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<rss version="2.0"><channel><title>Physiotherapie Magazin: Physiotherapie Magazin</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/page/4/?d=1</link><description>Physiotherapie Magazin: Physiotherapie Magazin</description><language>de</language><item><title>Die Antwort vom Physiotherapie Verband - wie geht es weiter?</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4381-Die_Antwort_vom_Physiotherapie_Verband___wie_geht_es_weiter.html-r4381/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4381-Die_Antwort_vom_Physiotherapi_Verband___wie_geht_es_weiter.jpg" /></p>
Endlich! Nach exakt 26 Tagen hat der Deutsche Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V. auf unseren <a href="http://www.physiowissen.de/thema-artikel4378-Offener_Brief_an_ZVK___Verband_fuer_Physiotherapie.html ">offenen Brief</a>  geantwortet, nachdem bereits am 03.04.2013 eine Zwischenmeldung auf die bevorstehende Sondersitzung bei uns einging, die jedoch keine relevante Antworten enthielt. Natürlich wollen wir euch dieses Schreiben nicht vorenthalten und ich bin mir sicher der ZVK ist mit der Veröffentlichung einverstanden. Angesichts der <a href="http://www.physiowissen.de/thema-artikel4377-Die_ganze_Wahrheit_zu___Die_10_groessten_Fehler_von_Physiotherapeuten.html ">BILD.de Panne</a> hat sich der Verband sicher auch jedes Wort gut überlegt.

Inhaltlich liest sich alles super, so wurden die eigenen Grundsätze in der Sitzung nochmals bestätigt und festgelegt, dass der Verband "<strong>Die Arbeitsbedingungen der Physiotherapiepraxen in der gesetzlichen Krankenversicherung grundlegend verändern möchte</strong>". Als Ansatz werden kurze und unflexible Behandlungszeiten sowie unzureichende Bezahlung angeführt. <strong>Was gänzlich fehlt</strong>, ist ein Statement zum BILD Artikel oder auch eine Entschuldigung an die Physiotherapeuten. Wie viel Schaden unser Berufsstand wirklich genommen hat ist nicht messbar, vielleicht noch nicht einmal sehr hoch angesichts der Tatsache, dass es die BILD Zeitung veröffentlicht hat. Eigentlich gibt es für den kritischen Leser sogar ein recht objektives (jämmerliches) Bild der Situation in Deutschland. 

Soweit so gut, nehmen wir an, dass das Grundproblem tatsächlich erkannt wurde. Aber mal ganz ehrlich, das fällt dem Verband doch hoffentlich nicht erst jetzt ein? Immerhin wurde der VKZ e.V. bereits 1949 gegründet. Was konkret hat der Verband in den letzten Jahren für uns Therapeuten erreicht? Lt. eigenen Angaben hat der ZVK e.V. 33000 Mitglieder (Quelle: ZVK-Brandenburg). Nehmen wir vereinfacht an, dass alle Mitglieder Angestellte sind (Schüler zahlen weniger, Praxisinhaber deutlich mehr) müssten bei Jahresbeiträgen zwischen 100 und 120€ <strong>jährliche Beiträge von €3,3-3,9 Mio beim Verband ankommen</strong>!? 
Diese Zahl lasse ich einfach mal so stehen und jeder unserer Leser kann sich hier sein eigenes Urteil bilden.  

<h2>Wie geht es weiter?</h2>

An das Schreiben möchten wir in den nächsten Tagen anknüpfen und Fakten in Erfahrung bringen. Wir wollen nicht mehr hören, was alles in den nächsten Jahren irgendwann geplant ist, sondern was der Verband <strong>konkret</strong> in den letzten Jahren erreicht hat und was <strong>konkret</strong> für wann geplant ist. Welche Aktionen, Gespräche, Lobbyarbeiten, Konferenzen usw. Nur so kann man am Ende die Fortschritte einschätzen. 

Da dies aber kein Problem des ZVK e.V. allein ist, sondern meiner persönlichen Meinung nach alle Verbände betrifft, werden wir dieses Schreiben auch allen anderen großen Verbänden zukommen lassen. Es wird sicher ein paar Tage Zeit benötigen dies vorzubereiten, aber die können die Verbände gern schon konstruktiv nutzen. 

Wir bleiben dran!
Stephan Schmied

<hr>

<h3>Hier der komplette Brief vom 17.04.2013</h3>


<blockquote>Sehr geehrter Herr Schmied,

heute möchten wir auf unser Schreiben vom 03. April 2013 zurückkommen und Sie gerne über das Ergebnis der am 3. April 2013 mit unseren Landesverbänden durchgeführte Krisensitzung informieren. In der Sitzung wurde sowohl das Verfahren, das zur Veröffentlichung des Artikels auf bild.de geführt hat, besprochen als auch die politische Ausrichtung des Verbandes erneut in seinen Grundzügen bestätigt. Dort wurde auch nochmals eindeutig festgelegt, wofür der Deutsche Verband für Physiotherapie steht, nämlich: Die Arbeitsbedingungen der Physiotherapiepraxen in der gesetzlichen Krankenversicherung grundlegend zu verändern. Das gegenwärtige System kurzer und unflexibler Behandlungszeiten und einer damit völlig unzureichenden Bezahlung, dient weder den Patienten noch den Behandlern und basiert allein auf den ökonomischen Interessen der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Vertragsärzte haben in dieser Legislaturperiode des Bundestages deutliche Honorarverbesserungen erreicht. In der Legislaturperiode 2013 bis 2017 müssen vergleichbare Verbesserungen im Heilmittelbereich folgen. Für diese Forderung haben wir uns in der Vergangenheit mit der erst kürzlich durchgeführten Unterschriftenaktion „Wir verdienen mehr als wir verdienen“ eingesetzt und werden dies auch weiterhin mit allem Nachdruck tun.

Welche weiteren konkreten Themen bei uns auf der Agenda stehen, hat Andrea Rädlein, stellvertretende Bundesvorsitzende, klar und unmissverständlich formuliert. Sollte Ihnen diese verbandspolitische Stellungnahme noch nicht bekannt sein, füge ich sie gerne zu Ihrer Kenntnisnahme bei. Dabei ist aber eines klar: Allein werden wir die Politik von unseren Forderungen nicht überzeugen können – hierzu brauchen wir jede Stimme - wir handeln im Interesse des gesamten Berufsstandes! Von daher möchten wir Sie herzlich bitten, sich kritisch mit diesen Sachthemen auseinanderzusetzen und mit uns zu diskutieren. Eine gute Gelegenheit hierfür bietet der Hauptstadtkongress vom 05. bis 07. Juni 2013 in Berlin, zu dem wir Sie sehr herzlich einladen. Sollten Sie an einer Teilnahme Interesse haben, würden wir Ihnen eine kostenlose Kongresskarte zur Verfügung stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Ursula Cüppers-Böhle
stv. Geschäftsführerin
</blockquote>]]></description><guid isPermaLink="false">4381</guid><pubDate>Thu, 18 Apr 2013 11:46:47 +0000</pubDate></item><item><title>FIBO 2013 - Gewinne 25x2 Freitickets</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4379-FIBO_2013___Gewinne_25x2_Freitickets.html-r4379/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4379-FIBO_2013___Gewinne_25x2_Freitickets.jpg" /></p>
Am kommenden Wochenende (11. – 14. April 2013) ist wieder die FIBO Messe am Start. Erstmalig in Köln präsentiert sich die internationale Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit dem Publikum aus über 100 Ländern. Nach dem Umzug aus Essen verfügt die Messe nicht nur über mehr Platz, sondern auch über eine bessere Infrastruktur und Erreichbarkeit, was eine Erleichterung sowohl für die erwarteten 80000 Besucher als auch die über 650 Aussteller aus 40 Ländern bedeutet. 
An insgesamt 4 Messetagen steht dann nicht nur Informieren, sondern vor allem erleben und entdecken auf dem Programm. Zahlreiche Anbieter präsentieren Neuheiten zum Anfassen.

Für Physiotherapeuten ist besonders die Halle 9 in der sich wieder die <strong>FIBOmed</strong> präsentiert. Dieser Bereich feierte 2012 sein Debüt und widmet sich besonders den Bedürfnissen des Gesundheitssport und der Physiotherapie.  

<h2>Gewinne 2 Tickets für die FIBO in Köln</h2>

Vielen Dank an die Betreiber der Fibo, die uns 25x2 Freitickets für die Messe zur Verfügung gestellt haben. Die Tickets gelten an allen Ausstellungstagen.
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<strong>Was müsst ihr dafür tun?</strong>

1) Poste bis zum 10.04. 16:oo folgenden Satz auf Twitter oder deine Facebook Pinnwand:<br />
"<strong>Ich möchte 2 Freitickets für die FIBO Messe am 11.-14.04.2013 in Köln mit www.Physiowissen.de gewinnen</strong>"

2) Sag uns hier als Kommentar, wo du den Satz gepostet hast (Link)

3) Gewinne 2 Tickets – bei mehr als 25 Einsendungen gewinnt das Los. 

<small>Rechtlicher Hinweis: Benachrichtigung über den Gewinn per Nachricht über Physiowissen.de – kein Rechtsweg – keine Barauszahlung </small>

Viel Erfolg :)<div class="copyright">Copyright: FIBO (Chistopher Rausch)</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4379</guid><pubDate>Mon, 08 Apr 2013 10:38:34 +0000</pubDate></item><item><title>Offener Brief an ZVK - Verband f&#xFC;r Physiotherapie</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4378-Offener_Brief_an_ZVK___Verband_fuer_Physiotherapie.html-r4378/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4378-Offener_Brief_an_ZVK___Verband_fuer_Physiotherapie.jpg" /></p>
<p>3 Tage sind seit Artikel zu den 10 größten Fehlern der Physiotherapeuten (<a href="http://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/physiotherapie/physiotherapie-haeufigste-fehler-guten-therapeuten-erklaeren-28093364.bild.html" target="_blank">zum BILD.de Artikel</a> - <a href="http://www.physiowissen.de/thema-artikel4377-Die_ganze_Wahrheit_zu___Die_10_groessten_Fehler_von_Physiotherapeuten.html" target="_blank">unsere Stellungnahme zur ganzen Wahrheit</a>) nun vergangen. Die Wellen haben sehr hoch gekocht und die Reaktionen zeigen deutlich, welcher Frust sich bei uns Physiotherapeuten aufgestaut hat. 

Jetzt wird es Zeit herauszufinden, was man daraus lernen und wie man die frei gewordene Energie zum Wohle unseres Berufsstandes einsetzen kann. Der Verband ist Ihren eigenen Worten nach sehr an Transparenz interessiert, weswegen auch wir unseren Brief öffentlich machen und auf eine Stellungnahme hoffen. 

<a href="http://www.physiowissen.de/pictures/zvk-1.jpg" target="_blank"><img src="https://www.physiowissen.de/applications/core/interface/js/spacer.png" data-src="http://www.physiowissen.de/pictures/zvk-1_tn.jpg"></a>

<a href="http://www.physiowissen.de/pictures/zvk-2.jpg" target="_blank"><img src="https://www.physiowissen.de/applications/core/interface/js/spacer.png" data-src="http://www.physiowissen.de/pictures/zvk-2_tn.jpg"></a></p>]]></description><guid isPermaLink="false">4378</guid><pubDate>Thu, 21 Mar 2013 10:14:30 +0000</pubDate></item><item><title>Schmerzphysiologie</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/schmerzphysiologie-r4376/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4376-Schmerzphysiologie.jpg" /></p>
<p>
	Deutung und Verständnis von Schmerz ist die Grundlage für fast 80% der physikalischen Therapien, denn nur wenige Krankheitsbilder verlaufen komplett schmerzfrei. Ist kausal gesehen der Schmerz natürlich absolute Alarmsituation im Körper, so kann er oft auch als Vorwarnzeichen oder sogar Therapieanstoß gesehen werden. Grund genug sich mit diesem Thema einmal näher auseinanderzusetzen.
</p>

<h2>
	Definition Schmerz
</h2>

<p>
	<em>Schmerz ist eine subjektive Empfindung, die durch einen effektiven oder drohenden Gewebsschaden ausgelöst wird. Die tatsächliche Wahrnehmung ist abhängig von der genetisch festgelegten Neuromatrix (Reizbarkeitsmuster) des Einzelnen, das heißt wie schnell der Einzelne gegenüber dem Schmerzreiz sensibilisiert.</em>
</p>

<h3>
	Von der Schmerz-Lokalisation auf die Quelle schließen
</h3>

<p>
	Schmerz wird von Patienten individuell und höchst unterschiedlich angegeben. Sehr deutig ist die Unterscheidung zwischen Lokalem Schmerz (Patient kann genaue Lokalisation anzeigen) und den oft diffusen ausstrahlenden Schmerzen. a) lokal b1) nicht lokal - fortgeleitet (<strong>referred pain</strong>) - Auswirkungen über das gesamte betroffene Dermatom - Aufgrund Läsionen nicht neuraler Strukturen - führt zu nicht neuropathischem Schmerz b2) nicht lokal - projeziert (<strong>projected pain</strong>) - Auswirkungen über das gesamte betroffene Dynatom - Aufgrund Läsionen neuraler Strukturen - führt zu neuropathischem Schmerz mit Chronifizierungsneigung
</p>

<h3>
	=&gt; Reize für Nozizeptoren (Schmerzrezeptoren)
</h3>

<p>
	Nozizeptoren (Schmerzrezeptoren) können auf die verschiedensten Reize reagieren. Für die Schmerzphysiologie unterscheidet man unter 3 Hauptgruppen der Reize: chemisch =&gt; endogen Noxen (zb. Harnstoff) =&gt; exogene Noxen (zb. Alkohol) thermisch =&gt; Wärme =&gt; Kälte thermomechanisch (mechano heat nociceptures) mechanisch =&gt; Druck =&gt; Zug Verteilung: in der Peripherie befinden sich die meisten Nozizeptoren in der Haut &gt;&gt; Gelenk &gt;&gt; Muskel (daher werden Reizungen der Haut am schnellsten und deutlichsten visualisiert)
</p>

<h2>
	afferente Schmerzleitung
</h2>

<p>
	Haut / Gelenk / Muskel (Reiz - Stimulus) | Aktionspotential (Transduktion des Reizes in el. Impulse) | Afferente Bahn (Transmission des Reizes) | Spinalganglion (Reizleitung und evtl. Neuropeptidfreisetzung (Substanz-P und CGRP) )
</p>

<h3>
	=&gt; Schmerzfaserarten
</h3>

<p>
	<strong>A-Delta Fasern</strong> (schnellleitend) reagieren vorwiegend auf thermische oder mechanische Reize <strong>C-Fasern</strong> (langsamleitend) reagieren vorwiegend auf chemische Reize Praktisch bedeutet das, dass Reize wie extreme Temperaturen (Herdplatte <img alt=";)" data-emoticon="" height="20" src="https://www.physiowissen.de/applications/core/interface/js/spacer.png" srcset="https://www.physiowissen.de/uploads/emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" data-src="https://www.physiowissen.de/uploads/emoticons/wink.png"> oder extreme Läsionen (Verletzungen der Haut) sofort über A-Delta Fasern geleitet werden und dies auch zu sofortiger Reaktion führt. C-Fasern dagegen werden erst durch chemische Reize aktiviert. Diese führen zur Schmerzsensibilisierung aufgrund chemischer Substanzen, wie zum Beispiel die Neurotransmitter, deren Ausschüttung von den Spinalganglien initiiert wird (siehe Schmerzsensation).
</p>

<h2>
	Schmerzverschaltung im Rückenmark
</h2>

<p>
	Das Hinterhorn des Rückenmarks wird in Lamina aufgeteilt. Für die Verschaltung von Schmerzreizen sind Lamina I (direkt am Eintritt des peripheren Nerv in die Substatia grisea) und die Lamina V (am Übertritt des Hinterhorns in den RM-Corpus) interessant. Lamina I: direkte monosynapische Verschaltung thermomechanischer Aktionspotentiale, die über A-Delta (schnell) Fasern geleitet werden. Eintreffende Impulse werden also 1:1 auf aufsteigende RM-Bahnen verschaltet und können sofort über die Neuromatrix wahrgenommen werden. Durch die direkte Verschaltung ist es problemlos möglich den Schmerz genau zu lokalisieren (zb.bei einem akuten Trauma). Bsp. bei Berührung einer heißen Herdplatte wird ein Wärmereiz sofort als Schmerz wahrgenommen und es kommt zu einer prompten Reaktion. Lamina V: polysynaptische Verschaltung von C-Fasern (langsam, meist chemisch) geleiteten Reizen an WDR-Interneuronen („wide dynamic range“) im Rückenmark. Erst nach einer Reizsummation werden diese von der Neuromatrix wahrgenommen.
</p>

<h3>
	Entstehung der reaktiven Entzündung
</h3>

<p>
	Neurotransmitter - Ausschüttung durch Impulsleitung durch Spinalganglion: =&gt; Schmerz (Dolor) als Initiator =&gt; Ausschüttung von CGRP und Substan P CGRP: stimuliert Ateriolen =&gt; Hyperämie (Rubor) =&gt; Hyperthermie (Calor) Substanz-P: stimuliert Venolen =&gt; erhöht Gefäßdurchlässigkeit (Tumor) <strong>Es kommt zu den typischen Entzündungszeichen =&gt; Dolor (ursächlich) + Calor (ateriell) + Rubor (ateriell) + Tumor (venös) =&gt; Functio Laesa (resultativ)</strong> <strong>=&gt; Schmerzsensationen</strong> <img alt="Schmerzphysiologie" src="https://www.physiowissen.de/applications/core/interface/js/spacer.png" data-src="pictures/posting/schmerz.png"> In der Übersicht wird deutlich, dass jede Läsion, egal ob drohend oder effektiv zu einem lokalen Sofortschmerz führt. Ob dieser Wahrgenommen wird ist individuell und richtet sich nach der Art der Läsion und der individuellen Reizschwelle (siehe auch: neurogene Entzündung) Unterschiede zeigen sich erst im weiteren Verlauf. Während drohende Läsionen keine weiteren Symptome zeigen, führen effektive Läsionen über Neurotransmitterausschüttungen zu fortgeleiteten Schmerzen (referred pain), der sich als diffuser Nachschmerz äußert.
</p>

<hr>
<h2>
	<br>
	<strong>Periphere Sensibilisierung</strong>
</h2>

<p>
	Anpassung der Neuromatrix, wobei ein gleicher adäquater Reiz zu einer deutlicheren Wahrnehmung führt =&gt; mehr Schmerz =&gt; thermisch (Schmerzlinderung durch kühlen, da Inhibition der C-Fasern) =&gt; bei effektiven Läsionen führt bereits die 37° Körpertemperatur zur Reizung der Thermoceptoren =&gt; Ruheschmerz =&gt; mechanisch (Zuschaltung von „silent nociceptures“ - stille Noziceptoren) =&gt; mehr Rezeptoren =&gt; Reizsummation schneller erreicht =&gt; frühere/schnellere Wahrnehmung
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Neurogene Entzündung:</strong> Nicht jeder Schmerzreiz wird letztlich effektiv wahrgenommen. Zum Beispiel können traumatische oder degenerative Sehnenabrisse (zu wenig Nocizeptoren =&gt; &lt;5Hz) ohne Schmerz ablaufen (Reizsummation nicht erreicht[/b]. Nichts desto trotz wird vom Spinalganglion die Neurotransmitter zur chronischen Schmerzentstehung ausgeschüttet (Substanz-P und CGRP). =&gt; kein Sofortschmerz aber Nachschmerz
	</li>
	<li>
		<strong>Zentrale Sensibilisierung:</strong> Bei zentralen Neuronen wird die Reizschwelle herabgesetzt und auch mechanische Reize benachbarter Strukturen werden (diffus) der gleichen effektiven Läsion zugeordnet =&gt; Ausbreitung der rezeptiven Felder =&gt; Allodynie (= erhöhte mechanische Empfindlichkeit außerhalb der Läsion) =&gt; ursprüngliche Läsion löst weitere entfernte Schmerzen aus (mechanische Therapie Kontraindiziert!)
	</li>
	<li>
		<strong>Referred Pain:</strong> RP kann durch jegliche neural versorgte Strukturen ausgelöst werden (zb. Gelenke, Muskeln, Bursae, Haut, Periost, ..) - jedoch keine Nervenschädigung(!) =&gt; kein neuropathischer Schmerz proximale Strukturen &gt; distale Strukturen tiefe Strukturen &gt; oberflächliche Strukturen =&gt; nach distal im gleichen Dermatom ausstrahlender diffuser, brennender, langsam auftretender Schmerz
	</li>
	<li>
		<strong>Projected Pain:</strong> PP ist ein durch Nervenläsionen entstehender, nicht an Dermatom-Grenzen haltender, auch nach proximal austrahlender und deutlich diffuserer Schmerz (im Dynatom verlaufend). =&gt; neuopathischer Schmerz
	</li>
</ul>

<div>
	Copyright: © freshidea - Fotolia.com
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">4376</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Therapie von Mukoviszidose</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4374-Therapie_von_Mukoviszidose.html-r4374/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4374-Therapie_von_Mukoviszidose.jpg" /></p>
Die Diagnose Mukoviszidose war und ist ein großer Schock für den Betroffenen und seine Angehörigen. Doch im Gegensatz zu früher ist die Lebenserwartung heute deutlich angestiegen. Haben Kinder mit dieser Erkrankung noch vor 30 Jahren höchstens das achtzehnte Lebensjahr erreicht, so können Mukoviszidosepatienten heute bis zu 40, einige sogar bis 60 Jahre alt werden.

Dies liegt zum einen an den enormen Fortschritten in der Medizin, durch die immer mehr Patienten erfolgreich mit einem transplantierten Organ leben können, aber auch an den guten physiotherapeutischen Behandlungen, die das Fortschreiten der Krankheit deutlich verlangsamen.

Es gibt wichtige Punkte und Vorgehensweisen in der Behandlung von Mukoviszidose.
Zu den Bedeutendsten gehören, die Verbesserung der Thoraxbeweglichkeit und der Haltung, die Unterstützung der bronchialen Reinigung, sowie die Erhöhung der Perfusion und der Belastbarkeit.

Eine effektive Behandlung beginnt mit einigen Bewegungsübungen, um die Beweglichkeit der Rippen- und Wirbelgelenke zu verbessern. Durch diese Mobilisation erreicht man gleichzeitig auch eine höhere Durchblutung der Lunge und eine Lösung des festsitzenden Schleims. Besonders wichtig ist es, dem Patienten verschiedene Übungen zu zeigen, die er auch selbstständig zu Hause durchführen kann. Das erhöht die erfolgreiche Behandlung enorm. Da Mukoviszidose bereits im Kindesalter festgestellt wird, sollten auch die Eltern oder näheren Angehörigen mit den Übungen betraut werden, damit sie den Betroffenen ordnungsgemäß anleiten können.

Nach der ausgiebigen Bewegungstherapie ist es nun wichtig, die Lunge von dem gelösten Schleim so weit wie möglich zu reinigen und die Atembewegungen zu verbessern. Mukoviszidosepatienten neigen oft dazu ihre Atemhilfsmuskulatur bei der Einatmung zu benutzen, um besser Luftholen zu können. Dies führt zu Verspannungen und Krämpfen, die es dem Betroffenen schwer machen sich zu entspannen. Um vor der bronchialen Reinigung noch eine Entspannung der Atemmuskulatur zu erreichen, kann der Thorax mit einer heißen Rolle behandelt werden. Dazu wird ein Handtuch zusammengerollt, mit warmen Wasser getränkt und der gesamte Oberkörper damit massiert.

<h2>Atemtherapie bei Mukoviszidose</h2>

Besonders effektiv für die Reinigung der Lunge sind <strong>Ausatemtechniken</strong>. Zunächst soll der Patient die Augen schließen und sich voll und ganz auf seine Atmung konzentrieren. Hat er sich mit seiner Atemfrequenz vertraut gemacht, stehen verschiedene Übungen an, die der Lunge helfen, den Schleim auszustoßen. Ein Summen und Brummen während der Ausatmung zum Beispiel bewirkt eine Vibration in der Lunge, durch die der Schleim gelöst und durch das Ausatmen nach oben transportiert wird. Zusätzlich kann der Therapeut mit seinen Händen Vibrationsbewegungen auf dem Thorax des Patienten durchführen, um diese Wirkung noch zu optimieren. Nach jedem Husten des Patienten sollte er sich noch einmal ein paar Minuten Zeit nehmen, um seine Atemfrequenz zu erfühlen, bevor es mit den Ausatemtechniken weitergeht.

Nach einer solch ausgiebigen Therapie fühlt sich der Mukoviszidosepatient oft sehr befreit. Trotzdem sollte er auch täglich ein paar Übungen zu Hause machen, um den Erfolg der Therapie so lange wie möglich erhalten zu können.<div class="copyright">Copyright: © Miroslav Beneda - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4374</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Physiotherapie sehr Effektiv bei Herz-Reha</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4368-Physiotherapie_sehr_Effektiv_bei_Herz_Reha.html-r4368/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4368-Physiotherapie_sehr_Effektiv_bei_Herz_Reha.jpg" /></p>
Nicht nur im Alter kann es zu Problemen mit dem Herzen und einem Infarkt kommen, sondern auch immer mehr junge Menschen sind davon betroffen. Zu den Gründen gehört unter anderem Übergewicht und Stress. Aus diesem Grund ist es wichtig Vorsorge zu betreiben und auf den eigenen Körper zu achten. Auch Patienten mit einem Herzinfarkt und anderen Problemen am Herzen haben die Möglichkeit den eigenen Körper zu schonen und auch das Herz wieder zu stärken. Aus diesem Grund raten viele Ärzte und auch die Kliniken zur Teilnahme an einer so genannten Herz-Reha, welche sich auch bei den Patienten einer steigenden Nachfrage erfreut. Es handelt sich in diesem Fall um Maßnahmen, bei welchen das Herz-Kreislauf-System wieder gestärkt werden sollen und die Patienten auch lernen einzelne Zeichen besser deuten zu können.

<h2>Die Möglichkeiten vor Ort nutzen</h2>

Für eine Herz-Reha ist es heute nicht einmal mehr notwendig hunderte von Kilometer zu verreisen und in einer Klinik zu wohnen, sondern einige Kliniken bieten auch eine ambulante Reha an. So können die Patienten weiterhin daheim wohnen und sich zur gleichen Zeit um das eigene Wohlbefinden kümmern. Zudem ist es für viele auch einfacher, wenn es um die anfallenden Kosten geht und auch um die Familie, die einem zur Seite stehen kann. Gerade in den großen Städten haben die Patienten die Möglichkeit die Ärzte auf eine solche Lösung anzusprechen. Eine Reha besteht immer aus mehreren Maßnahmen und diese werden ganz auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten. Neben einer gesunden Ernährung und dem Umgang mit Stress kann es sein, dass auch eine so genannte Physiotherapie verordnet wird. Die meisten kennen solche Maßnahmen aus dem Sportbereich, denn bei Verletzungen lernen die Sportler wieder die Gelenke zu bewegen und diese mit der Zeit auch wieder normal zu belasten.

<h4>Schritt für Schritt nach vorne</h4>

Auch bei Problemen mit dem Herzen ist es wichtig, dass Patienten sich die Zeit nehmen den Körper an die Belastung zu gewöhnen und den gewohnten Alltag. Bei der Physiotherapie kümmert man sich um den kompletten Körper und bringt den Kreislauf wieder in Schwung. Dies ist auch für die Versorgung des Herzens mit Sauerstoff und Blut wichtig. Ein Augenmerk liegt aus diesem Grund auf Übungen, welche die Ausdauer fördern und Muskeln aufbauen. Trainiert werden die Beine, der Rücken und auch die Arme. Bei den Übungen wird langsam vorgegangen und unter professioneller Anleitung lernen Patienten auch, wie die Übungen richtig auszuführen sind und können diese auch daheim weiter betreiben. Durch die Physiotherapie werden nicht nur die Muskeln gestärkt, sondern eben auch das Herz und dies muss auf Dauer gepflegt werden.

Fakt ist, dass es sich lohnen kann an solchen Maßnahmen teilzunehmen und auch in Zukunft ist damit zu rechnen, dass die Ärzte und Klinken vermehrt nach Alternativen zu der gewohnten Behandlung suchen werden.<div class="copyright">Copyright: © Robert Kneschke - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4368</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Physiotherapie reduziert Depressionen bei Krebspatienten</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4367-Physiotherapie_reduziert_Depressionen_bei_Krebspatienten.html-r4367/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4366-Physiotherapie_reduziert_Depressionen_bei_Krebspatienten.jpg" /></p>
Die Menschen erfreuen sich des Lebens und plötzlich wird die Diagnose Krebs festgestellt. Die meisten Patienten fallen in ein tiefes Loch, denn Krebs wird bei den meisten Menschen mit dem Tod oder einer langen Chemotherapie verbunden. Viele Leute wissen nicht, dass einige Krebsarten recht gut behandelbar sind. Auch durch Vorsorgemaßnahmen kann eine Krebserkrankung im Frühstadium erkannt werden und die vollständige Heilung ist durchaus möglich.

Trotz aller guten Prognosen und Statistiken denken die Betroffenen, sie sind genau der prozentuale Teil, welche ein negatives Schicksal ereilen wird. Es ist also nicht verwunderlich, dass Krebspatienten unter einer Depression leiden. Sie fügen sich in ihr Schicksal und fragen sich, warum hat es ausgerechnet mich getroffen? Die medizinischen Möglichkeiten werden komplett ausgeblendet und vor dem geistigen Auge wird nur noch der Tod gesehen. Patienten mit psychischen Problemen haben eine geringere Lebenserwartung als Menschen, welche ausgeglichen mit der Krankheit umgehen. Dieser Zusammenhang konnte in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden. Deshalb ist es sehr wichtig, dass mit dem Patienten an diesem Problem gearbeitet wird. Durch eine geeignete Physiotherapie kann diesen Menschen geholfen werden, um sich positiv dem Leben zuzuwenden. So eine Behandlung folgt keinem Standardprogramm, sondern muss genau auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten zugeschnitten werden.

Zuerst sind die Patienten über die eigene Krebserkrankung aufzuklären und wie die folgenden Behandlungsschritte aussehen. Bei einigen Krebsarten ist nur das Geschwür zu entfernen und eine Chemotherapie soll sicherstellen, dass auch unentdeckte Krebszellen vernichtet werden. Dem Patienten sind die positiven Therapieerfolge am eigenen Körper aufzuzeigen. Sehr wichtig ist für viele Krebskranke, dass sie wissen, was im Fall eines Ablebens mit den Kindern passiert. Jede Mutter und jeder Vater möchte wissen, dass die Kinder gut versorgt werden und später ein gutes Leben führen können.

Besonders schwierig ist die Arbeit mit Krebspatienten, welche wissen, ihnen kann nicht mehr geholfen werden. Diese Menschen wissen sehr genau, dass ihre Lebenszeit begrenzt ist und in einigen Fällen geben die Ärzte nur Monate. Über eine Physiotherapie kann erreicht werden, dass diese Menschen ein relativ normales Leben führen können. Sehr wichtig ist, dass auch bestimmte Wünsche vor dem nahenden Tod erfüllt werden. So hat beispielsweise ein an Krebs erkrankter junger Mann seine langjährige Freundin geheiratet. Er war in den Vorbereitungen eingebunden und die Hochzeit war der schönste Tag im Leben. Alle Personen im Umfeld und auch der junge Mann wussten, der Tod lässt sich nicht aufhalten. In diesem Moment wurde das Unangenehme ausgeblendet. Drei Tage nach der Hochzeit erlag der Patient seiner Erkrankung. Die Physiologen konnten mit dem Angehörigen erreichen, dass die letzten Tage des jungen Mannes ein Erlebnis wurden und alle Personen waren beeindruckt, wie stark er das Schicksal hingenommen wurde.

Viele Patienten, welche den Krebs besiegt haben berichten von Depressionen. Nur durch eine gute Physiotherapie konnte der Lebensmut geweckt und der Krebs erfolgreich besiegt werden. Auf keinen Fall sollten sich Krebskranke auf die Aussagen von Wunderheilern verlassen. In diesem Fall kann eine rechtzeitige Behandlung durch die Schulmedizin zu spät kommen, da wertvolle Zeit für eine rechtzeitige Behandlung vergangen ist. Die Behandlung von Depressionen gehört immer in die Hand von geschulten Physiologen.<div class="copyright">Copyright: © JPC-PROD - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4367</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Z&#xE4;hneknirschen hat h&#xE4;ufig psychische Ursachen</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4363-Zaehneknirschen___Psychische_Ursachen.html-r4363/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4363-Zaehneknirschen___Psychische_Ursachen.jpg" /></p>
Z&auml;hneknirschen kann man fast schon als ungeliebten Volkssport bezeichnen. Jeder zweite Deutsche mahlt nachts mit den Z&auml;hnen, teilweise mit dem zehnfachen Kaudruck wie normal. Folgen sind neben einem h&auml;ufig genervten Bettnachbarn, abgeriebene Kaufl&auml;chen, Schmerzen in den kleinen Kiefergelenken oder auch R&uuml;ckenschmerzen.


<h2>Ursachen f&uuml;r Z&auml;hneknirschen</h2>
Neben <strong>orthop&auml;dischen</strong> und auch <strong>neurologischen Ursachen</strong>, stehen besonders&nbsp;<strong>psychische Komponenten</strong> an erster Stelle. Besonders emotionaler Stress soll das Z&auml;hneknirschen verursachen. H&auml;ufig verschlimmert oder reduziert sich das Knirschen, je nach aktuellem Stresspegel. Z&auml;hnekirschen dient dem Unterbewusstsein also zum Stressabbau. Aber genau dieser Umstand, macht es den Betroffenen fast unm&ouml;glich ihr Knirschen zu kontrollieren. Es geschieht ungesteuert und unbewusst, es muss auch nicht auf die Schlafsituation reduziert sein. Manch einer Person passiert es auch im Stau oder w&auml;hrend einer schweren Pr&uuml;fung. Grunds&auml;tzlich kann jede stressbeladene Situation ein Grund zum Z&auml;hneknirschen werden.


<h3>Folgen f&uuml;r den K&ouml;rper</h3>
Die Folgen vom Z&auml;hneknirschen sind vielf&auml;ltig und k&ouml;nnen viele K&ouml;rperregionen betreffen. Besonders gef&auml;hrdet sind nat&uuml;rlich der Kiefer und die Z&auml;hne. Zahnschmelz, die kleinen Kiefergelenke und die Kaumuskelatur werden durch die v&ouml;llige &Uuml;beranstrengung beeintr&auml;chtigt und teilweise stark besch&auml;digt. Kaufl&auml;chen von Backenz&auml;hne werden abgerieben und Schmerzen beim Essen sind nur einige Folgeerscheinungen. Kommt noch eine ung&uuml;nstige Kopfhaltung dazu, k&ouml;nnen neuromuskul&auml;re Reflexb&ouml;gen sogar Schmerzen im Kopf- und Schulterbereich ausl&ouml;sen. Bis hin zu R&uuml;ckenschmerzen und Verspannungen in der Beckenmuskulatur. Auch der gef&uuml;rchtete Tinnitus im Ohr oder Sehst&ouml;rungen k&ouml;nnen bei exzessiven Z&auml;hneknirschen auftreten. Die Fachbezeichnung in der Zahnmedizin f&uuml;r Zahnekirschen lautet Bruxismus.


<h2>Therapieans&auml;tze in der Physiotherapie</h2>
Wenn das Problem des Z&auml;hnesknirschen erst einmal erkannt ist und sich der Betroffene seines Problems bewusst ist, ist der erste wichtige Schritt Richtung Therapie gemacht. Zwei verschiedene Therapieans&auml;tze gilt es sinnvoll miteinander zu verkn&uuml;pfen. Der Betroffene muss lernen seine Anspannung anders abzubauen, als durch das Z&auml;hneknirschen. Durch das bewusste Erlernen und Anwenden von <a href="thema-artikel4300-Entspannungstherapien.html">Entspannungstechniken</a> oder der Aus&uuml;bung von Sport, Joga oder Pilates kann Stress bewusst abgebaut werden. Damit kann der Stress nicht mehr unterbewusst zum Z&auml;hneknirschen f&uuml;hren. Als zweiter Teil der Therapie sollte eine individuelle Knirschschiene angefertigt werden.


<h3>Wichtig: speziell geschulter CMD Therapeut</h3>
<strong>An dieser Stelle ist die Zusammenarbeit mit einem geschulten CMD Therapeuten entscheidend, da erst eventuell n&ouml;tige Haltungskorrekturen sowie Muskeldetonisierungen vorgenommen werden sollten, um eine exakte Passform der Schiene zu gew&auml;hrleisten. </strong>


In den letzten Jahren entwickeln sich daher immer mehr Kooperationen von Zahn&auml;rzten und Physiotherapeuten. Welche Schiene im Einzelfall f&uuml;r eine Therapie sinnvoll und angemessen ist, muss mit dem behandelten Zahnarzt besprochen werden. Dieser fertigt auch den Abdruck der Z&auml;hne und des Mundes an, nachdem die Schiene angefertigt wird. Mit dieser Knirschschiene, kann das bestehende Restrisiko des Knirschens in der Nacht, weiter vermindert werden. Bestehen bereits Beschwerden anderer Art wie als Beispiel R&uuml;ckenschmerzen, k&ouml;nnen diese symtomatisch behandelt werden, bis die Kombination aus Entspannungs- und Schienentherapie ihre Wirkung entfaltet.

<div class="copyright">Copyright: © Christoph Hähnel - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4363</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>R&#xFC;ckenschmerzen - aufw&#xE4;ndigere Therapie lohnt sich</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4362-Rueckenschmerzen___aufwaendigere_Therapie_lohnt_sich.html-r4362/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4362-Rueckenschmerzen___aufwaendigere_Therapie_lohnt_sich.jpg" /></p>
Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Mehr als ein Drittel der Versicherten einer Krankenkasse suchen deswegen einmal pro Quartal den Arzt auf. Zwölf Prozent davon benötigen sogar eine längerfristige ärztliche Behandlung. Ursachen gibt es hierfür fast genauso viele wie Behandlungsansätze.

Auswertungen von Abrechungsdaten der letzten vier Jahre einer Krankenkasse haben ergeben, dass die multimodale Schmerztherapie aus medizinischer Sicht die effektivste Behandlungsmethode für Betroffene mit länger <a href="http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Rueckenschmerzen/
">andauernden Rückenschmerzen</a> ist. Aus Sicht der Versicherungsanstalten verursacht sie zwar durch die Intensität der Behandlung mit über hundert Therapiestunden zuerst sehr hohe Kosten, gerade durch diese Intensität werden aber sehr gute Erfolge erzielt und die meisten Patienten bleiben bzw. werden wieder arbeitsfähig. 

Die multimodale Schmerztherapie ist ein <strong>konservatives Therapieverfahren, bei dem körperliche, gedankliche und verhaltensbezogene Behandlungsmethoden kombiniert werden</strong>. Dies erfolgt unter Koordination eines Arztes, der einen Behandlungsplan speziell auf die Beschwerden eines jeden einzelnen Patienten zugeschnitten aufstellt, diesen überwacht und ggf. anpasst oder verändert.

Bei der multimodalen Schmerztherapie werden Übungen zur körperlichen Wiederherstellung mit Maßnahmen der psychologischen Schmerztherapie in Einklang gebracht. Insbesondere die Physiotherapie spielt dabei eine sehr wichtige Rolle. Neben den klassischen Maßnahmen erhält der Patient durch ihn zusätzlich eine Geräte- und Sporttherapie.

Weitere Behandlungsansätze sind eine psychologische Therapie, Schmerzbewältigung, das Training von gesundem Verhalten und ggf. auch Partnertherapie, außerdem Entspannungstraining und Tanz- und Musiktherapie.

Ziel ist, dass die Betroffenen lernen sollen, trotz Schmerzen selbstbestimmt zu handeln, sowie Verständnis für das Krankheitsbild und Selbstberuhigung zu entwickeln. Mit aktiven Übungen sollen Bewegungs- und Schmerzängste überwunden und der Umgang mit Schmerzen gelernt werden. Dadurch soll die Wiederherstellung der Alttagsbewältigung erreicht und vermittelt werden, wie bestimmte Belastungen des Alttags gemieden und zumindest erträglicher gemacht werden können.

Der Patient muss dabei folgende Voraussetzungen erfüllen:
Er muss ausreichend körperlich belastbar sein und genügend Kondition besitzen, um die Übungen ausführen zu können. Weiterhin muss er Verständnis für die Programminhalte der multimodalen Schmerztherapie haben sowie die Fähigkeit zur Souveränität und Identifikation mit den Therapiemethoden besitzen. Außerdem benötigt er natürlich Motivation zur Durchführung der Behandlung, muss das Konzept mit den aktiven Übungen und der Bewältigungstherapie annehmen und vor allem bereit sein, auf Schmerzmittel zu verzichten.

Das Beispiel einer orthopädischen Klinik für die Umsetzung der multimodalen Schmerzherapie schlägt folgenden Tagesablauf für einen mit Rückenschmerzen geplagten Betroffenen vor:
Der Tag beginnt mit Frühsport in Form von Ausdauertraining, zum Beispiel Laufen oder Nordic Walking. Danach folgen Wirbelsäulengymnastik und Schulungen zur Körperempfindung, wodurch der Körper stabilisiert und Körperausdruck, Entspannungsfähigkeit trainiert werden sollen. Weiterhin wird eine Sporttherapie mit Krafttraining an Geräten zum Leistungsaufbau vorgeschlagen. Nach einem Arbeitstraining soll der Tag dann mit Entspannungstraining und psychologischer Schmerzbewältigung beendet werden.

An diesem Therapievorschlag ist deutlich zu sehen, welch großer Anteil an der Behandlung dem Physiotherapeuten zukommt. 

Ein wichtiger Punkt der multimodalen Schmerztherapie ist außerdem der Austausch aller behandelnden Ärzte und Therapeuten. Nur durch Besprechungen miteinander, aber auch durch viele Gespräche mit dem Patienten selbst kann der Therapieerfolg sichergestellt werden.
<div class="copyright">Copyright: © apops - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4362</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Immer einen guten Stand - Neue Richtlinien zur Sturzprophylaxe</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4360-Immer_einen_guten_Stand___Neue_Richtlinien_zur_Sturzprophylaxe.html-r4360/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4360-Immer_einen_guten_Stand___Neue_Richtlinien_zur_Sturzprophylaxe.jpg" /></p>
In den zurückliegenden Jahren wurde die Sturzprophylaxe zwar immer wieder angesprochen, jedoch führte diese Thematik mehr ein Dasein als Randerscheinung, als dass sie sich im Fokus gesundheitsspezifischer Diskussionen wiederfand. Das soll sich nun ändern. In einem demographischen Wandel, wie ihn insbesondere westliche Gesellschaft erleben, wird die Sturzprophylaxe zunehmend an Wichtigkeit gewinnen. Erstmals seit 2001 stellen Geriatrieforscher neue Richtlinien für die Sturzprophylaxe auf. Sie legen Therapeuten nahe, mehr seniorengerechte Angebote zu schaffen. Die Verbesserung des Gleichgewichtgefühls sowie das Training von Muskelkraft sind hierbei unersetzlich.

Betrachtet man die Häufigkeit von Stürzen und deren Folgen, dann sollte man die Sturzprävention mit der gleichen Ernsthaftigkeit betrachten wie beispielsweise die Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Schwere Stürze ziehen in den meisten Fällen gesundheitliche Probleme nach sich. Einschränkungen, die in die funktionelle Abhängigkeit führen können. Sich nicht mehr frei bewegen zu können, ist ein nicht zu unterschätzender Verlust an Lebensqualität. Ein Verlust, dem man mit entsprechendem Training zuvor kommen kann.

Wenn man sich nun der Tatsache bewusst ist, dass es ohne Training keine Verbesserung der motorischen Eigenschaften gibt, stellt sich nun die Frage, wie dieses Training gestaltet werden soll. Zunächst ist es wichtig, die Risikofaktoren herauszufiltern. Mit einigen gezielten Fragen wie <i>„Sind Sie schon mal gestürzt?“, „Wie häufig stürzten Sie in jüngerer Vergangenheit?“ oder „Haben sie sich schon mal bei einem Sturz verletzt?“, „Fühlen Sie sich unsicher, wenn Sie gehen?“</i>. Die Palette möglicher Fragen in dieser Richtung ist breit genug, um das Sturzrisiko des Patienten gut einschätzen zu können. Bejaht der Patient diese Fragen, kommt es jetzt darauf an, nach der Ursache zu suchen. Gründe hierfür können nachlassende Muskelkraft sein, mangelndes Gleichgewichtsgefühl, Blutdruckschwankungen oder auch Sehstörungen.

<h3>Individuelles Trainingsprogramm</h3>

Die Aufgabe der Therapeuten besteht nun darin, ein individuelles Trainingsprogramm für den Patienten auf zu stellen. „Warum individuell?“, wird man sich vielleicht fragen. Die Antwort liest sich einfach. Da jeder Mensch anders funktioniert, andere Voraussetzungen zu einem solchen Training mit bringt, wird man durch ein individuell aufgestelltes Präventionsprogramm einen wesentlich höheren Effekt erzielen als mit einer Behandlung „von der Stange“.

Ist beim Patienten ein erhöhtes Sturzrisiko festgestellt, empfehlen die neuen Richtlinien ein multifaktorielles Trainingsprogramm. Diese Trainingsmethode beinhaltet neben Gleichgewichtsübungen ein Krafttraining wie Tai Chi, aber auch physikalische Therapie. Tai Chi eignet sich auf Grund der langsam ausgeführten Bewegungen besonders gut. Die Muskulatur wird lange unter Spannung gehalten. Dazu erfordert die Ausführung ein hohes Maß an Konzentration. Somit wird gleichzeitig zur Muskelkraft auch diese wichtige Eigenschaft trainiert.

<h3>Fallensuche im häuslichen Umfeld</h3>

Im häuslichen Umfeld gilt es nach so genannten Stolpersteinen Ausschau zu halten. Diese können Absätze in der Wohnung sein. Oder rutschige Bodenbelege im Sanitärbereich. Stolpersteine sind wenn möglich zu entwerfen. Zumindest aber zu entschärfen. 

Da ältere Menschen häufig Medikamente zu sich nehmen, gilt dessen Wirkstoffen ein besonderer Blick. Je nach Arznei kann das Konzentrations- und Reaktionsvermögen darunter leiden. Im Falle von Menschen mit Gleichgewichtsstörungen ein unvorteilhafter Zustand. Geriatrieforscher fordern im Zuge der neuen Richtlinien der Sturzprophylaxe eine bessere Eingliederung in die klinische Versorgung. Hier besteht die Hoffnung die Zahl schwerer Sturzverletzungen durch diese Maßnahme reduzieren zu können.<div class="copyright">Copyright: Alterfalter - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4360</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Parkinsonstudien - Aktueller Stand </title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4357-Parkinsonstudien___Aktueller_Stand_.html-r4357/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4357-Parkinsonstudien___Aktueller_Stand_.jpg" /></p>
Im Rahmen einer systematischen Überprüfung von Studien in diesem Gebiet zeigte sich: An Parkinson erkrankten Menschen beweist sich eine Physiotherapie als durchaus effektiv und sinnvoll, zumindest kurzfristig. Dies wurde auch auf der BMJ Website (www.bjm.com) veröffentlicht.

Catherine Sackley, Professorin für Physiotherapie an der University of East Anglia, war Mitglied des 11-köpfigen Teams, das die Studie produziert hatte. Sie stellte fest, dass in der Vergangenheit relativ wenige Patienten mit Parkinson, einen Physiotherapeuten empfohlen bekamen.

Die Überprüfung betraf 39 randomisierte kontrollierte Studien (engl.: randomized controlled trial RCT) von 1827 Patienten, und zeigte nachweislich das Nutzen der Physiotherapie, in einem Zeitraum von drei Monaten oder weniger.

Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass Physiotherapeuten bereits eine breite Palette von Techniken verwendeten, um die Symptome der komplexen neurodegenerativen Erkrankung zu behandeln, jedoch mit geringen Unterschieden zwischen den Ansätzen. Sie schließen daraus, dass die Nachweise für die Anwendung der Physiotherapie, wegen Mangel an langfristig verfügbaren Beweisen, ausgeglichen werden müssen.

<h2>Evidenzbasis muss gestärkt werden</h2>

Viel mehr anspruchsvolle Forschung sei erforderlich, so die Autoren: "Große, gut gestaltete RCTs, mit verbesserter Methodik und Berichterstattung sind erforderlich, um die Wirksamkeit und Kosteneffizienz der Physiotherapie, zur Behandlung der Parkinson-Krankheit, auf längere Sicht zu beurteilen."

Die Überprüfung stellte fest, dass eine aktuelle Leitlinie der National Institute for Health und Clinical Excellence, die Einbeziehung der Physiotherapeuten zukünftig besser sichern soll.

<h2>Ziele der Physiotherapie</h2>

<ul><li>Erhaltung des bestehenden Repertoires</li>
<li>Aktivierung der Haltungsregulation</li>
<li>Verbesserung der motorischen Reaktionsfähigkeit</li>
<li>Regulation der Tonusverhältnisse</li>
<li>Verbesserung des Bewegungsflusses</li>
</ul>

Durch willkürliche Bewegungen, die öfter wiederholt werden müssen, kann dem Patienten geholfen werden, die bisher noch vorhandenen und erlernten Bewegungsmuster auszunützen, um diese im Laufe ihrer Krankheit nicht vollständig zu verlieren.

Haltung, Sitz, Gang und Gleichgewichtsreaktionen, werden in der Physiotherapie korrigiert. Die Gelenkbeweglichkeit, sowie andere Bewegungsmuster, sollen so gut wie möglich erhalten bleiben, auch ist es ein Ziel gewohnte Lebensführung und Erhaltung der Berufsfähigkeit bei den Patienten bei zu behalten.<div class="copyright">Copyright: © nenovbrothers - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4357</guid><pubDate>Wed, 22 Aug 2012 09:30:09 +0000</pubDate></item><item><title>Rezeptierrecht f&#xFC;r Physios in England kommt</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4356-Rezeptierrecht_fuer_Physios_in_England_kommt.html-r4356/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4356-Rezeptierrecht_fuer_Physios_in_England_kommt.jpg" /></p>
Lange Zeit haben sie gekämpft, letzten Monat gewannen sie den Prozess: Physiotherapeuten in England dürfen Rezepte für Arzneimittel ausschreiben. Naja, noch nicht ganz, aber fast. Der Prozess ist erst mal gewonnen, jetzt ist es noch Aufgabe der Regierung die entsprechenden Gesetze zu entwerfen und die Physiotherapeuten, nach einem entsprechenden Zusatz Lehrgang, zu berechtigen Rezepte auszustellen. 

Aber was bedeutet dies für die Patienten in England? Zum einen ist es eine Entlastung für die Patienten. Wer z.B. ein Schmerzmittel oder eine Muskelrelaxanz braucht kann das benötigte Rezept direkt bekommen und muss nicht noch einmal extra seinen Arzt aufsuchen. Dem Patienten wird so eine Menge Weg erspart. Auf der anderen Seite bedeutet dies auch, dass andere Medikamente, z.B. gegen Asthma, neurologische Erkrankungen und, und, und ausgestellt werden dürfen. Dies erfordert eine Menge Wissen von den Physiotherapeuten und Kontrolluntersuchungen müssen ja auch noch durchgeführt werden. 

Auch in Deutschland kämpfen Physiotherapeuten um Rezepte. Allerdings handelt es sich nicht um Rezepte für Medikamente, sondern alleine schon um das Rezept um überhaupt zum Physiotherapeuten gehen zu können.
Ärzte üben in Deutschland einen Heilberuf aus, der sie berechtigt Diagnosen zu stellen und Rezepte auszustellen. Der Physiotherapeut ist ein Heilhilfsberuf, der auf Anweisung durch einen Heilberuf, arbeiten darf. Und genau hier liegt der Haken. Der Wunsch vieler deutscher Therapeuten ist die Ausstellung einer Legitimation durch das Gesundheitsamt zum "eingeschränkten Heilpraktiker für Physiotherapie". Dies würde bedeuten, dass man weder ein Rezept für die Behandlung, noch für die Weiterbehandlung bräuchte. Diese Aufwertung des Berufsbildes ist im Ausland, wie zum Beispiel England, längst vollzogen worden. 
Wie aber soll eine Prüfung für eine Zulassung zum "eingeschränkten Heilpraktiker für Physiotherapie" aussehen? Für die Erstellung der Diagnose und zur Überprüfung der Differenzialdiagnose ist ein vielfältiges Wissen aus verschiedenen Bereichen notwendig. Nehmen wir als Beispiel das Wirbelsäulensyndrom, was differenzialdiagnostisch ein metastasierender Wirbelsäulentumor ist. Eine Physiotherapie ist hier nicht das Mittel der Wahl, sondern eher kontraindiziert. Auch Infektionskrankheiten können nach ihrem abklingen, Beschwerden hervorrufen, die nur scheinbar durch Physiotherapie zu lösen sind. 

Und dies sind nur zwei Beispiele für die Herausforderungen, die auf einen Physiotherapeuten zukommen, der eine eingeschränkte Heilpraktiker Zulassung anstrebt. Die Herausforderung an die Gesundheitsämter ist ebenfalls groß und die Unterschiede in den Bundesländern wie mit dieser Genehmigung umgegangen wird noch größer. Durch das Fehlen einer einheitlichen Prüfung kommt es zu unterschiedlichsten Ergebnissen. Während es in NRW zu relativ vielen Genehmigungen kommt, ist es in Bayern und Niedersachsen fast unmöglich eine Zulassung zu erhalten. Eine einheitliche Prüfung und Zulassung in Deutschland würde das ganze auf einen Nenner bringen, und bevor dies nicht geschehen ist, erübrigt sich hierzulande jede Diskussion um eine weitere Aufwertung des Berufes durch die Berechtigung der Ausstellung von Rezepten für Medikamente.<div class="copyright">Copyright: © Kzenon - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4356</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Neue Aufgabengebiete und Chancen f&#xFC;r Physiotherapeuten</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4352-Neue_Aufgabengebiete_und_Chancen_fuer_Physiotherapeuten.html-r4352/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4352-Neue_Aufgabengebiete_und_Chancen_Physiotherapeuten.jpg" /></p>
Eine aktuelle Branchenanalyse des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hat bestätigt, dass der Gesundheitsmarkt weiterhin im Aufschwung ist und dass seit Jahren die privaten Gesundheitsausgaben jährlich um sechs Prozent steigen. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann äußerte sich zum  Boom der Gesundheitswirtschaft: „Für 2012 plant sie mit 70.000 zusätzlichen Stellen den größten Stellenzuwachs aller Branchen". Damit einher wächst auch das Angebot an präventiven Maßnahmen, die von den Selbstzahlern in Anspruch genommen werden. Aufgrund dessen werden verstärkt Arbeitskräfte benötigt, die sich professionell um die Organisation und das Management von präventiven aber auch gesundheitsfördernden Maßnahmen kümmern und diese professionell umsetzen können.

Speziell für Physiotherapeuten ergeben sich daraus lukrative berufliche Möglichkeiten, in dem sie die Bereiche Prävention und Gesundheitsförderung als zusätzliches Betätigungsfeld nutzen. Da sie über umfangreiches anatomisches und trainingsspezifisches Know-how verfügen, können sie sich durch gezielte Weiterbildungen präventives und managementspezifisches Fachwissen aneignen. So werden sie in die Lage versetzt, effiziente Konzepte zu entwickeln und durchzuführen. 

<h3>Gesundheitsspezifisches Management-Know-how </h3>

Das IST-Studieninstitut bietet beispielsweise die Möglichkeit sich zum „Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung (IHK)“ mit öffentlich-rechtlichem Abschluss weiterzubilden. Hier lernen die Teilnehmer wichtige Kenntnisse über Managementmethoden im Gesundheitswesen kennen und erwerben betriebswirtschaftliches, gesundheitspolitisches und rechtliches Know-how. Abgerundet wird die Weiterbildung durch gesundheitspraktisches Handlungswissen im Bereich Gesundheitssport, Ernährung sowie Mentalcoaching und Stressmanagement. So sind die Absolventen in der Lage, erfolgreiche Programme der Gesundheitsförderung und Prävention entwerfen, durchführen und evaluieren zu können. 

Die Erweiterung des Angebotsspektrums durch diese Weiterbildung ermöglicht es Physiotherapeuten so, die Kompetenz der eigenen Praxis zu steigern und ihre Patienten nach der erfolgreichen Therapie zu Kunden zu machen. Denn die weitergeführte professionelle 1:1-Betreuung in Hinblick auf präventive Maßnahmen, wie beispielweise Ernährungsberatung, Stressmanagementberatung und Entspannungstraining bindet den Patienten langfristiger an die Praxis. 

Außerdem können sie mit dem erworbenen Managementwissen die Leitung einer physiotherapeutischen Gemeinschaftspraxis übernehmen und sind auch umfassend auf eine leitende Position in gesundheitsorientierten Fitnessanlagen oder  Gesundheits- und Therapiezentren vorbereitet. 

Zuvor erlangte Kenntnisse aus der physiotherapeutischen Ausbildung können auf bestimmte  Lehrinhalte des staatlich zugelassenen Fernunterrichts zum „Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung (IHK)“ angerechnet werden. So verringern sich auch die Studiengebühren.

<h2>Gesundheitsorientierte Unternehmensberatung boomt</h2>

Im Bereich gesundheitsorientierte Unternehmensberatung bietet sich für Physiotherapeuten ein weiteres Tätigkeitsfeld an, da betriebliches Gesundheitsmanagement ein immer wichtigerer Faktor in Unternehmen wird und zunehmend eingeführt wird. Häufig bieten Physiotherapeuten in diesem Zuge bereits „Gesundheitstraining“ für die Mitarbeiter an. Wer sich aber darüberhinaus nachhaltig im Marktsegment gesundheitsorientierter Unternehmensberatung etablieren möchte, benötigt neben praktischem Wissen auch spezifische Kenntnisse auf Managementebene. 

Bei der beim IST-Studieninstitut im Juni 2012 gestarteten Weiterbildung „Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK-Zertifikat)“ lernen die Teilnehmer in fünf Monaten eine umfangreiche Analyse der betrieblichen Gesundheitssituation durchzuführen und beispielsweise arbeitsplatzbedingte Belastungen zu erkennen sowie zielführende Maßnahmen anzuleiten. Gesundheitsfördernde Maßnahmen umfassen beispielsweise auch die Einbindung von Gesundheitstagen, Führungskräftecoachings oder auch Stressmanagementseminaren in die betriebliche Praxis. Weitere Themen wie betriebliche Gesundheitspolitik, Change-Management sowie Präsentationstechniken sind ebenfalls Bestandteil der Weiterbildung.

Da die Zahl der Physiotherapeuten zwischen 2000 und 2009 um 83 Prozent gestiegen ist, wird es fast eine Notwendigkeit sein, das eigene Angebot zu erweitern. Diese vorgestellten  Weiterbildungen bieten eine gute Möglichkeit, um sich von der Konkurrenz abzusetzen und den zweiten Gesundheitsmarkt für sich effektiv zu nutzen. 

Weitere Informationen zum Fernstudium „Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung (IHK)“  und zur Weiterbildung „Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK-Zertifikat)“ gibt es telefonisch unter +49/(0)211-86668-0 oder auf der Homepage ist.de]]></description><guid isPermaLink="false">4352</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Kopfschmerzen - Physiotherapeuten sind kleine Psychologen</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4351-Kopfschmerzen___Physiotherapeuten_sind_kleine_Psychologen.html-r4351/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4351-Kopfschmerzen___Physiotherapeuten_sind_kleine_Psychologen.jpg" /></p>
<p>Regelm&auml;&szlig;ig kommen Patienten mit Kopfschmerzen zu uns - quasi schon daily business. Die Auspr&auml;gungen dabei sind meist sehr unterschiedlich und zeigen, wie viele Facetten dieses komplexe Symptom haben kann. In diesem Artikel m&ouml;chte ich kurz auf Wege und Fehler bei der Behandlung eingehen. Der Spannungskopfschmerz ist die h&auml;ufigste Form des Kopfschmerzes. &Uuml;ber 90% der Menschen erleben ihn im Laufe ihres Lebens; manche an jedem einzelnen Tag. Die gro&szlig;e Verbreitung dieser Kopfschmerzform in Industriel&auml;ndern l&auml;sst die Ausl&ouml;ser bereits erahnen: Stress, &Uuml;berm&uuml;dung, chronische Fehlbelastungen und -haltungen</p>
<h2>Aufkl&auml;rung durch Physiotherapie</h2>
<p>Wir als Physiotherapeuten k&ouml;nnen diese Schmerzart oft sehr gut mit Muskeltechniken, Entspannungstherapien, Krankengymnastik usw. bek&auml;mpfen. Die Wirksamkeit unserer Arbeit kann f&uuml;r Patienten zum weit besseren, weil vertr&auml;glicheren und l&auml;ngerwirkenden Mittel werden als die medikament&ouml;se Behandlung, die in den K&ouml;pfen oft noch massiv vorherrschend ist. Werbespots mit Aussagen wie <em>"Da nehm ich einfach eine Aspirin Tablette"</em> tun ihr &Uuml;briges, die Grundprobleme zu ignorieren. Hier ist gute Aufkl&auml;rungsarbeit essentiell.</p>
<h3>Physische und psychische Ursachen</h3>
<p>Es gilt in der physiotherapeutischen Behandlung besonders die langfristigen Ursachen zu finden. Neben der tats&auml;chlichen Fehlbelastung (zb durch falsche Arbeitshaltung, zu hohe Belastungen, ..) sind hier auch psychische Belastungen wie Stresss oder zu hohe Erwartungshaltungen aufzudecken. Der Therapeut wird schnell auch zum Psychotherapeuten. Mit etwas Erfahrung kann man erste Anzeichen bereits entdecken, wenn der Patient die Praxis betritt. Die "Last des Tages" dr&uuml;ckt die Haltung bei manchen Menschen so stark, dass gesenkte Schultern und gebeugte Haltung erkennbar sind. Die daraus resultierenden Fehlstellungen (HWS Hyperlordose, BWS Hyperkyphose) sorgen f&uuml;r etliche Verspannungen. Dieser Typ Patient wird h&auml;ufig jedoch zu sehr aus orthop&auml;discher Sicht behandelt und auf die, der Haltung zu Grunde liegenden psychischen Ursachen, zu wenig oder gar nicht eingegangen.</p>
<h2>Physiotherapeut als Vertrauensperson</h2>
<p>Ein komplexer Sachverhalt, da zum einen viele Patienten sich dem Therapeut oft nicht direkt voll anvertrauen k&ouml;nnen. Eigene Probleme zu suchen und einem vermeindlich Fremden anzuvertrauen ist immer ein gro&szlig;er Schritt, dem man sich suzusive n&auml;hern muss. Durch absolut nichts, darf das Vertrauensverh&auml;ltnis zwischen Patient und Therapeut getr&uuml;bt werden. Gebt euren Patienten Feedback, was ihr tut und welche Auswirkungen dies haben kann. Hat der Patient zum Beispiel am n&auml;chsten Tag mit Muskelkater zu rechnen, wird ihn dies skeptisch machen. Viele Therapiewege f&uuml;hren oft erst &uuml;ber ein reizen hin zur Besserung, aber die kann der Patient ja nicht ahnen obwohl es f&uuml;r uns selbstverst&auml;ndlich ist. Wei&szlig; er stattdessen, was ihn auf dem Weg der Behandlung erwarten kann, f&uuml;hrt dessen Eintreten nur weiter zur St&auml;rkung des Vertrauens zum Therapeuten. Zum anderen sind sich viele Menschen ihrer eigenen Problematiken gar nicht bewusst und oft fehlen ihnen die medzinischen und psychoszialen Zusammenh&auml;nge zu ihren Beschwerden. Auch dies ist die Aufgabe guten Physiotherapeut/in. Erst wenn das Vertrauensverh&auml;ltnis stabil steht, kommt man an wichtige Details, die auch dazu f&uuml;hren k&ouml;nnen, seinen eigenen Befund und die eigene Diagnose neu zu &uuml;berdenken. Werft also bitte immer einen kritischen Blick auf eure eigene Arbeit.</p>
<h3>Erkenntnisse f&uuml;r die eigene Therapie</h3>
<p>Die bereits angesprochenen zu hohen Erwartungshaltungen im Beruf, f&uuml;hren zu zwei Hauptsymptome, die oft schlicht &uuml;bersehen werden: Zu wenig erholsamen Schlaf und fehlendes "Abschalten" in der Freizeit. Auch dies sind Ansatzpunkte, die man nicht &uuml;bersehen darf. Ich habe in meiner Zeit als Therapeut oft Kollegen erlebt, die die gesamte Behandlungszeit mit &Uuml;bungen vollpflastern und dabei &uuml;bersehen, dass die Patienten verborgene Fragen haben. Beratung ist ebenfalls unsere Aufgabe, sei es zu &Uuml;bungen, aber auch zu richtigem liegen, m&ouml;gliche Verbesserungen am Arbeitsplatz. Eines noch zum Schluss: selbst, wenn man als Therapeut bereits schnell eine Vorahnung zur Diagnose hat, muss man bei diesen Patienten ohne Aussnahme einen vollst&auml;ndigen Befund anlegen. Zu leicht k&ouml;nnen sonst tats&auml;chliche Erkrankungen &uuml;bersehen werden. H&ouml;rt sich einfach an, aber kontrolliert eure Arbeit bitte selbst, auch der letzte Patient nach 8 Stunden hat das Recht auf eine bestm&ouml;gliche Behandlung.</p><div class="copyright">Copyright: © Dan Race - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4351</guid><pubDate>Tue, 12 Jun 2012 08:42:03 +0000</pubDate></item><item><title>Die Gefahr des durchs Internet aufgekl&#xE4;rten Patienten</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4349-Die_Gefahr_des_durchs_Internet_aufgeklaerten_Patienten.html-r4349/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4349-Die_Gefahr_des_durchs_Internet_aufgeklaerten_Patienten.jpg" /></p>
Die Zeiten ändern sich. Was wie eine ausgequetschte Floskel klingt hat für unseren Berufsstand sehr viel Wahres. Ich will nicht schon wieder auf den ewigen Kampf mit den Krankenkassen und dem deutschen Gesundheitssystem eingehen, vielmehr geht es mir heute um die Patienten. Sind diese noch immer die Gleichen wie vor 5/10/25 Jahren? Sicher nicht! Gehen wir ein halbes Jahrhundert zurück, so war der Arzt in weiß die Autoritätsperson schlechthin. Was der Arzt sagte wird ohne Anzweiflung angenommen und auch nicht hinterfragt. Die Autorität des Mediziners ist auch heute noch ein Tabuthema, was besonders bei älteren Menschen standhält und kritische Zwischenfragen erhalten allenfalls wir Therapeuten. 

<h2>Der Arzt-hörige Patient</h2>

Ich weiß gar nicht, wie oft ich meine vorwiegend älteren Patienten gefragt habe, warum sie ihre Fragen nicht direkt Ihren Arzt stellen? Die Antwort gleicht sich oft: "Der hat so viel zu tun, da wollte ich nicht stören". Ein Unding! Die Fragen der Patienten zu beantworten ist auch Aufgabe des Arztes, doch natürlich kann er nicht hellsehen. Da dies jedoch recht fest in vielen Köpfen verankert ist, lässt sich das sowieso nicht ändern. Also beantworte ich natürlich gern die Fragen und übersetze Befunde in verständliches Deutsch und bestärke Ich meine Patienten immer gern darin zukünftig auch den Arzt alles zu fragen, was ihnen auf der Seele brennt. 

Der junge Patient von heute ist da gänzlich anders! Oftmals durchs Internet oder den Medien aufgeklärt geht er mit einer fertigen Diagnosevorstellung zum Arzt und nicht zuletzt auch zu uns. Leider verfügt der Großteil der Patienten natürlich nicht über das medizinische Hintergrundwissen für die Zusammenhänge im Körper und an welchem sprichwörtlichen Rädchen man drehen muss um die Beschwerden an einer anderen Stelle in Griff zu bekommen. An dieser Stelle vertraut der Patient leider zunehmend weniger unserer Fachkompetenz. So lange er dies durch Nachfragen tut, ist das kein Problem. Gern erläutern wir auch bis ins Details, was wir gerade machen und warum. 

<h2>Der durchs Internet aufgeklärte Patient</h2>

Gefährlicher sind Patienten, die dies mit sich selbst ausmachen. So geschehen in der vergangenen Woche, als sich ein Patient im Forum meldete, <a href="http://www.physiowissen.de/disc-beitrag852095-Physiotherapeut_verklagen.html">welche Rechte er gegen seinen Therapeuten</a> in der Hand hat. 
(Antwort als Artikel: <a href="http://www.physiowissen.de/thema-artikel4348-Physiotherapeut_verklagen_als_Patient.html">Physiotherapeut verklagen als Patient</a> )

Natürlich war ich bei seiner Behandlung nicht dabei und kann nicht einschätzen, ob es echt ein Fehler des Therapeuten war oder nicht, aber eins weiß ich sicher: es gibt definitiv ein <strong>Kommunikationsproblem</strong>, was die Gedanken des Patienten möglicherweise hätte zerstreuen können. Wir sind wahrlich keine Götter, können nicht zaubern und ein paar schwarze Schafe gibt es sicher auch in unseren Reihen, doch sprechenden Menschen können wir normalerweise helfen. 
Ich will hier niemanden ankratzen, vielmehr euch alle ermutigen eure Kommunikation mit dem Patienten kritisch zu hinterfragen. Wie oft wird die Zunge nach 8 Stunden schwer und träge, doch gerade der letzte Patient ist vielleicht der, dessen Zweifel euch selbst bei bester Behandlung den Therapieerfolg verwehren, da er gar nicht offen für eure Arbeit ist.

Diese Entwicklung ist natürlich erschreckend, weil natürlich auch wir nicht in den Patient hineinsehen können und nicht ahnen können, welche Zweifel an unserer Behandlung ihn wirklich beschäftigen. Dabei ist es doch genau diese Aufklärung, die den Patienten ein großes Stück weit auch beruhigt und ihm Vertrauen zu unserer Arbeit schenkt. Letztlich bin ich mir sicher, dass ein Therapieerfolg nur mit Vertrauen zum Therapeuten zu sichern ist und im letzten Schritt euch vielleicht vor einer Klage retten kann.

Viel Erfolg bei guter Kommunikation. 
Stephan Schmied
<div class="copyright">Copyright: Peter Atkins - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4349</guid><pubDate>Tue, 22 May 2012 09:52:41 +0000</pubDate></item><item><title>Physiotherapeut verklagen als Patient</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4348-Physiotherapeut_verklagen_als_Patient.html-r4348/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4348-Physiotherapeut_verklagen_als_Patient.jpg" /></p>
Als Physiotherapeut möchte ich <a href="http://www.physiowissen.de/disc-beitrag852095-Physiotherapeut_verklagen.html">diese Diskussion im Forum</a> gern kommentieren, da mir die zunehmende "<i>da ist etwas passiert, was ich nicht verstehe - den verklag ich</i>" Mentalität echt Sorgen macht. Ich schreibe einmal aus meiner Sicht und zu Gute des Therapeuten ein paar Zeilen ohne konkret auf die Rechtsfrage einzugehen. 

Zuerst einmal die Massage. Als Therapeut ist es mein Ziel dem Patienten zu helfen. Besonders bei Bandscheibenvorfällen kommt es als Reaktion auf den Schmerz eigentlich immer zu massiven Verspannungen, die unbedingt in Griff gebracht werden müssen um an die wirklichen Strukturen zu gelangen. Hierfür ist Massage ein guter Weg. Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Techniken, die man als Patient aber ebenfalls als Massage einstufen könnte (Querdehnungen, Triggerpointbehandlung usw). Ich erlebe es in der Praxis sehr häufig, dass Patienten sich "massiert fühlen" obwohl ich zb mit manualtherapeutischen Techniken behandle. 

Darüber hinaus kommt es bei Physiotherapie recht häufig erst einmal zu einer Verschlimmerung der Beschwerden, bevor die Besserung einsetzt. Hier gibt es mindestens 4 Gründe.

<ol>
<li>Häufig basieren Bandscheibenvorfälle aus Haltungsdefiziten. Wenn man also anfängt in das seit Jahren gewohnte Haltungsmuster einzuwirken, kommt es unweigerlich zu einer Veränderung der gesamten Statik des Körpers, d.h. es können auch "Baustellen" aufkommen, wo vorher keine waren.</li> 
<li>Massiv verspannte Strukturen werden gelöst und schmerzen als Reaktion auf die Reaktivierung. </li>
<li>3. Die Verschlechterung hat nichts mit der Therapie zutun und geht auf weitere Einflüsse zurück (vielleicht eine Reizung der Bandscheibe durch falsche Matratze, eine Bewegung in der Freizeit, die nicht gut war o.ä.). </li>
<li>Die Diagnose Bandscheibenvorfall könnte auch falsch sein oder es liegt eine weitere Diagnose vor, die vom Arzt nicht erkannt wurde und die Therapie schlägt daher nicht an oder ins Gegenteil um. </li>
</ol>

Ich kann nur dringend raten zuerst das Gespräch mit dem Therapeuten zu suchen, bevor man ernsthaft an eine Klage denkt. Jeder Patient ist unterschiedlich und natürlich kann man als Therapeut auch mal daneben greifen. Wir haben leider keinen Röntgenblick und können daher auch nicht zaubern. Sehr oft kommt man nur mit so genannten "Probebehandlungen" ans Ziel. Das heißt praktisch, dass eine Technik oder Methode angewandt wird und man aus dem weiteren Verlauf entscheiden kann, ob diese richtig ist oder ob man etwas verändern muss.

Letztendlich sehe ich jedoch noch ein weiteres Problem. Physiotherapie hat immer etwas mit Vertrauen zutun und anders ist eine Therapie nicht möglich. Sie müssen sich dem Therapeuten anvertrauen und auf sein jahrelanges Können und Wissen vertrauen. Hierfür hat der Therapeut mind. 3 Jahre gelernt und oft auch unzählige Stunden, Tage, Wochen in Weiterbildungen verbracht. Was ich Ihrem Therapeuten jedoch schon jetzt vorwerfen kann ist, dass er sich definitiv nicht um all Ihre Fragen gekümmert hat. 
Wenn also keine Vertrauensbasis besteht (und davon ist auszugehen, wenn Sie sogar rechtliche Schritte erwägen), dann kann ich Ihnen nur raten den Therapeuten zu wechseln. 

Viele Grüße und gute Besserung,
Stephan Schmied<div class="copyright">Copyright: © N-Media-Images - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4348</guid><pubDate>Wed, 16 May 2012 12:05:02 +0000</pubDate></item><item><title>Bl&#xFC;te der Gesundheitsreformen: Hands-Off Physiotherapie</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4344-Bluete_der_Gesundheitsreformen__Hands_Off_Physiotherapie.html-r4344/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4344-Bluete_der_Gesundheitsreformen__Hands_Off_Physiotherapie.jpg" /></p>
Welche Blüten und Ideen praxisfern an runden Tischen entstehen ist ja oft schon kurios, aber eine Idee aus England, besser gesagt aus Nottingham, setzt den Raritäten die Krone auf: Hands-Off Physiotherapie. 

Um eine Behandlung durchzuführen muss man als Therapeut selbst mit körperlicher Kraft die körperlichen Beschwerden des Patienten zu händeln wissen. Doch nun soll es eine englische Gesellschaft geben, in der zum Beispiel Physiotherapeuten ihre Patienten nicht mehr berühren.
Aber kann das wünschenswert sein? Das Lexikon beschreibt eine Physiotherapie als die Behandlung von Krankheiten durch physische Heil und Hilfsmittel, Massagen und speziellen Gymnastikübungen und das möglichst ohne medikamentösen Einfluss.

Die meisten Menschen die sich in Behandlung eines Physiotherapeuten begeben, setzen voraus das diese Person ihr Handwerk versteht, und erwarten eine profesionelle Handlung zu ihrer Behandlung. Niemand möchte sich buchstäblich in falsche Hände begeben und an einen Quaksalber geraten. Den Patienten wird das Blaue vom Himmel versprochen und immer mehr Behandlungen angepriesen, vorher konnte man sich noch guten gewissens in therapeutische Hände begeben, doch nun wird den meisten lediglich dazu geraten, durch praktische Anweisungen eine Selbstbehandlung durchzuführen so das man sich quasi in Eigenregie selbst heilen kann.

Es stellt sich jedoch die Frage wie man bei sich selbst an schwer zu erreichende Stellen wie dem Rücken herankommen will, um erst einmal die Gegebenheiten zu prüfen was damit nicht in Ordnung ist und daraufhin eine Behandlung zu vollziehen? Um das zu meistern setzt es eine genaue Kenntniss darüber voraus, wie der Körper anatomisch aufgebaut ist und welche Handgriffe man wie durchzuführen hat.

Böse Zungen könnten nun behaupten es handle sich bei den Anweisungen darum Geld zu sparen, jedoch sagen Experten, das die Behandlungskosten gleich geblieben sind.
Man möchte als Patient aber Ernst genommen werden. Jeder Betroffene hat ein Anrecht auf professionelle Hilfe. Wie weit soll das noch gehen? Im schlimmsten Fall führt es dazu, dass schwer kranke Patienten nach Hause geschickt und sich selbst überlassen werden. Doch warum? Weil niemand mehr für eine fachgerechte Behandlung aufkommen möchte? So funktioniert kein Gesundheitssystem!

Ein 73-jähriger Gärtner wäre glücklich, wenn ihm die gerechte Behandlung zuteil werden würde. Seine Hüfte bereitete Ihm große Probleme und es wurde ihm geraten, deinen Schrebergarten aufzugeben.
Die Diagnose lautete: Hüfteluxation. Er wurde damit vertröstet, dass sie sich selbst reponiert habe und dass er damit in Zukunft keine weiteren Probleme haben würde. Um sich zu schonen solle er doch seine Gartenarbeit sein lassen, das wäre gesünder und sicherer für ihn.

Nun hat nicht jeder eine ausgekugelte Hüfte, viele Menschen haben auch versteckte Leiden. Daher ist es besonders wichtig, die angemessene Behandlung dagegen zu bekommen und nicht sich selbst überlassen zu werden.

Ich persönlich halte das allenfalls für eine zusätzliche beratende Idee, um meinen Job als Physiotherapeut mache ich mir deswegen aber sicher keine Sorgen.<div class="copyright">Copyright: © Alexander Raths - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4344</guid><pubDate>Thu, 26 Apr 2012 09:52:15 +0000</pubDate></item><item><title>Umfrage zur Physio-Ausbildung im europ&#xE4;ischen Vergleich (GesinE)</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4343-Umfrage_zur_Physio_Ausbildung_im_europaeischen_Vergleich_GesinE.html-r4343/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4343-Umfrage_zur_Physio_Ausbildung_im_europaeischen_Vergleich_GesinE.jpg" /></p>
<p>Gern m&ouml;chten wir das Projekt GesinE () der Universit&auml;t Halle-Wittenberg unterst&uuml;tzen. Ziel der Umfrage ist, die aktuell bestehenden Ausbildungsstandarts in der Physiotherapie und weiteren Gesundheitsberufen herauszufinden und aus den Ergebnissen (vermutlich erst in fernerer Zukunft) einen europ&auml;isch einheitlichen Ausbildungsstandart zu erreichen. Bitte nehmt euch ein paar Minuten Zeit f&uuml;r die Umfrage.</p>
<blockquote><strong>Bestandsaufnahme der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen im europ&auml;ischen Vergleich (GesinE)</strong> Sehr geehrte Physiotherapeut/-innen, hiermit bitten wir Sie um Ihre Unterst&uuml;tzung. Im Auftrag des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung werden im Rahmen des praxisorientierten Forschungsprojekts &bdquo;Bestandsaufnahme der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen im europ&auml;ischen Vergleich (GesinE)" Analysen zur Aus&uuml;bung und Ausbildung der Berufe Physiotherapie, Medizinisch-technische Radiologieassistenz (MTRA) und Pflege in den L&auml;ndern Deutschland, Frankreich, Gro&szlig;britannien, Niederlande und &Ouml;sterreich durchgef&uuml;hrt. Dazu werden aus verschiedenen Perspektiven Erkenntnisse zusammengetragen. Von besonderem Interesse sind dabei vor allem auch Ihre Erfahrungen und Einsch&auml;tzungen als Angeh&ouml;rige der Physiotherapie. Mit Ihrer Hilfe wollen wir mittels einer Onlinebefragung die Vielf&auml;ltigkeit der tats&auml;chlichen Berufsaus&uuml;bung in der t&auml;glichen Praxis von Physiotherapeut/-innen erfassen. Dabei sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Berufsaus&uuml;bung und -ausbildung in den f&uuml;nf genannten L&auml;ndern herausgearbeitet werden. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur aktuellen Diskussion um die Weiterentwicklung und Neuordnung der Gesundheitsfachberufe in Deutschland sowie zur Anpassung der Qualifizierungswege in Europa leisten. Wir w&uuml;rden uns sehr freuen, wenn Sie sich an der Onlinebefragung beteiligen w&uuml;rden. Den Zugang dazu finden Sie hier: <a href="http://www.gesine.biz" rel="nofollow"><strong>www.gesine.biz</strong></a> F&uuml;r Ihr Interesse und die Zeit, die Sie f&uuml;r die Befragung aufwenden werden, m&ouml;chten wir uns schon jetzt bei Ihnen bedanken. Katrin Beutner stellvertretend f&uuml;r das GesinE-Projektteam <em>Martin-Luther-Universit&auml;t Halle-Wittenberg - Medizinische Fakult&auml;t &middot; Institut f&uuml;r Gesundheits- und Pflegewissenschaft Magdeburger Stra&szlig;e 8 &middot; 06097 Halle (Saale) &middot; http://www.medizin.uni-halle.de/pflegewissenschaft</em></blockquote>]]></description><guid isPermaLink="false">4343</guid><pubDate>Wed, 04 Apr 2012 09:15:35 +0000</pubDate></item><item><title>Beschluss: erleichterte Abrechnungspraxis f&#xFC;r Heilmittelerbringer</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4342-Beschluss__erleichterte_Abrechnungspraxis_fuer_Heilmittelerbringer.html-r4342/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4342-Urteil__erleichterte_Abrechnungspraxis_fuer_Heilmittelerbringer.jpg" /></p>
Am Donnerstag, den 22. März 2012 beschloss der Sozialverband des Landtages in Baden-Württemberg einstimmig die Bewilligung des Antrages zur Neuregelung der Grenzen, innerhalb derer eine Selbstkontrolle fehlerhafter Verordnungen durch die Heilmittelerbringer selbst möglich ist. Die Verordnung geht auf einen interfraktionellen Antrag von CDU, SPD, Grünen und FDP/DVP an den Sozialausschuss des Landtages Baden Württemberg zurück. Ausgangspunkt der Problematik war der Rahmenvertrag zwischen den physiotherapeutischen Berufsverbänden und der AOK Baden-Württemberg, der in der Abrechnungspraxis immer wieder zu Verzögerungen und Störungen führte. 

Ausgehend von dem aktualisierten Rahmenvertrag der AOK Baden-Württemberg, erlassen im Dezember 2011, war es Heilmittelerbringern zwar erlaubt, fehlerhafte Verordnungen innerhalb bestimmter Grenzen selbst zu korrigieren. Zugleich sah die Prüfliste der AOK Baden-Württemberg zur Kontrolle fehlerhafter und/oder ungültiger Abrechnungen eine verschärfte Kontrolle vor. Damit verfolgte die AOK konsequent ihre Strategie, nur völlig fehlerfrei eingereichte Rezepte zu genehmigen. Resultat dieser Neuverordnung war, dass Heilmittelerbringer zwar innerhalb der festgelegten Grenzen selbstständig eine ungültige Verordnung korrigieren dürften. Die verstärkte Prüfpflicht der Heilmittelverordnung jedoch zur Folge hatte, dass sich eine solche Korrektur in der Praxis kaum umsetzen ließ. Unabsichtliche und vermeintlich unbedeutende Abweichungen führten zu einer Zurückweisung der Verordnung und damit schließlich zu einer Ablehnung der Leistungsvergütung seitens der Krankenkasse. Zeugnis dieses Vorganges sind einbehaltene Verordnungen und ungerechtfertigte Kürzungen, denen sich die Heilmittelerbringer bei ihrer Abrechnung fortwährend stellen mussten. Damit waren Heilmittelerbringer auch weiterhin mit dem Problem konfrontiert, wie die Leistungen bei offensichtlich fehlerhaften Verordnungen von der Krankenkasse vergütet werden konnten.

Der Sozialausschuss stellte sich jetzt in seiner Sitzung eben dieser problematischen Situation mit einem vorläufigen Erfolg. Jedoch sei der Antrag nur ein erster Schritt zu einer letztendlichen Lösung der Frage, wie unbeabsichtigt fehlerhafte Verordnungen vor der Abrechnung korrigiert werden können, so die Vorsitzende des Gremiums, Bärbl Mielich. Das Land Baden-Württemberg wie auch insbesondere die Krankenkassen seien gefordert weitere Lösungen zur vorliegenden Problematik zu finden, so die Grünen-Abgeordnete. 

Inwiefern die vorliegende Thematik die Arbeit der Heilmittelerbringer und der Krankenkasse behindert, zeigt das jüngste Beispiel aus Baden-Württemberg. Stefan Teufel (Abgeordneter CDU) und Jochen Haußmann (Abgeordneter FDP/DVP) legten im November 2011 dem zuständigen Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren eine Anfrage bezüglich der Situation von Heilmittelerbringern in Baden-Württemberg vor. In einem Auszug ihrer Anfrage wird die Frage gestellt, „ob es zutrifft, dass auch bloße Formfehler bereits zur Ablehnung der Vergütung führen können, ohne dass eine nachträgliche Korrekturmöglichkeit eingeräumt wird.“ Das Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg, die zur Aufsicht der Krankenkassen zuständige Behörde, erklärte darauf, dass wenn lediglich rein formelle Fehler vorliegen, durch eine nachträgliche Ergänzung der Verordnung eine Nachberechnung oder erneute Rechnungslegung durchaus möglich ist. Der Ausführung liegen die Aussagen der zu kontrollierenden AOK Baden-Württemberg zugrunde, die sich jedoch gravierend von einer aktuellen Ausführung selbiger Krankenkasse unterscheiden.

So bleibt abschließend zu hoffen, die problematische Situation durch den vorliegenden Beschluss schnellstmöglich beseitigen zu können. Betroffen von der verstärkten Kontrolle durch die Prüfung der Krankenkassen sind insbesondere Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden. Man muss natürlich feststellen, dass mit dem Beschluss zur Neuregelung erst der erste Schritt in die richtige Richtung gegangen wurde, aber immerhin ist das Problem jetzt Teil der Tagesordnungen und drängt immer weiter ins Bewustsein der Politik.<div class="copyright">Copyright: © Yurok Aleksandrovich - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4342</guid><pubDate>Fri, 30 Mar 2012 09:19:50 +0000</pubDate></item><item><title>Betriebliches Gesundheitsmanagement als berufliche Chance f&#xFC;r Physiotherapeuten</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4340-Betriebliches_Gesundheitsmanagement_als_berufliche_Chance_fuer_Physiotherapeuten.html-r4340/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4340-Betriebliches_Gesundheitsmanagement_als_berufliche_Chance_fuer_Physiotherapeuten.jpg" /></p>
Betriebliches Gesundheitsmanagement wird ein immer wichtigerer Faktor in Betrieben, da gesunde und motivierte Mitarbeiter ein Wettbewerbsvorteil und für den dauerhaften Erfolg eines Unternehmens entscheidend sind. Dabei umfasst betriebliches Gesundheitsmanagement alle Maßnahmen, die zur Stärkung eines gesunden Arbeitsklimas und zur gesundheitlichen Stabilisierung der Mitarbeiter beitragen. Dazu gehören u. a. die Förderung der individuellen Fähigkeiten der Mitarbeiter sowie körper- und mentalorientierte Angebote zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und Gesunderhaltung. 

Physiotherapeuten verfügen über umfangreiches anatomisches und trainingsspezifisches Know-how und bieten im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderungen heutzutage bereits „Gesundheitstraining“ für die Mitarbeiter in Unternehmen an. Physiotherapeuten, die sich nachhaltig im Marktsegment gesundheitsorientierter Unternehmensberatung etablieren möchten, benötigen jedoch neben ihrem praktischen Wissen auch spezifische Kenntnisse auf Managementebene.

Eine Möglichkeit, sich zum betrieblichen Gesundheitsmanager weiterzubilden, bietet ab April 2012 das IST-Studieninstitut mit der Weiterbildung „Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“, die in Zusammenarbeit mit der TG LifeConcept als IHK-Zertifikatskurs entwickelt wurde. 

<h3>Neue Weiterbildung „Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“</h3>

Bei der Weiterbildung „Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“ werden neben den Handlungsfeldern des betrieblichen Gesundheitsmanagements wie Arbeitsgestaltung, Arbeitsschutz oder Gesundheitsangebote u. a. die Themen betriebliche Gesundheitspolitik, Change-Management sowie Präsentationstechniken behandelt. Zudem befassen sich die Teilnehmer mit der Erstellung von Kennzahlensystemen, Kommunikationskonzepten und Gesundheitsberichten.

Anhand dieser neuen Weiterbildung erlernen die Teilnehmer innerhalb von fünf Monaten berufsbegleitend alle notwendigen Kenntnisse, um ein betriebliches Gesundheitsmanagement aufzubauen und dieses eigenständig sowie verantwortungsvoll zu leiten.

Davon ausgehend, dass die Einführung von betrieblichem Gesundheitsmanagement in Betrieben künftig stark zunimmt, wird auch der Bedarf nach gut ausgebildeten betrieblichen Gesundheitsmanagern steigen. Betriebe stellen für Physiotherapeuten ein zukunftsweisendes Arbeitsfeld dar. Mit dieser Weiterbildung können sie sich so ein potenzielles zweites Standbein aufbauen.

Weitere Informationen zu der erstmals im April startenden Weiterbildung „Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“ gibt es telefonisch unter +49/(0)211-86668-0 oder auf der Homepage www.ist.de.<div class="copyright">Copyright: IST </div>]]></description><guid isPermaLink="false">4340</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Fibo-Med Messe 2012</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4335-Fibo_Med_Messe_2012.html-r4335/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4335-Fibo_Med_Messe_2012.jpg" /></p>
Vom 19. – 22. April 2012 findet auf dem Messegelände in Essen auf rund 74.720 qm die internationale Leitmesse „Fibomed“ statt. Während der 4-tägigen Ausstellung werden insbesondere die Schwerpunkte Fitness, Wellness und Gesundheit behandelt. Aus über 35 Ländern sind mehr als 580 Unternehmen vertreten, die rund um die vorgenannten Themenschwerpunkte ihre Produkte und Leistungen vorstellen. An den ersten beiden Messetagen ist der Besuch ausschließlich fachkundigen Besuchern vorbehalten, während an den folgenden beiden Tagen neben diesen auch Privatbesucher Zugang erhalten. 

Die Tickets
Die Eintrittskarten zur Fibomed kosten im Online-Vorverkauf als Tageskarte rund 21,00 EUR für fachkundige Besucher. Wer die Messe an zwei Tagen besuchen möchte, muss 27 EUR bezahlen. Eine Dauerkarte, welche für die gesamte Messezeit gilt, ist für 46 EUR erhältlich. Privatbesucher bezahlen 15 EUR für eine Tageskarte und 22 EUR für eine 2-Tageskarte. Es ist durchaus lohnenswert sich im Voraus eines der begehrten Tickets zu sichern, da die Preise vor Ort um 3 – 6 EUR teurer sind pro Besucher.

Für wen ist die Messe interessant?
Die Messe bietet spannende Informationen sowie Produktneuheiten für Leiter, Manager sowie Besitzer und Investoren von Solarien, Fitness-Studios, Gesundheitszentren, Freizeitanlagen, Physio-Praxen und Hotels. Auch für Trainer und Anleiter, sowie Händler in diesem Bereich lohnt sich ein Besuch dieser vielfältigen Messe.

Was wird angeboten?
Der Besucher darf sich neben Messeneuheiten und Serviceangeboten im Fitnessbereich auf sehr spezielle Angebote freuen, die auch für Arztpraxen, Rehazentren und Physiotherapeuten interessant sein können. Jeder Aussteller deckt einen oder mehrere Angebotsbereiche ab. Neben Möglichkeiten der Diagnose und Analyse, sowie Therapieansätzen und Trainingsgeräten, werden auch Softwarelösungen und ganzheitliche Unternehmenskonzepte angeboten. Auch Ausstattungen und Kleingeräte werden von den Ausstellern angeboten. Neben theoretischen Informationen werden dem Besucher allerhand praktische Erfahrungen geboten. Geräte und sonstige Produkte können kostenfrei getestet und ausprobiert werden.

Das Rahmenprogramm
Deutsche und internationale Profis im Bereich von Sport, Wellness und Fitness werden auf einer neu gestalteten Bühne sehenswerte Liveshows vorführen. 
Am 20. Und 21. April findet der Getup-Kongress statt, welcher in diesem Jahr den Schwerpunkt BGM hat. In den Bereichen Trainingsgeräte, Gesundheitsförderung und Design wird auch in diesem Jahr wieder der Innovation Award verliehen. An den ersten beiden Messetagen kann der fachkundige Besucher sich themenmäßig insbesondere mit Spa- und Wellness beschäftigen. Über alle vier Messetage hinweg, steht den Besuchern zusätzlich die IST-Jobbörse zur Verfügung, die für alle karriereorientierten Gäste im Bereich Wellness, Fitness und Gesundheit interessant ist. Zwei Top-Events runden das Gesamtbild der facettenreichen und modernen Fibumed ab. Die Internationale DFAV Convention und das Fit for Fun Cycling Festival sorgen für praxisorientierte Abwechslung.]]></description><guid isPermaLink="false">4335</guid><pubDate>Wed, 15 Feb 2012 10:08:23 +0000</pubDate></item><item><title>Wer war eigentlich: Helmut R&#xF6;dler</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4334-Wer_war_eigentlich__Helmut_Roedler.html-r4334/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4334-Wer_war_eigentlich__Helmut_Roedler.jpg" /></p>
Bereits 1927 wurde die Vorgängerfirma der Pharma Biologica GmbH, Rödler  & Co., von Franz Rödler gegründet. Die Spezialisierung lag deutlich im Bereich der Naturheilkunde, der Phytotherapie und der Komplexhomöopathie. Rödler`s  homöopathische Gallensteinkur wurde als eines der bekanntesten Produkte aus dieser Zeit sogar ins Ausland exportiert. Einen dramatischen Einbruch erlebte die Familie Rödler im September 1944, wo durch einen Luftangriff Franz Rödler und 10 seiner Mitarbeiter ums Leben kamen.

Helmut Rödler übernahm 1965, nach dem Tode seiner Mutter Elly Rödler, die Geschäftsführung des Unternehmens. Der ehemalige Sportjournalist stellte die Weichen für eine zusätzliche Orientierung des Unternehmens auf Sport- und Physiopräparate. Es entstanden neue Vertriebswege und Produktentwicklungen. Die Unterstützung und Zusammenarbeit mit Leistungssportlern wie beispielsweise der deutschen Fußballnationalmannschaft und der Olympiateilnehmer führten zu einem rasanten Popularitätsanstieg der Rödler Präparate. Die Unternehmensentwicklung war entsprechend positiv, die Firmen Pharma Biologica GmbH und Tonia GmbH entstanden. Zu Beginn 70´er Jahre wurde das bis heute noch international bekannte JHP Rödler entwickelt und produziert. Das Präparat war lange Jahre das populärste Produkt der Firma Rödler.

Neben der Unterstützung des Spitzensports war die Förderung der Aus- und Weiterbildung im Gesundheitsbereich ein Anliegen Helmut Rödlers.
So entstanden neben den noch heute existierenden Rödler Schulen zur Ausbildung von Physiotherapeuten in Berlin und Chemnitz, die Wormser Akademie für Medizin und reformierte Heilweisen e.V., die Wormser Massage-Schule, die Akademie für Neuraltherapie und die Pharma Referenten Akademie in Worms. 
1997 wurde Helmut Rödler für seine Verdienste in der Naturheilkunde der der „Deutsche Paracelsus-Preis“ verliehen. 
Helmut Rödler verstarb am 19. November 2010 im Alter von 84 Jahren nach kurzer Krankheit.
Die Geschäftsführung des Unternehmen Pharma Biologica GmbH hatte er erst ein Jahr zuvor abgegeben, beratend war er jedoch bis zuletzt für das Unternehmen tätig.
In Helmut Rödlers Sinne soll auch die erst 2010 gegründete Rödler Akademie als Weiterbildungsinstitution fortgeführt werden. <div class="copyright">Copyright: Schlierner - Fotolia.com | Foto Helmut Rödler (c) Pharma Biologica GmbH</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4334</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Massage - Studie beweist Wirksamkeit</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4333-Massage___Studie_beweist_Wirksamkeit.html-r4333/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4333-Massage___Studie_beweist_Wirksamkeit.jpg" /></p>
Nach dem täglichen Stress am Abend eine <a href="http://www.physiowissen.de/thema-artikel4316-Massagetechniken.html" title="Massage Fortbildung">Massage</a> ist wohltuend für Körper und Seele. Fehlhaltungen beim langen Sitzen und zu wenig Bewegung fördern die Verspannungen einzelner Muskelpartien, Schmerzen im Nacken oder Rückenbereich sind die Folge. Instinktiv reiben wir schmerzende Stellen unseres Körpers und versuchen, den Schmerz an der betreffenden Stelle zu lindern. Viele Menschen leiden an chronischen Entzündungen, die eine langfristige Einnahme von Schmerzmitteln erforderlich machen. Diesen Patienten könnte mit den neuesten Erkenntnissen über Massagen jetzt besser geholfen werden. 

<h3>Die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft</h3>
Bisher konnte jedoch nicht erklärt werden, warum Massagen schmerzlindernd sind. Wissenschaftler aus Kanada haben nun herausgefunden, daß der Organismus während einer Massage Stoffe produziert, die wie Schmerzmittel entzündungshemmend auf die betreffenden Bereiche funktionieren. In der McMaster Universität in Ontario, arbeiteten Wissenschaftler fieberhaft daran, die Frage nach dem "wie" zu beantworten. 

Das Forschungsteam ließ Probanden kurzzeitig und mit Anstrengung auf einem Fahrradergometer fahren. Danach massierte man diesen Testpersonen nach der sportlicher Aktivität nur eines der Beine. Die Forscher nahmen dann jeweils Zellproben aus den Oberschenkeln beider Beine und verglichen die Ergebnisse. 

Die Überraschung war groß, denn die Auswertung zeigte deutlich, daß bei dem massierten Bein zwei verschiedene Gene aktiviert wurden, die für die Produktion entzündungshemmender Botenstoffe in den Muskeln verantwortlich sind. Deweiteren fand man in dem massierten Beinen der Probanden vermehrt Mitochondrien.  Mitochondrien sind Bestandteile von Zellen, die die Heilung verletzter Muskelfasern fördern und somit den Heilungsprozess positiv beeinflussen und beschleunigen können. Ausserdem liefern sie Energie an die Muskeln.

Bisher wurde angenommen, daß Massagen helfen, Milchsäure und weitere Abbauprodukte im Muskelstoffwechsel zu verringern. Die Untersuchungen der Gewebe sagten aber, daß es keinerlei Veränderungen im Muskelgewebe diesbezüglich gegeben hat. Das Forschungsteam geht davon aus, daß dem Muskelkater kleine Verletzungen im Gewebe vorausgehen und den typischen Schmerz auslösen. 

Wir dürfen also gespannt sein, wie Wissenschaft und Schulmedizin auf die neuesten Erkenntnisse reagieren und neue Schmerztherapien entwickeln. Für viele Patienten, die dauerhaft auf Schmerzmittel angewiesen sind, könnten gezielte Massagen zur Schmerzlinderung eine Wohltat sein. 

<h3>Generelle Wirkung einer Massage</h3>
Eine professionelle Massage hilft, den Körper wieder zu entspannen. 
Durch den ausgeübten Druck auf die betreffenden Muskelpartien entspannen die Muskeln und wir verspüren Erleichterung. Nutzt man verschiedene Hilfsmittel wie Massagebälle kann die Durchblutung ebenfalls verbessert werden. Über die körperliche Entspannung wirkt eine Massage auch erleichterternd auf unsere Psyche, was den Stressabbau begünstigt. Generell fördern Massagen die Durchblutung, sorgen für eine verbesserte Wundheilung, helfen bei der psychischen Entspannung und wirken schmerzlindernd auf die betreffenden Körperpartien wirken.<div class="copyright">Copyright: © dgmata - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4333</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Magnetst&#xE4;be gegen Skoliose</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4331-Magnetstaebe_gegen_Skoliose.html-r4331/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4331-Magnetstaebe_gegen_Skoliose.jpg" /></p>
<p>Innovative Nachrichten vom Universit&auml;tsklinikum G&ouml;ttingen. Die Abteilung Kinderorthop&auml;die des Universit&auml;tsklinikums G&ouml;ttingen geh&ouml;rt zu den wenigen Schwerpunktkliniken in der Bundesrepublik Deutschland, die Kinder mit angeborenen oder sp&auml;ter erworbenen Wirbels&auml;ulenverformungen behandelt und operiert.</p>
<h2>Probleme bisheriger operativer Skoliosetherapie</h2>
<p>Dort hat nun ein Team von Orthop&auml;den, unter der Leitung von Frau Professor Anna Heil, ein neues Operationsverfahren entwickelt, das Kindern mit Wirbels&auml;ulenverkr&uuml;mmung k&uuml;nftig mehrere Operationen ersparen kann. Das weltweit erstmalig angewandte Verfahren wird durch Magnetst&auml;be im R&uuml;cken erreicht. Bisher konnten die sogenannten Skoliosen, anders als bei Erwachsenen, nur unter auftreten gro&szlig;er Komplikationen, an der Wirbels&auml;ule versteift werden. Diese Versteifung der Brustwirbels&auml;ule kann im ung&uuml;nstigsten Fall zu einem Wachstumsstopp des Brustkorbes und der Lungen f&uuml;hren. Auch sind F&auml;lle von Lungenversagen bekannt.</p>
<h2>Minimalinvasive Operation</h2>
<p>Nun gelang dem Team der Kinderorthop&auml;die, mit einer neuen minimal-invasiven Operation, ein Durchbruch im Bereich der Kinderchirurgie. Hierbei werden zwei ausfahrbare Magnetst&auml;be parallel zur Wirbels&auml;ule eingesetzt und befestigt. Diese lassen sich w&auml;hrend des Wachstums der Patienten durch ein externes Ger&auml;t und ohne Operation schmerzfrei ausfahren und passen sich der Ver&auml;nderung im Wachstum der Wirbels&auml;ule individuell an. So kann die Wirbels&auml;ule um bis zu 4,8 Zentimeter verl&auml;ngert werden und erspart den Patienten bis zu f&uuml;nf Verl&auml;ngerungsoperationen. Die St&auml;be werden am Becken und an den Rippen der Patienten befestigt. Der Vorteil der neuen Operation ist, dass die Wirbels&auml;ule hierbei unber&uuml;hrt bleibt und dadurch im Wachstum nicht eingeschr&auml;nkt wird. Geeignet ist diese Methode f&uuml;r Patienten zwischen dem zweiten und zw&ouml;lften Lebensjahr.</p>
<h3>Skopliose-OP Verfahren</h3>
<p>&Uuml;ber zwei kleine Schnitte wurden einem 11 Jahre alten Patienten zwei Magnetst&auml;be beidseitig der Wirbels&auml;ule eingesetzt. Durch die Befestigung der St&auml;be am Becken und den Rippen wurde die Wirbels&auml;ule begradigt, ohne direkte Ber&uuml;hrung. Dadurch konnte die Wirbels&auml;ulenverkr&uuml;mmung des Patienten von 50 Grad auf ca. acht Grad korrigiert werden. Das nat&uuml;rliche Wachstum der Wirbels&auml;ule wird durch die Magnetst&auml;be nicht beeinflusst werden. Bei der sp&auml;teren Verl&auml;ngerung der Magnetst&auml;be, durch ein externes Ger&auml;t, wird k&uuml;nftig keine weitere Narkose n&ouml;tig sein. Schon nach wenigen Tagen konnte der Patient wieder aufrecht sitzen. In den n&auml;chsten Jahren wird dem Patienten regelm&auml;&szlig;ig die L&auml;nge der St&auml;be an seine Wirbels&auml;ule angepasst, dies endet erst, wenn der Patient ausgewachsen ist. Erfunden wurden die Magnetst&auml;be in Amerika. Das dazugeh&ouml;rige Ger&auml;t zum Ausfahren enth&auml;lt einen starken Magneten zum Steuern der St&auml;be. Bei dem Verfahren wird das Ger&auml;t auf dem R&uuml;cken des Patienten positioniert und zieht dann die St&auml;be auf die ben&ouml;tigte L&auml;nge zur Anpassung der Wirbels&auml;ule.</p>
<h2>Erfolge&nbsp;</h2>
<p>In den vergangenen Jahren wurden bereits Magnetst&auml;be bei Kindern eingesetzt. Dadurch, dass die St&auml;be bisher jedoch direkt an der Wirbels&auml;ule angebracht wurden, f&uuml;hrte das alte Verfahren oftmals zu Verletzungen der Knochenhaut der Wirbels&auml;ule im ung&uuml;nstigsten Fall zu einer Spontanversteifung mit Wachstumsstopp der Wirbels&auml;ule. Professorin Anna Hell und ihr Team vom Universit&auml;tsklinikum G&ouml;ttingen sorgen mit ihrer neuen Operationsmethode f&uuml;r eine Behebung dieses Problems.</p><div class="copyright">Copyright: Universitätsklinikum Göttingen</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4331</guid><pubDate>Wed, 25 Jan 2012 11:13:35 +0000</pubDate></item><item><title>Physiotherapie ab 2012: Umsatzsteuer auf Pr&#xE4;ventionsma&#xDF;nahmen</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4329-Physiotherapie_ab_2012__Umsatzsteuer_auf_Praeventionsmassnahmen.html-r4329/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4329-Physiotherapie_ab_2012__Umsatzsteuer_auf_Praeventionsmassnahmen.jpg" /></p>
Ab dem 01. Januar 2012 sind für physiotherapeutische Anschlussbehandlungen Änderungen in der Umsatzsteuer in Kraft getreten, die es zu beachten gibt. Folgendes hat sich verändert.

<strong>Die Rechtslage vor dem 01. Januar 2012</strong>

Wenn Heilbehandlungen zum Zweck der Vorsorge, Diagnose und Heilung von Krankheiten, sowie Behandlung von Gesundheitsstörungen am Patienten vorgenommen wurden, war dieses nach dem umsatzsteuergesetzt steuerbefreit. Zur Ausübung der Heilkunde gehörten auch Leistungen zur vorbeugenden Gesundheitspflege. Physiotherapeutische Maßnahmen im Anschluss an eine ärztliche Diagnose waren bisher von der Umsatzsteuer befreit, wenn sie ein medizinisch therapeutisches Ziel hatten. Auch Vorsorge und Leistungen im Rahmen einer Rehabilitationsmaßnahme, zählten auch ohne ärztliche Anordnung dazu. 

<h3>Die neue Rechtslage ab dem 01. Januar 2012</h3>

Die Finanzverwaltung hat nun eine neue Leitlinie vereinbart und diese sieht vor das Behandlungen die im Anschluss an eine ärztliche Diagnose erfolgen, vom Patienten selbst zu tragen sind, somit sind die Kosten für Heilbehandlungen nicht mehr als steuerfrei zu betrachten. Die Einordnung, der diese Behandlungen ab dem 01. Januar 2012 unterliegen werden als <strong>steuerpflichtige Präventionsmaßnahmen oder als Maßnahmen der Allgemeinpräventation ohne speziellen Krankheitsbezug eingeordnet</strong>. Es wird hier von Heilbehandlungen ohne Krankheitsbezug gesprochen, da sie lediglich den Gesundheitszustand verbessern sollen. Dafür ist eine Umsatzsteuer von 7% zu leisten. Anders sieht es für physiotherapeutische Behandlungen nach einer ärztlichen Diagnose aus, diese bleiben weiterhin umsatzsteurerbefreit. Das gilt nicht nur für Kassenrezepte, sondern auch Privatrezepte vom Hausarzt oder Bescheinigungen über die Diagnose mit entsprechender Weiterbehandlungsempfehlung sind mit einbezogen. 

<h2>Neuerungen in der Physiotherapie 2012 auf einen Blick</h2>

<ul>
<li>Für eine Umsatzsteuerbefreiung ist es erforderlich, dass eine ärztliche Verordnung vorliegt oder die Behandlung zur Vorsorge oder Rehabilitation erfolgt.
- Es muss jede einzelne Leistung nachgewiesen werden, um Steuerbefreiung zu erlangen.</li>
<li>Aus kosmetischen Gründen oder zur Verbesserung des Wohlbefindens erbrachte Leistungen sind nicht mehr steuerbefreit. Bei diesen Behandlungen ist eine Umsatzsteuer von 7% zu berechnen.</li>
<li>Beim Finanzamt ist die Umsatzsteuer mit der Umsatzsteuervoranmeldung und der Jahressteuer aufzuführen und abzugeben.</li>
<li>Bei unterschiedlichen Behandlungen, die gleichzeitig ausgeführt werden, ist eine getrennte Berechnung aufzuführen, um die steuerbefreiten und steuerpflichtigen Leistungen getrennt zu führen.</li>
<li>Wer Umsatzsteuer auf einer Rechnung stellt, muss diese auch beim Finanzamt abführen.</li>
<li>Ärztliche Bescheinigungen zu Behandlung sollten gescannt oder kopiert werden, da dass Finanzamt einem Nachweis für jeden umsatzsteuerbefreiten Fall anfordern kann. </li>
</ul><div class="copyright">Copyright: © WavebreakMediaMicro - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4329</guid><pubDate>Tue, 03 Jan 2012 09:41:21 +0000</pubDate></item></channel></rss>
