Jump to content

Patientin fallen gelassen


vanitas

Recommended Posts

Geschrieben

Hallo

ich schreibe hier wegen einem Thema was mir einfach keine Ruhe lässt. Ich fahre 3 mal wöchentlich in ein Pflegeheim und habe dort mehrere Patienten. Gestern passierte mir dann ein Unglück...

Ich wollte meine eine Schlaganfall Patientin wieder von Rollstuhl in Stuhl setzen (wollten die Schwestern so)

Ich helfe ihr also mitn hinstellen und halte sie am rechten Arm fest...ich wollte mir den Stuhl ranholen und in dem Moment ist sie zur Seite gekippt und aufn Boden gefallen....

Das ging so schnell ich konnte gar nicht richtig reagieren....sie ist auch nicht grad schmal gebaut und nicht gerade leicht...

Sie hat sich wohl nix weiter getan aber ich fühle mich so unendlich mies dabei...vorallem weil die Schwestern einen gleich angegiftet haben...

Ich habe nur das Bild vor Augen wie sie fällt, habe die letzte Nacht auch kaum geschlafen. Ich schäme mich so dermaßen dafür...ich trau mich gar nicht mehr dahin...

Ich weis auch gar nicht wie es jetzt weiter geht....

Ich bin nicht mehr in der Ausbildung habe aber auch noch nicht mal ein ganzes Jahr Berufserfahrung...

 


Geschrieben

Kennst du Lernen durch Reflektion?

Solche Ereignisse (Fehler) bleiben vor allem anfangs in einer Karriere nicht aus - meist basieren sie darauf, dass man keinen detaillierten Befund und Analyse gemacht hat, der einem dabei hilft, den Patienten genau dort zu unterstuetzen wo es noetig ist. Dadurch erkennt man oft Risikozeichen nicht fruehzeitig genug.

Und dann sind da einfach noch unvorhersehbare Unfaelle.

Ich nehme an, du hast dich bei der Patientin und ihrer Familie entschuldigt und das mit der Heimleitung durchgesprochen.

Was bleibt ist Lernen durch Reflektion - nimm dir Blatt und Papier und schreib genau auf, was passiert ist, wie du dich dabei gefuehlt hast, analysiere warum es passiert ist und notiere Schritte, die du in Zukunft unternehmen kannst, damit dies moeglichst nicht wieder passiert.

Mit wem besprichst du dich sonst? Hast du regelmaessige Supervision?

Wenn man einen Fehler gemacht hat, ist das wichigste, dass man ihn eingesteht und daraus lernt. Und wenn du das den anderen zeigst, dann akzeptieren sie auch so wie du bist.

Viel Erfolg,

Anna

Geschrieben

Klar habe ich mich entschuldigt, auch wenn die Schwestern mich quasi weggescheucht haben...

Die Familie sehe ich leider so gut wie nie. Bin immer nur 2 Stunden im Pflegeheim jeweils 2 mal die Woche. Und allgemein scheint die Familie dort nicht so oft zu kommen.

Auf jeden Fall vielen Dank ich schreibe mir das wirklich mal auf und naja...muss da jetzt nen Haken dran machen. 

Besprechen kann ich mich mit dem Pflegeheim nur mit meiner Kollegin die schon 10 Jahre da ist. An Schwestern und Heimleitung kommt man auch nie ran und selbst wenn gibts da nur blöde Kommentare. Wirklich was medizinisches kann man mit denen auch nicht besprechen...die gucken mich dann immer nur völlig verpeilt an.

Das Heim hat bei uns in der Gegend allgemein keinen guten Ruf

  • 2 months later...
Geschrieben

annajules Tipps finde ich gut und richtig. 

An deiner Stelle würde ich darüber nachdenken nächstes Mal vielleicht Blumen mitzubringen. Und von den Schwestern nicht wegscheuchen lassen, auch wenn es schwer fällt, gerade in so einem Moment. Versuch es selbst noch einmal anzusprechen bei den Schwestern, zeig ihnen deutlich, dass es dir leid tut, vor allem aber, dass du aus deinem Fehler gelernt hast und genau weißt, wie du es besser machen kannst. 

Ansonsten gilt: Fehler passieren. Ist ärgerlich, mach das Beste daraus, in dem du die richtigen Schlüsse ziehst. 

Kommentare

You are posting as a guest. Wenn du bereits einen Account hast kannst du dich hier anmelden.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Restore formatting

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.



  • Beiträge

    • oleroenne
      Liebe Kolleginnen und Kollegen, Ich forsche aktuell im Rahmen meiner Bachelorarbeit an der HSD Hochschule Döpfer in Köln zum Thema Telerehabilitation in der Physiotherapie. Dazu suche ich noch Teilnehmende an einer kurzen Umfrage (ca. 10-15min.). Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Umfrage ausfüllen könnten, und wenn möglich an andere Physiotherapeut*innen weiterleiten würden. Vielen Dank, Ole Rönne     Link: https://www.soscisurvey.de/telereha/
    • Gast Marilu
      Ich muss noch einmal ergänzen, dass ich ein weiteres Kopf MRT bereits hatte und dies auch unauffällig war und dass meine Sehstörungen von Anfang an begleitend präsent waren. Das geht aus meiner Schilderung nicht hervor. Morgen habe ich meinen 1. Termin bei einem Orthopäden und nächste Woche einen 24h Blutdruck. Am Freitag wieder Physiotherapie. Leider nicht bei der Osteopathin. Das versuche ich aktuell noch umzuändern. Leider ist ihr Terminplan sehr voll.    Ich habe Sorge, dass meine die Muskulatur die ungünstigen Positionen wieder herstellt und alles von vorne beginnt. 
    • Gast Marilu
      Hallo, ich bitte um einen Rat zu meiner Symptomatik und Weiterbehandlung. Sorry im Voraus für den langen Text.   Vor 1,5 Monaten wachte ich in der Nacht auf und hatte urplötzlichen Drehschwindel. In der Nacht trank ich etwas und versuchte wieder einzuschlafen. Am Morgen war der Schwindel immer noch da. Nach ca. 1 h auf den Beinen ließ der Schwindel nach und es stellte sich eher ein Benommenheitsgefühl ein. Ich vermutete Kreislauf in Zusammenhang mit meiner Periode und versuchte 4 Tage damit klar zu kommen. Als es eher schlimmer als besser wurde, habe ich einen unerwarteten Ärztemarathon begonnen. Angefangen einer HNO Ärztin. Testung mit Frenzelbrille unauffällig. Weiter zum Hausarzt. Großes Blutbild, Blutdruck, EKG. Unauffällig. Dann MRT Kopf ohne Befund. Anschließend MRT HWS ohne Befund. Innerhalb der ersten Woche nach dem Erstauftreten des Schwindels verschlimmerte sich mein Allgemeinzustand. Nachts bzw. in liegender Position kam Herzrasen dazu, Blutdruckabfälle. Bei einem Wert von 90/28 rief ich einen Notdienst. Richtete mich auf um sie demnächst zu empfangen und bemerkte, dass meine Symptome sich nach Aufrichtung etwas regulierten. Was aber konstant blieb war die Benommenheit und das Gefühl irgendwie unterversorgt zu sein. Blutdruck, Herzfrequenz, EKG, Sauerstoffsättigung und Blutzucker war normal und so fuhren sie wieder. Die Symtome blieben. Am nächsten Tag kamen Übelkeit und Erbrechen hinzu. Nach einem geplagten Tag fuhr ich dann am Abend in die Notaufnahme. Um eine Verbindung zu meiner Periode auszuschließen wurde ich gynäkologisch untersucht. Ohne Befund. Im Anschluss untersuchte mich ein Internist. Er vermutete am ehesten Lagerungsschwindel. Empfahl mir eine erneute HNO Vorstellung, und Termine zum Ausschluss bei einem Neurologen und Kardiologen. Über meine Hausärztin versuchte ich all das möglichst zeitnah abzuarbeiten. Auch sie nahm erneut Blut ab um weitere Faktoren auszuschließen. Lediglich mein Ferritinwert war an der Mangelgrenze. 3 unterschiedliche Ärzte meinten aber das der Wert die Symptome nicht erklärt. Zusätzlich wurde ich 2 x augenärztlich untersucht. Augendruck, Sehnerv, Blickfeld ohne Befund. Parallel habe ich Physiotherapie begonnen und mir eine Therapeutin gesucht die eine zusätzliche Fobi zum Thema Schwindel hat. Sie hat Lagerungstests gemacht, welche keine Auffälligkeiten bezüglich der Gleichgewichtsorgane aufzeigten. Ein okulomotirischer Test war allerdings auffällig. Laut ihrem Befund Verdacht auf Kleinhirn. Mit dieser Aussage bin ich erstmal ins Wochenende gestartet, hatte aber keine Ruhe. Also erneut Notaufnahme. Dort wurde ich erstmals klinisch neurologisch untersucht. Keine Auffälligkeiten, außer dem Augenzittern, welches auch die Therapeutin zuvor in ihrer Testung feststellte. Die Neurologen vermuteten keine zentrale Ursache. Empfahlen mir ein erneutes MRT mit anderen Darstellungen, ambulant einen Neurologen aufzusuchen und Spülung der Gehörgänge.  Derweilen umfassten meine Symptome Schwindel, meistens am Morgen, teilweise Schwankschwindel bei Kopfdrehungen, Benommenheitsgefühl, Übelkeit, selten Erbrechen, Kribbeln in beiden Armen und Konzentrationsdefizite. Meine kardiologische Untersuchung stand mittlerweile an. Dopplersono der hirnversorgenden Gefäße und Herzschallen unauffällig. Mit Mühe bekam ich einen relativ kurzfristigen Termin bei einem Neurologen. Zuvor bekam ich allerdings noch 2 x Physiotherapie. Dieses Mal bei einer Kollegin die auch Osteopathie beherrscht. Sie bemerkte umgehend mehrere Blockaden im Bereich der HWS und unter anderem war auch mein Atlas blockiert und meine Kiefermuskulatur sehr fest. Nach 2 Sitzungen konnte sie die Blockaden lösen. Die Symptome ließen nach der ersten Behandlung deutlich nach. 2 Tage später nach der 2 Behandlung dauerte es ungefähr 2 Tage. Dann waren alle Symptome komplett weg. Eine Erstverschlimmerung stellte sich nicht ein. 4 Tage nach der 2. Therapie hatte ich "endlich" meinen Termin beim Neurologen und war praktisch symptomfrei. Sie störte an meinen Schilderungen lediglich, dass sich das Augenzittern nicht mit einer Blockade des Atlas erklären ließ und empfahl mir, sofern Symptome wiederkehren mich jederzeit zur Akutsprechstunde vorzustellen. Ich war glücklich und dachte ich hätte es geschafft. Und könnte nach 6 Wochen Krankschreibung endlich wieder arbeiten gehen und meinen normalen Alltag fortsetzen. Heute hatte ich erneut Therapie. Allerdings nicht bei der Osteopathin, sonder wieder der Therapeutin mit der Schwindelfobi. Sie lockerte lediglich ein wenig die Muskeln an Hals und Schultergürtel. Und heute Abend stelle ich fest, dass die Sehstörungen dezent wiederkehren. Meine Angst das alles von vorne beginnt ist nun sehr groß. Und meine Frage, ist es normal, dass statt einer Erstverschlimmerung die Symptome verschwinden können und dann wiederkehren? Zum zeitlichen Verständnis. Meine 2. Therapie bei der Osteopathin ist 5 Tage her. 2 Tage danach für 3 Tage symptomfrei und heute nach Tag 5 und erneuter Behandlung wieder leichte Sehstörungen. Konkret, das Gefühl das die Augen verzögert scharf stellen.  Zusatz: ich bin 34 Jahre alt, es gab keinen Sturz/ Unfall und keine außerordentlichen psychischen Belastungen.    Ich bin sehr verzweifelt und für jeden Rat oder Erfahrung dankbar! 

×
×
  • Neu erstellen...

Cookie Hinweis

Diese Website verwendet Cookies, um eine bestmögliche Erfahrung bieten zu können | anpassen oder mit okay bestätigen.
Forenregeln | Datenschutzerklärung