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Schmerzen nach Massage schlimmer als vorher

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Geschrieben

Hallo,
ich bin neu hier und habe auch gleich mal eine Frage.
Ich bin jetz seit einem halben Jahr in der Ausbildung zur Physiotherapeutin und habe vor kurzem eine Massage bei meinem Freund gemacht.Habe einen kleinen Massageplan aufgestellt und danach dann im Bereich LWS und BWS gearbeitet.Nun sagt er er hätte danach noch mehr Schmerzen gehabt als vorher. Ist das normal? ich mein manchmal reagiert der Körper ja erstmal auf die Veränderungen mit Schmerzen aber ist das richtig oder habe ich vielleicht was bei der Massage falsch gemacht?

Gruß Athari

Geschrieben

Hi athari,
ich kann nur aus eigener erfahrung sprechen, im ersten lj habe ich damals eine patientin massiert, hatte es nur gut gemeint ^^...zu gut, denn zur nächste behandlung kam sie und meinte, sie hätte vor lauter muskelschmerz noch nicht mal ihren enkel auf den arm nehmen können. ich sag nur, man lernt mit der efahrung...die ersten male kann man - so schätze ich es ein - einfach noch nicht genau dosieren oder abschätzen, wann es GENUG ist. man meint, gleich beim ersten mal alles geben zu müssen... Fazit: ich denke, bei deinem Freund war es einfach nur zu viel des guten...die schmerzen werden wieder vergehen und du daraus lernen...lieber vorsichtig anfangen und mit der zeit findest heraus, wann bei welchem patienten du wie stark massierst. lg susi

Geschrieben

Das heißt also ich muss langsamer anfangen. Zum Beispiel nicht gleich 20 min. sondern erstmal 10 und das dann steigern oder soll ich erstmal mit leichteren Massagetechnicken anfangen die nicht gleich so "brutal" sind?

Gruß Athari

Geschrieben

Nein, du kannst den Aufbau so durchführen wie Du es gelernt hast und das auch 20 Minuten, nur in der Dosierung aufpassen. Denn die einen vertragen mehr, die anderen weniger. Aber keine Sorge, man bekommt -wie gestagt- mit der Zeit ein Händchen dafür:-) lg susi

Geschrieben

Hi, also, wenn die schmerzen inerhalb von 48 Std. weg sind, dann is es wahrscheinlich normal, da der Körper sich auf die Äussere Einwirkung erst gewöhnen muss, wie gesagt, nach max. 48 müsst weg is wenns richtig gmacht hast, ansonsten natürlich erstmal gefühl für die massagetecknicken bekommen und nicht übertreiben :) hängt natürlich von der problematik und dem alter auch ab..

gruß Chris

Geschrieben

Hallo athari,
mein erster Patient, den ich im Praktikum massieren mußte, kam nicht wieder, er war gestorben.
Das ist und war kein Spaß, es ist mir tatsächlich passiert.Die Massage war aber nicht schuld :-), sondern ich hatte nur Pech, er ist so gestorben.
Heute bin ich schon 30 Jahre selbständig. Ich kenne kaum einen Th. noch, der so wie ich massieren kann, man hat fast immer Probleme nach meiner Massage. Das ist gewollt und auch logisch, da die meißten Patienten kommen heute zu spät zum PT.
Sie haben sehr starke Probleme im Bereich der Muskulatur. Lass einfach immer 1-2 Tage zw. den einzelnen Behandlung und sage deinen Patienten auch das sie etwas merken können, daß ist ganz normal.
Gruß Manfred

Geschrieben

also erstmal Danke für die vielen Antworten.Ihr habt mir echt geholfen.Ich hatte vor lauter Schreck da sich etwas falsch gemacht haben könnte gleich die Behandlung abgebrochen ,aber werde jetzt wieder langsam anfangen.Mal sehen was raus kommt. ;)
Gruß Athari

Geschrieben

wenn muskulatur hyperton wird macht sie nicht ohne grund dicht. irgendeine struktur wird bereits geschädigt durch fehlerhafte haltung oder bewegung oder droht geschädigt zu werden. es ist zumindest vorübergehend besser einen bereich hypomobil zu machen als durch bewegung oder haltung schaden zuzulassen. logisch, oder? schlecht wirds erst wenn diese hypomobilität bestehen bleibt.

durch die massage senkst du den tonus und nimmst dem körper seinen schutz. zunächst wird es sich danach aber gut anfühlen weil so eine schutzverschaltung weh tun kann. aber wenn der körper dann in seinem gewohnten bewegungsverhalten weitermacht wird der schutz evtl nötiger als vorher ergo mehr schmerz als vorher.
wenn du dir einen nagel in den fuß getreten hast entlastest du um dich nicht noch mehr zu verletzen. nimmst du aber schmerzmittel nimmst du auch deinem körper die einzige möglichkeit dir drohenden gewebeschaden mitzuteilen (den schmerz) und die verletzung würde schlimmer.

eine andere möglichkeit den schmerz zu erklären hat sabs273 schon beschrieben. durch die massage können auch mikrotraumen im muskel entstehen. und in der exsudationsphase werden nunmal algogene substanzen ausgeschüttet. kann sich dann so anfühlen ähnlich wie muskelkater.
warne deine patienten vorher vor dem muskelkater oder benutze abschließend eine technik oder eine anregende einreibung um den tonus wieder auf ein normales maß anzuregen

liebe grüße louie

Geschrieben

Hallo louie,
"durch die massage senkst du den tonus und nimmst dem körper seinen schutz"
Woher hast Du diese Erkenntnis ?
Wenn der Tonus des Muskels zu hoch ist, arbeiter er nicht mehr richtig, weil die Durchblutung fehlt.
Einen derart hoch verspannten Muskel zu bewegen, heißt ja noch mehr arbeiten...wenn er durch einen hohen Tonus dieses nicht kann ???
Ich denke, daß man erst den Muskel reduziert im Tonus und dann, wenn der muskel wieder leistungsfähiger wird und der Patient hat nicht mehr soviel Schmerzen, solltest du nachschauen, wo eine Dysbalance besteht und diese mit Übungen/Krafttraining verbessern.
Natürlich bezahlt es die Krankenkasse nicht :-)
Das muß schon der Patient selbst bezahlen, weil dieses Trainig länger Zeit in Anspruch nimmt, da der Patient meistens schon sehr weit abgerutscht ist, um so einen verspannten Tonus zu haben.
Bei Hochleistungssporter massierst man nur, weil ein Kraftaufbau nicht nötig ist, es handelt sich hierbei meistens um Überbelastung der Muskulatur durch den Sport (Übungen/Krafttraining). Sicherlich kann man hierbei nicht über Schutz wegnehmen reden, weil diese Muskulatur ist super auftrainiert..oder??
Gruß Manfred

Geschrieben

hallo mordsee
du hast hier was komplett in den falschen hals bekommen. ich hab nur einen erklärungsversuch für athari gestartet.
schutzmechanismen meine ich in der hinsicht, daß gewebeschädigende haltungs- oder bewegungsverhalten vorliegen. als reaktion wird der jeweilige bereich schmerzhaft und dadurch bewußt geschont.
ist eine bestimte bewegung verantwortlich für den schaden wird diese bewegung erschwert oder verhindert. wodurch? durch erhöhung oder senkung des tonus jenachdem ob hin oder rückweg schädigung bedeuten.
fängst du nun an auf schmerzhaften myogelosen zu massieren und zu kneten folgt deine muskulatur dem jeweiligen input. die modalität der muskelspindel (als rezeptor der tiefensensibilität) ist die längenänderung. änderst du die länge eines muskels im sinne von entfernung von ursprung und ansatz voneinander ist die physiologische antwort darauf die kontraktion. bei der massage änderst du die ganze zeit die länge nur bleibt dabei die kontraktion aus. --> tonus sinkt!

unterläßt du es nun ein normales/physiologisches bewegungsverhalten zu lehren ist der potentielle bewegungsspielraum für die katz, weil er nämlich auch gewebeschädigende bewegungen und haltungen zuläßt und dies in einem stärkeren maß als bevor du den schutz genommen hast --> mehr schaden --> mehr schmerz!

noch eins: seit wann ist hochleistungssport physiologisch? seit wann sind schmerzen kein schutzmechanismus?

  • 7 years later...
Geschrieben

Bei einer Faszienbehandlung z.B.bei FDM kann es gut sein, dass der Patient am nächsten Tag stärkere Schmerzen hat, da du Adhäsionen gelöst hast und somit einen entzündlichen Heilungsprozess hervorgerufen hast. Was ja eigentlich etwas gutes bedeutet.
Wichtig ist es den Patienten schon vor der Behandlung auf eventuelle Muskelschmerzen aufmerksam zu machen. Dann ist es auch für den Patienten leichter nachzuvollziehen.

Geschrieben

also es kann schon vorkommen das die schmerzen danach erstmal stärker sind, das sollte aber innerhalb 24h wieder abklingen. ist ja logisch da die Muskulatur die eh schon schmerzt noch mehr aufgewühlt wird

Geschrieben

laut meiner Erfahrung tritt bei den meisten Patienten eine Erstverschlimmerung auf. Am Anfang empfehle ich weniger zu dosieren und nach Rücksprache mit den Patienten zu steigern.

Geschrieben

Massageaufbau kannst du nach deinem Gefühl durchführen (außer am ende zur massageprüfung xP)...wichtig ist den druck dem patienten an zu passen und wenn er recht schnell reagiert dann die therapiezeit anfangs etwas verkürzen.

es ist normal das es nach der therapie etwas mehr weh tut. das is der heilungsprozess. durch die massage setzen wir viele kleine mikrotraumen in den muskelfaszien. somit haben die patienten an den nächsten 1-3tagen EVTL (nicht zwingend) eine art muskelkater. eben kurzzeitiger "mehr" schmerzen, um dann die entspannung und die heilung folgen zu lassen.

andererseits muss ich auch sagen: wenn die schmerzen länger anhalten als 3 oder 4 tage und die schmerzen nich muskelkaterähnlich sind, oder die beschwerden wieder (verstärkt) auftreten, dann check ihn einfach mit hilfe eines ausführlichen befundes durch. vllt liegt sein problem gar nich im rücken sondern im becken oder in der UEX ;)

Geschrieben

Das man durch eine Massage mal einen Muskelkater setzt, kann durchaus passieren... Ich arbeite seit Jahren als Masseur in Zürich und habe viele Patienten aus Russland, von denen 99% am liebsten mit der Metallstange verprügelt werden wollen.
Manchmal ist weniger mehr! ;)

Geschrieben

Das ist bei sehr vielen Patienten der Fall, da während der Behandlung die Muskulatur und das umliegende Gewebe erstmal "aufegwühlt" wird. Es kann dadurch zu muskelkaterähnlichem Schmerz kommen und es können sich durch die Behandlung auch kleine Mikrohämatome bilden. Ist aber nicht weiter schlimm, die Schmerzen klingen bald wieder ab.

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