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Was träumen Blinde?


Stephan

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Geschrieben

Hi,

die Frage hat mir ein Patient gestellt, aber eine Antwort hatte ich nicht.

Was träumt ein von Geburt an Blinder Mensch? Ihm fehlen ja reale Bilder?


Geschrieben

ein schemel ist für uns ein braunes, viebeiniges, hölzernes, hartes, ding zum draufsetzen

für einen blinden ein vierbeiniges, hölzernes, hartes ding zum draufsetzen


der selbe output nur andere teilstücke

wir denken hocker, der blinde denkt hocker
beide meinen das selbe
nur man verbindet anderes damit.

im gehirn werden die informationen erst interpretiert und zu einem
bild (nicht optisch sondern eine umfassende "datei") zusammen gesetzt.

wir denken ja in "outputten" und klamüsern nicht alles auseinander


das selbe werden blinde schätzungsweise auch tun?

die frage ist sehr interessant.
eine blinde patientin meinte, dass sie langsam anfängt einige bilder zu vergessen und sie jetzt in anderen kategorien denkt.


und besonders beim träumen träumen wir "outputs" denn wir nehmen ja während des traumes "keine" informationen von außen auf

und ordnen schätzungsweise gefühle unseren "bildern" zu
verarbeiten dinge, interpretieren

und wenn eine "datei" bei uns abgerufen wird, dann meist in allen facetten (tw. reduziert auf den dominantesten reiz)


naja... so stell ich mir das vor....

was passiert denn generell beim träumen?

warum kaut ein kind auf einem gummiball herum ... schmeckt doch n icht besonders.... nur zur informationsaufnahme sodass das "bild" vom ball immer subtiler wird

ich find die frage genial.... darüber hab ich nochnie nachgedacht

Geschrieben

Finde die Frage auch super interessant. Habe auch noch nie darüber nachgedacht. Würde vermuten, dass aufgrund der Reizart-Gewichtung bei Geburtsblinden vielmehr akkustische Signale verarbeitet werden. Also deren Träume reich an auditiven Signalen sind. Desweiteren könnte ich mir vorstellen das die Bidler des arbeitenden Unterbewewusstseins viel Schematischer sind. Ich stelle mir das ein wenig wie in den leeren Raum gebrachte, technisch gezeichnete Silhouetten vor.Sie müssen ja auch ihren Gedanken, Gefühlen,dem mechanisch erfühlten etc. Bilder zuordnen können oder?
Schlussfolgernd muss ich mir aber natürlich die Frage stellen, welche "Farben" haben die Umrandungen bzw. die Abgrenzungen. Kennen blinde Menschen den Unterschied zwischen hell und dunkel.Wenn dem nämlich nicht so ist, wäre noch der Punkt des dreidimensionalen Vorstellungsvermögens interessant diskutiert zu werden.
Da bin ich ja mal gespannt :-)

Liebe Grüße

Geschrieben

guter Link: Wie Blinde träumen

" "Ich bin 47 Jahre alt und von Geburt an blind. Daher kann ich die Frage, wie Blinde träumen, nur aus der Sicht des Geburtsblinden beantworten. Ich träume sehr oft und sehr viel und kann mich auch nach dem Aufwachen noch an sehr vieles erinnern. Da ich bald ein halbes Jahrhundert alt sein werde, habe ich in meinem Leben schon sehr viele Träume gehabt. Um es gleich vorwegzunehmen: Ich kann in meinen Träumen nicht sehen. Ich sehe weder Bilder, noch Farben, noch Dinge oder Menschen. In meinen Träumen spielen sich die Szenen, wenn die Träume ruhig verlaufen und nicht allzu durcheinandergeraten, fast so wie in meinem wirklichen Leben ab. Ich kann Dinge und Menschen berühren, kann die Stimmen der Menschen, von denen ich gerade träume, hören und kann mich mit ihnen unterhalten. Nur sehen kann ich sie nicht.[...]""

Kommentare

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Gast
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  • Beiträge

    • japanworm
      Also heute, 3 Tage nach Behandlung, geht's mir immer noch schlechter als am Tag der "Zerrung" selbst. Die Physiotherapeutin hat heute ihren Chef dazu geholt, für mich eigentlich auch ein Schuldeingeständnis, dass ihre Behandlung einfach zu viel war und alles nur verschlimmert hat ... ich muss damit jetzt leben. Ich konnte vor 4 Tagen bereits wieder schmerzfrei Treppen gehen und einen kurzen Spaziergang machen während jetzt wieder alles wehtut. Die Zeit hat getickt, das hat mich jetzt um mind. 7 Tage zurückgeworfen und ich muss meinen Flug zu einem Tanzfestival jetzt absagen, was ich ohne die Behandlung nicht hätte machen müssen ...   Der Chef meinte, es handelt sich wohl eher um einen (leichten) Riss ....    Heute is Tag 11-12 seit der Verletzung.
    • Ioannis
      Hi Gianni, danke für die Rückmeldung.   Ich habe bereits eine Einlage im Schuh, die die Beinlängendifferenz ausgleicht. Auch darüber hinaus habe ich schon vieles probiert: Physiotherapie, Wärmebehandlungen sowie moderaten Ausdauersport und Krafttraining.   Das Ganze geht bei mir ja schon seit 20 Jahren so, und eigentlich bin ich mit der Hüfte immer sehr gut klargekommen. Das eigentliche Problem ist aber, dass mich seit zwei Jahren massive Kopfschmerzen in den Wahnsinn treiben, die ich davor nie hatte.   Meine rechte Hüfte ist kaputt und ich vermute stark, dass mein Körper das mittlerweile bis hoch zum linken Kiefer kompensiert, da ich dort auch eine Blockade und diese ständigen Spannungskopfschmerzen habe.   Ich habe es vor Kurzem sechs Wochen lang mit Sport probiert, was anfangs auch gut lief. Aber ich merke einfach, dass ich an etlichen Stellen Verspannungen kriege – wahrscheinlich durch die ständige Fehlstellung und das Kompensieren, obwohl ich wirklich nur leicht trainiert habe.   Ich werde jetzt erst mal eine orthopädische Reha machen und ziehe danach eine Hüft-TEP nach der AMIS-Methode ernsthaft in Erwägung, um die Ursache endlich anzugehen. Angst habe ich trotzdem und Unsicherheit!    Vielen Dank und liebe Grüße
    • japanworm
      Danke für die Rückmeldung. Ja, es ist auch ein Plattfuß, der da mit reinspielt. Ich versuche jetzt gezielt die Beinmuskulatur aufzubauen. Die Kniescheiben sind tatsächlich beide zu beweglich.   Mir wurde jetzt von mehreren Stellen zu Einlagen geraten, um wenigstens eins der mechanischen Probleme sofort in den Griff zu bekommen. Natürlich möchte ich trotzdem Übungen mit dem Fußbett machen. Da hatte der Pyhsio auch bei beiden Füßen einen Triggerpunkt gezeigt, der seh wehtut....   Ich hoffe, dass das dann wirklich was bringt.

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