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++Brauche Unterstützung - Rundrücken++


Gast Django877

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Geschrieben

Hi Zusammen,

vor 12 Jahren habe ich mit dem Krafttraining und Bodybuilding begonnen und vor knapp 5 Jahren wieder aufgehört. Nach dem Start hatte ich mir innerhalb von 2 Jahren einen dicken Rundrücken antrainiert. (Bankdrücken 150 kg, Latzüge 130 kg Überwiegend Gerätetraining, hohe Gewichte, wenig Wiederholungen)

Vor allem die Muskulatur direkt an der Wirbelsäule, kam immer zu kurz. Seit 4 Jahren versuche ich dieses Problem wieder in den Griff zu bekommen. (Dehnübungen ohne Ende.) Meine Schulterbeweglichkeit und die Mobilität wenn meine Arme hinter dem Rücken sind, ist völlig eingeschränkt. Wenn ich meinen Oberkörper zur Seite drehe habe ich einen immensen Druck auf der Brustwirbelsäule und auch leichte Schmerzen. Mit den Übungen Zuhause komme ich einfach nicht weiter.

Kennt jemand von euch Übungen um genau diese Schwachstellen zu trainieren?

 

Bilder anbei.

 

Vielen herzlichen Dank vorab,

Django877

 

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Geschrieben (bearbeitet)

Hallo,

Ein Bodybuilding Herz hier zu sehen freut mich.
Was mich nicht freut, dass du Schmerzen hast und dir anscheinend eine ordentliche Dysbalance antrainiert hast.
Als erstes frage ich mich was du mit "vor knapp 5 Jahren wieder aufgehört" meinst.
Aufgehört mit dem Hardcoretraining oder machst du jetzt garkeinen Sport mehr?
Du solltest definiitv weiterhin Sport machen, weil - wenn du das 6 Jahre so extrem mitgemacht hast, kannst du da einfach so aufhören?
Mir würde das Herz bluten nichtmehr ins Krafttraining gehen zu können.

Wie du schon richtig bemerkt hast, solltest du die tiefe Muskulatur trainieren, viel mit Gleichgewichtsübungen arbeiten.
Die Muskulatur zwischen den Schulterblättern solltest du trainieren um gegen deinen Rundrücken zu arbeiten.
Die m. rhomboideus major + minor sind dafür die Hauptkandidaten.
Diese kannst du mit einem Theraband trainieren - nimm beide Enden in die Hände, hebe deine Arme auf 90° nach vorn.
Bringe etwas Zug auf das Theraband, versuch dann, deine Arme gestreckt nach außen/hinten zu ziehen - die Kraft sollte aus den "Schulterblättern" kommen, die du ebenfalls versuchst zusammen und nach unten zu ziehen.
Dabei immer schön das Brustbein zur Decke heben.


Was fast wichtiger mmn ist, ist deine Rotatorenmanschette - diese hält deinen Oberarmkopf dort, wo er sein sollte.
Die Schulter ist unser mobilstes Gelenk, weil es nur muskulär gesichert ist - beanspruchst du es falsch, wird auch deine Schulter falsch laufen und auf früh oder lang bekommst du Probleme.
Als Inspiration, nimmst du ein Theraband, nimmst beide Enden in die Hand, dass es leicht auf Zug ist.
Winkelst den Unterarm auf 90° an und lässt die Ellenbogen die ganze Übung lang am Körper.
Dann drehst du die UA nach außen.
Versuch dabei deine Schulterblätter in die Gesäßtaschen zu stecken und dein Brustbein zu heben.
Solltest du so 3x20wdh machen können.

Ich würde vermuten, deine Brustmuskel sind auch gut verkürzt, daher vorher warm machen und 30-40sek 2x die Brustmuskeln zu dehnen.

Such dafür ruhig bei Youtube und probier es aus.

 

Solltest du die Übungen im stehen ausführen, versuche deine Knie minimal anzubeugen und deinen Bauch leicht anzuspannen, sonst neigst du gern dazu ins Hohlkreuz zu fallen und das wäre dem nicht wirklich zuträglich.


Dies sind natürlich auch nur ein kleiner Teil von dem, was die Hauptbeschwerden lindern können.
Ich denke, du solltest mal einen Orthopäden aufsuchen und dir KrankenGymnastik verschreiben lassen.
Dann sprichst du alles mit deinem Therapeuten ab, der guckt sich alles an.

Wenn du fragen hast, tipp es ruhig hier rein.

Gute Besserung
LG

 

bearbeitet von PhysioJan
Geschrieben

Hi PhysioJan, 

vielen Dank für Deine Antwort! :)

Sport mache ich regelmäßig und unterschiedlichen. (Jogging, Badminton, Pilates)

Die von Dir beschriebenen Übungen probiere ich gerne aus. Gibt es die auch als Übungsvideos?

Vielen Dank,

Django877

Geschrieben

Moin

Ja gibt es
habe nicht soviel Zeit gerade
Das Video hier ist zwar nur einseitig, aber schön erklärt

zweites video, hab ich nicht das gefunden was ich mir vorgestellt habe, aber immerhin eines
 

 

 

Geschrieben

Guten Morgen! 

Danke PhysioJan daß du uns hier so fleißig unterstützt?!

Das ist genau der richtige Ansatz. Das Problem bei Bodybuilder ist  oft  die nicht korrekt ausgeführten Übungen was letztendlich dazu führt wie du schon beschrieben hast Gast Django daß du dir einen Rundrücken antrainierst. Gerade beim Training der Brustmuskulatur kann es passieren daß  die Schulterblätter während der Übung nicht an der Wirbelsäule fixiert werden  und gehen mit nach vorne. Physiojan hat es ja schon angesprochen, es kommt zum muskulären Ungleichgewicht. Vorne sind die sog.Schulterinnenrotatoren und der M.pectoralis verkürzt, und die Ausenrotatoren und Schulterblattfixatoren  hinten abgeschwächt. Wichtig ist das Training mit Schulterblattfixation in Zukunft.  Die Übungen von Physiojan sind somit genau richtig um der Dysbalance entgegen zu wirken. Also Romboideen und Ausenrotatoren kräftigen. Vorne wäre es auch gut den Pectoralis zu dehnen. l.g

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Gast
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  • Beiträge

    • Gast Meike Kk
      Hallo zusammen, aktuell schreibe ich meine Masterthesis im Bereich Public Health. Für meine Umfrage zum Thema "Risikofaktoren für Stress bei Physiotherapeuten", suche ich weitere Teilnehmer. Dauert auch nur maximal 5 Minuten, ist anonym und würde mir sehr weiter helfen! Teilnehmen können alle, die aktiv als Physio arbeiten und aus Deutschland kommen. Ich danke euch! https://uc2456.customervoice360.com/uc/Team_Meike_Karen_Kaster/b75b/
    • salkin21
      Moin zusammen,   ich brauche mal eine ehrliche Einschätzung bzw. Tipps zu meiner aktuellen Situation, da ich langsam nicht mehr weiter weiß. Bei mir wurde eine Chondropathia patellae Grad 2 im Knie festgestellt. Zusätzlich habe ich ein extrem instabiles Sprunggelenk mit insgesamt 6 Bänderrissen in den letzten 4 Jahren. Dazu kommen eine verkürzte Achillessehne sowie weitere verkürzte Strukturen/Bänder in den Beinen.   Außerdem habe ich: einen Senk-Spreiz-Knickfuß gleichzeitig einen Hohlfuß eine leichte X-Bein-Stellung   Aktuell bin ich deswegen in Physiotherapie. Mein Physio sagt im Prinzip hauptsächlich „dehnen“, allerdings fehlt mir ein klarer Plan bzw. eine sinnvolle Struktur aus:   Dehnung Mobilität Stabilität Krafttraining Wiedereinstieg ins Joggen/Fußball   Mein Ziel wäre es, Anfang Juni wieder Fußball spielen zu können – möglichst ohne Schmerzen und ohne dauerhaftes Tape. Aktuell versuche ich wieder mit dem Joggen anzufangen:   3x pro Woche jeweils ca. 25 Minuten 1 Minute Joggen bei 8 km/h danach 2 Minuten Gehen bei 5 km/h Laufkadenz beim Joggen liegt bei ca. 160–170       Problem dabei: Meine Schienbeine machen extrem Probleme. Teilweise verhärten sie komplett und ich bekomme kleine „Bobbel“ bzw. Schwellungen unter der Haut. Knie, Wade und Schienbein wechseln sich mit den Beschwerden teilweise ab. Wenn ich mein aktuelles Laufprogramm mache, bin ich eigentlich dauerhaft knapp an der Belastungsgrenze.     Folgende Hilfsmittel habe ich: Airex-Matte Resistance Bands Gym-Mitgliedschaft   Meine Fragen: Können meine Fußfehlstellungen und die X-Bein-Stellung die Ursache für die anhaltenden Probleme sein? Klingt das eher nach einer Überlastungskette durch die gesamte Beinachse? Sollte ich aktuell überhaupt weiter joggen oder erstmal komplett auf Low-Impact-Ausdauer (Bike/Stairmaster/Crosstrainer) wechseln? Welche Übungen wären bei dieser Kombination wirklich sinnvoll? Macht eine professionelle Laufanalyse bzw. Einlagenversorgung Sinn? Ich wäre echt dankbar über Erfahrungen oder Einschätzungen von Leuten mit ähnlichen Problemen oder physio-/sportmedizinischem Hintergrund.   Zusatz: Die Knieprobleme kamen nach meinem Urlaub im August, der erste Orthopäde hatte mir gesagt das ich eine verschobene Kniescheibe habe und daher die Schmerzen kommen, was aber eine Falsch Diagnose war. Die richtige Diagnose kam im Februar dann. Ich bin aktuell 21 und es ist meiner Meinung nach nicht nochmal das ich weder Joggen noch normal laufen kann. Leider finde ich in der Umgebung keinen Physio der mich ernst nimmt.
    • Gast Daggi
      Hallo, ich habe vor 27 Tagen Botox nach dem PREEMPT-Schema wegen chronischer Migräne bekommen (195 Einheiten). Seit ungefähr Tag 13–14 habe ich deutliche Beschwerden im Hals-/Nackenbereich entwickelt.   Symptome: starke Steifigkeit/Zuggefühl im Nacken und oberen Rücken Schmerzen/Druckgefühl Überlastung führt oft zu deutlicher Verschlechterung („Blockade“/Schutzspannung) ich muss viel liegen und den Kopf anlehnen/stützen   Wichtig: keine Schluckstörungen keine Atemnot keine echte Kopfhalteschwäche mit Nach-vorne-Fallen des Kopfes   Ich versuche aktuell Pacing: kleine Wege in der Wohnung kurze Aktivitätseinheiten dazwischen viel Entlastung keine aggressiven Übungen Meine Frage: Kann man so eine Botox-assoziierte Nackenproblematik vorsichtig zuhause selbst angehen, ohne direkte Physiotherapie vor Ort? Welche Bewegungen oder Übungen wären typischerweise sinnvoll, ohne die Schutzspannung weiter zu provozieren? Ich habe Sorge, dass zu aggressive Physiotherapie mich eher verschlechtert.   danke

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