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Fragen zu diesem Therapieplan


Gast Markus

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Geschrieben

Hallo,

 

ich habe ab dieser Woche einen Patienten, der mir heute schonmal vorab seinen Therapieplan aus dem Entlassungsbericht zugemailt hat:

 

- Teilbelastung mit 20 kg Körpergewicht an Unterarmgehstützen für vier Wochen, danach gesteigerte axiale Gewichtsbelastung an Unterarmgehstützen schmerzgesteuert oder nach ärztlicher Anordnung für zwei bis vier Wochen

- Ruhigstellung des Kniegelenks in Extension und Flexion 0/0/0° für zwei Wochen. Danach 0/0/40° für zwei Wochen. Danach 0/0/90° für zwei Wochen.

- CPM-Schiene für sechs Wochen postop mit 0/0/60° für sechs Wochen. Beginn ab der dritten Woche postop. Danach 0/0/90° für zwei Wochen. Danach frei.

 

Die ersten beiden Punkte sind mir zumindest klar. Aber beim letzten Punkt hab ich irgendwie Verständnisprobleme. 

 

Er soll die Schiene für sechs Wochen postop bekommen!? Er soll aber erst ab der dritten Woche postop damit anfangen!? Und dann sechs Wochen 0/0/60°!? Und dann 0/0/90° für zwei Wochen!? Und dann zwei Wochen 0/0/90°!? Und dann frei!?

 

Aber dann hätte er die Schiene doch länger als sechs Wochen!?

 

Versteht ihr dad bitte?

 

Danke.

 

Grüße

 

 

 


Geschrieben

Hallo,

"Ruhigstellung des Kniegelenks in Extension und Flexion 0/0/0° für zwei Wochen. Danach 0/0/40° für zwei Wochen. Danach 0/0/90° für zwei Wochen."

bedeutet, dass das Knie 2 Wochen gar nicht bewegt werden darf. Dann befindet sich das Kniegelenk 2 Wochen in 40 Grad Flexion und nur dort. Es darf also nicht aktiv bewegt werden. Dann 2 Wochen in 90 Grad Flexion und nur dort. Es darf also nicht aktiv bewegt werden.

So verstehe ich es zumindest. Die passive Bewegung erhält der Patient durch die Motorschiene und durch Dich als Physio. Selbst aktiv bewegen erst nach 6 Wochen.

Oder wie sehen das die anderen Pros? 😉

LG

Geschrieben

Also Ich würde ehrlich gesagt bei Unsicherheiten immer direkt den Operateur anrufen. Der weis am besten Bescheid und man ist immer auf der sicheren Seite

Kommentare

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Gast
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  • Beiträge

    • gianni
      Es gibt verschiedene Theorien und Ansichten, wie sich eine Fehlfunktion der einzelnen Segmente C1, C2 und C3 auf die Augen auswirken, je nachdem mit welcher "Brille" das Problem betrachtet wird. Die Neurologen sagen: Das Auge wird vom 2. Hirnerven versorgt und hat nix mit der WS zu tun. Die Osteopathen: C1 (Atlas) wirkt sich auf die Augen aus. Die Chinesen (Akupunktur): Behandeln C2/3 und die Ohrpunkte (Bild oben). Ich: bin auch der Meinung, dass C2 und der Trigeminus-Nerv (Kiefer) etwas damit zu tun hat. Da der Trigeminus zwischen den beiden Nerven sitzt, das für die Augenbewegung verantwortlich ist. Wird durch das nächtliche pressen oder knirschen der Zähne dieser Kiefernerv gereizt, kann er die benachbarten Hirnnerven mit stimulieren.     I - N. olfactorius (Riechen) II - N. opticus (Sehen) III - N. oculomotorius (Augenbewegung) IV - N. trochlearis (Augenbewegung) V - N. trigeminus (Gesichtssensibilität, Kaumuskulatur) VI - N. abducens (Augenbewegung) usw...
    • Gast Marilu
      Hallo, vielen Dank für deine Antwort und das Kompliment.  Da ich meine Krankheitsphase mittlerweile so vielen Ärzten schildern musste, sprudelt sie wahrscheinlich schon wie ein Gedicht heraus.  Vielen Dank für diese Hinweise. Glücklicherweise konnte ich meinen Termin in der Physio Praxis so umändern, dass ich wieder eine osteopathische Behandlung erhalte. Ihre Kollegin hat auch ganz tolle Arbeit geleistet, darf wohl aber als Manualtherapeutin die ersten beiden Wirbel nicht manipulieren.  Mein Termin beim Orthopäden war leider ernüchternd. Da ich keine strukturellen Defizite habe per MRT Befund, sei das nicht seine Baustelle. Ich konnte ihn allerdings überreden mich wenigstens noch einmal händisch zu untersuchen. Er stellte fest, dass mein Kiefer nicht richtig arbeitet und empfahl mir eine Zahnschiene zur Nacht. Das sagte meine Therapeutin ebenfalls. Der Termin steht demnächst beim Zahnarzt an. Und ein Rezept für Physiotherapie konnte ich ihm auch noch aus dem Ärmel schütteln. Aber mehr nicht. Er ist überzeugt, dass die Ursache wo anders liegt. Auch die Sehproblematik sei nicht mit der HWS begründbar. Das habe ich auf mehreren Seiten im Internet allerdings bereits anders gelesen und auch meine Osteopathin sagte, dass ein Zusammenhang bestehen kann. Könnte es sein, dass auf Grund der hypertonen Kiefermuskulatur die Augenmuskulatur betroffen ist ? Das sitzt ja alles sehr eng beieinander. Oder wäre der Vagus Nerv auch eine mögliche Ursache für die Augenproblematik ? Sowohl Neurologe als auch Orthopäde finden diese Symptomatik unpassend zu einer HWS Problematik. Der Orthopäde möchte mich nach Abschluss meiner Therapie gerne wiedersehen allerdings nur, weil Zitat: "er es spannend findet ob es was gebracht hat".    Vielen Dank und einen schönen Tag! 
    • gianni
      Hallo Marilu, zunächst muss ich dir ein Kompliment machen, deine Art zu schreiben liest sich wie ein spannender Roman. So wie du uns deine Leidensgeschichte schilderst, gehe ich auch stark davon aus, dass der Übeltäter im hochzervikalen Bereich zu suchen ist. Die Symptomatik, wie Schwindel, Blutdruckschwankungen, Übelkeit, usw. spricht für sogenannte  vegetative Entgleisungen, das vom "Nervus Vagus" ausgelöst wird. Dieser Vagusnerv muss in irgendeiner Weise provoziert werden um diese Symptome auszulösen. Da du immer wieder berichtet hast, dass die Beschwerden meist in der Nacht oder am Morgen auftreten oder sich verstärken, wäre meine Vermutung, dass eine Bandinstabilität der Wirbel C1-C3 als Ursache möglich wäre. Lass das mal abklären. Am einfachsten von deiner Physio mit "Safetytest" (Sicherheitstests/Provokationstests zur Identifikation struktureller Instabilitäten der oberen HWS) oder über Funktionsaufnahmen im MRT oder Röntgen.    

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