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Geschrieben

Hi,

habe die Tage eine schöne Formulierung gehört => Rückenschnupfen <=

Finde ich eine sehr schöne Bezeichnung für Rückenschmerz. Immerhin hat ein Mensch mehrere Duzend mal im Leben kleine Fissuren in der Bandscheibe oder ähnliches, aber deshalb geht das Leben doch weiter?

Dahin geht in meinen Augen der Trend auch, indem man den Patienten nicht mehr vorhält "DU sollst nicht" und "DU darfst nicht" sondern eher darauf hinweisen, dass der Schmerz zwar unschön ist und es auch nervt (wie eben ein Schnupfen), aber kein Weltuntergang ist.

Ob man ihm noch dazu sagt, dass es fast immer auch von allein wieder weg geht oder eher verschweigt ist Sache des Geschäftssinns.

Mfg Stephan

Geschrieben

Hmmmm, also zu mir kommen eher die Patienten, die schon JAHRELANG Schmerzen und eine Odyssee von Arztbesuchen, unzähligen Spritzen, Akkupunktur und irgendwelchen skurilen "Behandlungen" wie z.B. Wasserbettwellenmassage, hinter sich haben, und denen bis jetzt noch keiner gesagt hat, dass sie vielleicht auch selber was machen können.Denen ist meist kaum noch wirklich zu helfen, v.a. weil sie oft eine stark unterentwickelte Körperwahrnehmung haben, und/oder so adipös sind, dass sie sehr wenig wirklich umsetzen können. Da frage ich nmich oft, wo fange ich an??!

LG, Lieschen

Geschrieben

"stephan"

Mit "DU sollst nicht" kann ich sehr gut leben, weil es einer Wahrheit entspricht, die bloß keiner hören will, wenn man ganz ehrlich ist. Jeder ist seines Glückes Schmied. Rückenschmerzen sind eine Adaption an die heutige schnelllebige Zeit, mit neuen Arbeitsplätzen. Die Evolution ist langsamer als die Entwicklung. Wer weiß, vielleicht gibt es in zwei Generationen keine Rückenschmerzen mehr, weil sich unsere Körper neu adaptieren!!!

"stephan"

Kein Schmerz kommt ohne Grund und sicherlich vergehen einige Schmerzen auch von selbst wieder. Wenn sie von selbst wieder vergehen ist es meist nur eine Frage der Zeit, bis sie wiederkommen. Schmerzen treten (außer bei direkten Traumata) erst dann auf, wenn der Körper nicht mehr kompensieren kann.

Unsere Aufgabe sollte auch darin bestehen weitere Schmerzen zu verhindern, also im prophylaktischen Sinne arbeiten. Fehlhaltungsvermeidung, Haltungsoptimierung am Arbeitsplatz, etc.

"lieschen"

So schaut die Realität nun mal aus. Das liegt auch daran, weil viel zu wenige Therapeuten den Mut besitzen, die unschönen Wahrheiten zu verbalisieren.

"stark unterentwickelte Körperwahrnehmung haben, und/oder so adipös sind,"

Wer traut sich denn zu sagen:"Wenn sie nicht xx kg abnehmen, KANN sich nichts verändern, weil ihr Körper mit diesem Übergewicht keine andere Möglichkeit besitzt, außer mit negativer Veränderung der Strukturen zu reagieren".

Die wenigsten tun es.

Geschrieben

Hi,

kurze Anmerkung. Ich meine mit meinem Rückenschnupfen eher akute, nicht ausstrahlende Rückenschmerzen - also interne BS-Rupturen o.ä.

Patienten, die erneut kommen oder chronischen Patienten gehören natürlich anders angegangen. Hier macht oft auch die Beratung im Hinblick auf den Alltag einen großen Teil meiner Therapie aus.

Geschrieben

Die meisten Adipositas Patienten wissen selber, dass sie mit weniger Speck auf den Rippen besser dran sind. und viele haben ja auchb schon mehrere Diäten hinter sich. Deshalb finde ich es immer etwas anmassend, wenn der Physio sagt: "sie müssen halt abnehmen, dann tut auch der Rücken weniger weh" ich habe viele schlanke und sportliche Rückenschmerz-Patienten, welche oft eine genauso schlechte Körperwahrnehmung (z.B. Beckenstellung)haben wie adipöse Patienten. Und es gibt auch übergewichtige Menschen, welche keine Schmerzen am Bewegungsapparat haben.

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  • Beiträge

    • Hallo Ich hatte vor 3 1/2 Wochen eine Knie-Arthroskopie, bei der eine Meniskektomie und  ein Knorpeldebridement vorgenommen wurde. Ich hatte einen Knorpelschaden posterolateral nach ICRS Grad 2-3, ca. 3 x 3 mm und am lateraler Meniskus einen Horizontalriss im Hinterhornbereich sowie im Bereich der Pars intermedia (Längsriss mit disloziertem Meniskusanteil). Es verblieben 50-60 % an Meniskusgewebe. Zudem wurde ein Knorpeldébridement im Bereich des retropatellaren Knorpels sowie im Bereich der posterolateralen Tibia vorbenommen, wobei lose anhaftende Knorpelschuppen entfernt werden. Zum Schluss wurde Endoret in den Knorpel gespritzt. Ich benötige seit etwa 11 Tagen keine Krücken mehr, aber kann noch nicht flüssig gehen. Es ist eher ein Humpeln und schnell komme ich auch nicht vorwärts. Ich habe seit etwa 3 Tagen nach OP ca. 2 mal pro Woche für 30 Minuten Physiotherapie. Zuerst war der Scherpunkt bei abschwellenden Massagen (wobei pro Sitzung ca. 15 Minuten Massage/Lympdrainage am Knie gemacht wurde), seit ca. 2 Wochen sind auch Übungen und Gangschulung hinzugekommen. Aber eben, ich kann noch nicht gehen ohne zu humpeln. Nun meine Fragen: Ist dieser Verlauf noch im Rahmen des "Normalen"? Wie lange kann eine solche Schwellung anhalten. Und ab wann sollte ich weitere Abklärungen veranlassen? Danke und LG
    • Gast PATRYK PILA
      Im MRT der Brustwirbelsäule wurden leichte arthrotische Veränderungen festgestellt, vor allem an den kleinen Wirbelgelenken sowie an den Rippen-Wirbel-Gelenken. Es gibt keine Entzündung, keine Nervenkompression und keine gefährlichen Befunde. Insgesamt handelt es sich um milde, alters- bzw. belastungsbedingte Veränderungen.   Trotzdem habe ich immer wieder Brustschmerzen, ein Engegefühl im Brustkorb, teilweise Herzrasen und Schwindel. Die Schmerzen können sich wie herzbedingt anfühlen, verändern sich aber oft bei Bewegung, Atmung oder Stress. Laut Ärzten könnten die Symptome durch ein BWS-Syndrom entstehen, also durch die Kombination aus Gelenkveränderungen, Muskelverspannungen, eingeschränkter Rippenbeweglichkeit und einer Reaktion des Nervensystems.   Hat jemand ähnliche Beschwerden gehabt und Tipps, was geholfen hat (z. B. Physiotherapie, Übungen, Alltagserfahrungen)? Ich freue mich über jeden Hinweis. Vielen Dank!
    • Grüß Dich, vielen Dank für die Nachricht. Ich dachte, dass ich schon geantwortet habe vor einigen Stunden. Jetzt sehe ich jedoch meine Antwort nicht mehr. Vielleicht erscheint sie noch oder ich habe einen Fehler gemacht.    Es ist so, dass ich gestern nochmal bei dem Arzt, bei dem ich auch schon vor circa anderthalb bis zwei Wochen gewesen bin, war. Der Arzt hatte damals eine Beckenverwringung festgestellt und die Beckenverwringung wieder korrigiert. Eine Woche danach habe ich mit ihm telefoniert, weil wir es so ausgemacht haben. Ich hatte leider keine Besserung. Daraufhin sollte ich gestern wieder zu ihm kommen.   Gestern stellte er dann als Hauptursache für die Schmerzen und dass die Muskeln und Sehnen sowie die Schambeinentzündung noch nicht besser geworden sind, eine Beckenringinstabilität fest. Er tastete mein Bein ab und bestätigte eine Insertionstendinopathie am Adduktor Longus&co. Auch Stoßwelle haben wir versucht und es tat am Ansatz höllisch weh. Er empfahl keine weitere Sitzung, da die Reizung zu groß sei.   Er meinte, dass ich einen Beckengurt tragen soll, den habe ich mir gestern abgeholt. Die Schmerzen werden wohl über die nächsten Tage und Wochen deutlich besser durch das Tragen des Beckengurts, weil dann die Adduktoren und Sehnen nicht mehr so stark arbeiten müssen. Natürlich, weil ich schon so viele Erfahrungen gemacht habe bzw. schon so lange Schmerzen habe, frage ich mich, inwieweit jetzt wirklich dieser Beckengurt allein für eine Besserung sorgen wird, nachdem ich sechs Monate keinerlei Besserung, sondern eher eine Verschlechterung gespürt habe. Ich habe ihn noch darauf angesprochen, dass ich doch gerne Physiotherapie haben wollen würde, weil ich gelesen habe, dass Sehnen und Muskeln einen Reiz brauchen, um wieder widerstandsfähig zu werden. Ich hatte vorher schon einen Physiotherapeuten angeschrieben, der mir empfohlen hatte, manuelle Therapie, Krankengymnastik und Krankengymnastik am Gerät verordnen zu lassen. Ich habe dies von meinem Arzt gestern jeweils 12 Mal verordnet bekommen. Damit habe ich also Rezepte für 36 Einheiten. Nun bin ich gespannt, ob das etwas bringt in Kombination mit dem Beckengurt. Du sagtest ja auch, dass es etwas Nervliches sein kann und auch am ISG etwas sein kann, etc. Ich war letzte Woche auf Selbstzahlerbasis bei einem Physiotherapeuten, der auch Chiropraktiker ist, und dieser rengte bzw. knackte meine Wirbelsäule inklusive dem ISG. Nun weiß ich natürlich nicht, ob das schon ausreichen würde oder wie ich jetzt die Diagnose hinsichtlich einer möglichen nervlichen Ursache in der Lendenwirbelsäule etc. herausfinde. Soll ich jetzt nochmal zu einem Arzt gehen oder kann mein Physiotherapeut, bei dem ich dann die 36 Einheiten haben werde, das unter Umständen „vordiagnostizieren“ oder eine Wahrscheinlichkeit dafür abgeben? Oder, und das überlege ich jetzt, sollte ich wirklich ein MRT zur Sicherheit der Lendenwirbelsäule machen? ob Triggerpunkte verantwortlich sind…hm. Also ich spüre ja einen klaren Schmerz an der Sehne und weiß, dass ich dieses Ödem am Schambein habe. Also daher müssen bestimmt hauptsächlich die Schmerzen herkommen. nervig ist eben dieses unangenehme verspannte Gefühl am Bein hinten vom Po aus bzw. vom Sitzbein aus. Auch die Muskel haben dort enorm abgebaut. Gleichzeitig fühlt es sich wie Pudding an und ich kann keine Belastung drauf bringen, weil es sich relativ kraftlos anfühlt.    Ich weiß nicht, ob man das alles mit Physio und dem Beckengurt wieder hinbekommt? Gerade durch die Schmerzen und dieses Pudding-Gefühl habe ich Angst, dass ich gar keine Physio machen kann oder dieses das Ganze verschlimmert. Gleichzeitig merke ich ja, dass bisherige Schonung (ohne Physio) bisher nichts gebracht hat.   es ist alles sehr komisch und macht einen auch nervlich fertig.   ich habe Angst, dass meine Muskeln/Sehnen bei wieder schmerzfrei und belastbar werden - also dass etwas irreversibles passiert ist oder passieren kann. gibt es so etwas oder wie würdest du das einschätzen? Gerade für den Fall, dass es noch weitere Monate so geht - wieso auch immer…   danke!!

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