ich hatte vor 2 Wochen eine Ruptur des Hinteren Kreuzbandes und des Innenbandes. Die Behandlung erfolgt konservativ mit 6 Wochen PTS. Die genaue Geschichte findet sich hier unter Posting 798: http://www.softrock.de/forum/thw/showtopic.php?thread[threadid]=11181&post_start=775&time=
Nun sind die Erfahrungen mit HKB Rupturen aller PT die ich bislang gefragt habe recht mau, daher wollte ich mal nachhören, welche Übungen denn bei Euch üblich sind. Einige Punkte sind klar...
- Erlaubte Beugung in den ersten 2 Wo: 20°
- ALLES aus Bauchlage (auch das wird ja oft diskutiert, aber der Spezialist war hier sehr eindeutig!)
- Quadrizeps Stabi ist klar, soweit aus BL und ohne provozieren der Hinteren Schublade möglich
- Patellamobilisierung
wasgenau würdet ihr hier an Übungen vorschlagen?
Vielen Dank vorab!
Marcus

02.07.2011 09:45
Ich denke egal was man tut das wichtigste ist das Verstehen, was da passiert. Übungen, techniken gibt es viele. Aber wichtig ist zu verstehen warum man diese technik und jene übung macht. Dann kommt es immer drauf an welches kreuzband es ist, ob es konservativ versorgt wurde, oder nur ein teilriss.
Bleiben wir beim hinteren kreuzband das rupturiert ist. Was ist seine aufgabe die es nun nicht mehr erfüllen kann??
Es verhindert einmal die hintere schublade, also könnte man argumentieren, die erste zeit alles vermeiden was sie provoziert, also übermäßige flexionen, da bei jeder knieflex (also laut mt, gleichsinniges gleiten) ein gleiten des tipiaplatos nach dorsal erfolgt, entspricht also hinterer schublade. Nur frag ich mich warum alles in Bauchlage, was gibt das für nen sinn? Vermeidet man hier die hintere schublade? ich glaube kaum, da du hier genauso in die flexion kannst. daß man nur in bl mit dem patienten arbeiten darf ist für mich nicht nachvollziehbar. das muß schon ne gute begründung sein.
nun wenn man die pathologie weis dann kann man sich überlegen was wichtig ist. wenn man jetzt an die muskuläre kombonenten denkt, dann kommt man darauf, daß bei anspannung der ischios auch die hintere schublade provoziert wird, und bei anspannung des quatriceps die vordere. Das ist gut, denn wenn die vordere aktivert wird, wird doch somit die hitnere schublade verhindert.
Also hab ich eine der wichtigsten übungen
>>kräftigung des quatriceps (vorsicht bei frischer vorderer Kreuzbandruptur, würde ich dies nicht beüben, da es nun ja die vordere schublade provoziert)
Auch die rezeptoren im kreuzband sind kaputt, so daß das neuromuskuläre zusammenspiel nicht mehr funktioniert,
>>>also kniestabilisatione (labile unterlagen, trampolin ect.)
Wenn das knie dick ist, dann resorptionsfördernde maßnahmen, oder wenn das knie nach übunben dick wird.
Da gibt es auch übungben, für die stoffwechsel verb.
ich hätte jetzt gesagt in aste rl. mit leichtem theraband, 40 wiederholungen, bein strecken und anbeugen.
Für die ausenbandruptur könnte man elektrotherapie ansetzen. Ischios anschauen, denn wenn die zu sher verkürzt sind ziehen sie das tibiaplato auch in die hintere schublade.