Ich habe eine Frage, ob ich die Sherringtontechniken richtig verstanden habe und möchte sie einmal an einem Beispiel erklären: Bizeps soll behandelt werden
SH I = Kontrastentspannung
- das Ebg wird in Flexion eingestellt (ans Bewegungsende), der Therapeut gibt Widerstand Richtung Flexion (also dort wo vom Patienten nun die Handfläche hinzeigt)
- der Patient soll den Muskel anspannen und gegen leichten Widerstand halten
- dann wird die Spannung vom Pat gelöst und in dem Moment der Muskelentspannung bewegt der Th weiter in die Dehnung (also hier Ex)
Sh II = Antagonistenhemmung
- das Ebg wird in Flex eingestellt, der Therapeut gibt Widerstand am Unterarm Richtung Ex (also dort wo vom Patienten der Handrücken hinzeigt)
der Patient soll den Muskel anspannen und gegen leichten Widerstand halten
Spannung wird leicht gelöst und der Patient zieht aktiv weiter in die Flex
Habe ich das vom Prinzip her richtig verstanden? Oder ist das ganze oben beschriebene eher für den Triceps, das ist mir nicht ganz klar.
Liebe Grüße
16.02.2012 23:48
die SH I klingt irgendwie nach Postisometrischer Relaxation. Ich wollte behaupten, das Prinzip hast du richtig erfasst. Wann genau du aber dabei in die Dehnung gehst, also EB-Ext., davon gibt es sehr viele Spielarten. Im Moment der Entspannung, direkt danach (wenn der Muskel wirklich keine willkürliche Spannung mehr hat)... Hauptsache ist, du gehst zeitnah in die Musk-Verlängerung und wartest nicht erst 2 Min.
Ein Tipp noch, 15 Sekunden die Spannung halten und dann zw. 30 und 60 Sek. die Dehnung. Denn der Muskel braucht mind. eine halbe Minute, um locker zu lassen - und darum geht es ja bei der "Dehnung". (An sich ein falscher Begriff. ;)
Regardierend,
Andreas