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Bandscheibenvorfall LWS wie therapiert man diese mit Massage?


Martin_physio

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Geschrieben

Hallo liebe Community,

 

ich habe erst mit der Physiotherapie-Ausbildung angefangen.

Mich würde mal interessieren wie man einen Bandscheibenvorfall LWS Patienten mit Massage Therapieren kann?

 

Ich lese immer nur sanfte Massage. Was genau soll das genau bedeuten?

Darf man da nur Streichungen machen?

Wenn die Muskeln drumherum auch stark verspannt sind soll man keine Friktionen, Reibungen…. Machen?

 

Kann man so einen Patienten überhaupt in Baulage bringen, oder muss man da evtl. den Patienten in Seitenlage Positionieren…?

 

Darf man eigentlich Wärmecremes verwenden, oder soll man nur Massageöl verwenden?

 

Warum soll eine Lymphdrainage bei einem Bandscheibenvorfall helfen?

 

Ist es sinnvoll nach der Massage noch eine Wärmetherapie zu machen wie Fango?

 

Viele Grüße

Martin


Geschrieben

Hallo Martin, eine Massage bei einem akuten BSV anzuwenden solltest du von Anfang an überdenken.

Erstmal ist der Befund entscheidend.

Welche Symptome hat der Patient und sind diese auf den Bandscheibenvorfall zurückzuführen?

Nicht jeder BSV geht mit Schmerz oder Sensibilitätsstörungen einher.

Ich beginne die Therapie immer mit einem Befund und versuche gleich die Bewegungen, die dem Patienten keine bis wenige Schmerzen SK (0-5) verursachen in die Behandlung einzubauen.

Ist der Patient aus der Akutphase raus, sollten schnellstmöglich aus der Schonhaltung raus Bewegungen erfolgen und diese mit ADL bezogenen Aktivitäten verknüpft werden.

Sprich Schuhe binden oder ähnliches.

Eine Massage kann für den Erstkontakt  und um das Vertrauen des Patienten zu gewinnen hilfreich sein, sollte aber nicht als Mittel der Wahl angesehen werden und gleich dem Patienten vermittelt werden.

Beste Grüße Philipp

  • 4 years later...
Geschrieben

Morgen Martin! Also tatsächlich würde Ich bei BSV keine reine Massage machen. Eine Massage könnte die Beschwerden sogar noch verschlimmern. Der Grund ist daß die Rückenmuskulatur reflektorisch anspannt um die Wirbelsegmente zu schützen und stabilisieren. Würde man alles weichkneten dann nimmt man den Körper quasi die letzte stabilität weg. Natürlich können auch die Muskeln schmerzen, aber wenn dann würde Ich das ganze nur sanft entspannen oder ggf. mit Elektrotherapie am schluß der Therapieeinheit arbeiten oder einer heißen Rolle. Die Behandlung eines BSV richtet sich immer nach der Phase der Heilung und natürlich nach dem Befund. V.a. wie stark sind die Schmerzen. In der Akutphase ist eine Stufenbettlagerung wichtig und hier würde Ich LWS-traktionen machen um den Nerv zu entlasten. Traktionen hast du bestimmt schon gelernt. Das ist keine komplizierte Technik und das tut den Pat. gut da du ja genau an der Ursache seiner Schmerzen rangehst. Im späteren verlauf, 2. Phase sollte ggf. auch eine Nervemobilsation erfolgen um die Verklebungen im Nerv zu lösen und Übergang zu LWS mobilisationen. V.a. LWS extensionübungen sind notwendig um dias BS material wieder zurückzubringen. Das ist die Kobra eigentlich eine Yogaübung. In der letzten Phase geht es um STabilisation der LWS mit segmental stabilisierendne Übungen und Rückenkräftigung. Aber wie auch mein Vorredner gesagt hat. Massage würde Ich ehrlich gesagt nicht mach bei einem BSV.  Wenn du das noch lernst am Anfang LWS traktionen kannst du nichts falsch machen und dann vielleicht sanfte Beckenmobi wenn der BSV nicht akut ist und am Schluss kannst du den Pat. noch eine Haltungsschule zeigen und wie er was richtig hebt.

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  • Beiträge

    • Ioannis
      Hi Gianni, danke für die Rückmeldung.   Ich habe bereits eine Einlage im Schuh, die die Beinlängendifferenz ausgleicht. Auch darüber hinaus habe ich schon vieles probiert: Physiotherapie, Wärmebehandlungen sowie moderaten Ausdauersport und Krafttraining.   Das Ganze geht bei mir ja schon seit 20 Jahren so, und eigentlich bin ich mit der Hüfte immer sehr gut klargekommen. Das eigentliche Problem ist aber, dass mich seit zwei Jahren massive Kopfschmerzen in den Wahnsinn treiben, die ich davor nie hatte.   Meine rechte Hüfte ist kaputt und ich vermute stark, dass mein Körper das mittlerweile bis hoch zum linken Kiefer kompensiert, da ich dort auch eine Blockade und diese ständigen Spannungskopfschmerzen habe.   Ich habe es vor Kurzem sechs Wochen lang mit Sport probiert, was anfangs auch gut lief. Aber ich merke einfach, dass ich an etlichen Stellen Verspannungen kriege – wahrscheinlich durch die ständige Fehlstellung und das Kompensieren, obwohl ich wirklich nur leicht trainiert habe.   Ich werde jetzt erst mal eine orthopädische Reha machen und ziehe danach eine Hüft-TEP nach der AMIS-Methode ernsthaft in Erwägung, um die Ursache endlich anzugehen. Angst habe ich trotzdem und Unsicherheit!    Vielen Dank und liebe Grüße
    • japanworm
      Danke für die Rückmeldung. Ja, es ist auch ein Plattfuß, der da mit reinspielt. Ich versuche jetzt gezielt die Beinmuskulatur aufzubauen. Die Kniescheiben sind tatsächlich beide zu beweglich.   Mir wurde jetzt von mehreren Stellen zu Einlagen geraten, um wenigstens eins der mechanischen Probleme sofort in den Griff zu bekommen. Natürlich möchte ich trotzdem Übungen mit dem Fußbett machen. Da hatte der Pyhsio auch bei beiden Füßen einen Triggerpunkt gezeigt, der seh wehtut....   Ich hoffe, dass das dann wirklich was bringt.
    • gianni
      ...das wäre auch meine Vermutung. Was hast du bisher schon unternommen, bzw. welche Behandlungen wurden schon ausprobiert? Hast du für deine Beinlängendifferenz schon mal einen Fersenkeil/Schuherhöhung bekommen?

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