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Ideen bei Behandlung von Bandscheibenprolaps-Patientin?


enadine

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Geschrieben

Hallo!

Muss nochmal um Hilfe/Unterstützung bitten, sorry! Habe zum ersten Mal eine Bandscheibenvorfall-Patientin im Bereich L4/L5 und behandle kommende Woche vor. Es erfolgte eine Dekompression und Entfernung einer Zyste L5/S1.

Ihr Hauptproblem ist zur Zeit brennender Schmerz im ventralen Unterschenkel, denke, sie sind bei der OP an den Nerv gekommen. Sonst hat sie keine größeren Beschwerden. Habe mit ihr die Lagewechsel geübt und zur Zeit mache ich viel Bebo und Transversus Anspannung, Brunkow in RL und im Sitz.

Die Lehrer möchten ja auch immer Techniken sehen, hättet ihr da Ideen?? Es ist halt eher viel über Anleitung zur Zeit, bisschen WTT im Bauchbereich in der "Pause" bei den Spannungstechniken habe ich versucht, geht aber schlecht, weil sie adipös ist.

Würde mich sehr über Anregungen freuen.


Geschrieben

Hallo Enadine!

dass deine Pat.immer noch einen brennenden Schmerz  im Dermatomverlauf hat, muss nicht heißen dass der Nerv durch die Op verletzt wurde. Du musst dir vorstellen dass der Nerv durch die dauerhafte Kompression vor der Op auch gelitten hat. So kann Die Dekompression zwar gut verlaufen sein, aber die Patientin immer noch Symptome haben. die Op behebt schließlich die Ursache macht aber den Nerv nicht heile. Der Nerv ist auch oft mit seinen anatomischen Grenzflächen und gleitlager verklebt. Das ist auch der Grund warum du einen positiven Laseque findest.

Ich weis dass man in der Schule bestimmte Sachen noch nicht lernt oder wissen kann. Aber sinnvoll wären hier sicherlich Maßnahmen um die Nervenregeneration zu verbessern und seine Verklebungen zu lösen. Dafür gibt es spezielle Maßnahmen wie zB. Nervenmobilisationen. Auch UR Strom könnte man machen. Ich schaumal ob Ich dir morgen eine Bilddatei oder einen kleinen Clip hier einfügen kann wo du zwei Techniken zur Behandlung für diese Nervenstruktur  hast. Die Nervenmobilisationen sind eigentlich wie die klassischen Nerventests. In deinem Fall also laseque. Nur für l4/l5 geht das OSG in p'flex und nicht d'ext. Außerdem wird der laseque nicht gehalten sondern das OSG mobilisierend in d'ext und p'flex bewegt und somit das periphere Nervensystem mobilisiert, Verklebungen gelöst und der Stoffwechsel verbessert.

klasse ist dass du auch an die Segmentale Muskulatur gedacht hast und Übungen zur Ws Stabilisation?? Gerade der m.transversus abd. Ist bei BS pat. Und op's ganz wichtig. Auch WTT kann man jederzeit mit integrieren. Auch an eine narbenbehsndlung könnte man nachdenken.  Letztendlich hängt alles immer von deinem Befund ab.

Am Schluss deiner Behandlung wird es immer gerne gesehen wenn du deiner pat. Noch die ein oder André Übung mit gibst und noch Sachen im Bezug auf ADL's zeigst. Das können ganz simple Sachen sein wie zb. eine kleine Rückenschule wie man eine Kiste rückengerecht aufhebt mit Berücksichtigung der transversusspannung.

Ich hoffe dir hat das etwas weitergeholfen. 

L.g

 

Geschrieben
Am 25. September 2016 um 10:54 schrieb bbgphysio:

Hallo Enadine!

dass deine Pat.immer noch einen brennenden Schmerz  im Dermatomverlauf hat, muss nicht heißen dass der Nerv durch die Op verletzt wurde. Du musst dir vorstellen dass der Nerv durch die dauerhafte Kompression vor der Op auch gelitten hat. So kann Die Dekompression zwar gut verlaufen sein, aber die Patientin immer noch Symptome haben. die Op behebt schließlich die Ursache macht aber den Nerv nicht heile. Der Nerv ist auch oft mit seinen anatomischen Grenzflächen und gleitlager verklebt. Das ist auch der Grund warum du einen positiven Laseque findest.

Ich weis dass man in der Schule bestimmte Sachen noch nicht lernt oder wissen kann. Aber sinnvoll wären hier sicherlich Maßnahmen um die Nervenregeneration zu verbessern und seine Verklebungen zu lösen. Dafür gibt es spezielle Maßnahmen wie zB. Nervenmobilisationen. Auch UR Strom könnte man machen. Ich schaumal ob Ich dir morgen eine Bilddatei oder einen kleinen Clip hier einfügen kann wo du zwei Techniken zur Behandlung für diese Nervenstruktur  hast. Die Nervenmobilisationen sind eigentlich wie die klassischen Nerventests. In deinem Fall also laseque. Nur für l4/l5 geht das OSG in p'flex und nicht d'ext. Außerdem wird der laseque nicht gehalten sondern das OSG mobilisierend in d'ext und p'flex bewegt und somit das periphere Nervensystem mobilisiert, Verklebungen gelöst und der Stoffwechsel verbessert.

klasse ist dass du auch an die Segmentale Muskulatur gedacht hast und Übungen zur Ws Stabilisation?? Gerade der m.transversus abd. Ist bei BS pat. Und op's ganz wichtig. Auch WTT kann man jederzeit mit integrieren. Auch an eine narbenbehsndlung könnte man nachdenken.  Letztendlich hängt alles immer von deinem Befund ab.

Am Schluss deiner Behandlung wird es immer gerne gesehen wenn du deiner pat. Noch die ein oder André Übung mit gibst und noch Sachen im Bezug auf ADL's zeigst. Das können ganz simple Sachen sein wie zb. eine kleine Rückenschule wie man eine Kiste rückengerecht aufhebt mit Berücksichtigung der transversusspannung.

Ich hoffe dir hat das etwas weitergeholfen. 

L.g

 

Wie immer sehr hilfreich, herzlichen Dank. Würde gerne die Nervenmobi durchführen, nur bin ich mir nur sehr unsicher, weil wir das in der Schule nur kurz angeschnitten haben.

Also bei ihr ist der Lasegue bds negativ, rechts verspürt sie jedoch bei Plantarflex eine Schmerzzunahme im Dermatom L5 , wo sie auch die brennenden Schmerzen hat. Bewege ich dann den Fuß in RL einfach in Dorsalext und Plantarflex?

Geschrieben

PERFEKT! So ist es?! Ich mache dies gerne in der seitlage mit Betr. bein oben. Hab ich irgendwie besseres Handling. Also das Bein musst du natürlich schon in Hüftflex und knieext. Einstellen aus dem laseque quasi raus um eine nervenspannung zu bekommen 

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Gast
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  • Beiträge

    • Gast MAR
      Hallo,   ich hoffe hier auf Hilfe, da ich bisher beim Orthopäden nicht wirklich weiter gekommen bin.   Ich habe seit 2-3 Monaten immer wieder starke Schmerzen im Bereich Po, Oberschenkelansatz innen. Adduktoren, Hüfte. Ich bin männlich, 30 Jahre und eigentlich gut in Form. Nachfolgend habe ich meine Beschwerden und mögliche Ursachen usw. zusammengefasst und hoffe dass mir jemand einen Tipp geben kann was es sein könnte und was ich tun kann.   Die Beschwerden traten erstmals einen Tag nach einer Trainingseinheit mit Pistol Squats auf. Die Übung wurde zuvor über mehrere Monate regelmäßig ohne Probleme ausgeführt. Ein akutes Trauma, Sturz oder ein plötzliches Verletzungsereignis während der Belastung wurde nicht berichtet.   ⸻   Verlauf   Zu Beginn entwickelte sich ein akutes Blockadegefühl im Bereich Hüfte/Leiste/Adduktoren. Die Schmerzen waren zunächst einseitig, breiteten sich im Verlauf jedoch auf beide Seiten aus.   Im akuten Stadium bestanden:   starke Schmerzen beim Gehen mit größeren Schritten - konnte kaum einen Fuß vor den anderen setzen deutliche Einschränkung beim Spreizen der Beine nicht möglicher bzw. stark schmerzhafter Einbeinstand deutlich eingeschränkte Gehfähigkeit konnte nicht mehr auf einem Bein stehen konnte nichts mehr heben   Nach einigen Tagen Ruhe kommt es zu einer deutlichen Besserung der Symptome. Bei erneuter sportlicher Belastung (u. a. Kniebeugen, Joggen, Fußball) treten die Beschwerden sofort wieder auf und bestehen anschließend erneut über mehrere Tage allerdings nicht so stark.   ⸻   Schmerzlokalisation   Die Beschwerden werden beschrieben im Bereich:   Gesäßfalte direkt unterhalb des Gesäßes am Übergang zum Oberschenkel medial (innen) zwischen den Beinen bzw. in der Leistenregion teilweise beidseitig    
    • Gast Seli
      Hallo, ich werde das morgen auf alle Fälle ansprechen mit dem TOS und dem Atlas. Wegen dem Atlas hatte ich ja Montag schon gefragt, aber irgendwie weicht jeder bei dem Thema Atlas aus, da kam ja nur als Antwort das sie denkt das es von der HWS kommt. Sie hat aber ja dann mal oben da wo der Schädelknochen ist rechts und links massiert, also für mich hat es sich so angefühlt wie massieren, was die genau gemacht hat weis ich ja nicht. War aber schon etwas fester. Naja ansonsten hat die an der Schulter oben und zwischen den Schulterblättern viel geknetet, aber eben auch sehr fest. Als ich mich gestern Abend ins Bett gelegt habe, hatte ich auch noch Schmerzen, da hat es auch paarmal bei den Rippen kurz gestochen. Heute ist mein Schwindel erfreulicherweise etwas besser, die Schultern spüre ich noch ziemlich und komischerweise habe ich heute zusätzlich noch ein ziehen im linken Oberschenkel hinten. Diese TOS Tests sind ja nicht gerade kompliziert, habe mal gegoogelt, da geht es ja hauptsächlich darum in bestimmten Positionen den Puls zu fühlen. Ich kriege halt auch keinen anderen Therapeuten dort, weil die alle ausgebucht sind, das ist das Problem. 
    • bbgphysio
      Hallo! Ich würde deine Therapeutin einfach mal darauf ansprechen ob Sie dich nicht auf ein TOS (Thoracid outlet syndrom) testen kann. Hier auch die 1.Rippe. und sich unbedingt auch den Atlas anschauen. Schwindel, Benommenheitsgefühle wenn alles abgeklärt ist aus ärztlicher Seite liegt fast immer an einer Atlasverschiebung.  Du kannst ja sagen daß Du einen Bekannten hast der ein erfahrener Physiotherapeut ist und das gesagt hat. Normalerweise muss eine Physiotherapeutin die Manuelle Therapie das untersuchen könnten. Wenn sie sich nicht auskennt dann würde Ich ganz frech sagen daß DU bitte einen Therapeuten, Therapeutin möchtest die sich da auskennt. 

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