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PNF oder MTT postoperativ?

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Geschrieben

Da ich erst seit ein paar Monaten als Physio arbeite, bin ich noch unerfahren. Ich habe einen Patienten ca. 2 Wochen P.o. Achillessehnenruptur. Er ist Sportler und trainierte 4-5 Mal pro Woche. Meine Idee ist einen Teil der Beinmuskulatur mit PNF (Hüftgelenk Flex, Add , Iro mit combinations of isotonics) zu erhalten, bzw, präventativ gegen eine Atrophie vorzubeugen. Macht das Sinn und ab Wann kann ich das machen? Natürlich ohne Kniegelenks Ext und Flexion..(gastrocnemius,,,)

oder ist es besser gleich an Geräten zu trainieren für Hüftgelenks Ext, Abd, Add und Kniegelenks Ext...? und auch hier ab wann?

Danke für eure Tipps.

Geschrieben

Hallo Pennelope,
ich glaube das ist zu noch früh für die Geräte. Ich würde auf jeden Fall Rücksprache mit dem Arzt halten und ihn über dein Vorhaben informieren und dokumentieren! Sollte nämlich was passieren (Schmerzen, Entzündung, Riss etc...), bist du auf der sicheren Seite !
In der Regel gibt der Arzt die einzelnen Stufen der Belastbarkeit frei. Bei manchen Ärzten aber ist das leider nicht der Fall.
Es gibt aber so einen Leitfaden zur postoperativen Nachbehandlung, nach dem man sich richten kann, z.B:

• 1. Woche abschwellende Maßnahmen, Eisapplikation und ggf. Lymphdrainage

• ab 7. Tag Vorbeugen von Verklebungen (manuell, keine aktive Krankengymnastik)

• 2. bis 4. Woche Gangschule und Weichteilmobilisation, Narbenmobilisation

• 5. und 6. Woche Muskelkräftigung (Aquajogging, legpress, Fahrrad-Heimtrainer)

• ab 7. Woche propriozeptives Training (Wackelbrett)

• ab 8. Woche Zehenspitzen- und Dehnungsübungen

• ab 10.- 12. Woche Steigerung der muskulären und koordinativen Leistungsfähigkeit

• ab 13. Woche Joggen

• Kontakt- und Ballsportarten, wenn möglich, erst nach 6 Monaten

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  • Danke 2
Geschrieben

Nabend

wie gianni schon sagte - frag den Arzt - wenn dir das einer sagen kann, dann er.
Trägt dafür ja dann auch die Verantwortung.

Was man machen könnte um der Atrophie vorzubeugen wäre normales Training für den Oberkörper, da kannst du ihm ja helfen - dass dann etwas umzusplitten.
Und das kontralaterale Bein trainieren - dem gehts doch gut und durch den Crossing-Effekt wird das betroffene Bein ebenfalls mit Hypertrophiereizen versorgt.
Ebenfalls werden ja Wachstumshormone beim Training freigesetzt die den ganzen Körper versorgen.
Das fällt mir dazu erstmal noch ein

Ich hoffe ich konnte dir soweit helfen.
LG


 

  • 4 months later...
Geschrieben
Am 23.8.2018 um 20:56 schrieb gianni:

Hallo Pennelope,
ich glaube das ist zu noch früh für die Geräte. Ich würde auf jeden Fall Rücksprache mit dem Arzt halten und ihn über dein Vorhaben informieren und dokumentieren! Sollte nämlich was passieren (Schmerzen, Entzündung, Riss etc...), bist du auf der sicheren Seite !
In der Regel gibt der Arzt die einzelnen Stufen der Belastbarkeit frei. Bei manchen Ärzten aber ist das leider nicht der Fall.
Es gibt aber so einen Leitfaden zur postoperativen Nachbehandlung, nach dem man sich richten kann, z.B:

• 1. Woche abschwellende Maßnahmen, Eisapplikation und ggf. Lymphdrainage

• ab 7. Tag Vorbeugen von Verklebungen (manuell, keine aktive Krankengymnastik)

• 2. bis 4. Woche Gangschule und Weichteilmobilisation, Narbenmobilisation

• 5. und 6. Woche Muskelkräftigung (Aquajogging, legpress, Fahrrad-Heimtrainer)

• ab 7. Woche propriozeptives Training (Wackelbrett)

• ab 8. Woche Zehenspitzen- und Dehnungsübungen

• ab 10.- 12. Woche Steigerung der muskulären und koordinativen Leistungsfähigkeit

• ab 13. Woche Joggen

• Kontakt- und Ballsportarten, wenn möglich, erst nach 6 Monaten

Dieser grobe Leitfadeb bezieht sich aber nur auf die Achillessehne oder generell?

Geschrieben

Hallo Pennelope,
schön, dass du dich wieder meldest. Lieber spät als nie ?
Dieser Leitfaden ist jetzt speziell für die Achillessehne und evtl. auch für Unterschenkelfrakturen, Supinationstraumen usw...
aber was man Generell bei frischen OP´s machen kann sind diese Punkte:

  • Abschwellende und schmerzlindernde Maßnahmen (Eis, Lymphdrainage, Lagerung)
  • Isometrie bis aktive BÜ im schmerzarmen Bereich unter Beachtung der Belastungsfreigabe des Operateurs
  • ab 7. Tag Vorbeugen von Verklebungen und Kontrakturen (passives Bewegen der Gelenke)
  • 2. Woche Weichteilmobilisation, Narbenmobilisation (in der Regel nach Entfernung der Fäden)

Ansonsten kann ich dir unser Downloadbereich wärmstens empfehlen. Hier findest du alles was dein Herz begehrt ☝️

https://www.physiowissen.de/files/category/21-chirurgie-orthopaedie/

 

Geschrieben
vor 14 Stunden schrieb gianni:

Hallo Pennelope,
schön, dass du dich wieder meldest. Lieber spät als nie ?
Dieser Leitfaden ist jetzt speziell für die Achillessehne und evtl. auch für Unterschenkelfrakturen, Supinationstraumen usw...
aber was man Generell bei frischen OP´s machen kann sind diese Punkte:

  • Abschwellende und schmerzlindernde Maßnahmen (Eis, Lymphdrainage, Lagerung)
  • Isometrie bis aktive BÜ im schmerzarmen Bereich unter Beachtung der Belastungsfreigabe des Operateurs
  • ab 7. Tag Vorbeugen von Verklebungen und Kontrakturen (passives Bewegen der Gelenke)
  • 2. Woche Weichteilmobilisation, Narbenmobilisation (in der Regel nach Entfernung der Fäden)

Ansonsten kann ich dir unser Downloadbereich wärmstens empfehlen. Hier findest du alles was dein Herz begehrt ☝️

https://www.physiowissen.de/files/category/21-chirurgie-orthopaedie/

 

Thank you dear:) ja stimmt hatte ich ja alles und mache ich automatisch so...???

  • 2 months later...
  • 4 weeks later...

Kommentare

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    • Niemand kann sagen ob Musiktherapie, Yoga u.s.w. dir was hilft das ist klar. Es mag erstmal ungewohnt sein wenn man den Fuß oder Beschwerden in anderen Bereichen des Bewegungsapparates mit für den Laien merkwürdigen Therapiemethoden behandelt. Alle diese Maßnahmen zielen darauf hinaus Zugang zum Zentralen NErvensystem (ZNS) zu bekommen, denn die Schmerzverarbeitung ist nicht an deinen Füßen sondern im Gehirn. Hier wird versucht die Schmerzverarbeitung zu manipulieren oder zu übertrumphen umzuprogrammieren. Man macht sich andere Sinneseindrücke zu nutze, wie z.b. Hören,Sehen ect. Denn auch diese werden im ZNS verarbeitet. Die Patienten die Chronische Beschwerden haben sind oft immer noch lokal fixiert und möchten daß das behandelt wird wo auch der Schmerz ist, das ist aber bei Chronischen Pat. der völlig falsche Therapieansatz. Deshalb klassische Physiotherapie wäre wieder eine Therapie direkt an deinem Fuß mit manuellen Maßnahmen und ;Mobilisatioenen am Fuß evtl noch ergänzend mit Zusatzmaßnahmen wie Ultraschall oder Strom. Das hast Du aber ja alles schon hinter dich und bringt nichts. In diversen Fortbildungen die sich auch mit chronischen patienten auseinandersetzte, z.b. TEnnisellenbogen, behandelten wir fern von den Struktur. Z.b. haben wir einen chronischen Ellenbogenschmerz behandelt indem wir Patienten fahrrad fahren liesen. Oder über die sog. Spiegetherapie. Auch wenn es für dich merkwürdig erscheinen mag. Auch eine Musiktherapie ist eine Option. Und auch wenn es im ersten Augenblick vielleicht nichts mit deinen Füßen zu tun. Deine Füße werden trotzdem behandelt, aber eben nicht da wo es wehtut sondern immer mit dem Hintergedanken Einfluß auf das ZNS zunehmen, hier über die Akustik. Von daher auch wenn ungewohnt kann es sinnvoll sein.  MAn muss sich mal verabschieden immer nur  an den Füßen die Ursache zu suchen. AUch mit der Durchblutugng hat es aus meiner Sicht nichts zu tun. Wenn das so wäre hättest du irgendwann schwarze zehen. Weg von der Fußbehandlung das bringt nichts mehr. Man muss anders ran. Deshalb tut es dir auch gut anspruchsvolle Bewegung zu machen wie z.b. den Berg hochgehen.  Hier wird dein Schmerzreiz übertrumpht. Sinnvoll wäre bestimmt auch Bewegunskurse zu machen. Aquagymnasitik Fitnesstudio ect.   
    • Guten Morgen Luis. So kompliziert muss es gar nicht sein. Die Frage ist erstmal wie lange Du schon die Beschwerden hast und wo die Schmerzen sind. Der Unterschied ist natürlich daß Deine  Sehnen u.Sehnenansätze verletzt sind und nicht so strapazierfähig. Von daher kann man die Reize nicht so setzten wie sie beim Muskelaufbau üblich sind. Also pumpen bis zum Muskelversagen. Das Erste Ziel ist die Reduzierung des Reizzustandes, also die Heilung der Verletzten Struktur.  Aus meiner Sicht brauchst du Trotzdem ein Rezept für Physiotherapie, da sich die Schmerzen nur so in den Griff bekommen lassen. Übungen dienen erstmal nur zur Heilungsunterstützung und daß das verletzte Gewebe einen speziellen Reiz bekommt um sich wieder aufzubauen. Sehr gut sind hier Therabandübungen geeignet zb. mit dem roten Band. Im Stand das Band diagonal hochziehen und die Außenrotatoren trainineren. Jetzt kannst du Googeln. 3x15 Wiederholungen. Oder/ und du arbeitest mit kleinen Gewichten, nach vorne, seitliches Abspreizen wie du es ja im Gym kennst nur mit sehr viel geringerem Gewicht. Das wichtigste ist daß bei den Übungen kein starker Schmerz auftritt. Das ist Deine Orientierung. Von diesem Ausgangspunkt kannst du das Gewicht steigern oder wieder reduzieren falls die Übungen zu schmerzhaft sind. Steigere dich langsamm. Denk dran es geht nicht um Muskelaufbau sondern um das erneueren von neuen Sehnen und Muskelfasern. Hypertrophie training erst dann wenn es keinen Schmerz mehr gibt, das ist dein Startschuß wieder ins pumpen überzugehen. Aber auch hier würde Ich erst mit wenig Gewicht arbeiten und dafür die Wiederholungszahl steigern. als 20-25 Wiederholungen 2-3 Sätze. Isometrisches Training ist quasi ein Training ohne Bewegung und dient dazu daß Muskulatur nicht mehr abbaut. Auch das integrierst Du einfach. Bei der seitlichen Abspreizung stellst Du dich einfach seitlich an die Wand und drückst deinen Arm gegen Die Wand oder in die Außenrotation und Armbeugung wo Du frontal zur Wand stehst  

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