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    Nächtliche Wadenkrämpfe

    Die meisten Menschen haben schon einmal mitten in der Nacht Wadenkrämpfe gehabt. In vielen Fällen vergehen sie wieder von alleine, doch wer häufiger darunter leidet, der sollte der Ursache unbedingt auf den Grund gehen. In der Regel treten die Wadenkrämpfe vor allem in den frühen Morgenstunden auf. Die Ursachen für diese Beschwerden können sehr vielfältig sein, so dass eine Abklärung nicht immer ganz einfach ist. Es kann sich zum Beispiel um Durchblutungsstörungen, eine Überlastung des Beines, eine Muskelerkrankung, eine Reizung der Nervenwurzeln bei einer bestehenden Bandscheiben-Problematik oder sogar eine Nierenfunktionsstörung handeln. Da die Wadenkrämpfe äußerst schmerzhaft sein können, ist vor allem schnelle Hilfe gefragt. Am besten stellt man sich mit dem Gesicht zu einer Wand, und stützt sich mit beiden Händen an dieser ab. Das Bein mit dem Wadenkrampf wird einen Schritt zurückgesetzt, so dass die Muskulatur sanft gedehnt wird. Wenn das Bein ausreichend lange durchgedrückt wird, kann sich die Muskulatur nach und nach entspannen, so dass die Schmerzen nachlassen. Wer häufiger unter nächtlichen Wadenkrämpfen leidet, der sollte regelmäßig Magnesium einnehmen, da dieses entspannend auf die Muskulatur wirkt. Wenn die Beschwerden sehr stark sind, kann der Arzt auch für den Notfall krampflösende Arzneimittel verordnen. Es ist jedoch wichtig, die Ursache herauszufinden, da durchaus ernsthafte Erkrankungen dahinter stecken könnten. In den meisten Fällen sind Wadenkrämpfe jedoch harmlos, da sie einfach ein Zeichen von Überbelastung oder einem Magnesium-Mangel sind. Weniger harmlos sind dagegen Durchblutungsstörungen, die zum Beispiel bei einem Diabetes mellitus auftreten können. Durchblutungsbeschwerden können durch eine Angiographie oder ein EKG nachgewiesen werden. Die Funktion der Nieren sollte ebenfalls durch einen speziellen Funktionstest überprüft werden. In vielen Fällen liegt die Ursache jedoch gar nicht so nahe, nämlich wenn es sich um Nervenwurzelreizungen im Bereich der Bandscheiben handelt. Hier müssen zahlreiche Untersuchungen erfolgen, um den Ort der Entstehung genau zu lokalisieren. Auch viele alkoholkranke Menschen haben mit nächtlichen Wadenkrämpfen zu kämpfen. Man kann Wadenkrämpfen sehr gut vorbeugen, indem man regelmäßig Sport treibt, um die Muskulatur zu kräftigen. Wer Sport treibt muss jedoch auf eine ausreichende Zufuhr an Flüssigkeit und eine optimale Versorgung mit den Mineralstoffen Kalium, Natrium, Kalzium, Chloriden und Magnesium achten. Kälte fördert die Entstehung von nächtlichen Wadenkrämpfen, so dass man die Beine in der Nacht durch Zudecken ausreichend wärmen sollte. Es kann auch helfen, ein Kissen unter die Knie zu legen, um Wadenkrämpfen vorzubeugen. In der Regel ist nur immer ein Bein von den Krämpfen betroffen, aufstehen und laufen bringt normalerweise innerhalb kurzer Zeit eine Linderung der Schmerzen. Bei anhaltenden Beschwerden kann auch eine Bewegungstherapie bei einem Physiotherapeuten helfen.


    Rückmeldungen von Benutzern

    Recommended Comments

    W. Rühl sagt:
    Seit ca. 2 Jahren habe ich nächtliche Wadenkrämpfe. Bis jetzt habe ich Limptar genommen, da Magnesium nicht geholfen hat. Seit einiger Zeit habe ich Schwierigkeiten beim Treppen runtergehen und Befindlichkeitsstörungen im Bereich der Achillessehne. Würde mich über ein Antwort freuen. W. Rühl

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