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Geschrieben

Hallo, ich hätte da eine Frage zum Studium.
ich möchte gerne in Hamburg studieren in 3 Jahren nach meiner Ausbildung, jedoch habe ich von schon vielen Therapeuten gehört, dass sich das Studium nicht lohnen würde und man als "normaler" Physiotherapeut genauso gut ist.
Daher möchte ich gerne mal wissen, was für Vorteile das Studium mit sich bringt.
Ist einer von euch gerade am studieren oder damit fertig und kann mir helfen?

Geschrieben

Ich bin in derselben Situation, bin momentan in der Ausbildung und habe noch ein Jahr vor mir. Ich habe mich allerdings schon für ein Studium ausbildungs- und Berufsbegleitend beworben und werden es im November beginnen.

Ich erhoffe mir davon dass ich evidenzbasierter arbeiten kann und auch Erfahrungen mit Studien bekomme.

Verdienen tut man aber damit auch nicht mehr. Später will ich aber auch mal gerne als Lehrer an einer Physiotherapieschule arbeiten und ich denke da ist es schon besser ein Studium in der Tasche zu haben.

  • 1 month later...
Geschrieben

Also wegen des Gehalts solltest du es auf keinen Fall machen. Zahlen wird dir den Bachelor keiner.. 

Was evidenzbasiertes Arbeiten angeht wirst du das in einem Studium auf alle Fälle lernen, also wenn das dein Ziel ist solltest du dich schon für ein Studium entschließen. 

Geschrieben

Gehalt ist noch kein Argument, das stimmt. Habe 3 jahre nach meiner Ausbildung noch mal mit nem Vollzeitstudium in Fulda angefangen und kann sagen .... das ist super ! 
Nachteile: Ich weiss nicht ob es dafür Fortbildungspunkte gibt....

Vorteile:
1.Du sparst blankes Geld ! (kostet mich nur knapp 300 im halben Jahr, weniger als bei den meisten Fobis und dafür kann ich noch kostenlos Bus fahren, Mensa etc.....)
2. Wie tobi29 schon geschrieben hat -> du lernst wissensbasiertes Arbeiten. Heisst nicht nur "öh - warum sind massagen nicht hilfreich?!"  sondern -> Statistik  "Was ist Aussagekräftig, was nicht; ist ein Fehler im Studiendesign?; ist die Probandenanzahl hoch genug?; um WAS für eine Art Studie handelt es sich ?; ist diese Fremdfinanziert und und und. Wenn du dein erstes eigenes Review geschrieben hast, weisst du wie viel Arbeit es macht, aber kannst dir dafür viel Zeit mit guter Therapie nehmen, oder aber Themen bearbeiten, in denen du vielleicht denkst "dafür gibt es nichts, daran möchte ich forschen"
3. Die Dozenten welche an den Hochschule arbeiten, denken sehr kritisch. Das ist gut fürs lernen!
4. Die Materialien welche den Hochschule (zumindest hier in Fulda) zur Verfügung stehen sind gewaltig.
5....du kannst im meisten Ausland arbeiten, in denen der Bachlor der Physiotherapie anerkannt ist. Anders herum geht dies nicht UND man weiss nicht wie die Gesetzeslage in den nächsten Jahrzehnten aussieht.... es geht immer mehr auf die Akademisierung unseres Berufe ;)

Ich komme nun in mein 3tes Semester und habe es nicht bereut. Ab und an sehr anstregend wenn es um Hausarbeiten geht, aber definitiv lohneneswert.

Über andere Meinung bin ich natürlich auch sehr gespannt =)
 

Geschrieben

Ist für mich recht einfach:

Wer studiert, hat später Anspruch schneller in eine Führungsebene zu kommen. In der Physiotherapie hat das aber wenig Gewicht, weil das eher Leute machen, die dann meist schon eine lange Zeit im Betrieb sind bzw. oder auch die passenden Qualifikationen aufweißen! Manche Einrichtungen wie z.b. Sportzentren nehmen aber nur Studenten bzw. Leute mit Bachelorabschluss. Was in meinen Augen totaler Käse ist. Aber nunja, jedem das seine ;) Demzufolge kommst du mit Berufserfahrung und sozialem Feingefühl wesentlich weiter, als auf der Studienbank zu versauern. (Meine Meinung)

Trotzdem ist's natürlich keine schlechte Sache aber nicht so notwendig wie vielleicht in anderen Berufen.

LG

Geschrieben

Ich denke auch, dass es dem Patienten wenig interessiert, was eine Studie über seine Behandlung aussagt. Ihm ist es wichtig, dass sie hilft. Und welche Behandlung bei welchen Beschwerden hilft, lernt man in der Berufsfachschule und in der Praxis.

Geschrieben

Das kann natürlich schon sein, aber nur durch Studien kann man herausfinden, ob eine Therapie auch langfristig wirklich wirksam ist. 

Und ein Studium bedeutet ja nicht, dass du weniger lernst als in der Berufsfachschule. Du hast auch im Studium die selben Praxisstunden, wie in der Ausbildung. 

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb tobi29:

Das kann natürlich schon sein, aber nur durch Studien kann man herausfinden, ob eine Therapie auch langfristig wirklich wirksam ist. 

Joooooooa, aber das kann ich ohne wissenschaftliche Studien auch. ^_^

Geschrieben

Moderator ist stolz darauf Physio zu sein,das ist ja in Ordnung.Sind wir ja auch.Von Tobi29 und mir die "Sicht" ist aber vielleicht ein wenig anders zu interpretieren,denn "einfach" ist es nicht zu erklären.hängt ja noch ein langer Rattenschwanz daran,warum einige unserer Branche (auch alt eingesessene Dozenten von staatlichen. Schulen) dazu raten,unseren Beruf zu akademisieren. Vllt mal bei nem Käffchen besser zu erklären.lg

Geschrieben

Also erstens heißt hier keiner Moderator?? und zweitens weiß ich nicht was du mir damit sagen willst. Stolz hat hier keinen Vorrang, zumal ich das garnicht vorschieben würde, wieso auch?

Und ein Käffchen wird hier leider niemand mit dir trinken können, daher antworte bitte ganz oder so das wir anderen das auch verstehen oder bzw. ich, da du mich ja offensichtlich damit ansprichst. 9_9Für mich persönlich sehe ich hier kein langen Rattenschwanz, die Frage war studieren oder nicht?

Das Thema akademisieren ist ein völlig anderes und hier in Bezug auf die Frage jetzt eigentlich nicht relevant. Denn der lange Rattenschwanz hängt nicht am akademisieren dieses Berufes, da gibt's noch genug andere Baustellen davor,

Ich respektiere Tobis Meinung genau so wie er meine. Das sind nur Ansichten und da kann doch gern jeder seine eigenen haben. ;)  In diesem Sinne.

Geschrieben

Wollte ja nur einen Anstoß geben.Akademisieren heisst ja nunmal studieren,korrigiert mich wenn ich falsch liegen. Anstoß im Sinne von = durch "studieren" mehr Rechte / Verantwortung erhalten, im längerem Sinne dadurch höhere Standards bekommen,damit unsere Gehaltsklasse langsam ,aber mit stetigem Druck besser werden lassen. Habe das Gefühl das ich gerade getrollt wurde :( bin dann mal mich abmelden. Das mit dem Kaffeetrinken war eigentlich ernst gemeint.... Naja.macht jetzt auch nichts mehr vom Thema,muss arbeiten *fly away*

Geschrieben

Ja macht ja nichts, durch das schreiben kommen manchmal Sachen anders rüber als man sie meinte.

Schönen Abend noch und viel Spaß auf Arbeit. ;)

PS: Das wird dann aber ein teures Käffchen. :D

lg

Geschrieben (bearbeitet)

Schoen ist doch jojoba112's Antwort: woher wissen die Dozenten in den Fachschulen wohl, was sie unterrichten sollen?

Das ist alles auf Studien basiert - solchen, die in Deutschland kaum einer machen kann, weil Physio eben nicht grundsaetzlich akademisiert ist. Aber wenn man natuerlich lieber ein passive Mitteilnehmer und und nicht zu denen gehoren moechte, die die Dinge ein wenig vorantreiben, dann brauch man wirklich nicht zu studieren. :)

Ich kann auf jeden Fall zum Sudium raten: Lernen ist nie verkehrt und eine Investition ins Leben.

Ob man damit spaeter mal mehr Geld als Physio verdient? Wer weiss das schon. Wenn du hinterher genauso blind und stur weiter behandelst und den ganzen Tag 'an der Bank' stehen willst, dann vielleicht nicht. Dann kannst du dich der Gruppe derjenigen anschliessen, die das 30 Jahre lang machen und dann ueber Gesundheitsprobleme klagen und am Ende sind.

Ist der deutsche Bachelor im Ausland anerkannt? Vielleicht in Europa - weiss ich nicht, aber im anderweitigen Ausland ist er nicht anerkannt, weil er qualitativ andern Laendern weit hinterher hinkt und das deutsche Gesundheitssytem viele Dinge fuer Physios nicht zulaesst, die im Ausland Physio Basiskenntnisse sind. Aber immerhin ist es innerhalb Deutschland's die am meisten akademisierte Moeglichkeit der Weiterbildung. Kommt fuer dich eventuell in Frage in Holland zu studiren?

Gruss,

Anna

bearbeitet von annajule
Geschrieben

Jetzt fühle ich mich schon persönlich angegriffen. Nur weil ich nicht studiere, heißt es nicht, dass ich blind und stur immer das Gleiche behandle. Ich bin nur der Meinung das Erfahrung und regelmäßige Weiterbildungen mehr bringen als ein Studium.

 

Geschrieben (bearbeitet)

Jojoba, tut mir leid wenn du dich angegriffen fuehlst.

Ich stelle einfach Tatsachen dar. Du siehst zu, wie andere Physios auf hoeherem Standard lernen und profitierst von deren Kenntnissen. Und dann sagst du, dass ein Studium nichts bringt. Physios die studieren machen hinterher auch Erfahrungen und Weiterbildungen, nur koennen sie das auf einem ganz anderen Niveau auswerten.

Faendest Du es nicht schoen, wenn du Studien ueber Ultraschalltherapie selbst finden und auswerten koenntest?

Gruss, Anna

 

bearbeitet von annajule
Geschrieben

Die Sache ist folgende, die Ausbildung kostet Geld, die Weiterbildungen kosten Geld und was am Ende rauskommt ist fast nix.

Wenn ich jetzt noch nebenbei studiere, bleibt von den fast nix, nix übrig und welcher Arbeitgeber zahlt mehr nur weil man einen Bachelor hat? Da zählt MT, MLD, evtl. Bobath. Und außerdem, möchte ich keine unzähligen Blätter über eine Studie lesen, sondern am Patienten sein.

Mein Wissen über Wirkungsweisen und Erfahrungen hole ich mir aus regelmäßigen Weiterbildungen und der Arbeit am Patienten.

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