erstellt von moonie vor 6.2j
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maulkorb durch ärzte


nabend,
habe von unserer zuständigen physio mitgeteilt bekommen, das wir bei unseren mammasektio-pat. KEINE aufklärungsarbeit(z.b. vorsichtig mit sportarten wie tennis o.ä.) machen dürfen, da es von den ärzten unerwünscht ist und sie es wünschen, das wir auf die ärzte verweisen.(ironie an) ja, haben wir denn null ahnung (ironie aus). woran kann es liegen, das uns äzte so einen maulkorb verpassen????<<< ich will das verstehen, da ich das saudämlich finde

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Thema: maulkorb durch ärzte

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vor 6.2j
aktin
10.03.2006 00:53

KLARER FALL VON KOMPETENZGERANGEL, ganz ganz ganz TRAURIG!!!

Sofort das Gespräch mit den zuständigen Ärzten suchen am besten zuerst mit der höchsten Stelle z.b. Chefarzt und um Gesprächstermin zur Klärung des Sachverhaltes bitten. Das kann man so nich stehen lassen sonst gibt es bald so gut wie KEINE Aufklärung mehr. ;-(

Und eventuell einen Leitfaden für Aufklärung erstellen an dem sich alles PT´s halten, dann werden die PAtienten aufgeklärt und die Doc´s entlastet!

mfg,
matthias

vor 6.2j
stephan
10.03.2006 18:35

.. wo ist da die Grenze zwischen Aufklärung bezüglich der Krankheit und Vorsichtsmaßnahmen bezüglich der Beweglichkeit?

Was die Ärzte offensichtlich wollen ist, dass Krankheitsspezifische Fakten nicht durch Therapeuten ausgeplaudert werden. Mal echt - wie viele Patienten wissen über ihre eigene Krankheit nicht bescheid, und in wie vielen Fällen ist das auch gut so? Ich meine damit hauptsächlich Intherapierbare lebenslimitierende Krankheiten. Offenbar will sich hier ein Arzt die Therapielinie und eventuell auch die psychische Betreuung des Patienten nicht durch eventuell unüberlegte Aussagen von Therapeuten (die ja oft durch Krankenblätter mehr über die Krankheit wissen als in dem Fall der Patient) zerstören lassen. Gerade im Fall Krebserkrankung ist das Thema heikel.

Ich würde, wie Aktin schon vorgeschlagen hat, um ein klärendes Gespräch bitten, da ich in jedem Fall die Meinung vertrete, dass Kommunikation viele Barrieren und Ärgernisse umgehen bzw. ausräumen kann. Im beschriebenen Fall kann ich mir nicht vorstellen, dass der Arzt etwas dagegen hat, wenn du der Patientin sagst, dass sie wie beschrieben bei manchen Sportarten vorsicht walten lassen soll, jedoch wäre eine Aussage über generelle Prognose der Krankheit oder Metastasierungsneigung oder ähnliche Informationen Arztsache.

MfG Stephan

vor 6.2j
moonie
10.03.2006 19:23

eine idee mal mit den ärzten drüber zu reden isset auf jedenfall.
auch wenn meine bisherige erfahrung da sehr unterschiedlich ist/war. in einer klinik war es vollkommen klasse, die kommunikation zwischen pflegerInnen,ärzten und therapeuten war gut. in einem anderem haus dagagen wollten die nur saubere akten haben und kommunikation zwischen den anderen fachbereichen =null. ich war sogar so frech was übern pat zu fragen... ab dem tag wurde ich von der stationsärztin gemieden..
grund: tja was soll ich sagen...ich sollte doch als therapeut wissen, ob der pat eine herzerkrankung hat, wenn ich den vibramax (oder vibramat) bei der at verwenden solle... und es einen widerspruch zwischen akte und patientenaussage gab.

aber soviel zum thema miteinander..manche ärzte haben einfach nur das bild halbgott in weiß vor augen, auch wenn ich schon einige ausnahmen getroffen habe.

ich werde mal schauen, wie es sich im nächsten einsatz verhält.

vor 6.2j
marions
12.03.2006 11:25

ist mir auch schon passiert.
das traurige daran ist, dass die Patienten z.T schon über ihre OP´s nicht genau adäquat aufgeklärt werden (samt Risikofaktoren).
Bsp. 25-jährige Rückenpatientin (NPP L5-S1): sollte eine Infiltration bekommen. Wurde abends um 22h aufgeklärt, als sie schon halb abgeschossen war. Später hat sie auf Nachfrage des AiP´s erzählt, was sie bei mir in der Therapie macht (Traktion über´s Becken, segmentale Stabiübungen etc.). Der Arzt meinete darauf hin, dass Manuelle Therapie (a.G. der Traktion) absolut verboten wäre, da ich dadurch einen QUERSCHNITT auslösen könnte! "keine Manuelle!!!!" stand dann im Arztbrief. Das hat mich zu dem Fazit gebracht, dass Ärzte wie auch schon anderen bestätigt, wenig Ahnung haben, was WIR Physio´s eigentlich machen!!! Schade eigentlich.

MfG Marions

PS: aus diesem einen von vielen Gründen finde ich das Schwedische Studiumsmodell nicht schlecht, dass das erste Semester Ärzte, Pflege und Physio´s zusammen verbrigen -> mehr Teamfähigkeit und Absprache von Anfang an, sowie ein vermehrtes Interesse für andere Berufsgruppen im Arbeitsfeld Medizin! *Daumen hoch*

vor 6.2j
mephia
12.03.2006 22:48

das habe ich gar nicht gewusst, dass mit Schweden. Klingt interessant...
Ist das schon länger so?

vor 6.2j
marions
16.03.2006 19:40

Weiß ich nicht ganz genau!!! Hab es vor 1 oder 2 Jahren in einer Physiozeitschrift gelesen!!! ABer es gibt eine Homepage die sich Schwedenboard nennt, vielleicht findest du dort Antwort

Gruß Marion

PS: Hoffe das gilt nicht als SChleichwerbung ;-)