erstellt von stephan vor 6.3j
6480x betrachtet

Nervendehnung von der HWS


Hi,

folgendes Problem: ich hab nen Patienten, der mit einer HWS-Problematik zu mir gekommen ist. Als kleine Vorgeschichte - er hatte vor 3 Jahren nen BS-Vorfall in der HWS.

Das aktuelle Therapieziel ist die Stabilisierung der HWS. Soweit kein Problem. ABER bereits bei leichter Lat-Flex des Kopfes kommt sofort ein Nervendehnungsschmerz (bds) der gesamten Plexus brachialis Nerven.

Nun wurde uns gelehrt, dass Nerven nicht durch Therapie dehbar sind sondern maximal durch viel Zeit und leichte Dehnung durch alltägliche Haltung. Meine Frage daher - wie kann ich von der Stabi abgesehen dem Patienten denoch helfen ohne dabei weiter Stress auf die bereits vorgeschädigte Bandscheibe auszuüben?

Mfg Stephan

Nichts muss für immer so sein, nur weil es immer so gewesen ist.

Antwort schreiben

Thema: Nervendehnung von der HWS

Formatierungsmöglichkeiten: [b] ~ [i] ~ [img] ~ [quote] ~ [url] - Hilfe

Login:
vor 6.3j
mzd
21.01.2006 15:33

das man nerven nicht dehnen kann halt ich für nen gerücht.
dafür braucht man viel zeit, da reichen bestimmt keine
40 min KG inner woche. P. Hausaufgaben geben. wenn er sie
nicht macht ist er selber schuld.

vor 6.3j
stephan
21.01.2006 17:47

Mal echt - würdest du freiwillig jeden Tag deine Nerven dehnen, wenn du weißt, dass da mal nen BS-Vorfall war?

Selbst wenn ich ihm nur als Aufgabe gebe die Schulter in Depression zu bringen und dann Arm in ABD zu bringen und Hand in DE / VF hat der dermaßen Schmerzen, dass er das sicher nicht macht.

Gibts Studien, wie man Nerven dehnt bzw wie die sich anpassen?

MFg Stephan

vor 6.3j
mzd
21.01.2006 20:17

naja ,bsv und nervendehnung sind 2 verschiedene paar schuhe.
man sollte natürlich im verminderten schmerzberiecht dehnen.
nerven schmezen sind echt übel. und wenn er wirklich starke
schmerzen hat sollte man das lieber lassen.
dann lieber mobil halten und Schmerzen lindern.
normalerweise ist da aber nen nerurol. oder den orthop. zuständig.
mit PT kann man nicht alles heilen ;)

studien gibts aber die einen meinen so und die anderen jenes und
manche wieder rum dieses. von daher...

vor 6.3j
xaniel
05.02.2006 18:28

Hallo Stephan,

ich denke, dass Dein Patient eher ein "Mobilisation" als eine "Dehnung" des Nervensystems braucht. David Butler hat dazu ein m.M. sehr gutes Buch geschrieben : Mobilisation des Nervensystems. Die deutsche Übersetzung ist von Gisela Rolf (Bobath- und Maitland-Instruktorin).
Leider kann man dieses Buch nicht mal eben so durchlesen. Vielleicht findest Du einen Kollegen, der sich schon mal mit der Materie befasst hat und kannste ein paar praktische Tipps von ihm bekommen.
Auf eine "Dehnung" der Nerven solltest Du jedoch m.M. verzichten. Dies bringt Deinem Patienten sicher mehr Streß.


Gruß, Daniel

vor 6.3j
stephan
05.02.2006 18:35

.. interessanter Ansatz. Bedeutet praktisch, dass zb verspannte Muskeln einen Nerv so festigen können, dass dieser nicht nachgibt.

Aber wäre der Umkehrschluss nicht, dass diese Muskeln dann schon in Ruhe darauf drücken würden?

Mfg Stephan

vor 6.3j
xaniel
05.02.2006 18:44

Hallo Stephan,

leider hatte ich Deinen Patienten noch in den Händen. Meine Hypothese: Durch den BSV wurde der Nerv irdendwie gestresst. Jetzt meldet sich der Nerv, in dem er die Beweglichkeit der HWS einschränkt. Es gibt verschiedene Techniken in der Manuellen Therapie (z.B. von David Butler) mit denen man dem Nerv wieder "gut zureden" kann.
Diese Techniken hier zu erläutern wäre sich grob fahrlässig von mir. Daher der Hinweis von mir, sich an einen Kollegen zu wenden, der sich damit (Mobilisation des Nervensystems) auskennt. Die Techniken werden z.B. auf Maitland-Kursen (Level 2a) oder auf Kursen der NOI-Group gelehrt.


Gruß, Daniel