Jump to content

Wirbelblockade?


Steveohnejobs

Recommended Posts

Geschrieben

Hallo zusammen. 

 

Begonnen hat meine Leidensgeschichte an Weihnachten 2021. Ich bekam ein beklemmendes Gefühl in der Brust und konnte auch nicht mehr richtig durchatmen, fühlte mich schwach, zittrig und mir wurde übel, hatte aber keine Schmerzen. Anfangs hatte ich das Gefühl, dass mit dem Herz etwas nicht stimmt. Nach ein paar Minuten ging es mir aber wieder etwas besser. Dennoch blieb das Gefühl in abgeschwächter Form für mehr als zwei Tage. Dann war es komplett verschwunden. 

Mitte Januar war es dann plötzlich wieder da. Ich verspürte einen regelrechten Druck hinter dem Brustbein und eine Benommenheit, die ich so noch nie erlebt hatte. Aus Angst, es könnte sich um einen Herzinfarkt handeln, rief meine Frau dann einen Rettungswagen. Im Krankenhaus wurde ein CT von der Lunge und Herz, Röntgenaufnahmen, Blutuntersuchungen und eben alles um schlimme Erkrankungen auszuschließen durchgeführt. Weil auch am nächsten Tag das Herzultraschall unauffällig war, wurde ich wieder entlassen  - das Gefühl blieb in abgeschwächter Form. 

Mitte Mai das gleiche Spiel. Wieder diese massiven Beschwerden. Wieder Rettungswagen. Nach 3 Tagen wieder Entlassung trotz massiver Beschwerden. Man riet mir die Zähne kontrollieren zu lassen und beim HNO vorstellig zu werden. Sie tippten auf ein Schwindelsyndrom ausgelöst vom Ohr. Beide Ärzte konnten nichts Außergewöhnliches feststellen. 

Nachdem die Physiotherapeutin meiner Frau erzählte, dass solche Symptome auch von einer Wirbelblockade her stammen könnten, ging ich zum Orthopäden, der mit das bestätigte und Krankengymnastik verschrieb. Es verschaffte mir leichte Linderung, aber das Gefühl kommt immer wieder mal. Meistens nach körperlicher Betätigung (z.B. Reifenwechsel am Auto, Rasenmähen...) oder wenn ich längere Zeit mit Rundrücken sitzen muss (z.B. Autofahren oder sitzen auf dem Sofa...). Dennoch war es mehrere Wochen im letzten Sommer weg, kam dann aber nach einer Coronainfektion mit voller Wucht zurück. 

Zwischenzeitlich war ich bei 3 verschiedenen Orthopäden darunter auch bei einem Professor für Neurochirurgie. Es wurden MRT´s von Brust, Nacken und Schädel gemacht. Das Gefühl kommt immer wieder. Ich war selbst bei zwei verschiedenen Neurologen und auch beim Osteopathen, ohne Erfolg. Mittlerweile habe ich zwar gelernt damit umzugehen, Trotzdem schränkt es mich massiv in meiner Lebensqualität ein. 

Die Vertretung vom Hausarzt sieht hier ein psychisches Problem. Das seien Panikattacken und Angstzustände. Ganz ehrlich: Warum kann man das dann manuell auslösen und auch beheben per Krankengymnastik und Physiotherapie? Warum ist der Auslöser meist manuell nach körperlicher Betätigung? 

Hat jemand schon mal ähnliches gehabt? Wer kann mir mit meinem Problem helfen? 


Geschrieben

In der BWS sitzt dein vegetatives Nervensystem was für diese Symptome sprechen könnte.
Es kann auch oft passieren, wenn man an der BWS zuviel macht - dass Patienten plötzlich anfangen zu weinen - weil man zuviel gemacht hat.
Machst du denn Sport?
Ich würde da wahrscheinlich mal mit einer Haltungskorrektur anfangen, gucken was wie steht und dich mobilisieren und stabilisieren.
Überkopfdruckübungen gefallen mir für den oberen Bereich der BWS sehr gut.
 

Geschrieben

Hallo und vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. 

Meine Körpergröße von 1,90m trägt dazu bei, dass sich bei mir ein Rundrücken gebildet hat. Ich arbeite mit der Physiotherapeutin seit einem halben Jahr an der Aufrichtung und einer verbesserten Körperhaltung 2x wöchentlich. Die Stärkung der Rückenmuskulatur und Dehnung von Oberschenkel- und Brustmuskulatur soll dies unterstützen.

Auch sie ist davon überzeugt, dass hier das vegetative Nervensystem durch den erhöhten Druck des Rundrückens gereizt wird. 

Sport habe ich letzten Jahre etwas vernachlässigt, bin aber eher im Sommer aktiver und mit körperlichen Arbeiten an Haus und Garten beschäftigt. 

Du schreibst etwas von Überkopfdruckübungen. Das kenne ich noch nicht. Was ist das genau und wie könnte es mir denn helfen?

Geschrieben

Durch das bewegen des Oberarmes nach vorn, in einer endgradigen Bewegungen über den Kopf MÜSSEN sich die oberen Brustwirbel ebenfalls in Aufrichtung bewegen - gerade der Übergang von Brust zu Halswirbelsäule profitiert enorm davon.
Zusätzlich mit einer Retraktion des Kopfes spannt sich das lig. nuchea und stabilisiert diesen Bereich.
Wichtig hierbei die Stabilität des Rumpfes zu beachten, sonst läuft die Bewegung in die LWS weiter.
Ich würde wahrscheinlich dazu gepaart noch Mobilisationsübungen für den Bereich mitgeben - damit es geschmeidig bleibt.
UND checke deinen Alltag - wenn du nur 2x / Woche daran arbeitest aber den Rest der Zeit kümmerlich vor dem Rechner sitzt (als Bsp) kannst du trainieren was du willst.

Als Anmerkung:
Haus & Gartenarbeit mögen anstrengend sein, sind aber keinesfalls gleichzusetzen mit gezielten Übungen - sie sind eher kontraproduktiv. Daher auch für solche Arbeiten überlegen wie sinnvoll man Pausen einsetzt und ob man sich Hilfsmittel dafür besorgt um nicht alles auf den Körper abzuwälzen.
 

Geschrieben

Danke für die Erklärung der Übung. 

Ich arbeite tatsächlich die meiste Zeit am PC.  Auch wenn ich versuche, dort aufrecht zu sitzen und alle 20 min aufzustehen und mich zu strecken, ist das lange Sitzen bestimmt nicht förderlich. 

Ich habe zumindest das Strecken des Brustmuskels und der Oberschenkel in meinen Tagesablauf mit eingebaut. 

 

Welchen Sport würdest Du mir denn empfehlen? Wäre ein Crosstrainer denn das Richtige zur Stärkung des Rückens?

 

Geschrieben

Crosstrainer ist Cardio.
Würde dir ein Theraband in die Hand drücken und dir Übungen für die Rückenpartie zeigen.
Kannst dir auch Gewichte nehmen, einen Swingstick oder einen Kasten Wasser.
Ich nehme das was der Patient mir vorgibt, was er hat und versuche damit zu arbeiten.
Versuch auch auf keinen Fall den ganzen Tag aufrecht zu sitzen - das schafft keine Muskulatur der Welt.
Dein Körper mag es auch mal einfach zu gammeln - das ist legitim - so sitze ich auch gerade am PC.
Wenn du regelmäßig deine Übungen machst, zieht die Muskulatur dich passiv dahin wo du sollst .
Dein Körper wird sich IMMER danach sehnen so wenig wie möglich Energie zu verbrauchen - darum wirst du im laufe des sitzens immer mal wieder einsinken - das ist auch legitim so.
Aber nicht 8h am Stück.

Kommentare

You are posting as a guest. Wenn du bereits einen Account hast kannst du dich hier anmelden.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Restore formatting

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.



  • Beiträge

    • Gast MAR
      Hallo,   ich hoffe hier auf Hilfe, da ich bisher beim Orthopäden nicht wirklich weiter gekommen bin.   Ich habe seit 2-3 Monaten immer wieder starke Schmerzen im Bereich Po, Oberschenkelansatz innen. Adduktoren, Hüfte. Ich bin männlich, 30 Jahre und eigentlich gut in Form. Nachfolgend habe ich meine Beschwerden und mögliche Ursachen usw. zusammengefasst und hoffe dass mir jemand einen Tipp geben kann was es sein könnte und was ich tun kann.   Die Beschwerden traten erstmals einen Tag nach einer Trainingseinheit mit Pistol Squats auf. Die Übung wurde zuvor über mehrere Monate regelmäßig ohne Probleme ausgeführt. Ein akutes Trauma, Sturz oder ein plötzliches Verletzungsereignis während der Belastung wurde nicht berichtet.   ⸻   Verlauf   Zu Beginn entwickelte sich ein akutes Blockadegefühl im Bereich Hüfte/Leiste/Adduktoren. Die Schmerzen waren zunächst einseitig, breiteten sich im Verlauf jedoch auf beide Seiten aus.   Im akuten Stadium bestanden:   starke Schmerzen beim Gehen mit größeren Schritten - konnte kaum einen Fuß vor den anderen setzen deutliche Einschränkung beim Spreizen der Beine nicht möglicher bzw. stark schmerzhafter Einbeinstand deutlich eingeschränkte Gehfähigkeit konnte nicht mehr auf einem Bein stehen konnte nichts mehr heben   Nach einigen Tagen Ruhe kommt es zu einer deutlichen Besserung der Symptome. Bei erneuter sportlicher Belastung (u. a. Kniebeugen, Joggen, Fußball) treten die Beschwerden sofort wieder auf und bestehen anschließend erneut über mehrere Tage allerdings nicht so stark.   ⸻   Schmerzlokalisation   Die Beschwerden werden beschrieben im Bereich:   Gesäßfalte direkt unterhalb des Gesäßes am Übergang zum Oberschenkel medial (innen) zwischen den Beinen bzw. in der Leistenregion teilweise beidseitig    
    • Gast Seli
      Hallo, ich werde das morgen auf alle Fälle ansprechen mit dem TOS und dem Atlas. Wegen dem Atlas hatte ich ja Montag schon gefragt, aber irgendwie weicht jeder bei dem Thema Atlas aus, da kam ja nur als Antwort das sie denkt das es von der HWS kommt. Sie hat aber ja dann mal oben da wo der Schädelknochen ist rechts und links massiert, also für mich hat es sich so angefühlt wie massieren, was die genau gemacht hat weis ich ja nicht. War aber schon etwas fester. Naja ansonsten hat die an der Schulter oben und zwischen den Schulterblättern viel geknetet, aber eben auch sehr fest. Als ich mich gestern Abend ins Bett gelegt habe, hatte ich auch noch Schmerzen, da hat es auch paarmal bei den Rippen kurz gestochen. Heute ist mein Schwindel erfreulicherweise etwas besser, die Schultern spüre ich noch ziemlich und komischerweise habe ich heute zusätzlich noch ein ziehen im linken Oberschenkel hinten. Diese TOS Tests sind ja nicht gerade kompliziert, habe mal gegoogelt, da geht es ja hauptsächlich darum in bestimmten Positionen den Puls zu fühlen. Ich kriege halt auch keinen anderen Therapeuten dort, weil die alle ausgebucht sind, das ist das Problem. 
    • bbgphysio
      Hallo! Ich würde deine Therapeutin einfach mal darauf ansprechen ob Sie dich nicht auf ein TOS (Thoracid outlet syndrom) testen kann. Hier auch die 1.Rippe. und sich unbedingt auch den Atlas anschauen. Schwindel, Benommenheitsgefühle wenn alles abgeklärt ist aus ärztlicher Seite liegt fast immer an einer Atlasverschiebung.  Du kannst ja sagen daß Du einen Bekannten hast der ein erfahrener Physiotherapeut ist und das gesagt hat. Normalerweise muss eine Physiotherapeutin die Manuelle Therapie das untersuchen könnten. Wenn sie sich nicht auskennt dann würde Ich ganz frech sagen daß DU bitte einen Therapeuten, Therapeutin möchtest die sich da auskennt. 

×
×
  • Neu erstellen...

Cookie Hinweis

Diese Website verwendet Cookies, um eine bestmögliche Erfahrung bieten zu können | anpassen oder mit okay bestätigen.
Forenregeln | Datenschutzerklärung