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Nach Weglassen Einlagen Schutzkontraktionen (Schmerzen: Fuß. Knie. unterer Rücken)


Gast RarkusMuehl

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Geschrieben

Guten Tag,

ich habe Senk-Spreizfüße und etwa  6 Jahre Einlagen (bin 29) getragen. Nun hatte ich mit den letzten ziemliche Probleme und ein wenig darüber gelesen. Vor

allem, dass oft geraten wird, keine zu tragen. Nun habe ich das ausprobiert und kurz darauf Probleme bekommen. D.h., Schmerzen im Fuß, Knie, ISG(?). Das hängt

wohl damit zusammen, dass der Körper sämtliche Muskeln verspannt. Die Probleme treten auch nur einseitig (links) auf. Ich habe dann angefangen zu dehnen. 

Fuß: Plantarsehne

Unterschenkel: Soleus, Gastrocnemius,

Oberschenkel: Biceps Femores, Quadrizeps, Gluteus, Piriformis

Hüfte: Iliacus, Ilipsoas

 

Die Beschwerden im Knie und Fuß sind weggegangen. Allerdings habe ich noch Probleme mit dem ISG, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich das ISG ist. Den genauen Punkt habe ich einmal markiert.

33lmqul9.jpg
 
Ich war bei einem Orthopäden. Der meinte es sein ISG Blockade und hat manipuliert. Dazu gabs Ortoton und IBU 600. Habe beide Packungen aufgefuttert. Hat nichts geholfen.
 
Dann war ich bei einem Osteopathen. Der meinte, es läge am Hüftbeuger links. Hatte 3 Behandlungen und es hat auch noch nicht wirklich geholfen. Er hat das ISG auch mehrfach heftig eingerenkt, was nichts geändert. Es ist auch frei, meint er. Seiner Meinung nach lässt sich das linke Bein nicht so weit "rausziehen" wie das rechte und das sei der Grund. Was mir auffällt, ist, dass mein Becken im Spiegel leicht schief ist. Ich habe aber keine Ahnung, an welche Muskeln ich muss.
 
Die Beschwerden treten vor allem auf, wenn ich mich nach vor beuge. Es zieht dann in der linken Seite im Bereich des unteren Rückens. Sport kann ich problems ohne Beschwerden machen. Selbst Rückentraining mit schwerem Kreuzheben oder auch Kniebeugen gehen problemlos. Auch joggen (ich laufe barfuss) geht beschwerdefrei.
Schlimmer wirds, wenn ich lange sitze oder einfach nur längere Strecken gehe.

 


Geschrieben

Was mir noch aufgefallen ist: Wenn ich meinen Oberkörper im Stehen nach links kippe, habe ich keiner Probleme. Kippe ich nach rechts, merke ich schon nach kurzem Weg einen starken Zug.

Geschrieben

Hallo Markus,
die Stelle, die du da zeigst hat weniger mit dem ISG zu tun als mit dem Übergang der LWS von L5 auf S1.
Hier ein Schaubild:

 

das sind so zusagen, die letzten Facettengelgenke der Wirbelsäule. Diese Gelenke werden stark beeinflusst von der Stellung des ISGs aber auch von der Stellung der unteren LWS. Wird die Fehlstellung der darüber liegenden Wirbeln nicht korrigiert, bleibt die L5-S1 Facette stur und schmerzt weiter. Ich nehme an du wurdest liegend in Seiten- und/oder Rückenlage manipuliert?

Die andere These, was ich mir auch vorstellen könnte, ist eine aufsteigende Störung durch deinen Knick/Senkfuß über die Gelenkkette.
Es kann zwar sein, dass du durch deine Dehnungen die Muskelschmerzen in den Griff bekommen hast, die Fuß-Fehlstellung aber bleibt und beeinflusst deinen Illiosakralen Bereich weiterhin. Mann kann das Problem immer wieder manipulieren, wenn die Ursache nicht beseitigt wird, wirst du nie Ruhe bekommen!

Geschrieben

Genau, der Orthopäde hat in Seitenlage ein paar Stöße gegen das ISG gesetzt. Der Osteopath hat in Seitenlage, wo ein Bein auf die rechte Seite sehr dieses Bein nach unten gedrückt. Es hat zumindest sehr laut geknackt.

 

Was könnte man denn tun, um diese LWS Fehlstellung zu korrigeren? Der Osteopath meinte, dass der nicht glaubt, dass die Probleme von dem Fuß kommen, da viel Fehlstellung dafür eigentlich zu gerin wäre.

Geschrieben

...das hab ich mir schon fast gedacht. Aber wie du ja schon selber beschrieben hast, sobald du die Einlage weg gelassen hast, kam die (Schutz)Reaktion. Das kommt nicht von ungefähr. Es muss nicht eine große Fehlstellung vorhanden sein um Störungen im System auszulösen. Es reicht oft eine kleine Ursache um große Schmerzen zu haben. Jeder reagiert anders. Bei den Einlagen ist folgendes zu beachten: Ich habe es hier im Forum schon öfter erwähnt, Einlagen sind auch nicht gleich Einlagen. Die Standardeinlagen, die der Orthopäde verschreibt, sind nicht für jeden geeignet, da sie mit der Pelotte im Mittelfußbereich auf den Vorfuß zielen (Spreizfuß) und nicht auf den Rückfuß (Knick-Senkfuß). Das aber ist genau das Problem, das die Fehlstatik verursacht. HIER siehst du was ich meine.
Es gibt so genannte Vakuum-Einlagen, die nicht mit Abdruck am belastetem Fuß geformt werden, sondern im sitzen am unbelastetem Fuß. Diese Einlagen stützen die Ferse und das Längsgewölbe. Du musst danach googeln. Jurtin- oder FMV-Einlagen.

Das andere Problem ist, dass durch die "Rotationsmanipulation" dieser fehlgestellte Wirbel oft nicht zurechtgerückt werden kann. Hier empfiehlt es sich eher den blockierten Wirbel im stehen zu lösen. Da die Wirbelgelenke in den unteren segmenten wie Blumentöpfe ineinander stehen. Wenn du dir das Bild oben nochmal anschaust, siehst du vielleicht was ich meine. V-Förmig! Früher hatten man die Patienten sogar unter den Achseln aufgehangen und der Arzt hat dann am Becken gezogen um den Wirbel zu lösen.
 

Geschrieben

ja, ich habe  normale Einlagen mit Pelotte und Pronationskeil. Schön wäre natürlich, langfristig wieder ohne Einlagen auszukommen. Damals habe ich sie wegen eines Tiabalis Posterior Syndroms beim Joggen bekommen. Heute jogge ich barfuß und habe keine Probleme dabei (auch nicht im Rücken).

 

Sollte ich meinen Osteopathen auf dieses Wirbelproblem ansprechen oder können hier im Forum Empfehlungen für Therapeuten ausgeprochen werden? (oder veströßt das gegen Regeln? bin ja neu hier). Ich zahle für den Osteopathen privat. Geld ist zwar nicht meine Hauptsorge, aber ich will auch nichts verschwenden.

Geschrieben

Was ich mir vorstellen könnte, wenn du solange mit Einlagen gelaufen bist - ist dein Fußgewölbe atrophiert/abgebaut.
Solltest mal ein paar Fußübungen machen, ich mag z.B. wenn du deine Zehen versuchst außeinander zu spreizen
Das kannst du kombinieren indem du versuchst mit den Zehen etwas aufzuheben bsp ein Handtuch und es zusammen zu falten.
Dadurch kräftigst du die beiden Gewölbe - wenn du es im Stand machst, sorgst du gleichzeitig für eine erhöhte Stabilität vorallem im Sprunggelenk.
Wenn beim Haus das Fundament schlecht ist, steht auch alles schief und krumm.
Dadurch, dass du barfuß joggst - könntest dir damit auch einen Gefallen getan haben und das den Fuß kräftig gehalten haben.
Da würde mich dann dein Laufstil interessieren - wenn du da was geändert hast, ändert sich auch die Kraftauswirkung auf den gesamten Körper der die "Stöße" abfangen muss.
Was eben zu den Knien und zur LWS ziehen kann und dort Probleme verursacht.

Geschrieben

Das ist meine Rede Jan,
du liest schon wieder meine Gedanken :D Ich hätte das jetzt auch empfohlen, dass man auf Dauer mit Fußübungen das Gewölbe und den Knickfuß entgegen wirkt. Allerdings würde ich diese typischen Schulübungen mit dem Handtuch weglassen. Das Käftigt nich das Gewölbe, sondern fördert eher den Krallenzeh! Die Zehen krallen automatisch beim gehen! Man sieht es am Besten wenn man einen Schlappen an hat. Wenn du zügig gehst und dabei deine Füße filmst, siehst du genau wie der Fuß den Schlappen fest krallt, sonst würde er wegfliegen. Hier wären Übungen wie der "Kurze Fuß nach Janda" oder Auf den Zehen stehen aber Kleinzehwärts, vorteilhafter um den Tibialis Posterior zu stärken. Denn der ist das Hauptverursacher des Knickfußes!
Die Einlage sollte nur so lange getragen werden, bis die Symptome verschwunden sind. Und dann vielleicht nicht von heute auf morgen mit dem tragen aufhören sondern stundenweise. Vormittag und Nachmittag jew. eine Stunde tragen. Das macht man eine Woche lang und dann immer weniger.
 

Geschrieben

Mein Laufstil hat sich vom Fersenlaufstil mehr in Richtung Mittel-/Vorfuß verändert. Allerdings habe ich, wie gesagt, kein Beschwerden beim oder nach dem Laufen. Liegt wahrscheinlich daran, dass Laufen eher eine Aneinanderreihung von Einbeinständen ist. Dafür machen mir Gehen und Sitzen Probleme.

Den kurzen Fuß nach Janda kenne ich. Ich kann dann den Fuß auch aktiv verspannen. Was mir auffällt ist, dass mein linker Fuß deutlich flexibler als mein rechter ist und dass ich mit der Großzehe nicht so viel Kraft auf den Boden ausüben kann. Denke, dass hier ein Problem mit flexor hallucis longus und brevis vorliegt. Weiß aber nicht, was ich machen soll. Durch den Spreizfuß eine wenn auch minimale hallux Stellung.

3dc59ku4.jpg

Ich habe mir deshalb die correct toes Zehenspreizer gekauft, die ich barfuß und Barfußschuhen trage.

 

Dass ich mehr für die Füße tun sollte, stimmt auf jeden Fall. Da kann man eigentlich nie genug machen. Was könnte ich denn kurzfristig zur Linderung des Problems mit dem unteren Rücken tun?

Geschrieben

Naja, aus der Vogelperspektive ist dein Längsgewölbe schwer zu erkennen. Ich sehe zwar links deinen Spreizfuß und der rechte ist stark supiniert (ist das absicht oder ist der so?) Sei mir nicht böse, aber ich erkenne werder einen Hallux noch einen Grund für Zehenspreizer.
Man sollte es nicht übertreiben mit der korrekten Fußform, das kann auch nach hinten los gehen. Es gibt nämlich echte Fußprobleme und solche, die man sich auch einbilden kann.:D Gut, man müsste deine Füße in die Hand nehmen und mal druch testen, aber von hier aus sehe ich momentan nicht mal einen Grund für Einlagen. Ich würde sagen, mach deine Übungen weiter (präventiv). Für deinen Rücken müsstest du jemanden finden, der dich nochmal in die Mangel nimmt. Da gibt es auch Unterschiede von Therapeut zu Therapeut, vielleicht findest du mal den richtigen! Aus welcher Ecke bist du denn?
 

Geschrieben (bearbeitet)

Ja, der rechte Fuß ist deutlich stabiler als der Linke. Wenn ich gegen den Großzehenballen drücke, bewegt sich dort nichts. Am linken Fuß ist das Ganze recht flexibel. Ob ich wirklich Einlagen brauche oder nicht, weiß ich auch nicht genau. Der Osteopath/Physiotherapeut, bei dem ich war, meinte eigentlich nicht. Auch ein Orthopäde, mit dem ich mal gesprochen habe, sagte,  der Senkfuß sei eigentlich minimal. Aber jeder Orthopäde meint da was anderes.

Auf den Bildern der Fuß einmal locker und einmal mit verspannten medialen Gewölbe.

Ich komme aus Hamburg. Falls da jemand einen Tipp hat, bin ich da sehr dankbar.

 

 

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bearbeitet von RarkusMuehl
Geschrieben

Das sieht eigentlich ganz OK aus, finde ich. Je mehr du mit Einlagen stützt, um so mehr gewöhnen sich deine Muskeln daran und machen Urlaub. Es gibt aber Einlagen, die den Fuß nicht passiv stützen, sondern unterstützen die aktivität der Fuß Muskulatur.
In Hamburg kenne ich den Dr. Fuchs sehr gut. Der müsste dir eigentlich helfen können. Sagst einen schön Gruß von mir...

Geschrieben

Danke für den Tipp. Dem Kollegen scheint es nicht so gut zu gehen:

"Wegen einer dringenden operativen Behandlung von mir, muss meine Praxis ab sofort für unbestimmte Zeit geschlossen bleiben.

Ich hoffe ab dem Herbst 2018, meine Arbeit mit eingeschränkten Arbeitszeiten wieder aufnehmen zu können."

 

 

Geschrieben

Ohjeh, was ist da los. Hoffentlich nichts schlimmes.
Du kannst aber mal deine Füße beim Stefan Paulig in Ahrensburg vorstellen. Der hat Ahnung und würde genau diese aktiven FMV-Einlagen machen. Den kenne ich von den Fortbildungen. Und der wiederum ist mit dem Dr. Fuchs gut bekannt....

Geschrieben

Dort werde ich mal hinfahren. Kannst du mehr zu dieser FMV Einlage sagen? Es heißt, die Fußmuskulatur wird aufebaut. Heißt das, nach einiger Zeit kann ich dann wieder ohne Einlagen gehen?

Geschrieben

...könnte ein Mineralmangel sein. Trinkst du recht viel Alkohol oder schwitzt du übermäßig? Damit werden nämlich Elektrolyte aus dem Körper geschwämmt und du hast einen Magnesium- oder Kalium - Mangel. Dadurch kommt es zu neuro-muskuläre Zuckungen oder Krämpfe. Versuche mal mit einem Kombipräparat z.B. von Hexal (MagiumK Forte) oder Ähnlichem deine Mineralhaushalt wieder aufzufüllen. Schau mal HIER...

  • 6 months later...
Geschrieben

Nach dem  ich noch einige Therapeuten durch hatte, war ich zuletzt bei einem so genannten Chiropraktor, der sich auf Füße spezialisiert hat. Nach 3 Behandlungen waren die Beschwerden weg. Inzwischen haben sich die Füße vollständig normalisiert, sodass ich ohne Einlagen auskomme.

Geschrieben

Na bitte, geht doch!
Ich weiß, es ist oft nicht einfach an die richtigen Leute zu kommen, die der Sache auf den Grund gehen können. Ich bin mir aber sicher,
Dr. Fuchs hätte dir auch geholfen. Drum heißt er mit Spitznamen "Chirofuchs" xD

Alles Gute und bleib am Ball mit deinen Füßen ?

Geschrieben

Hallo RarkusMuehl,

wo genau warst du denn zuletzt in Behandlung?
Ich brauche auch Hilfe und wohne wie du in Hamburg.
Schönen Abend
Bibo

Geschrieben

Hallo Bibo!

 

Ich war hier: Chiropraktier Haus - Kraepelinweg 22a
22081 Hamburg

Probier es aus! Ich hoffe, dir kann dort auch geholfen werden.

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    • japanworm
      Danke für die Rückmeldung. Ja, es ist auch ein Plattfuß, der da mit reinspielt. Ich versuche jetzt gezielt die Beinmuskulatur aufzubauen. Die Kniescheiben sind tatsächlich beide zu beweglich.   Mir wurde jetzt von mehreren Stellen zu Einlagen geraten, um wenigstens eins der mechanischen Probleme sofort in den Griff zu bekommen. Natürlich möchte ich trotzdem Übungen mit dem Fußbett machen. Da hatte der Pyhsio auch bei beiden Füßen einen Triggerpunkt gezeigt, der seh wehtut....   Ich hoffe, dass das dann wirklich was bringt.
    • gianni
      ...das wäre auch meine Vermutung. Was hast du bisher schon unternommen, bzw. welche Behandlungen wurden schon ausprobiert? Hast du für deine Beinlängendifferenz schon mal einen Fersenkeil/Schuherhöhung bekommen?
    • japanworm
      Hallo, ich bin weiblich, Mitte 40 (Perimenopause), schlank, sportlich. Mein Sport ist Tanzen und Wandern. Ich hab Knieprobleme, weshalb ich eigentlich in physiotherapeutischer Behandlung bin. Beide Knorpel sind so gut wie weg weil mechanisch einiges schief läuft und das den Knorpel über die Jahrzehnte weggerieben hat (Patella alta, Plattfuß). Entsprechend jetzt die Beinmuskulatur aufgebaut, Einlagen für den Plattfuß, Beinachse korrigieren usw.   In diesem Zuge war ich dann auch zum 1. Mal im Fitnessstudio an diversen Maschinen u.a. Beinpresse und Adduktoren-Maschine. Am nächsten Tag entsprechend Muskelkater und Pause. Am Tag darauf dann 2h getanzt, kein Problem. Dann bin ich in die Hocke gegangen, um von der Tanzgruppe ein Video zu machen. Da verweilte ich für ca. 2-3 Minuten. Dann bin ich aufgestanden, auch alles gut. Als ich dann weitergelaufen bin hab ich plötzlich einen stechenden Schmerz in der rechten Wade gemerkt (hatte auf dem linken Knie eine Kniebandage und meine Muskulatur war natürlich sehr ermüdet aufgrund der Vorgeschichte).    Also RICE-Methode, viel Schonung, dosierte Reize (Beinkreisen, Fußpumpen usw.).  Es gab keine tastbaren Veränderungen, Verhärtungen, kein Hämatom. Es war ein unangenehmes Zwicken, Ziehen bis hin zu leichten Schmerzen (max. 3). Keine Funktionseinschränkungen, aber Humpeln wegen Schmervermeidung. Am Tag nach der Verletzung war ich bei der Physio, die hat sich das mal angeschaut und meinte, da man nichts sieht wird es wohl kein Muskelfasterriss sein und hat mir nur ein paar Knieübungen gezeigt, die ich wadenschonend zuhause machen kann.   Tag 7 und ich konnte einen Mini-Spaziergang nahezu schmerzfrei machen. Ich konnte auch schon vorsichtig beidseitiges Wadenheben machen.   Tag 8: nächster Physiotermin. War etwas überrascht ob der langsamen Heilung. Ist dann in die Wade tief rein, hat das alles bearbeitet, hat sehr weh getan (wohl gemerkt die gesunde Wade auch, aber weniger weh getan). Danach noch 10 Min. an der Elektromaschine gehangen.  Ich hab danach gespürt, dass da was in der rechten Wade arbeite, die linke Wade hat sich ganz normal angefühlt obwohl sie auch bearbeitet wurde.   Tag 9: heute hab ich Spannung selbst in Ruhe und einen Ziehen / Zwicken bzw. leichter Schmerz wenn ich versuche zu Gehen und zwar ab dem 1. Schritt so dass ich wieder ins Humpeln verfalle. Physio meinte gestern zu mir: bis in ein paar Tagen wenn der nächste Termin ist Bein hochlegen und Ruhe reinbringen ... ich dachte mir noch: what? Ich kann endlich wieder 1000+ Schritte schmerzfrei gehen und ich hab jetzt lange genug geschont, ich will mal einen 10-minütigen Spaziergang machen! Aber jetzt verstehe ich, warum sie das gesagt hat ....   Es ist aber mental schwierig. Ich hab Angst, dass jetzt was "kaputt" gemacht wurde. Allerdings tut nicht die Stelle weh, die davor wehgetan hat ... ist das ein gutes Zeiche? Wie soll ich mich weiter verhalten?   Ab wann kann ich wieder milde Bewegung reinbringen und Reize setzen? Ich hätte eigentlich in 12-15 Tagen wieder fit sein müssen für ein Tanzevent, das fühlt sich aber jeden Tag unrealistischer an.   Ich möchte die Heilung auch nicht durch zu viel Schonung sabotieren. Für mich ist jetzt der erste Schritt: wie werde ich wieder alltagstauglich, dass ich schmerzfrei laufen kann? (Ich wohne im 4. Stock ohne Aufzug also muss ich mich da rauf- und runterschleppen wenn ich Einkaufen gehen muss usw.). Und ab wann kann ich vorsichtig wieder anfangen die ersten Tanzschritte zu machen? Ich muss die Wade ja an die Bewegungen gewöhnen.   Dass es noch ne Weile dauern wird bis ich wieder Wandern gehen kann (mache normalerweise 600-1000hm) ist mir schon klar, darauf liegt gerade nicht der Fokus. Der Fokus liegt auf a) schmerzfreie Alltagsbewältigung und b) tanzfit.   Am schwierigsten ist es momentan mental nicht durchzudrehen, v.a. weil es sich so anfühlt als wäre ich durch die Physiobehandlung wieder zu Tag 0 zurückgekehrt...   Ich möchte in 2 Tagen nicht, dass der Physio nochmal die Muskeln angeht... vermutlich hat sich die Wade bis dahin eh noch nicht wieder von den starken Reizen erholt.   Vielen Dank für euer Feedback. 

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