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chronische (?) Fersenschmerzen

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Geschrieben

Hallo,

 

Ich bin 30 Jahre alt und habe seit Februar 2024 beidseitig gleich starke Fersenschmerzen. Die Schmerzen waren im letzten Jahr noch einigermaßen ertrĂ€glich, bis sie Ende 2024 immer schlimmer wurden. Ich habe mir daraufhin orthopĂ€dische Einlagen verschreiben lassen und eine Ganganalyse durch einen speziellen Biochemiker durchfĂŒhren lassen, der diese Einlagen auch hergestellt hatte. Da die Einlagen völlig wirkungslos blieben, war ich seit Februar 2025 weiterhin bei mehreren Physiotherapeuten, Osteopathen, Heilpraktikern und auch bei einem Schmerztherapeuthen in Behandlung. Es wurden Cortisontabletten, Ibuprofen, Fentanyl-Pflaster, Celebcoxid, tĂ€gliche DehnĂŒbungen, Akupunktur, Kortisonspritze und viele andere Maßnahmen probiert, völlig wirkungslos. Ein MRT ergab angeblich nur eine Achillessehnenreizung, was unmöglich diese Schmerzen erklĂ€rt. Ich habe mich mit Schmerzen und Medikamenten auf der Arbeit durchgebissen, bis es nicht mehr ging und ich mich im Mai fĂŒr meinen Meisterkurs angemeldet hatte. Obwohl ich in den letzten Monaten somit kaum Belastung hatte, sind die Schmerzen bereits so schlimm, dass ich maximal 1-2 Std stehen und gehen kann und somit arbeitsunfĂ€hig bin. Hobbys und Arbeit sind nicht mehr möglich und auch alltĂ€gliche Dinge wie Einkaufen werden zur Qual. Mir wurde nun auch eine multimodale Schmerztherapie am Klinikum verschrieben, die aber erst Ende November beginnt. Ich habe das GefĂŒhl, dass mir niemand helfen kann und man sich selbst ĂŒberlassen wird mit seinen Problemen. Das geht irgendwann natĂŒrlich auch stark an die Psyche (Ungewissheit wie lange, usw) Haben Sie vll noch eine Lösung, z.B. eine Stoßwellentherapie? Oder etwas anderes? Es schrĂ€nkt mein komplettes Leben mittlerweile ein.

Geschrieben

Hallo Freddy! Da sollte man sich dich vielleicht etwas ganzheitlicher anschauen. Das heißt bei chronischen Beschwerden unbedingt auch das Vegetative Nervensystem, die WirbelsĂ€ule, FascienverlĂ€ufe der BeinrĂŒckseite

Geschrieben

Hallo Freddy,

puh, ich kann sehr gut nachvollziehen, wie zermĂŒrbend so eine wirklich lange Leidensgeschichte ist – gerade, wenn man schon so viele AnsĂ€tze ausprobiert hat und einfach keine wirkliche Besserung eintritt. Das zieht nicht nur körperlich, sondern natĂŒrlich auch psychisch enorm runter. Damit bist du nicht alleine.

Ich arbeite hĂ€ufig mit Patient:innen, die Ă€hnliche Beschwerden haben. Bei beidseitigen Fersenschmerzen, die ĂŒber Monate bestehen, steckt oft ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren dahinter – nicht nur die lokale Struktur (wie z. B. Sehne oder Faszie), sondern auch SpannungsverhĂ€ltnisse im gesamten Bewegungsapparat, Fehl- oder Überlastungen, aber auch systemische EinflĂŒsse (Stoffwechsel, Hormone, Stressreaktionen etc.).

Wenn das MRT „nur“ eine Reizung der Achillessehne gezeigt hat, heißt das nicht unbedingt, dass dort der Ursprung liegt – viele Patienten haben z. B. auch eine Beteiligung der Plantarfaszie, der Wadenmuskulatur oder sogar Blockaden und Fehlspannungen im Becken oder unteren RĂŒcken, die sich bis in die Fersen fortsetzen können. Da wĂ€re ein ganzheitlicher Blick wichtig (!), um wirklich die Ursache zu finden und nicht nur die Symptome zu behandeln.

Die Stoßwellentherapie kann tatsĂ€chlich hilfreich sein, vor allem bei chronischen ReizzustĂ€nden der Plantarfaszie oder bei hartnĂ€ckigen Sehnenansatzbeschwerden. Sie regt die Durchblutung und Geweberegeneration an – ist aber am wirksamsten, wenn gleichzeitig auch an Beweglichkeit, Muskelspannung und Belastungsverhalten gearbeitet wird. Bedenke aber, dass es auch Menschen gibt, fĂŒr die Stoßwellentherapie eher nicht in Frage kommt (du kannst auf Meditech den Artikel "Die Vorteile moderner Stoßwellentherapie dazu" dazu lesen).  ErgĂ€nzend können manualtherapeutische Behandlungen, gezielte KrĂ€ftigungsĂŒbungen (nicht nur Dehnung!), Faszienarbeit und gegebenenfalls Taping gute Effekte bringen.

Was ich dir außerdem sehr ans Herz legen möchte: Schau, ob du jemanden findest, der auf funktionelle ZusammenhĂ€nge spezialisiert ist – also jemanden, der sich nicht nur die Ferse anschaut, sondern deinen ganzen Bewegungsablauf, Fußstellung, HĂŒft- und Rumpfkraft, eventuell auch deine Statik beim Sitzen oder Gehen. Oft liegt die Lösung genau da.

Geschrieben
Am 18.10.2025 um 11:37 schrieb Liselotte1:

Hallo Freddy,

puh, ich kann sehr gut nachvollziehen, wie zermĂŒrbend so eine wirklich lange Leidensgeschichte ist – gerade, wenn man schon so viele AnsĂ€tze ausprobiert hat und einfach keine wirkliche Besserung eintritt. Das zieht nicht nur körperlich, sondern natĂŒrlich auch psychisch enorm runter. Damit bist du nicht alleine.

Ich arbeite hĂ€ufig mit Patient:innen, die Ă€hnliche Beschwerden haben. Bei beidseitigen Fersenschmerzen, die ĂŒber Monate bestehen, steckt oft ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren dahinter – nicht nur die lokale Struktur (wie z. B. Sehne oder Faszie), sondern auch SpannungsverhĂ€ltnisse im gesamten Bewegungsapparat, Fehl- oder Überlastungen, aber auch systemische EinflĂŒsse (Stoffwechsel, Hormone, Stressreaktionen etc.).

Wenn das MRT „nur“ eine Reizung der Achillessehne gezeigt hat, heißt das nicht unbedingt, dass dort der Ursprung liegt – viele Patienten haben z. B. auch eine Beteiligung der Plantarfaszie, der Wadenmuskulatur oder sogar Blockaden und Fehlspannungen im Becken oder unteren RĂŒcken, die sich bis in die Fersen fortsetzen können. Da wĂ€re ein ganzheitlicher Blick wichtig (!), um wirklich die Ursache zu finden und nicht nur die Symptome zu behandeln.

Die Stoßwellentherapie kann tatsĂ€chlich hilfreich sein, vor allem bei chronischen ReizzustĂ€nden der Plantarfaszie oder bei hartnĂ€ckigen Sehnenansatzbeschwerden. Sie regt die Durchblutung und Geweberegeneration an – ist aber am wirksamsten, wenn gleichzeitig auch an Beweglichkeit, Muskelspannung und Belastungsverhalten gearbeitet wird. Bedenke aber, dass es auch Menschen gibt, fĂŒr die Stoßwellentherapie eher nicht in Frage kommt (du kannst auf Meditech den Artikel "Die Vorteile moderner Stoßwellentherapie dazu" dazu lesen).  ErgĂ€nzend können manualtherapeutische Behandlungen, gezielte KrĂ€ftigungsĂŒbungen (nicht nur Dehnung!), Faszienarbeit und gegebenenfalls Taping gute Effekte bringen.

Was ich dir außerdem sehr ans Herz legen möchte: Schau, ob du jemanden findest, der auf funktionelle ZusammenhĂ€nge spezialisiert ist – also jemanden, der sich nicht nur die Ferse anschaut, sondern deinen ganzen Bewegungsablauf, Fußstellung, HĂŒft- und Rumpfkraft, eventuell auch deine Statik beim Sitzen oder Gehen. Oft liegt die Lösung genau da.

Hallo,

vielen Dank fĂŒr diese detaillierten Tipps. Muss ich mich da nach einem spezialisierten Arzt oder eher Physiotherapeuten umsehen? Und wie bezeichnet sich der Arzt? Ist das dann ein OrthopĂ€de? Bei mir ist es eindeutig Überbelastung. Sobald ich die FĂŒĂŸe lĂ€ngere Zeit hochlege, nehmen die Schmerzen ab. Bei lĂ€ngerem Gehen /Stehen fĂŒhlt sich die Fußsohle am Abend und morgens danach so an, als wĂŒrde sie unter großer Spannung stehen. Was halten Sie von regelmĂ€ĂŸiger Fußreflexzonenmassage? Kann ich mich bei Ihnen theoretisch behandeln lassen? 

 

 

Geschrieben
Am 14.10.2025 um 19:07 schrieb bbgphysio:

Hallo Freddy! Da sollte man sich dich vielleicht etwas ganzheitlicher anschauen. Das heißt bei chronischen Beschwerden unbedingt auch das Vegetative Nervensystem, die WirbelsĂ€ule, FascienverlĂ€ufe der BeinrĂŒckseite

Hallo,

danke fĂŒr die Tipps, ich habe bereits auf den AB gesprochen, als ich Bbgphysio gelesen hatte.

WĂŒrde mir Hoffnung machen.

VG

Geschrieben

Moin,
ich wĂŒrde behaupten, das Problem sind nicht die FĂŒĂŸe! 
Das klingt fĂŒr mich eher nach zentralem Problem - was macht der untere RĂŒcken? Nacken? Kopf? 
Hat sich das schon jemand angesehen? 

Geschrieben

Uuuuh sehr gut!
Willst du das mal nĂ€her ausfĂŒhren? 
Könnte fĂŒr andere bestimmt auch spannend sein, was sich rausfinden lĂ€sst.
Liebe GrĂŒĂŸe!

Geschrieben

Du hast recht Jan man muss etwas ganzheitlicher schauen. Ich muss aber selbst mal kucken. Wenn®s den Patienten besser geht dann kann Ich mal was schreiben.😉

  • 2 weeks later...
Geschrieben

Manchmal sind Beschwerden einfach chronifiziert und eine lokale Behandlung oder Behandlung des Bewegungsapparates gibt nach ĂŒber 1 Jahr keinen Sinn mehr. Da muss man sich dann auch als Therapeut und Patient den Druck nehmen und Aktzeptieren daß es andere Herangehensweisen bedarf wenn es im SchmerzgedĂ€chtnis abgespeichert ist. Daß beiden Klar ist daß man sich einen wolf therapieren kann ĂŒber alle Ebenen hinweg wenn es schon Zentral verankert ist. Also so daß man einen Zugang zum ZNS finden muss. Da sollte aufjedenfall die Therapie in einer  Medizinische Einrichtung wo sich auch die Physiotherapeuten auf chronische Schmerzpatienten spezialisiert haben weitergefĂŒhrt werden. In einer  Praxis wenn man vom visceralen, bis Vegetativen Nervensystem ĂŒber fasciale Verkettungen, Energetische ZusammenhĂ€nge usw, auf allen Ebenen befundet hat zu keinem Ergebnis kommt dann ist das Problem leider chronisch und wir kommen an unsere Grenzen. Eine Option fĂŒr chronische Patienten wĂ€re aufjedenfall Bewegungstherapie, allein wegen dem Gate control effekt und AusschĂŒttung von endorphinen aber da gibt es bestimmt auch noch mehr Werkzeuge, Spiegeltherapie ect. Aber dafĂŒr sind die Kollegen in chronischen Schmerzkliniken spezialisten und haben einfach einen anderen Zugang

Geschrieben

Sollte es eine echte Chronifizierung sein, wĂ€re die Multimodale Schmerztherapie die hier anfangs genannt wurde doch echt gut - dann wĂŒrde ich das alles dort den Therapeuten auch schildern.
Es gibt einige spannende AnsÀtze aber dazu muss man den Patienten mal gesehen und gesprochen haben.
Bewegung ist jedoch immer indiziert, positive Bewegungserfahrung ist eines der wichtigsten Werkzeuge. 
WÀre spannend wenn Freddy hier den Verlauf der Schmerztherapie in der Klinik schildern könnte.
Weiterhin gute Besserung!

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

wie Thomas schon oben erwĂ€hnt hat, ist er mit mir wirklich alles durchgegangen, um auch alle möglichen Ursachen ausschließen zu können. Es war wirklich schwer jmd zu finden, der sich das Gesamtbild anschaut.

Aber nach diesen Sitzungen bei ihm kann ich wirklich sagen, es muss chronisch sein, da rein gar nichts die Lösung (dauerhaft) bringt. Akut hat er aufjedenfall mehrere Triggerpunkte getroffen, aber spĂ€testens am nĂ€chsten Tag waren die Schmerzen nach Belastung unverĂ€ndert da. Meine Therapie beginnt entweder im Nov. oder Jan. Bin selbst mittlerweile durch Ärzte Therapeuthen Google und Co richtig gut in dem Thema drin und unendlich nach der Ursache interessiert, deswegen gebe ich Bescheid, was dabei rauskommt.

 

 

Geschrieben

NatĂŒrlich bin ich jetzt neugierig und wĂŒrde mir das selbst auch gern mal angucken.
Aber das ist jetzt eher zu aufwÀndig - mach mal erstmal die Schmerztherapie und ich bin gespannt was dabei rauskommt.

  • 2 weeks later...
Geschrieben

Aktueller Stand: Hab mich letzten Freitag fĂŒr eine Schmerztherapie im Klinikum angemeldet.

Besteht aus Psychotherapeuth, Physiotherapeuth und Ärzten. Meinten aber alle direkt, dass sie nichts Neues oder eine Ursache finden werden, mir lediglich beibringen mit den Schmerzen umzugehen. Ob das sinnvoll ist?

Gleichtzeitig war ich die letzten Wochen noch 3 x bei einem neuen OrthopĂ€den, der nochmals MRT, Röntgen, Skelettzinisgramm ausgewertet hat und absolut nichts von der Therapie hĂ€lt, da er sowas lange Zeit selbst in seinen RĂ€umen angeboten hatte. Es sei eher was fĂŒr Leute im Ă€lteren Semester und bei mir angeblich Zeitverschwendung. Jetzt hatte er den Verdacht auf Bechterew Syndrom, den er wieder ausschließen konnte, da meine unteren RĂŒckenschmerzen nur eine Folge der Schmerzen nach Belastung der FĂŒĂŸe sind. Jetzt hat der doch den Verdacht auf Tarsaltunnelsyndrom und möchte Kortisonspritze ausprobieren. Eine hatte ich bereits vom Schmerztherapeuten bekommen ohne Wirkung. Danach hat er mir noch eine Stoßwellentherapie angeboten. Wie sind eure Meinungen zu den Verfahren und zu dem Ganzen?

VG 

Geschrieben

Hallo Freddy,

also nachdem du das alles ja schon ausgeschöpft hast, wĂŒrde ich den nĂ€chsten Schritt Klinik durchaus gehen.
Etwas neues lernen und danach ist man wieder schlauer.
Jetzt einfach mit Cortison und Stoßwelle rumzudoktern halte ich fĂŒr unnötig. 

Geschrieben

Hallo, sorry fĂŒr die verspĂ€tete Antwort.

Die AufklĂ€rung dass man keine Ursache findet, fand Ich nicht so toll. Der Patient geht ja extra in ein med.Zentrum wo er spezialisten fĂŒr chronische Beschwerden erwartet. NatĂŒrlich gibt es eine Ursache, die aber nicht mehr im Bewegungsapparat zu suchen ist sondern im SchmerzgedĂ€chtnis. Demenstprechend muss es auch TherapieansĂ€tze geben die auf zentrale Verarbeitungsmechanismen auszielen. Ich hĂ€tte Mir mehr AufklĂ€rung erwartete. Wie funktioniert Schmerz, wie wird er verarbeitet, warum bringt es nichts da zu behandeln wo es weh tut. Welche Behandlungsstrategien gibt es, vielleicht auch neue Studien ĂŒber chronische Schmerzen. 

 

Tarsaltunnelsyndrom hatte Ich auch schon als Hypothese, aber kein Test davon hatte sich leider bestĂ€tigt. Den Tarsaltunnel hatte Ich wie bei einem Carpaltunneltest komprimiert. WĂ€re hier eine Engstelle mĂŒsste es ein Brennen in der Fußsohle geben weil hier der N.tibialis komprimiert wird.  Das wĂ€re trotzdem noch interessant vom Neurologen vielleicht abklĂ€ren zu lassen.

 

Stoßwellentherapie halte Ich eigentlich gar nichts, da wir ja nun wieder am Anfang stehen und wieder versucht wird lokal am Fuß was zu machen. Nachdem Du beim Osteopathen, Kollegen, Heilpraktiker warst und die ganzen lokalen Anwendungen am Bewegungsapparat nichts gebracht haben denke Ich nicht daß Stoßwellen was bringt weil es auch nur eine lokale Anwendung ist. Davon muss man sich mal verabschieden immer nur nach der Ursache zu schauen wos weh tut. Man bewegt sich immer wieder im Kreis und woll nach Ursachen im Bewegungsapparat schauen wo keine eindeutige Ursache besteht. Das Problem ist Chronisch, es bedarf eine Behandlung die auf das ZNS gerichtet ist. 

Ich muss mich da auch mal schlau machen wo nochmal richtige spezialisten sind. Außerdem gibt es einen sog. Schrittmacher der in die LWS implantiert ist und die Schmerzweiterleitung unterbindet, mit gutem Erfolg bei chronischen  Pat. Aber das sind einfach so Ideen wo mir spontan einfallen. 

Aber wie schon gesagt Untersuchungen wo jetzt alle stattfinden bringen einfach nichts da wird man auf der Körperlichen Ebene leider nichts erkennen. Evtl. das mit dem Tarsaltunnel. Sonst drehst Du dich da immer wieder im Kreis Freddy

  • 2 weeks later...
Geschrieben

Guten Abend hier,

 

das mit dem Schrittmacher klingt sehr interessant, ich werde mich dazu informieren. 

https://shop.powerinsole.com/?srsltid=AfmBOooLVFCYfQ6fmEumPB65oNDQUhLpuTmLgsCE135MFi9a5gkx3L10

Bin jetzt auf auch diese Powerinsole im Link oben gestoßen. Auf Trustpilot und weiteren Seiten wird sie mit sehr gut bewertet und auch von vielen Leuten angepriesen. Ob das natĂŒrlich echte Leute oder Fakes sind, weiß ich nicht. Einige berichten auch von einer guten Hilfe bei Fersenschmerzen. Was haltet ihr als Profis  davon, wenn ihr die Beschreibung der Funktionsweise lest? 

Schönen Sonntag noch.

VG Freddy 

Geschrieben

Hallo Freddy! Hatte gerade ne Patientin die auch chronische Beschwerden hat, aber wegen etwas anderem bei Mir war.

Ich wĂŒrde Dir unbedingt empfehlen  nach Bad Staffelstein zu gehen. Hier gibt es die Ganzheitliche Multimodale Schmerztherapie, fĂŒr chronische Schmerzpatienten. Es ist das fĂŒhrende Klinikum bei chronischen Schmerzen und hat mehrere Auszeichungen. 

 

https://www.schoen-klinik.de/bad-staffelstein/pressebereich/pressemitteilung/9413

 

Zu dieser Einlagesole wo du verlinkt hast ist es natĂŒrlich schwierig das zu beurteile da auch wir mit dem GerĂ€t wenig Erfahrung haben. Ich wĂŒrde es trotzdem mit vorsichtig genießen und eher als ErgĂ€nzung sehen. Ich denke nicht daß es ein Fake ist. Vielleicht kann man das erstmal ausprobieren wie die Wirkungsweise ist. Das ist natĂŒrlich schon auch ein ordentlich preis bis zu 150 euro hab Ich was gelesen. HAb mal die KI gefragt. Es kann auch mit eine Placeboeffekt zusammenhĂ€ngen und der Erwartunshaltung. Die waren aber positiv. Also nicht so einfach zu beantworten. Deshalb mach dich mal schlau ob man das ganez ausprobieren kann und notfalls zurĂŒckschicken, sonst wĂ€re es Ă€rgerlich wenn man das Geld in den Sand setzt und es nichts bringt. Das wĂ€re aber auch wieder eine Anwendung lokal am Fuß, also da wo Du ja auch die anderen Therapien probiert hast mit keinen befriedigenden Ergebnis. Bei Chronischen Schmerzen ist aber die Schmerzverarbeitung immer im zentralen Nervensystem auf RĂŒckenmark und Gehirnebene. Man muß mal davon weggehen immer nur da ran zugehen wo es weh tut. Und das ist fĂŒr die Patienten oft schwer sowas zu verstehen. Aus meiner Sicht muss man in zentrale System ran. Strom, Magnetfeld, Ultraschall, Massage, Stoßwellen usw. sind alles Maßnahmen die lokal wirken sollen, deshalb bleibe Ich da skeptisch ob auch das gerade Hilfe verschafft. Aber Ich kann auch nicht sagen ob es nichts hilft. Deshalb probiers doch einfach aus. 

 

P-s-JA , es kann wirken aber das wĂŒrde sich durch den sog. GAte controll effekt erklĂ€ren. D.h. Die schmerzweiterleitung wird durch andere physikalische, mechanische und Thermische Reize einfach kurzzeitigĂŒbertrumpft. Aber das hĂ€tte man auch bei massage, Strom ect. 

  • 1 month later...
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo zusammen,

erstmal Danke fĂŒr den Tipp mit Staffelstein und die Recherche ĂŒber die Powerinsole.

Ich habe letzten Freitag am 09.01. die Schmerztherapie im Klinikum Bamberg begonnen und um dort meine Schmerzen wirklich detailliert beschreiben zu können, bin ich extra Ende Dezember (2 Tage) und Anfang Januar (4 Tage) ohne RĂŒcksicht auf Verluste wandern gegangen. Sprich wirklich stundenlang, weite Strecken, steile Berge hinauf, durch Schnee, ĂŒber Fels usw. Verlieren konnte ich ja nichts dadurch. Schuhwerk waren immer dieselben Adidas Terrex. Und bin zu einer (neuen) Erkenntnis gekommen. Ich hatte grundlegend kaum bis gar keine Schmerzen dabei, was vor exakt 1 Jahr noch katastrophal dabei war. ABER: nur solange ich in steilem oder holprigem GelĂ€nde gelaufen bin. Sobald ich vor oder nach einer Wanderung zb in einem Supermarkt auf ebenem Boden stand, fingen die Schmerzen nach wenigen Minuten stehen an. Also im absoluten Ruhezustand wenn ich einfach nur da steh, auch zuhause, hab ich die meisten Schmerzen. Da zusĂ€tzlich die Übungen Wadenheben auf der Treppe, Wadendehnen an der Wand, Rollen ĂŒber eine Eisenstange und 3 min auf den FĂŒĂŸen knien, die Schmerzen akut kurzfristig deutlich lindern, hab ich langsam das GefĂŒhl dass das alles was mit einem Mix aus Durchblutung und der Bodenbeschaffenheit zu tun hat. Oder die Powerinsole hat vill wirklich irgendeinen Effekt, auch wenns nur Placebo ist. Bin gespannt auf eure Meinung als Profis dazu! 

Zur Therapie: Ich muss ehrlich sagen dass schon stark auf Leute mit großen psych. Problemen und körperlichen Problemen zugeschnitten, die sich mit ihren Schmerzen lĂ€ngst abgefunden haben und dort nur noch lernen damit umzugehen. Eine Musiktherapie (liegen in einem Raum wĂ€hrend ein Buch vorgelesen wird+Musik lĂ€uft), Psychotherapie, Gruppentherapie bringt mich mit meinen FĂŒĂŸen denke ich kaum weiter. Physiotherapie ist dort wenn ĂŒberhaupt nur 1x tĂ€glich als Einzelbehandlung, aber mit Abstand das sinnvollste im Programm. 

VG Freddy

bearbeitet von Freddy.94
Geschrieben

Niemand kann sagen ob Musiktherapie, Yoga u.s.w. dir was hilft das ist klar. Es mag erstmal ungewohnt sein wenn man den Fuß oder Beschwerden in anderen Bereichen des Bewegungsapparates mit fĂŒr den Laien merkwĂŒrdigen Therapiemethoden behandelt. Alle diese Maßnahmen zielen darauf hinaus Zugang zum Zentralen NErvensystem (ZNS) zu bekommen, denn die Schmerzverarbeitung ist nicht an deinen FĂŒĂŸen sondern im Gehirn. Hier wird versucht die Schmerzverarbeitung zu manipulieren oder zu ĂŒbertrumphen umzuprogrammieren. Man macht sich andere SinneseindrĂŒcke zu nutze, wie z.b. Hören,Sehen ect. Denn auch diese werden im ZNS verarbeitet. Die Patienten die Chronische Beschwerden haben sind oft immer noch lokal fixiert und möchten daß das behandelt wird wo auch der Schmerz ist, das ist aber bei Chronischen Pat. der völlig falsche Therapieansatz. Deshalb klassische Physiotherapie wĂ€re wieder eine Therapie direkt an deinem Fuß mit manuellen Maßnahmen und ;Mobilisatioenen am Fuß evtl noch ergĂ€nzend mit Zusatzmaßnahmen wie Ultraschall oder Strom. Das hast Du aber ja alles schon hinter dich und bringt nichts.

In diversen Fortbildungen die sich auch mit chronischen patienten auseinandersetzte, z.b. TEnnisellenbogen, behandelten wir fern von den Struktur. Z.b. haben wir einen chronischen Ellenbogenschmerz behandelt indem wir Patienten fahrrad fahren liesen. Oder ĂŒber die sog. Spiegetherapie.

Auch wenn es fĂŒr dich merkwĂŒrdig erscheinen mag. Auch eine Musiktherapie ist eine Option. Und auch wenn es im ersten Augenblick vielleicht nichts mit deinen FĂŒĂŸen zu tun. Deine FĂŒĂŸe werden trotzdem behandelt, aber eben nicht da wo es wehtut sondern immer mit dem Hintergedanken Einfluß auf das ZNS zunehmen, hier ĂŒber die Akustik. Von daher auch wenn ungewohnt kann es sinnvoll sein.  MAn muss sich mal verabschieden immer nur  an den FĂŒĂŸen die Ursache zu suchen. AUch mit der Durchblutugng hat es aus meiner Sicht nichts zu tun. Wenn das so wĂ€re hĂ€ttest du irgendwann schwarze zehen. Weg von der Fußbehandlung das bringt nichts mehr. Man muss anders ran. Deshalb tut es dir auch gut anspruchsvolle Bewegung zu machen wie z.b. den Berg hochgehen.  Hier wird dein Schmerzreiz ĂŒbertrumpht. Sinnvoll wĂ€re bestimmt auch Bewegunskurse zu machen. Aquagymnasitik Fitnesstudio ect. 

 

  • 1 month later...
Geschrieben

Danke fĂŒr die ausfĂŒhrliche Beschreibung. Nachdem die Therapie im Klinikum nur in Richtung Psychotherapie ging, habe ich sie letztendlich abgebrochen. Ich wĂ€re da drin verrĂŒckt geworden.

Die Schmerzen sind weiterhin unverĂ€ndert (trotz absoluter Schonung bis auf gemĂ€ĂŸigtes Gehen seit 4 Wochen)

Meine neuen AnsÀtze sind:

-ab April eine Stoßwellentherapie

-neue Schuhe mit 0-0.5mm Sprengung inclusive angefertigter orthopÀd. Einlagen, die mir von einem neuen Arzt empfohlen wurden. In fast allen online Foren werden diese Schuhe als absolute Wunderwaffe bezeichnet, vor allem von Leuten mit chronischer Plantarfasziitis. Die direkte Empfehlung waren Schuhe von Altra (zb der Superior 7)

-kommende Woche einen Termin bei Dr. Lydia Lintner in Bbg, die mit Radiofrequenzablation und Neuromodulation arbeitet. Das werde ich mir aber erst anhören, da es auch keine Kassenleistung wÀre.

Bin gespannt, welche Erfahrungen ihr mit den neuen Ideen bereits hattet und wie eure Einstellungen dazu sind.

 

VG Freddy

Geschrieben

Guten Morgen Freddy

Ja da bin Ich ja mal gespannt, klingt aufjedenfall interessant.

Berichte uns darĂŒber. 

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