erstellt von h0nk vor 3.6j
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Master-Studium


Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich wollte euch mal fragen wer von euch sich schon mit einem Studium befasst
hat bzw. sogar vllt. schon Abgeschlossen hat und mir etwas darüber berichten kann.
In meiner Region hat kürzlich eine Kooperation mit einer östereichischen Schule einen Master of Science ins Leben gerufen. Leider sind 11.000 Steine ein gutes Stück das man dazu zahlen muss. Kurzer Ausschnitt zum Lehrgangsziel:

Der Universitätslehrgang Physiotherapie hat zum Ziel, den Studierenden in einem modularen Aufbau vertiefende, spezialisierte sowie anwendungsorientierte, wissenschaftliche und praktische Kenntnisse auf dem Gebiet der Physiotherapie zu vermitteln. Die zentrale Zielsetzung liegt inhaltlich in der Vermittlung von aktuellen Forschungsergebnissen sowie Methoden, die für wissenschaftliches Arbeiten in der Physiotherapie erforderlich sind. Dabei soll die notwendige Verbindung zwischen Theorie und Praxis in den anwendungsorientierten Bereichen der Physiotherapie ersichtlich werden. Aufgebaut wird inhaltlich auf der erworbenen Berufserfahrung sowie auf funktionellen Zusammenhängen auf den Gebieten der Gesundheitserziehung, Prophylaxe, Therapie und Rehabilitation. Hierzu gehören insbesondere die wissenschaftlichen Hintergründe, mechanotherapeutische Maßnahmen, wie Arten von Bewegungstherapie, Perzeption, manuelle Therapie der Gelenke, Atemtherapie, alle Arten von Massagetechniken, Reflexzonentherapien, des Weiteren alle elektro-, thermo-, photo-, hydro- und balneotherapeutischen Maßnahmen sowie berufsspezifische Befundungsverfahren und die Mitwirkung bei elektrodiagnostischen Untersuchungen. Der Studiengang vermittelt darüber hinaus Formen der Beratung und Erziehung Gesunder in den genannten Gebieten. Sowohl der pathogenetische als auch der salutogenetische Ansatz wird vermittelt. Hinsichtlich Managementkonzepten, wissenschaftlichen und analytischen Konzepten im Bereich der Physiotherapie - unter Berücksichtigung der volks- und betriebswirtschaftlichen, informationstechnischen sowie rechtlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen – sollen Kenntnisse erworben werden. Der Universitätslehrgang richtet sich an PhysiotherapeutenInnen mit einschlägiger Berufsausübungsberechtigung.

Kurz um, ist es sinnvoll 11.000 Euro dafür zu zahlen und das Studium zu absolvieren? Hat in Deutschland so ein Studium schon genügend Anerkennung?
Was ändert sich für mich als Physiotherapeuten? Was könnt ihr mir noch so alles über das Studium und eure Erfahrungen damit erzählen??

Vielen Danke euch allen,
h0nk
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Thema: Master-Studium

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vor 3.6j
pj1980
02.10.2008 08:42

Hi hOnk!

Interessante Frage! Hab mich nämlich auch dafür interessiert. Du meinst doch das Masterstudium in Ulm, am Ulm Kolleg?! Hatte auch überlegt dort berufsbegleitend einzusteigen. Und ja, du hast echt recht: die 12.000 € sind kein Pappenstiel. Ich habe vor den Studiengang zu machen, weil er in der Nähe von mir ist und ich fürs Ausland den Abschluss brauche.
In Krems läuft es anscheinend schon richtig gut, aber in ulm ist es der erste kurs 2009. die wissen selber noch nicht, was aus dem studiengang wird. meistens ist es ja so, dass gut ding weile braucht....
naja, solltest du dich entscheiden das studium zu machen, schreib doch bitte deine erfahrungen hier auf, denn ich kann erst ab 2010 anfangen!!!!

Lg

vor 3.6j
h0nk
02.10.2008 12:37

Jap des ziehe ich in Betracht dort anzufangen. Allerdings auch frühestens 2010 weil ich eine Arbeitsstelle (befristet) bis Ende 2009 habe. Sind aber glaub ich nur 11.000 Euro :)
Das es in Krems gut läuft hab ich auch gehört, des is auch der Grund weshalb mich das sehr interessiert. Soweit ich das gesehen hab, wird der Unterricht von den Lehrkräften aus Krems gemacht. Ich werd auf jeden Fall berichten wenn ich da anfangen sollte. Interessant währe einfach von ein paar Leuten zu hören die schon angefangen haben oder sowas vllt. schon abgeschlossen haben. Erfahrungsberichte.
Wenns gut läuft fangen wir beide zur gleichen Zeit an pj1980 :)

Grüße, h0nk

vor 3.6j
pj1980
02.10.2008 12:47

Schau mal auf der Seite vom Ulm Kolleg nach, da steht 11.900 €! Willst du des auch berufsbegleitend machen, oder nur studium? welche intention verfolgst du denn mit diesem studium?
Ja, evtl. sieht man sich tatsächlich 2010....

Lg pj1980

vor 3.6j
h0nk
02.10.2008 14:35

Du hast recht, aber die 900 machens dann auch nicht mehr fett :D ich dachte daran das ich dort studier und nebenher auch jobbe .... also berufsbegleitend ...
Ich finde die Richtung die das Studium einschlägt sehr interessant. Besonders Forschung und Unterrichten haben es mir etwas angetan :)

vor 3.6j
trigger37
04.10.2008 22:20

Grüß euch "Südländer" ;) !!!

Hab gaaaaanz zufällig meine Praxis in Krems an der Donau :)))

Ich habe mich für die Variante der Osteopathie entschieden, weil ich darin die Zukunft sehe. Der Mensch ist eine Einheit (strukturell, viszeral, craniell)! Fehlt in der PT total. Fünf Jahre Ausbildung zum D.O. danach drei Semester MSc D.O. an der Donauuni in Krems. Wird auch in Deutschland immer wichtiger und in Verbindung mit dem HP schon fast unschlagbar ;).

Es eröffnet ganz neue Möglichkeiten der Behandlung. Finanziell gesehen kostet das Masterstudium der Osteopathie zwar erheblich mehr, aber proportional zum Verdienst und deinen neu erworbenen Fähigkeiten rechnet es sich früher oder später.

Wenn du die Möglichkeit hast, geh gleich zum Schmied und net zum Schmiedl (altes Sprichwort)





vor 3.6j
h0nk
08.10.2008 17:33

Is es nicht von Vorteil eine erhebliche Praxiserfahrung vorzuweisen bevor man sich der Osteopathie zuwendet? Hälst du es für Zeitverschwendung den Master of Science zu machen?

Bedeutet das Sprichwort das man nicht zu einem östereichischen Schmiedl gehen soll sondern zu einem deutschen Schmied??? (Spass muss sein Herr Kollege :))

vor 3.6j
trigger37
10.10.2008 20:01

Wie sagt ein weiteres Sprichwort: Kein Vorteil ohne Nachteil :)

Praxiserfahrung ist ein dehnbarer Begriff. Schadet auf keinen Fall :)

Aber: Ab wann ist man erfahren?
Welche Erfahrungen sollte man gemacht haben?

Ich glaube Erfahrung ist nicht so wichtig wie die Bereitschaft, sich ständig weiterentwickeln zu wollen und zu können. Manche Kolleg/INNen arbeiten seit vielen Jahren und stehen immer noch da wo sie begonnen haben.


Zitat

Hältst du es für Zeitverschwendung den Master of Science zu machen



11.900 €! sind eine Menge Geld und was darfst du mit dem MSc of Physiotherapie was ein anderer PT nicht darf??? Was ändert sich, ausser dein Titel? 11.900 € sind auch eine Menge Zeit, die du investieren musst um das zu verdienen.

Legst du noch ein paar Tausender drauf und machst den MSc D.O. dann hast du eine abgeschlossene Ausbildung mit ganz anderen Möglichkeiten. Irgendwann denk ich, wird man auch in Deutschland den HP nicht mehr brauchen um als Osteopath selbstständig arbeiten zu dürfen.

Das ist eine Entscheidung die du selbst treffen musst.



vor 3.6j
h0nk
11.10.2008 11:50

Hmm, das is garnicht so leicht sich da auf was fest zu legen .... wie lange nach deiner Ausbildung hast du den MSc D.O. gemacht trigger??

vor 3.6j
trigger37
12.10.2008 19:29

Hab ihn noch nicht - bin mitten in der Ausbildung. Habe erst 2005 begonnen.

Bin seit 1991 im med. Bereich (begonnen als Heilmasseur) und seit 1994 PT-mäßig unterwegs.

Viel Spass beim rechnen.

Wollte aber schon viel früher mit der Ausbildung anfangen, hatte aber zu wenig Zeit (€€€€€€€€€€) viel zu wenig Zeit :))) Je früher desto besser, Erfahrungen sammelst du sowieso, welche ist egal :) - na ja nicht immer, aber immer öfter.

Liebe Grüße trigger

vor 3.6j
h0nk
12.10.2008 23:11

der Msc D.O. is ja berufsbegleitend oder? Gibts zur Zeit auch noch nicht in Deutschland ?? ja ich hab auch nicht so viel Zeit (€€) .... naja wenn du erst (ich sag mal erst) knappe 10Jahre später damit anfängst .... so lange würd ich dann nicht warten .... die Frage is macht es Sinn erst den MSc und dann den MSc. D.O. zu machen oder macht der MSc dann garkeinen Sinn??

vor 3.6j
trigger37
13.10.2008 08:28

Hallo hOnk !!!

Ja, ist berufsbegleitend, wir haben an der WSO vier bis fünf Blöcke (fünf Tage am Stück) + ein Wochenende pro Ausbildungsjahr und die Prüfungen.

Du kannst natürlich beide machen - meine Frage die ich einwerfe lautet: Was bringt dir der MSc der Physiotherapie.

Was lernst du dort mehr, was du mit herkömmlichen Fobis nicht auch lernen kannst?

Geht es nur um die so oft und lange angestrebte Akademiesierung der Physiotherapie? - für titelgeile Menschen sicher ein MUSS.

Was willst du?

So wie ich dich durch deine Beiträge einschätze bist du mit Leib und Seele Therapeut. Wenn du deinen Körper schonen willst und die Seele aufblühen soll dann beginnst du gleich mit der Osteopathieausbildung. Wie gesagt, Erfahrungen sammelst du so und so. Der Vorteil wenn du "frisch von der Schule kommst" liegt darin, dass du noch in den Lernroutinen drinnen bist und glaube mir, es gibt eine Menge zu lernen.

Da kannst du wirklich sagen, dass die PT-Ausbildung ein minimaler Grundstock dessen ist, was auf dich zu kommt :)))




vor 3.6j
h0nk
13.10.2008 12:48

Also am MSc interessiert mich halt z.b. das wissenschaftliche Arbeiten, Forschung und Managementkonzepte. Das find ich sehr interessant ... zusätzlich wird da ja noch einiges anderes vertieft was ich jetzt in der Ausbildung vllt. nicht so in der Form hatte wie ich es vllt. da vermittelt bekommen würde. Du sagst was bringt das, bekomme ich doch auch in herkömmlichen Fortbildungen ... hmm, ja hast du recht ... aber da musst du ziemlich viele Fortbildungen besuchen um den Umfang zu erhalten oder meinst nicht? Du hast da vllt. bissi mehr Überblick weil du schon länger im Beruf bist ... aber ich denke als Frischling ist das vllt. gar keine schlechte Idee sich so schnell und Effizient in wissenschaftliches Arbeiten einzudenken und einzuarbeiten. Man bekommt in 5 Semestern komprimiert was man in einigen Fobis erst erlernen muss ... die Frage is aber jetzt folgende: wie läuft das mit dem Abrechnen von solchen Dingen?? Beispiel Reflexzonentherapie, ich kenn mich da zu wenig aus ... aber muss ich da ne extra Fobi machen um das abzurechnen? Is das überhaupt ein Posten der abgerechnet werden kann? oder is es nur gut wenn ichs kann weils halt vllt den Patienten grad hilft die ich habe?? Wenn ich natürlich ne extra Fobi nochmal machen muss nach dem MSc damit ich die Reflexzonentherapie abrechnen kann is es extrem blöd .... is wie in der Schule, du lernst es, du kannst es ... du darfst es nicht abrechnen ....

Titelgeil ... hmm, is denk ich für manche schon ein großes Thema ... find aber wichtiger meine Patienten gut zu behandeln ... das kann ich auch mit dem Titel DVD (Depp vom Dienst) ... da brauch ich den MSc nicht ... auch nicht D.O. :)

Es gibt immer eine Menge zu lernen, wenn du aufhörst bleibst du stehen ... oder machst Rückschritte ... daher is der Aspekt "Frisch von der Schule" find ich kein zu großes Argument. Erfahrungen sammelt man so oder so, da stimme ich zu, das is auf jeden Fall so. Die Frage stellt sich nur, in welchem Zeitraum?

Gibts den MSc D.O. denn in Deutschland schon oder is der nur bei euch in Östereich z.b. und bei uns mal wieder nicht??
Seh ich das richtig, 4-5Blöcke á 5Tage am Stück und mindestens 1Wochenende??

Thx für deine Hilfe Trigger, die is bitter nötig :)

vor 3.6j
trigger37
15.10.2008 22:04

Ad erster Absatz: Da musst du dich an die deutschen Kollegen wenden, bin schon zu lange weg, kenn die Rechtslage nicht mehr, was du abrechnen darfst und was nicht.

Techniken die deinen Pat. helfen sin gute Techniken :))) - mehr sag ich dazu nicht - was du tust und was du abrechnest sind manchmal zwei Paar Schuhe *neinhabichjetztnichtgeschriebenoder*

Ad 2. Teil:

Bin manchmal auch AVD (kannst dir jetzt aussuchen wofür A steht)

Zitat

Erfahrungen sammelt man so oder so, da stimme ich zu, das ist auf jeden Fall so. Die Frage stellt sich nur, in welchem Zeitraum?


Was spiel das für eine Rolle?
Wovor fürchtest du dich?
Was willst du erreichen?


Ad MSc D.O.
Soweit ich weiß gibt es den vorläufig mal wieder nur bei uns ;(

Die ersten zwei Masterlehrgänge sind heuer vom Stapel gelaufen, aber ich denke die Lawine wird weiter rollen :))))) und sicher auch nach Deutschland überschwappen. Es gibt zu viele "saugeile Osteopathen" in Deutschland, die um die nötige Anerkennung kämpfen werden ;)

Soweit ich weiß sind alle Osteopathen, welche eine fünfjährige Ausbildung abgeschlossen haben zum Masterlehrgang (3 Semester auf der Donauuni) zugelassen.

Musst dich selber erkundigen, aber ich glaube wenn du in Deutschland deine Osteopathieausbildung machst, kannst du danach den MSc D.O. in Krems machen. Haben aber auch einige deutsche Studenten bei uns an der WSO (Wiener Schule für Osteopathie = Internationale Schule für Osteopathie).

vor 3.6j
h0nk
16.10.2008 11:52

Versteh ich das jetzt richtig:
5 Jahre Osteopathieausbildung + 3 Semester für den Master = MSc D.O.
und das ganze natürlich Berufsbegleitend und den Master nur in Östereich?
Ich leb echt im falschen Land ....

Mit dem Zeitraum mein ich, das ich gerne in kürzerer Zeit (für die Fortbildungen musst ja immer Urlaub nehmen wenn das einzeln machst) viel wissen möchte um meine Patienten optimal zu behandeln. Mir is klar das viele Dinge erst gründlich erlernt und oft durchgeführt werden müssen bis man das gut kann.

Gibts eigentlich ausser dir keinen der sowas hier macht trigger?? Is echt schade das da kein deutscher Kollege was sagen kann.
Am 24.Oktober ist jetzt erst mal noch ne Info-Veranstaltung zu dem MSc in Ulm (Kooperation mit Krems) da guck ich mir das mal alles in Ruhe an. Ansonsten mach ich halt MSc und MSc D.O. pfff mir doch egal ... hauptsache es hilft den Patienten :)

Grüße, h0nk


vor 3.6j
pj1980
16.10.2008 13:30

Oh interessant!

Das wusste ich auch nicht. Da sieht man sich ja eventuell!!! 24. Oktober passt bei mir echt gut rein! Du weisst nicht zufällig um wieviel uhr das startet?? Reingeschaut hätte ich da schon mal gerne!!!!!

Ihr zwei führt da echt ne lustige unterhaltung, muss ich jetzt echt schon mal sagen!!!!! Denke die osteopathieausbildung kostet halt einfach mal grundsätzlich ne stange mehr. mann muss halt einfach nur wissen was man will und warum. denke es gibt auch leute die den studiengang belegen ohne auf irgendeinen titel scharf zu sein. Ganz im gegenteil, sollte ich des machen und dann auch noch bestehen, würde ich den titel nicht angeben, gerade weil man dann in eine art bringschuld gerät! Die patienten erwarten dann doch mehr als wenn man "nur" physio ist!!!! Total bescheuert, aber hab ich schon öfter gehört.

Lg patrick

vor 3.6j
h0nk
16.10.2008 15:55

Infoveranstaltung: 24. Oktober 19 Uhr Stadthaus Ulm
Soweit ich weiß musst aber Voranmeldung machen ...
Telefonisch unter 0731 95451-0
Die Frage is ob wir uns erkennen werden :)

Klar muss man immer wissen was man will ... ich glaub aber auch nicht das es einen Patienten interessiert ob du "nur" Physiotherapeut oder MSc zusätzlich hast. Der will nur richtig und gut behandelt werden. Du machst schließlich deinen Job ob du den Titel hast oder nicht. Hoff ich mal das das alle so machen :)


vor 3.6j
trigger37
21.10.2008 18:50

Noch drei Tage bis zur Infoveranstaltung!!!

Bin schon gespannt, was ihr mir danach zu berichten habt.

Zitat

Denke die osteopathieausbildung kostet halt einfach mal grundsätzlich ne stange mehr



Stimmt schon, nur du verdienst später auch dementsprechend mehr. Wichtiger ist allerdings in welcher Richtung du später einmal behandeln willst.

vor 3.6j
pj1980
22.10.2008 08:13

Hey hOnk!
Bin leider doch nicht dabei am freitag, so ein mist. das stört mich jetzt schon ein bischen!!! Aber wäre echt nett, wenn du ein bissle was erzählen könntest! wäre ich gekommen, hätte ich natürlich eine rote rose dabei: so hätten wir uns auf jeden fall erkannt;-) oder ich hätte halt einfach mal hOnk in die runde gerufen, wäre interessant, wer sich da alles gemeldet hätte! Wünsche dir dort aber einen schönen und lehrreichen tag!



vor 3.6j
h0nk
23.10.2008 12:02

Ja ... das mit der Rose hätte sicher funktioniert!! Dann noch der Erkennungsspruch "Haben wir uns nicht einmal dort getroffen wo der Schatten des großen Baumes das Eichhörnchen geküsst hat?" und die Antwort "Genau, das war im langen Winter 2008" oder wie hast dir das vorgestellt :)

Klar halt ich euch auf dem laufenden, wenn der Info-Mensch pech hat stell ich auch noch blöde Fragen :D
Ich wünsch mir dort auch einen lehrreichen Tag, aber danke dir :)

vor 3.6j
h0nk
26.10.2008 16:47

Gut erst einmal Hallo, wenn ihr spezielle Fragen habt dann stellt die bitte gleich, es is schwer hier alles so aufzuschreiben das es für jeden alle Fragen beantwortet :)

Zunächst einmal muss ich sagen der Vortrag war sehr gut gemacht und auch sehr interessant. Nach der Begrüßung durch die Geschäftsführerin des ulmkolleg Fr. Dr. med. Frederike Ivanovas und dem Oberbürgermeister der Stadt Ulm Ivo Gönner begann der Vortrag. Frau Rosi Haarer-Becker, Physiotherapeutin und Verlagsbereichsleiterin für Physio- und Ergotherapie beim Georg Thieme Verlag erklärte die augenblickliche Stellung der Physiotherapie in Deutschland und verglich sie mit dem Rest Europas und der Welt. Zusammenfassend stellt sie die deutschen Therapeuten als gute Praktiker dar, die auf dem Bereich der Forschung und Akademisierung weit hinterher hinken. So sind auf dem Weltkongress der Physiotherapie lediglich ein äußerst geringer Anteil deutscher Referenten zu sehen/hören gewesen. Kein Geheimnis dürfte auch sein das die Physiotherapeuten eine enorme Geldmenge und viel Zeit für Fortbildungen ausgeben.
Zum Eigentlichen Vortrag über das Masterstudium und die Zusammenarbeit mit der Donauuniversität Krems war die leitende Lehrkraft am ulmkolleg Florian Schneider anwesend. Im Anschluss konnten Fragen an alle Referenten gestellt werden.
Ich fasse mal kurz zusammen was ich an Informationen für wichtig halte.

Deutschland hinkt als einziges Land der Akademisierung hinterher
Arbeiten im Ausland (sowohl International als auch Europaweit) nur mit einem Studium möglich
Die Politik möchte die Zukunft weiterhin in 2 Systemen laufen lassen, sprich Fachschule und Studium getrennt im gegensatz zum Rest Europas
durch die Konferenz von Bologna kommt es Europaweit zur Angleichung/Anerkennung sämtlicher Berufsausbildungsabschlüsse als auch aller Studienabschlüsse
durch ein Creditsystem wird das ganze bei einem Studium geregelt (ECTS)
European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) nennt sich das
für uns wichtig ist Master 120ECTS, Bacholor 180ECTS, ab 300ECTS Promotion mögl.
Ein MSc für Physiotherapie ist bisher nicht auf einem einheitlichen Curriculum sondern von jeweiligem Anbieter abhängig (z.b. wirtschaftliche bei einem Anbieter der eher wirtschaftliche Studiengänge ansonsten anbietet)

genaueres jetzt zum Masterstudium in Ulm
sehr praxisnahes Studium mit ständiger Kontrolle zugekaufter Dozenten
Studium befasst sich wirklich (im Gegensatz zu anderen Anbietern) mit 80% physiotherapeutischen Belangen und nur gering mit wirtschaftlichen Punkten
Kooperationen ermöglichen aber ein weitergehendes Studium an anderen FH´s
gute Möglichkeit der postgradualen akademischen Qualifizierung ist der MSc
oft wurde betont das es sich an Therapeuten richtet die Berufserfahrung haben und sich weiter qualifizieren möchten, aber auch junge Therapeuten mit weniger Erfahrung könnten durchaus ein MSc erlangen da sie meist ergeiziger sind und dadurch mangelnde Erfahrungen in der Praxis ausgeglichen werden
es geht dabei viel auch um das hinterfragen von Praktiken/Techniken und das Verbinden von den verschiedensten Konzepten der Physiotherapie die in Fobis erlernt werden
Es ist nicht zwingend notwendig eine feste Anstellung zu haben, geht also auch arbeitslos oder z.b. im Mutterschutz
Verdienstmöglichkeiten sehen so aus, es gibt nicht mehr Geld für einen Physiotherapeuten mit MSc, sofern dieser nicht in einer entsprechenden Anstellung ist bei der er das fordern kann (z.B. Leitungsposition, Wissenschaftliches Honorar etc.) ansonsten wird er gleich bezahlt wie ein "normaler" Physio, der Grund ist das sich der Staat dagegen stellt (mehr oder weniger denk ich mal soll eine Zwei-Klassen-Physiotherapie etwas verhindert werden, wenn man wirklich normal arbeitet dann macht man ja nix anderes als ein nicht-studierter)
Wie lange das allerdings Stand hält ist ungewiss
Leitende Positionen und wissenschaftliches Arbeiten gewinnen aber auf jeden Fall bedeutend an Zuspruch und Gewichtung in Deutschland.

Wann macht das Masterstudium also Sinn? Für mich wenn ...
...das Ziel eine leitende Position, Dozent oder eine höhere Stufe in der Wissenschaft ist (z.B.Promotion etc.)
...man nur den Titel haben möchte (Schwachsinn aber muss man ja aufführen)
...die erlernten Fähigkeiten dem Patienten zugute kommen sollen ohne das man z.b. auf seinen Titel besteht oder mehr Geld will
...man im Ausland arbeiten möchte und Anerkannt werden möchte
...man sich absichern möchte für das was in Zukunft vllt. schneller kommt als man denkt (z.B. Pflicht für Lehrkräfte oder Leitende Physios etc.)

Mehr fällt mir jetzt grade nicht ein. Bitte Fragen stellen wenn ich etwas nicht aufgeführt habe das euch interessiert. Ich versuche das zu beantworten

Euer h0nk


vor 3.6j
trigger37
26.10.2008 18:15

Hallo hOnk!!!

Und wie lautet nun deine erste spontane Conclusio zum Thema MSc oder MSc D.O.?

Überwiegend für meine Entscheidung war, dass du einen ganz anderen therapeutischen Zusammenhang und somit Zugang zu den Problemen deiner Pat. bekommst. Strukturelle, Viscerale sowie Cranio-Sacrale Techniken - die hängen unweigerlich zusammen - sind NUR zu erklärenden Zwecken getrennt. Wenn du einen Pat. behandelst, behandelst (oder besser BEEINFLUSST) du den gesamten Menschen (in allen Lebenslagen).

Viele Manualtherapeuten sagen gerne, dass sich die Osteopathie aus der Manuellen Medizin entwickelt hat, in Wahrheit ist es genau umgekehrt.

Ich nehme in Kauf, dass mich die Ausbildung zum MSc D.O. ein paar tausend Euro mehr kostet, als der MSc für Physiotherapie, aber ich bin danach auch in der Lage anders zu therapieren (schneller, gezielter und viel viel selbst-schonender). Den akademischen Master-Abschluss (MSc D.O.) habe ich genau so und die leitenden Stellen kann ich auch in Anspruch nehmen, falls dies einmal mein Begehr sein sollte.

Schmiedl oder Schmied hOnk??? :)))

Liebe Grüße trigger

vor 3.6j
h0nk
26.10.2008 18:58

Sag mal du kriegst nicht irgendwie ne Gewinnbeteiligung wenn du es schaffst mich da rein zu bekommen oder :) ich mein den MSc D.O. :)

Mensch das is vllt. schwierig ... ich denke die Schwerpunkte sind bei beiden sehr verschieden, klar sind die akadamischen Titel, also der Master gleich und ich kann mit beiden (auch ohne Titel) einen leitenden Posten haben ...

Wenn ich das richtig verstehe gehts beim MSc D.O. Hauptsächlich um die Verbesserung der Arbeit am Patienten durch das erlangen eines anderen Zugangs zum Patienten und durch Techniken die erlernt werden, wie du es formuliert hast.
Der MSc hingegen befasst sich mehr mit dem erlangen und verfassen von wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Unterrichten. Auch so kann man einen anderen Zugang zu Patientenproblemen bekommen bzw. die Wirkung von Techniken überprüfen.

Die Strecke um den MSc D.O. zu machen müsste ich nach Krems ... für den MSc nach Ulm was ungefähr nur 45min sind. Also augenblicklich tendiere ich sehr zum MSc, was natürlich nicht heißt das der MSc D.O. nicht danach kommt?? :) vllt. auch noch en Bacholor und dann mach ich auf Dr. und revolutioniere die Physiotherapie :D
Spass beiseite, es is grad nicht leicht sich da fest zu legen ... weil mich eben der MSc D.O. auch sehr interessiert, die Möglichkeiten am Patienten sind halt enorm viel größer als mit dem MSc. Wie sieht das bei dir denn dann mit dem Verdienst aus? Der MSc D.O. is da schon mehr nehm ich mal an, währe interessant zu wissen welchen Status ich dann hier in Deutschland damit habe. Muss ich mich dann selbständig machen? Interessiert das den Patienten wirklich? Ich mein kommt der und liest ah der hat den MSc D.O. da geh ich lieber zu dem wie zu einem "normalen" Physio? Ich glaub soweit denkt noch keiner von den Patienten.

Vllt. kannst du noch weiter helfen trigger

Grüße, h0nk


vor 3.6j
pj1980
28.10.2008 08:18

Hi!

Erst mal vielen dank für die ausführungen! Klingt echt interessant und deckt bei mir auch genau das ab, was ich erreichen möchte. Im grunde ist der titel vor den patienten voll für den a....! wie oft werde ich als masseur betitelt, oder wie oft höre ich die patienten sich unterhalten und dann heisst es nur: " du ich muss los zur massage". Man muss einfach ganz klar wissen wo man hin will und was man erreichen möchte! Wenn du eher neurologisch unterwegs bist, wäre doch die sportphysio fobi für dich nicht interessant!!!!

Wann macht das Masterstudium also Sinn? Für mich wenn ...
...das Ziel eine leitende Position, Dozent oder eine höhere Stufe in der Wissenschaft ist (z.B.Promotion etc.)
...man nur den Titel haben möchte (Schwachsinn aber muss man ja aufführen)
...die erlernten Fähigkeiten dem Patienten zugute kommen sollen ohne das man z.b. auf seinen Titel besteht oder mehr Geld will
...man im Ausland arbeiten möchte und Anerkannt werden möchte
...man sich absichern möchte für das was in Zukunft vllt. schneller kommt als man denkt (z.B. Pflicht für Lehrkräfte oder Leitende Physios etc.)

wenn diese kriterien, die du schon aufgezählt hast für dich zutreffen, dann bist du richtig...

und ob MSc oder MSc DO, spielt ja nur in den grundlagen eine rolle. nicht mal ich kann da was mit anfangen, wie sollte denn ein patient der noch weniger ahnung hat damit was anfangen können....


Bin mal gespannt wie du dich entscheidest, Honk



Lg pj1980

vor 3.6j
h0nk
28.10.2008 14:26

Du bist gespannt was ich mache? Ja was denkst du wie gespannt ich bin!!!!
Mein Weg wird zur Promotion führen :D ihr werdets schon sehen ...

Liebe Freunde, das is glaub eine scheiß schwere Entscheidung :) Ulm währe insofern extrem geschickt weils nich mal ne Stunde mit dem Auto weg is.

Gruß, ich

vor 3.6j
trigger37
03.11.2008 18:29

Helfe dir gerne hOnk !!!

Wo sind die Fragen?

Wie kann ich dir helfen?

Welche Klarheiten wollen wir beseitigen?

Gruß, trigger

vor 3.5j
stefano18
05.11.2008 19:16

Zitat

Wann macht das Masterstudium also Sinn? Für mich wenn ...
...das Ziel eine leitende Position, Dozent oder eine höhere Stufe in der Wissenschaft ist (z.B.Promotion etc.)
...man nur den Titel haben möchte (Schwachsinn aber muss man ja aufführen)
...die erlernten Fähigkeiten dem Patienten zugute kommen sollen ohne das man z.b. auf seinen Titel besteht oder mehr Geld will
...man im Ausland arbeiten möchte und Anerkannt werden möchte
...man sich absichern möchte für das was in Zukunft vllt. schneller kommt als man denkt (z.B. Pflicht für Lehrkräfte oder Leitende Physios etc.)



Genau das gleiche hat man beim Bachelor auch, nur das du da etwas niedriger bist als master, dafür ist es biliger. Bei uns war noch ein Punkt das, wir mehr überlegungen anstellen und über die Therapie/Methode die wir beim Patienten anwenden jetzt im dem moment korrekt ist.

kleine teil :
Mit dem zusätzlichen Bachelor-Abschluss in Physiotherapie steht den Absolventen
sowohl der gesamte europäische Arbeitsmarkt als auch eine akademische
Weiterqualifizierung zum Master, oder sogar zum Doktortitel in der Physiotherapie
in Deutschland und Europa offen. Die Beschäftigungs- und Karrierechancen
steigen mit diesem europäischen Abschlussstandard nachweislich im In- und
Ausland deutlich.

Ich hab jetzt mehrer Physios gefragt auch hier im Forum und ich denke wenn ich bis nächstes Jahr gut mit komm und mir das zutrau den Bachelor Dual zu machen, aufjedenfall machen werde.

Aber Master und Doktor (gibt es laut Vortrag nur 3 Leute in Europa), denke Master wird nur der Titel höher oder ?


vor 3.5j
h0nk
06.11.2008 11:58

Ja das denke ich auch. Der Sprung von Bacholor auf Master is denk ich nicht viel größer als der Sprung von Master zu Bacholor :) hehe also sprich der Unterschied ist nicht sooo groß. Aber wenn du 300ECTS brauchst (siehe oben) für deine Promotion dann is beides zu machen kein Fehler. Es kommt immer drauf an wo du den Master auch machst. Wie oben erklärt haben verschiedene Schulen verschiedene Schwerpunkte, meist leider auch viel BWL, mehr als reine physiotherapiebezogene Themen.

Kurz um, wenn du das machst dann würd ich schon gleich einen berufsbegleitenden Masterstudiengang machen, wenn du weiter willst (Promotion) brauchst eh beides.
Kleine Unterschiede gibts zum Bacholor schon denk ich, sonst würds keinen Sinn machen.

Grüße, h0nk

vor 3.5j
pollekew
09.11.2008 00:55

Hoi,
Die Schule Physiotherapie Thim van der Laan (Landquart)(CH) bietet einen Master in Physical Therapy Sciences an. Diese Ausbildung wird in Zusammenarbeit mit der Vrije Universiteit Brussel sowie der Universidade Técnica de Lisboa angeboten und führt zu einem wissenschaftlichen Abschluss auf universitärem Niveau (120 ECTS). Sie ist berufsbegleitend, modular aufgebaut und findet im ersten Jahr als Blockunterricht 10-mal von Donnerstag bis Sonntag in Landquart (CH) und jeweils eine Woche an den Universitäten in Lissabon (Juli) und Brüssel (September) statt. Das zweite Jahr ist hauptsächlich ein Thesisjahr.

Ziel des Studiums ist es, anhand wissenschaftlicher Methoden, Theorien und Konzepte der Physiotherapie kritisch zu hinterfragen und zu begründen. Die Studierenden lernen während des Studiums nebst Vertiefung der praktischen physiotherapeutischen Massnahmen auch mit wissenschaftlicher Literatur und Daten umzugehen, selbständig ein Untersuchungsprojekt anzugehen und Artikel zu schreiben (Thesis). Als Unterrichtsmethoden werden klassische Vorlesungen, Selbststudium, problemorientiertes Lernen und praktische Arbeiten in kleinen
Gruppen angewendet. Internationalisierung, d.h. Zusammenarbeit mit Universitäten und Gastprofessoren verschiedener Länder und Aufnahme von Studierender aller Nationalitäten wird angestrebt.
Nach Erlangen des «Master Degree» besteht die Möglichkeit, ein PhD-Programm (Doktorat) an einer Universität zu absolvieren. Der Titel «Master in Physical Therapy Sciences» gibt keine Befugnis zur Ausübung des Berufes Physiotherapie.


link: http://physioschule.ch/index.htm....leistungsangebot

viel spass...

vor 3.5j
h0nk
11.11.2008 16:43

Also genau gleich wie die Kooperation zwischen ulmkolleg und Donauuni Krems.
Trigger, wieviele ECTS gibt der MSc. D.O. ?? auch 120??
Ich bin schwer am überlegen, aber Ulm würd sich für mich perfekt anbieten. der MSc D.O. is aber trotzdem noch eine gute möglichkeit, ich denke das es den vllt. auch bald in ulm geben könnte. Du machst das in Krems? Wie oft musst du da sein und was sind so die Inhalte des MSc D.O.??

Grüße, h0nk

vor 3.5j
trigger37
11.11.2008 20:37

Hallo hOnk!!!

Ich mache die Grundausbildung in Wien und den Master zum Teil auch, da die WSO eine Zusammenarbeit mit der DUK hat. Es gibt für den MSc (Osteopathie) 90 ECTS.

Nähere Infos findest du unter:

http://www.wso.at/neu/index.html

hOnk, ich persönlich arbeite lieber mit den Werkzeugen der Osteopathie, als mit denen der PT, da ich früher immer an alle möglichen Grenzen stieß und quasi gezwungen war "Symptome zu behandeln", was 90% aller PT´s machen, weil wir es auch nie anders gelernt haben ;(((

Um zu den anderen 10 % zu gehören brauchst du Unmengen an Fobis und dann hast du immer noch nicht das Wissen eines Osteopathen, weil du trotz Fobis die Zusammenhänge oft auch nicht bekommst.

Es kommt darauf an "was und wie du arbeiten willst", und wo du dich in der Zukunft siehst. Ich bin momentan sehr sehr gerne am Patienten, da ich mich dabei am wohlsten fühle. Ich kann mir allerdings auch vorstellen später mal das erworbene Wissen weiterzugeben ;)))

Liebe Grüße trigger

vor 3.5j
h0nk
12.11.2008 10:20

Wie siehts mit dem Abrechnen aus wenn ich den MSc D.O. habe? Geht ja alles erst wenn du fertig bist und das dauert ja 5 Jahre oder wie war das? Du musst also erst den Osteopathen machen und dann kannst in Krems den MSc D.O. machen oder hab ich das falsch verstanden??
Hmm, meinst nicht das das Symptome behandeln ne Einstellungssache is vom Therapeuten?? Ich mein klar muss ja in den wenigen Behandlungseinheiten für den Patienten auch was spürbar besser werden, aber ich versuche schon die Ursache für das ganze zu beheben und nicht nur die Symptome zu lindern.

Was und wie man arbeiten will, ja das is der springende Punkt. Wo ich mich in Zukunft sehe? Ich arbeite sehr gerne am und mit dem Patienten aber ich seh mich auch in Zukunft in einer höheren Position, sei es leitend oder lehrend. Ich denke das mit meinen kaputten Handballerhänden das ganze auf lange Sicht nicht gut gehen wird. Man muss ja schließlich Zukunftsorientiert planen nich war.

Im Augenblick fällts mir schwer vorzustellen was genau ich unter Werkzeugen der Osteopathie vorstellen soll.

Grüßle, h0nk

vor 3.5j
h0nk
14.11.2008 09:33

viel zu tun trigger?? *g*

vor 3.5j
trigger37
15.11.2008 22:11

Hallo hOnk!!!

Die Osteopathie ist in Deutschland sowieso nur mittels Privatrechnung möglich, oder über private Krankenversicherungen. Bei uns in Österreich ist es momentan noch ähnlich.

In Österreich schreibt einem nur niemand vor wie wir PT´s behandeln. Zu uns kommen Patienten mit einer ärztlichen Verordnung, welche von den Krankenkassen bewilligt wird. Da steht z.B.: drauf: Diagnose Cervicalsyndrom 10 x HG (entspricht der deutschen KG) 10 x Heilmassage , 10 x US.

Somit kann ich behandeln wie ich glaube, dass es für meinem Patienten am besten ist. Somit kann ich auch osteopathisch behandeln und über meine Grundprofession abrechnen.

Zitat

Hmm, meinst nicht das das Symptome behandeln ne Einstellungssache is vom Therapeuten??



NEIN!!! - weil wir PT´s die Ursache oft nicht behandeln/beheben KÖNNEN.

Beispiel: Pat. kommt mit "Kreuzschmerzen" zu dir.

Du befundest wirklich supergut => du mobilisierst alle in Frage kommenden Wirbel, du detonisierst alle in Frage kommenden Muskeln, du mobilisierst alle in Frage kommenden Nerven, und und und. Du erzielst auch minimale Erfolge =>

nur kennst du die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Strukturen, den Einfluss der inneren Organe auf diese Strukturen, weißt du welche Motilität die einzelnen inneren Organe haben und kannst du diese beeinflussen. Kennst du den zusammenhängenden Faszienverlauf des Körpers und der inneren Organe. Kennst du den craniosacralen Rhythmus des Körpers (knöchern,fascial,flüssig).

Der Mensch funktioniert nicht nur auf der strukturellen Ebene. Die Osteopathie ist eine eigene Wissenschaft, die zum Zwecke des Verständnisses in drei Gebiete unterteilt wird. Es gibt eigentlich keine strukturelle, viszerale oder craniosacrale Osteopathie. Egal wie du als Osteopath arbeitest, du beeinflusst den gesamten Körper, auf allen Ebenen, in allen Schichten.

Es gibt auch nicht so etwas wie ein "Schulterproblem", sondern eine Dysfunktion, die sich in der Schulter bemerkbar macht, außer es handelt sich um ein richtiges Trauma, wie "Schlag auf die Schulter", wo du eine direkte Läsion vorfindest.

Demnächst wieder mehr :)))

Zitat

viel zu tun trigger?? *g*



JA JA JA, bin immer wieder kurz da, manchmal auch a bißerl länger ;) - aber um mit dir zu kommunizieren brauch ich immer a bißerl MEHR Zeit ;)))

schönes WE und liebe Grüße trigger

vor 3.5j
h0nk
16.11.2008 15:09

Gut da hast du recht mit den 3 Gebieten ... ich frag mich grad was für einen Sinn hat denn dann noch die normale Physiotherapie??? Wenns eigentlich nur wirklich gut geht wenn du Osteo bist??

Hei wenn ich dich zu sehr anstrenge sagst es mir gell :D
gleichfalls schönes WE

gruß, h0nk

vor 3.5j
trigger37
16.11.2008 18:15

Wo wir wieder bei der Frage angelangt wären, was du willst ;)))

Du musst dir einfach vor Augen halten, dass dir als PT ein gewisses medizinisches Spektrum zur Verfügung steht, in dem du arbeiten kannst. Du hast einen vorgegeben Rahmen in den du dich bewegen kannst. Darin kannst du viel bewegen und viel gutes tun, ABER nur in diesem Rahmen. Mit div. Fobis kannst du den Rahmen ein wenig erweitern.

Selbstverständlich kannst du mit der PT sehr gute Erfolge erzielen und bei sehr sehr vielen Zuweisungen reicht dir dein PT-Wissen auch aus.

Die Osteopathie fängt da an interessant zu werden, wenns ums "eingemachte" geht. Wenn du anfängst Läsionsmuster aufzulösen die schon Jahre zurückliegen (z.B.: Schleudertrauma, - das Auto war zwar ein Totalschaden aber mir is nix passiert).

Oder Pat. die immer wieder mit den gleichen Symptomen kommen. Nach der PT-Behandlung sogar schmerzfrei und denen es gut ging für einige Zeit und dann fängt das ganze wieder an. Und die kommen wieder und du behandelst und denen geht es wieder besser bis schmerzfrei für einige Zeit und dann (welch Wunder) fängt das ganze wieder von vorne an, weil du halt nur deinen Rahmen zur Verfügung hast. Oft reicht da eine Behandlung in einem anderen Rahmen (z.B.: innerorganisch ;) auf Faszienebene) und die lange bestehende Läsionskette ist unterbrochen.

Wo wir wieder bei der Frage angelangt wären, was du willst ;)))

Liebe Grüße trigger

vor 3.5j
pj1980
17.11.2008 08:34

Hey honk!

Empfehle dir mal den Myofaszialen Kurs in Ulm zu besuchen! Den leitet der Marc Optenberg und der Jürgen Marte! Die zwei sind echt gut und unter anderem auch Osteopathen, dann hör dir mal an was die beiden zu dem thema zu sagen haben.

Der kurs ist unterteilt in einführung, extremitäten, rumpf, schädel, viszerale und dry needling. ich bin jetzt beim schädel-kurs. kann die fobi nur empfehlen und du wirst alles über die faszienverläufe und zusammenhänge mit den inneren organen lernen!!!! evtl. nur einen kurzüberblick im vergleich zur osteo, aber ausreichend um sich einen eindruck machen zu können, ob es sinnvoll ist oder nicht, dass thema noch zu vertiefen!!!!!!

Denk mal drüber nach und ist auch nicht ganz so teuer wie die osteo-fobi und bringt dich meines erachtens ziemlich weit!!!


Lg pj1980

vor 3.5j
trigger37
17.11.2008 21:53

Hi pj1980!!!

Läuft der "Myofasziale" Kurs auch über die IMTT??? Ist doch prinzipiell nichts anderes als die Myofasziale Triggerpunktbehandlung.

Seit wann ist dry needling in Deutschland erlaubt???

Ich dachte dieses Privileg ist nur den Schweizern vorbehalten.

Übrigens Osteopathie als Fobi zu bezeichnen ist als wenn du das Medizinstudium als Fobi bezeichnest. In den USA sind alle Osteopathen Ärzte. In Europa ungefähr ein drittel. Studium dauert zwischen fünf und sechseinhalb Jahre.


vor 3.5j
h0nk
18.11.2008 10:26

Würde zusammenfassend bedeuten, wenn ich den MSc D.O. mache dann wäre das ein Rückschritt wenn ich nur Physiotherapie mache und abrechne weil ich ja eigentlich höher Qualifiziert bin. Heißt auf der anderen Seite aber das ich meine Patienten bedeutend längerfristiger behandeln kann und das währe was das ich sehr gerne tun würde. Ansonsten könnte ich das nur über Privatrechnung bzw. Private Krankenversicherung abrechnen. Gibts da schon genügend die das machen wollen, das sich das lohnen würde?
Man is also seiner Zeit vorraus wenn du den Osteo hast, weils im Prinzip noch nicht abrechnungsfähig ist? Ja Myofasziale hab ich mir auch schon Gedanken gemacht, den gibts von der DGMM-MWE Isny/Neutrauchburg auch. Aber hei, ich bin grad mal 2 Monate Physio, ich muss erst mal Geld haben und die Grundfobis hinter mich bringen :)
Der MSc währe für mich auch, da nur befristeten Vertrag, wie eine zusätzliche Qualifikation die mich für Arbeitgeber vllt. auch interessanter macht und mir mehr Perspektive für die Zukunft gibt.
Was mir aber sehr gefällt ist die große Auswahl, ich glaub wenn dann würd ich mich schon auch sehr gern in die Osteopathie stürzen, das könnte durchaus eine prima Sache für mich werden. Den Myofasziale Techniken werd ich denk ich im Rahmen der Manuellen bzw. direkt im Anschluss auch noch machen. Dann sieht man weiter.

Was is dry needling denn? Ich finds übrigens doof das ich nur ein begrenztes medizinisches Spektrum zur Verfügung habe. Wollte ich nur mal erwähnen.

h0nk

vor 3.5j
trigger37
18.11.2008 13:05

Beim dry needling werden die Triggerpunkte mit einer Nadel angestochen. (Dürfen wir hier in Österreich als PT nicht anwenden!!!)

Dry aus dem Grund, weil kein zusätzliches Medikament verabreicht wird. Wenn Ärzte infiltrieren, dann spritzen sie sehr gerne Cortison und ähnliche (meist unnötige) Substanzen.

Die Myofaszialen Triggerpunkttherapeuten machen das ohne (deshalb dry (für alle nicht Anglistiker dry=trocken))

Trigger hat sich in den letzten zwei Jahren ein ordentliches Klientel herantherapiert. Meine Lieben kommen mittlerweile ausschließlich über Mundpropaganda zu mir. Einige Ärzte aus dem Umland haben mir über die Pat. ausrichten lassen, dass sie mich gerne kennenlernen würden ;))) *schoneinwenigstolzbin* und *leichtROTwerdend*. Einige von meinen Klienten nehmen 30 -60 Minuten Autofahrt in Kauf, um zu mir zu kommen.

Wenn Pat. seit Jahren Probleme und Schmerzen haben, dann tun sie alles um Besserung herbeizuführen. Und dafür geben sie auch "viel Geld" aus. Deswegen schau ich, dass ich so kurz wie möglich behandle, denn das Verringert die Kosten und wenn sie gut behandelt wurden, dann vermitteln sie dir Freund, Bekannte, Verwandte, die auch wieder einen großen Bekanntenkreis haben.

Bei diesem "Schneeballsystem" stehst du oben an der Pyramide ;)))

Bahandle gut, behandle besser, dann hast du einen Ruf, den es zu verteidigen gilt ;)) - An Pat. wird es dir nicht mangeln ;)))

vor 3.5j
h0nk
18.11.2008 13:13

Trigger redet in dritter Person von sich :) ist Trigger ein wenig adlig geworden? :) Der Anfang ist halt am schwersten, die Leute müssen ja erst mal wissen was du anbietest und was du kannst oder? Ich mag Schneebälle nicht :)
Das Prinzip is ja auch normal oder? bist du gut wirst empfohlen und erarbeitest dir einen Ruf.

vor 3.5j
trigger37
22.11.2008 11:17

Nein hOnk, nicht adelig sonst würde trigger im Pluralis majestatis reden.

Dann hätte trigger geschrieben: Wir haben uns in den letzten zwei Jahren ein ordentliches Klientel herantherapiert. :))) Du musst dir nur darüber im Klaren sein, dass du viele Pat. bekommen wirst, die schon viele Therapien hinter sich hatten, welche die mit harten Nüssen zu vergleichen sind und viele, die dich als letzte Rettung sehen werden. UND DU KANNST NICHT ALLEN HELFEN !!!!!

@Schneebälle:
Meine zwei Töchter lieben Schneebälle :))), und heute in der Früh konnten wir sogar mit welchen werfen, weil der liebe Gott unseren Garten vollgezuckert hat über Nacht ;)

Dazu fällt mir nur ein Wort ein: BRRRRRR !!!!!!

@Pyramide:
Ich mag Pyramiden, denn jede "Hochkultur" hatte ihre Pyramiden ;)))

vor 3.5j
diplomphysio
06.12.2008 12:03

hi, grüßt euch Pt´s!

ne echt nette diskussion hier. nicht nur nett, auch interessant.

Es ist sicherlich richtig, dass die 3jährige Physio-Ausbildung nur ein Basis-Wissen im therapeutischen Bereich ist.

Die meisten Physios beginnen nach der Ausbildung zu arbeiten und denken sie haben jetzt alles geschaft und können alles behandeln, bis sie dann irgendwann merken, dass sie an viele Grenzen stoßen.

Zu der Diskussion ob Osteop. oder Msc Physio oder Bachelor möchte ich bischen für Klarheit sorgen:

Natürlich ist es schön alles zu können, aber das ist nicht im Sinne des Erfinders. Jeder der behauptet er könne alles, dann behaupte ich, dass er alles oberflächlich kann und eigentlich NICHTS spezielles.

Nicht ohne Grund gibt es eine Basis-Ausbildung und die damit geöffneten Türen zu den verschiedenen Spezialisierungen. Genauso wie ein Mediziner erst Allgemeinmedizin studiert und sich dann auf ein Bereich spezialisiert, gilt es für den Physio sich zu spezialisieren. Ob das jetzt Richtung Osteopathie gehen soll, wo man zwar sehr viel lernt ganzheitlich zu behandeln, aber dafür unglaubliche 5 Jahre hinter sich bringen muss, ist nicht ohne Grund vom Status fraglich und von Kassen nicht immer unterstützt. (Das erkennt man auch daran, dass es für 5 Jahre Osteoausbildung und 3 Semester Msc Osteopathie nur 90 ECTS gibt und für 3 Jahre Physioausbildung und 5 Semester Msc Physiotherapie 120 ECTS).

Das Problem in Deutschland ist, dass die Dozenten der Physiotherapie wie auch Osteopathie selbst keine Akademiker sind, obwohl sie ja eigentlich Pädagogen sein müssten, um überhaupt fundiert unterrichten zu können. Dementsprechend gibt es das Folgeproblem, dass deutsche Abschlüsse in diesem Bereich international sogut wie gar nicht anerkannt werden. Das wird sich in Deutschaland in den nächsten Jahren ändern MÜSSEN, auch wenn sich die Politik versteckt.

Nun zum Rat:

Wenn jemand die Ausbildung erfolgreich absolviert hat, macht es Sinn erst den Bachelor zu machen, dann den Master und nicht umgekehrt. Die Koopertation Ulmkolleg und DonauUni ist zwar schön und gut, aber nicht vorausschauend genug. Denn wenn einer mit 3jähriger Ausbildung gleich Master studiert, hat er insgesamt nur 120 ECTS Punkte. Sicherlich will sich jeder danach auch weiterentwickeln und spätestens in 10 Jahren ist das System aus den USA mit der Reihenfolge: Bachelor, Master, Doktor of Physical Therapy auch in Deutschland angekommen. Mit 120 ECTS kann und darf man aber nicht promovieren, also musst man dann den Rückwärtgang einschalten, vom Schritt 2 (Master) zum Schritt 1 (Bachelor) zurückgehen, um die 300 ECTS zu erreichen, die für Promotion notwendig sind.

Und wer überhaupt nicht wissenschaftlich arbeiten möchte, wem es nicht interessiert was die Wissenschaft von seiner Arbeit hält, und wer das was er macht wissenschaftlich nicht hinterfragen möchte, aber trotzdem viel Verständnis für die ganzheitliche Therapie haben möchte um Patienten gut zubehandeln, der lässt sich auf 5 Jahre Osteopathie ein. Wobei meiner Meinung nach es eine Geldmacherei ist von den Schulen, wenn Sie das ganze 5 Jahre extra lang auseinander ziehen.

Zusammenfassung:

Wer Wert auf Akademisierung und Evidenzbasierung seines Berufes legt, der studiert 1.Bachelor, 2. Master, evtl. 3.Promotion, um auch international anerkannt zu sein.

Wer Wert darauf legt ein guter Physiotherapeut zu sein, der bildet sich in die Richtung, in der er sich spezialisieren möchte fort.

Wer darauf Wert legt fast ein Artz zu sein, um auch die inneren Organe halbwegs behandeln zu können, der lernt zusätzlich 5 Jahre Osteopathie und dann auch noch 3 Semester Msc Osteopathie.

Wenn ich etwa falsche Informationen weitergegeben habe, bitte ich um Korrektur.
Dies ist der Stand meiner Erkenntnisse in diesem Djungel.

vor 3.5j
antje84
07.12.2008 22:05

hallo...falls ich mal was anderes einwerfen darf: ich bin mittlerweile im dritten lehrjahr und bei uns wurde schon ab dem ersten lehrjahr auf den bachelor hingearbeitet, dhich hänge im nächsten jahr einfach ein jahr bachelor hintendran und bin dann fertig...was mir allerdings noch den kopf zerbricht ist die frage, ob ich mit einem bachelor of health den master of science machen darf...ich gehe mal streng davon aus, das dies nicht der fall ist...kann mir jemand den unterschied zwischen health und science erklären???
ich würde spontan sagen, dass der science "mehr Wert" ist als der health, demzufolge würde ich dann eher den bachelor of science machen wollen...nur ist das leider bei mir an der shcule nicht möglich und ich müsste komplett neu anfangen, obwohl ich im bachelor of health schon fast fertig bin(2010)...
wär schön wenn jemand ne antwort hat

vor 3.5j
h0nk
07.12.2008 22:09

Das lustige is ja (so hab ichs verstanden), das du garnicht wie normal den Bacholor und Master machen brauchst. Du könntest ja auch gleich den Master of Science machen ... daher is es egal ob du den Bacholor of Health machst oder einen anderen Bacholor, den Master kannst trotzdem machen. Also kurz gesagt, du irrst dich, es ist der Fall das du den Master of Science und den BAcholor of Health machen kannst. Von dem her .... ausser ich irre mich dann soll mir das bitte einer sagen :)

vor 3.5j
diplomphysio
07.12.2008 22:17

Liebe Antje84,

mach in aller Ruhe dein Bachelor of Health zu ende, damit hast du sicherlich schon 180 ECTS erreicht. Dadurch dass ab Feb 2009 an der Uni Donau + ulmkolleg ein Master of science in Physiotherapie ohne bachelor als Vorraussetzung angeboten wird, kannst du als "staatlich anerkannter Physio" auch den Master of science machen. Damit hättest du weitere 120 ECTS, die dich insgesamt auch 300 Punkte bringen, womit du für eine Promotion zugelassen werden würdest.

Gruss
dPT

vor 3.5j
trigger37
07.12.2008 22:49

Hallo Diplomphysio!!!

Zitat

Zusammenfassung:

Wer Wert auf Akademisierung und Evidenzbasierung seines Berufes legt, der studiert 1.Bachelor, 2. Master, evtl. 3.Promotion, um auch international anerkannt zu sein.

Wer Wert darauf legt ein guter Physiotherapeut zu sein, der bildet sich in die Richtung, in der er sich spezialisieren möchte fort.

Wer darauf Wert legt fast ein Arzt zu sein, um auch die inneren Organe halbwegs behandeln zu können, der lernt zusätzlich 5 Jahre Osteopathie und dann auch noch 3 Semester Msc Osteopathie.



Dem stimme ich NUR bedingt zu.

Ich lege keinen Wert darauf fast ein Arzt zu sein, sondern NUR Wert darauf, ganzheitlich zu behandeln, indem ich den Mensch als eine funktionierende Einheit betrachte.

Ansonsten würde ich ja Medizin studieren. Außerdem haben wir einen Arztanteil von ca. 40% bei mir im Osteopathiestudium.

Zitat

Und wer überhaupt nicht wissenschaftlich arbeiten möchte, wem es nicht interessiert was die Wissenschaft von seiner Arbeit hält, und wer das was er macht wissenschaftlich nicht hinterfragen möchte, aber trotzdem viel Verständnis für die ganzheitliche Therapie haben möchte um Patienten gut zubehandeln, der lässt sich auf 5 Jahre Osteopathie ein. Wobei meiner Meinung nach es eine Geldmacherei ist von den Schulen, wenn Sie das ganze 5 Jahre extra lang auseinander ziehen.



Und das was du oben schreibst ist vollkommen FALSCH und entbehrt jeder realen Grundlage. Bitte vorher informieren, weil meilenweit an der Realität vorbei.

Und gerade wer gerne wissenschaftlich arbeiten will, weil es ein wunderbares großes Feld zu erforschen gibt lässt sich auf die Osteopathie ein. Denn innerhalb der Osteopathie wird viel geforscht um offene Fragen endlich beantworten und Vermutungen bestätigen zu können. Fast alle optimal funktionierenden Techniken der Osteopathie haben einen Gold-Standard, weil es dementsprechende Studien gibt. D.O. in den USA steht für Doctor of Osteopathie und aus dieser Studienrichtung haben sich einige Zweige gebildet die sich (auch) innerhalb der PT etabliert haben. Eines der Beispiele ist die Manuelle Medizin, die ihre Ursprünge in der Osteopathie hat.

Da Osteopathie sehr viel mit diversen Palpationen (strukturell bis cranio-sacral) zu tun hat wird auch dementsprechend viel Zeit benötigt um das "spüren" zu erlernen. JA es dauert 5 Jahre Grundausbildung die zwar viel Geld kosten, dennoch brauchst du ZEIT um das erworbene Wissen zu festigen und umzusetzen.

Wenn DU beispielsweise an der HWS manipuliert wirst, damit DU deine Beschwerden endlich los wirst, dann bist DU auch froh, wenn dein Osteopath optimal ausgebildet ist. Oder bist DU da anderer Meinung.

liebe Grüße trigger

vor 3.5j
antje84
08.12.2008 21:00

hey hallo ja ich habe für mein bachelor abschluss sogar 240 credit points....
mir gings nur darum ob die inhalte von science und health so abweichen, das wenn ich den master mache, nicht in irgendwas hinterherhänge....
ich bin sehr für die forschung und dafür, dass es besser ausgebildete physios gibt...ich unseren projektberichten die wir alle sechs wochen anfertigen müssen, gehen wir immer wieder darauf ein wie wichtig es ist, Behandlungen/Maßnahmen evidencbasiert zu machen...der heilmittelkatalog wird doch immer kleiner und wir werden irgendwann ausgelöscht sein, wenn sich nicht bald was tut....

vor 2.3j
enti18
20.01.2010 17:53

Hallo an alle MSc Interessierten,
habe am WE an einer Infoveranstaltung teilgenommen in Hannover-Langenhagen. Dort wird in Kooperation mit der Donau-Uni Krems ein MSc. Lehrgang angeboten (Fortbildungszentrum-Langenhagen). Soll einem vorbereiten auf:- Leitungsfunktion, Lehrtätigkeit, Forschung, First-Contakt.. Da unser Berufsstand (PT´s)gerade akademisiert wird!UNAUFHALTSAM!!! Der Clou: OMT-Abschluß(= Orthopädische Manuelle Therapie) die weltweit höchste MT-Qualifikation ist mit dabei!!! Ist eine Kombination von den beiden führenden MT-Konzepten Kaltenborn_Evjenth und Maitland. Da Osteopathie teilweise sehr hohe "philosophische" Anteile hat, finde ich dieses, deutlich wissenschaftlich angelehnt interessanter. Zusätzlich ist "Osteopath" kein Beruf in Deutschland, es gibt aber in Europe schon Modellversuche bei denen PT´s als First-Contakt arbeiten!! Kostet 11.900€. Nächste Infoveranstaltung ist 20.02.2010.
Interessant oder....???