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<rss version="2.0"><channel><title>Physiotherapie Magazin: Physiotherapie Magazin</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/page/3/?d=1</link><description>Physiotherapie Magazin: Physiotherapie Magazin</description><language>de</language><item><title>Arthrose-Falschversorgung: Hyalurons&#xE4;ure, Arthroskopie und Schmerzmittel</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4426-Hyaluronsaeure-Arthroskopie-und-Schmerzmittel.html-r4426/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4426-Arthrose__Hyaluronsaeure_bringt_nur_kurzzeitige_Linderung.jpg" /></p>
<p>Rund 5 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter der schmerzhaften Gelenkerkrankung Arthrose. Frauen sind mit Rund 27 Prozent öfter von der Erkrankung betroffen als Männer mit 17 Prozent. Eine bekannte Therapie, bei Arthrose, ist das Spritzen von Hyaluronsäure. Diese soll sowohl den Schmerz lindern, als auch die Beweglichkeit des Gelenkes wesentlich verbessern.</p>
<h2>Wirkung von Hyaluronsäure</h2>
<p>Ein gesundes Gelenk produziert in der Gelenkschmiere eine ­knorpelernährende Gelenksflüssigkeit, die sogenannte Synovialflüssigkeit. Der Abbau und die Neuproduktion dieser Flüssigkeit stehen dabei in einem gesunden Gleichgewicht. Ist jedoch das Gelenk von Arthrose befallen, so wird dieses wichtige Gleichgewicht gestört. <strong>In der Gelenkschmiere wird eine zu wässrige und somit minderwertige Gelenkflüssigkeit produziert</strong>. Dies hat zur Folge, dass sowohl die Schmierung als auch eine ausreichende Stoßdämpfung im Gelenk nicht mehr gewährleistet und die Knorpeloberfläche nicht ausreichend geschützt wird.</p>
<p>Die Knorpelschicht wird ohne den Schutz schmaler und brüchig, dadurch reiben die Knochen aufeinander, das Gelenk versteift und die Betroffenen verspüren bei den Bewegung starke Schmerzen. An dieser Stelle soll die künstliche <strong>Hyaluronsäure in Form von Spritzen</strong> zum Einsatz kommen. </p>
<p>Indem sie in den Gelenkraum injiziert wird, soll das natürliche Gleichgewicht im Gelenk wieder hergestellt werden. Konkret soll die Hyaluronsäure die Gelenkflüssigkeit wieder zähflüssiger machen und den Gelenkknorpel durch eine Hyaluronsäureschicht entlastet und schützen. Folglich soll die Gelenkbeweglichkeit dadurch gefördert und der Schmerz gelindert werden.</p>
<h2>Hyaluronsäurespritzen bringen nur wenig Nutzen</h2>
<p>Die Theorie verspricht eine langfristige Therapiemöglichkeit, in der Praxis ist die Hyaluronsäure jedoch kritisch zu bewerten.</p>
<p>So wurde in einer von der Bertelsmann Stiftung beauftragten Studie festgesellt, dass die Behandlung mit der Hyaluronsäure die <strong>Schmerzen lindern</strong> und unter Umständen auch die <strong>Beweglichkeit verbessern</strong> kann, jedoch hält diese positive Wirkung nur kurzfristig an. <em><strong>Schon nach wenigen Monaten konnten bei den Betroffenen keine Verbesserungen mehr nachgewiesen werden</strong></em>, sodass auf längere Sicht die Therapie keine Erfolge erzielt. </p>
<p><strong>Ein Schelm, wer hier eine lukrative Einnahmequelle für Ärzte wittert?</strong> Wird Patienten nicht selten sogar nach der Spritze abgeraten Physiotherapie in Anspruch zu nehmen und das Knie zu schonen. Das schont allenfalls das Budget des Arztes. </p>
<h3>Nebenwirkungen von Hyaluronsäure Spritzen</h3>
<p>Im Gegenteil, dass Spritzen von Hyaluronsäure birgt, sogar einige <strong>Risiken und Nebenwirkungen</strong>. Durch das Injizieren der Säure kann es zu schlimmen Schwellungen und Gelenkentzündungen kommen, auch allergische Reaktionen können nicht können nicht ausgeschlossen werden.</p>
<p>Es besteht ebenfalls die Gefahr, dass durch die Hyaluronsäure-Injektionen Keime in den Körper gelangen können.</p>
<h2>Physiotherapie als sinnvolle Alternative</h2>
<p>Es ist empfehlenswerter Arthrose mit konservativen Maßnahmen wie <strong>Physiotherapie und Bewegungstraining</strong> zu behandeln. Es ist darüber hinaus wichtig, das der Lebensstil von den Betroffenen an die Erkrankung angepasst wird.</p>
<p>Unter Umständen hilft bereits eine <strong>Gewichtsreduktion</strong> enorm um die Gelenke zu entlasten. Ebenfalls sollte das Gelenk weitestgehend durch <strong>gelenkschonende Aktivitäten in Bewegung</strong> gehalten werden. Hierunter zählen beispielsweise leichtes Schwimmen und Übungen im Wasser sowie Radfahren und Spaziergänge.</p>
<p>Sportarten mit starken Impulsen sollten hingegen unbedingt vermieden werden.</p>
<p>Hierunter fallen zB:</p>
<ul>
<li>Fußball</li>
<li>Alpin Ski</li>
<li>Tennis</li>
<li>Volleyball</li>
<li>Joggen</li>
<li>Kampfsportarten.</li>
<li>...</li>
</ul>
<p>Besonders sinnvoll gestaltet sich Physiotherapie bei Arthrose. Durch die professionelle Betreuung werden <strong>Fehlhaltungen erkannt,</strong> falsch ausgeführte Übungen korritiert und somit <strong>falsche Gelenkbelastungen verhindert</strong>. Physikalische Therapien können, mittels Wärmebehandlungen und Massagen, ebenfalls zur Schmerzlinderung beitragen.</p>
<p>Nich zu vergessen, führt häufig auch falsches Schuhwerk oder Fehlstellung der Füße zu starker Belastung im darüber gelegenen Kniegelenk. Hier können neben Krankengymnastik häufig auch orthopädische Schuhe helfen das Kniegelenk auszubalancieren um Fehlbelastungen zu vermeiden.</p>
<h2>Schmerzmittel bei Arthrose?</h2>
<p>Eine schmerzhafte Arthrose kann mit schmerzstillenden Medikamente in Tablettenform behandelt werden, was jedoch <strong>nur eine zeitweise Therapie</strong> darstellen sollte. Schmerzmedikamente können natürlich helfen das <strong>Symptom Schmerz</strong> zu unterdrücken, jedoch ist dies natürlich <strong>keine Ursachenkonforme Behandlung</strong>. Die häufigsten und frei verkäuflichen Medikamente greifen sogar noch tiefer in die Physiologie des Körpers ein, indem Sie die körpereigene Wundheilungen (auch am Knorpel) verlangsamen. Weitere Nebenwirkungen, wie zB. Schädigungen von Leber oder Nieren kommen weiter hinzu. </p>
<h2>Arthroskopie - die schnell verordnete Kniespiegelung</h2>
<p>Patienten mit Schmerzen sind natürlich daran interessiert, dass Ihr Problem Ernst genommen wird. Tritt nich gleich beim ersten 6er Rezept Physiotherapie eine merkliche Besserung ein, drängen viele Patienten schon wieder zum Arzt. Natürlich können weder wir Therapeuten, noch der Arzt zaubern. Nicht selten wird man als Patient zu einem Orthopäden oder Chirurgen überwiesen, der mit einer Kniespiegelung Abhilfe schaffen soll. Kurz mal operiert, das Gelenk gespült und vielleicht noch etwas der Meniskus geglättet und schon soll das Knie wieder wie neu ein. FEHLANZEIGE! Liegt die Ursache in Fehlhaltung oder muskulären Dysbalancen, ist die Kniespiegelung häufig überflüssig. </p>
<p>Etwas humoristisch nähert sich <em>Dr. Eckart von Hirschhausen</em> diesem Thema mit erstaunlichen Ergebnissen. Hätten Sie gedacht, dass es in manchen Gebieten Deutschlands <strong>65 mal so viele Arthroskopien</strong> durchgeführt werden, wie in anderen Regionen?</p>
<p><iframe src="https://www.physiowissen.de/applications/core/interface/index.html" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" data-embed-src="//www.youtube.com/embed/YxqnsON5dyc"></iframe></p>
<h2>Letzter Ausweg: Neues Kniegelenk</h2>
<p><img src="https://www.physiowissen.de/applications/core/interface/js/spacer.png" alt="Physiotherapie bei Arthrose" width="600" height="600" data-src="pictures/physiotherapie-bei-arthrose"></p>
<p>Noch einmal: "<strong>LETZTER AUSWEG</strong>". In Zeiten von lukrativen Operationen wird heute häufig bereits zu früh ein neues Kniegelenk eingesetzt.</p>
<p><strong>Daher hier eine Bitte an unsere Patienten</strong>: Bitte nutzen Sie alle Techniken aus, die die moderen Physiotherapie zu bieten hat! Kalkulieren Sie jedoch ein, dass dies mit Mühen und auch etwas Selbstdisziplin einher geht. Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten zeigen Ihnen gern, wie Sie Ihrer Haltung, Muskeln und Gelenken etwas gutes tun können, jedoch müssen Sie den Weg auch maßgeblich mit gehen. <br><strong>Gute Besserung! </strong></p><div class="copyright">Copyright: © mrslevite - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4426</guid><pubDate>Wed, 13 Aug 2014 17:28:35 +0000</pubDate></item><item><title>CMD - Beeinflussung von Mb. Crohn durch Kiefergelenksbehandlung</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4423-CMD___Beeinflussung_von_Mb_Crohn_durch_Kiefergelenksbehandlung.html-r4423/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4423-CMD___Beeinflussung_von_Mb_Crohn_durch_Kiefergelenksbehandlung.jpg" /></p>
<p>Immer h&auml;ufiger habe ich in den letzten Jahren bei CMD- Patienten mit der Nebendiagnose Mb. Crohn einen direkten Zusammenhang beider Erkrankungen feststellen k&ouml;nnen. Oft reagierte schon nach der 1. Kiefergelenksbehandlung der Darm bei diesen Patienten mit einem klassischen entz&uuml;ndlichen Schub. Zun&auml;chst lag ein Zufall nahe.</p>
<h2>CMD - Diagnostik und Therapie</h2>
<p>Im Rahmen meiner Weiterqualifikationen wurde mir der Zusammenhang zunehmen bewusst und die Unausweichlichkeit einer ganzheitliche Therapie bei CMD-Patienten. Von entscheidender Relevanz ist, ob das Kiefergelenk wirklich urs&auml;chlich f&uuml;r die Beschwerden ist. Dies sollte vorher im Rahmen der Anamnese, Befunderhebung und Eingangsuntersuchung ermittelt werden. Feststellbar ist dies, wenn eine N. trigeminus- Irritation vorhanden ist. &Uuml;ber Detonisierung der Kiefergelenksmuskulatur und Manualtherapie des Art. temporomandibularis konnte ich auf Dauer nicht nur klassische CMD- Symptome lindern, sondern auch eine beruhigende Wirkung auf den Darm erzielen. Craniosacrale Techniken trugen enorm zu Behandlungserfolgen bei.</p>
<h3>Anatomie Kiefergelenk -&nbsp;Grundlagen</h3>
<p>Anatomisch l&auml;sst sich dies &uuml;ber die Verbindung zum N. vagus erkl&auml;ren. Er tritt gemeinsam mit dem N. glossopharingeus, (N. accessorius), V. u. (A.) jugularis interna durch das Foramen jugulare hindurch. Welches durch die kn&ouml;chernen Strukturen des Os temporale und Os occipitale gebildet wird.</p>
<h3>Wirkungsweise der CMD-Therapie</h3>
<p>&Uuml;ber MT, craniosacrale Therapie und entspannende Techniken des M. temporales (Ansatzsehne) l&auml;sst sich der <strong>Druck auf den X. Hirnnerv verringern</strong> und somit entsteht oft auch ein entkrampfender Effekt auf den Darm. Bei einem <strong>Hypertonus des Zungenbeins</strong> (Os hyoideums) kann man ebenso &uuml;ber Entspannungstechniken des Hyoids den N. laryngeus recurrenz positiv beeinflussen, der anatomisch betrachtet ein paariger Ast des N. vagus ist. (Dies l&auml;sst sich auf s&auml;mtliche parasympathisch gesteuerte Organe &uuml;bertragen.) <strong>Fazit:</strong> Sicherlich wird ein/e an Mb. Crohn erkrankte Person nicht komplett durch diese Art von Therapie geheilt werden k&ouml;nnen. Meist ist derjenige schon sehr lang auf Cortison eingestellt. Jedoch habe ich schon erlebt, wie in einigen F&auml;llen eine Cortisonreduktion erreicht werden konnte und manch ein sehr stark betroffener Patient wieder arbeitsf&auml;hig wurde. H&auml;ufig sind Patienten extrem dankbar, wenn Sch&uuml;be schw&auml;cher und in gr&ouml;&szlig;eren Abst&auml;nden auftreten.</p>
<h2>Interdisziplin&nbsp;- Physiotheapeut und Zahnarzt Hand in Hand</h2>
<p>Nat&uuml;rlich kann ein Therapeut dies nur in guter <strong>Zusammenarbeit mit einem auf Funktionsdiagnostik spezialisierten Zahnarzt, einem Internisten (Gastoenterologe) und ggf. einem Psychotherapeuten</strong> erreichen. Auch daf&uuml;r sollten wir Therapeuten unsere Patienten &uuml;ber Aufkl&auml;rung &ouml;ffnen und m&ouml;gliche Wege ebenen. Schlie&szlig;lich geht nichts &uuml;ber eine interdisziplin&auml;re Zusammenarbeit, besonders im CMD Bereich!</p><div class="copyright">Copyright: © DOC RABE Media; nebari - Fotolia.com | </div>]]></description><guid isPermaLink="false">4423</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Physiotherapie schon bald als Zusatzversicherung?</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4421-Physiotherapie_schon_bald_als_Zusatzversicherung.html-r4421/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4421-Physiotherapie_schon_bald_als_Zusatzversicherung.jpg" /></p>
<p>Zuk&uuml;nftig m&uuml;ssen Millionen Versicherte mit Zusatzbeitr&auml;gen ihrer Krankenkassen rechnen, da eine neue Reform vom Bundestag gebilligt wurde. Dies hat zu Folge, dass sich der Beitragssatz zwar vermindert, die Kassen aber stattdessen Extra-Zahlungen erheben k&ouml;nnen, welche sich am Einkommen jedes Einzelnen orientieren. Dieses neue Gesetz soll ab Januar 2015 in Kraft treten und dabei den noch geltenden Beitragssatz von 15,5 auf 14,6 Prozent senken. Woraufhin es zuk&uuml;nftig nur an den Krankenkassen selbst liegt, ob sie noch Aufschl&auml;ge erheben wollen oder nicht. Dar&uuml;ber hinaus wird der <strong>Arbeitgeberanteil gesetzlich auf 7,3 Prozent festgelegt</strong>, was von der Regierung mit dem Versuch, Arbeitspl&auml;tze zu Sichern begr&uuml;ndet wird. Somit <strong>entf&auml;llt k&uuml;nftig auch der Sonderbetrag von 0,9 Prozent</strong>, den Arbeitnehmer sonst immer zu zahlen hatten.</p>
<h2>Krankenkassen werden sparen um Beitr&auml;ge klein zu halten</h2>
<p>Diese Gesetzes&auml;nderungen wurden von Koalitionsabgeordneten zugestimmt, w&auml;hrend die Opposition das Gesetz einstimmig ablehnte. Gesundheitsstaatssekret&auml;rin Annette Widmann-Mauz von der CDU &auml;u&szlig;erte sich daraufhin dazu und gab an, dass sie davon ausgehe, dass mit dieser &Auml;nderung bis zu 20 Millionen Krankenkassenversicherte finanziell entlastet werden k&ouml;nnen, was vor allem daran liegt, dass gut laufende Versicherungen, keine Veranlassung haben werden, hohe Zusatzbeitr&auml;ge zu erheben. Dass die Zusatzbeitr&auml;ge jedoch komplett entfallen, wird jedoch nicht erwartet. Die Sozialverb&auml;nde Vdk und SoVD kritisierten dies und wollen bei der alten Reform bleiben, da sie annehmen, dass die zu erwartenden Kostensteigungen auf den Arbeitnehmer abgew&auml;lzt werden, wohingegen dem Arbeitgeber keine weiteren Kosten entstehen. Es wird von Summen bis hin zu 150 Milliarden Euro gesprochen, die die Versicherten in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren mehr zahlen m&uuml;ssen, als ihre Arbeitgeber. Dar&uuml;ber hinaus gab es Vorw&uuml;rfe, dass aufgrund des neuen Gesetzes alle Versicherten ihre Krankenkasse in der Zukunft nur nach der H&ouml;he der Zusatzbeitr&auml;ge w&auml;hlen, anstatt auf die Qualit&auml;t zu achten. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach lies daraufhin verlauten, dass lediglich ein "Preis- jedoch kein Qualit&auml;tswettbewerb gewollt ist"</p>
<h3>Physiowissen Fazit: Physiotherapie als Zusatzversicherung?</h3>
<p>Die Krankenkassen sind mit dieser Gesetzvorlage einen Schritt n&auml;her in Richtung Marktwirtschaft angekommen. Zu gro&szlig; war in den letzten Jahren des Einheitsbeitrags die Verlockung, &Uuml;bersch&uuml;sse nicht an die Patienten weiterzugeben. Die Gefahr bleibt jedoch, dass Krankenkassen mit besseren Leistungen und daraus resultierenden hohen Mehrausgaben diese auch weitergeben werden, wogegen die Patienten Ihre Versicherung wohl meist ausschlie&szlig;lich nach dem Beitragssatz w&auml;hlen werden. Mittelfristig kann es meiner Meinung nach gar nicht anders sein, als dass zus&auml;tzliche Leistungen in Extra-Paketen dazu gebucht werden m&uuml;ssen. M&ouml;ge die Hoffnung bestehen bleiben, dass die Physiotherapie nicht irgendwann zur Zusatzversicherung wird, wie es bereits im Versorgungsbereich der Zahn&auml;rzte und Optiker zur Normalit&auml;t geworden ist.</p><div class="copyright">Copyright: © thomasp24 - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4421</guid><pubDate>Thu, 12 Jun 2014 10:27:53 +0000</pubDate></item><item><title>1. Juli 2014 - ICD-10 Codes auf Heilmittel-Verordnungen - Pflicht oder K&#xFC;r</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4420-1_Juli_2014___ICD_10_Codes_auf_Heilmittel_Verordnungen___Pflicht_oder_Kuer.html-r4420/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4420-1_Juli_2014___ICD_10_Codes_auf_Heilmittel_Verordnungen___Pflicht_oder_Kuer.jpg" /></p>
<p>Auf Physiotherapie-Praxen kommen kommen ab 01. Juli 2014 einmal mehr &Auml;ndererungen zu. Es bezieht sich auf die ICD-10-Codes der Heilmittelverordnung. Doch es kann aufgeatmet werden, denn lt. GKV-Spitzenverband besteht kein Grund, dass bei Fehlern in der Deklaration die Rezepte abgesetzt werden. Der Verband stellte noch einmal klar, dass es sich hierbei lediglich um eine Verbesserung handelt, womit m&ouml;gliche Streitpunkte noch einfacher aus der Welt geschaffen werden k&ouml;nnen. Es handelt sich inzwischen schon um die 34. Ver&auml;nderung der Verordnungsvorlage, in der genau festgelegt wird, dass der ausstellende Arzt ab sofort den ICD-10-GM-Code mit angeben muss. Doch keine Regel ohne Ausnahmen: Zwar haben &Auml;rzte, wie oben schon erw&auml;hnt, ab dem 1. Juli die M&ouml;glichkeit, diesen Code mit einzutragen, es besteht aber keine Pflicht. So d&uuml;rfen unter bestimmten Voraussetzungen bzw. Ausnahmef&auml;llen darauf verzichtet werden.</p>
<h2>Keine Absetzungen bei fehlendem ICD-10 Code</h2>
<p>Diese zwingende Regelung hat lt GKV keinen Einfluss f&uuml;r die Heilmittelerbringer. Es hat auch keine Auswirkungen auf die G&uuml;ltigkeitspr&uuml;fung von Heilmittelverordnungen, wurde explizit klargestellt. Wenn der Code fehlen sollte, finden auch keine K&uuml;rzungen statt. Es wird darauf hingewiesen, dass wenn eine solche Verordnung oder Diagnose ausgestellt wurde, dass keinerlei K&uuml;rzungen m&ouml;glich sein d&uuml;rfen. Die &Auml;nderung fand also aus einem Grund statt, da bestimmte Inhalte noch einer Erkl&auml;rung bedurften, also Unschl&uuml;ssigkeiten vorlagen. Der ICD-10-Schl&uuml;ssel kann, sofern verf&uuml;gbar auch eingetragen werden. Allerdings muss dies dann auch auf dem richtigen Feld erfolgen. <strong>So stellt auch eine handgeschriebene Diagnose eine richtige Diagnose dar, auch wenn kein Code verf&uuml;gbar ist</strong>, oder war. Es kann aber auch mal vorkommen, dass eine solche Diagnose &uuml;ber <strong>mehrere Codes angegeben</strong> werden muss. Wenn dies der Fall ist, stellt dies ebenso eine <strong>g&uuml;ltige Diagnose</strong> dar. Sollte aus irgendeinem Grund, mal die <strong>Diagnose abweichen von ICD-10 Codes, so handelt es sich hierbei ebenso um eine g&uuml;ltige Diagnose</strong>. Es wird damit belegt, dass die ausgeschriebenen Diagnosen nicht mit dem ICD-10-Schl&uuml;ssel &uuml;bereinstimmen m&uuml;ssen. Damit ist eine &uuml;bersichtliche Abrechnung dank dieser Aufkl&auml;rung ab sofort m&ouml;glich und erm&ouml;glicht daher, viel Zeit beim ausf&uuml;llen einzusparen.</p>
<h3>Physiowissen Fazit</h3>
<p>Was genau soll man jetzt mit diesem neuen Kennfeld anfangen k&ouml;nnen, wenn es weder verbindliche Pflicht ist, noch der Code zur Diagnose passen muss? Ein Beispiel: Nat&uuml;rlich kann sich auch ein Schlaganfallpatient den Arm brechen &ndash; was steht dann in welchem Feld? Ist der ICD-Code dann weiterhin die Grunderkrankung oder wird hier auf den traumatischen Code zur&uuml;ckgegriffen? Letztlich kann es logisch betrachtet nur maximal eine KANN-Verordnung sein, da die Umsetzung an so vielen Punkten scheitern kann und wird.</p>
<ul>
<li>Rezept nur mit ICD-10 Code &ndash; ohne Klartextdiagnose <strong>g&uuml;ltig</strong></li>
<li>Rezept nur mit Klartextdiagnose ohne ICD-10 Code <strong>g&uuml;ltig</strong></li>
<li>Handschriftliche Diagnose ohne ICD-10 Code <strong>g&uuml;ltig</strong></li>
<li>Verordnung mit mehreren ICD-10 Codes (mit oder ohne Klartextdiagnose) <strong>g&uuml;ltig</strong></li>
<li>ICD-10 Code weicht von der Klartextdiagnose ab <strong>g&uuml;ltig</strong></li>
<li>ICD-10 Code ohne Klartextdiagnose <strong>NICHT</strong> im daf&uuml;r vorgesehen Formularfeld <strong>???</strong></li>
</ul>]]></description><guid isPermaLink="false">4420</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Physiotherapie bei chronischem Schleudertrauma oft kaum wirksam</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4419-Physiotherapie_bei_chronischem_Schleudertrauma_oft_kaum_wirksam.html-r4419/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4419-Physiotherapie_bei_chronischem_Schleudertrauma_oft_kaum_wirksam.jpg" /></p>
<p>T&auml;glich kommt es auf der gesamten Welt zu Verkehrsunf&auml;llen, bei welchem die Insassen ein Schleudertrauma erleiden. Durch den pl&ouml;tzlichen Aufprall wird der Kopf zuerst nach vorn und im Anschluss nach hinten geschleudert. F&uuml;r eine derartige Belastung ist unsere Wirbels&auml;ule nicht gemacht und besonders im Bereich des Halses kommt es zu Bewegungseinschr&auml;nkungen und Schmerzen.</p>
<h2>Ursache eines Schleudertraumas</h2>
<p>Wie genau das Schleudertrauma ausf&auml;llt, h&auml;ngt im Wesentlichen davon ab, wie schwer das Verletzungsmuster ist. In der Regel kommt es zu derartigen Verletzungen bei einem Frontalaufprall. Auch seitliche Zusammenst&ouml;&szlig;e der Fahrzeuge k&ouml;nnen dazu f&uuml;hren, dass die Halsmuskeln, B&auml;nder und die Wirbels&auml;ule in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Patienten klagen &uuml;ber Schmerzen im Nacken oder ein Schwindelgef&uuml;hl.</p>
<p>Halten die Beschwerden &uuml;ber l&auml;ngere Zeit an, wird eine Physiotherapie angeordnet, welche durch gezielte Bewegungsabl&auml;ufe die Schmerzen und Bewegungseinschr&auml;nkungen verbessern sollen. Eine derartige Therapie ist langwierig, bis sich die ersten Erfolge einstellen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass eine Behandlung &uuml;ber drei Monate keinen gr&ouml;&szlig;eren Erfolg bringt, als ein Gespr&auml;ch mit dem Patienten von einer Stunde. Gibt es nach drei Monaten der Behandlung keine Fortschritte, so wird von einem chronischen Schleudertrauma gesprochen.</p>
<h3>Chronisches Schleudertrauma</h3>
<p>Aufgrund von Schmerzen kommt es bei einigen Patienten zu st&auml;ndigen Fehlhaltungen des Kopfes. In einigen F&auml;llen lassen die Schmerzen auch ohne Behandlung langsam nach und die Muskelgruppen sowie die Halswirbel kommen wieder in ihre normale Stellung. Bis eine sp&uuml;rbare Verbesserung eingetreten ist, kann es durchaus &uuml;ber ein ganzes Jahr dauern. Da bei getesteten Probanden durch eine Physiotherapie keine nennenswerten Verbesserungen erzielt werden konnten, so sehen einige Mediziner die Wirksamkeit einer langwierigen Behandlung mit kritischen Augen. Das Intensivprogramm bringt keinen Nutzen, ist aufwendig und teuer.</p>
<h2>Interdisziplin&auml;re Therapie f&uuml;hrt zum Erfolg</h2>
<p>Mehrere &Auml;rzte sind an einer derartigen Therapie involviert. Zuerst wird der Patient zu einem <strong>Physiotherapeute</strong>n geschickt und im Anschluss sollen &uuml;ber eine <strong>Verhaltenstherapie</strong> die &Auml;ngste abgebaut werden. Mit einem l&auml;ngeren Gespr&auml;ch und der Verordnung einiger Schmerzmittel k&ouml;nnen die gleichen Erfolge erreicht werden. Im Laufe der Zeit heilt sich der K&ouml;rper von selbst und die Bewegungen des Kopfes k&ouml;nnen wieder normal ausgef&uuml;hrt werden. Kommt es zur Sch&auml;digung von Knochen oder zum Riss mehrerer Muskeln an der Halswirbels&auml;ule, kann eine Kopfst&uuml;tze oder gar eine operative Stabilisierung erforderlich sein. Auf diesem Weg wird abgesichert, dass der Kopf in einer stabilen Lage bleibt.</p><div class="copyright">Copyright: © Monkey Business - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4419</guid><pubDate>Tue, 27 May 2014 17:31:15 +0000</pubDate></item><item><title>Bewegungslosigkeit schadet den Bandscheiben</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4418-Bewegungslosigkeit_schadet_den_Bandscheiben.html-r4418/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4418-Bewegungslosigkeit_schadet_den_Bandscheiben.jpg" /></p>
<p>Schmerzen in diesem Bereich kommen seltener vor als Schmerzen im unteren R&uuml;cken. Treten diese allerdings auf, dann kommen sie oft in Kombination mit Nackenverspannungen und Kopfschmerzen vor. Die BWS ist, im Gegensatz zur Halswirbels&auml;ule (HWS), aufgrund der Befestigung der Rippen, sowie der dachziegelf&ouml;rmigen Anordnung der Dornforts&auml;tze zwar in ihrem Bewegungsspielraum recht eingeschr&auml;nkt, dennoch ist sie f&uuml;r Rotation, Flexion und Extension geschaffen und m&ouml;chte auch in diesen Bewegungsrichtungen bewegt werden.</p>
<h2>Wie entstehen Schmerzen im oberen R&uuml;cken bzw. im Nacken?</h2>
<p>Extensions- und Rotationsbewegungen werden der BWS leider kaum noch zugemutet. Dies l&auml;sst sich am Beispiel der Arbeit am PC gut verdeutlichen. Bei der typischen Rundr&uuml;cken-Sitzposition, wird eine Streckung der BWS &auml;u&szlig;erst selten ausgef&uuml;hrt. Die R&uuml;cken- und Nackenmuskulatur wirkt bei diesem Bewegungsverhalten der Erdanziehungskraft nicht entgegen (funktionelle Schw&auml;che), was dazu f&uuml;hrt, dass der Schulterg&uuml;rtel nicht gerade gehalten bzw. stabilisiert werden kann. Durch die dadurch entstehende Abschw&auml;chung im oberen R&uuml;ckenbereich sowie einer mangelnden Extensionsf&auml;higkeit, wird der Thorax durch die Schwerkraft nach unten gezogen &ndash; es entsteht eine Hyperkyphose, die Schultern h&auml;ngen und der Sch&auml;del wird zur Kompensation nach hinten gehoben. Dieses Geierhalsph&auml;nomen stellt eine unphysiologische &Uuml;berbeanspruchung dar und kann zu Nackenverspannungen f&uuml;hren, ebenso wie das isometrisch-exzentrische Arbeiten entgegen der Schwerkraft, welches der Nacken und Schulterg&uuml;rtel bei nach vorn&uuml;bergebeugtem Thorax permanent leisten muss. Durch die dadurch entstehende permanente Spannung im R&uuml;cken- und Nackenbereich, treten fr&uuml;her oder sp&auml;ter in diesem Bereich Schmerzen auf.</p>
<h2>Was kann man gegen Schmerzen im BWS/ Nackenbereich tun?</h2>
<ul>
<li>Die BWS und der Schulterg&uuml;rtel sollten mobilisiert werden. Dies kann durch verschiedene Mobilisations&uuml;bungen oder einer Schaumstoffrolle erreicht werden</li>
<li>Brustmuskulatur dehnen bzw. l&ouml;sen (Detonisieren)</li>
<li>Oberen R&uuml;cken kr&auml;ftigen (im Bezug auf BWS Extension, Schulterblattfixation und Depressoren der Schulter)</li>
</ul>
<p>Fehlhaltungen wie eine Hyperkyphose gilt es zu korrigieren, da die Schmerzen sonst nie ganz verschwinden werden und die betroffenen Personen immer wieder von ihnen geplagt werden.</p>
<h2>Korrektes Sitzen und die richtige Einstellung der B&uuml;rom&ouml;bel</h2>
<p>Muskeln und Gelenke m&ouml;chten bewegt und gefordert werden, auch w&auml;hrend des Sitzens. Langes gerades, &bdquo;idealisiertes&ldquo; Sitzen kostet viel Kraft und schadet dem R&uuml;cken mehr als dass es ihm n&uuml;tzt. Die Bandscheiben versorgen sich bei Bewegung mit N&auml;hrstoffen. Dies erfolgt nach einem Schwammprinzip aus Zusammenpressen und Auseinanderziehen. <strong>Somit ist also nicht eine besondere Haltung sch&auml;dlich f&uuml;r unseren R&uuml;cken, sondern eine lange Bewegungslosigkeit</strong>. Die Sitzposition sollte immer wieder mal ver&auml;ndert werden. Problematisch ist es ebenfalls wenn Menschen dauerhaft falsch sitzen, weil Schreibtisch oder Stuhl zu klein sind und/oder ein dynamisches Sitzen nicht erm&ouml;glichen. Ein guter Stuhl sollte eine schulterhohe R&uuml;ckenlehne haben, die au&szlig;erdem beweglich ist, den Bewegungen des R&uuml;ckens folgt und diesen st&uuml;tzen sowie entlasten kann. Der Stuhl sollte eine Sitzfl&auml;che haben auf der man nicht nach vorne rutscht und h&ouml;henm&auml;&szlig;ig so eingestellt sein, dass die F&uuml;&szlig;e den Boden erreichen. Ober- und Unterschenkel stehen im Idealfall in einem 90 Grad Winkel zueinander. Allerdings d&uuml;rfen die Beine zwischendurch auch einmal ausgestreckt werden. Hier sollte es ebenfalls nicht an Bewegungsfreiheit hapern. <strong>Die Schreibtischh&ouml;he</strong> ist korrekt gew&auml;hlt, wenn Ober- und Unterarm in einem rechten Winkel auf die Tischplatte aufgelegt werden k&ouml;nnen. Die Tastatur sollte ca. in einem 30cm Abstand zur Tischkante gew&auml;hlt werden. Keinesfalls sollten die Hochstellf&uuml;&szlig;chen der <strong>Tastatur</strong> ausgeklappt werden, da eine &Uuml;berspannung der Handgelenke droht. Der <strong>Monitor</strong> sollte so aufgestellt sein, dass man m&ouml;glichst gerade auf ihn gucken kann. Andernfalls senkt man den Kopf zu stark und die Nackenmuskulatur verkrampft wom&ouml;glich. Ein Laptop ist demnach nicht geeignet um dauerhaft mit ihm zu arbeiten, weil dieser in der Regel zu weit unten steht. Eine lohnenswerte Alternative zu einem herk&ouml;mmlichen Schreibtisch ist ein h&ouml;henverstellbarer Tisch. Durch das zwischenzeitliche Stehen wird eine Vielzahl an Muskeln aktiviert, die in der sitzenden Haltung inaktiv sind. Dies wiederum kann zur Abnahme von Beschwerden in Regionen des Oberk&ouml;rpers f&uuml;hren.</p><div class="copyright">Copyright: © Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4418</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Sport gegen R&#xFC;ckenschmerzen - Ein Sportwissenschaftler erkl&#xE4;rt Ursachen und Therapie</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4417-Sport_gegen_Rueckenschmerzen___Ein_Sportwissenschaftler_erklaert_Ursachen_und_Therapie.html-r4417/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4417-Sport_gegen_Rueckenschmerzen___Ein_Sportwissenschaftler_erklaert_Ursachen_und_Therapie.jpg" /></p>
<p>74 &ndash; 85 % der Menschen haben in ihrer Lebenszeit mindestens einmal mit R&uuml;ckenschmerzen zu tun. Weniger als 2 % der auftretenden R&uuml;ckenschmerzen werden durch Bandscheibenvorf&auml;lle oder Entz&uuml;ndungen verursacht. Die restlichen 98 % werden durch Muskeldegenerationen und Muskelspannungsst&ouml;rungen ausgel&ouml;st. Vereinfacht gesagt: der Mensch bewegt und dehnt sich heute viel zu wenig.</p>
<h2>Schmerzen im unteren R&uuml;cken (Lendenwirbels&auml;ule)</h2>
<p>Kreuzschmerzen, wie sie auch oftmals bezeichnet werden, treten in der Bev&ouml;lkerung relativ h&auml;ufig auf. Der Schmerz im unteren R&uuml;cken kann ebenso in andere Bereiche des K&ouml;rpers ausstrahlen bspw. in das Ges&auml;&szlig; (Lumboglut&auml;algie) oder in die Beine (Lumboischialgie). Da diese in vielen F&auml;llen regelm&auml;&szlig;ig auftreten, werden sie h&auml;ufig auch als chronisch bezeichnet. <strong>Chronisch bedeutet, dass die Schmerzen &uuml;ber einen Zeitraum von mindestens drei Monaten vorkommen</strong>.</p>
<h3>Wie entstehen Schmerzen im unteren R&uuml;cken?</h3>
<p>Schmerzen im Bereich der Lendenwirbels&auml;ule (LWS) h&auml;ngen <strong>h&auml;ufig mit einer immobilen H&uuml;fte</strong> zusammen. Die H&uuml;fte sollte die Funktionen der Innen- sowie Au&szlig;enrotation, der Flexion als auch Extension und der Ab- und Adduktion erf&uuml;llen k&ouml;nnen. H&auml;ufig ist die Extensionsf&auml;higkeit der H&uuml;fte durch eine hohe Sitzbelastung deutlich eingeschr&auml;nkt. In diesem Fall sind die H&uuml;ftbeuger verk&uuml;rzt, k&ouml;nnen nicht mehr auf ihre volle L&auml;nge gebracht werden und verhindern so die vollst&auml;ndige Streckfunktion des Gluteus. Der Gluteus ist somit permanent &uuml;berdehnt und infolgedessen abgeschw&auml;cht. Betroffene Personen haben &uuml;blicherweise ein flaches Ges&auml;&szlig;. Dadurch, dass die H&uuml;ftbeuger ihre Urspr&uuml;nge an den Wirbeln der LWS finden und am Femur wieder ansetzen, ziehen sie bei Verk&uuml;rzung die LWS Richtung Bauch und das Becken kippt als Folge nach vorne. Um den Oberk&ouml;rper trotzdem aufrecht halten zu k&ouml;nnen, gleicht die Lendenwirbels&auml;ule das Mobilit&auml;tsproblem der H&uuml;ftbeuger wieder aus - der Brustkorb kippt hinter die K&ouml;rperachse (Brustkyphose) und es entsteht eine Hyperlordose im unteren R&uuml;cken. Durch diese &uuml;berm&auml;&szlig;ige Kr&uuml;mmung in der LWS kommt es zu ungewollten Verschiebungen der Wirbelk&ouml;rper zueinander, welche nun m&ouml;glicherweise auf Nerven&auml;ste dr&uuml;cken. Menschen, die Schmerzen im unteren R&uuml;cken haben, weisen oftmals einen sehr kr&auml;ftigen unteren R&uuml;cken auf, da dieser durch die Kompensationsbewegungen sehr viel Arbeit verrichten muss.</p>
<p>Im Gegensatz dazu ist ihre <strong>Bauchmuskulatur permanent &uuml;berdehnt</strong> und zu schwach. Dadurch kann sie ihrer St&uuml;tzfunktion der LWS nicht nachkommen. Allerdings werden die Muskeln hier noch einmal in eine oberfl&auml;chliche, sowie eine tiefsitzende Muskulatur unterschieden. W&auml;hrend die oberfl&auml;chlichen Muskeln f&uuml;r Bewegung zust&auml;ndig sind, nimmt die transversale, tiefe Bauchmuskulatur hingegen eine eher stabilisierende Funktion ein. Diese tiefsitzende Bauchmuskultur kann aufgrund ihres Ansatzes an der Bindegewebsschicht, die den R&uuml;ckenstrecker im Bereich der LWS umgibt, direkt auf die Beugung der Wirbels&auml;ule einwirken bzw. entgegenwirken.</p>
<h3>Was ist bei einem Training bei LWS-Schmerzen zu beachten?</h3>
<p>Um eine Detonisierung der H&uuml;ftbeugemuskulatur erreichen zu k&ouml;nnen, wird diese zun&auml;chst mit einer Schaumstoffrolle bearbeitet. Durch dieses &bdquo;Self Myofascial Release&ldquo; (SMR) werden Verklebungen im Bindegewebe, welches Muskeln umh&uuml;llt, gel&ouml;st und die Strukturen aktiv regeneriert. Anschlie&szlig;end werden die gerollten Muskelgruppen gedehnt. Die Reihenfolge: erst Rollen dann Dehnen, ist unbedingt zu beachten, damit Verspannungen nicht weiter in den Muskel hineingezogen werden. Da LWS Schmerzpatienten oftmals einen recht kr&auml;ftigen unteren R&uuml;cken haben, macht es Sinn, diesen ebenfalls zu rollen und somit zu detonisieren. Im Aufw&auml;rmprogramm sollten Gelenke mobilisiert werden die beweglich sein sollten, es aufgrund von Bewegungsmangel aber h&auml;ufig nicht sind. Im Falle der LWS R&uuml;ckenschmerzen betrifft das die H&uuml;fte, sowie die Brustwirbels&auml;ule (BWS). Die Beweglichmachung erreicht man durch Mobilisierungs&uuml;bungen, sowie sogenannte Movement preperations. Auf keinen Fall sollte die LWS mobilisiert werden, da diese eine St&uuml;tzfunktion hat. Anschlie&szlig;end werden die zu schwachen Muskeln des Ges&auml;&szlig;es (z. B. durch eine Schulterbr&uuml;cke), die ischiocrualen Muskeln (z. B. Kreuzheben) sowie die seitlichen, tiefsitzenden Bauchmuskeln (z.B. Unterarmst&uuml;tz) gekr&auml;ftigt. Lesen Sie im 2. Teil den Bericht von Manuel Schr&ouml;der zu Nackenschmerzen un Beschwerden im oberen R&uuml;cken</p><div class="copyright">Copyright: Fotolia_39707775_XS_© Picture-Factory - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4417</guid><pubDate>Tue, 06 May 2014 15:12:15 +0000</pubDate></item><item><title>VDEK hebt  ab 01.05.2014 Verg&#xFC;tungss&#xE4;tze um bis zu 5.5%</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4416-VDEK_hebt__ab_01052014_Verguetungssaetze_um_bis_zu_55%25.html-r4416/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4416-VDEK_hebt__ab_01052014_Verguetungssaetze.jpg" /></p>
<p>Drei sehr z&auml;he Verhandlungsrunden sp&auml;ter, vom PHYSIO-DEUTSCHLAND und dem vdek (Verband der Ersatzkassen e. V.), ist es nun endlich am 26.03.2014 gelungen, beide stimmen dem Verhandlungsergebnis zu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Neue Preise ab 01.05.2014</h2>
<p>F&uuml;r alle Verordnungen, die ab dem 01.05.2014 ausgestellt werden, gelten neue Preise. Ab dem 01.05.2014 gilt der neue Vertrag, es erh&ouml;hen sich die Preise f&uuml;r Physiotherapie in den westlichen Bundesl&auml;ndern um 2,98 %, in den &ouml;stlichen Bundesl&auml;ndern um 5,5 % - mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2014 - so die Gremien der vdek. Das soll die Erste Stufe sein, die zweite soll dann im Jahr 2015 folgen - hier wird das Ziel sein, den Verg&uuml;tungsabstand von Ost / West noch weiter deutlich zu verringern.</p>
<h2>Erstversorgung weiter beim Arzt</h2>
<p>Die Erstversorgung muss weiterhin gem&auml;&szlig; den Heilmittelrichtlinien erfolgen. Das Ziel ist, eine bessere Versorgung der Patienten zu erm&ouml;glichen. Es werden positive Effekte f&uuml;r die Patienten sowie f&uuml;r die Therapeuten erwartet. Die Patienten werden zielgerichteter behandelt, eine bessere Compliance und eine nachhaltigen Therapieerfolg dem Patienten zu erm&ouml;glichen. Es ist eine Erprobungsphase, die Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin begr&uuml;ndet dies mit einem "hohen Interesse an einer effektiveren physiotherapeutischen Versorgung ihrer Versicherten." Dies ist einer von vielen wichtigen Schritten zum Thema Angleich von Ost West - ab dem 01.05.2014 wird mit die Grundlohnsumme in Westdeutschland ber&uuml;cksichtigt.</p>
<h2>H&auml;ufigste Abrechnungspositionen Physiotherapie im Vergleich</h2>
<table class="pure-table pure-table-horizontal">
<thead>
<tr><th>Position</th><th>West alt<br /> (seit 01.04.2013)</th><th>West neu</th><th>Ost alt<br /> (seit 01.04.2013)</th><th>Ost neu</th></tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>X0106<br /> Massage</td>
<td>&euro;10,24</td>
<td>&euro;10,55</td>
<td>&euro;9,51</td>
<td>&euro;10,03</td>
</tr>
<tr>
<td>X0205 Lymphdrainage Teilbehandlung 30min</td>
<td>&euro;15,44</td>
<td>&euro;15,90</td>
<td>&euro;14,94</td>
<td>&euro;15,76</td>
</tr>
<tr>
<td>20501 Krankengymnastik</td>
<td>&euro;14,98</td>
<td>&euro;15,43</td>
<td>&euro;13,68</td>
<td>&euro;14,43</td>
</tr>
<tr>
<td>20710 KG-ZNS Bobath</td>
<td>&euro;21,09</td>
<td>&euro;21,72</td>
<td>&euro;19,23</td>
<td>&euro;20,29</td>
</tr>
<tr>
<td>21201 Manuelle Therapie</td>
<td>&euro;16,61</td>
<td>&euro;17,10</td>
<td>&euro;15,65</td>
<td>&euro;16,51</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Landesverband Bayern wollte die anderen Landesverb&auml;nde &uuml;berzeugen, dass es nicht zu dem Geb&uuml;hrenabschluss (mit diesen Konditionen) kommt, deren Begr&uuml;ndungen sind folgende; Der Geb&uuml;hrenausgleich von West - Ost soll nach 25 Jahren der Wiedervereinigung von der Politik finanziert werden.</p>
<h3>Die Probleme der kleinen Praxen werden nicht ausreichend geh&ouml;rt</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Probleme der Praxen, die betriebswirtschaftlichen, m&uuml;ssen mehr Ber&uuml;cksichtigung finden</strong> - nicht nur in Bayern. Sie wollten eine strukturelle Erh&ouml;hung mit dem Schwerpunkt auf die aktiven Ma&szlig;nahmen. Da wir ein einer Demokratie leben und sie &uuml;berstimmt wurden, tr&auml;gt der Landesverband Bayern die solidarisch erzielten Ergebnisse mit. Gleichzeitig mit der Geb&uuml;hrenerh&ouml;hung der Ersatzkassen, erh&ouml;ht sich auch die Verg&uuml;tung der Mitgliedergruppe "A" der Postbeamtenkrankenkasse. In der Mitgliedergruppe A sind Beamte und Ruhezustandsbeamte des einfachen Dienstes sowie deren Hinterbliebenen. Die neuen Geb&uuml;hren erh&ouml;hen auch die Preise der B-Positionen - so wie die klassische Massage, K&auml;lteanwendungen, verschiedene B&auml;der und Chirogymnastik, Unterwasserdruckstrahlmassage - bei der Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.</p><div class="copyright">Copyright: © nmann77 - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4416</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>+4.5% f&#xFC;r Bayerns Physiotherapeuten - und die Anderen?</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4412-+45%25_fuer_Bayerns_Physiotherapeuten___und_die_Anderen.html-r4412/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4412-4_5_Prozent_fuer_Bayerns_Physiotherapeuten___und_die_Anderen.jpg" /></p>
Seit Jahren fordern die Verbände eine einheitlichen Vergütung für Physiotherapeuten in Deutschland. Leider ist dieses Ziel noch nicht erreicht, dennoch wurde gerade in Bayern die Vergütungssätze für physiotherapeutische Leistungen erhöht. Nach langen Verhandlungen mit den RVO-Kassen kommt es zum 1. Juli 2014 zu einem sichtbaren Anstieg der Vergütung in Bayern. Nicht nur die bayerischen Physiotherapeuten können sich freuen, sondern auch Masseure und medizinische Bademeister erhalten eine Erhöhung von knapp 4,25 Prozent. 

<h2>.. und die Physiotherapeuten im Rest von Deutschland?</h2>

Der Deutsche Verband für Physiotherapie, LV Bayern e. V. ist mit seinen 30.000 Mitgliedern, die sich auf 13 Landesverbände verteilen sehr zufrieden, jedoch stellt sich nun die Frage, wie es mit den anderen Bundesländern weitergehen soll? Viele Physiotherapeuten verdienen gerade einmal einen Lohn zwischen 6-9 Euro, wenn alle Nebenkosten etc. abgezogen sind, was nicht immer der Regelfall sein muss. Häufig bleiben Zahlungen oder die Arbeit ganz aus, da die Krankenkassen die Leistungen nicht übernehmen wollen oder zu wenig Kunden reinkommen. Viele Physiotherapeuten arbeiten freiberuflich und müssen dementsprechend auch ein Gehalt bekommen, mit welchem sie auch ihre Familie ernähren können. Zusätzlich muss beachtete werden, dass in Bundesländern, wie zum Beispiel Hamburg, die Nebenkosten und Mieten um einiges höher sind, als in anderen Umgebungen und dementsprechend der Lohn angepasst werden sollte.

<h3>Missstand: Erfahrungsorientierte Vergütung</h3>

Ein weiteres Missverhältnis steckt in Berufserfahrung, denn oftmals verdienen die Neueinsteiger in diesem Beruf genau das Gleiche wie diejenigen, die schon auf eine jahrelange Erfahrung zurückblicken können. Der Lohn erhöht sich nicht, sondern geht immer weiter runter. Es ist ein sozialer Missstand, wenn ein Land wie Deutschland es nicht schafft, ein einheitliches Gehalt für den physiotherapeutischen Sektor zu schaffen. Leistungen werden nicht schlechter, nur weil sie in einem anderen Bundesland durchgeführt werden und die Qualität von Massagen kann nur dann gehalten werden, wenn auch ein fairer und vor allem gleicher Lohn für alle angesetzt wird und es keine Sonderkonditionen gibt.

<h3>Missstand: Physiotherapie Ausbildung</h3>

Bedacht werden muss auch die relativ lange Ausbildung, die Physiotherapeuten hinter sich haben. Diese kann, ja nach Bereich, bis zu 3-4 Jahre dauern, die nicht vergütet werden, da es sich um eine schulische Ausbildung handelt. Physiotherapeuten sind und werden auch in Zukunft die treibende Kraft sein, wenn es um die Volksleiden Deutschlands geht, denn nicht nur in Krankenhäusern werden sie benötigt, sondern auch für Hausbesuche und für die eigene Praxis muss genügend Geld vorhanden sein. In Zukunft müssen die Löhne ganzheitlich angepasst werden, damit nicht nur die tätigen Physiotherapeuten einen gerechten Lohn erhalten können, sondern auch Schüler nicht davor abgeschreckt werden, diesen Beruf zu ergreifen, denn Physiotherapeuten werden immer gebraucht und sollten dementsprechend auch in ganz Deutschland gleich entlohnt werden.<div class="copyright">Copyright: Physiowissen.de</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4412</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>FIBO 2014 - 10x2 Tickets zu gewinnen</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4411-FIBO_2014___10x2_Tickets_zu_gewinnen.html-r4411/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4411-FIBO_2014___10x2_Tickets_zu_gewinnen.jpg" /></p>
<p>Ihr wollt zur FIBO 2014 nach K&ouml;ln? Kein Problem mit Physiowissen. Wir verlosen 10x2 Fachbesucher-Tageskarten im Wert von 2x&euro;29.- f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;te Fitnessmesse in Deutschland und Europa. Nat&uuml;rlich habt ihr mit den Tickets auch Zugang zum Expert-Med Bereich in Halle. Die Tickets gelten auch an den Fachbesuchertagen Donnerstag &amp; Freitag! Alles, was ihr tun m&uuml;sst, ist 3 kleine Fragen beantworten.</p>
<ol>
<li>Woher kennt ihr Physiowissen?</li>
<li>Welchen Bereich der Seite nutzt ihr am h&auml;ufigsten?</li>
<li>Was vermisst ihr, wo k&ouml;nnen wir noch besser werden?</li>
</ol>
<p>Verlost werden die Tickets unter allen, die auf dieser Seite die Fragen beantwortet haben. Bei mehr als 10 Teilnehmern entscheidet das Losverfahren :) - Auszahlung der Gutscheinpreise ist nat&uuml;rlich ausgeschlossen, ebenso der Rechtsweg. Teilnahmeschluss ist Montag 26.03.2014 - 16.oo. Danach werden die Gewinner per Mail benachrichtigt.</p>]]></description><guid isPermaLink="false">4411</guid><pubDate>Fri, 21 Mar 2014 08:52:47 +0000</pubDate></item><item><title>Frozen Shoulder - Ursache ungekl&#xE4;rt</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4409-Frozen_Shoulder___Ursache_ungeklaert.html-r4409/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4409-Frozen_Shoulder___Ursache_ungeklaert.jpg" /></p>
Bei der Frozen Shoulder – der "eingefrorenen" Schulter liegt eine Entzündung im Schultergelenk vor, die eine Verdickung und ein anschließendes Zusammenziehen der Gelenkkapsel nach sich zieht. Zwangsläufig geht so die Beweglichkeit des Schultergelenks verloren. Als <strong>Ursache</strong> werden oft Hormon- oder Stoffwechselprobleme vermutet. Denn betroffen sind häufig Frauen in der Prä-Menopause, Diabetiker, Menschen mit Schilddrüsenstörungen. Worin genau der Zusammenhang Stoffwechsel- und Hormonstatus und der Gelenkkapsel-Entzündung besteht, ist <strong>bislang ungeklärt</strong>. Zuweilen tauchen die Beschwerden allmählich auf, bei anderen Patienten schlagartig. Zuweilen erkrankt ein Schultergelenk nach dem anderen. 

<h2>Entstehung und Verlauf</h2>

Berüchtigt ist das Frozen Shoulder Syndrom wegen seiner massiven und anhaltenden Schmerzen, die den Patienten auch im Ruhezustand plagen und ihm häufig sogar den Nachtschlaf rauben. Selbst erfahrene Orthopäden können im Anfangsstadium bei der Diagnose oft nur raten: Handelt es sich um ein Impingement Syndrom, eine Blockade aus dem Schulterblatt, um eine Muskel- oder Sehnenverletzung oder vielleicht doch um eine überlastungsbedingte Schleimbeutelentzündung? 

Eine schwache Hoffnung für Betroffene: Nach etwa 18 bis 24 Monaten tritt in der Regel von selbst eine Besserung ein. Vor allem der Ruheschmerz klingt ab, die Beweglichkeit des Schultergelenks kehrt in der Regel schrittweise und meist vollständig zurück. 

Die Erkrankung verläuft in drei Phasen: 

<strong>Phase 1</strong> ist mit starken Schmerzen verbunden, und zwar im Ruhe- wie im Bewegungszustand. Die Schulter ist dabei noch frei beweglich. 

In <strong>Phase 2</strong> erfolgt das "Einfrieren" des Schultergelenks.

In <strong>Phase 3</strong> klingen die Schmerzen schrittweise ab, die Steifheit bleibt, bedingt durch Verklebungen und Vernarbungen im Gewebe der Gelenkkapsel. 

<h3>Behandlungsmöglichkeiten bei Frozen Shoulder</h3>

Im Anfangsstadium liegt die Behandlung fast ausschließlich in der Hand des Orthopäden und beschränkt sich auf gezielte Schmerzbehandlung und eine Einschränkung der Entzündung. Zuweilen bewirken ein Wärmepflaster oder –Salbe oder gekühlte Gelauflagen mehr Erleichterung als starke Analgetika mit entsprechenden Nebenwirkungen.   
<strong>Eine Bewegungstherapie ist nur mit Vorsicht zu empfehlen, da sich in dieser Phase die Gelenkkapsel aktiv zusammenzieht. </strong>

<strong>In Phase 2 lässt der Ruheschmerz nach</strong>, es bleiben Bewegungsschmerz und Steifheit zurück: Die Beweglichkeit ist nun buchstäblich "blockiert". Jetzt kann ein guter Physiotherapeut allmählich die Verklebungen und "Sperren" sachte zu lösen beginnen und dem Patienten vor allem auch Übungen für den Alltag zeigen. Wer jetzt inaktiv bleibt, dessen Schultermuskulatur bildet sich zurück, die Blockaden verfestigen sich. Zu heftige Bewegungen oder Überlastung jedoch richten mehr Schaden als Nutzen an. 

Der Physiotherapeut wird beispielsweise Dehnungsübungen durchführen, bei denen er die Beweglichkeit des Schultergelenks in alle Richtungen bis zur jeweiligen Grenze "abfragt". Unterstützend kann er Massagen und warme oder kalte Packungen einsetzen. 

<strong>Alternative Behandlungsmethoden</strong> wie Shiatsu-Massage oder Akupunktur können durchaus unterstützen. Zu einer Operation beim Frozen Shoulder Syndrom raten Experten nur, wenn die Beschwerden extrem hartnäckig und einschränkend sind. 

Entweder wird in Vollnarkose wird das Gelenk mobilisiert. Weil dabei allerdings der Muskeltonus und jedes Schmerzempfinden ausgeschaltet werden, kann so auch Schaden angerichtet werden. Viele Therapeuten raten von dieser Methode ab. 
Effektiver ist eine minimalinvasive Arthroskopie:  Die verengte Schulterkapsel wird eröffnet, Narbengewebe und Verklebungen werden entfernt. Selbstverständlich sollte sich nach dem Eingriff eine sorgfältige Physiotherapie anschließen, damit die Schulter wieder voll beweglich wird. <div class="copyright">Copyright: © Artem Furman - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4409</guid><pubDate>Wed, 05 Mar 2014 09:12:50 +0000</pubDate></item><item><title>Morbus Bechterew mit Physiotherapie lindern</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4407-Morbus_Bechterew_mit_Physiotherapie_lindern.html-r4407/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4407-Morbus_Bechterew_mit_Physiotherapie_lindern.jpg" /></p>
Eine Erkrankung des Körpers, die Feingefühl und eine perfekt abgestimmte Therapie im Bereich der Physiotherapie benötigt, ist Morbus Bechterew oder auch Spondylitis ankylosans. Die Entzündung der Wirbel kann die Lebensqualität eines Menschen stark beeinflussen. Einen nachweislich positiven Einfluss auf den Verlauf und die Schmerzlinderung hat eine auf den Patienten abgestimmte Physiotherapie.

<h2>Die Arbeit des Physiotherapeuten mit einem Morbus Bechterew-Patienten</h2>

Morbus Bechterew ist eine Erkrankung, die nicht geheilt werden kann. Die Aufgabe des Physiotherapeuten liegt darin, die <strong>Schmerzen und Symptome zu lindern</strong> und dem Patienten bei der Stärkung seines Körpers zu helfen. Im Vordergrund stehen dabei die <strong>Stärkung der Muskulatur im Rücken</strong> und die Arbeit mit der <strong>Wirbelsäule</strong>. Wird diese <strong>beweglich gehalten</strong>, kann sich dies positiv auf den weiteren Verlauf von Morbus Bechterew auswirken. Die Zusammenstellung der Therapie ist abhängig von dem Stadium, in dem sich der Patient befindet. Befindet sich Morbus Bechterew noch im Anfangsstadium, wird vor allem die Vorbeugung in Angriff genommen. Gemeinsam mit dem Patienten gilt es, den Bewegungsapparat geschmeidig zu halten. Bei einer fortgeschrittenen Erkrankung des Patienten ist es notwendig, die Therapie individuell zusammenzustellen und in Abstimmung mit dem Patienten ein Programm zur Linderung der Symptome zu erarbeiten. 

<h2>Behandlung bei Morbus Bechterew</h2>

Als Grundlage für die Behandlung wird eine regelmäßige Krankengymnastik angesehen. Der Therapeut zeigt dem Patienten Übungen, die dieser am Morgen und am Abend auch selbstständig durchführen kann. Die Übungen sind darauf ausgelegt, der Steifheit in den Gelenken entgegenzuwirken. Die Mobilisierung von betroffenen und eingeschränkten Gelenken und die Schulung der Wirbelsäulenbeweglichkeit stehen dabei im Vordergrund. Wichtig ist es Übungen zu wählen, die der Patient auch zu Hause durchführen kann. Die leichte Dehnung der Nackenmuskulatur und die Stärkung der Halswirbelsäule bieten sich hier ebenso an wie Dehnungen der beiden Brustkorbseiten. 

Da Morbus Bechterew auch Atembeschwerden hervorrufen kann, stehen nicht nur Rücken- und Nackenmuskulatur bei der Behandlung im Vordergrund. Auch der Arbeit am Brustkorb wird eine große Bedeutung beigemessen. Übungen zur Atemvertiefung in die Flanken können dem Patienten helfen, mit Atembeschwerden ohne Stress umzugehen. 

Neben den therapeutischen Übungen im Gymnastikraum ist es empfehlenswert, einen Morbus Bechterew-Patienten im Bewegungsbad zu trainieren. Die Voraussetzung hierfür ist eine Wassertemperatur von rund 30 Grad Celsius. So werden Verkrampfungen verhindert. Im Wasser kann der Patient mit zusätzlichen Übungen die Wirbelsäule stärken. Eine Linderung der Schmerzen bei einer regelmäßigen Therapie im Bewegungsbad macht sich bei vielen Patienten schon nach kurzer Zeit bemerkbar. Der Physiotherapeut kann den Patienten zudem darauf hinweisen, dass warme Bäder vor der Nacht schmerzlindernd wirken. 

<h3>Das Ziel bei der Behandlung von Morbus Bechterew</h3>

Die physiotherapeutische Therapie bei einem an Morbus Bechterew erkrankten Patienten ist dauerhaft ausgelegt. Dennoch gibt es verschiedene Behandlungsziele, die bei der Erstellung eines Therapieplans im Vordergrund stehen. <strong>Die Beweglichkeit von Brustkorb und Wirbelsäule gehören hier ebenso dazu wie die Dehnung von bereits verkürzter Muskulatur</strong>. Die Gelenke in Fingern, Schulter und Hüfte werden mit ausgewählten Übungen in ihrer Beweglichkeit unterstützt. Für den Patienten ist es zudem wichtig, eine Linderung der Schmerzen zu erfahren und den Umgang mit akuten Schüben durch Übungen erleichtern zu können. 
<div class="copyright">Copyright: Wikipedia.org | Svenfruitsmaak </div>]]></description><guid isPermaLink="false">4407</guid><pubDate>Wed, 05 Feb 2014 09:36:35 +0000</pubDate></item><item><title>Psychomotorik - mit der Liebe zum Spiel arbeiten</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4406-Psychomotorik___mit_der_Liebe_zum_Spiel_arbeiten.html-r4406/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4406-Psychomotorik___mit_der_Liebe_zum_Spiel_arbeiten.jpg" /></p>
Die Arbeit als Physiotherapeut hat viele Facetten und betrifft häufig auch das Zusammenspiel mehrerer Elemente. Bei der Betreuung und Therapie eines Kindes kommt daher gerne die Psychomotorik ins Spiel. Hierbei handelt es sich um ein Behandlungskonzept, das die Psyche und den Körper miteinander verbindet. 

<h2>Mit der Liebe zum Spiel arbeiten</h2>

Die Therapie im Bereich der Psychomotorik basiert für ein Kind auf dem Spiel. Im Rahmen verschiedener Spiele erlernt der Patient unterschiedliche Fähigkeiten. Zum Einsatz kommt die Therapie bei Kindern, die in ihrer Entwicklung ein wenig unterstützt werden müssen, einen kleinen Anstoß benötigen oder bei denen aufgrund von Erkrankungen auf eine spielerische Förderung mit Therapieelementen gesetzt wird. Der Physiotherapeut hat die Aufgabe, einen auf das Kind und dessen Körper abgestimmten Therapieplan zu entwickeln und dabei auch dem Kind Gestaltungsmöglichkeiten zu geben. 

<h2>Therapieinhalte</h2>

Die Inhalte der Therapie richten sich nach den Beeinträchtigungen des Kindes. Dabei bauen sie auf unterschiedlichen Themengebieten auf. Dazu gehören die Förderung und Unterstützung von Gleichgewicht und Koordination, die Feinmotorik aber auch die Ausdauer und die Konzentration bei einem Spiel. Ebenso dazu gehören ein Fokus auf die Raumorientierung sowie die Wahrnehmung von sich selbst und anderen Personen. Diese wird besonders in einer Gruppentherapie unterstützt. Der Physiotherapeut hat so die Möglichkeit, sowohl die Psyche als auch die Motorik mit in das Spiel zu bringen. In der Physiotherapie werden gerne Bewegungslandschaften eingesetzt, um die Inhalte gut umsetzen zu können. Der Patient kann die Landschaft mit dem Therapeuten aufbauen und sie auf abwechslungsreiche Weise durchlaufen. Auch Übungen im Wasserbecken werden gerne genutzt. 

<h2>Die Ziele der Therapie</h2>

Eine psychomotorische Therapie kann unterschiedliche Ziele verfolgen. Grundsätzlich geht es darum, mit dem Therapeuten die Motorik zu fördern und zu festigen. Die erworbenen Fähigkeiten und auch Ideen für Spiele oder der Umgang mit Einschränkungen sollen dem Kind ermöglichen, mit dem Alltag leichter umzugehen. Der Bereich der Psychomotorik ist groß. Daher empfiehlt es sich, an einer themenspezifischen Weiterbildung teilzunehmen. Zudem werden auch Studiengänge angeboten, die sich auf Motologie und Psychomotorik beziehen. Hier spielen häufig auch pädagogische Elemente mit hinein, die bei einer dauerhaft angestrebten Arbeit mit der Psychomotorik in der Physiotherapie von Vorteil sind. <div class="copyright">Copyright: © Dmitry Naumov - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4406</guid><pubDate>Thu, 30 Jan 2014 13:04:39 +0000</pubDate></item><item><title>Folgen durch falsche Sitzpositionen - was l&#xE4;sst sich dagegen tun?</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4405-Folgen_durch_falsche_Sitzpositionen___was_laesst_sich_dagegen_tun.html-r4405/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4405-Folgen_durch_falsche_Sitzpositionen___was_laesst_sich_dagegen_tun.jpg" /></p>
<p>Einzig f&uuml;r sitzende T&auml;tigkeiten ist der menschliche K&ouml;rper nicht geschaffen. Das ist problematisch, immerhin verrichtet ein Gro&szlig;teil von uns seine t&auml;gliche Arbeit mittlerweile im Sitzen. Noch schlimmer als die mangelnde Bewegung ist jedoch, dass nur die wenigsten B&uuml;roangestellten &uuml;berhaupt korrekt sitzen. Mal ehrlich, wer kann von sich behaupten, beide Beine im rechten Winkel aufgestellt auf den Boden zu stellen, die Wirbels&auml;ule zu strecken und aufgerichtet vor dem Schreibtisch zu sitzen? Nur wenige halten dies durch und viele Menschen klagen aus diesem Grund &uuml;ber R&uuml;ckenschmerzen.</p>
<h2>Falsches Sitzen f&ouml;rdert Verspannungen</h2>
<p>Wer &uuml;berwiegend nach vorne gebeugt, die Schultern heruntergedr&uuml;ckt und schlichtweg krumm am Schreibtisch sitzt, mag diese Haltung zwar relativ bequem finden, der Gesundheit ist sie allerdings nicht zutr&auml;glich. Sicherlich gelingt es vielen Menschen, &uuml;ber Jahre hinweg beschwerdefrei ungesunde Sitzpositionen einzunehmen, doch vielen geht es genau andersherum. Sie klagen &uuml;ber R&uuml;ckenschmerzen, steife Nackenmuskeln und teils &uuml;ber heftige Kopfschmerzen, die durch verspannte Muskeln hervorgerufen werden. Doch ist dies kein Zustand, der einfach hingenommen werden muss. Jeder hat die M&ouml;glichkeit, seinen Arbeitsplatz so gesund erhaltend wie nur m&ouml;glich einzurichten. Erm&ouml;glicht es der Vorgesetzte nicht, gute B&uuml;rost&uuml;hle und auf die optimale H&ouml;he angepasste Schreibtische zu erwerben, gibt es immer noch einige Tipps, die Angestellte w&auml;hrend ihrer Arbeitszeit umsetzen k&ouml;nnen.</p>
<h3>Bewegung ist Trumpf</h3>
<p>Wie anfangs erw&auml;hnt, ist der menschliche K&ouml;rper nicht f&uuml;r ausschlie&szlig;lich sitzende T&auml;tigkeiten geschaffen. Um die Muskeln w&auml;hrend der Arbeitszeit zu lockern, bietet es sich an, einzelne Wege in den Tagesablauf einzubauen. Teils gen&uuml;gt es schon, wenn der Drucker im B&uuml;ro nicht direkt am Schreibtisch steht, sondern in einigen Schritten Entfernung liegt. Auch ein Papiereimer, der nicht mit einem knappen Hinabbeugen erreichbar ist, f&ouml;rdert die Bewegung w&auml;hrend der Arbeit. Andere Hilfsmittel sollten speziell mit dem Vorgesetzten besprochen werden. Auch ihm ist es daran gelegen, dass Mitarbeiter nicht von R&uuml;ckenschmerzen geplagt zur Arbeit erscheinen. Daher hat es durchaus Sinn, wenn sich Vorgesetzte darauf konzentrieren, ergonomische B&uuml;rost&uuml;hle wie den Swooper anzuschaffen, die bereits beim Sitzen die Bewegung f&ouml;rdern. Anstelle auf einem festen Fu&szlig; zu ruhen, besitzen solche St&uuml;hle eine mitschwingende S&auml;ule, die bei jeder Bewegung nachgibt und zum sofortigen Abkippen des Beckens f&uuml;hrt. Auch bewegliche R&uuml;ckenlehnen f&ouml;rdern das gesunde Sitzen. Mitarbeiter, die keine M&ouml;glichkeit f&uuml;r einen solchen Stuhl sehen, k&ouml;nnen mit einem kleinen Kostenaufwand einen &auml;hnlichen Effekt erzielen. Es gibt f&uuml;r normale B&uuml;rost&uuml;hle Auflagen, die ebenfalls die Beweglichkeit des Beckens f&ouml;rdern. Notfalls hilft ein <a href="doc-beitrag198-Kleine_Bandscheibengymnastik_mit_Gymnastikball.html">Gymnastikball</a>, der anstelle des B&uuml;rostuhls genutzt wird. Hier noch einmal die wichtigsten Tipps im &Uuml;berblick:</p>
<ul>
<li>Wege in den B&uuml;roalltag einbauen (Beispiel: Drucker vom Sitzplatz entfernt platzieren)</li>
<li>Ergonomische B&uuml;rost&uuml;hle nutzen</li>
<li>Auflagen f&uuml;r herk&ouml;mmliche B&uuml;rost&uuml;hle erwerben</li>
<li>Gymnastikball</li>
</ul>
<h3>Sport als Ausgleich</h3>
<p>Nach einem langen Arbeitstag im B&uuml;ro bietet es sich an, regelm&auml;&szlig;ig Sport zu treiben. Dieser <a href="udb2-portal-Orthopaedie__und__Chirurgie_Kraeftigung_Rueckenmuskulatur-16-12-.html">st&auml;rkt die R&uuml;cken- und Bauchmuskeln</a>, wodurch R&uuml;ckenschmerzen bereits verhindert werden. Bei bereits ausgepr&auml;gten Schmerzen ist auch eine spezielle Sitzschule eine &Uuml;berlegung wert. Viele Krankenkassen f&ouml;rdern solche Programme, zudem macht die Bewegung im Rahmen des Seminars Spa&szlig; und dient als k&ouml;rperlicher Ausgleich. <a href="thema-artikel4362-Rueckenschmerzen___aufwaendigere_Therapie_lohnt_sich.html">R&uuml;ckenschmerzen braucht heute niemand mehr hinnehmen</a> und mit ein wenig Willen gelingt es sogar, auf einem nicht optimalen B&uuml;rostuhl korrekt und aufrecht zu sitzen. Es ist aber trotzdem sehr wichtig am B&uuml;ro auch den richtigen Stuhl zu haben, hier kann man gefahrlos empfehlen.</p><div class="copyright">Copyright: © Robert Kneschke - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4405</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Osteopathie - Berufsstand zwischen den St&#xFC;hlen</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4401-Osteopathie___Berufsstand_zwischen_den_Stuehlen.html-r4401/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4400-Osteopathie___Berufsstand_zwischen_den_Stuehlen.jpg" /></p>
<p>Die <a href="thema-artikel4292-Osteopathie.html">Osteopathie</a>&nbsp;als Bereich der Alternativmedizin, befasst sich mit verschiedenen Behandlungs- und Krankheitskonzepten. Es geht vorwiegend um Behandlungsverfahren, die mit den blo&szlig;en H&auml;nden durchgef&uuml;hrt werden. Deshalb h&ouml;rt man auch h&auml;ufig den Begriff "<a href="thema-artikel4298-Manuelle_Therapie.html">Manuelle Therapie</a>", wenn &uuml;ber die Osteopathie gesprochen wird. Dabei bedient sich dieses Konzept eigenen Techniken, wie zum Beispiel die "<em>Faszien-Release-Technik, die HVLA-Techniken,die Muskel-Energie-Technik und auch Viszerale-Techniken</em>. Viszerale Techniken werden angewendet, um Gleitbewegung der inneren Organe zu behandeln.</p>
<h2>Osteopathie - Therapie seit 130 Jahren</h2>
<p>Die Osteopathie kommt urspr&uuml;nglich aus den Vereinigten Staaten von Amerika und hat eine knapp 130 j&auml;hrige Geschichte und Tradition. In den vergangenen Jahren hat eine Entwicklung stattgefunden und immer mehr Menschen schenken der Osteopathie ihr Vertrauen.</p>
<h3>Osteopathie in Deutschland</h3>
<p>Allerdings ist es ein Fakt, dass der Beruf des Osteopathen in Deutschland noch nicht anerkannt ist und es auch keine einheitlich geregelte Berufsausbildung gibt. Laut deutscher Rechtssprechung ist es so, dass die Osteopathie als eine Heilkunde bezeichnet wird. Die ist Teil des Heilpraktikergesetzes und darf daher nur von ausgebildeten &Auml;rzten und Heilpraktikern angewandt werden. Dennoch &uuml;bernehmen seit dem 1.Januar 2012 verschiedene gesetzliche Krankenkassen die Behandlung f&uuml;r Pflichtversicherte, wenn auch nur gewisse Teile der Behandlung. Doch aufgrund des immer gr&ouml;&szlig;er werdenden Zuspruchs in der Bev&ouml;lkerung fordern die Osteopathen nun ihren eigenen Berufsstand.</p>
<h2>Eigener Berufsstand f&uuml;r Osteopathen?</h2>
<p>Beim 16. Osteopathie-Kongress in Bamberg wurde eine Liste mit &uuml;ber 50.000 Unterschriften pr&auml;sentiert, die den Zuspruch bei den Menschen f&uuml;r das Anliegen der Osteopathen ausdr&uuml;cken soll. Der Verband der Osteopathen Deutschland ( VOD ) zeigte sich stolz und zufrieden aufgrund dieser positiven Resonanz. Der Verband kann sich auch auf die Unterst&uuml;tzung von Politikern wie Volker Bouffier oder prominenten Sportlern wie Tischtennis Europameister Timo Boll oder auch Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler verlassen. Auch Hans-Wilhelm G&auml;b,der Aufsichtsratsvorsitzende der Adam Opel AG geh&ouml;rt zu den einflussreichen Bef&uuml;rwortern.</p>
<h3>Voraussetzung: Einheitlicher Ausbildungsstandart</h3>
<p>Der VOD und der unterst&uuml;tzende Teil der Bev&ouml;lkerung fordern gemeinsame Pr&uuml;fungen und einheitliche Ausbildungsstandards. In anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern wird die Osteopathie schon als eigener Beruf anerkannt und die Osteopathen fordern nun Deutschland auf nachzuziehen und somit nat&uuml;rlich auch die Patientensicherheit zu gew&auml;hrleisten.</p>
<h3>Warum es nicht so einfach ist</h3>
<p>In den USA gibt es schon Colleges die eine Form der Arztausbildung beinhalten. Diese Colleges arbeiten auch teilweise eng mit anderen Universit&auml;ten zusammen. Im Rahmen dieser Ausbildung werden auch Kurse &uuml;ber Chirurgie und Pharmazie belegt. Eine solche Ausbildung aus den USA kann in Deutschland als Arztausbildung von Regierungspr&auml;sidien anerkannt werden, wenn man auch den n&ouml;tigen Ausbildungsnachweis vorlegen kann. <strong>Das Problem</strong> ist, dass die osteopathische Behandlung bzw. ihre Effektivit&auml;t von einigen Kritikern in Frage gestellt wird, da man die Wirksamkeit nicht 100% nachweisen kann. Zumindest nicht f&uuml;r alle Krankheitsbereiche.</p>
<p>Gerade f&uuml;r die viszerale Osteopathie gibt es nur sehr wenige Studien, die die Erfolgsquote seri&ouml;s nachweisen k&ouml;nnten. Oft wird auch der Behandlungserfolg dieser Alternativmethode auf die subjektive Wahrnehmung des Patienten zur&uuml;ckgef&uuml;hrt.</p><div class="copyright">Copyright: Dan Race - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4401</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Selbst&#xE4;ndiger Physiotherapeut - welche Versicherungen brauche ich?</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4396-Selbstaendiger_Physiotherapeut___welche_Versicherungen_brauche_ich.html-r4396/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4396-Selbstaendiger_Physiotherapeut___welche_Versicherungen_brauche_ich.jpg" /></p>
Physiotherapeuten helfen in ihrer täglichen Arbeit anderen Menschen, ihre Gesundheit und ihr körperliches sowie seelisches Wohlbefinden aufrechtzuerhalten bzw. wiederzuerlangen. Doch dabei sind sie nicht vor Irrtümern und Fehlern gefeit. Schnell kann eine kleine Unachtsamkeit nicht nur ihren Ruf gefährden, sondern auch hohe Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. 

Aber auch ein Unfall in der Freizeit, der den Physiotherapeuten daran hindert, seine Tätigkeit – zumindest für eine gewisse Zeit – weiter auszuführen, kann hohe finanzielle Einbußen zur Folge haben. Daher ist es wichtig, dass sich Physiotherapeuten optimal absichern. Doch was gilt in diesem Zusammenhang als optimale Absicherung? Bei einigen Policen ist es wesentlich, dass die Versicherungen auf Physiotherapeuten zugeschnitten sind. Darüber hinaus benötigen Physiotherapeuten zum Teil weitere Versicherungen, die in anderen Branchen nicht erforderlich sind.  

<h2>Berufshaftpflicht: Für Physiotherapeuten ein Muss</h2>

Eine für Physiotherapeuten unerlässliche Versicherung ist die Berufshaftpflicht. Denn auch wer mit seiner Arbeit nur Gutes bewirken will, kann ungewollt – sei es durch Behandlungsfehler, Ungeschicklichkeit oder ein Versehen – einem Dritten einen Schaden zufügen. Verursachen Sie im Zusammenhang mit Ihrer Praxis bei einem Patienten, einem Vertragspartner oder einem Lieferanten einen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden, werden nicht selten hohe Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Gegen solche Risiken können Sie sich jedoch mit einer beruflichen Haftpflichtversicherung absichern, die speziell auf die Anforderungen medizinischer Heilberufe, wie etwa Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden oder Krankengymnasten, zugeschnitten ist. 

Sind die Ansprüche des Geschädigten berechtigt, leistet der Haftpflichtversicherer dann die geforderte Entschädigung. Ein Großteil der Angebote zur Berufshaftpflicht für eine freiberufliche bzw. selbstständige Tätigkeit umfassen darüber hinaus Zusatzleistungen, wie beispielsweise einen Schlüsselverlust. 

<h2>Praxisinhaltsversicherung: Gegen Schäden in der Praxis absichern</h2>

Eine weitere unverzichtbare Versicherung für Physiotherapeuten stellt die sogenannte Praxisinhalts- bzw. Praxisinventarversicherung dar. In vielen Praxen befinden sich kostspielige Behandlungsgeräte, aufwendige EDV-Ausstattungen und teure Einrichtungsgegenstände. Doch selbst wenn die Einrichtung der Praxis eher kostengünstig gestaltet ist – im Falle eines Einbruchs, Brandes oder Feuers können die hierdurch entstandenen Schäden schnell teuer für Sie werden. Denn auch für Schäden, die durch Löschwasser oder beim Einbruch an Türen und Fenstern entstehen, müssen Sie selbst aufkommen, wenn kein Verursacher haftbar gemacht werden kann. 

Sie können sich jedoch mit einer Praxisinhaltsversicherung kostengünstig gegen solche Risiken absichern. In der Regel kommt der Versicherer für solche Schäden auf, die im Zusammenhang mit Einbruch-Diebstahl, Vandalismus im Rahmen eines Einbruchs, Feuer, Raub, Explosion und Leitungswasser entstehen. Sollte infolge eines dieser Schadenereignisse eine Betriebsunterbrechung unumgänglich sein, übernimmt die Versicherung in der Regel etwa die laufenden Kosten und den entgangenen Gewinn. 

Bei einigen Versicherern besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Glasbruch gegen einen Zuschlag in den Versicherungsschutz mit aufzunehmen. Andernfalls sollte separat eine Glasversicherung abgeschlossen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn in den Praxisräumen große Schaufenster vorhanden sind. Ob der Abschluss weiterer Zusatzklauseln wie beispielsweise einer Elementarschaden- oder Sturmversicherung empfehlenswert ist, hängt im Einzelfall von der Lage des Betriebes ab. 

<h2>Private Unfallversicherung mit verbesserter Gliedertaxe für Heilberufe </h2>

Doch nicht nur Ereignisse in der Praxis und während der Arbeitszeit bergen für Physiotherapeuten hohe Risiken hinsichtlich finanzieller Einbußen. Angesichts der Tatsache, dass die Mehrheit der Unfälle in der Freizeit geschehen, in der der gesetzliche Unfallschutz nicht greift, sollten Physiotherapeuten darüber hinaus über eine private Unfallversicherung verfügen. Beim Abschluss einer privaten Unfallversicherung sollte jedoch darauf geachtet werden, dass eine Police gewählt wird, für die die verbesserte Gliedertaxe für Heilberufe gilt. 

Im Versicherungsrecht wird mithilfe der Gliedertaxe der Grad der Invalidität und darauf basierend die Höhe der Leistung im Schadenfall ermittelt. Verlieren Physiotherapeuten beispielsweise ihre Daumen oder können diesen nicht mehr bewegen, bedeutet das in der Regel ein Ende ihrer beruflichen Einsatzfähigkeit. Herkömmliche private Unfallversicherungen würden in einem solchen Fall jedoch nur 20 Prozent der vertraglich vereinbarten Versicherungssumme zahlen. Gilt hingegen die verbesserte Gliedertaxe für Heilberufe, erhalten Physiotherapeuten jedoch mindestens 60 Prozent der Versicherungssumme. Die höheren Prozentsätze sind darauf zurückzuführen, dass Angehörige von Heilberufen unter einer solchen Beeinträchtigung im Rahmen der zu bewältigenden Arbeitsaufgaben besonders stark leiden. Nicht zu vergessen ist eine häufig angegliederte <a href="http://www.cosmosdirekt.de/berufsunfaehigkeitsversicherung/">Berufsunfähigkeitsversicherung für Physiotherapeuten</a>, da wie bereits angesprochen ein fitter Körper nahezu Voraussetzung für die Ausübung unseres Berufes ist. <div class="copyright">Copyright: © marasanya - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4396</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>MRSA - die unsichtbare Gefahr f&#xFC;r Physiotherapeuten</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4397-MRSA___die_unsichtbare_Gefahr_fuer_Physiotherapeuten.html-r4397/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4397-MRSA___die_unsichtbare_Gefahr.jpg" /></p>
<p>MRSA ist ein multiresistenter Keim, der besonders in Krankenhäusern auftritt. Der "<i>Staphylococcus aureus</i>" ist ein Bakterium, das meist bei Menschen aber auch bei Tieren vorzufinden ist. Das Bakterium kann im Körper des Menschen auftreten ohne dabei einen Krankheitswert hrvorzurufen. Gerade in Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Rehakliniken steigt die Anzahl der Patienten mit dem Keim MRSA. Der Staphyloccocus aureus besiedelt meist die Nasenvorhöfe, die Leistenregion aber auch Wunden.

Aufgrund des Aufbaus des Keimes sind diese resistent gegen Antibiotika.
MRSA wird vor allem über die Hände übertragen. Der Keim ist in der Lage, mehrere Monate auf sämtliche Gegenstände zu überleben. Darin besteht die Schwierigkeit bei dem Personal. Insbesondere Physiotherapeuten, da sie ständigen Körperkontakt mit den Menschen haben. Sie behandeln Betroffene mit den Händen aber auch mit Hilfsmitteln. Wenn diese nicht vorschriftsmäßig desinfiziert werden, wird dieser Keim sehr schnell weitergetragen. Die unsichtbare Gefahr lauert, weil die Folgen und die Keimübertragung nicht antastbar sind.

Deshalb müssen alle Hygienemaßnahmen genau durchgeführt werden. Vor allem sehr wichtig bei der korrekten Händedesinfektion. Die Hände werden nach bestimmten Richtlinien gereinigt und desinfiziert Die benutzen Gegenstände werden nach jedem behandelten Patienten wischdesinfiziert. Bei der Behandlung sind Einmalkittel und Handschuhe zu tragen. Diese werden nach der Physiotherapie in den Hausmüll verworfen. Unwissenheit und Nachlässigkeit sind eine Gefahr, deshalb ist es wichtig sich eine Übergabe des Menschen einzuholen.

Physiotherapeuten behandeln am Tag mehrere Menschen und Kinder, sobald die Händedesinfektionskette nicht eingehalten wird, ist es ein Kreislauf ohne Ende. Der Keim wird weitergetragen. Die immunschwachen Menschen erkranken und zeigen Symptome, können im schlimmsten Falle die Organe angreifen.

</p><h2>Therapie gegen MRSA</h2>

Die Maßnahmen zur Sanierung des Patienten und die Auswahl der Präparate werden vom Arzt festgelegt. Diese können auch zu Hause durchgeführt werden. Die Phase der Sanierung muss wiederholt werden, erst wenn drei Abstriche hintereinander als positiv ausgewertet werden, ist der Betroffene MRSA befreit. Die Reinigung erfolgt mit mehrmals täglichem Auftragen der Nasensalbe in die Nasenvorhöfe, täglich baden mit antiseptischen Lösungen einbegriffen mit Haarwäsche mindestens 20 Minuten. Mundspülungen sind ebenfalls notwendig. Nach erfolgter Sanierung werden alle benutzten Sachen verworfen. Nach drei Monaten wird eine Kontrolluntersuchung durchgeführt.
Fazit:

Das Personal muss ständig über die Infektion und die Hygienemaßnahmen geschult werden. Die Richtlinien sind ständig zu aktualisieren und den neuen Erkenntnissen anzupassen. Es ist wichtig sich an die Hygienerichtlinien zu halten zur eigenen und zur Fremdsicherheit.

<h2>Anleitung zum Hände desinfizieren</h2>


<ol>
<li>Handflächen aneinander reiben</li>
<li>Reiben der Handfläche an der Handoberseite der jeweils anderen Hand mit gespreizten Fingern</li>
<li>Reiben der Handflächen aneinander, mit gespreizten Fingern</li>
<li>Reiben der Oberfläche der Finger in der Handfläche der jeweils anderen Hand</li>
<li>Reiben des jeweils anderen Daumens in der geballten Faust</li>
<li>Reiben der Fingerkuppen in der Handfläche der jeweils anderen Hand</li>
</ol>

<iframe width="560" height="315" src="https://www.physiowissen.de/applications/core/interface/index.html" frameborder="0" allowfullscreen data-embed-src="//www.youtube.com/embed/dG6-0xe5qSY"></iframe>

Bei Fragen und Informationslücken, kann das Robert-Koch Institut einbezogen werden.(www.robert-koch-institut.de)Jedes Gesundheitsamt der einzelnen Stadtbezirke kann auch weitere Hilfestellungen geben und Fragen beantworten.<div class="copyright">Copyright: © Sandor Jackal - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4397</guid><pubDate>Mon, 19 Aug 2013 08:02:12 +0000</pubDate></item><item><title>Studie beweist &#xDC;berlegenheit von Physiotherapie &#xFC;ber Operation</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4395-Studie_beweist_Ueberlegenheit_von_Physiotherapie_ueber_Operation.html-r4395/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4395-Studie_beweist_Ueberlegenheit_von_Physiotherapie_ueber_Operation.jpg" /></p>
<p>Neueste Untersuchungen der Universit&auml;t Otago (Neuseeland) ergeben, dass manuelle Physiotherapie und besondere &Uuml;bungsprogramme Besserung bei schmerzhafter Osteoarthritis in Knie- und H&uuml;ftgelenken bewirken. Au&szlig;erdem sind sie &uuml;berraschend kosteneffektiv.</p>
<h2>Studie - Manuelle Therapie bei Osteoarthritis</h2>
<p>Die klinische Studie wurde &uuml;ber 1 Jahr mit 270 Patienten durchgef&uuml;hrt. Unterst&uuml;tzend und beratend wirkten Physiotherapeuten und &Auml;rzte mit. Leiter der Studie war Professor Haxby Abbott vom Muskel- und Knocheninstitut der Universit&auml;t. Eine Probandengruppe wurde &uuml;ber 9 Wochen mit 7 Sitzungen manueller Physiotherapie a 40-50 Minuten behandelt, zus&auml;tzlich zur &uuml;blichen Behandlung. Zwei Extrasitzungen fanden nach 7 Wochen statt. Eine weitere Gruppe absolvierte Trainings&uuml;bungen in der Klinik und zu Hause, w&auml;hrend die dritte Gruppe mit einer Mischung aus &Uuml;bungen und manueller Therapie behandelt wurde. Eine Kontrollgruppe erhielt nur die regul&auml;re Behandlung, um Vergleichswerte zu erhalten.</p>
<h3>Kombination mit &Uuml;bungsaufgaben</h3>
<p>Die &Uuml;bungsaufgaben wurden sowohl zuhause als auch in der Klinik durchgef&uuml;hrt. Sie umfassten Stretching, Beweglichkeitstraining, Gleichgewichtstraining und Muskelaufbau. Die manuelle Therapie wurde in jedem Fall individuell an die Probanden angepasst. Weiterhin beleuchtet die Studie <strong>die Kosten der Extrabehandlungen</strong>.</p>
<h3>Wie effektiv sind Zusatzbehandlungen?</h3>
<p>Sie kam zu dem Ergebnis, dass die zus&auml;tzliche Behandlung sowohl f&uuml;r das Gesundheitssystem als auch den Patienten kosteneffektiv ist. Die Einsparungen ergeben sich vorrangig daraus, dass teure Medikamente und vor allem aufwendige Operationen mit anschlie&szlig;ender Nachsorge &uuml;berfl&uuml;ssig werden. "<strong>W&auml;hrend die &Uuml;bungsprogramme die bestm&ouml;gliche Kosteneffektivit&auml;t aus Sicht des Gesundheitssystems darstellen, kann die manuelle Therapie eher aus gesellschaftlicher Perspektive punkten</strong>", so einer der leitenden Professoren der Studie. Weiterhin ergab sich, dass die manuelle Therapie vor allem Symptome gelindert hat.</p>
<h3>Was hat sich durch die &Uuml;bungen verbessert?</h3>
<p>Die &Uuml;bungen verbesserten Beweglichkeit und Lebensqualit&auml;t der Probanden. Es kann folglich nicht klar definiert werden, welche der beiden Ma&szlig;nahmen geeigneter ist. Individuell ausgerichtete Behandlungen verst&auml;rken die Wirkung der &uuml;blicherweise verordneten Ma&szlig;nahmen sehr stark.</p>
<p>Die Auswirkungen der Studie auf die Probanden waren sogar 12 Monate nach Durchf&uuml;hrung der Studie noch deutlich erkennbar. Fest steht, dass eine Zusatzbehandlung in jedem Fall lohnenswert ist. Momentan ist das Potential nicht-chirurgischer Eingriffe bei weitem nicht ausgereizt, obwohl laut Experten der Erfolg sowohl kosteng&uuml;nstiger als auch schmerzfreier erreicht werden kann als durch andere Eingriffe. Die Studie soll &Auml;rzte dazu animieren, bei der Behandlung von Knochenarthritis eher auf therapeutische Ma&szlig;nahmen zur&uuml;ckzugreifen, statt operativ oder medikament&ouml;s einzuschreiten. Mit dieser Studie wurde erneut die &Uuml;berlegenheit physiotherapeutischer Ma&szlig;nahmen gegen&uuml;ber chirurgischer Intervention bewiesen. Zur Studie: <a href="http://www.otago.ac.nz/news/news/otago050882.html">"Osteoarthritis improved by extra physiotherapy programmes" - Assoc. Prof. Abbott / Assoc. Prof. Hansen Otago 2013</a></p><div class="copyright">Copyright: © videodoctor - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4395</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Versorgungsdichte mit Physiotherapeuten</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4393-Versorgungsdichte_mit_Physiotherapeuten.html-r4393/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4393-Versorgungsdichte_mit_Physiotherapeuten.jpg" /></p>
Die allgemeine Versorgungsdichte bezieht sich auf Ärzte aller Art und Spezialisten aus der Branche. Hier wird jährlich eine sogenannte Bilanz gezogen, wie viele Patienten auf einen Medizier aus der Gesundheitsbranche kommen. Dieser Wert errechnet sich aus der Anzahl der betreffenden Einwohner und Praxen und/oder der Berufsausübenden. 

<h3>Wie wird die Versorgungsdichte bestimmt?</h3>

Um das Gesamtbild abzurunden, werden ebenfalls die Bürger gefragt, ob sie mit ihrer ärztlichen Allgemeinversorgung zufrieden sind und sich zudem gut aufgehoben und behandelt fühlen. Oftmals liegt die Problematik darin, dass die Patienten das Gefühl haben, zu wenig Fachärzte zur Auswahl zu haben. Diese Meinung bildet sich meist schnell, durch zu lange Wartezeiten in den Praxen oder gar auf einen Termin für eine genaue Behandlung. Vor allem fühlen sich die Meisten abgespeist und nicht ausreichend beraten. Die durchschnittliche Behandlung eines Patienten beträgt gerade einmal zehn Minuten. Bei komplexeren Anliegen, gerade einmal bei zwanzig Minuten. Hiervon sind ambulante Eingriffe nicht ausgenommen. Durch die zahlreichen Marktanalysen der Versorgungsdichte, wird oft die Befürchtung eines Ärztestopps laut, da mehr Fachpersonal auch mehr Kosten verursacht. 

Fakt ist, dass besonders auf dem Land ein Mangel an medizinischem Personal herrscht. Die Versorgungsdichte, ist in ländlichen Gebieten somit nicht so gut gewährleistet, wie beispielsweise in Großstädten oder Ballungsgebieten.

<h2>Versorgungsdichte der Physiotherapie unter die Lupe genommmen</h2>

Die Zahl der zugelassen Physiotherapeuten im Jahre 2012 betrug 36.323. Im ersten Quartal von 2012, waren es lediglich noch fast 1000 Physiotherapeuten weniger. Die Anzahl der Praxen für Physiotherapie, ist also leicht gestiegen. Somit steigt die Versorgungsdichte leicht an. Dies bedeutet, dass nun ca. 2.211 Menschen von einem Physiotherapeuten versorgt werden. Ein Hausarzt hingegen, versorgt gerade einmal ca. 1.500 Menschen. 

Die Werte der Versorgungsdichte schwanken jedoch von Gebiet zu Gebiet. Eine besonders schlechte Gesamtlage herrscht in Nordrhein-Westfalen und der Hansestadt Hamburg. Hier werden fast 2.200 Menschen zu einer einzigen Praxis gezählt. Besonders gut sieht es hingegen in Sachsen aus. Hier sind es 1.300 Patienten weniger pro Physiotherapie-Praxis.

Im Allgemeinen gilt, dass die Zahlen der Versorgungsdichte sehr unterschiedlich sind. Diese ändern sich meist sogar von Quartal zu Quartal und sind nicht pauschalisierbar. Ziel des Bundesministeriums für Gesundheit ist es, eine ausgewogene Verteilung zu erzielen und somit die gesundheitliche Versorgung, bundesweit zu optimieren. <div class="copyright">Copyright: © Robert Kneschke - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4393</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Qualit&#xE4;tsmanagement f&#xFC;r Arztpraxen</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4391-Qualitaetsmanagement_fuer_Arztpraxen.html-r4391/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4391-Qualitaetsmanagement_fuer_Arztpraxen.jpg" /></p>
Für Physiotherapie Praxen stellt eine DIN ISO Zertifizierung des Qualitätsmanagements noch die Ausnahme dar. Anders ist dies bei großen Gesundheitszentren, Rehaeinrichtungen, Krankenhäusern und seit 2005 auch flächendeckend für Arztpraxen. Wir haben  über den Tellerrand geblickt und uns einmal den aktuellen Stand für Ärzte näher angeschaut:

<h2>QM für Ärzte</h2>

Die Einführung des Qualitätsmanagements in den Arztpraxen ist heutzutage Pflicht. Seit 2005 sind alle Einrichtungen dafür verantwortlich, ein ausführliches Qualitätsmanagement zu betreiben, welches nach dem neuesten Stand der Wissenschaft und Technik ausgerichtet ist. Zu den Bereichen des Qualitätsmanagement gehören Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Um den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, muss ein Qualitätsmanagement-System eingeführt werden. Es steht eine Vielzahl von Modellen zur Verfügung, um das geforderte Qualitätsniveau zu verwirklichen. Um den eher abstrakt gehaltenen Begriff des Qualitätsmanagements mit seinen speziellen Ansprüchen an die QM-Modelle zu verwirklichen, lohnt es sich, bei der Einführung einen externen Berater um Hilfe zu bitten. Ein Zertifikat erhalten die Praxen nämlich erst dann, wenn die Schritte der Modelle erfolgreich erfüllt werden.

Das QEP-Modell, welches speziell für niedergelassene Ärzte entwickelt wurde, hilft beim Erreichen eines QM-Zertifikates, wobei Praxispersonal und Ärzte mehrere Schritte befolgen müssen. Zunächst muss das Praxispersonal den angestrebten Qualitätszielen entsprechend geschult werden und es erfolgt meistens zugleich die Ernennung eines Qualitätsbeauftragten. Nun wird eine Bestandsaufnahme der Prozesse in der Praxis durchgeführt. Es folgt die Erarbeitung des QM-Systems, wobei diejenigen Strategien entwickelt werden, die zur Erreichung der Qualitätsziele und zur Verbesserung der Prozesse führen können. Die neu entwickelten Arbeitsabläufe müssen dokumentiert werden. Nur so kann nachvollzogen werden, ob der wirkliche Praxisablauf den neuen Vorgaben entspricht. Nach der Umsetzung der Verbesserungsvorschläge benötigt die Praxis für die Bewertung einen neutralen Dritten, einen Auditor, der das erarbeitete Managementsystem prüft. Erfolgt eine positive Beurteilung, so wird die Praxis mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Manchmal werden vor dem Zertifizierungsaudit regelmäßige interne Audits durchgeführt und alle Mitarbeiter arbeiten aktiv an den Veränderungsprozessen mit. 

<h3>Alternative Qualitätsmanagement Modelle</h3>

Es gibt weitere spezielle Modellformen, die sich ein wenig von dem QEP-Modell unterscheiden. Das EPA-Modell beispielsweise kann als selbstständiges oder ergänzendes Modell in der Praxis eingesetzt werden. Dabei wird besonders auf die Perspektiven aller Beteiligten wie Inhaber, Praxispersonal und Patienten eingegangen. Das KPQM-Modell ist ein von niedergelassenen Ärzten selbst entwickeltes Modell, welches eine selbständige Einführung des Qualitätsmanagementsystems in den Praxen ermöglichen soll. Das KTQ® Modell ist ursprünglich zur Zertifizierung von Krankenhäusern entwickelt worden. Mittlerweile kann es auch für Arztpraxen angewendet werden. Bei diesem Verfahren überprüft ebenfalls ein neutraler, kompetenter Dritter die notwendige Erreichung der vorgeschriebenen Anforderungen. Dabei wird allerdings wesentlich mehr Wert auf Selbsteinschätzung sowie Fremdbewertung gelegt.

Neben einigen Vorteilen für den Arzt als Inhaber eines Unternehmens garantiert eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 ff.1 optimale Leistung des gesamten Praxisablaufes. Die Prozesse und Arbeitsabläufe werden so dargestellt, dass auch Außenstehende einen Einblick in die Arbeit des Arztes bekommen. Das zertifizierte Qualitätsmanagement schafft mehr Transparenz für die Versicherten, Leistungsträger und Leistungserbringer. <div class="copyright">Copyright: © DOC RABE Media - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4391</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Meniskusresektion - Physiotherapie so erfolgreich wie OP</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4389-Meniskusresektion___Physiotherapie_so_erfolgreich_wie_OP.html-r4389/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4389-Meniskusresektion___Physiotherapie_.jpg" /></p>
Der Meniskus ist bei vielen Patienten, die über Kniebeschwerden klagen, eine Schwachstelle. Der Leidensweg ist oft lang und die Symptome in der Regel sehr schmerzhaft, sodass der Alltag für die Betroffenen unter massiven Einschränkungen zu leiden hat. Eine operative Intervention gilt laut einiger Mediziner häufig als unausweichlich, um für die Patienten eine langfristige Verbesserung erzielen zu können. Neuste Untersuchungen belegen jedoch, dass eine Operation in vielen Fällen nur bedingt erfolgsversprechend ist und auch die Krankengymnastik bzw. Physiotherapie zu vergleichbaren Ergebnissen führen kann. 

<h4>Studie von Jeffry N. Katz M.D. et al.</h4>


<h3>Vorgehen und Ziel der Untersuchung</h3>

Die Studie von Katz et al.(2013) "<strong>Surgery versus Physical Therapy for a Meniscal Tear und Osteoarthritis</strong>" beschäftigt sich mit jeweils einer Versuchs- und Kontrollgruppe. Insgesamt nahmen 350 Personen an der randomisierten Studie teil. Alle Teilnehmer der Studie waren 45 Jahre alt oder älter. Untersucht werden sollte, inwiefern die erzielten Erfolge aus der Physiotherapie mit den Ergebnissen der operativen Maßnahmen konkurrieren konnten. Die Teilnehmer der Versuchsgruppe unterzogen sich einer operativen Intervention. Dabei handelte es sich um eine arthroskopische Meniskusresektion mit anschließender Physiotherapie als rehabilitative Maßnahme. Die andere Gruppe unterzog sich keiner Operation sondern wurde konservativ behandelt. Zum Einsatz kamen Sport- und Bewegungs- bzw. physiotherapeutische Maßnahmen in Form einer physikalischen Therapieintervention. Die Ergebnisse wurden anhand des WOMAC-Funktionscore vermerkt und bewertet. Dabei wird die Beweglichkeit des Kniegelenks und der empfundene Schmerz auf einer Skala von 0 bis 100 festgehalten. Die Daten wurden jeweils nach sechs bzw. zwölf Monaten erfasst. 

<h3>Ergebnisse der Studie</h3>

Durch die Studie von Katz et al. konnte gezeigt werden, dass zwischen der Versuchs- und Kontrollgruppe keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des Therapieerfolgs bzw. des Therapieergebnisses festgestellt werden konnte. Die erfassten Daten, die nach sechs Monaten erhoben worden sind, ähnelten den nach zwölf Monaten erfassten Daten sehr stark. Angeführt werden muss jedoch in jedem Fall, dass 30 % der Patienten, also insgesamt 51 Personen, die ausschließlich an der physikalischen Therapie teilnahmen, doch noch innerhalb der ersten sechs Monate nach Interventionsbeginn operiert werden mussten. 

<h4>Konsequenzen für die Meniskusbehandlung</h4>

Die Studie hat dazu beigetragen, dass die zwangsläufige Notwendigkeit einer Operation in vielen Fällen nicht gegeben ist und somit in Frage gestellt werden muss. Ähnliche Erfolge können auch durch konservative Behandlungen erzielt werden. Vor allem das ausbleibende Risiko der Narkose ist für viele ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen der Grund, auf die Möglichkeiten konservativer Therapien zurückzugreifen und eine Operation nur dann durchführen zu lassen, wenn diese unausweichlich ist. 

Grundsätzlich lässt sich für die Praxis festhalten, dass nach Möglichkeit zunächst das Potential der konservativen physikalischen Therapieformen ausgenutzt werden sollte, um eindeutig festzustellen, ob ein operativer Eingriff in jedem Fall notwendig ist. Schnelle Erfolge und Verbesserungen im Beschwerdebild sind häufig schon nach wenigen Wochen oder Monaten ein klares Indiz dafür, dass die Therapie anschlägt und eine Operation überflüssig wird, da die Wahrscheinlichkeit eines effektiveren Ergebnisses als eher gering einzustufen ist. Sollte dies nicht der Fall sein, ist eine Operation auch zu einem späteren Zeitpunkt noch immer problemlos möglich. <div class="copyright">Copyright: © elinakursite99 - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4389</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>ISG Schmerzen</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/isg-schmerzen-r4388/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4388-ISG_Schmerzen_.jpg" /></p>

<p>
	Das Kreuzdarmbeingelenk oder auch Iliosakralgelenk (ISG) ist ein häufiger Grund für Schmerzen im unteren Rücken sowie Gesäßschmerzen, welcher dem klassischen Ischiasschmerz so stark ähnelt, dass es häufig zu einer falschen Diagnose kommt. Für Physiotherapeuten ist es ist wichtig zwischen den beiden Schmerzursachen zu unterscheiden, da die Ursache natürlich die Grundlage für die richtige Behandlung ist. Während die Ursache für Ischiasprobleme hauptsächlich in einem Nervenproblem liegt, bei Anschwellungen im Bereich der Lendenwirbel Spannung verursacht, so besteht bei Schmerzen im Kreuzbein-Darmbeingelenk oftmals ein Problem im Gewebe, das das Gelenk umgibt.
</p>

<h2>
	Was verursacht Schmerzen im ISG Bereich?
</h2>

<p>
	Eine klassische Ursache ist das versehentliche Versetzen eines Schrittes, bei dem man falsch auftritt, beispielsweise bei einer Stufe oder der Sprosse einer Leiter. Wiederholtes Bücken und Strecken bei dem eine Seite des Körpers stärker belastet wird als die andere, wie zum Beispiel beim Graben eines Loches, sind ein weiterer, klassischer Auslöser. Es ist besonders deutlich beim Aufstehen aus der sitzenden Position, insbesondere nach einer längeren Sitzphase. Der Schmerz kann sich ebenfalls verschlimmern, wenn das Bein beim Treppenabsteigen verstärkt belastet wird.
</p>

<h3>
	Anatomie - Wo ist das Kreuzdarmbeingelenk (ISG)?
</h3>

<p>
	Das Kreuzdarmbeingelenk befindet sich seitlich und oberhalb des Gesäßknochens. Von außen ist es sichtbar durch leichte Dellen am oberen Ende des unteren Rückenabschnitts - unterhalb der SIAS. Um die Stelle am Körper zu finden würde man die Hände auf den Hüften platzieren und sie dann knapp oberhalb der Daumenspitzen fühlen. Schmerzen in diesem Bereich treten normalerweise an einer Seite auf. Ausnahmen hierzu gibt es oft während der Schwangerschaft durch erweichen des Bindegewebes und der Bänder, bei Reitern oder in Fällen, in denen der oder die Betroffene direkt auf das Gesäß gefallen ist. Oftmals zieht sich der Schmerz sogar ein Stück bis ins Bein, da das betroffene Gelenk sehr nah an den Nerven des Beines liegt (insbesondere des unteren Teils). Auch bei längerer Chronifizierung ist eine Zunahme der Ausstrahlung häufig zu beobachten. Die Ausstrahlung erstreckt sich jedoch dorsal nicht weiter als bis ca. Mitte des Oberschenkels.
</p>

<h2>
	ISG Schmerzen von Ischiasschmerzen unterscheiden
</h2>

<p>
	Die Unterscheidung basiert auf mehrere Befundkriterien <strong>Anamnese</strong> – Häufig bekommt man schon während der Anamnese erste Hinweise auf die Schmerzherkunft. So treten ISG Probleme häufiger bei Frauen als bei Männern auf, der Altersbereich liegt häufig zwischen 18 und 45 Jahren, da das Gelenk im höheren Alter zur Verknöcherung neigt. Häufigere LWS Diagnosen in der Vergangenheit schwächen natürlich den ISG Verdacht. <strong>Befund / Tests</strong> – der typische Ischiasschmerz strahlt einseitig bis ins Bein, sogar oft bis zum Fuß während das ISG einen zentraleren Schmerz im Gesäßbereich auslöst. Weiterhin kann man als Physiotherapeut den Ischias über Nerventests sowie Reflextests provozieren. Liegt <strong>kein positiver Schmerztest für den Ischias</strong> vor UND tritt der Schmerz <strong>niemals mittig</strong> und unbedingt <strong>unterhalb einer gedachten Linie der SIAS</strong> auf, liegt die Diagnose ISG sehr nahe. <strong>Vorlauftest / Nachlauftest</strong> – in der Vergangenheit wurden häufig Tests durchgeführt, bei denen der die Beweglichkeit des Gelenks durch Vor-/Nachlauftests bei Rumpfflexion bewertet wird. Anatomisch bedingt gleicht jedoch keine Gelenkform einer anderen, nicht einmal links/rechts. Hierdurch wird physiologisch automatisch eine Seitenunterschiedliche Bewegung ausgeführt, was den Test so stark verfälscht, dass zwischen mehreren Testern häufig eine komplett unterschiedliche Bewertung der Beweglichkeit entsteht. Der Test ist also nicht aussagefähig. <strong>Provokationstests</strong> – Diese Tests sind nach heutiger Ansicht die wohl verlässlichste Möglichkeit ein ISG auf Blockierungen in Nutation oder Gegennutation einzuschätzen. Durch mehrere Tests wird das Gelenk in jede Richtung bewegt und versucht den typischen Schmerz zu provozieren. Ist ein Test positiv, wird das ISG als Ursache verbindlich angenommen.
</p>

<h2>
	ISG - Physiotherapeutische Behandlung
</h2>

<p>
	Natürlich ist hier immer die Ursache entscheidend. Treten ISG Beschwerden während der Schwangerschaft auf, so wird dies häufig durch das vom Körper ausgeschüttetete Relaxin verursacht, was den gesamten Bandapparat des Körpers auf eine Geburt vorbereitet. Linderung kann dabei durch Spannungs- oder Muskelstärkungsübungen oder durch das Tragen eines Gürtels erreicht werden. In anderen Fällen geht man von einer Blockierung aus. Die Behandlung stützt sich auf 3 wesentliche Säulen
</p>

<ol>
	<li>
		Weichteiltechniken an den Gelenkumgebenden Bändern sowie eventuell verspannter Muskulatur im Gebiet
	</li>
	<li>
		Mobilisierung der eingeschränkten Bewegung zb. Durch Techniken der Manuellen Therapie sowie Anleitung zur Eigenmobilisation
	</li>
	<li>
		Stabilisierung durch Muskelkräftigung. Besonders stark wird das Gelenk durch die schrägen Bauchmuskeln, Rückenstrecker und Glutealmuskulatur stabilisiert.
	</li>
</ol>

<p>
	Eine aufrechte Haltung ist am hilfreichsten in der Behandlung des Schmerzes, so dass es empfohlen wird, regelmäßig zu laufen und zu stehen und möglichst in einer erhöhten und aufrechten Position zu sitzen. Eine solche Position, bei der die Hüfte höher als die Knie liegt, kann beispielsweise durch das Unterlegen von Kissen erzielt werden.
</p>

<div>
	Copyright: © CLIPAREA.com - Fotolia.com
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">4388</guid><pubDate>Thu, 20 Jun 2013 09:18:00 +0000</pubDate></item><item><title>Elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) auch f&#xFC;r Physiotherapeuten?</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4387-Elektronischer_Heilberufsausweis_eHBA_auch_fuer_Physiotherapeuten.html-r4387/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4387-Elektronischer_Heilberufsausweis_eHBA_auch_fuer_Physiotherapeuten.jpg" /></p>
Den elektronischen Heilberufsausweis soll es künftig auch für Angehörige anderer Berufsgruppen des Gesundheitswesens geben.

Das Deutsche Ärzteblatt berichtete kürzlich über ein Pilotprojekt in Bezug auf den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), an dem 1000 Mitglieder des Bundesverbandes selbständiger Physiotherapeuten (IFK) teilnehmen. Der eHBA ist das Gegenstück zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK), den bisher Heilberufsgruppen wie Ärzte, Apotheker und Zahnärzte nutzten und die von der Landesärzte- bzw. Landesapothekerkammer ausgegeben wird. Dieser ermöglicht es dem Inhaber auf die Patientendaten der eGK zuzugreifen, so sie der Patient freischalten ließ. Er kann sich damit an Computersystemen anmelden, sich ausweisen und rechtskräftig unterschreiben bzw. signieren. 

Die Karte ermöglicht eine elektronische Identitätsprüfung, elektronische Dokumentation und wie schon erwähnt, die Signatur, mit der sichergestellt ist, dass das signierte Dokument nicht unerkannt verändert werden kann. Es können Dokumente verschlüsselt und entschlüsselt werden und es wäre möglich elektronisch zu rezeptieren. Kammerfreie Berufsgruppen des Gesundheitswesens benötigen einen Berufsausweis, allerdings mit eingeschränkter Zugriffsberechtigung auf die Gesundheitskarte. Arztpraxen, Krankenhäuser, Apotheken usw. haben derzeit einen Institutionsausweis, mit diesem berechtigte Berufsgruppen auf die Daten zugreifen können. Für Veränderungen oder nötige Signaturen brauchen sie allerdings wieder den Heilberufsausweis des Arztes bzw. Apothekers. Kritikpunkte gibt es aber auch, so findet sich auf der Internetseite des Berufsverbandes deutscher Internisten ein Artikel dazu, wie langwierig das ganze behandelte wird und man fragt sich, ob man es dann überhaupt noch braucht. 

Viele Patienten sind schon bei der elektronischen Gesundheitskarte skeptisch und befürchten immer mehr zum „Gläsernen Menschen“ zu werden. Vor allem ältere Generationen setzen sich mit dem Thema nur am Rande auseinander und haben Angst vor Datenmissbrauch. Bei dem Pilotprojekt sollen nun Anwendungsszenarien getestet und das System weiterentwickelt werden. Mit dem elektronischen Heilberufsausweis könnten auch Angehörige anderer Berufsgruppen sich nicht nur authentifizieren und auf die Gesundheitskarte zugreifen, sondern ebenfalls die elektronische Unterschrift nutzen. Der eHBA wird zukünftig vom elektronischen Gesundheitsberuferegister (eGBR) ausgegeben. Der IFK-Vorsitzende ist stolz darauf, diesen Prozess von Anfang an zu begleiten und einen Meilenstein im Deutschen Gesundheitswesen zu setzen. Ich denke man darf gespannt sein. Aller Anfang ist schwer und sicher wird es noch ein paar „Kinderkrankheiten“ zu kurieren geben. Eine Erleichterung für die einzelnen Berufsgruppen wäre es allemal, auch wenn der Umgang mit Patientendaten, der Datenschutz sowie die korrekte Nutzung der sich aus dem eHBA ergebenden Möglichkeiten über kurz oder lang auch Teil der <a href="http://www.physiotherapie-ausbildung.net/">Physiotherapie Ausbildung</a> sein muss. <div class="copyright">Copyright: Fotomontage: Physiowissen.de</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4387</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Fehlzeitenreport 2012 - Flexibilit&#xE4;t bis zum Umfallen</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/thema-artikel4385-Fehlzeitenreport_2012___Flexibilitaet_bis_zum_Umfallen.html-r4385/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4385-Fehlzeitenreport_2012___Flexibilitaet_bis_zum_Umfallen.jpg" /></p>
Arbeitnehmer stoßen wegen der räumlichen und zeitlichen Flexibilisierung immer öfter an die psychischen Grenzen ihrer Belastbarkeit. Gerade dann, wenn lange Anfahrtswege, wechselnde Arbeitsarten, häufige Überstunden und ständige Erreichbarkeit eine Rolle spielen, sind zunehmend psychische Beschwerden festzustellen. Das zumindest besagt der „Fehlzeiten Report 2012“, welchen das wissenschaftliche Institut der AOK (kurz WIdO) vorlegte. Prinzipiell ist es positiv, die Arbeit der beschäftigten zeitlich und räumlich an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden würde, doch bei dieser Art von Flexibilität sollten klare Grenzen gesetzt werden.

Im Laufe der letzten vier Wochen hat jeder dritte Erwerbstätige Überstunden abgehalten, oder häufig E-Mail und Anrufe erhalten, die nicht innerhalb der Arbeitszeiten empfangen wurden. Ebenfalls kein Randphänomen ist das mit-nach-Hause-nehmen von Arbeit oder aber das Arbeiten an Feier oder Sonntagen. Zudem hat jeder achte Probleme damit, seine Freizeit und seine Arbeit miteinander zu vereinbaren, bzw. kommt es immer wieder vor, dass private Aktivitäten auf rund von beruflichen Verpflichtungen geändert werden müssen.

Diejenigen, die nicht unter solchen Belastungen zu leiden haben, leiden viel seltener an Beschwerden psychischer Art, als diejenigen, die all diese Belastungen in ihrem Arbeitsalltag integriert haben. Dabei wird häufig nicht ausschließlich über Erschöpfung geklagt, sondern zusätzlich über Kopfschmerzen, die Tatsache, dass während der Freizeit nicht entspannt oder abgeschaltet werden kann und Niedergeschlagenheit bis hin zu Depressionen. Im Durchschnitt hat jeder Beschäftigte etwa zwei dieser Beschwerden innerhalb von vier Wochen Arbeitszeit. Diese unterschiedlichen Entgrenzungsformen von Freizeit und Arbeit führen deutlich mehr Probleme psychischer Art mit sich: Mehr als doppelt so viele Beschwerden weisen in der Regel die Menschen auf, denen es nicht gelingt Freizeit und Beruf aufeinander abzustimmen. Genauso ergeht es denen, die häufig Überstunden leisten, an Feier- oder Sonntagen arbeiten oder wegen beruflicher Pflichten Freizeitaktivitäten verschieben.

Immer mehr Arbeitnehmer sind heutzutage mobil: Bereits 40 Prozent aller Berufstätigen sind zirkulär oder residenziell mobil. Sie haben also ihren Wohnort wegen ihrer Arbeit gewechselt, oder pendeln hin und her, entweder täglich, oder wöchentlich. Oft werden auch lange Fahrzeiten von den beschäftigten in Kauf genommen. Die Arbeitnehmer können aus dieser Mobilität einige Vorteile erzielen, da sie so Aufstiegschancen nutzen können der der Arbeitslosigkeit entgehen. Jedoch bedeutet das zugleich eine höhere psychische Belastung. Auch hier sind zunehmend Niedergeschlagenheit und Erschöpfung festzustellen. Außerdem zeigen sogenannte Fehlzeitanalysen, dass die Länge des Arbeitsweges und die Fehltage auf Grund psychischer Belastung im unmittelbaren Zusammenhang miteinander stehen.

Pendler mit langen Strecken haben ein Erkrankungsrisiko, dass um 20 Prozent höher ist, als bei Leuten mit kurzen Arbeitswegen. Würden die bei den modernen Kommunikationsmedien vorhandenen Innovationen intensiver genutzt, so könnten ein gesundes Arbeitsleben und die Flexibilitätsanforderungen von Beschäftigten besser unter einen Hut gebracht werden.

Die Anzahl der Fehltage steigt derzeit parallel zur in der Arbeitswelt zunehmenden Flexibilisierung. 0,3 Prozentpunkte sind der Anstieg allein in einem Jahr. Geht man vom Jahr 1994 aus, beträgt der Anstieg an psychischen Erkrankungen sogar 120 Prozent. Besonders bei den Fehlzeiten wird das deutlich: 22,5 Fehltage je Fall bei psychischen Erkrankungen sind derzeit der Durchschnitt. Andere Erkrankungen enden nach etwa 11 Fehltagen pro Fall.

Burnout (<a href="thema-artikel18-Burnout_bei_Physiotherapeuten.html">Burnout bei Physiotherapeuten</a>) ist eine Diagnose, die immer öfter verkündet wird. Mehr als 130000 Beschäftigte waren deswegen im Jahr 2011 krank geschrieben. Dabei waren Frauen öfter betroffen, als Männer. Besonders Personen aus sozialen Berufen, die ihren Patienten oder Kunden gegenüber stets als gesundheitliches starkes Vorbild auftreten müssen, leiden unter diesem Syndrom.<div class="copyright">Copyright: © Jochen Schönfeld - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4385</guid><pubDate>Mon, 27 May 2013 11:54:35 +0000</pubDate></item><item><title>Physio-HP vs. Heilpraktiker - &#xDC;bersicht, Rechte, M&#xF6;glichkeiten und Grenzen</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/physiotherapie/physio-hp-vs-heilpraktiker-uebersicht-rechte-moeglichkeiten-und-grenzen-r4382/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4382-Physio_HP_vs_Heilpraktiker___Uebersicht_Rechte_Moeglichkeiten_und_Grenzen.jpg" /></p>

<p>
	Zur Zeit ist das Thema Heilpraktiker (HP) sowie der sektorale Heilpraktiker für Physiotherapie (Physio-HP) in aller Munde. Besonders der oft gesuchte <strong>Erstkontakt durch den Patienten ohne vorherige Diagnosestellung durch einen Arzt</strong> kann hierdurch umgangen werden. Grund genug uns die beiden Ausbildungswege, Voraussetzungen und erlangte Rechte genauer anzuschauen. Heilpraktiker sind Personen, die durch das bestehen einer amtsärztlichen schriftlichen und mündlichen Prüfung, die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne ärztliche Approbation erhalten haben. Sie üben ihre Tätigkeit eigenverantwortlich in privater Praxis, als Angestellte in einer Praxis oder als Dozenten aus. Der Heilpraktiker zählt nicht zu den Ausbildungsberufen und es gibt auch keine staatliche Prüfungsordnung. Von vielen Institutionen wird eine Vorbereitung auf die amtsärztliche Überprüfung angeboten.
</p>

<h2>
	Zulassungsvoraussetzungen für Heilpraktiker
</h2>

<ul>
	<li>
		Mindestalter 25 Jahre
	</li>
	<li>
		Gesundheitliche und psychische Eignung für die Arbeit als Heilpraktiker
	</li>
	<li>
		Ärztliches Attest und polizeiliches Führungszeugnis
	</li>
	<li>
		mindestens Hauptschulabschluss
	</li>
	<li>
		Genehmigung durch das Gesundheitsamt
	</li>
</ul>

<h3>
	Die Inhalte der vollständigen Heilpraktikerausbildung sind u.a.
</h3>

<ul>
	<li>
		Anatomie und Physiologie des Menschen
	</li>
	<li>
		Pathophysiologie
	</li>
	<li>
		Notfallversorgung und das Erkennen lebensbedrohlicher Zustände
	</li>
	<li>
		Krankeitslehre
	</li>
	<li>
		Injektionstechniken und Blutentnahme
	</li>
	<li>
		Diagnostik/Differenzialdiagnostik, Untersuchungsmethoden
	</li>
	<li>
		Interpretation von Laborwerten
	</li>
	<li>
		Gesetzeskunde und Berufskunde
	</li>
	<li>
		Hygiene
	</li>
</ul>

<p>
	Durch die amtsärztliche Überprüfung wird festgestellt, ob die Person keine Gefahr für die allgemeine Bevölkerungsgesundheit darstellt. <strong>Die Prüfungen selbst sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.</strong> Heilpraktiker die, die uneingeschränkte Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde erhalten haben, dürfen körperliche und seelische Erkrankungen eigenverantwortlich, diagnostizieren und eine Therapie einleiten. Ein Heilpraktiker muss seine Grenzen erkennen können und einen Patienten ggf. rechtzeitig an einen Facharzt weiterleiten.
</p>

<h2>
	Grenzen und Einschränkungen von Heilpraktikern
</h2>

<ul>
	<li>
		Ein Heilpraktiker darf keine verschreibungspflichtigen Medikamente oder Betäubungsmittel verordnen.
	</li>
	<li>
		Er darf keine Geburtshilfe leisten.
	</li>
	<li>
		Zahnmedizinische Behandlungen dürfen nicht von einem Heilpraktiker durchgeführt werden.
	</li>
	<li>
		Die Leichenschau darf nicht durch einen Heilpraktiker erfolgen.
	</li>
	<li>
		Meldepflichtige Infektionskrankheiten und Geschlechtskrankheiten dürfen nicht von einem Heilpraktiker behandelt werden.
	</li>
</ul>

<h2>
	Unterschiede zwischen Heilpraktiker (HP) und Physio-HP
</h2>

<p>
	Der Physio HP ist eine <strong>auf die Physiotherapie beschränkte oder sektorale Erlaubnis</strong> zur Ausübung der Heilkunde und berechtigt bereits ausgebildete Physiotherapeuten dazu, in eigener Praxis eigenverantwortlich und ohne ärztliches Rezept, physiotherapeutische Maßnahmen bei Privatpatienten durchzuführen.
</p>

<h3>
	Inhalte der sektoralen Heilpraktikerprüfung für Physiotherapeuten
</h3>

<ul>
	<li>
		Berufs- und Gesetzeskunde
	</li>
	<li>
		Rechtliche Grenzen und Gefahren der Diagnostik und Therapie beschränkt auf die Physiotherapie
	</li>
	<li>
		Erkrankungen des Bewegungsapparates
	</li>
	<li>
		Die Inhalte der Heilpraktikerausbildung wie z.B. Anatomie/Physiologie, Diagnostik, Hygiene, medizinische Fachterminologie , Krankheitslehre etc. auf die Physiotherapie beschränkt
	</li>
</ul>

<h3>
	Die Zulassungsvoraussetzungen für den Physio HP (sektoraler Heilpraktiker)
</h3>

<ul>
	<li>
		Mindestalter 25 Jahre
	</li>
	<li>
		Abgeschlossene Physiotherapieausbildung
	</li>
	<li>
		Ärztliches Attest und polizeiliches Führungszeugnis
	</li>
	<li>
		3-5 Jahre Berufserfahrung (in manchen Bundesländern)
	</li>
	<li>
		Private Praxis
	</li>
</ul>

<p>
	Die auf die Physiotherapie beschränkte oder sektorale Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde berechtigt <strong>nicht</strong> zur Führung der Berufsbezeichnung Heilpraktiker!
</p>

<h2>
	Übersicht Heilpraktiker / Physio-HP
</h2>

<table>
	<tbody>
		<tr>
			<td width="30%">
				 
			</td>
			<td align="center" width="30%">
				<strong>Heilpraktiker</strong>
			</td>
			<td align="center" width="30%">
				<strong>Physio-HP</strong>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<strong>Direktzugang für Patienten<br />
				Behandlung ohne Rezept</strong><br />
				 
			</td>
			<td align="center">
				ja
			</td>
			<td align="center">
				ja
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<strong>Umsatzsteuerfreie private Abrechnung</strong><br />
				 
			</td>
			<td align="center">
				ja
			</td>
			<td align="center">
				ja<br />
				(ausschließlich physiotherapeutische Leistungen)
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<strong>Erweiterte Techniken<br />
				(Osteopathie, Craniosakrale Techniken, ... )</strong><br />
				 
			</td>
			<td align="center">
				ja
			</td>
			<td align="center">
				nein
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<strong>Manipulation</strong><br />
				 
			</td>
			<td align="center">
				ja
			</td>
			<td align="center">
				nein
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<strong>invasive Techniken<br />
				(Injektionen, Akupunktur ..)</strong><br />
				 
			</td>
			<td align="center">
				ja
			</td>
			<td align="center">
				nein
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				<strong>Rezepte für naturheilkundliche Medikamente</strong><br />
				 
			</td>
			<td align="center">
				ja
			</td>
			<td align="center">
				nein
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<div>
	Copyright: © fhmedien_de - Fotolia.com
</div>
]]></description><guid isPermaLink="false">4382</guid><pubDate>Mon, 06 May 2013 09:46:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
