physiowissen

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  1. Als der Kaffee während des 16. Jahrhunderts in Europa populär wurde, war er zwar ein Luxusgut, wurde jedoch meist nur mit Zucker serviert. In den ersten Hochphasen der Kaffeehäuser in Wien, London oder Paris kannte man auch schon Milch um dem Kaffee einen milderen Geschmack zu verleihen. Heute ist die beliebteste Art des Kaffee trinkens der Cappuccino, den fast ein Sechstel des Deutschen mindestens ein Mal in der Woche trinken. In seiner ursprünglichen Form als ein Getränk, das aus Espresso, heißer Milch und heißem Milchschaum besteht. Jedoch sind der Cappuccino und ähnliche Kaffeegetränke, die es in vielen Fast-Food Ketten zu kaufen gibt, heute vor allem meist Kalorienbomben, die womöglich noch mit Sirup verstärkt werden. Ein Cappuccino hat bei McDonalds im McCafee ca. 70 Kalorien, allerdings ohne zusätzlichen Zucker, wohingegen ein Cappuccino bei Starbucks in der gleichen Größe schon rund 150 Kalorien vorzuweisen hat. Beim größten Starbucks Konkurrenten in den USA hat ein Cappuccino wiederum nur 80 Kalorien, DD weist sogar die Kalorien eines Cappuccinos mit Zucker als 140 aus. Das zweitliebste Getränk, der Latte Macchiato, der ein Heißgetränk ist, das aus heißer Milch mit Milchschaum und einem kleinen starken Espresso besteht, schlägt häufig durch den größeren Milchanteil noch stärker zu Buche als ein Cappuccino. Bei Dunkin Donuts hat ein großer Latte Macchiato ca. 160 Kalorien, bei McDonalds 210 Kalorien und bei Starbucks sogar 276 Kalorien. Die Unterschiede lassen sich teilweise schon alleine mit dem Fettgehalt des Getränkes bei der Zubereitung mit Halbfettmilch erklären. Während im Latte von Dunkin Donuts gerade mal 4g Fett enthalten sind, wartet der Latte von McDonalds schon mit 11g Fett auf und der Latte von Starbucks enthält bis zu 28g Fett in einem einzigen Getränk. Besonders extrem sind die Kalorienanzahl in den Kaffeegetränken, die mit besonderen Zusatzstoffen versehen sind, wie beispielsweise Sirup oder Kakao. Bei Dunkin Donuts kommt ein großer Coffee Collatta, ein cremiger Frozen Coffee mit viel Sahne, auf rund 800 Kalorien. Ein Mocha ist im McCafé das Getränk mit der höchsten Kalorienanzahl. Ganze 400 zählt das Getränk aus Espresso, Schokoladensirup und Schlagsahne. Auch beim Marktführer Starbucks hat der große Mocha die meisten Kalorien, ganze 508 Kalorien sind in einem Getränk enthalten. Bei Dunkin Donuts gehört der Mocha ebenfalls zu den kalorienreichsten Getränken und hält sich im Mittelfeld mit 430 Kalorien. Wer etwas genauer recherchiert findet auf der Homepage der jeweiligen Unternehmen nach einigem Suchen die genauen Kalorienangaben zu jedem Getränk, von regulärem Kaffee bis hin zu verrückten Kombinationen, wie Kürbis oder Pfefferminze. Letztendlich kann man wohl sagen, dass eine dieser Kalorienbomben, die beinahe ein ganzes Essen ersetzen, nicht zur täglichen Ernährung zählen sollte. Jedoch ist der gelegentliche Genuss eines Latte Machiattos wohl nicht lebensgefährlich. Wer nicht auf seinen täglichen Kaffee aus einem der Fast-Food Ketten verzichten möchte, der sollte lieber häufiger zu regulärem Kaffee greifen.Copyright: © pink candy - Fotolia.com
  2. Leidet ein Patient unter Bluthochdruck, so wir dies häufig mit Medikamenten behandelt. Doch auch durch verschiedene Sportarten kann der Blutdruck gesenkt werden. Dabei muss man noch nicht einmal Hochleistungssportler sein, denn sobald der Körper auf eine leichte Sportart umgestellt wird, bedeutet dies einen Gewinn für die Gesundheit. Welche Sportart ist bei Bluthochdruck die Richtige? Dieses Thema war bereits Gegenstand von zahlreichen wissenschaftlichen Studien, denn das Thema Bluthochdruck gilt mehr denn je als Volkskrankheit. Durch eine ausreichende Dosis an Sport kann erreicht werden, dass Bluthochdruck gar nicht erst entsteht bzw. deutlich verringert wird. Natürlich sind die Erfolge bei jedem Menschen anders einzuschätzen, dabei spielt auch die Sportart und die Art des Trainings eine wichtige Rolle. Zur Regulierung des Herz-Kreislauf-Systems ist eine ausdauernde Belastung sehr wichtig. Dazu gehören z. B. Sportarten wie Wandern, Radfahren, Skilanglauf oder Joggen. Was sollten Sie bei Bluthochdruck vermeiden? Vermieden werden sollten Spitzenbelastungen bei einzelnen Sportarten. Auch ein moderates Krafttraining mit geringen Gewichten und vielen Wiederholungen bietet sich an, um den Bluthochdruck zu regulieren. Durch das Training wird zum einen die Muskelmasse verbessert, was nicht nur Muskelaufbau, sondern auch optimalere Durchblutung (Kapillarisierung) zur Folge hat. So kann auch eine Insulinresistenz verringert werden, mit dem positiven Nebeneffekt das Diabetesrisiko zu minimieren. Allerdings ist es auch wichtig, dass Krafttraining nicht zu häufig ausgeübt wird. Bodybuilding und Fitnessstudio mit schweren Gewichten könnten einen eher negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesundheit haben, vor allem für Menschen mit Bluthochdruck. Außerdem sollte man sich bei einem Krafttraining immer vorher ausreichend beraten lassen. Denn durch falsche Atmung kann es schnell passieren, dass man den Blutdruck ungewollt in die Höhe treibt. So muss das Herz deutlich schnell und mit höherem Druck das Blut pumpen. Wenn die Atemtechnik passt, dann tut dem Körper diese Art von Sport gut. Durch einen erfahrenen Trainer kann eine gute Technik beim Training verwendet wird. Wie oft sollte man Sport betreiben? Bei der Häufigkeit des Trainings lässt sich sagen, dass zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche optimal sind. Bei der Dauer ist es ratsam nicht weniger als eine halbe Stunde zu trainieren. Wer mit kurzen Trainingseinheiten beginnt, kann versuchen das Training über mehrere Wochen zu steigern, um schließlich bei dem Optimalzustand anzukommen. Dies gilt vor allem für Menschen, die über viele Jahre keinen Sport mehr betrieben haben. Auch die Intensität des Sportes sollte am Anfang eher nicht so hoch gewählt werden. Wer z. B. Joggen möchte, sollte zu Beginn eher mit schnellem gehen beginnen und dann immer wieder kurze Laufinvervalle zu integrieren. Sonst läuft man Gefahr, dass der Puls zu schnell ansteigt. Maximalpuls selbst berechnen Eine Regel besagt, dass der Puls 180 abzüglich des Lebensalters betragen sollte. Ein höhere Puls ist zunächst nicht empfehlenswert. So weiß man genau, welche Belastungsstärke ideal für einen persönlich ist. Die Belastung ist dann gut, wenn man sich beim Joggen auch noch mit dem Anderen unterhalten kann. Fazit: Viele Menschen unterschätzen den Vorteil von Sport. Er trägt nicht nur zu einer gesünderen Lebenseinstellung, sondern hilft den Blutdruck nachhaltig zu reduzieren und zu stabilisieren. Dies ist vor allem wichtig für Menschen, die kaum oder wenig Sport treiben und von Bluthochdruck betroffen sind. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Physiotherapeuten oder Übungsleiter. Geben Sie sich bitte nicht kampflos Medikamenten hin. Copyright: © Picture-Factory - Fotolia.com
  3. Ayurveda Kuren

    Ayurveda bedeutet, das Wissen vom Leben. Wer möchte sich nicht einer Behandlung unterziehen lassen, die sich ein solches Wissen auf die Fahnen schreibt. In der Tat berichten Ayurvedajünger von messbaren Erfolgen. Akne verschwand, Gewichtsabnahme ohne Jojo-Effekt und merkliche Effekte bei Bluthochdruck Erkrankten. Alternative Heil- und Therapiemethoden erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Auch wenn die neuen "alten" Konzepte zur Krankheitsbekämpfung und Gesundheitserhaltung immer häufiger kritisiert werden, gilt die Binsenweisheit: wer heilt hat recht. Ayurveda ist ein solches Konzept. Eines welches im Gegensatz zur westlichen Medizin auch die Seele des Menschen miteinbezieht. Der neue Weg - die Rückbesinnung auf bewährte Heilstrategien. Ayurveda ist hierbei keineswegs so dogmatisch wie man erwarten könnte. Der neue Trend erinnert ein wenig an die Mutter-Kind-Kuren und weisen in eine Richtung die wir vergessen zu haben scheinen. Wer nach einem Mallorca-Urlaub geschwächter und genervter Heim kommt als vor der Abreise, hat offensichtlich etwas falsch gemacht. Wie wäre es, wenn man Urlaub und Erholung wieder zusammenführt. Eine spezifische Ayurvedareise kann diesen Effekt haben. Damit sich der nach Erholung dürstende zurechtfinden kann, gibt es mittlerweile immer mehr Ayurveda Resorts. Hier geht man dann individuell, nach Bedürfnis und unter Einbeziehung von sogenannten psychophysiologischen Verbindungen des Körpers, auf den Besucher ein. Der Besuch eines Ayurvada Resorts kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Und genau nach den jeweiligen Gründen, kann man sich die passende Kur aussuchen. Ob man eine koronare Herzkrankheit, mit all seinen Folgen hat, Übergewicht, Asthma oder Hauterkrankungen, für nahezu jede westlich diagnostizierte Erkrankung gibt es ein Linderungsmodell. Ayurvedakuren lassen sich sowohl stilecht in Indien durchführen, als auch in deutschen oder europäischen Kliniken. Mittlerweile selbst auf Mallorca. Die Kosten einer stilechten Ayurvedakur lassen sich durchaus mit normalen Urlaubsreisen vergleichen Eine Reise nach Sri-Lanka, inklusive einer intensiven Ayurvadabehandlung kann bei 15-19 Tagen von 1300 bis 2700 Euro variieren. Am besten erkundigen sie sich für eine solche Reise direkt im Internet. Zertifizierte Reiseratgeber klären über Methoden und Preise und Resorts auf. Man sollte allerdings dazu übergehen viele Portale zu besuchen, da die Preise, wie bei allen anderen Reisen, durchaus divergieren können. Im Unterschied zu herkömmlichen Behandlungskonzepten und Heilkuren, betrachtet die ayurvedische Philosophie und Heilmethodik einen Menschen immer als ganzheitliches System. Seele, Körper und Geist bilden eine Einheit. Und wenn diese Einheit gestört ist, ergeben sich Erkrankungen diverser Art und Weise. Ayurveda geht im Allgemeinen von drei Konstitutionen des Menschen aus. Diese sogenannten Doshas werden später den verschiedenen Elementen zugeordnet. Diese sind die uns ebenfalls bekannten Elemente von Feuer, Wasser, Luft und Erde. Sind diese Konstitutionen im Einklang, so ist auch der Mensch gesund. Sind sie es nicht, ergibt sich ähnlich wie in der Traditionellen Chinesischen Medizin, ein Ungleichgewicht, welches zu diversen Ausfallerscheinungen des Körpers führen wird. Eine Ayurveda Kur wird Ihnen, mit oder ohne den Glauben an Doshas, helfen. Wie oft nimmt sich der Mensch schon Zeit dafür sich um sich selbst zu kümmern. Und wie häufig geschieht es dass andere sich um einen kümmern. Googeln Sie sich ruhig einmal durch das Internet. Portale mit Informationen warten nur darauf entdeckt zu werden. Copyright: Hemera | Thinkstockimages
  4. Kinesio Taping

    Kinesio Taping beruht auf der Entwicklung der sogenannten Kinesio Tapes (griechisch: Kinesis: Bewegung), die aus reiner Baumwolle bestehen und mit Acryl beschichtet sind. Erfunden hat die besonders elastischen Bänder Dr. Kenzo Kase, ein japanischer Chiropraktiker und Kinesiologe, da die starren bisherigen Bänder seinen Anforderungen nicht mehr genügten. Die Tapes sind hochelastisch, atmungsaktiv und passen sich der Haut perfekt an, so dass man beim Tragen kein Unbehagen spürt. Zudem wird der Träger in seiner Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt, was dem Muskelabbau durch Vernachlässigung der Muskeln präventiv entgegen wirkt. Durch das Taping werden Nervenbahnen gereizt, was einerseits zur Anregung der Muskulatur, aber auch zur Entspannung der strapazierten Muskeln führen soll, je nachdem wie die Bänder gelegt sind. Ein Rückgriff auf die von Dr. Kenzo entwickelten speziellen Klebemuster für unterschiedliche Krankheitsbilder ist hierbei möglich. Durch die Anhebung des Gewebes, der Förderung der Durchblutung sowie der Lymphzirkulation, wirken die Tapes schmerzlindernd und heilend, der Heilungsprozess soll sich um ca. 50% verkürzen. Grundsätzlich sind nicht nur Sportlerverletzungen oder Muskelprobleme wie Schmerzen in Knie-, Sprung- und Schultergelenken, verspannter Rücken und Nacken, Tennis- und Golferarme, sowie Muskelfaserrisse, sondern auch Gelenkfehlstellungen oder Regelschmerzen therapierbar. Aufgetragen werden sollten die Tapes von erfahrenen Physio- und Ergotherapeuten, Masseure, Heilpraktiker und Ärzten, da die Muskeln eine bestimmte Dehnung haben sollten, was bei alleinigem Auftragen nicht möglich bzw. sinnlos ist (ähnlich dem Effekt, wenn man sich selbst die Schultern massiert. Die massierenden Muskeln verspannen durch das Massieren weiter). Zudem fehlt den meisten Menschen die nötige Kenntnis über Anatomie und funktionelle Zusammenhänge, da nicht nur die schmerzende Stelle, sondern auch entfernt sitzende, aber beteiligte Strukturen behandelt werden müssen. Die Kosten für das Taping werden von der Krankenkasse nicht übernommen, sie variieren je nach Beschwerde und Anzahl der Sitzungen, grundsätzlich kostet jedes Tape aber so zwischen 15 und 30 Euro. Copyright: Kzenon - Fotolia.com
  5. So hilft Physiotherapie bei Kopfschmerzen

    Lange Arbeitstage vor dem Computer, familiäre Anforderungen, unregelmäßiger Schlaf und Autofahren im Stau sind einige der täglichen Stressfaktoren, die Kopfschmerzen begünstigen können. Vier Kategorien von Kopfschmerzen Generell können Kopfschmerzen in vier Kategorien unterteilt werden:  Kopfschmerzen, die durch virale Erkrankungen ausgelöst werden (Grippe und andere Erkrankungen der Atemwege) Zervikogene Kopfschmerzen die mit einer Irritation der Gelenke, Muskeln und Nerven im Hals/Nacken verbunden sind. Migräne-Kopfschmerzen, die auf einen Wechsel des Drucks in denjenigen Blutgefäßen zurückzuführen sind, die die Blutzufuhr zum Kopf gewährleisten. Spannungskopfschmerzen, die mit Muskelkontraktionen im Kopf, Kiefer, Nacken und Schultern zu tun haben. Mögliche Ursachen Kopfschmerzen, die von den Schultern oder dem Hals ausgehen, werden normalerweise als ein konstanter, dauerhafter und dumpfer Schmerz beschrieben. Dieser kann einseitig sein oder in beiden Kopfhälften auftreten. Man verspürt zumeist ein ziehendes, angespanntes Gefühl im Nacken oder sogar ein Druckgefühl wie ein Band rund um den Kopf. Die Symptome werden generell durch Halsbewegungen und anhaltende Positionen ausgelöst. Hängende Schultern, ein gedehnter Hals, ein vorstehendes Kinn durch unergonomische Sitzmöbel bei der Arbeit können verantwortlich für eine übermäßige Belastung der Gelenke an der Schädelbasis sein und für die Überdehnung von Bändern und Verspannung/Überaktivität der Muskeln. Spannung in den Weichteilen und die eingeschränkte Mobilität in den Gelenken können die Nerven und die versorgenden Blutgefäße des Kopfes und Halses noch weiter reizen. Neben den schlechten Haltungsgewohnheiten können auch Verletzungen oder Belastungen der Halsstrukturen durch Schleudertraumata nach Verkehrsunfällen, Stürzen beim Skifahren oder Snowboarden und Zweikämpfen beim Fußball zu Kopfschmerzen beitragen. Physiotheraie - erste Schritte Ein erster Besuch beim Physiotherapeuten beinhaltet in der Regel eine umfassende Untersuchung, die einen gründlichen Befund über Ihre Kopfschmerzen (Beginn, Art, Intensität, Fortschreiten, erschwerende Faktoren, die damit verbundenen Symptome, Familiengeschichte, etc.) beinhaltet. Der Therapeut wird Ihnen Fragen stellen, um sich ein Bild von den Kopfschmerzen zu machen. Dies kann einem Arzt zur weiteren Untersuchung dienen. Die körperliche Untersuchung beinhaltet eine detaillierte Analyse der Gelenke, Muskeln und Nervenstrukturen in der Wirbelsäule sowie eine Beurteilung der Körperhaltung. Das Ziel der körperlichen Untersuchung ist es, Ihre Symptome und fehlerhafte Bewegungsmuster ausfindig zu machen, die Kopfschmerzen verursachen oder eine unangemessene Belastung für den Nacken darstellen. Therapie-Methoden Eine Reihe von Techniken steht zur Verfügung, je nach Ursache der Kopfschmerzen und der Erfahrungen und Präferenzen vergangener Behandlungen. Weichteil-Therapie für die Muskeln und Faszien der HWS zielt auf das Loslassen der verspannten Muskeln und Faszien. In der Folge hat sich eine Mobilisierung bzw. Manipulation der oberen Segmente des Halses, des Kiefers und des Beckens gezeigt und als wirksam erwiesen. Haltungstraining ist auch ein wesentlicher Bestandteil der Kopfschmerz-Managements. Es kann notwendig sein, die Haltung um Schultergürtel und Brust mit Mobilisation, Manipulation und Schulter-Übungen zu verbessern. Die Position des Beckens beeinflusst auch stark die Brust- und Halshaltung. Craniosacrale Therapie, die auf die Wiederherstellung der Bewegung zwischen den Knochen des Schädels und die Befreiung der zugrunde liegenden Membranen, Faszien und Nervengewebe abzielt, hat sich auch als vorteilhafte Ergänzung zu herkömmlichen manuellen Therapietechniken herausgestellt. Ungleichgewichte im cranialen System können aus einer schwierigen Geburt, aus Gehirnerschütterungen und zahnärztlichen Behandlungen mit Zahnextraktionen/Wurzelkanälen herrühren. Manuelle Therapie bietet eine sanfte, nicht-invasive Alternative zur Behandlung von Kopfschmerzen. Die Reaktionen eines Patienten auf die Behandlung hängen auch von seiner/ihrer Ernährung und ihren Lebensgewohnheiten sowie von ihrem aktuellen Gesundheitszustand und der Harmonie innerhalb des Körpers ab. Copyright: Dan Race - Fotolia.com #81875218
  6. Wie Physiotherapie bei Brustkrebs helfen kann

    Nach einer Brustkrebs-OP kann es zu unterschiedlichen Komplikationen kommen, was allerdings von der Art des Krebses abhängt und in gewisser Hinsicht auch davon, welche OP-Methode angewandt wurde. Hier ist Physiotherapie ein empfehlenswerter Ansatz, um die Schmerzen zu lindern und den Körper wieder an Beweglichkeit zu gewöhnen. Hauptsächlich soll Physiotherapie dazu beitragen, die Beweglichkeit am Arm der jeweiligen Körperseite wiederherzustellen und der Neubildung von Ödemen entgegenzuwirken. So kann beispielsweise auch parallel zur Physiotherapie noch eine Atemtherapie in Anspruch genommen werden. Sie kann dazu beitragen, die Lungenaktivität zu optimieren und den Körper insgesamt besser mobilisieren. Nicht selten haben Frauen nach einer Operation mit Atembeschwerden zu kämpfen. Physiotherapie bei Brustkrebs - mit gezielten Übungen zum Erfolg Bei der Physiotherapie kann mit Übungen zur Entspannung, Dehnung und sanften Massagen dazu beitragen werden, Beschwerden und Schmerzen zu lindern. Nach dem erfolgreichen Abheilen der OP-Wunde kann zudem eine Nachbehandlung der Narbe erfolgen, welche die Flexibilität des Gewebes verbessert, Beschwerden mildert und das insgesamte Wohlgefühl der Patientin positiv beeinflusst. Für die Patienten ist eine einfühlsame, vorsichtige Behandlung besonders wichtig, da die Narben unmittelbar nach dem Abheilen noch stark schmerzen können. Deshalb sollte der Physiotherapeut besonders vorsichtig sein und Verständnis für eventuelle Ängste haben. Auf diese Weise wird aktiv dazu beigetragen, dass die Patientin wieder ein gestärktes Selbstvertrauen erlangt und sich in ihrem Körper wieder wohl fühlen kann. Möchte man als Patientin in dieser sensiblen Zone lieber von einer Frau behandelt werden, dann kann dies natürlich so gewählt werden. Optimierungen für Haltung und Mobilität durch Physiotherapie Wenn sich im Laufe der Behandlung wieder eine Verbesserung der Mobilität einstellt, kann das Übungsspektrum langsam gesteigert werden, natürlich stets individuell und im Rahmen der gesundheitlichen Situation der Patientin. Physiotherapeuten können hier Bälle, Stäbe oder auch Tücher für ein besonders sanftes Training mit in die Behandlung einbinden. Besonders wichtig ist darüber hinaus, gemeinsam mit der Patientin an ihrer Haltung zu arbeiten, um das Körpergefühl wieder auszubalancieren. Nicht selten nehmen Frauen nach einer Brustoperation eine völlig asymmetrische Haltung ein, ohne dies zu bemerken. Diese Fehlhaltung lässt sich durch gezielte Übungen wieder korrigieren, bevor sie langfristig zur Gewohnheit wird. Insbesondere nach einer Versorgung mit Prothesen ist dieses Training zu empfehlen, da hier am häufigsten Haltungsveränderungen auftreten. Darauf sollten Brustkrebs Patientinnen achten Patientinnen sollten sich stets darüber im Klaren sein, dass auch nach dem erfolgreichen vollständigen Abheilen der Operationswunde noch Gefahren bestehen. So kann sich beispielsweise ein Lymphödem entwickeln. Daher sind krankengymnastische Übungen über einen Zeitraum von bis zu 18 Monaten nach der Operation besonders sinnvoll. Auch für den Alltag gibt es einige Regeln, die dabei helfen können, die Bewegungsfreiheit, Haltung und das eigene Körpergefühl wieder zu optimieren. So sollte zum Beispiel auf enge, einschnürende BHs verzichtet werden, auch den Blutdruck sollte man nur auf der anderen, "gesunden" Seite messen. Patientinnen sollten zudem streng auf eine Überanstregung der betroffenen Seite verzichten und vor sportlichem Training zunächst mit dem Arzt absprechen, in welchem Umfang dies in Ordnung sei. Die vollständige Genesung nach einer Brustkrebs-Operation benötigt Zeit und viel Geduld - diese sollte man sich und seinem Körper unbedingt zugestehen. Copyright: 68428913 Eskymaks | fotolia.com
  7. Einrenken als Geschäftsmodell

    Vor einigen Tagen haben wir das Lehrbuch Chiropraktik ausführlich betrachtet, woraufhin es Rückmeldungen bei uns gab, dass Einrenken keine Option moderner Physiotherapie sein sollte, gibt es doch weit sanftere Methoden zum lösen von Blockierungen.  Was ist eine Blockierung? Spannend an dieser Stelle ist, dass keiner genau weiß, was eine Blockierung überhaupt ist. Den einzigen gemeinsamen Nenner, auf den man sich in allen Lehrbüchern einigen kann ist die Definition einer "Gelenk-Funktionsstörung". Nicht mehr und nicht weniger. Auch Fakt ist die Tatsache, dass sich der Körper ans einrenken gewöhnen kann. Vielmehr wurde beobachtet, dass das "knacken" und das darauf folgende Erleichterungsgefühl wie eine Belohnung auf den Körper wirkt und dieses Gefühl will man fortan gern immer öfter.  Chiropraktik als Geschäftsmodell Beim Streifzug durchs Internet sind wir auf Dr. Lee gestoßen, der seine Dienste der Chirotherapie in Hollywood anbietet. Was sein Werbevideo bei uns auslöst, kann man gar nicht in Worte fassen. Seht selbst: Video Copyright: Youtube
  8. Therapeutisches Klettern

    In der Physiotherapie gibt es ja immer wieder neue Therapieformen, in einer Praxis in Franken wird nun sogar Klettern als Therapie angeboten. Rund 2.600 Euro hat das Ehepaar Hoepffner die Kletterwand kosten lassen, vor acht Jahren wurde sogar eine Fortbildung zum Thema "Therapeutisches Klettern" absolviert. Nun klettern selbst Kinder in der Praxis für Physiotherapie barfuß an der Wand empor. Dabei geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern es handelt sich um eine Ganzkörpertherapie. Die Kletterwand ist gerade einmal raumhoch, die Griffe wurden extra groß gestaltet und symmetrisch angeordnet, so dass auch kleinere Patienten damit zurecht kommen. Beim therapeutischen Klettern geht es vor allem darum, dass die Koordination geschult und die Wirbelsäule aufgerichtet wird. Patienten sollen vor allem nach Operationen an Hüfte und Kniegelenken, aber auch nach Schulterverletzungen, davon profitieren, denn es kann nicht nur die Beweglichkeit der Gelenke optimiert werden, sondern es können auch Haltungsschäden verbessert und Ängste überwunden werden. Nach operativen Eingriffen kann der Wiederaufbau der Muskulatur beschleunigt werden, außerdem macht eine derartige Therapie bei einer verkrümmten Wirbelsäule, der so genannten Skoliose, Sinn. Lange Zeit konnte Mila Hoepffner nicht von ihrer zusätzlichen Ausbildung profitieren, denn die entsprechenden Geräte fehlten einfach. Doch die passionierte Kletterin erfüllte sich ihren großen Traum, so dass nun auch ihre Patienten einen Nutzen daraus ziehen können. Immer wieder nehmen Patienten auch längere Anfahrtszeiten in Kauf, um von dieser speziellen Therapie zu profitieren, die bislang nur von wenigen Praxen angeboten wird. Vielen Patienten macht diese Form der Therapie sogar solch großen Spaß, dass sie nach der Beendigung der Therapie sogar mit dem Klettern anfangen. Das Angebot richtet sich an Patienten jeder Altersstufe, bei Kindern ist die Neugier meistens der Antrieb, Erwachsene werden meistens nach einer Operation entsprechend therapiert. Copyright: Thinkstock Images
  9. "Allgemeine Krankheitslehre und innere Medizin für Physiotherapeuten" ist sowohl Lehrbuch während der physiotherapeutischen Ausbildung als auch als Auffrischungslektüre für die spätere berufliche Tätigkeit. Welche Themengebiete werden behandelt? Der erste Part des Werkes widmet sich den Grundlagen der Allgemeinmedizin. So wird hier die Entstehung, die möglichen Ursachen, der Verlauf, die typischen Symptome, die Diagnostik sowie die Therapie von sämtlichen Krankheiten eingehend beleuchtet. Im Folgenden vermittelt der erste Teil des Buches dem werdenden oder dem praktizierenden Physiotherapeuten wertvolle Schlüsselkompetenzen im Bereich der allgemeinen Medizin Der zweite Teil des Buches beschränkt sich auf die Grundlagen der inneren Medizin. Von der Entstehung über den Krankheitsverlauf bis hin zu den erfolgreichsten Behandlungsmöglichkeiten - hier wird dem Leser zentrales Grundwissen rund um die Krankheitslehre der inneren Medizin vermittelt. Damit dient dieser Part als Orientierungshilfe bei der Planung einer geeigneten Therapie und macht physiotherapeutische Grenzen und Möglichkeiten wesentlich verständlicher. Beispiel: Angina Pectoris mit physiologischer Ursache   Gliederung des Buches Grundlagen Krankheitskonzepte Wichtige Leitsymptome Diagnostisches Vorgehen Therapieprinzipien Kardiologie Angiologie Pneumonie Gastroenterologie Nephrologie Stoffwechselerkrankungen und Endokrinologie Hämatologie Rheumatologie Infektiologie COPD Erscheinungsbild: Pink Puffer - Blue Bloater Die ideale Lernhilfe während der Ausbildung Egal ob zur Prüfungsvorbereitung oder für den Eigenbedarf - "Allgemeine Krankheitslehre und innere Medizin für Physiotherapeuten" macht das Lernen zum Kinderspiel: Detaillierte Glossare Komplizierte medizinische Fachtermini müssen nicht erst im Lexikon nachgeschlagen werden. Dank der umfangreichen medizinischen Glossare werden schwierige Fachbegriffe eingehend erklärt und begünstigen damit zugleich ein besseres Textverständnis. Einfache Merksätze Damit die kürzlich erlernten Inhalte auch möglichst lange in Erinnerung bleiben, sind den einzelnen Kapiteln simple, einprägsame Merkzsätze hinzugefügt. Nie war Merken einfacher! Echte Prüfungsfragen Für möglichst zufriedenstellende Prüfungsergebnisse sorgen ebenfalls explizite Testfragen auf Prüfungsniveau. Diese prüfen effektiv Ihren momentanen Wissensstand ab und machen Sie schnell und einfach fit für das schriftliche Examen. Abbildungen, Bilder, Tabellen und Fallbeispiele  Neben Glossaren, Merksätzen und Testfragen wird der Lernerfolg genauso mit detaillierten Abbildungen und erklärenden Bildern sowie übersichtlichen Tabellen und konkreten Fallbeispielen garantiert. Damit lernt es sich nicht nur wesentlich leichter und effektiver, sondern macht auch noch deutlich mehr Spaß. Einfacher und verständlicher Schreibstil - der Schlüssel zum Erfolg Viele Lehrbücher werfen nur so mit schwierigen Fachbegriffen und verschachtelten Satzkonstruktionen um sich. Doch der wahre Schlüssel zum Erfolg ist ein einfach gehaltener und vor allem ein gut verständlicher Schreibstil. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? So überzeugt die dritte Auflage von "Allgemeine Krankheitslehre und innere Medizin für Physiotherapeuten" vor allem mit seinem simplen und durchschaubaren Stil, der selbst schwierigste medizinische Sachverhalte einfach und kompakt darstellt. Damit wird das Verständnis des Lesers gesichert und den persönlichen Lernerfolgen steht nichts mehr im Wege.   Copyright: Thieme
  10. Paracetamol unwirksam bei Arthrose

    Es gibt kaum eine andere Krankheit, die bei älteren Erwachsenen so schmerzhaft verläuft wie Arthrose. In vielen Fällen behandeln die Betroffenen ihre Schmerzen mit dem Schmerzmittel Paracetamol. Eine neue Studie aber zeigt, dass Paracetamol bei Arthrose nicht geeignet ist, weil der Wirkstoff in Paracetamol bei Arthrose nicht hilft. Der Knorpel in den Gelenken ist ein unterschätzter Helfer im Körper. An den Stellen, wo zwei Knochen aufeinanderliegen, überzieht der Knorpel die Enden, sodass das Gelenk reibungsfrei funktioniert. Mit zunehmendem Alter, durch Vererbung und durch ein zu hohes Körpergewicht, nutzt sich der Knorpel schneller ab. Am Ende ist die Knorpelmasse verschwunden, die Knochen reiben schmerzhaft aufeinander, was nicht nur die Bewegung eingeschränkt, sondern auch Schmerzen verursacht - man spricht von Arthrose. Um die Schmerzen zu lindern, nehmen viele Betroffene das Schmerzmittel Paracetamol. Eine aktuelle Studie zeigt jetzt aber, dass Paracetamol wenig hilft. Forscher der Uni in Bern haben dazu insgesamt mehr als 70 Studien ausgewertet, an denen weit über 50.000 Betroffene teilnahmen. Sie bekamen entweder eine Therapie gegen Schmerzen oder ein Placebo. Das Ergebnis ist erstaunlich: Das Medikament Paracetamol hilft nicht besser als ein Placebo. Laut den durchgeführten Studien konnte Paracetamol die Schmerzen zwar etwas besser lindern als das Placebo. Die Unterschiede waren jedoch so minimal, dass die Forscher sie als nicht relevant bewerteten. Dabei spielte es keine Rolle, in welcher Dosis Paracetamol verabreicht wurde. Schon vorher hatte eine andere Studie gezeigt, dass Paracetamol auch bei Rückenschmerzen versagt.  Schmerzmittel und die Nebenwirkungen Im Vergleich zu anderen Schmerzmedikamenten ist Paracetamol von den Nebenwirkungen eher harmlos, aber dauerhaft eingenommen kann es auch hier zu Schädigungen der Leber kommen. Wird Paracetamol bei Arthrose gegen die Schmerzen eingesetzt, steht dem geringen Nutzen ein größeres Risiko gegenüber.  Alternativen zu Paracetamol Die Forscher in Bern haben sich insgesamt mit sieben Schmerzmitteln genauer beschäftigt. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass hohe Dosen von Diclofenac und Etoricoxib besonders bei Arthrose am Knie und an der Hüfte am besten wirkten. Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen warnen die Forscher jedoch grundsätzlich davor, entzündungshemmende Schmerzmittel über einen langen Zeitraum ununterbrochen einzunehmen. Dauerhaft eingenommen führen alle Medikamente zu Problemen mit Magen und Darm sowie mit Herz und Kreislauf. Zwar sei Paracetamol bis dato oft das Mittel der Wahl gewesen, aber die Daten aus der aktuellen Studie zeigen, dass es nicht effektiv hilft. Besser ist, Medikamente wie Diclofenac einzunehmen, die Einnahme aber regelmäßig zu unterbrechen.  Aussagekraft der Studie Bei vielen Studien wurden die Probanden meistens nur maximal drei Monate begleitet. Darüber hinaus erfolgte die Einnahme der Tabletten nach einem konkreten Zeitplan und nicht nach Bedarf wie im wirklichen Leben. Es sind weitere Untersuchungen erforderlich, um zu klären, wie sich die mit Arthrose verbundenen Schmerzen langfristig am besten lindern lassen. In der aktuellen Studie fanden viele andere entzündungshemmende Schmerzmittel keine Berücksichtigung. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass viele Betroffene entweder unter den Nebenwirkungen der Schmerzmittel leiden oder von der weitgehenden Wirkungsfreiheit von Paracetamol betroffen sind, sollte die Behandlung von Arthrose neu durchdacht werden. Vielleicht gibt es Schmerzmittel, die besser helfen und weniger Nebenwirkungen verursachen. Die zunehmende Zahl der Arthrosepatienten verlangt nach neuen Lösungsansätzen. Copyright: dimasobko - Fotolia.com #104355957
  11. Therapiemöglichkeiten bei Adipositas

    Als Adipositas wird ein starkes bzw. krankhaftes Übergewicht bezeichnet, welches einen gesundheitlichen Risikofaktor darstellt. In der Medizin wird grundsätzlich zwischen Normal-, Übergewicht und Adipositas unterschieden. Für die Bestimmung wird dafür der Body Mass Index (kurz BMI) herangezogen, welcher das Verhältnis zwischen Körpergröße und Körpergewicht bestimmt. Ein BMI zwischen 20 und 25 ist dabei Normalgewicht und ab 30 beginnt Adipositas, wobei es nochmals zwischen Adipositas Grad 1, 2 und 3 zu unterscheiden gilt. Ein solch starkes Übergewicht kann zu verschiedenen Einschränkungen und Problemen führen, dazu zählen eine verminderte Leistungsfähigkeit, erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Gelenkschmerzen oder auch Einschränkungen im alltäglichen Leben und soziale Zurückweisung. Laut RKI waren 2012 23,6 % der Erwachsenen in Deutschland adipös, was auch für das Gesundheitssystem eine immer größere Belastung darstellt. Adipositas verursacht hohe direkte und indirekte Kosten wie Arznei- und Behandlungskosten, Frührenten und Produktionsausfälle und laut Statistischem Bundesamt könnten bei steigenden Adipositasraten die Folgekosten bis 2020 auf etwa 25 Milliarden Euro ansteigen. Der Grund für ein starkes Übergewicht liegt meist in mangelnder Bewegung und einer unausgewogenen stark fett- und kalorienhaltigen Ernährungsweise. Doch auch genetische Faktoren wie Veranlagungen oder Krankheiten können Adipositas hervorrufen. Den Betroffenen steht eine relativ große Bandbreite an Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Der Königsweg besteht dabei aus Sporttherapien und einer Ernährungs- und Verhaltensänderung, um das Gewichtsproblem langsam und in Anleitung zu behandeln. Verhaltensänderungen 1) Ernährungsumstellung Ernährungsumstellung meint keine radikalen Diäten, sondern eine dauerhafte Umstellung der Essgewohnheiten. Diäten besitzen den berüchtigten Jo-Jo-Effekt und schaden durch einseitige Ernährungspläne die Betroffenen mehr als dass die nützen. Eine Ernährungsumstellung zielt eher auf eine langsame Gewichtsreduktion durch gesundes und ausgewogenes Essen ab, welches aber stets im möglichen Rahmen der betroffenen Person liegen muss. Es geht also weniger um eine reine Fett- oder Kohlenhydratreduktion, sondern vielmehr um eine Ernährungsweise, die weniger Kalorien zuführt als verbraucht werden und dennoch ausgewogen ist. 2) Bewegungstherapie Eine Ernährungsumstellung wird auch immer mit einer Bewegungstherapie gekoppelt. Es sollen dabei aber - ähnlich zur Ernährung - nicht einfach auf kurze Zeit viele Kalorien verbrannt werden. Je nach körperlicher Verfassung wird ein Bewegungsplan ausgearbeitet, der in erster Form die Muskulatur wieder aufbaut und den Energieumsatz steigert. Letzteres aber nur moderat, da der Körper bei extremen körperlichen Anstrengungen eher auf Kalorien- und weniger auf die Fettspeicher zurückgreift. 3) Psychologische Betreuung Zusätzlich dazu kann eine psychologische Betreuung helfen, festgefahrene oder ungesunde Verhaltensmuster zu erkennen und alternative Verhaltensweisen herauszuarbeiten und anzutrainieren. Ziel dabei ist, das eigene Wohlbefinden und die Lebensqualität zu steigern. Auch der richtige Umgang mit der eigenen Erkrankung und Schulung von Familienmitgliedern ist durch die Psychotherapie möglich. Dieser therapeutische Ansatz ist jedoch für die meisten Betroffenen sehr schwer und langwierig und bedarf nicht selten mehrere Jahre der professionellen Betreuung durch geschulte Ernährungs- und Psychotherapeuten. Physiotherapie Behandlung als Bindeglied Physiotherapie darf gern als Bindeglied der Therapie angesehen werden. Ist die Umsetzung aller Bewegungsziele nur unter fachmännischer Aufsicht zu empfehlen. Die Physiotherapie zählt darüber hinaus auch noch zu den sekundären Therapieverfahren gegen Adipositas, da die Ermöglichung der Bewegungstherapie wichtige Voraussetzung für eine Gewichtsabnahme darstellt. Bei Fettleibigkeit sind nahezu immer auch körperliche Beschwerden als Nebendiagnosen wie zb. Bewegungseinschränkungen, Gelenkschmerzen, Durchblutungsstörungen, lymphathische Stauungen oder Herz-Kreislauf Diagnosen mit zu behandeln. Ohne deren konsequente Aufarbeitung, ist eine Leistungssteigerung kaum zu erreichen. Wichtig hierbei ist auch, dass wir Therapeuten ständig unseren Befund anpassen, da die Patienten häufig kaum noch Bewegung gewohnt sind. Mit Aufnahme von sportlichen Tätigkeiten, können auch immer wieder weitere Fakten wie zum Beispiel Fehlstellungen auftreten, die eine Behandlung bedürfen. Physiowissen-Übungen: Adipositas Gruppen-Übungen Medizinische Eingriffe Eine medikamentöse Therapie wird nur empfohlen, wenn alles andere nicht anschlägt oder Folgeerkrankungen von Adipositas wie Diabetes behandelt werden müssen. Gegen die Fettleibigkeit gibt es allerdings nur einen zugelassenen Wirkstoff, Orlistat. Alle anderen Wirkstoffe mussten aufgrund von starken Nebenwirkungen wieder vom Markt genommen werden. Orlistat verhindert die Fettaufnahme aus dem Darm, der dann mit anderen fettlöslichen Vitaminen wieder ausgeschieden wird. Eine Behandlung mit diesem Medikament sollte stets unter ärztlicher Aufsicht und nur für einen kurzen Zeitraum geschehen, auch wenn das Präparat rezeptfrei erhältlich ist. Daneben gibt es diverse Appetitzügler, deren Wirkweise ist allerdings umstritten. Eine chirurgische Therapie ist stark invasiv und wird nur im Ausnahmefall empfohlen. Dieser liegt vor, wenn der BMI dauerhaft bei 40 oder mehr oder über 35 liegt und erhebliche Begleiterkrankungen wie Diabetes Typ 2 vorliegen. Zu den chirurgischen Eingriffen zählen Fettabsaugung, Hautstraffung, Magenbypass, Magenverkleinerung und der Einsatz eines Magenbandes. In Kombination mit einer konservativen Therapie (Bewegung, Ernährungsumstellung und Verhaltensänderung) sind hier die besten Heilungschancen zu erwarten. Copyright: Photographee.eu - shutterstock.com
  12. Schmerzbekämpfung mit Physiotherapie

    Wer es „mit den Knochen hat“, sieht sich oft mehr oder minder schnell dem Gebrauch von Schmerzmitteln gegenüber. Es hat sich jedoch gezeigt, dass bei schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates oft die Physiotherapie eine lohnende Alternative zu Schmerzmitteln und Muskelentspannern darstellen kann. Schmerz aus physiologischer Sicht Betrachtet man Gelenks- und Rückenschmerzen aus physiologischer Sicht, so stehen hier fast immer Statik-Probleme, sowie muskuläre Ungleichgewichte in der Verantwortung, Schmerzen und auch Entzündungen zu verschlimmern oder gar erst zu erzeugen. Betrachtet man dies am Beispiel Rückenschmerz, so ist oft die Rumpfmuskulatur verkürzt oder überdehnt, was zu Fehlhaltungen führt. Diese Fehlhaltungen wiederum sorgen für unausgewogene Druckverhältnisse, vor allem im Nacken- und Lendenwirbelbereich, das für die Betroffenen leidvolle „Kreuz mit dem Kreuz“ beginnt. Statt nun eine Schmerztablette einzunehmen kann der Betroffene vom Physiotherapeuten bestimmte Dehnübungen erlernen, die den schmerzenden Bereich sofort entlasten. Die Muskeln, die sich zusammenziehen, um den oft in der Länge nicht stimmigen Gegenspielern entgegenzuarbeiten und die Körperstatik zu erhalten, werden gelockert, der Schmerz und auch der Druck auf die Wirbelsäule lässt nach. Harmonie erzeugt Schmerzfreiheit Bei den meisten Menschen sind die Muskeln in der linken und rechten Körperseite unterschiedlich stark ausgeprägt. Das kann soweit gehen, dass in einer Seite Muskeln regelrecht verkürzt sind. Hier die Harmonie wieder herzustellen, kostet sicherlich Zeit und konsequentes Training, doch kann auf diese Weise Gelenks- und Rückenschmerz wirksam und vor allem dauerhaft bekämpft werden. Auch bei Arthrose- oder Rheumapatienten ist eine enorme Verbesserung der Schmerzgeschichte möglich, wenn die das defekte Gelenk umgebenden Muskeln sinnvoll aufgebaut werden, und so das Gelenk erheblich entlasten können. Als Nebeneffekt kann auf diese Weise die Beweglichkeit des Patienten oft um Jahre länger erhalten werden, als das mit einer rein medikamentösen Schmerztherapie möglich wäre. Harmonie im Körper hat jedoch nicht nur mit statischen Fragen zu tun, auch der ungehinderte Durchfluss von Blut und Lymphflüssigkeit trägt dazu bei. Die Physiotherapie kennt viele durchflussfördernden Methoden, wie bestimmte Massagetechniken oder auch physikalische Anwendungen, wie Wärme, Kälte oder Reizstrombehandlungen. Stauungen von Lymph- und Gewebswasser üben zum Teil sehr schmerzhaften Druck auf Körperbereiche aus. Der Physiotherapeut kann unterstützende Maßnahmen ergreifen, damit diese Stauungen abfließen und der Körper lernt, die Flüssigkeitsbahnen wieder selbst zu regulieren. Entzündungsherde können schneller abgebaut werden und entsprechende physikalische Reize unterstützen Entspannung und Beruhigung des erkrankten Bereiches. Schmerzlindernde Physiotherapie ist Schutz für Patienten Es mag sicherlich richtig sein, dass der Schmerzpatient nicht ganz ohne Medikamente auskommt. Ebenso mag richtig sein, dass die medikamentöse Therapie scheinbar besser, weil schneller, wirkt. Doch auf Dauer gesehen kann ein großer Schmerzmittelverbrauch sich als äußerst nachteilig erweisen. Die Patienten brauchen immer höhere Dosen oder stärkere Präparate, Organe werden so gefährdet und auch das Risiko der Abhängigkeit oder des Medikamentenmissbrauchs steht im Raum. Eine konsequente physiotherapeutische Unterstützung hilft, den Medikamentenbedarf zu senken und so die organische Gesundheit des Patienten zu schützen. Ebenso darf der psychologische Aspekt nicht unterschätzt werden. Durch Training und Übung wird der Betroffene auch seelisch gestärkt. Er ist den Schmerzen nicht mehr ausgeliefert sondern kann ihnen aktiv etwas entgegensetzen. Der Gang zum Physiotherapeuten hält den Patienten in der aktiven Position und hilft ihm, nicht im so sooft beschriebenen,  „Schmerzgefängnis“ zu bleiben. Copyright: stabiliza © Ambrophoto - Fotolia
  13. Prävention ist die beste Heilung – eine Weisheit, die von vielen Physiotherapeuten bestätigt wird. Wird der Patient erst einmal von Schmerzen gepeinigt, sind die Chancen auf eine schnelle Heilung meist begrenzt. Jede frühzeitige Initiative, den Verlauf einer Erkrankung rechtzeitig zu kontrollieren ist eine sinnvolle Therapie, die den Betroffenen viel Leid ersparen können. Bedeutend besser sind die Vorbeugung und die optimierte Konditionierung des Körpers. Wer seinen Organismus auf Belastungen vorbereitet, verhindert eine ernsthafte Entzündung der Gelenke, stärkt die Muskeln und kann so Schmerzen direkt verhindern oder minimieren. "Prehabilitation" - Prävention UND Rehabilitation Im englischsprachigen Raum existiert dafür der Begriff "Prehabilitation", der sehr gut die Verbindung von Prävention und Rehabilitation beschreibt. Für den Insider gehört diese Bezeichnung längst zum festen Angebot der Behandlung. Jedoch ist sie für den Laien und den Patienten häufig in seiner Sinnhaftigkeit nicht transparent. Dabei könnten viele Menschen von diesen Methoden profitieren. Es müsste ihnen nur verständlich gemacht werden, welche gesundheitlichen Vorteile sie von der frühzeitigen Vorbereitung auf Belastungen des Organismus haben. Physiotherapie kann eine hervorragende Prophylaxe bieten. Die Patienten erfahren dadurch eine weitestgehend schmerzlose Nutzung des Bewegungsapparates oder mit der Zeit eine Motivation für Sport und Bewegung. Denn die Aussicht später einmal kaum Schmerzen oder Gelenkbeschwerden zu entwickeln, sollte doch Motivation genug sein. Fehlhaltungen und Dysbalancen ausgleichen bevor Schaden entsteht Gerade im Bereich der präventiven Maßnahmen bei Sportlern oder sportbegeisterten Menschen hat sich gezeigt, dass viele Verletzungen an Schultern, den bekannten Entzündungen im Knie und andere, durch Fehlbelastung entstandene Schmerzen, rechtzeitig verhindert werden können. Als Physiotherapeut können Sie diese Risiken im Vorfeld nicht nur bestimmen, sondern auch korrigieren. Eine Verletzung wird verhindert, bevor sie überhaupt entstehen kann. Der neue Ansatz für eine Behandlung ist so definiert, dass vor der Therapie eine ganzheitliche Untersuchung stattfindet, die alle potenziellen Schwächen analysiert und vorhandene Engpässe im Körper transparent macht. Aufgrund dieser Daten bekommt der Patient einen individuellen Behandlungsplan, der exakt auf seine Bedürfnisse abzielt. Befund: Analyse ohne Symptome Mit einer gezielten Behandlung und einer genau erfassten Befunderhebung, definiert nach Geschlecht, Alter, Gewicht, Größe und körperlicher Verfassung, werden alle Parameter sichtbar, die einen direkten Einfluss auf die Gesundheit zulassen. Exakt diese Informationen werden bei einer Prehabilitation zugrunde gelegt. Aufbauend auf diesen Faktoren kann der Physiotherapeut ein vielversprechendes Training mit den jeweiligen "Patienten" durchführen, dass sie tatsächlich besser schützt. Wenn sich diese Art von Prävention mehr und mehr etabliert, hat sie das Potenzial völlig neue Erfolge gegen zahlreiche Zeichen der Zeit zu werden. Wer ganzheitlich arbeitet, kennt diese vorbeugende Therapieform und hat sie bereits in seine Behandlung/ Trainingsprogramme integriert. Unkomplizierte Methode - schnelle Diagnostik Die Methode ist unkompliziert und kann jederzeit wiederholt werden. Die Betroffenen profitieren durch die schnelle Diagnose und wissen innerhalb kurzer Zeit, wo individuelle Problemzonen bestehen. Die Auswertung weist auf Hypomobilitäten der Gliedmaßen hin, zeigt Muskelschwächen, Haltungsschäden, falsche Bewegungsabläufe und viele andere Gewohnheiten, die sich manifestiert haben. Alles, was ein umfangreicher Befund ohnehin aufdecken sollte. Zur Vorbeugung werden Trainingsprogramme erstellt, deren Erfolg natürlich messbar ist. Jeder Erfolg kann beim Physiotherapeuten nachgewiesen werden. In Kooperation mit dem Therapeuten haben sich international schon sehr viele Patienten auf diese neue Technik eingeschworen. Der Erfolg hat viele Namen und Prehabilitation hat gute Chancen, sich perfekt zu positionieren. Prehabilitation Schwachstellen im Nacken, der Rücken oder jede andere sensitive Stelle am Körper kann mit intensiven Trainingseinheiten gestärkt werden. Wo auch immer die Problemzone sitzt – durch Prehabilitation werden Schäden erkannt und können sofort therapiert werden. Zeiten, in denen sich Patienten erst nach erfolgter Schädigung beim Physiotherapeuten melden, sollten zukünftig der Vergangenheit angehören. So weit muss es nicht mehr kommen, denn dank der neuen Checklisten sind bereits Affinitäten zu erkennen. Wer das Problem bei der Wurzel packt, wird mit Sicherheit größere Schäden vermeiden. Eine gute Nachricht für alle Menschen, die sich bis ins hohe Alter schmerzlos bewegen wollen. Heute werden die Muskeln gestärkt bevor sie erschlaffen und Gelenke durch gezielte Behandlung optimal gefordert und stabilisiert.  Video - University of Louisville Die Universität Louisville (USA) geht im Video noch einmal auf die maßgeblichen Vorteile von Prehabilitation ein.  Fazit: Das frühzeitigste Antiaging, dass es gibt! Copyright: © gewitterkind - Fotolia.com
  14. Training in der Neuroreha - ein Praxisratgeber

    Die neurologische Rehabilitation unterzieht sich wie kaum ein weiteres therapeutisches Arbeitsfeld einem ständigen Wandel. Aktuelle Forschungsergebnisse beeinflussen die tägliche Arbeit. Das Autorenteam des Ratgebers „Training in der Neuroreha“ Sabine Lamprecht und Hans Lamprecht kennt die Problematik aus verschiedenen Blickwinkeln: als Therapeuten in ihrer interdisziplinären Praxis und als bundesweit tätige Referenten für Fortbildungen in den Bereichen Neurologie und Neurorehabilitation. Neuroreha - ein informativer Ratgeber für Physiotherapeuten   In Ihrem Praxisleitfaden beleuchten die Autoren verschiedene Aspekte der medizinischen Trainingstherapie für Patienten mit neurologischen Beschwerden. Dabei fassen sie erstmalig unterschiedliche Erkrankungen zusammen, sodass ein umfassender Überblick entsteht. Im Mittelpunkt stehen eine Auswahl an Geräten mit praxisnahen Beschreibungen der dazugehörigen Übungen. Ausdauertraining auf dem Laufband oder einem Ergometer, Schnelligkeitstraining oder Förderung der Beweglichkeit - Übersichtlich eingeteilt nach der Wirkung der Geräte. Wichtig war uns hierbei die Differenzierung, dass das Training in einem Fitnessstudio genauso Beachtung findet wie eine Reha in Einrichtungen mit einem orthopädisch-chirurgischen Schwerpunkt . Auch modernste Entwicklungen wie Robot-gestützte Trainingsgeräte führen die Autoren auf. Das ermöglicht Physiotherapeuten, ein möglichst ausgewogenen Überblick und ein Programm zur Reha durch Mobilisation und Muskelaufbau zusammenzustellen. Dabei lässt sich die korrekte Ausführung der Übungen aufgrund des reichlich bebilderten Praxisratgebers sehr gut nachvollziehen.     Inhaltsverzeichnis: Training in der Neuroreha Medizinische Trainingstherapie - 12 Seiten (geschichtlicher Überblick) Sport und Gesundheit - 5 Seiten (Bedeutung von Bewegung) Allgemeine Trainingseffekte - 7 Seiten (Kraft / Ausdauer / Schnelligkeit / Beweglichkeit / Koordination / Gleichgewicht) Neurologische Rehabilitation - 16 Seiten Kortikale Reorganisation Feedback Training MTT in der Neurologie - Weshalb? - 11 Seiten Einführung Das motorische Lernen - fördernde Faktoren Behandelbare neurologische Symptome in der MTT (Spastik / Parese / Ataxie / Gleichgewicht) Trainingsgeräte in der Neurologie - 34 Seiten (Vorstellung von Trainingsgeräten inkl. für die Neurologie relevanter Parameter im Gegensatz zur orthopädischen Reha) Krankheitsbilder - 27 Seiten Einleitung Schlaganfall Multiple Sklerose Mb. Parkinson Querschnittslähmung Schädel-Hirn-Trauma Zerebralparese Neuromuskuläre Erkrankungen Spastisches Spinalsyndrom (SSP) Schwer betroffene Patienten und MTT Organisatorisches Tests und Assessments Muster-Trainingspläne für zahlreiche neurologische Erkrankungen     Schlaganfall, Zerebralparese, Schädel-Hirn-Trauma oder Motoneuroerkrankungen - die Krankheitsbilder, die eine neurologische Therapie erforderlich machen, sind sehr vielfältig. Das Autorenteam Sabine Lamprecht und Hans Lamprecht setzt sich mit häufig vorkommenden Erkrankungen auseinander. Bewährtes trifft auf neue Ansätze, die durch aktuelle Forschungsergebnisse entstehen. Empfehlungen für ein ausgewogenes Ausdauer- und Krafttraining, u. a. für schwer betroffene Patienten, bieten eine sinnvolle Hilfe in der Medizinischen Trainingstherapie.   Wissenswertes über die Entwicklung verschiedener Therapieformen Einen interessanten Einblick bietet der geschichtliche Hintergrund, der die Entwicklung der Therapien vom Altertum bis zur Moderne aufzeigt. So erfährt der Leser beispielsweise, wie sehr sich die Bedeutung von Bewegung und die Verknüpfung von Sport und Gesundheit mit den Jahren gewandelt hat. Copyright: Thieme
  15. Osteochondrose - wie Physiotherapie helfen kann

    Volkskrankheit Rückenschmerzen - und Osteochondrose ist dabei nur eine von vielen Erkrankungen, die lebenslanger Bewegugsmangel oder etwa ein Bürojob mit sich bringen können. Was passiert genau im Rücken, wenn eine Osteochondrose vorliegt? Osteochondrose ist eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule, die aufgrund von Verschleiss im Alter als Folge einer Knochenbildungsstörung entstehen kann. Sie betrifft zu 95% die Bandscheiben. Knochen werden bekanntlich aus Knorpel gebildet. Die Störung liegt vor, wenn dieser Umwandlungsprozess nicht rasch genug erfolgt. Da Knorpelgewebe keine eigenen Blutgefäße hat, droht es abzusterben und sich frei im Gelenk zu bewegen, was die Beschwerden verursacht. Eine Ursache kann auch die lebenslange Fehlbelastung sein. Infografik: Herbano.com - mehr Informationen zu Osteochondrose finden Sie hier Mögliche Therapieansätze bei Osteochondrose Erstes Behandlungsziel der bewegungsmäßig eingeschränkten Person ist die Verringerung der Schmerzen. Hier sind herkömmliche Schmerzmittel möglich, damit sich das Gewebe entspannen und der Patient zur Ruhe kommen kann. Auch die gängigen Entzündungshemmer finden hier Anwendung. Bei besonders heftigen Schmerzen kann auch eine Injektion des Medikaments direkt in das Gelenk erfolgen. Leider hat dieser Weg bei langzeitlicher Anwendung häufig Auswirkungen auf die Leber- und Nierenfunktion und sollte daher so gering wie möglich gehalten werden. Darüber hinaus kann man sogar über seine Ernährung (Zuckerarm, Weißmehlarm) seinen Körper zusätzlich stärken. Zusätzlich zur medikamentösen Therapie ist Physiotherapie hilfreich. Der Therapeut kann durch gezielte Massage Verbesserungen der häufig sehr stark verspannten Muskulatur erreichen. Elektro- und Wärmetherapie fördern die Durchblutung im Gewebe und erzielen ebenfalls Linderung. Jede Therapie sollte darüber hinaus mobilisierende sowie kräftigende Krankengymnastik bzw. Maneulle Therapie beinhalten. Da Osteochondrose auch zu dauerhafter Immobilität führen kann, führt der/die Therapeut/in ggf. auch muskelstärkende Übungen durch. Damit soll langfristig die Beweglichkeit erhalten werden. Partien in der Nähe der betroffenen Stelle werden gekräftigt, um das Gelenk zu entlasten. Rückenschule bei Osteochondrose angebracht Damit sich die Situation dauerhaft nicht verschlechert, ist es ratsam, an speziellen Kursen der Rückenschule teilzunehmen. Hier wird eine richtige Körperhaltung trainiert sowie ein optimalerer Umgang im Alltag zB beim heben und tragen von Lasten geschult. Falls gewünscht, kann das Rückentraining auch eizeln abgehalten werden. Es ist das Ziel der physiotherapeutischen Behandlungen insgesamt, dass alle Bereiche um die Wirbelsäule gestärkt werden, damit die Lastenverteilung in der Zukunft insgesamt ausgeglichener (physiologischer) ist und es nicht zu weiteren Fehlbelastugen kommt. Yoga kann Therapie bei Osteochondrose unterstützen Auch Yoga-Übungen könen den Betroffenen helfen. Es sollte jedoch ein Orthopäde dazugezoge werden, der bei der Auswahl der richtigen Übungen mitwirkt. Ein spezielles "Rücken-Yoga" gibt es dazu bereits. Übungen, die zur spürbaren Verbesserung führen, sollten dann auf jeden Fall in den Alltag integriert werden. Auch eine säurearme Ernährung ist bei Problemen mit Osteochondrose dringend zu empfehlen. Mineralstoffmangel begünstigt die Übersäuerung des Körpers. Auch wenn viele die Litanei vom "bösen" Kaffee und Alkohol nicht mehr hören können, so kommen diese als Mit-Verursacher von Osteochondrose einfach in Frage. Wasser und Kräutertee sind in jedem Fall besser, weil säurearm. Copyright: Bildquelle: Picutre-Factory #105324281 @ fotolia.com
  16. Die Grundlohnsumme bildet die hauptsächliche Bemessungsgrundlage für die Einkommen und die Einkommensentwicklung der im Gesundheitswesen Beschäftigten. Konkret wird dabei aus dem beitragspflichtigen Arbeitsentgelt aller in Deutschland Beschäftigten – also der Grundlohnsumme - zunächst der Beitrag der Arbeitnehmer zur gesetzlichen Krankenversicherung berechnet. Wie setzt sich die Grundlohnsumme zusammen? Die so festgesetzten monatlichen Beiträge zur Krankenversicherung seitens der Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden von den Krankenkassen im Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnungen eingezogen und direkt an den Gesundheitsfonds weitergeleitet. Anschliessend weist der Gesundheitsfonds den Krankenkassen Gelder wieder zu. Diese Zuweisungen berechnen sich nach einem bestimmten Schlüssel, zum Beispiel entsprechend der durchschnittlichen Risikoklassifizierung der Krankenkassenmitglieder wobei unter anderem die Morbidität der Mitglieder berücksichtigt wird (Risikostrukturausgleich). Aus diesen Geldern müssen dann seitens der Krankenkassen die Kosten für Heilmittel und Behandlungen sowie die Vergütungen der Ärzteschaft und der Heilberufe wie für uns Physiotherapeuten bestritten werden, wobei der Grundsatz der Beitragsstabilität gilt. Große Nachteile für Physiotherapeuten durch Grundlohnsummen-Bindung Gerade für Physiotherapeuten und Krankengymnasten als sonstige Leistungserbringer im Heilmittelbereich, hat dies in der Vergangenheit dazu geführt, dass die Einkommen mehrfach einer realen Schrumpfung unterlagen. Die Ursache hierfür liegt im Wesentlichen in der Beitragsstabilität und damit in nur geringfügig veränderten Grundlohnsummen. Die Anpassung der an die Grundlohnsumme gebundenen Preise für Physiotherapeuten und für Krankengymnasten an die Veränderung der Grundlohnsumme lag bereits mehrfach unter der Inflationsrate, was einen realen Einkommensverlust der in der Branche Beschäftigten darstellt. Einzig eine Entkoppelung der Vergütung für Physiotherapeuten von der Grundlohnsumme kann hier Abhilfe schaffen. Unterschied zur Ärzteschaft Im Gegensatz zu Ärzte- bzw. Zahnärtzeschaft, bei denen die Grundlohnsumme und deren Veränderung nur ein Baustein der Gesamtvergütung darstellt, ist die Veränderungsrate der Grundlohnsumme im physiotherapeutischen Bereich wesentlicher Parameter für die Einkommensanpassung. Erste Erfolge Trotz zwischenzeitlicher Erfolge, wie die kürzlich zum 1. Februar bzw. 1. März 2016 in Hamburg geschlossene Vereinbarung zwischen dem Verband für Physiotherapie (ZVK) und den Primärkassen (AOK, IKK u.a.) mit der wichtige Preiserhöhungen für Physiotherapien und Krankengymnastik durchgesetzt werden konnten, bleibt die generelle Bindung der Einkommen in der Physiotherapie insgesamt ein grosses Problem. Im Rahmen der Gespräche und Verhandlungen über die Entkoppelung von der Grundlohnsumme vermeldet der Bund vereinter Therapeuten e.V. (BvT), als bundesweite Interessenvertretung von Ergotherapeuten, Logopäden, Masseuren, Physiotherapeuten und Podologen nun, dass erste wichtige Etappenziele auf dem Weg in greifbare Nähe gerückt sind und ruft seine Mitglieder zur weiteren Untermauerung und um den Forderungen Nachdruck zu verleihen zu einer Unterschriftenaktion auf. Ausblick Nach Einschätzung des BvT besteht die realistische Chance, das die Bindung an die Grundlohnsumme in absehbarer Zeit fallen und ebenso, dass die Länge der Schiedsverfahren in Anlehnung an §89 SGB V auf nur drei Monate reduziert werden könnte. Der Verein beruft sich dabei auf Verlautbarungen aus Gesprächen, die durch die Vertreter der unterschiedlichen Verbände auf Bundes- und Landesebene geführt wurden. Zugleich wird betont, wie wichtig der Schulterschluss zwischen den verschiedenen Verbänden im Heilmittelbereich ist und wie wichtig die Zukunftsperspektiven der Physiotherapeuten davon abhängen, dass die unterschiedlichen Interessenvertreter und Verbände eine gemeinsame Linie und Vorgehensweise in den Gesprächen mit den politischen Verantwortlichen finden. Im Falle der in Aussicht stehenden Entkoppelung der Vergütung für Physiotherapeuten von der Grundlohnsumme kann es laut BvT endlich zu einer gerechteren Entlohnung kommen, in der unter anderem die allgemeinen Kostensteigerungen mit berücksichtigt werden und somit die reale Einkommensverluste zukünftig vermieden werden. Copyright: DOC RABE Media | Fotolia.com
  17. Fibo-Med Messe 2012

    Vom 19. – 22. April 2012 findet auf dem Messegelände in Essen auf rund 74.720 qm die internationale Leitmesse „Fibomed“ statt. Während der 4-tägigen Ausstellung werden insbesondere die Schwerpunkte Fitness, Wellness und Gesundheit behandelt. Aus über 35 Ländern sind mehr als 580 Unternehmen vertreten, die rund um die vorgenannten Themenschwerpunkte ihre Produkte und Leistungen vorstellen. An den ersten beiden Messetagen ist der Besuch ausschließlich fachkundigen Besuchern vorbehalten, während an den folgenden beiden Tagen neben diesen auch Privatbesucher Zugang erhalten. Die Tickets Die Eintrittskarten zur Fibomed kosten im Online-Vorverkauf als Tageskarte rund 21,00 EUR für fachkundige Besucher. Wer die Messe an zwei Tagen besuchen möchte, muss 27 EUR bezahlen. Eine Dauerkarte, welche für die gesamte Messezeit gilt, ist für 46 EUR erhältlich. Privatbesucher bezahlen 15 EUR für eine Tageskarte und 22 EUR für eine 2-Tageskarte. Es ist durchaus lohnenswert sich im Voraus eines der begehrten Tickets zu sichern, da die Preise vor Ort um 3 – 6 EUR teurer sind pro Besucher. Für wen ist die Messe interessant? Die Messe bietet spannende Informationen sowie Produktneuheiten für Leiter, Manager sowie Besitzer und Investoren von Solarien, Fitness-Studios, Gesundheitszentren, Freizeitanlagen, Physio-Praxen und Hotels. Auch für Trainer und Anleiter, sowie Händler in diesem Bereich lohnt sich ein Besuch dieser vielfältigen Messe. Was wird angeboten? Der Besucher darf sich neben Messeneuheiten und Serviceangeboten im Fitnessbereich auf sehr spezielle Angebote freuen, die auch für Arztpraxen, Rehazentren und Physiotherapeuten interessant sein können. Jeder Aussteller deckt einen oder mehrere Angebotsbereiche ab. Neben Möglichkeiten der Diagnose und Analyse, sowie Therapieansätzen und Trainingsgeräten, werden auch Softwarelösungen und ganzheitliche Unternehmenskonzepte angeboten. Auch Ausstattungen und Kleingeräte werden von den Ausstellern angeboten. Neben theoretischen Informationen werden dem Besucher allerhand praktische Erfahrungen geboten. Geräte und sonstige Produkte können kostenfrei getestet und ausprobiert werden. Das Rahmenprogramm Deutsche und internationale Profis im Bereich von Sport, Wellness und Fitness werden auf einer neu gestalteten Bühne sehenswerte Liveshows vorführen. Am 20. Und 21. April findet der Getup-Kongress statt, welcher in diesem Jahr den Schwerpunkt BGM hat. In den Bereichen Trainingsgeräte, Gesundheitsförderung und Design wird auch in diesem Jahr wieder der Innovation Award verliehen. An den ersten beiden Messetagen kann der fachkundige Besucher sich themenmäßig insbesondere mit Spa- und Wellness beschäftigen. Über alle vier Messetage hinweg, steht den Besuchern zusätzlich die IST-Jobbörse zur Verfügung, die für alle karriereorientierten Gäste im Bereich Wellness, Fitness und Gesundheit interessant ist. Zwei Top-Events runden das Gesamtbild der facettenreichen und modernen Fibumed ab. Die Internationale DFAV Convention und das Fit for Fun Cycling Festival sorgen für praxisorientierte Abwechslung.
  18. FIBO 2013 - Gewinne 25x2 Freitickets

    Am kommenden Wochenende (11. – 14. April 2013) ist wieder die FIBO Messe am Start. Erstmalig in Köln präsentiert sich die internationale Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit dem Publikum aus über 100 Ländern. Nach dem Umzug aus Essen verfügt die Messe nicht nur über mehr Platz, sondern auch über eine bessere Infrastruktur und Erreichbarkeit, was eine Erleichterung sowohl für die erwarteten 80000 Besucher als auch die über 650 Aussteller aus 40 Ländern bedeutet. An insgesamt 4 Messetagen steht dann nicht nur Informieren, sondern vor allem erleben und entdecken auf dem Programm. Zahlreiche Anbieter präsentieren Neuheiten zum Anfassen. Für Physiotherapeuten ist besonders die Halle 9 in der sich wieder die FIBOmed präsentiert. Dieser Bereich feierte 2012 sein Debüt und widmet sich besonders den Bedürfnissen des Gesundheitssport und der Physiotherapie. Gewinne 2 Tickets für die FIBO in Köln Vielen Dank an die Betreiber der Fibo, die uns 25x2 Freitickets für die Messe zur Verfügung gestellt haben. Die Tickets gelten an allen Ausstellungstagen. Was müsst ihr dafür tun? 1) Poste bis zum 10.04. 16:oo folgenden Satz auf Twitter oder deine Facebook Pinnwand: "Ich möchte 2 Freitickets für die FIBO Messe am 11.-14.04.2013 in Köln mit www.Physiowissen.de gewinnen" 2) Sag uns hier als Kommentar, wo du den Satz gepostet hast (Link) 3) Gewinne 2 Tickets – bei mehr als 25 Einsendungen gewinnt das Los. Rechtlicher Hinweis: Benachrichtigung über den Gewinn per Nachricht über Physiowissen.de – kein Rechtsweg – keine Barauszahlung Viel Erfolg :)Copyright: FIBO (Chistopher Rausch)
  19. Fußreflexzonentherapie

    Bei der Fußreflexzonentherapie geht es darum, bestimmt Nervenenden am Fuß durch Massage oder Druck zu reizen, um eine Wirkung auf bestimmte Organe oder den ganzen Organismus zu erzielen. Diese Form der Therapie soll bereits sehr alt sein, man geht davon aus, dass sie in afrikanischen und asiatischen Ländern bereits seit rund 4.000 Jahren angewandt wird. Sie soll nicht nur die Heilung von Krankheiten fördern, sondern auch Schmerzen lindern und für Entspannung sorgen. In China ist diese Behandlung bereits seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. bekannt, häufig wird sie dort in Verbindung mit der Akupunktur eingesetzt. Der Amerikaner Dr. William Fitzgerald entdeckte dann Anfang des 20. Jahrhunderts einen Zusammenhang zwischen dem Druck auf verschiedene Schlüsselpunkte am Fuß und den Vorgängen im Körper. Dabei war ganz erstaunlich, dass den Punkten an den Füßen einzelne Organe zugeordnet sind, die teilweise sehr weit davon entfernt sind, und dennoch war eine Verminderung bestimmter Beschwerden zu erkennen. Inzwischen haben mehrere Universitäten die Wirksamkeit dieser Behandlung bestätigt, so dass sie immer mehr Anhänger gewinnt. Somit ist es möglich, mit der Fußreflexzonentherapie die unterschiedlichsten Beschwerden zu lindern, und sogar die emotionale Ebene des Patienten teilweise damit anzusprechen. Doch es gibt auf diesem Gebiet keinen Stillstand, in der Vergangenheit gab es immer wieder Optimierungen, auch komplexe Krankheitsbilder können inzwischen damit behandelt werden. So kann man zum Beispiel Kopfschmerzen, Nieren- und Blasenleiden, Beschwerden mit der Wirbelsäule oder Gelenken, Atemwegserkrankungen, Schlafstörungen oder Verdauungsprobleme behandeln. Die Fußreflexzonentherapie wird jedoch auch erfolgreich bei Schwangeren und Kindern eingesetzt und kann auch das Immunsystem stärken. Patienten empfinden die Behandlung an den Füßen darüber hinaus meistens als sehr angenehm, so dass auch das Wohlbefinden gesteigert wird und Entspannung eintritt. Zu Beginn der Behandlung wird eine Befundaufnahme durchgeführt, damit ein Behandlungsplan erstellt werden kann. Copyright: regine schöttl - Fotolia.com
  20. FIBO 2016 - Top5 Neuheiten für Physiotherapeuten

    Die FIBO ist eine internationale Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit, die an den beiden letzten Ausstellungstagen auch dem öffentlichen Publikum zugänglich ist. Aktuell präsentieren in der Zeit vom 07. bis 10. April 2016 ca. 720 Aussteller aus dem In- und Ausland auf ca. 130.000 Quadratmeter nicht nur die gesamte Bandbreite aktueller Fitnessmode, sondern auch die neuesten Wellnesstrends und Ernährungsmethoden. Hinzu kommt ein großes und abwechslungsreiches Rahmen- und Showprogramm, dass mit Modern Dance, Live-Bühnenshows und Kampfsport-Perfomances für Unterhaltung und Abwechslung sorgt.   Das Angebot der FIBO Das Angebot der Aussteller erstreckt sich vom Anlagenbau und der Architektur (jeweils mit Ausstattungsangeboten) über die unterschiedlichsten Fitnessgeräte und Schönheitsapparaturen sowie Physiotherapie, REHA- und Präventionsgeräte bis hin zu Sportbekleidung, Nahrungsergänzung uvm. Auch der Dienstleistungssektor, der Fittnessanbieter und Fitnesskunden anspricht, ist mit den Bereichen Ernährungsberatung, Finanzierung und Leasing, Krankenkassen und Versicherungen, Rechtsberatung, Teamentwicklung und Incentives sowie Trainingskonzepten und Unternehmensberatung vertreten.   Die Thementage auf der FIBO Donnerstag, den 07. 04. ist als Tag der Existenzgründer überschrieben. Jeder, der sich in der Fitnessbranche selbstständig machen möchte, erhält auf dem EMS Vortragsforum in Halle 5.2 sowie in der Networking Lounge in Halle 8 interessante Informationen zu den Themen Businessplan, Franchising und Existenzgründung. Freitag, den 08.04. findet nicht nur der DGSP Kongress statt, sondern auch der Physiotag. Auf dem DGSP Kongress (Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention) dreht sich alles um das Thema: Präventionsgesetz - was nun? Die Diskussion erfolgt unter Einbindung unterschiedlicher interdisziplinärer Blickwinkel. Am Physiotag bietet ein interprofessionelles Referententeam Einblicke in die Möglichkeiten, Trainingseffekte zu steigern. Am Samstag, 09.04. findet der FIBO MED Kongress statt. Das Themenspektrum umfasst die Bereiche: Big Data, Haftungsfragen aber auch Cardio und Ausbildung.   Das DASSM Symposium (Deutsche Akademie für angewandte Sportmedizin) öffnet am Donnerstag, 07.04. für Fachbesucher und Samstag, 09.04. für das öffentliche Publikum seine Tore. International renommierte Referenten aus den USA referieren am Donnerstag, den 07.04. für Physiotherapeuten und Mediziner zu den Themen: progressive Rehabilitation, Faszien sowie Ernährung und Motivation. Mit DIFG (Digital Fitness Summit) dreht sich alles um die Digitalisierung im Fittness- und Gesundheitsmarkt. Organisiert wird die DIFG vom Deutschen Industrieverband für Fitness und Gesundheit e. V. für Betreiber, Führungskräfte und Mitarbeiter von Fitnessklubs.   Weitere interessante Bereiche auf der FIBO Die Profiplattform - Investoren und Entscheidungsträger sowie Manager aber auch Händler und Zulieferer aus der Gesundheits- sowie Fitness- und Wellnessbranche erhalten auf der eigens für Sie eingerichteten Plattform gezielte Informationen in Form von Meetings und persönlichen Kontaktgesprächen. Shopping für Fitnessfans - Wer als fitnessbegeisterter Privatbesucher die FIBO besucht, der kann in angenehmer Atmosphäre neben einem Catwalk bummeln und shoppen.   Promis auf der Fibo Wie in jedem Jahr, zieht die Fibo auch zahlreiche Promis aus Sport, Fitness und Unterhaltung an. In diesem Jahr kann man zB. Regina Halmich, Raf Möller, Thorsten Legat, Fernanda Brandao, Dame Kelly Holmes, Oliver Roggisch, Florian Molzahn, Johannes Lochner oder Jens Lehmann persönlich treffen.    Die 5 TOP-NEUHEITEN auf der FIBO 2016 AKERN BodyComp MF Hexa - Bioimpendanzanalyse (Stand 7/A01) Bei "BIA" handelt es sich um ein medizinisch zertifiziertes Gerät für die Bioelektrische Impedanzanalyse der Firma SMT medical technology GmbH & Co. KG. Das System ist perfekt für den Einsatz im Wellness- und Fitnessbereich aber auch für den Einsatz im Bereich der Ernährungsberatung sowie für die Beratung im Gewichtsmanagement. Höchstmögliche Genauigkeit und zuverlässige Ergebnisse liefern die 6 Messfrequenzen für alle Körperkonstitutionen. Besonders bei übergewichtigen Personen. Es erfolgt nicht nur die Ermittlung der Kompartimente von Zell-, Fett- und Muskelmasse sonder auch die Hydration (Verteilung von intra- und extrazellulärem Wasser), deren Wert für eine effektive Ernährungs- und Fitnessberatung von unverzichtbarem Wert ist. Neu ist auch ein Modul für ein Aktivitäts- und Gewichtsmanagement mit übersichtlichem Trendvergleich.  Sobald die Messung nach nur wenigen Sekunden beendet ist, werden die Werte über die integrierte Bluetooth-Schnittstelle direkt auf den PC oder das Tablet übertragen. Von Vorteil ist auch, dass das BodyComp MF Hexa komplett kompatibel ist und somit im gesamten Fitnessbereich zur Anwendung kommen kann. Mehr Informationen   airwalk ap - Gewichtsentlastungsgerät - Stand 7/E05 Dieses Gerät der Firma h/p/cosmos sports & medical GmbH ist konzipiert für den Einsatz in der Sport-Reha sowie dem Athletik-Training. Zu den speziellen Einsatzbereichen gehören: die Gewichtsentlastung (während Laufbandtherapie / -training) die Sturzsicherung (während Laufbandtherapie / -training) das gewichtsentlastete Gleichgewichtstraining spezielle gewichtsentlastete und/oder gesicherte Gehübungen das Geschwindigkeitstraining in Fitness und Leistungssport Mehr Informationen   "mobee fit" - Stand 8/E47 Hierbei handelt es sich um ein innovatives System der SportMed AG, dass die Beweglichkeit des Menschen erfasst. Damit eignet es sich für den Einsatz im Bereich Prävention sowie Fitness und Sport. Dank der integrierten präzisen Sensortechnik wird der Beweglichkeitsstatus der Kunden exakt und reproduzierbar erhoben. Der Trainer erhält die Möglichkeit, sich voll und ganz auf seinen Probanden zu konzentrieren. Währenddessen erfolgt eine Übertragung der Messergebnisse mittels Liveanimation der Bewegungsausführung direkt auf den Bildschirm des PCs. Trainer und Proband können somit gemeinsam die veranschaulichten Messergebnisse verfolgen. Mehr Informationen Die Durchführung erfolgt schnell und unkompliziert. Selbst der Aufwand für die Integration ist mit der interaktiven Lernfunktion minimal. Zeitintensive Schulungen erübrigen sich somit.   Wellsystem Medical_Plus Überwasser-Massage - Stand 8/B40 In diesem revolutionären System wird die sanfte Kraft des Wassers mit wohltuender Wärme zu einem einzigartigen Therapiekonzept verbunden. Die wohltuende Wärme strahlt bis in die tiefen Gewebsschichten und fördert somit die Durchblutung des Patienten. Gleichzeitig wird der Stoffwechsel aktiviert, die Muskulatur gelockert sowie Verspannungen und Verhärtungen gelockert. Von großem Vorteil ist auch, dass diese Wärmetherapie ohne Belastung des Kreislaufs stattfindet. Die Füllung des "Wellsystems Medical_Plus" erfolgt mit etwa 300 Liter Wasser. Diese können auf angenehmen 25 bis 40 Grad erhitzt werden. Die Masssagedüsen können für gleichmäßige Bewegungen gegen die Unterseite der angenehmen Liegefläche aus Naturkautschuk stufenlos reguliert werden. Die Druckstärke, der Massagebereich und die Massagezeiten sind ebenfalls individuell regulierbar. Mehr Informationen   Synchro Trainingsgeräte für §20 Präventionskurse - Stand 7/E23 Die SCHNELL Trainingsgeräte GmbH präsentiert an Ihrem Stand Trainingsgeräte, die nach §20 als Präventionskursen kombinierbar sind. Dieses neue Gesundheitskonzept ermöglicht den Einsatz dieser vollautomatischen Geräte für zwei zertifizierte und unterschiedliche Kurskonzepte nach §20. Entsprechend den örtlichen Gegebenheiten und den inhaltlichen Umsetzungen des Kurses erfolgt die Mitarbeiterschulung. Die Erschließung neuer Zielgruppen und die schnelle Refinanzierung der Investitionskosten wird mit der Bezuschussung von mindestens 75 % durch die Krankenkassen bereits mit einigen durchgeführten Kursen beschleunigt möglich. Die vier Geräte des "synchro 4back conceptes" - Extension, Flexion, Lateralflexion und Rotation ermöglichen schon ab 16 m² ein hochwirksames Rückentraining. Die Kombination mit einem § 20-Kurs ermöglicht den Kursteilnehmern, sich von den positiven Erfolgen eines regelmäßigen und gezielten Krafttrainings zu überzeugen. Die Motivation, als Selbstzahler weiter zu trainieren, erhöht sich damit um ein Vielfaches. Mehr Informationen Übungen zur Rückenschule findet ihr in der Übungsdatenbank Copyright: Fibo | Reed Exhibitions
  21. Rund 5 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter der schmerzhaften Gelenkerkrankung Arthrose. Frauen sind mit Rund 27 Prozent öfter von der Erkrankung betroffen als Männer mit 17 Prozent. Eine bekannte Therapie, bei Arthrose, ist das Spritzen von Hyaluronsäure. Diese soll sowohl den Schmerz lindern, als auch die Beweglichkeit des Gelenkes wesentlich verbessern. Wirkung von Hyaluronsäure Ein gesundes Gelenk produziert in der Gelenkschmiere eine ­knorpelernährende Gelenksflüssigkeit, die sogenannte Synovialflüssigkeit. Der Abbau und die Neuproduktion dieser Flüssigkeit stehen dabei in einem gesunden Gleichgewicht. Ist jedoch das Gelenk von Arthrose befallen, so wird dieses wichtige Gleichgewicht gestört. In der Gelenkschmiere wird eine zu wässrige und somit minderwertige Gelenkflüssigkeit produziert. Dies hat zur Folge, dass sowohl die Schmierung als auch eine ausreichende Stoßdämpfung im Gelenk nicht mehr gewährleistet und die Knorpeloberfläche nicht ausreichend geschützt wird. Die Knorpelschicht wird ohne den Schutz schmaler und brüchig, dadurch reiben die Knochen aufeinander, das Gelenk versteift und die Betroffenen verspüren bei den Bewegung starke Schmerzen. An dieser Stelle soll die künstliche Hyaluronsäure in Form von Spritzen zum Einsatz kommen.  Indem sie in den Gelenkraum injiziert wird, soll das natürliche Gleichgewicht im Gelenk wieder hergestellt werden. Konkret soll die Hyaluronsäure die Gelenkflüssigkeit wieder zähflüssiger machen und den Gelenkknorpel durch eine Hyaluronsäureschicht entlastet und schützen. Folglich soll die Gelenkbeweglichkeit dadurch gefördert und der Schmerz gelindert werden. Hyaluronsäurespritzen bringen nur wenig Nutzen Die Theorie verspricht eine langfristige Therapiemöglichkeit, in der Praxis ist die Hyaluronsäure jedoch kritisch zu bewerten. So wurde in einer von der Bertelsmann Stiftung beauftragten Studie festgesellt, dass die Behandlung mit der Hyaluronsäure die Schmerzen lindern und unter Umständen auch die Beweglichkeit verbessern kann, jedoch hält diese positive Wirkung nur kurzfristig an. Schon nach wenigen Monaten konnten bei den Betroffenen keine Verbesserungen mehr nachgewiesen werden, sodass auf längere Sicht die Therapie keine Erfolge erzielt.  Ein Schelm, wer hier eine lukrative Einnahmequelle für Ärzte wittert? Wird Patienten nicht selten sogar nach der Spritze abgeraten Physiotherapie in Anspruch zu nehmen und das Knie zu schonen. Das schont allenfalls das Budget des Arztes.  Nebenwirkungen von Hyaluronsäure Spritzen Im Gegenteil, dass Spritzen von Hyaluronsäure birgt, sogar einige Risiken und Nebenwirkungen. Durch das Injizieren der Säure kann es zu schlimmen Schwellungen und Gelenkentzündungen kommen, auch allergische Reaktionen können nicht können nicht ausgeschlossen werden. Es besteht ebenfalls die Gefahr, dass durch die Hyaluronsäure-Injektionen Keime in den Körper gelangen können. Physiotherapie als sinnvolle Alternative Es ist empfehlenswerter Arthrose mit konservativen Maßnahmen wie Physiotherapie und Bewegungstraining zu behandeln. Es ist darüber hinaus wichtig, das der Lebensstil von den Betroffenen an die Erkrankung angepasst wird. Unter Umständen hilft bereits eine Gewichtsreduktion enorm um die Gelenke zu entlasten. Ebenfalls sollte das Gelenk weitestgehend durch gelenkschonende Aktivitäten in Bewegung gehalten werden. Hierunter zählen beispielsweise leichtes Schwimmen und Übungen im Wasser sowie Radfahren und Spaziergänge. Sportarten mit starken Impulsen sollten hingegen unbedingt vermieden werden. Hierunter fallen zB: Fußball Alpin Ski Tennis Volleyball Joggen Kampfsportarten. ... Besonders sinnvoll gestaltet sich Physiotherapie bei Arthrose. Durch die professionelle Betreuung werden Fehlhaltungen erkannt, falsch ausgeführte Übungen korritiert und somit falsche Gelenkbelastungen verhindert. Physikalische Therapien können, mittels Wärmebehandlungen und Massagen, ebenfalls zur Schmerzlinderung beitragen. Nich zu vergessen, führt häufig auch falsches Schuhwerk oder Fehlstellung der Füße zu starker Belastung im darüber gelegenen Kniegelenk. Hier können neben Krankengymnastik häufig auch orthopädische Schuhe helfen das Kniegelenk auszubalancieren um Fehlbelastungen zu vermeiden. Schmerzmittel bei Arthrose? Eine schmerzhafte Arthrose kann mit schmerzstillenden Medikamente in Tablettenform behandelt werden, was jedoch nur eine zeitweise Therapie darstellen sollte. Schmerzmedikamente können natürlich helfen das Symptom Schmerz zu unterdrücken, jedoch ist dies natürlich keine Ursachenkonforme Behandlung. Die häufigsten und frei verkäuflichen Medikamente greifen sogar noch tiefer in die Physiologie des Körpers ein, indem Sie die körpereigene Wundheilungen (auch am Knorpel) verlangsamen. Weitere Nebenwirkungen, wie zB. Schädigungen von Leber oder Nieren kommen weiter hinzu.  Arthroskopie - die schnell verordnete Kniespiegelung Patienten mit Schmerzen sind natürlich daran interessiert, dass Ihr Problem Ernst genommen wird. Tritt nich gleich beim ersten 6er Rezept Physiotherapie eine merkliche Besserung ein, drängen viele Patienten schon wieder zum Arzt. Natürlich können weder wir Therapeuten, noch der Arzt zaubern. Nicht selten wird man als Patient zu einem Orthopäden oder Chirurgen überwiesen, der mit einer Kniespiegelung Abhilfe schaffen soll. Kurz mal operiert, das Gelenk gespült und vielleicht noch etwas der Meniskus geglättet und schon soll das Knie wieder wie neu ein. FEHLANZEIGE! Liegt die Ursache in Fehlhaltung oder muskulären Dysbalancen, ist die Kniespiegelung häufig überflüssig.  Etwas humoristisch nähert sich Dr. Eckart von Hirschhausen diesem Thema mit erstaunlichen Ergebnissen. Hätten Sie gedacht, dass es in manchen Gebieten Deutschlands 65 mal so viele Arthroskopien durchgeführt werden, wie in anderen Regionen? Letzter Ausweg: Neues Kniegelenk Noch einmal: "LETZTER AUSWEG". In Zeiten von lukrativen Operationen wird heute häufig bereits zu früh ein neues Kniegelenk eingesetzt. Daher hier eine Bitte an unsere Patienten: Bitte nutzen Sie alle Techniken aus, die die moderen Physiotherapie zu bieten hat! Kalkulieren Sie jedoch ein, dass dies mit Mühen und auch etwas Selbstdisziplin einher geht. Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten zeigen Ihnen gern, wie Sie Ihrer Haltung, Muskeln und Gelenken etwas gutes tun können, jedoch müssen Sie den Weg auch maßgeblich mit gehen.  Gute Besserung!  Copyright: © mrslevite - Fotolia.com
  22. Warum Warm-Up wichtiger ist als man denkt

    Das Aufwärmen vor dem Sport ein wichtiger Bestandteil ist, das wissen die Meisten, aber nur die wenigsten berücksichtigen das leider auch und machen sich nicht die Mühe mit einigen einfachen und effektiven Aufwärmübungen den Körper auf die nötige Betriebstemperatur zu bringen. Warm-Up steigert die Muskelleistung Wie wichtig ein gezieltes Warm-up ist, belegt jetzt eine neue Studie aus Australien, spätestens jetzt sollte schnellstens umgedacht werden. Diese Untersuchung zeigt ganz klar, das ein Aufwärmen des Muskels die tatsächliche Leistung während des Trainings und auch Wettkampfs erhöht. Ebenfalls wurde noch beobachtet, dass die Zeit bis der Muskel seine maximale Leistung bringt, ebenfalls verkürzt wird und der Athlet viel schneller auf Touren kommt. Gegenstand der Studie Die Studie wurde durchgeführt vonder La Trobe School of Physiotherapy (Schule der Physiotherapie) in Victoria. Die australische Universität ist führend im Bereich Forschung und Entwicklung und hat die Auswirkung von Aufwärmübungen an 22 so genannten Elite-Athleten getestet, die Sportler hatten sich freundlicherweise sofort zur Verfügung gestellt. Andauernde Leistungssteigerung Die Ergebnisse waren für viele letztendlich eine wirkliche Überraschung. Bestimmte Warm-up Übungen erhöhen und fördern wirklich die so genannte Explosivkraft des Muskels und das während des gesamten Work Out (Buchrezension: Handbuch Functional Training). Ein kleiner zusätzlicher Aufwand bedeutet im Endeffekt viel mehr zusätzliche Leistung und das über einen Wettkampf oder einer Trainingseinheit verteilt.   Einer der Forscher, Justin Crow vom La Trobe School of Physiotherapy erklärte gegenüber dem Medical Express: „Zur Leistungssteigerung der Muskulatur der unteren Extremitäten ist ein Warm-Up mit geringer Belastung und gezielten Übungen für die Gesäßmuskulatur äußerst wirksam. Trainer sollten diese Erfahrungen für die Vorbereitung von Athleten für kommende Wettkämpfe oder auch Trainingseinheiten mit einbauen. Besonders geeignet für Sportarten, die einen explosivartigen Antritt benötigen, wie zum Beispiel Sprinter, Springer und auch Gewichtheber.“   Besonders wichtig ist dies überall dort wo es in erster Linie auf die Beine ankommt und diese schnell volle Belastung umsetzen sollen. Ein effektives und gezieltes Work-Out für ein zielgerichtetes Ergebnis, umsetzbar für Sportler und Patienten gleichermaßen. Justin Crow schlägt in der Tat einige einfache Übungen zur Gewichtsverlagerung als Aufwärmübungen vor. Warum genau diese Art des Aufwärmens die Ausdauer stärkt, kann auch der Forscher noch nicht genau beantworten. Dass der Stoffwechsel des Muskels beeinflusst wird, das ist nachweislich erwiesen. Ziel ist durch gezielte Stretching-Übungen verletzungsfrei und ausdauernder durch das Training oder den Wettkampf zu kommen. Im Prinzip wusste es bis dato jeder, nur angewendet wird es nur von wenigen. Gerade im Bereich der Hobbysportler sollte nun endlich auch ein Umdenken erfolgen, von nun an nur noch mit aufgewärmten Muskelpartien durch den sportlichen Feierabend. Der Körper sagt Danke und schließlich freut sich auch jeder über eine Leistungssteigerung. Copyright: Ting Hoo | Thinkstock Images
  23. Physiowissen hat 50000 Mitglieder

    Wir freuen uns riesig! Am heutigen Tag hat die Mitgliederzahl die magische 50000er Grenze übersprungen. Unvorstellbar und es gibt nur eines, was wir dazu sagen können:    DANKE
  24. Die Modekrankheit ADHS besteht schon seit langer Zeit, doch werden oft schon etwas lauter werdende oder unruhige Kinder mit dieser Krankheit abgestempelt und mit dem Psychopharmaka Ritalin ruhig gestellt. Viele Ärzte oder Therapeuten nehmen sich nicht die Zeit um in mehreren Therapiesitzungen die genaue Diagnose bei einem Kind festzustellen und greifen somit auch viel öfter zum Rezeptblock um dem Kind ein starkes Psychopharmaka zu verabreichen. Hauptziel sollte ein Leben ohne Tabletten sein Doch sollte genau diese Tatsache geändert werden um den Kinder ein Leben frei von Tabletten zu ermöglichen. Doch werden viele Kinder und Jugendliche fälschlicherweise mit dieser Krankheit betitelt und zu Unrecht mit Tabletten versorgt. Denn gerade Ritalin hat viele dunkle Nebenwirkungen. So fand man heraus dass der Leistungsprozess vieler Schüler durch die Einnahme von Ritalin deutlich schlechter geworden ist und in Langzeitfällen wurden einzeln Probanden, die schon von Kindheit an Ritalin nehmen mussten Drogenabhängig. Viele Eltern geben zu schnell auf wenn es darum geht das Kind auf natürliche Art und Weise zu beruhigen und haben auch oft einfach neben dem beruflichen Stress nicht die nötige Zeit und somit stieg besonders der Ritalin Bedarf und die Ausstellung des Medikamentes relativ schnell in die Höhe. Erst ab dem Jahre 2013 hat man einen Rückgang der immens hohen Ritalin Zahlen bemerkt. Noch bis zu Jahr 2008 gab es jährlich drastische Anstiege bis 2010 jährlich "nur" mehr 3 Prozent dazukamen und ab 2013 ein leichter Abstieg bemerkt wurde. Dies kann daran liegen dass vor allem die Diagnosemöglichkeiten besser geworden sind und es schärfere Vorgaben für Ärzte für die Ausstellung von Ritalin geben würde. Erwachsene im Selbstversuch mit Ritalin Jeder Mensch weiß das Medikament stets mit Vorsicht einzunehmen sind und man sollte nicht alles zu sich nehmen was man verschrieben bekommt. So testeten auch Erwachsene Personen die Wirkung von Ritalin am eigenen Körper und waren teilweise schockiert wie sehr dieses Psychopharmaka auf den Körper einwirkt dass bestimmt viele Eltern in solchen Momenten umdenken und ihrem Kind auf eine andere Art und Weise zur Seite stehen. Für Kinder mit ADHS braucht man ausgiebig Zeit, so ist es auch besonders wichtig genau herauszufinden ob das Kind an ADHS leidet oder dies nur ein hormoneller Umschwung ist der sich bald wieder legt. Therapiemöglichkeiten bei ADHS Sollte tatsächlich die Diagnose nach mehreren Sitzungen bei Diagnostikterminen gestellt worden sein, sollte man sich als Elternteil genau darüber informieren welche Therapiemöglichkeiten bestehen. Eines sollte man nie vergessen - eine Krankheit muss man nicht immer mit starken Medikamenten behandeln. Wichtig ist nach wie vor das Wohl der Kinder und auch das Wohl der Eltern. Der Familie sollte geholfen werden und dies sollte nicht immer in Form von teuren Medikamenten geschehen sondern sollte man vermehrt auf eine Tablettenfreie Therapie zurückgreifen können um die Lebensqualität nicht zu gefährden. Copyright: © djama - Fotolia.com
  25. Der Deutsche Verband der Physiotherapeuten zeigt sich aktuell besorgt über die Situation der Ausbildungsfinanzierung bei Physiotherapeuten. Die Forderung, das Land müsse mehr fördern, bezieht sich nicht zuletzt auch auf den bestehenden Mangel an Fachkräften. Michael Preibsch, Landeschef des Deutschen Verbandes für Physiotherapie in Baden-Württemberg (ZVK) moniert zudem die Weigerung des Landes an. Es würde nicht zur Kenntnis nehmen, dass ein Fachkräftemangel bestehe. Zudem würden sich allein in Baden-Württemberg 36 Schulen (Ergänzungsschulen) für Physiotherapie, die sich überwiegend in privater Trägerschaft befinden, existentiell bedroht fühlen. Lediglich 4 Schulen für Physiotherapie werden anders finanziert, weil sie an Krankenhäuser angeschlossen sind.  Selbst das Sozialministerium zeigt sich bisher nicht sonderlich interessiert an dieser Thematik. Nach der Sommerpause soll lediglich eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden "um sich dieses Thema anzusehen". "Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten stellen kein vorrangiges Handlungsfeld dar" Mit den Worten: "Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten stellen kein vorrangiges Handlungsfeld dar" gibt das Ministerium zu verstehen, dass es keinen Notstand erkennen kann. Schließlich hätte sich die Zahl der zugelassenen Krankengymnasten von 1990 bis zum Jahr 2013 im Bundesland mehr als verdreifacht. Dem hält der Landeschef des ZKV entgegen, dass die meisten krankengymnastischen Behandlungen auf Grund kürzerer Verweilzeiten im Krankenhaus ambulant in physiotherapeutischen Praxen in Anspruch genommen würden. Der Physiotherapieverband plädiert für ein Branchenmonitoring mit genauer Bedarfsanalyse wie bereits in Rheinland-Pfalz und Berlin-Brandenburg. Ein Fortbestehen des Fachkräftemangels sieht Priebsch auch darin begründet, dass sich viele Frauen spätestens mit Beginn der Familienphase wegen fehlender finanzieller Anreize verabschieden. Die derzeitige Finanzierungssituation verstößt gegen geltendes Recht! Die Ergänzungsschulen erheben ein Schulgeld zwischen 250 und 440 Euro pro Monat und erhalten zur Finanzierung des Lehrangebotes staatliche Zuschüsse. Lt. Landesrechnungshof ist das Schulgeld jedoch zu hoch. Die Schulen würden gegen das geltende grundgesetzliche Sonderungsverbot verstoßen. Dieses verbietet ausdrücklich die soziale Ausgrenzung zu Ausbildungsberufen. Der Besuch einer privaten Schule dürfe nicht nur den reichen vorbehalten sein. Letztlich diene eine private Physiotherapieschule der Deckung des therapeutischen Bedarfs und muss alleine deshalb vom Land in finanzieller Weise unterstützt werden. Entsprechend einer verwaltungsgerichtlichen Beurteilung sind 161 Euro privates Schulgeld pro Monat angemessen. Damit diese Obergrenze eingeführt werden kann muss im Gegenzug die Förderung von derzeit 5.158 Euro p. a. und Schüler durch das Land erhöht werden. Mit diesem Betrag sind nämlich nur ca. 50% der Ausbildung nach Landesvorgaben kostenmäßig gedeckt. Neun Millionen sind derzeit erforderlich, um die Existenz der Schulen zu sichern. Eigene Kopfsätze wären lt. Preibsch eigentlich erforderlich. Ein Gutachten bestätigt dies ausdrücklich. Vergütung der Ausbildung - undenkbar Die seit 01.07.2014 kostenlose Ausbildung an klinischen Schulen für Physiotherapie führt dazu, dass diese Einrichtungen in Heidelberg, Mannheim, Freiburg und Tübingen sich vor Bewerbern "nicht retten können". Sollte zukünftig wie bei den Notfallsanitätern die Ausbildung vergütet werden, sieht Priebsch jetzt schon eine kaum zu bewältigende Zusatzbelastung auf diese Kliniken zukommen. In NRW müsse im übrigen schon jetzt das Land und nicht die Kliniken für die Ausbildungskosten aufkommen. 3.600 Auszubildende zur Physiotherapeutin bzw. zum Physiotherapeuten sind derzeit mit sinkender Tendenz verzeichnet. Davon ist dem jeweiligen Examensjahrgang ein Drittel zuzuordnen. Die Durchfallquote liegt bei bis zu 20% pro Jahrgang. Aktuelle Förderungsmöglichkeiten für die schulische Physiotherapie Ausbildung Die finanziellen Fördermöglichkeiten beschränken sich auf: Schüler-BAföG für die Erstausbildung (bzw. bis zum 30. Lebensjahr) ohne Rückzahlung durch die Auszubildende bzw. den Auszubildenden, abhängig vom Einkommen der Eltern zinsgünstige Bildungskredit der Bundesregierung für Schüler und Studenten in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen einer Vollzeitausbildung; auch zusätzlich zum BaföG. Maximale Höhe: 7.200 Euro p. a. Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit bzw. dem JobCenter ist im Einzelfall nach SGB II oder III vom Grundsatz her möglich. Förderung durch die Bundeswehr für Zeitsoldaten durch den Berufsförderungsdienst nach dem Soldatenversorgungsgesetz. Steuerliche Berücksichtigung in Höhe von 30% des Schulgeldes Copyright: Datei: #56436443 | Urheber: Igor Mojzes | Fotolia.com