in der klinik in der ich arbeite gibt es momentan eine umstrukturierung bezüglich der nachtbehandlung von knie-teps.
und zwar soll der pat ab op tag bis 3. post op tag die 90 grad flex passiv haben und "schmerzfrei" sein. natürlich ist er dementsprechend mit schmerzkatheter und schmerzmitteln versorgt dass er komplett abeschossen ist.
natürlich ist da an motorik absolut nicht zu denken und gangschule kann ich erst ab ca 4. post op tag machen, da erst da der n. femoralis/ischiadikus wieder funkioniert.
und natürlich gibt es da auch oft folgente komplikationen: pat ist nicht schmerzfrei bis 90 grad, oder hat nur z.B 60 grad, dann wird der schmerzkatheder neu gelegt und gangschule wird noch weiter nach hinten raus gezögert.
und andere komplikationen wie pat blutet aus wunde usw.
jetzt meine frage, was haltet ihr davon dass die pat umbedingt die 90 grad haben. schwachsinn oder sehr wirchtig???
13.04.2008 14:49
Ich denke aber auch das man die Relation dazu sehen muss ... wenn man so schnell wie möglich Post-OP auf z.B. 90° kommt ... hat man schon viel gewonnen, der rest 110° ... 120° soweit es halt geht ... fallen dann leichter. Es wird wohl alles schwerer und langsamer gehen wenn man das dem Patienten nicht zumutet und vllt. wird er das Knie wegen Verklebungen garnicht mehr so weit beugen können. Ich glaub es ist leichter für den Patienten wenn man am Anfang bissi viel Medi und dann die Bewegungen macht ... als das er im Nachhinein dann länger Physiotherapie braucht um die Bewegungsausmaße zu erreichen die er zum Gehen, Treppensteigen, Radfahren etc. braucht.
Was denkst du denn darüber?