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Fußverstauchung


Chrissi874

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Geschrieben

Hallo zusammen,

 

ich habe vor 3 Monaten mit dem linken Fuß (ohne Schuh) gegen einen Boxsack getreten. Diese schmerzte sofort ein wenig, weil ich falsch getroffen hatte. (Das ganze ist beim Rumalbern passiert). Kurz danach verschwand der Schmerz jedoch und ich habe mir nichts weiter dabei gedacht. Am selben Abend (ca. 4Std. später) ging es dann aber los, dass der Fuß sehr sehr stark schmerzte und auch etwas anschwoll. Am nächsten Tag nahmen die Schmerzen ab und ich humpelte so meiner Wege, da ich dachte es handelt sich halt um eine kleine Verstauchung.

Die Symptome (Unbeweglichkeit der Zehen, insbesondere des großen Zehs; geschwollener Ballen und großer Zeh, Schmerzen im Längsgewölbe und direkt unter dem Fußknöchel (Fußinnenseite) verbunden mit einem Kribbeln in diesem Bereich) blieben jedoch auf einem niedrigen bis mittlerem Niveau erhalten und auch ein normaler Spaziergang war nicht möglich, da das Kribbeln und die Schmerzen deutlich zunahmen, weshalb ich nach ca. 2 Wochen zum Arzt ging. Röntgen: Kein Befund. Nach Hause geschickt. 

Weil sich absolut nichts änderte nach 4 Wochen noch einmal zum Arzt. MRT und Orthese des Sprunggelenkes bekommen. MRT: Kein Befund. Orthese brachte etwas Besserung - das Kribbeln wurde weniger. 

Bei der MRT Befund Besprechung noch Einlagen für Metatarsalgie erhalten, da sich folgende Symptome bis zum heutigen Tag erhalten haben (ca. 3 Monate später):

 

1. Geschwollener Ballen am großen Zeh, der große Zeh selber auch noch leicht geschwollen. 

2. Bewegungseinschränkung beim Zehen nach unten "krallen" und auch nach oben ziehen - beides nicht vollumfänglich möglich im Vergleich zum gesunden Fuß. Beim nach oben Ziehen und gleichzeitiger Belastung schmerzt auch der große Zeh noch.

3. Starker, stechender Schmerz unter den mittleren Zehen am Fußballen beim Abrollen bzw. wenn ich diesen Bereich zu stark belaste, zum Beispiel wenn man sich auf die Zehenspitzen stellt. (Dieser schränkt am meisten ein, da ich nicht normal gehen kann)

4. Bei Belastung auch immer noch ab und an Kribbeln unter dem Knöchel.

 

Die Einlagen bringen nichts meiner Meinung nach. Oft tut der Fuß dadurch nur noch mehr weh. Grundsätzlich habe ich die ganze Zeit während der Verstauchung "Joggingschuhe" getragen (auf Anraten des Arztes). Normalerweise bin ich in Barfußschuhen unterwegs und mag Fersensprengung auch überhaupt nicht.

 

Jetzt meine Frage: Wie kann es sein, dass sich diese Symptome seit 3 Monaten halten, obwohl hier kein Bruch, oder Riss o.Ä. vorlag. Und wie lange kann sowas noch gehen? Der große Zeh und der Ballen ist jetzt seit 3 Monaten leicht geschwollen? Hat jemand mit sowas schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht?

 

Vielen Dank!

 

Grüße

Chrissi


Geschrieben

...klingt für mich nach einer klassischen Blockade der Fußknöchelchen. Man müsste mal alle durchtesten und deblockieren. Die Blockaden bleiben oft unentdeckt, da man sie in den bildgebenden Untersuchungen nicht sieht, außer man würde den Fuß in der Bewegung röntgen. Lass das mal von einem Manualtherapeuten durch checken ☝️

  • 3 months later...
Geschrieben

Hallo zusammen, 

 

falls jemand eines Tages die selben Beschwerden hat, schreibe ich hier noch einmal wie es mir ergangen ist und welche Lösung es am Ende war. 

Die Beschwerden sind einzuordnen bei "Turf Toe" / Hallux Rigidus und die unten beschriebenen Maßnahmen für Leute mit diesem Beschwerdebild eventuell hilfreich.

 

Das MRT von damals war nur vom Sprunggelenk (ich nahm fälschlicherweise an es handelte sich um den ganzen Fuß). Der Ursprung der Schmerzen liegt jedoch im Vorfuß. Ein weiteres MRT hatte eine Entzündung des Großzehengrundgelenkes und der Endphalanx des großen Zehes gezeigt. Dieses kam vermutlich durch Pech durch die "Turf Toe" Verletzung.

 

Jetzt nach ca. 6 Monaten Beschwerden, welche über die Zeit und trotz Cortisongabe nur geringfügig besser wurden, hat für mich abschließend das Folgende einen deutlichen Zuwachs an Verbesserung gebracht.

Ich habe mir Schuhe ohne Sprengung und mit großer Zehenkappe gekauft. Hier habe ich dann die ortho. Einlagen gegen Metarsalgie (also mit Pelotte) drin benutzt und siehe da sie funktionierten sehr gut. Das Problem mit den Einlagen vorher war, dass diese (meiner Erfahrung nach) überhaupt nicht in Schuhen mit Fersensprengung funktionieren. Grundsätzlich sind bei Vorfußbeschwerden Schuhe mit Sprengung sehr schlecht, da der Fuß vorne deutlich mehr belastet wird. 

Außerdem hat die große Zehenkappe den Druck vom Ballen genommen wenn dieser durch die Bewegung des normalen Spaziergehens gefühlt etwas anschwoll.

 

Durch diese Schuhe war es mir möglich 4km am Stück SCHMERZFREI und ohne Außweichbewegung über die Fußaußenseite zu gehen. Was nicht nach viel klingt ist für mich wirklich ein großer Schritt seit den 6 Monaten.

 

Bis zu dieser Lösung war viel Try and Error auch mit anderen Schuhkäufen. Meine Erfahrung ist auch das die Orthophäden einem hier nicht helfen können/wollen. Mit Cortison und Strahlentherapie + Einlagen war ich austherapiert und auf mich alleine gestellt. (Kassenpatient)

 

Gute Besserung allen!

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Gast
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  • Beiträge

    • Gast Meike Kk
      Hallo zusammen, aktuell schreibe ich meine Masterthesis im Bereich Public Health. Für meine Umfrage zum Thema "Risikofaktoren für Stress bei Physiotherapeuten", suche ich weitere Teilnehmer. Dauert auch nur maximal 5 Minuten, ist anonym und würde mir sehr weiter helfen! Teilnehmen können alle, die aktiv als Physio arbeiten und aus Deutschland kommen. Ich danke euch! https://uc2456.customervoice360.com/uc/Team_Meike_Karen_Kaster/b75b/
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      Moin zusammen,   ich brauche mal eine ehrliche Einschätzung bzw. Tipps zu meiner aktuellen Situation, da ich langsam nicht mehr weiter weiß. Bei mir wurde eine Chondropathia patellae Grad 2 im Knie festgestellt. Zusätzlich habe ich ein extrem instabiles Sprunggelenk mit insgesamt 6 Bänderrissen in den letzten 4 Jahren. Dazu kommen eine verkürzte Achillessehne sowie weitere verkürzte Strukturen/Bänder in den Beinen.   Außerdem habe ich: einen Senk-Spreiz-Knickfuß gleichzeitig einen Hohlfuß eine leichte X-Bein-Stellung   Aktuell bin ich deswegen in Physiotherapie. Mein Physio sagt im Prinzip hauptsächlich „dehnen“, allerdings fehlt mir ein klarer Plan bzw. eine sinnvolle Struktur aus:   Dehnung Mobilität Stabilität Krafttraining Wiedereinstieg ins Joggen/Fußball   Mein Ziel wäre es, Anfang Juni wieder Fußball spielen zu können – möglichst ohne Schmerzen und ohne dauerhaftes Tape. Aktuell versuche ich wieder mit dem Joggen anzufangen:   3x pro Woche jeweils ca. 25 Minuten 1 Minute Joggen bei 8 km/h danach 2 Minuten Gehen bei 5 km/h Laufkadenz beim Joggen liegt bei ca. 160–170       Problem dabei: Meine Schienbeine machen extrem Probleme. Teilweise verhärten sie komplett und ich bekomme kleine „Bobbel“ bzw. Schwellungen unter der Haut. Knie, Wade und Schienbein wechseln sich mit den Beschwerden teilweise ab. Wenn ich mein aktuelles Laufprogramm mache, bin ich eigentlich dauerhaft knapp an der Belastungsgrenze.     Folgende Hilfsmittel habe ich: Airex-Matte Resistance Bands Gym-Mitgliedschaft   Meine Fragen: Können meine Fußfehlstellungen und die X-Bein-Stellung die Ursache für die anhaltenden Probleme sein? Klingt das eher nach einer Überlastungskette durch die gesamte Beinachse? Sollte ich aktuell überhaupt weiter joggen oder erstmal komplett auf Low-Impact-Ausdauer (Bike/Stairmaster/Crosstrainer) wechseln? Welche Übungen wären bei dieser Kombination wirklich sinnvoll? Macht eine professionelle Laufanalyse bzw. Einlagenversorgung Sinn? Ich wäre echt dankbar über Erfahrungen oder Einschätzungen von Leuten mit ähnlichen Problemen oder physio-/sportmedizinischem Hintergrund.   Zusatz: Die Knieprobleme kamen nach meinem Urlaub im August, der erste Orthopäde hatte mir gesagt das ich eine verschobene Kniescheibe habe und daher die Schmerzen kommen, was aber eine Falsch Diagnose war. Die richtige Diagnose kam im Februar dann. Ich bin aktuell 21 und es ist meiner Meinung nach nicht nochmal das ich weder Joggen noch normal laufen kann. Leider finde ich in der Umgebung keinen Physio der mich ernst nimmt.
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