ich bitte euch um hilfe. grund:ich habe in letzter zeit immermehr mit krebspatientn zutun.mein erfahrungsschatz ist leider in dem gebiet nicht sehr groß (bin z.zt. auf einer chirurgischen bzw, gefäßchirurgischen station)und ich würde mich über hilfestellung von euch freuen. ich würde gerne von euch wissen, wie ihr mit den patienten in den unterschiedlichen stadien umgehen würdet /umgegangen seid, worauf man achten sollte und was ihr für erfahrungen gemacht habt.
lieben dank,
moonie
04.11.2005 11:35
In meiner Parktikumszeit habe ich fast außschließlich 6 Wochen in der Abteilung mit lungenkranken Menschen gearbeitet. Sagen wir, 60 % davon waren Krebspatienten. Du fragst nach dem Umgang...meine Erfahrung war, dass es darauf ankommt, wie sich die Patienten dir gegenüber verhalten. Es gibt welche, die sich mit der Situation, unheilbra krank zu sein, gut abgefunden haben und ihre verbleibenden Jahre oder Monate noch gut getalten. Mit diesen Patienten hat man viel Spaß, die Therapien sind fröhlich und man kann auch offen mit ihnen reden - auch über Krankheit. Wieder ein anderer Teil der Patienten kann und will sich mit der Situation nicht zufrieden geben...sie sind sehr launisch, oft auch streitsüchtig und der Umgang mit ihnen ist nicht ganz so einfach. Man sollte jedoch als PT aufpassen, dass man sich der Situation nicht zu sehr annimmt, was ich damit sagen will, ist, dass es auf einer Krebsstation eben durchaus vorkommen kann, dass der Patient, den man gestern noch behandelt hat, am nächsten Tag verstorben ist! Vielen PTs - hab ich festgestellt- fällt es schwer, mit dieser Situation fertig zu werden. Mir sind damals auch 2 Patienten verstorben...und da schluckt man natürlich erstmal und man weiß gleich gar nicht, wo einem das Herz hängt. Aber andererseits ist man auch froh, wenn diese Patienten ihre Ruhe gefunden haben, denn der Krebs geht ja nicht spuhrlos bzw. schmerzlos an einem vorrüber...
Vielleicht konnte ich dir damit ein bisschen die Unsicherheit nehmen ;)
pt02