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Patient nach Triple Osteotomie am Becken


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Geschrieben

Hey,

ich behandel aktuell eine Patienten nach einer Triple Osteotomie links. Gemacht wurde diese natürlicher wegen angeborener Hüftdysplasie. Sie ist 30 Jahre jung. Das komische an der Sache ist das sie einen ganzen Tag lang einen Beinwickel hatte direkt nach der Op. Dieser machte große Schmerzen wurde aber deswegen nicht abgenommen vom Arzt. Erst eine Schwester nahm diesen ab als sie das hörte mit den Schmerzen. Leider erst einen ganzen Tag später, Druckstellen am Fuß sind heute noch zu sehen.

Ein halbes Jahr lang ist sie in ihrer Schonhaltung gegangen bzw. gehalten und gesessen.

Leider hat sie das volle Programm an möglicher Nervenverletzung abbekommen, das heißt sie hat sensible Probleme an der Oberschenkelrückseite was sich in leichtem kribbeln und Hypersensibilität äußert, leichter Druck ist bereits Schmerzhaft. Das mit der Hypersensibilität zieht sich auch über das restliche komplette Bein bis zum ganzen Fuß. Außerdem ist zum sensiblen Teil zu sagen das sie Abends ein starkes heißes Gefühl in ihren Fuß bekommt. Dieser sei sehr unangenehm. Besonders stark ist die Hypersensibilität am Fußrücken bereits leichtes Tapping macht Schmerzen.

Motorisch sieht die ganze Sache etwas besser aus. Im Gang kippt Becken immer leicht ab auf der betroffenen linken Seite. Hier ist aber das große Problem die D.Ext. Anfangs setzte sie den Fuß nur mit den Zehenspitzen auf und die Verse bekam kaum Kontakt zum Boden. Auch Kraft fehlt im kompletten Bein, besonders halt in den D.Ext des Fußes.

Diese wirklich sehr liebe Patienten ist nun seid 3 Wochen in meiner Obhut in der Reha. Begonnen hab ich damit erstmal den Fuß mehr in D.Ext zu mobilisieren da der Fuß schon leicht Kontrakt war. Der Widerstand in D.Ext ging aber schnell von einem harten Widerstand in einen elastischen über.

Viel gedehnt über PNF Techniken, viel manuelle am Fuß für die D.Ext, Kraftaufbau für das Bein.

Aktuell ist sie bereits viel besser geworden was Kraft angeht aber auch die Verse setzt im Gang nun fast als erstes auf es geht also jeden Tag ein stück besser, nur leider ist das mit der Sensibilität noch nicht wirklich besser geworden. Sie habe das Gefühl das der Fuß nach den Zehengrundgelenken nicht weiter wolle was die Bewegung angeht.

Viel zu lesen aber vielleicht kann der ein oder andere seinen Kommentar da lassen bezüglich Vorschläge zur Behandlung etc.

Ich aktuell noch Schüler im September aber endlich fertig, behandle diese Patienten jetzt auch noch in meinen Ferien 2 Wochen weiter.

Fragen versuch ich schnellstmöglich zu beantworten.


Geschrieben

Hi, derartig massive Umbauten am Körper hinterlassen immer Spuren, die man so schnell nicht komplett in Griff bekommen kann. Ein paar Tipps, da ich selbst viele Jahre eine solche Patientin hatte:

- Unbedingt die Narbe Mobilisieren - das hat zum Teil auch die Sensibilität gefördert
- Kraftaufbau kleine/mittlere Glutealmuskulatur
- Extension in der Hüfte

.. immer an das halten, was die Patientin selbst erreichen möchte :)

Viel Erfolg!
Stephan

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Gast
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  • Beiträge

    • gianni
      Hallo Marilu, zunächst muss ich dir ein Kompliment machen, deine Art zu schreiben liest sich wie ein spannender Roman. So wie du uns deine Leidensgeschichte schilderst, gehe ich auch stark davon aus, dass der Übeltäter im hochzervikalen Bereich zu suchen ist. Die Symptomatik, wie Schwindel, Blutdruckschwankungen, Übelkeit, usw. spricht für sogenannte  vegetative Entgleisungen, das vom "Nervus Vagus" ausgelöst wird. Dieser Vagusnerv muss in irgendeiner Weise provoziert werden um diese Symptome auszulösen. Da du immer wieder berichtet hast, dass die Beschwerden meist in der Nacht oder am Morgen auftreten oder sich verstärken, wäre meine Vermutung, dass eine Bandinstabilität der Wirbel C1-C3 als Ursache möglich wäre. Lass das mal abklären. Am einfachsten von deiner Physio mit "Safetytest" (Sicherheitstests/Provokationstests zur Identifikation struktureller Instabilitäten der oberen HWS) oder über Funktionsaufnahmen im MRT oder Röntgen.    
    • oleroenne
      Liebe Kolleginnen und Kollegen, Ich forsche aktuell im Rahmen meiner Bachelorarbeit an der HSD Hochschule Döpfer in Köln zum Thema Telerehabilitation in der Physiotherapie. Dazu suche ich noch Teilnehmende an einer kurzen Umfrage (ca. 10-15min.). Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Umfrage ausfüllen könnten, und wenn möglich an andere Physiotherapeut*innen weiterleiten würden. Vielen Dank, Ole Rönne     Link: https://www.soscisurvey.de/telereha/
    • Gast Marilu
      Ich muss noch einmal ergänzen, dass ich ein weiteres Kopf MRT bereits hatte und dies auch unauffällig war und dass meine Sehstörungen von Anfang an begleitend präsent waren. Das geht aus meiner Schilderung nicht hervor. Morgen habe ich meinen 1. Termin bei einem Orthopäden und nächste Woche einen 24h Blutdruck. Am Freitag wieder Physiotherapie. Leider nicht bei der Osteopathin. Das versuche ich aktuell noch umzuändern. Leider ist ihr Terminplan sehr voll.    Ich habe Sorge, dass meine die Muskulatur die ungünstigen Positionen wieder herstellt und alles von vorne beginnt. 

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