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Brennende Schmerzen bei Physioübungen


Gast Lothar

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Geschrieben

Hallo,

 

ich bin seit zwei Wochen in physiotherapeutischer Behandlung wegen chronischen Reizungen der Subraspinatussehne und der Bicepssehne wegen meines Berufs als Maler. Ich schleppe das schon seit mind. zwei Jahren mit mir rum. Hatte aber nie Zeit und Lust auf Arzt und es ging auch irgendwie immer. Bis es zuletzt aber als schlimmer wurde. Also zum Orthopäden, dann in die Röhre.

 

Ich soll immer eine Übung machen, an der ich seitlich zu einem Turm stehe und dann einen Griff an einem Seilzug mit angewinkelten Arm in 90 Grad am Oberkörper angelegt greife und dann nur den Unterarm von innen vor dem Bauch nach außen vom Körper wegziehe. Ich soll mit nur 2,5 mind. 15 bis 20 Wiederholungen in drei Serien machen. Es fängt aber schon bei so 7, 8 Wiederholungen an zu brennen. Das zieht von der vorderen Schulter runter bis Mitte Oberarm Tendenz Richtung Biceps. Die Physio meinte, dass das normal wäre und ich solle so weitermachen. Irgendwann fängts erst bei 10, 11 Wiederholungen an und irgendwann brennts gar nicht mehr.

 

Aber ist das wirklich so normal?

 

Danke.

 

Gruß


Geschrieben

Guten Morgen Lothar!

Da bist du ja ein ehemaliger Kollege von mir! War auch Maler und Lackierer bevor Ich Physiotherapeut gelernt hab und unser Maler für die Praxis wenn mal wieder was gepinselt werden muß heißt übrigens auch Lothar😉!

So nun zu deinem Anliegen. Mich würde interessieren warum die Supraspinatussehne immer wieder gereizt ist. Da steckt oft ein sog. Impingmentsyndrom dahinter. Das bedeudet daß die Sehne zwischen Oberarmkopf und Schulterdach zu wenig platz hat und am Schulterdach scheuert.  Bei Tätigkeiten wo  man den Arm über 90 grad anhebt wird der Raum noch schmäler und die Pathologie verstärkt sich. Auch die Bicepssehne kann unter dem Schulterdach eingeklemmt sein.

Die Idee bei Übungen ist quasi, die Muskeln zu trainieren die den Schulterkopf oder das Schulterblatt in eine Position bringen wo der Raum vergrößert wird, gerade wenn es chronische Leiden sind ist es wichtig auch nach der Ursache zu schauen. Allerdings würde Ich Übungen nicht gleich am Anfang machen. Ich gehe davon aus daß du momentant noch Schmerzen hast. Solange hier ein Schmerzzustand besteht wäre es sinnvoller ersteinmal den Reizzustand zu behandeln und entlastende Maßnahmen. Jetzt muss man schauen ob die Schmerzen komment wegen dem Training oder sich deine Schmerzen die du sonst immer hast durch die Übungen provozieren. Sind es andere Schmerzen bei den Übungen dann können diese normal sein. Ein Muskeltraining kann durchaus auch Schmerzen im Muskel verursachen, das ist normal. Es dürfen nur nicht deine Schmerzen provoziert werden. Lassen Schmerzen nach einigen Trainingssätzen und Wiederholungen nach und werden nicht schlimmer dürfte es o.k sein. Aber erst sollte die Reizung manuell Behandelt werden. Erst wenn die Schmerzen etwas abgeklungen sind ist es an der Zeit auch Übungen durchzuführen. Ich lese hier raus daß wahrscheinlich ein Training der Ausenrotatoren gemeint ist. D.h. der Ellenbogen ist 90 grad angewinkelt neben dem Körper und du bewegst deinen Arm vor dem Bauch nach ausen in eine Ausenrotation. Das ganze geht am Seilzugapparat oder am besten als Übung zu hause mit dem Theraband. Das ist eine Sehr wichtige Übung.

 

P.s. da fällt mir ein wenn du die Ausenrotatoren trainierst und es zieht dir plötzlich richtung Arm, dann könnte sich in den Ausenrotatoren (liegen auf dem Schulterblatt) Triggerpunkte entwickelt haben die in den Arm ausstrahlen. Auch deshalb würde Ich Übungen erstmal sein lassen und erst die TP behandeln. Hier wird das Schulterblatt abgedrückt und wird so ein schmerzpunkt entdeckt mit einer Druckpunktbehandeln, Fingern oder am besten Holzstäbchen solange gedrückt bis der ausstrahlende Schmerz nachlässt.

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Gast
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  • Beiträge

    • bbgphysio
      Guten Morgen! Ein Schwindel der vom Gleichgewichtsorgan im Innen Ohr kommt, wo auch der Lageschwindel dazugehört geht eigentlich immer mit einem Drehschwindel einher. Dabei kann das Organ durch entzündungen direkt betroffen sein einschließlich seinem dazugehörigen nerv oder die sog. Bogengänge sind das Problem. D.h. kleine steinchen haben sich gelöst und schwimmen nun in diesen Röhrchen rum wo sie nicht hingehören. Flimmerhärchen werden gereizt was zu lageabhängigem Schwindel führt da  die Bogengänge Kopfbewegungen dem Gehirn regiestrieren. V.a. beim Hoch und runterschauen kommt es dann zu einem Drehschwindel. Das klinische Bild pass hier aber nicht rein.   Hast du schon einmal ein Kopf CT gemacht Matze? WEnn ja vielleicht hab Ich das überlesen Wenn hier alles in Ordnung ist dann Tippe Ich eher auf ein Problem der oberen HWS. Hattest Du schon einmal ein Schleudertrauma gehabt oder ähnliche Traumatas am Kopf? Die Symptome sind typisch für eine Irritation der Art.Vertebralis. Es kann sein daß dein Atlas (1.Halswirbel) verschoben ist, oft ist er nach vorne geglitten. Auch das Herzrasen spricht dafür daß es sich eher um eine Kompression von Nervenstrukturen handel. Das Herz wird unter anderem von der Brustwirbelsäule vegetativ versorgt, aber auch oben an der HWS durch eingeklemmte Wirbel kann es zu Beschwerden kommen
    • Gast Matze
      Hallo zusammen. ich leide seit ca. 6 Jahren an einem Problem das sich wie folgt äußert. Dauerhaftes Wirr Gefühl/Watte im Kopf/Kopfenge das Gefühl das sich im Kopf alles zusammen zieht  , in schlimmeren Fällen auch mit Schüben das bei mir sogar Herzrasen auslösen kann. Speziell beim Sport aber auch beim Einschlafen manchmal.    Bei mir fing es vor 6 Jahren damit an , als ich aus einer Wirtschaft herausgelaufen bin und plötzlich ein extrem komisches gefühl in meinem Kopf bemerkte . Es war nicht direkt ein Schwindel , eher so ich nenne es immer extremes Wirr Gefühl , Benommenheit Watte im Kopf. Das Gefühl wurde so stark das ich dachte gleich gehen die Lichter aus. Danach habe ich mich auf den Boden gesetzt und auf den RTW gewartet. Im KH wurden ein paar Tests gemacht , aber alles schien in Ordnung.   Ich habe eigentlich alles schon ausprobiert Ärtzlich gesehen. Schädel MRT + Hirnströmen messen + Elektronen an beinen und Kopf , dazu wurde das schnelle aufstehen getestet was mein Blutdruck sagt. (Alles war in Ordnung) HNO Lagerschwindel Test und ein weiterer Test mit Wasser in den Ohren. (Alles war in Ordnung) Lungenarzt Lungenfunktionstest durchgeführt . Lungenvolumen lag bei 130% also sehr gut. Lungen geröngt (Alles war in Ordnung) Augenarzt spezieller Test wo ich mit den Augen an einem Gerät folgen musste. Sehstärke überprüft (Alles war in Ordnung) Extrem viele Blutwerte Testen lassen gegen so ziemlich alles . (Alles war in Ordnung) Kardiologe Herzultraschall und 24/7EKG (Alles war in Ordnung) MRT von Halswirbelsäule (Alles war in Ordnung) Trotzdem mehrfach schon Physio gemacht , bringt alles nichts.   Bestimmt noch einiges mehr . Mir fällt es nur gerade nicht ein.   Jetzt bin ich auf eine Diagnose selbst gestoßen , die es meiner Meinung nach zu 95% beschreibt. Und zwar ist das "Funktioneller Schwindel, auch PPPD genannt".   "Funktioneller Schwindel, auch PPPD genannt". ------------------------------------------------------- Häufige Symptome im Kopf Benommenheit & Wattegefühl: Der Kopf fühlt sich oft benebelt, wie betrunken oder „wie in Watte gepackt“ an. Druck- oder Kappengefühl: Viele Betroffene berichten von einem Druckgefühl im Kopfbereich, das sich anfühlt wie eine zu enge Kappe oder ein Schraubstock. Visueller Schwindel: Die Beschwerden nehmen beim Betrachten von Mustern (z. B. Streifen) oder sich bewegenden Objekten zu. [1, 2, 3]"   Typische Auslöser PPPD entsteht oft nach einem akuten Schwindelereignis, wie etwa einem Lagerungsschwindel, entzündlichen Gleichgewichtsstörungen oder Panikattacken. Danach bleibt die Unsicherheit bestehen, selbst wenn die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist. [1, 2, 3, 4]   Typische Auslöser PPPD entsteht oft nach einem akuten Schwindelereignis, wie etwa einem Lagerungsschwindel, entzündlichen Gleichgewichtsstörungen oder Panikattacken. Danach bleibt die Unsicherheit bestehen, selbst wenn die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist. [1, 2, 3, 4]     Vorallem bei dem Punkt "Typische Auslöser"  Genau das war eingetroffen , und seit dem das passiert ist , lebe ich mit diesem schrecklichen Gefühl im Kopf. Es vaiert gibt besser und schlechtere Tage. Allerdings ist Watte Gefühl bzw benommenheitsgefühl immer da!   Ich wollte mir einfach mal eine weitere Meinung einholen. Ich bin echt schon am verzweifeln.   liebe Grüße Matze
    • Alex Inspire
      Hallo zusammen,   ich möchte gern eine fachliche Frage in die Runde geben: Welche physiotherapeutischen Ansätze haltet ihr bei Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) langfristig für sinnvoll?   Mich interessieren vor allem Erfahrungen zu Beweglichkeit, Dehnung, Atemphysiotherapie, Erhalt von Funktionen und der Frage, wo Therapie eher unterstützt und wo sie möglicherweise überfordert. Gerade bei einer fortschreitenden neurologischen Erkrankung finde ich spannend, wie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten hier den richtigen Rahmen einschätzen.   Ich beschäftige mich mit dem Thema auch auf meiner Website alexinspire.de und möchte dazu gern fundierte Perspektiven und Erfahrungen sammeln.   Danke euch. Alex

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