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Sporadisch Luftnot und taube Hand

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Gast Dennis1993
Geschrieben

Hallo,

 

ich bin Dennis, 29 Jahre alt und habe seit 2 Jahren ein Problem, was ich noch nicht so ganz verstanden habe woher es rührt bzw. wie ich das finden und lösen kann.

 

Ich habe alle paar Tage Momente, wo ich schlecht Luft bekomme. Dies war am Anfang damit verbunden, dass mein Herz auf einmal schneller schlug oder stolperte (Extrasystolen). Ich war damit einmal im Krankenhaus, da ich das Gefühl hatte mein Herz hört gleich auf zu schlagen. Dort wurden alle nötigen Untersuchungen gemacht (Echo, Belastungs-EKG, Blutwerte gecheckt usw.). Alles ist in bester Ordnung. Man ging davon aus, dass das eine Panikattacke war.

Das Problem war danach erst einmal weg, trat dann aber nach einigen Wochen wieder auf. Ich war dann nochmal beim Hausarzt vorsichtshalber. Dort habe ich ein 24 Stunden EKG bekommen. Auch dort alles ok. Erneute Blutabnahme zeigte auch 0 Probleme. Nun die Vermutung: Stress.

 

Naja, dann habe ich das erst einmal so hingenommen. Eines Abends war es dann wieder so schlimm als ich schlafen wollte, dass ich dachte ich ersticke. Egal ob ich saß oder lag. RTW und Krankenhaus, wieder keinen Befund. Vermutlich Panikattacke…

Ich sollte nochmal zum Hausarzt. Gemacht, getan. Da mein eigentlicher Hausarzt im Urlaub war, meinte die Vertretung, dass er glaubt, dass das eher vom Rücken ausgeht. Da ich Softwareentwickler bin und viel sitze, geht er von einer Verspannung (BWS-Syndrom) aus. Dies löse genau solche Symptome aus die ich habe. Er empfahl mir Osteopathie. Habe ich auch 2x gemacht aber keinerlei Unterschied bemerkt. Die Osteopathin meinte, ich solle täglich 7.500 Schritte machen, um einfach Bewegung zu erlangen, dann würde das schnell besser. Ich gehe nun 2 Monate täglich zu Fuß zur Arbeit und zurück (8.000 Schritte und mehr täglich anstatt meine bisherigen 2.000). Einen Unterschied merke ich leider bis heute nicht.

 

Es ist wirklich schwierig zu greifen, was nun das Problem auslöst. Es tritt mal auf der Arbeit von einer Sekunde auf die andere auf und ist dann nach wenigen Minuten wieder weg, wenn ich mich strecke und etwas bewege.

 

Seit wenigen Tagen fängt nun meine linke Hand an nicht richtig durchblutet zu werden. Sie wird von einem Moment auf den anderen ganz weiss, eiskalt und leicht taub. Man denkt die stirbt gleich ab. Ich halte sie dann unter warmes Wasser und bewege die Hand. Dann wird sie nach kurzer Zeit wieder durchblutet und alles ist gut. Mein Herzstolpern ist aktuell weg. Akut ist gerade nur die Durchblutung der Hand und die sporadische Atemnot.

 

Hat jemand Tipps was ich probieren kann, um das Problem ausfindig zu machen und zu beheben?

Ich bin mir sicher, dass das tatsächlich vom Rücken aus kommt. Ich kann das Problem teilweise reproduzieren, wenn ich aufrecht sitze und mit den Schultern eine Rotation nach links ind rechts mache. Das fühlt sich dann so an, als ob ein Band über das Herz geschoben wird oder ob irgendwas zu kurz wäre im Brustkorb und etwas einengt. Schwierig zu erklären. Irgendwas sitzt bei mir nicht 100% richtig. Ein Physiotherapeut hatte mich vor kurzem auch einmal eingerenkt, da hatte ich 2 Wochen kein einziges Mal das Problem gehabt. Das war ein ganz anderes Lebensgefühl, kein Druck mehr im vorderen Bereich.

organisch ist alles ok, wie nun mehrfach geprüft wurde.

 

Vielen Dank im Voraus für Tipps!

Dennis

Geschrieben

Guten Abend Gast Dennis! Ich habe da einen Verdacht  was deine Beschwerden verursacht. Vermutlich hast du ein TOS Syndrom. Thoracid Outlet. Das bedeutet dass verschiedene Gefäße und Nerven von  Strukturen  zwischen Hals und Schultergürtel eingeklemmt sind. Verschiedene Gefäße und Nerven teilen sich oft die selbe Durchtrittsstelle. So kommen mir der Zeit zwar Verschiedene Symptome vor, die aber alle dieselbe Ursache haben. 
Angefangen hat alles ja mit den Herzrhythmusstörungen und der Atemnot. Herzuntersuchunngen waren alle ok. Von der Halswirbelsäule kommen Nerven die durch die seitliche Halsmuskeln  ziehen und das Zwerchfell (Nerv phrenicus) sowie Herz (n.vages)versorgen. 

Später hat sich dann das TOS erweitert und es wurden auch noch Arterien komprimiert was zu den Durchblutungsstörungen in der Hand führte. Das Krippeln in den Fingern kommt dann durch eine Kompression des Plexus. Das ist ein Nervengeflecht im Bereich unter dem Schlüsselbein wo sich mehrere Nerven die aus dem Hals kommen. Eine TOS Behandlung besteht immer aus dem Eröffnen von allen Anatomischen  Engstellen die die Strukturen einklemmen mit speziellen Grifftechniken. Um die einzelnen Engstellen herauszufinden bedarf es einer Untersuchung am Anfang der Behandlung. I.d.R. Würde man am Hals anfangen dann weitergehen an die seitlichen Halsmuskeln bis in dem Bereich unter dem Schlüsselbein und 1.Rippe. Womöglich müsste auch der kleine Brustmuskel mit entspannt werden da auch dieser eine Engstelle für nerven und Gefäße ist. 

Am besten nochmal ein Rezept für eine Manuelle Therapie holen 

Gast Dennis1993
Geschrieben

Hallo bbgphysio,

 

vielen Dank für die schnelle Hilfe!

Das hört sich logisch an! Ich merke auch, dass es auf der linken Seite jeweils nur auftritt. Ich werde dann noch einmal einen Termin beim Arzt machen, auch wenn ich mir etwas blöd dabei vorkomme mittlerweile, aber was soll’s 😂

 

Wie kann ich dem denn vorbeugen?

ich habe mich ja einmal einrenken lassen, das half für 2 Wochen. Ist sowas dauerhaft lösbar?

 

Vielen Dank nochmals!

LG Dennis!

Geschrieben

👍🏼genau! Nein nur einrenken bringt keine befriedigenden Erfolg da auch alle anderen Engstellen manuell erweitert werden müssen. Außerdem rate ich ab ob. Zuviel und zu oft einrenken. Da besteht die Gefahr einer dauerhaften Instabilität. Blockaden in der HWS lassen sich auch sanfter lösen 

Da besteht 

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Gast
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    • Hallo,   von 02.2025-07.2025 war ich viel laufen (30-40km pro Woche). vorher habe ich zwei Jahre keinen Sport gemacht. Die 40km habe ich natürlich nach und nach aufgebaut. 07.2025 habe ich mich zum Fußball angemeldet. Das erste Trainung auf Kunstrasen fand statt - ohne Probleme. Zwei Tage danach war ich, wie gewohnt, 11,5km laufen, um am Ball zu bleiben. Wiederum 2-3 Tage danach - also insgesamt fast eine Woche nach dem ersten Training wollte ich wieder auf den Platz. Schon beim allerersten Innenseitenpass habe ich starke Schmerzen im Adduktorenbereich links und rechts- jedoch rechts extrem - gemerkt. Ich musste direkt abbrechen. ich war seitdem (6 Monate her) sicher 12-15 Mal beim Arzt, bei 6-8 verschiedenen Ärzten. Anfangs wurde eine Zerrung vermutete. Als keine Besserung eintrat, bat ich um MRT. Leider wurde dort ein MRT mit Fokus auf die Hamstrings (anstatt Adduktoren gemacht). Ein zweites MRT des Beckens mit Fokus auf Hüftimpingement, Symphyse und Adduktorenansätze gab es im Laufe auch. Dazu Sonografie der Leiste (nicht der Adduktoren) und Röntgen.   insgesamt wurden festgestellt:   weiche Leisten links und rechts - als Hauptursache ausgeschlossen. Ich habe auch keinerlei Schmerzen beim Husten oder Niesen.   diskreter Labrumriss rechts - als Hauotursache ausgeschlossen - u.a. brachte eine Hüftgelenksinfiltration keine Besserung.   minimales Ödem in Symphyse, am Schambein - hier hatte ich drei Mal fokussierte Stoßwelle (die 3. Sitzung vor 10 Tagen) - bisher ohne Erfolg oder Besserung.   ein Arzt erkannte eine kleine Insertionstendinopathie auf einem der MRTs am Adduktor rechts.   außerdem wurde eine Beckenverwringung erkannt und behoben.   allerdings wird es seit sechs Monaten immer schlimmer. Ich habe 24/7!! Schmerzen - im Liegen, im Sitzen, im Gehen. Jede Alltagsbewegung schmerzt und ich kann kein Gewicht auf das Bein verlagern. Ich kann mich auch nicht bücken, nur mit nahezu vollem Gewicht auf dem linken Bein.   ich habe viel ChatGPT gelesen und gehe eigentlich von einer chronischen Tendinopathie der Adduktoren(ansätze) aus - mit Schambeinentzündung, die anscheinend dadurch gekommen ist.   allerdings macht mir die Schwere sowie Länge der Schmerzen Sorgen. Bei Dreh- sowie Rotationsbewegungen des Beines sind es messerstichartige Schmerzen im Adduktorenbereich. Mein Bein fühlt sich zum Teil wie Pudding an und die Schmerzen haben sich auch schon weiter innen hinten am Oberschenkel Richtung Sitzbein ausgebaut. Ich kann nicht auf harten Stühlen länger als 15 Min. sitzen.   bisher fand keine Physiotherapie statt.   mein Plan jetzt wäre ein weiteres MRT speziell für die Adduktoren, ggf. noch ein MRT der Lendenwirbelsäule und dann Physiotherapie (oder ambulante Reha)? mit Unterstützung von vielleicht ACP/PRP Eigenblutinjektionen an Adduktorenansatzbereich!?   Hat jemand eine Idee oder kann etwas dazusagen. Ich mache mir mittlerweile extremste Sorgen, dass etwas irreversibel geschieht mit jedem Tag, der vergeht. Ob die Sehen/Muskeln jemals wieder sich erholen können und ich schmerzfrei werden. Anscheinend muss ich in die Belastung gehen, weil 6 Monate schonen anscheinend nichts gebracht hat. Allerdings tut jede Bewegung weh. Irgendwie ist es ein Teufelskreislauf. Es geht natürlich auch auf die Psyche - sehr sogar.
    • Gast Johannes
      Hallo,   hab seit ein paar Tagen so brennende Schmerzen über, am Beckenkamm. Auf der einen Seite mehr als auf der anderen.   Hauptsächlich beim nach vorne beugen und Rotieren und wenn ich zur Seite neige, dann aber auch nicht immer.   Kann jetzt nicht ausmachen, warum und woher.   Was könnten da Ursachen sein? Könnte ich das selbst testen?   Was könnte evtl. helfen?   Danke.   Gruß
    • RICHTIG! Das bedarf einer manualtherapeutischen Behandlung um das Problem zu lösen. Schwindel und Kopfschmerzen wären nochmal ein Hinweis wo unserer Hypothese nochmal bestätigen daß deine Beschwerden von der oberen HWS, eher dem Atlas kommen. Bandscheibe denke Ich nicht, die würde keinen Schwindel auslösen. Da Schwindel, N.Vaguskompressionen von den ersten beiden Halswirbel kommen kann es die Bandscheibe nicht sein, denn zwischen 1. und 2.Halswirbel gibt es keine Bandscheibe. Deine Schwindel beschwerden kommen daher daß durch eine Atlasverschiebung (1.Halswirbel) die Art.vertebralis komprimiert wird. Diese versorgt das Kleinhirn. Die Beschwerden dürften somit schlimmer werden bei Kopfüberstreckung. Eine reine Massage gerade am Hinterhaupt ist gut, aber zu als Therapie zu wenig. So wie Ich das sehe sollte sich um deinen Atlas, ggf. Axis (C2) gekümmert werden. Der kann verdreht, zur Seite oder/und nach vorne verschoben sein. Aufjedenfall brauchst Du ein Rezept für eine Manuelle Therapie um das Problem zu lösen. In der Praxis aufjedenfall nachfragen ob sich jemand mit dem Atlas auskennt. # L.g.

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