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Fußschmerzen seit Anfang des Jahres


Dänjo

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Geschrieben

Hallo ich leide seit dem Frühjahr an Fußschmerzen in beiden Füßen. Bis jetzt ließ sich keine Lösung finden. Da dachte ich, dass mir dieses Forum vielleicht weiterhelfen könnte.

Entwicklung des Schmerzes:

-          Der Auslöser des Problems (März) ist wahrscheinlich: Das vermehrte Tragen von Barfußschuhen im Frühjahr. Ich vermute, dass die Ursache dementsprechend ein schwacher Fuß war, der nicht der Belastung des Barfußgehens gewachsen war.

-          Daraufhin bekam ich Schmerzen am Ansatz der Plantarfaszie am Fersenbein. Viel Gehen aber auch viel Sitzen verschlimmerten die Schmerzen. Zu diesem Zeitpunkt trug ich weiter häufiger Barfußschuhe. Ich machte Mobilisationsübungen und Kräftigungsübungen für den Fuß.

-          Seit Mai trage ich keine Barfußschuhe mehr. Daraufhin verteilten sich die Schmerzen vom Ansatz der Plantarfaszie am Fersenbein auf den Bereich zwischen dem Ansatz und den Zehengrundgelenken, eher flächiger und weniger intensiv als vorher.

-          Im Juni ging wurde mein Gangbild (von einem Bekannten, der sich mit dem Thema Füße auseinandersetzt) analysiert. Er fand heraus, dass ich die Füße beim Gehen sehr weit auseinander aufsetzte (begünstigt einknicken nach innen) und große Schritte machte (dadurch keine richtige Abrollbewegung sodass die Plantarfaszie bekam mehr Kraft ab). Ich trainierte das Gehen (langsamer, kleinere Schritte, Füße weniger weit auseinander aufsetzen) und stärkte die Muskeln bspw. durch das Stehen im Einbeinstand.

-          Darauf hin verschwanden die Schmerzen von vorher (Bereich zwischen Ansatz der Plantarfaszie bis Zehengrundgelenke) nahezu komplett! Allerdings traten neue Schmerzen auf: Schmerzen am Ende des Fersenbeins, teilweise unter der Ferse und manchmal auch höher bis zum Ansatz der Achillessehne. Viel Gehen und viel Sitzen verstärken die Schmerzen. Zusätzlich fühlt sich mein Fußgelenk seitdem oft blockiert an und meine Wadenmuskulatur zeigt hin und wieder Überlastungserscheinungen (bspw. durch viel Gehen).

-          Danach war ich bei zwei Orthopäden. Bei mir wurden Fußfehlstellungen diagnostiziert: Knickfuß, Spreizfuß, Plattfuß. Ich bekam Schuheinlagen, die mir bis jetzt nicht wirklich helfen. Mal abgesehen davon dass die Einlagen nicht wirklich helfen, ist es meines Wissens nur eine symptomatische Behandlung, welche die Ursache nicht bekämpft (eher noch verschlimmert auf Lange Sicht, da die Muskeln noch weniger ihre Aufgabe erfüllen.  Ein Röntgenbild zeigte, dass ich keinen Fersensporn habe. Ein MRT zeigte keine besonderen Auffälligkeiten wie z. B. Entzündungen.

Mein Umgang mit den Schmerzen aktuell:

Meine aktuelle Vermutung woran die Schmerzen liegen könnten ist, dass bestimmte Muskeln in den Füßen oder auch weiter oben zu schwach sind oder nicht richtig arbeiten. Auf die fehlende Stabilität reagiert der Körper mit einer Art Schutzspannung im Fuß, um diesen abzusichern. Dadurch und durch die nicht arbeitenden Muskeln werden dann andere Strukturen überlastet.

-          Weniger Belastung als zuvor. Längere Strecken zu Fuß versuche ich zunächst zu verhindern.

-          Kinesiotaping von der Ferse die Wade hoch. das Reduziert den Schmerz zumindest etwas.

-          diverse Übungen führe ich aus.

o   Mobilisation der Füße und unteren Beinmuskeln

o   Stärkung der Längsgewölbe aufbauenden Muskulatur. Hier fiel mir auf, dass ich diese zuerst gar nicht ansteuern konnte.

o   Stärkung eine neutralen Fußposition (Verhinderung der Überpronation) bspw. Balancieren im Einbeinstand.

o   Stärkung der Gesäßmuskulatur, um einer Valgus Stellung der Knie entgegenzuwirken (da diese meines Wissens nach auch eine Überpronation begünstigt).

o   Stärkung der Großzehe speziell Abduktion (da meines Wissens nach eine Großzehe, die eher zu den anderen zeigt weniger Kraft aufnehmen kann, den Fuß weniger stabilisiert und damit auch wiederum eine Überpronation begünstigt).

+ diverse Übungen für Haltungskorrektur (speziell für die Wirbelsäule siehe unten)

 

noch gut zu wissen:

ich hatte schon diverse Schmerzen in vielen verschiedenen Gelenken. Länger habe ich bspw. schon Probleme mit der Wirbelsäule (Rundrücken, Skoliose nach rechts rotiert). Bis jetzt hatte ich sehr viele schlechte Erfahrungen mit Orthopäden unter anderem da immer die Probleme Symptomatisch angegangen werden. Ich bin jemand, der durchaus dazu bereit ist viel Zeit und Energie (in Form von Übungen etc.) zu investieren. Bis hierhin habe ich mir aus der Not heraus das meiste Wissen selbst angeeignet und versucht so Probleme zu lösen. Das funktioniert halt mal mehr mal weniger gut.. Aber oft konnte ich mir somit besser selbst bei Problemen helfen als es der Orthopäde tat. Das mit den Füßen quält mich jetzt schon echt lange und ich habe das Gefühl, dass ich mit meinem anglesenen Laienwissen an die Grenze stoße. Deshalb bin ich über jede Information sehr dankbar.

Grüße Daniel :)

P.S: wenn etwas unklar oder noch offen ist, gerne fragen.


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  • Beiträge

    • bbgphysio
      Guten Morgen! Ein Schwindel der vom Gleichgewichtsorgan im Innen Ohr kommt, wo auch der Lageschwindel dazugehört geht eigentlich immer mit einem Drehschwindel einher. Dabei kann das Organ durch entzündungen direkt betroffen sein einschließlich seinem dazugehörigen nerv oder die sog. Bogengänge sind das Problem. D.h. kleine steinchen haben sich gelöst und schwimmen nun in diesen Röhrchen rum wo sie nicht hingehören. Flimmerhärchen werden gereizt was zu lageabhängigem Schwindel führt da  die Bogengänge Kopfbewegungen dem Gehirn regiestrieren. V.a. beim Hoch und runterschauen kommt es dann zu einem Drehschwindel. Das klinische Bild pass hier aber nicht rein.   Hast du schon einmal ein Kopf CT gemacht Matze? WEnn ja vielleicht hab Ich das überlesen Wenn hier alles in Ordnung ist dann Tippe Ich eher auf ein Problem der oberen HWS. Hattest Du schon einmal ein Schleudertrauma gehabt oder ähnliche Traumatas am Kopf? Die Symptome sind typisch für eine Irritation der Art.Vertebralis. Es kann sein daß dein Atlas (1.Halswirbel) verschoben ist, oft ist er nach vorne geglitten. Auch das Herzrasen spricht dafür daß es sich eher um eine Kompression von Nervenstrukturen handel. Das Herz wird unter anderem von der Brustwirbelsäule vegetativ versorgt, aber auch oben an der HWS durch eingeklemmte Wirbel kann es zu Beschwerden kommen
    • Gast Matze
      Hallo zusammen. ich leide seit ca. 6 Jahren an einem Problem das sich wie folgt äußert. Dauerhaftes Wirr Gefühl/Watte im Kopf/Kopfenge das Gefühl das sich im Kopf alles zusammen zieht  , in schlimmeren Fällen auch mit Schüben das bei mir sogar Herzrasen auslösen kann. Speziell beim Sport aber auch beim Einschlafen manchmal.    Bei mir fing es vor 6 Jahren damit an , als ich aus einer Wirtschaft herausgelaufen bin und plötzlich ein extrem komisches gefühl in meinem Kopf bemerkte . Es war nicht direkt ein Schwindel , eher so ich nenne es immer extremes Wirr Gefühl , Benommenheit Watte im Kopf. Das Gefühl wurde so stark das ich dachte gleich gehen die Lichter aus. Danach habe ich mich auf den Boden gesetzt und auf den RTW gewartet. Im KH wurden ein paar Tests gemacht , aber alles schien in Ordnung.   Ich habe eigentlich alles schon ausprobiert Ärtzlich gesehen. Schädel MRT + Hirnströmen messen + Elektronen an beinen und Kopf , dazu wurde das schnelle aufstehen getestet was mein Blutdruck sagt. (Alles war in Ordnung) HNO Lagerschwindel Test und ein weiterer Test mit Wasser in den Ohren. (Alles war in Ordnung) Lungenarzt Lungenfunktionstest durchgeführt . Lungenvolumen lag bei 130% also sehr gut. Lungen geröngt (Alles war in Ordnung) Augenarzt spezieller Test wo ich mit den Augen an einem Gerät folgen musste. Sehstärke überprüft (Alles war in Ordnung) Extrem viele Blutwerte Testen lassen gegen so ziemlich alles . (Alles war in Ordnung) Kardiologe Herzultraschall und 24/7EKG (Alles war in Ordnung) MRT von Halswirbelsäule (Alles war in Ordnung) Trotzdem mehrfach schon Physio gemacht , bringt alles nichts.   Bestimmt noch einiges mehr . Mir fällt es nur gerade nicht ein.   Jetzt bin ich auf eine Diagnose selbst gestoßen , die es meiner Meinung nach zu 95% beschreibt. Und zwar ist das "Funktioneller Schwindel, auch PPPD genannt".   "Funktioneller Schwindel, auch PPPD genannt". ------------------------------------------------------- Häufige Symptome im Kopf Benommenheit & Wattegefühl: Der Kopf fühlt sich oft benebelt, wie betrunken oder „wie in Watte gepackt“ an. Druck- oder Kappengefühl: Viele Betroffene berichten von einem Druckgefühl im Kopfbereich, das sich anfühlt wie eine zu enge Kappe oder ein Schraubstock. Visueller Schwindel: Die Beschwerden nehmen beim Betrachten von Mustern (z. B. Streifen) oder sich bewegenden Objekten zu. [1, 2, 3]"   Typische Auslöser PPPD entsteht oft nach einem akuten Schwindelereignis, wie etwa einem Lagerungsschwindel, entzündlichen Gleichgewichtsstörungen oder Panikattacken. Danach bleibt die Unsicherheit bestehen, selbst wenn die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist. [1, 2, 3, 4]   Typische Auslöser PPPD entsteht oft nach einem akuten Schwindelereignis, wie etwa einem Lagerungsschwindel, entzündlichen Gleichgewichtsstörungen oder Panikattacken. Danach bleibt die Unsicherheit bestehen, selbst wenn die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist. [1, 2, 3, 4]     Vorallem bei dem Punkt "Typische Auslöser"  Genau das war eingetroffen , und seit dem das passiert ist , lebe ich mit diesem schrecklichen Gefühl im Kopf. Es vaiert gibt besser und schlechtere Tage. Allerdings ist Watte Gefühl bzw benommenheitsgefühl immer da!   Ich wollte mir einfach mal eine weitere Meinung einholen. Ich bin echt schon am verzweifeln.   liebe Grüße Matze
    • Alex Inspire
      Hallo zusammen,   ich möchte gern eine fachliche Frage in die Runde geben: Welche physiotherapeutischen Ansätze haltet ihr bei Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) langfristig für sinnvoll?   Mich interessieren vor allem Erfahrungen zu Beweglichkeit, Dehnung, Atemphysiotherapie, Erhalt von Funktionen und der Frage, wo Therapie eher unterstützt und wo sie möglicherweise überfordert. Gerade bei einer fortschreitenden neurologischen Erkrankung finde ich spannend, wie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten hier den richtigen Rahmen einschätzen.   Ich beschäftige mich mit dem Thema auch auf meiner Website alexinspire.de und möchte dazu gern fundierte Perspektiven und Erfahrungen sammeln.   Danke euch. Alex

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