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O-Beine was ist richtig?


Gast Jan

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Geschrieben

Hi Zusammen,

ich würde gerne mal das Thema O-Beine diskutieren. Die Informationen im Internet sind mir einfach zu kontrovers.

Der eine Therapheut sagt auf Grund von zu stark angespannter Innenseite der Oberschenkel entsteht das Problem. Typisch z.b. für Fußballer. Man muss die Oberschenkel Außenseite trainieren und die Innenseite dehnen. (klingt logisch, außerdem habe ich lange Fussball gespielt).

Der andere Therapheut sagt auf Grund von breitbeinigem und auf den Außenkanten des Fusses häufigen Sitzens verkürzt sich die Aussenseite der Oberschenkel. Man muss die Aussenseitedehnen und die Innenseite trainieren (klingt logisch, außerdem fällt mir das breitbeinge Sitzen bei mir oft auf).

Verwirrend dazu vor allem Im Internet widersprüchige Literatur und auch Youtube Videos. Wie kann es zu solchen DIfferenzen kommen? Was ist jetzt richtig?

 

Gruss Jan


Geschrieben

Eigentlich sind beide Aussagen richtig. Hier ist es dann die Aufgabe vom Physio, durch einen genauen Befund, die Ursache der Fehlstellungen zu lokalisieren. Es gibt verschiedene Tests dazu um die genaue Muskelverkürzung zu entlarven.
Meiner Meinung nach ist aber nicht immer die Muskulatur an der X- oder O-Beinstellung schuld. In der Fachsprache nennen wir das Genu Varum und Genu Valgum. Das bedeutet, dass die Fehlstellung vom Knie aus geht, Sprich, der Winkel des Kniegelenkes ist nicht im physiologischem Winkel. Ergo - Die Muskulatur passt sich der entsprechenden Fehlstellung an und verkürzt. In der Regel werden solche Fehlstellungen zunächst, bei einer O-Beinstellung (Varum) versucht über eine Einlage, den Außenrand zu erhöhen um einen drohenden Knorpelschaden an der Knie- Innenseite zu vermeiden. Da sich der Gelenkspalt erheblich verschmälert. Sollte das auf Dauer nicht den erwünschten Erfolg bringen, und es hat sich bereits ein Knorpelschaden eingestellt, wird mir einer Umstellungs-osteotomie der Winkel operativ verändert.
Es gibt verschiedene Ursachen für Beinachsenfehlstellungen. Der Mensch kommt für gewöhnlich mit einer angeborenen Varusstellung auf die Welt, diese verändert sich im Laufe der Jugend zu einer Valgusstellung, welche sich nach dem Auswachsen zu einer geraden Achse normalisiert. Bei manchen Menschen wachsen die Knochen jedoch nicht gleichmäßig oder zu schnell, so dass die Muskeln nicht nach kommen, wodurch eine bleibende Beinachsenfehlstellung sich herauskristallisiert.
Ähnliches kann man auch am Rücken beobachten. Die Knochen wachsen zu schnell, die Muskeln kommen nicht nach und schon habe ich einen so genannten Rundrücken. Kann man viel bei Jugendlichen beobachten.

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Gast
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  • Beiträge

    • Gast Daggi
      Hallo, ich habe vor 27 Tagen Botox nach dem PREEMPT-Schema wegen chronischer Migräne bekommen (195 Einheiten). Seit ungefähr Tag 13–14 habe ich deutliche Beschwerden im Hals-/Nackenbereich entwickelt.   Symptome: starke Steifigkeit/Zuggefühl im Nacken und oberen Rücken Schmerzen/Druckgefühl Überlastung führt oft zu deutlicher Verschlechterung („Blockade“/Schutzspannung) ich muss viel liegen und den Kopf anlehnen/stützen   Wichtig: keine Schluckstörungen keine Atemnot keine echte Kopfhalteschwäche mit Nach-vorne-Fallen des Kopfes   Ich versuche aktuell Pacing: kleine Wege in der Wohnung kurze Aktivitätseinheiten dazwischen viel Entlastung keine aggressiven Übungen Meine Frage: Kann man so eine Botox-assoziierte Nackenproblematik vorsichtig zuhause selbst angehen, ohne direkte Physiotherapie vor Ort? Welche Bewegungen oder Übungen wären typischerweise sinnvoll, ohne die Schutzspannung weiter zu provozieren? Ich habe Sorge, dass zu aggressive Physiotherapie mich eher verschlechtert.   danke
    • Gast Marilu
      Ganz lieben Dank für die Ratschläge und die ausführliche Erklärungen. Das hilft mir weiter und beruhigt mich mit der Therapie auf dem richtigen Weg zu sein!    Alles Gute dir! 
    • bbgphysio
      Guten Morgen, Ich hab nicht alles detailiert gelesen. Aber nur mal vorweg. Ein stich in der Muskulatur ist eigentlich fast immer ein Muskelfaserriss. Das heimtückische ist daß man bei normalen und kontrollierten Bewegungen keinen Schmerz verspürt. Dann denktk man, super Ich kann wieder Sport machen und plötzlich gibts wieder einen Stich. Leider musst du Geduld haben auch wenn es schwer fällt.Ich habe Breakdance gemacht und hatte das selbe Problem. Holte mir einen Muskelfaserriss der Hamstrings. Ein Muskelfaserriss dauert leider i.d.R. 2-3 Monate. Man kann aber trotzdem übungen machen angepasst an die Heilungsphase. Eleektrotherapie zur Unterstützung ist aufjedenfall gut. Ich weis das ist lästig. Aber  es muss heilen und um so länger da den muskel nicht überstrapazierst desto besser. Übungen ja auch mit leichter kräftigung später dann mit mehr intensität aber immer angepasst. 

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