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Muskelaufbau vs Kinesiotape


Gast Christiane

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Geschrieben

Moin,

erst mal ganz kurz zu mir:
ich hatte vor Jahren eine Knorpeltransplantation im rechten Knie und aus der Schonung resultierend einen immensen Muskelschwund.
Der Knorpel ist nun nach der OP auf dem MRT tatsächlich wieder erkennbar, Menisken- sowie der Bandapparat ist bei beiden Knien bestens.
Dennoch sind beide Gelenke nach Kräftigungsübungen schnell überbeansprucht, instabil, schmerzen auf der Innenseite und neigen zu Ergussbildung.
Somit werde ich in meinen Bemühungen, regelmäßig Kraft aufzubauen, immer wieder zurückgeworfen.

Ich habe mir nun vor einigen Tagen eine Kinesiotapeanlage auf beide Knie aufgelegt und habe nun wirklich das Gefühl, zwei neue Knie bekommen zu haben.
Das ist so ein tolles Gefühl, nach Jahren (!!!) einfach nur schmerzfrei zügig eine lange Strecke gehen zu können.
Ich muss mich direkt bremsen, nicht geich loszuspurten oder gar wieder auf den Tennisplatz zu gehen.

Mit dem Tape hoffe ich nun, wieder ohne Schmerzen regelmäßig Kraft aufbauen zu können.

Ich habe allerdings noch einige Bedenken und in dem Zusammenhang drei Fragen:

1. Sind diese Tapes bei Muskelaufbau förderlich oder ähnlich wie Bandagen kontraproduktiv, weil sie dem Muskel die ganze Arbeit abnehmen?

2. Sobald ich die Tapes abnehme, kehren Schmerzen und Instabilität wieder zurück. Ist das gut bzw. normal?

3. Am liebsten würde ich mir das Tape jede Woche neu kleben, habe aber Angst, dass sich alles darunter unbemerkt sogar verschlimmert. Was meint Ihr dazu - kann ich das Tape über einen längeren Zeitraum (Monate) tragen, ohne Einbußen zu haben? Oder sind auch mal Pausen sinnvoll, in denen die Knie wieder selbst "ran" müssen?

Ich habe große Angst, jetzt alle Hoffnung und Zeit in die Tapes zu stecken, scheinbar schmerzfrei zu trainieren - und an dem Tag, an dem ich die Tapes entferne, ist alles verkümmert und fällt in sich zusammen. (mal leicht übertreiben gesagt...)

 

Ich hoffe auf Eure Erfahrungen und Antworten!

 

Liebe Grüße,

Christiane

 


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  • Beiträge

    • Gast Marilu
      Hallo, vielen Dank für deine Antwort und das Kompliment.  Da ich meine Krankheitsphase mittlerweile so vielen Ärzten schildern musste, sprudelt sie wahrscheinlich schon wie ein Gedicht heraus.  Vielen Dank für diese Hinweise. Glücklicherweise konnte ich meinen Termin in der Physio Praxis so umändern, dass ich wieder eine osteopathische Behandlung erhalte. Ihre Kollegin hat auch ganz tolle Arbeit geleistet, darf wohl aber als Manualtherapeutin die ersten beiden Wirbel nicht manipulieren.  Mein Termin beim Orthopäden war leider ernüchternd. Da ich keine strukturellen Defizite habe per MRT Befund, sei das nicht seine Baustelle. Ich konnte ihn allerdings überreden mich wenigstens noch einmal händisch zu untersuchen. Er stellte fest, dass mein Kiefer nicht richtig arbeitet und empfahl mir eine Zahnschiene zur Nacht. Das sagte meine Therapeutin ebenfalls. Der Termin steht demnächst beim Zahnarzt an. Und ein Rezept für Physiotherapie konnte ich ihm auch noch aus dem Ärmel schütteln. Aber mehr nicht. Er ist überzeugt, dass die Ursache wo anders liegt. Auch die Sehproblematik sei nicht mit der HWS begründbar. Das habe ich auf mehreren Seiten im Internet allerdings bereits anders gelesen und auch meine Osteopathin sagte, dass ein Zusammenhang bestehen kann. Könnte es sein, dass auf Grund der hypertonen Kiefermuskulatur die Augenmuskulatur betroffen ist ? Das sitzt ja alles sehr eng beieinander. Oder wäre der Vagus Nerv auch eine mögliche Ursache für die Augenproblematik ? Sowohl Neurologe als auch Orthopäde finden diese Symptomatik unpassend zu einer HWS Problematik. Der Orthopäde möchte mich nach Abschluss meiner Therapie gerne wiedersehen allerdings nur, weil Zitat: "er es spannend findet ob es was gebracht hat".    Vielen Dank und einen schönen Tag! 
    • gianni
      Hallo Marilu, zunächst muss ich dir ein Kompliment machen, deine Art zu schreiben liest sich wie ein spannender Roman. So wie du uns deine Leidensgeschichte schilderst, gehe ich auch stark davon aus, dass der Übeltäter im hochzervikalen Bereich zu suchen ist. Die Symptomatik, wie Schwindel, Blutdruckschwankungen, Übelkeit, usw. spricht für sogenannte  vegetative Entgleisungen, das vom "Nervus Vagus" ausgelöst wird. Dieser Vagusnerv muss in irgendeiner Weise provoziert werden um diese Symptome auszulösen. Da du immer wieder berichtet hast, dass die Beschwerden meist in der Nacht oder am Morgen auftreten oder sich verstärken, wäre meine Vermutung, dass eine Bandinstabilität der Wirbel C1-C3 als Ursache möglich wäre. Lass das mal abklären. Am einfachsten von deiner Physio mit "Safetytest" (Sicherheitstests/Provokationstests zur Identifikation struktureller Instabilitäten der oberen HWS) oder über Funktionsaufnahmen im MRT oder Röntgen.    
    • oleroenne
      Liebe Kolleginnen und Kollegen, Ich forsche aktuell im Rahmen meiner Bachelorarbeit an der HSD Hochschule Döpfer in Köln zum Thema Telerehabilitation in der Physiotherapie. Dazu suche ich noch Teilnehmende an einer kurzen Umfrage (ca. 10-15min.). Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Umfrage ausfüllen könnten, und wenn möglich an andere Physiotherapeut*innen weiterleiten würden. Vielen Dank, Ole Rönne     Link: https://www.soscisurvey.de/telereha/

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