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Körperstammtraining bei idiopathischem unterem Rückenschmerz


Hallo

"lower back pain" ist nach wie vor eine Volkskrankheit und wie man das (generell) in der PT so macht, macht jeder irgendwas ohne (so kommt es mir zumindestens vor) sich darüber Gedanken zu machen was er da veranstaltet.

Ich möchte vorher noch darauf Hinweisen dass ich nicht von Patienten spreche mit gesichertem Bandscheibenvorfall/Protrusion o.ä. sondern eben von idiopathischem unterem Rückenschmerz.Mir ist auch bewusst das es eine Reihe von Ursachen geben kann von denen einige recht leicht und andere sehr schwer zu differenzieren sind.Auf psychosomatische Ursachen möchte ich nicht eingehen.




Generell ist alles was ich schreibe nur eine Sammlung von Meinungen aus Literatur / Lehrkraftmeinung und eigenen Gedanken. Ich würde mir wünschen diesbezüglich auch Meinungen von Anderen zu hören die sich damit auseinandergesetzt haben und meine Gedanken (fachlich belegt?!) widerlegen können oder weitere Denkanstöße geben.




In Rückenschulenmodellen werden Bücke/Trage/Haltungstechniken erarbeitet welche großen Wert auf den aufrechten ("geraden") Rücken legen.
Im Gegensatz dazu stehen aber viele haeufig durchgefuehrte Übungen: Crunches,Hyperextensions und side crunchs sind dann wohl der komplette Weltuntergang (WS Beugung unter Belastung mit ROTATION OMFGWTFBBQFTWNOWGTFO!
Schlussfolgerung wäre ein üben mit aufrechten Rücken etwa der Unterarmstütz.Hier habe ich aber die Erfahrung gemacht ,dass es vielen Patienten sehr schwer fällt diese Position (auch verkürzt) einzunehmen was aber eher von einer Schwäche der Schultermuskulatur kommt. Dazu kommt dass ich mich mit einem statischen Üben nicht richtig anfreunden kann(außerhalb der Reha etc..). Der Kraftzuwachs ist zu gering, der Muskel wird nur in einer Position trainiert somit fehlt viel propriozeptive Information - der Muskel lernt nur in einer bestimmten Position Kraft aufzubauen. Gab noch ein paar andere Gründe die ich mir erlesen hatte die mir aber atm nicht einfallen (sehr ungünstig ich weiss.. bitte widersprecht mir in Bezug auf isometrisches Training wenn ihr das anders seht)
Training in Unterarmstütz oder ähnlichen Positionen mit instabilen Unterlagen/Bewegungsaufträgen fallen mehr in Richtung Stabi-->somit Training der Segmentstabilisierenden Muskulatur und Reaktionsfähigkeit auf feine Änderungen der eingehenden Sinninformationen.
Einige Kollegen mit denen ich gesprochen habe meinten ,dass genau dies das non-plus ultra sei (Training der Segmentstabilisierenden Muskeln durch Slings,Pezziball etc). Ironischerweise hatte einer von ihnen der im übrigen auch muskulär recht gut gestellt war genau diese idiopathischen Rückenschmerzen obwohl er regelmäßig das entsprechende Training durchführte und sicherlich eine bessere Wahrnehmung seiner Körperhaltung hatte als jeder Patient.Desweiteren sollen die kurzen Gelenksichernden Muskeln bei langer nichtbelastung (wie etwa 10 Jahren Schule) verfetten und somit nicht mehr wirklich auftrainierbar sein was den ganzen Spass von vornherein sinnlos machen würde.


Ich habe mir diesbezüglich folgendes überlegt. Es gibt eine Reihe von Lumbalsyndromen oder Schulter/Nacken Syndromen bei denen eine Massage über einen kurzen Zeitraum deutliche Linderung schafft. Die Schmerzursache ist also wahrscheinlich eine lokale Ischämie.
Demzufolge wäre das optimale Training ein Training welches die lokale Durchblutung dauerhaft verbessert. Das Ausdauertraining eine Anreicherung von Mitochondrien im Gebewe fördert und Angiogenese anregt ist denke ich weitestgehend akzeptiert (Vergleiche ft-Fasern Sprinter/st-Fasern Marathonläufer).
Ergo müsste das optimale Training so Aussehen wie ein aerobes Lauftraining fuer die Beine.(Dauermethode/Intervalltraining etc).
Hier stoße ich aber auf ein recht großes Problem. Das gute beim Lauftraining ist dass man 2 Beine hat und somit alternierend Muskulatur belastet während das nicht belastete Bein wieder Blut zugefuehrt bekommt ---> bei einer dauerhaften Kontraktion (auch bei dynamischem Training wird der Muskel i.d.R. nicht entspannt sondern konstant unter wechselnde Spannung gesetzt) kommt es eben zu genau dieser ischämischen Reaktion und Laktatanreicherung was wiederum zu einer Übersäuerung des Gewebes führt etc.etc.
Dies lässt sich denke ich umgehen wenn man entsprechend nach jeder dynamischen Bewegung eine kurze Pause macht (analog zum abstoßen mit dem anderen Bein) aber es bringt mich zurück auf mein Problem dass ich nicht weiss wie diese Übung (ich nehme mal das Beispiel Erector spinae pars lumborum)optimalerweise aussehen müsste.. Hyperextensions? Problem siehe oben..

Ich sehe es so ,dass es generell keine Bewegung gibt die schlecht ist. Es gibt nur Bewegung auf die der Körper nicht ausreichend vorbereitet ist. Allerdings gibt es keine konkreten Angaben darueber wie stark ich etwa den Annulus fibrosus tatsächlich belasten kann(im Rahmen des genetischen Limits). Und selbst wenn ich das wuesste ist es nicht möglich bei jedem Patienten nachzusehen wie denn der Zustand seiner Discii intervertebrales ist. Was die Übungsauswahl weiter erschwert..

Ideen zu Training bei Nervenengpässen(Training bei hypotoner Muskulatur? bitte keine Diskussion ueber den Sinn und Unsinn von Dehnung..) und Abnutzung der Discen/Artt. intervertebrales würden mich auch interessieren.


FKY

gtfo

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Thema: Körperstammtraining bei idiopathischem unterem Rückenschmerz

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