung für den Rücken erfolgen - wenn nicht probiere dich mit der Position der Arme und Beine etwas aus.
Solltest du eine Position haben, die diesen Effekt aktiviert (Entspannung) dann kannst du diese 1x/h für 5min einnehmen um den Nerv zu entlasten - ansonsten einfach weiter so aktiv bleiben wie möglich.

Okay werde ich ausprobieren. Gibt es sonst noch etwas zu beachten? Ich glaube die linke Wade ist durch die Muskelkontraktur/ mit kleinem Riss tatsächlich nicht mehr so leistungsfähig, möchte nichts "kaputt" machen...

Geschrieben

Alltagsbewegungen sollten kein Problem darstellen
Nichts explosives oder schwungartiges oder unnatürlich viel Gewicht
 

Kommentare

You are posting as a guest. Wenn du bereits einen Account hast kannst du dich hier anmelden.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Restore formatting

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.



  • Beiträge

    • bbgphysio
      Guten Morgen! Ein Schwindel der vom Gleichgewichtsorgan im Innen Ohr kommt, wo auch der Lageschwindel dazugehört geht eigentlich immer mit einem Drehschwindel einher. Dabei kann das Organ durch entzündungen direkt betroffen sein einschließlich seinem dazugehörigen nerv oder die sog. Bogengänge sind das Problem. D.h. kleine steinchen haben sich gelöst und schwimmen nun in diesen Röhrchen rum wo sie nicht hingehören. Flimmerhärchen werden gereizt was zu lageabhängigem Schwindel führt da  die Bogengänge Kopfbewegungen dem Gehirn regiestrieren. V.a. beim Hoch und runterschauen kommt es dann zu einem Drehschwindel. Das klinische Bild pass hier aber nicht rein.   Hast du schon einmal ein Kopf CT gemacht Matze? WEnn ja vielleicht hab Ich das überlesen Wenn hier alles in Ordnung ist dann Tippe Ich eher auf ein Problem der oberen HWS. Hattest Du schon einmal ein Schleudertrauma gehabt oder ähnliche Traumatas am Kopf? Die Symptome sind typisch für eine Irritation der Art.Vertebralis. Es kann sein daß dein Atlas (1.Halswirbel) verschoben ist, oft ist er nach vorne geglitten. Auch das Herzrasen spricht dafür daß es sich eher um eine Kompression von Nervenstrukturen handel. Das Herz wird unter anderem von der Brustwirbelsäule vegetativ versorgt, aber auch oben an der HWS durch eingeklemmte Wirbel kann es zu Beschwerden kommen
    • Gast Matze
      Hallo zusammen. ich leide seit ca. 6 Jahren an einem Problem das sich wie folgt äußert. Dauerhaftes Wirr Gefühl/Watte im Kopf/Kopfenge das Gefühl das sich im Kopf alles zusammen zieht  , in schlimmeren Fällen auch mit Schüben das bei mir sogar Herzrasen auslösen kann. Speziell beim Sport aber auch beim Einschlafen manchmal.    Bei mir fing es vor 6 Jahren damit an , als ich aus einer Wirtschaft herausgelaufen bin und plötzlich ein extrem komisches gefühl in meinem Kopf bemerkte . Es war nicht direkt ein Schwindel , eher so ich nenne es immer extremes Wirr Gefühl , Benommenheit Watte im Kopf. Das Gefühl wurde so stark das ich dachte gleich gehen die Lichter aus. Danach habe ich mich auf den Boden gesetzt und auf den RTW gewartet. Im KH wurden ein paar Tests gemacht , aber alles schien in Ordnung.   Ich habe eigentlich alles schon ausprobiert Ärtzlich gesehen. Schädel MRT + Hirnströmen messen + Elektronen an beinen und Kopf , dazu wurde das schnelle aufstehen getestet was mein Blutdruck sagt. (Alles war in Ordnung) HNO Lagerschwindel Test und ein weiterer Test mit Wasser in den Ohren. (Alles war in Ordnung) Lungenarzt Lungenfunktionstest durchgeführt . Lungenvolumen lag bei 130% also sehr gut. Lungen geröngt (Alles war in Ordnung) Augenarzt spezieller Test wo ich mit den Augen an einem Gerät folgen musste. Sehstärke überprüft (Alles war in Ordnung) Extrem viele Blutwerte Testen lassen gegen so ziemlich alles . (Alles war in Ordnung) Kardiologe Herzultraschall und 24/7EKG (Alles war in Ordnung) MRT von Halswirbelsäule (Alles war in Ordnung) Trotzdem mehrfach schon Physio gemacht , bringt alles nichts.   Bestimmt noch einiges mehr . Mir fällt es nur gerade nicht ein.   Jetzt bin ich auf eine Diagnose selbst gestoßen , die es meiner Meinung nach zu 95% beschreibt. Und zwar ist das "Funktioneller Schwindel, auch PPPD genannt".   "Funktioneller Schwindel, auch PPPD genannt". ------------------------------------------------------- Häufige Symptome im Kopf Benommenheit & Wattegefühl: Der Kopf fühlt sich oft benebelt, wie betrunken oder „wie in Watte gepackt“ an. Druck- oder Kappengefühl: Viele Betroffene berichten von einem Druckgefühl im Kopfbereich, das sich anfühlt wie eine zu enge Kappe oder ein Schraubstock. Visueller Schwindel: Die Beschwerden nehmen beim Betrachten von Mustern (z. B. Streifen) oder sich bewegenden Objekten zu. [1, 2, 3]"   Typische Auslöser PPPD entsteht oft nach einem akuten Schwindelereignis, wie etwa einem Lagerungsschwindel, entzündlichen Gleichgewichtsstörungen oder Panikattacken. Danach bleibt die Unsicherheit bestehen, selbst wenn die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist. [1, 2, 3, 4]   Typische Auslöser PPPD entsteht oft nach einem akuten Schwindelereignis, wie etwa einem Lagerungsschwindel, entzündlichen Gleichgewichtsstörungen oder Panikattacken. Danach bleibt die Unsicherheit bestehen, selbst wenn die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist. [1, 2, 3, 4]     Vorallem bei dem Punkt "Typische Auslöser"  Genau das war eingetroffen , und seit dem das passiert ist , lebe ich mit diesem schrecklichen Gefühl im Kopf. Es vaiert gibt besser und schlechtere Tage. Allerdings ist Watte Gefühl bzw benommenheitsgefühl immer da!   Ich wollte mir einfach mal eine weitere Meinung einholen. Ich bin echt schon am verzweifeln.   liebe Grüße Matze
    • Alex Inspire
      Hallo zusammen,   ich möchte gern eine fachliche Frage in die Runde geben: Welche physiotherapeutischen Ansätze haltet ihr bei Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) langfristig für sinnvoll?   Mich interessieren vor allem Erfahrungen zu Beweglichkeit, Dehnung, Atemphysiotherapie, Erhalt von Funktionen und der Frage, wo Therapie eher unterstützt und wo sie möglicherweise überfordert. Gerade bei einer fortschreitenden neurologischen Erkrankung finde ich spannend, wie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten hier den richtigen Rahmen einschätzen.   Ich beschäftige mich mit dem Thema auch auf meiner Website alexinspire.de und möchte dazu gern fundierte Perspektiven und Erfahrungen sammeln.   Danke euch. Alex

×
×
  • Neu erstellen...

Cookie Hinweis

Diese Website verwendet Cookies, um eine bestmögliche Erfahrung bieten zu können | anpassen oder mit okay bestätigen.
Forenregeln | Datenschutzerklärung