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Unerwartete Bewegung des Genicks - Kopfschmerzen


Gast Conny

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Geschrieben

Hallo ihr Lieben, 

Vielleicht kann mir hier jemand sagen, ob das normal ist oder ich mich vielleicht doch irgendwo hinwenden soll. 

Im Prinzip ist gar nicht viel passiert, es war einfach nur eine dumme Blödelei, ich hatte vor 2 Tagen einen Skihelm probiert, er saß ganz fest, da kam mein Freund von hinten und hat den Helm gepackt und ihn "gewackelt". Ich rechnete nicht mit der Bewegung, sodass das Genick locker war. Es lässt sich sehr schwer beschreiben, wie das genau war, vielleicht könnt ihr es euch trotzdem vorstellen. Es hat weh getan und ich war direkt sauer, weil es einfach total blöd war. Jedenfalls habe ich nun seitdem mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Das Genick kracht auch ab und an, aber störend ist das Kopfweh. Gestern war mir auch übel und der ganze obere Teil der Wirbelsäule hat weh getan. Heute ist es bisher eher nur Kopfweh, vom Nacken aufwärts über den Hinterkopf... Beim Kauen fühlt es sich an, als hätte ich Muskelkater. 

Nun meine Frage, kann das alles mit dem unbedachten rumruckeln zu tun haben? Es nervt mich gerade echt sehr und ich wäre dankbar für Infos, was und ob bei so einem "Unfall" wirklich passieren kann. 

Dankeschön ?


Geschrieben

Ojeh, da hast du dir vermutlich den Atlas verschoben.
Der Atlas ist der erste Wirbel auf dem der Kopf lastet. Beim Atlas kann es, genau wie bei den anderen Wirbeln, zu Fehlstellungen kommen. Da das Rückenmark direkt durch den Atlas verläuft, kann es je nach Schweregrad der Fehlstellung zu mehr oder weniger schweren Störungen kommen. Unter anderem deine beschriebenen Kopfschmerzen aber auch Kieferprobleme. Ist im Prinzip nicht schlimm, brauchst aber erfahrene Therapeuten, die dir das wieder in Ordnung bringen. Vorzugsweise Physiotherapeuten mit einer Zusatzausbildung in Manueller Therapie! Lass dir vom Arzt eine entsprechende Verordnung geben.

Viel Erfolg ?

Geschrieben

Vielen Dank für diesen Tipp :)

Bisher hoffe/hoffte ich ja, dass es besser wird (am besten von allein), aber ich weiß nicht, ob das was wird. 

Ich bin immer noch extremst müde, die Kopfschmerzen sind momentan zumeist einseitig, rechts, auf dem Rücken liegen geht zb gar nicht, da bekomme ich ärgste Schmerzen rechts im Bereich über/hinter dem Ohr im Kopf. Ansonsten meist im Schläfenbereich und hinter den Augen.. Ach, einfach immer wieder überall... ? 

Nun werde ich wohl doch morgen einmal zum Arzt gehen. ?

Dankeschön! 

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Gast
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  • Beiträge

    • gianni
      Es gibt verschiedene Theorien und Ansichten, wie sich eine Fehlfunktion der einzelnen Segmente C1, C2 und C3 auf die Augen auswirken, je nachdem mit welcher "Brille" das Problem betrachtet wird. Die Neurologen sagen: Das Auge wird vom 2. Hirnerven versorgt und hat nix mit der WS zu tun. Die Osteopathen: C1 (Atlas) wirkt sich auf die Augen aus. Die Chinesen (Akupunktur): Behandeln C2/3 und die Ohrpunkte (Bild oben). Ich: bin auch der Meinung, dass C2 und der Trigeminus-Nerv (Kiefer) etwas damit zu tun hat. Da der Trigeminus zwischen den beiden Nerven sitzt, das für die Augenbewegung verantwortlich ist. Wird durch das nächtliche pressen oder knirschen der Zähne dieser Kiefernerv gereizt, kann er die benachbarten Hirnnerven mit stimulieren.     I - N. olfactorius (Riechen) II - N. opticus (Sehen) III - N. oculomotorius (Augenbewegung) IV - N. trochlearis (Augenbewegung) V - N. trigeminus (Gesichtssensibilität, Kaumuskulatur) VI - N. abducens (Augenbewegung) usw...
    • Gast Marilu
      Hallo, vielen Dank für deine Antwort und das Kompliment.  Da ich meine Krankheitsphase mittlerweile so vielen Ärzten schildern musste, sprudelt sie wahrscheinlich schon wie ein Gedicht heraus.  Vielen Dank für diese Hinweise. Glücklicherweise konnte ich meinen Termin in der Physio Praxis so umändern, dass ich wieder eine osteopathische Behandlung erhalte. Ihre Kollegin hat auch ganz tolle Arbeit geleistet, darf wohl aber als Manualtherapeutin die ersten beiden Wirbel nicht manipulieren.  Mein Termin beim Orthopäden war leider ernüchternd. Da ich keine strukturellen Defizite habe per MRT Befund, sei das nicht seine Baustelle. Ich konnte ihn allerdings überreden mich wenigstens noch einmal händisch zu untersuchen. Er stellte fest, dass mein Kiefer nicht richtig arbeitet und empfahl mir eine Zahnschiene zur Nacht. Das sagte meine Therapeutin ebenfalls. Der Termin steht demnächst beim Zahnarzt an. Und ein Rezept für Physiotherapie konnte ich ihm auch noch aus dem Ärmel schütteln. Aber mehr nicht. Er ist überzeugt, dass die Ursache wo anders liegt. Auch die Sehproblematik sei nicht mit der HWS begründbar. Das habe ich auf mehreren Seiten im Internet allerdings bereits anders gelesen und auch meine Osteopathin sagte, dass ein Zusammenhang bestehen kann. Könnte es sein, dass auf Grund der hypertonen Kiefermuskulatur die Augenmuskulatur betroffen ist ? Das sitzt ja alles sehr eng beieinander. Oder wäre der Vagus Nerv auch eine mögliche Ursache für die Augenproblematik ? Sowohl Neurologe als auch Orthopäde finden diese Symptomatik unpassend zu einer HWS Problematik. Der Orthopäde möchte mich nach Abschluss meiner Therapie gerne wiedersehen allerdings nur, weil Zitat: "er es spannend findet ob es was gebracht hat".    Vielen Dank und einen schönen Tag! 
    • gianni
      Hallo Marilu, zunächst muss ich dir ein Kompliment machen, deine Art zu schreiben liest sich wie ein spannender Roman. So wie du uns deine Leidensgeschichte schilderst, gehe ich auch stark davon aus, dass der Übeltäter im hochzervikalen Bereich zu suchen ist. Die Symptomatik, wie Schwindel, Blutdruckschwankungen, Übelkeit, usw. spricht für sogenannte  vegetative Entgleisungen, das vom "Nervus Vagus" ausgelöst wird. Dieser Vagusnerv muss in irgendeiner Weise provoziert werden um diese Symptome auszulösen. Da du immer wieder berichtet hast, dass die Beschwerden meist in der Nacht oder am Morgen auftreten oder sich verstärken, wäre meine Vermutung, dass eine Bandinstabilität der Wirbel C1-C3 als Ursache möglich wäre. Lass das mal abklären. Am einfachsten von deiner Physio mit "Safetytest" (Sicherheitstests/Provokationstests zur Identifikation struktureller Instabilitäten der oberen HWS) oder über Funktionsaufnahmen im MRT oder Röntgen.    

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