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<rss version="2.0"><channel><title>Physiotherapie Magazin: Physiotherapie Magazin</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/?d=1</link><description>Physiotherapie Magazin: Physiotherapie Magazin</description><language>de</language><item><title>Next Generation der Trainer: Medical Fitnesscoaches</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/thema-artikel4403-Next_Generation_der_Trainer__Medical_Fitnesscoaches.html-r4403/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4403-Next_Generation_der_Trainer__Medical_Fitnesscoaches.jpg" /></p>
<p><em>&ldquo;In Zukunft wird es weniger darauf ankommen, eine Krankheit zu heilen &ndash; das wird gewisserma&szlig;en eine Selbstverst&auml;ndlichkeit sein &ndash; als vielmehr das Auftreten einer Erkrankung zu verhindern&ldquo;.</em> <small>(Sportmediziner und ehemaliger Professor der Sporthochschule K&ouml;ln Wildor Hollmann)</small> Ein Wandel geht durch die deutsche Gesellschaft. Die &bdquo;Kassen sind leer&ldquo; und der Bundesb&uuml;rger muss zunehmend mehr Eigenverantwortung f&uuml;r seine Gesundheit &uuml;bernehmen.</p>
<h2>Eigeninitiative wird Grundvoraussetzung</h2>
<p>Die eigentlichen Pr&auml;ventions- und langfristigen Rehabilitationszentren sind die Fitnessclubs. Die Studiobetreiber haben dieses Zukunftsfeld bereits seit geraumer Zeit f&uuml;r sich erschlossen und bieten eine Vielzahl an unterschiedlichen Gesundheitsprogrammen, Pr&auml;ventionskursen und Rehasport an. Die Kursteilnehmer verfolgen jedoch vornehmlich das Ziel, das ihnen zustehende Geld der Krankenkassen in Anspruch zu nehmen, um &bdquo;etwas f&uuml;r die Gesundheit zu tun&ldquo;. Das Ziel des Aufbaus einer dauerhaften Bewegungsaktivit&auml;t und des life-time-Sports der Kursteilnehmer, welches die Krankenkassen mit deratigen Kursen anstreben, wird nur in den seltensten F&auml;llen verfolgt und letztendlich auch erreicht. In Anbetracht der katastrophalen Prognosen bez&uuml;glich der deutschen Gesundheit &ndash; zunehmende Fettleibigkeit, mehr Diabetiker, R&uuml;ckenschmerzen, Burn-out, Bluthochdruck, Krebserkrankungen etc. &ndash; werden auch die Deutschen in Zukunft eigene Wege zur Erhaltung bzw. zur Wiederherstellung der Fitness und des Wohlbefindens suchen und dabei wesentlich kritischer mit den Angeboten umgehen, die aktuell auf dem Markt sind, als es heutzutage der Fall ist.</p>
<h3>Der Kunde vergleicht sein Medical Fitnessstudio</h3>
<p>Die potenziellen Kunden werden die einzelnen Studios und Clubs st&auml;rker miteinander vergleichen, um herauszufinden, wo der beste &bdquo;Healthpromotion-Club&ldquo;, das geeignetste &bdquo;Medical-Fitnessstudio&ldquo;, das qualit&auml;tsorientierteste Gesundheitszentrum zu finden ist. Entscheidend f&uuml;r langfristige Mitgliedschaften werden ein ganzheitliches Angebotsspektrum und gesundheitlich spezialisiertes Personal sein. An kompletten Bildungsangeboten f&uuml;r Fitnesstrainer zur Spezialisierung auf die Medical-Fitness-Bed&uuml;rfnisse der Branche mangelt es noch auf dem Markt. Entweder wird man Physio- oder Sporttherapeut oder Fitnesstrainer. Der Mittelweg wurde bislang noch nicht durch konkrete Weiterbildungen definiert.</p>
<h2>Medical Fitness = Bed&uuml;rfnis des Fitnessmarktes</h2>
<p>Das Gesundheitswesen bildet die gr&ouml;&szlig;te Branche unserer Volkswirtschaft. Im Ersten Gesundheitsmarkt steigen die Ausgaben und der Kostendruck, im Zweiten Gesundheitsmarkt wachsen die Ums&auml;tze. Richtet man daher den Blick auf Wachstumschancen in Deutschland sollten gerade hier die Themen Innovation und Wachstum in den Vordergrund r&uuml;cken. Zum Gesundheitsmarkt z&auml;hlen auch privat finanzierte Ausgaben, die in der Gesundheitsausgabenrechnung des Statistischen Bundesamtes nicht erfasst werden, jedoch zur individuellen Gesundheit beitragen. Das Gesamtvolumen dieses zus&auml;tzlichen Marktes betr&auml;gt rund 20 Milliarden Euro. Hierunter fallen sowohl Mitgliedschaften in Fitnessclubs, Ausgaben f&uuml;r Wellness, Gesundheitstourismus etc. Die Ausgaben f&uuml;r Sport und Erholung haben sich von 1991-2001 verdoppelt und der Markt birgt ein riesiges Wachstumspotenzial f&uuml;r die kommenden Jahre. Nicht zuletzt auf Grund der steigenden Lebenserwartung hat sich das Gesundheitsbewusstsein stark ver&auml;ndert. Es entsteht eine aktive Nachfrage nach Leistungen, die ein m&ouml;glichst gesundes Leben, auch im Alter, erm&ouml;glichen sollen. <strong>Die privaten Ausgaben f&uuml;r Pr&auml;vention sind laut einer Studie von Roland Berger in den vergangenen zehn Jahren um j&auml;hrlich zehn Prozent gestiegen.</strong> Die Fitnessbranche hat heute die Chance, sich zu einem wichtigen Pfeiler im Gesundheitssystem entwickeln zu k&ouml;nnen. Der Bedarf an einem Angebotssegment, das die Gesundheit der Gesellschaft f&ouml;rdert, steigt. Somit steigen auch die Anforderungen an das Personal, was fundiertes Fachwissen ben&ouml;tigt.</p>
<h2>Optimales Qualifikationsprofil eines Medical Fitnesscoaches</h2>
<p>Medical Fitnesscoaches finden ihren Einsatz vor allem im Premium-Segment der Fitnessanlagen, da hier die Anzahl der Best-Ager h&ouml;her ist. Die Zielgruppe &bdquo;50+&ldquo; ist gewillt und hat auch den monet&auml;ren Hintergrund um derartig betreuungsintensive Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Wie hinl&auml;nglich bekannt, nimmt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit des Auftretens diverser Erkrankungen zu, so dass medizinisches Fitnesstraining f&uuml;r die Best Ager von gro&szlig;er Bedeutung ist. Fitnessstudios werden hier h&auml;ufig zur &bdquo;verl&auml;ngerten Therapiebank&ldquo;, da die kassenunterst&uuml;tzten Leistungen h&auml;ufig nicht mehr f&uuml;r ein Austherapieren der Patienten gen&uuml;gen und diese dann im Anschluss in die Fitnessclubs str&ouml;men, um m&ouml;glichst noch die letzten Funktionseinschr&auml;nkungen zu bew&auml;ltigen. <strong>Was muss nun ein Fitnesstrainer f&uuml;r Qualifikationen und Kompetenzen vorweisen, um optimal auf die Erfordernisse der Medical Fitness vorbereitet zu sein?</strong> Er muss Trainingsfachmann sein, ein fundiertes Wissen &uuml;ber Krankheitsbilder und deren Vorbeugung besitzen, Motivator und Coach f&uuml;r die nicht immer bewegungsfreudigen Kunden sein und in der Durchf&uuml;hrung ausgew&auml;hlter sport-physiotherapeutischer Elemente geschult sein.</p>
<h3>Anforderungen an den Coach</h3>
<p>Als Trainingsexperte ist es die Aufgabe eines Medical Fitnesscoaches, gesundheitsf&ouml;rdernde Trainingskonzepte (pr&auml;ventiv + rehabilitativ) zu entwickeln, die individuell auf die Bed&uuml;rfnisse der Kunden abgestimmt sind. Zum Nachweis von Trainingsfortschritten und zur optimalen Ausrichtung der Trainingspl&auml;ne sollten sich medizinische Fitnesstrainer im Bereich der <strong>Leistungsdiagnostik</strong> fortbilden, um jeglichen &Uuml;ber- und Unterforderungen der Kunden im Training entgegenzutreten. Laktatmessungen, die Durchf&uuml;hrung einer Spiroergometrie, Kraft- und Koordinationstestungen sowie Beweglichkeitsmessungen m&uuml;ssen von Fitnesstrainern sicher angewendet und ausgewertet werden k&ouml;nnen, um den Kunden ein h&ouml;chst effektives Trainingsprogramm zusammenzustellen. Grundlagen der Gesundheitsdiagnostik (Blutdruckmessungen, K&ouml;rperfettanalysen, Haltungsinspektionen) einschlie&szlig;lich der F&auml;higkeit die gesammelten Ergebnisse auszuwerten, runden das Profil weiter ab. Des Weiteren muss der Medical Fitnesscoach die Besonderheiten der wichtigsten orthop&auml;dischen, traumatologischen und internistischen Krankheitsbilder kennen und wissen, was bei den Erkrankungen im medizinischen Fitnesstraining zu ber&uuml;cksichtigen ist. Welche Trainingsintensit&auml;ten und &Uuml;bungen sind im Krafttraining optimal? Kraftausdauer- oder Maximalkraft- oder Hypertrophietraining? Wie ist das Ausdauertraining zu gestalten? Intervalltraining, Dauermethode?</p>
<h3>Welche Bedeutung hat ein propriozeptives oder flexibilit&auml;tsf&ouml;rderndes Training?</h3>
<p>Welche Kontrainidikationen liegen im Training vor? Ein Basiswissen in der medizinischen Trainingstherapie ist somit f&uuml;r einen Medical Fitnesscoach unabdingbar. Dieses Wissen kann durch die berufsbegleitende Weiterbildung des IST-Studieninstituts erlangt werden. Der staatlich gepr&uuml;fte und zugelassene Fernunterricht zum &bdquo;Medical Fitnesscoach&ldquo; dauert 12 Monate und enth&auml;lt 8 Lizenzen oder Zertifikate wie z. B. die A-Lizenz &bdquo;Medizinisches Fitnesstraining&ldquo; oder das Zertifikat &bdquo;Fit Taping&ldquo;. Jeder Gesundheitstrainer sollte sich permanent weiterbilden, &uuml;ber jegliche <strong>Trends in der Medical Fitness</strong> informiert sein und im besten Fall darin geschult sein, diese auch im Fitnessclub anzuwenden. EMS-Training, Vibrationstraining, Training mit der FLEXI-BAR, dem xco, Core-Training, Schlingentraining etc. werden aktuell zum Teil noch als Trends bezeichnet, nehmen aber mittlerweile bereits einen festen Platz in der Medical Fitness ein. Nur mit diesen &bdquo;Spezialqualifikationen&ldquo; werden sich Medical Fitnesscoaches inhaltlich von anderen Trainern abgrenzen und den Kunden letztendlich ein einmaliges Gesundheitstrainingskonzept anbieten k&ouml;nnen. Lediglich das &bdquo;medizinische know-how&ldquo; als Alleinstellungsmerkmal f&uuml;r einen Medical Fitnesscoach anzusehen ist unzureichend. Um auch die &uuml;bergewichtigen Kunden zu einem dauerhaften Trainingsprozess zu motivieren, bedarf es grundlegender <strong>motivationspsychologischer F&auml;higkeiten des Trainers in Kombination mit dem entsprechenden Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen und professionellen Coaching-Techniken</strong>. Die Erstellung von Trainingspl&auml;nen als einzige Aufgabe des Medical Fitnesscoaches anzusehen betrachtet nur eine Facette eines medizinischen Fitnesstrainers. Ein Medical Fitnesscoach trainiert und betreut seine Kunden permanent und ganzheitlich! Da viele Kunden in der Wellness- und Spa-Anlage, einem Hotel, einer Kur-Einrichtung oder beim Physiotherapeuten die Annehmlichkeiten von &bdquo;passiven Anwendungen&ldquo;, wie Massagen, kinesiologischen Tapes, Saunag&auml;ngen o.&auml;. kennengelernt haben, w&auml;re ein Medical-Fitness-Konzept, das diesen Teilbereich au&szlig;en vor l&auml;sst, nicht vollst&auml;ndig und w&uuml;rde diesen durchaus lukrativen Ansatz unber&uuml;cksichtigt lassen. <strong>Sport-Physiotherapeutische Grundlagen</strong> geben dem Medical Fitnesscoach den professionellen Rahmen und lassen ihn zum Fachmann f&uuml;r medizinische Fitness komplett werden.</p><div class="copyright">Copyright: © contrastwerkstatt - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4403</guid><pubDate>Thu, 21 Nov 2013 11:50:19 +0000</pubDate></item><item><title>&#xC4;rzte wollen Gesetzliche Krankenversicherung grundlegend reformieren</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/thema-artikel4386-Aerzte_wollen_Gesetzliche_Krankenversicherung_grundlegend_reformieren.html-r4386/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4386-Aerzte_wollen_Gesetzliche_Krankenversicherung_grundlegend_reformieren.jpg" /></p>
<p>&Auml;rzte wollen mit radikaler Erneuerung der Krankenversicherung die Zukunft verbessern! So, oder &auml;hnlich lauten die Schlagzeilen. Gemeint ist der Einheitsbeitrag f&uuml;r Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen. Hier sind bis maximal 170 Euro pro Monat im Gespr&auml;ch.</p>
<p>Die &Auml;rzte wollen damit eine Krankenkassen-Revolution. <strong>Sie fordern, unabh&auml;ngig vom monatlichen Einkommen des Versicherten, einen einheitlichen Gesundheitsbeitrag.</strong> Das hei&szlig;t, statt des prozentualen Beitrags, sollen k&uuml;nftig alle der etwa 70 Millionen gesetzlich Versicherten ein Beitrag von 130 bis 170 Euro im Monat zahlen. Der &Auml;rztepr&auml;sident Frank Ulrich Montgomery meint, zur F&ouml;rderung des Wettbewerbs m&uuml;ssten die Kassen wieder mehr Finanzautonomie erhalten. Die Pr&auml;mie soll von den Krankenkassen festgesetzt werden.</p>
<h2>So will Montgomery die Krankenversicherung &bdquo;umkrempeln&ldquo;</h2>
<ol>
<li>Der Arbeitgeberanteil bleibt wie bisher fest bei 7,3 Prozent.</li>
<li>Der Arbeitnehmeranteil von derzeit noch 8,2 Prozent wird in einen Pauschalbeitrag umgewandelt. Dieser Beitrag gilt dann f&uuml;r alle Versicherten der jeweiligen Kasse, w&auml;hrend die H&ouml;he die Kasse selbst bestimmen kann.</li>
<li>Dieser Betrag soll laut &Auml;rzteschaft anfangs bei etwa 130 bis 170 Euro liegen.</li>
<li>Die beitragsfreie Mitversicherung bei Eheleuten f&auml;llt weg. Weiterhin mitversichert sind sie lediglich w&auml;hrend der Elternzeit oder Pflegeauszeiten.</li>
<li>Weiterhin beitragsfrei bleiben mitversicherte Kinder.</li>
<li>Sollte der Beitrag 9 Prozent des Haushaltseinkommens des Versicherten &uuml;bersteigen, zahlt den Rest der Staat aus Steuermitteln. Zum Haushaltseinkommen z&auml;hlen allerdings auch zum Beispiel Zins- oder Mieteink&uuml;nfte.</li>
<li>Alle Neugeborenen, auch privat Versicherte, sollen ein Konto erhalten. Darauf zahlt der Staat bis zum Ende des 18. Lebensjahres monatlich rund 100 Euro ein, um die Krankenkosten im Alter abzud&auml;mpfen. Demnach kommen etwa 20.000 Euro bis zur Vollj&auml;hrigkeit zusammen. Mit diesem Geld sollen die Mitglieder der privaten Krankenversicherung (PKV), deren Beitrage im Alter stark ansteigen, entlastet werden. Zwar zahlen &auml;ltere, gesetzlich Versicherte keine steigenden Beitr&auml;ge, so werden aber h&ouml;here Kosten auf alle Versicherungsnehmer umgelegt. Das gesparte Geld soll hier ebenfalls entlasten.</li>
</ol>
<h3>Kritik und Reaktionen</h3>
<p><strong>Bundesgesundheitsminister Bahr (FDP)</strong> bef&uuml;rwortet das jetzige einkommensabh&auml;ngige Finanzierungsmodell der Krankenversicherung. Er sagt aber auch, dass die Festschreibung des Beitragssatzes inklusive zus&auml;tzlich flie&szlig;ender Steuermittel richtig sei. Ebenso kritisierte der <strong>VDEK, Verband der Ersatzkassen</strong> die Reformvorschl&auml;ge der Bundes&auml;rztekammer. Laut dem Verband wollten die &Auml;rzte mit mehr Eigenbeteiligung die Versicherten noch st&auml;rker belasten.</p>
<p>Dagegen h&auml;lt jedoch <strong>Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse</strong>, Montgomerys Plan zur Einheitsabgabe zumindest f&uuml;r eine &bdquo;interessante Diskussion&ldquo;. So sei laut Baas zum einen die geplante Beitragsh&ouml;he realistisch und zum anderen der Sozialausgleich aus Steuermitteln richtig. Aber das Finanzierungssystem hinkt daran, dass die Krankenkassen den eigenen Entscheidungsspielraum nur &uuml;ber die Pr&auml;mie oder den Zusatzbeitrag h&auml;tten.</p>
<p><strong>Patientenvertreter Ulrike Mascher vom Sozialverband VdK</strong> Deutschland &auml;u&szlig;ert sich kritisch, denn eine Neuauflage des Modells der &bdquo;einkommensunabh&auml;ngigen Kopfpauschale&ldquo; sei kein echter Beitrag f&uuml;r eine zukunftsstabile Krankenversicherung. Die CDU hat vor einigen Jahren schon einen &auml;hnlichen Entwurf mit der Kopfpauschale vorgestellt.</p>
<p><strong>Stephan Schmied, Physiowissen</strong> - generell ist es immer gut, wenn bestehende Systeme hinterfragt werden. Auch wenn 170&euro; auf den ersten Blick fast schon g&uuml;nstig erscheint darf man sich keine falschen Illusionen machen. <strong>Zum einen fallen Ehepartner aus der Beitragsfreiheit heraus</strong> und werden zu kostenpflichtigen Mitgliedern, was besonders Familien mehr belastet. Zum zweiten bringt diese Regelung erst eine Entlastung ab einem Einkommen von &uuml;ber 2073 Euro - entlastet also mal wieder die Mehrverdiener!</p><div class="copyright">Copyright: © macgyverhh - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4386</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Beruf mit Zukunft: Fachwirt f&#xFC;r Pr&#xE4;vention und Gesundheitsf&#xF6;rderung (IHK)</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/thema-artikel4383-Beruf_mit_Zukunft__Fachwirt_fuer_Praevention_und_Gesundheitsfoerderung_IHK.html-r4383/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4383-Beruf_mit_Zukunft__Fachwirt_fuer_Praevention_und_Gesundheitsfoerderung_IHK.jpg" /></p>
Immer mehr Bundesbürger nutzen die Angebote aus dem zweiten Gesundheitsmarkt, wie frei verkäufliche Medikamente, freiwillige Leistungen beim Arzt, alternative Medizin sowie Wellness- und Fitnessangebote. So belaufen sich die Ausgaben für privat finanzierte gesundheitsfördernde Produkte und Dienstleistungen mittlerweile auf 60 Milliarden Euro. Diese zunehmende Nachfrage sorgt dafür, dass verstärkt Arbeitskräfte benötigt werden, die sich professionell um die Organisation und das Management dieser Dienstleistungen kümmern. Besonders gefragt sind dabei &#132;Fachwirte für Prävention und Gesundheitsförderung (IHK)&#147;, die dort gebraucht werden, wo Aufgaben in der Gesundheitsförderung mit betriebswirtschaftlichen Herausforderungen verknüpft sind. 

&#132;Fachwirte für Prävention und Gesundheitsförderung (IHK)&#147; arbeiten in gesundheitsorientierten Fitnesseinrichtungen, präventionsorientierten Gesundheits- und Therapiezentren, Wellnessanlagen, Sportzentren und -verbänden, Krankenkassen und Versicherungen sowie Reha- und Kureinrichtungen. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehören die Auswahl, Führung, Koordination und Entwicklung des Personals. Darüberhinaus entscheiden sie über zukünftige Investitionen, wirken bei der Gestaltung von Kursangeboten und -konzepten mit, planen Marketing-Maßnahmen und sind für die  Qualitätssicherung sowie das Steuern der Auslastung und Profitabilität einer Einrichtung verantwortlich. 

Um diese Aufgaben angemessen erfüllen zu können, benötigt ein &#132;Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung (IHK)&#147; neben grundlegenden betriebswirtschaftlichen Kenntnissen vor allem spezielle ökonomische Kenntnisse mit Bezug zum Gesundheitswesen. Wissen über die Rentabilität und Kostenstrukturen in Gesundheitseinrichtungen sind ebenso wichtig wie das Qualitätsmanagement und das Verständnis der speziellen Angebotsstruktur der Branche. Damit sich das Unternehmen trägt, kennt er die entscheidenden Aspekte der Betriebsorganisation und die Struktur des Gesundheits- und Sozialwesens. 

Fachwirte für Prävention und Gesundheitsförderung (IHK) überblicken rechtliche Zusammenhänge, die Auswirkungen auf ihre Planung haben und kennen die aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen. Zudem verfügen sie über trainingstheoretische Grundlagenkenntnisse &#150; hierunter fallen vor allem die Hauptbeanspruchungsformen Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination. Gesunde Ernährung trägt entscheidend zum Erhalt der Gesundheit bei, daher verfügen sie über Grundlagenkenntnisse aus der Ernährungslehre. Um Entspannungsverfahren in der Gesundheitsförderung und Prävention erfolgreich einzusetzen, kennen sie die Grundlagen der Spannungsregulation und die aktuell am häufigsten eingesetzten Verfahren zur Entspannung.

<strong>Hochwertige Weiterbildung</strong>

Das IST-Studieninstitut bietet seit vielen Jahren erfolgreich die 19-monatige Weiterbildung „Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung (IHK)“ mit öffentlich-rechtlichem Abschluss an. Hier erlangen die Teilnehmer in Form des staatlich zugelassenen Fernunterrichts sowohl betriebswirtschaftliches und rechtliches als auch gesundheitspolitisches und gesundheitspraktisches Know-how, um erfolgreiche Programme der Gesundheitsförderung und Prävention zu konzipieren, durchzuführen und zu evaluieren. Kenntnisse über die Schnittstellen zwischen Staat, Krankenkasse und Kunde bzw. Patient sind dabei unerlässlich. 

Das fachbezogene Fernstudium vermittelt den Teilnehmern in einem handlungsfeldübergreifenden und einem handlungsfeldspezifischen Teil wichtige Kenntnisse in den Bereichen Managementmethoden im Gesundheitswesen, Prävention und Gesundheitsförderung, Gesundheitssport, Diagnostik und gesundheitsorientiertes Training, Grundlagen der Ernährung sowie Mentalcoaching und Stressmanagement. Die Absolventen dieses Fernstudiums grenzen sich deutlich von medizinischen oder
therapeutischen Gesundheitsberufen ab und werden umfassend auf eine leitende Position in gesundheitsorientierten Fitnessanlagen oder Gesundheits- und Therapiezentren vorbereitet. Zusätzlich haben sie die Möglichkeit, kostenfrei die Unterlagen für den Ausbildereignungsschein zu erwerben.]]></description><guid isPermaLink="false">4383</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Bachelor Fitness and Health Management - Neuer Fernstudiengang</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/thema-artikel4375-Bachelor_Fitness_and_Health_Management___Neuer_Fernstudiengang.html-r4375/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4375-Bachelor_Fitness_and_Health_Management___Neuer_Fernstudiengang.jpg" /></p>
Mit ihren stetig neuen und spannenden Trends ist die Fitness- und Gesundheitsbranche abwechslungsreich, innovativ und flexibel. Mehr als 7 Millionen Menschen jeden Alters betreiben Fitnesssport in mehr als 6.000 Fitnessanlagen. Und das bei einer jährlichen Wachstumsrate von durchschnittlich 6,9%. Durch die zunehmende gesellschaftliche Diskussion über Gesundheitsvorsorge und die damit einhergehende Bereitschaft, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, gewinnt auch der sogenannte zweite Gesundheitsmarkt mit all seinen präventiven und rehabilitativen Angeboten rasant an Bedeutung.

Diese Entwicklung führt zu einer Professionalisierung der Branche und zu gestiegenen Ansprüchen an Service und Qualität. Nur sehr gut ausgebildetes Personal wird dem gerecht. Führungskräfte müssen deshalb über trainingspraktisches Wissen, weitreichendes Management-Know-how, aber auch über umfassende Kenntnisse der spezifischen Besonderheiten des Gesundheitswesens verfügen.

Eine Möglichkeit, sich dieses Wissen anzueignen, bietet die neu gegründete IST-Hochschule für Management mit dem Fernstudium „Bachelor Fitness and Health Management“, das im April 2013 erstmals startet.

Mit diesem Fernstudiengang erwerben die Studierenden einen anerkannten akademischen Abschluss mit trainingswissenschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Ausrichtung. Zum einen erarbeiten sich die Studierenden wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse und wichtige Sozial-, Methoden- und Führungskompetenzen, die für eine Managementposition wichtig sind. Zum anderen branchenrelevante Trainingslizenzen, mit denen das erlernte Wissen auf der Trainingsfläche umgesetzt werden kann.

Der Bachelorstudiengang „Fitness and Health Management“ richtet sich an alle, die gleichzeitig einen fitnessspezifischen und staatlich anerkannten akademischen Abschluss erwerben und darüber hinaus noch zeitlich und örtlich flexibel studieren möchten. Hierzu gehören sowohl Schulabgänger mit (Fach-)Hochschulreife als auch Branchenkenner, die sich mit einem Bachelor-Abschluss akademisch weiterentwickeln möchten.

Der Clou: Auch ohne (Fach-)Abitur ist die Aufnahme eines Studium möglich. Wer eine zweijährige Berufsausbildung abgeschlossen hat, einen Meisterbrief oder eine Aufstiegsfortbildung z.B. zum Fitnessfachwirt (IHK) nachweisen kann, kann sich um einen Studienplatz bewerben. Ebenso haben Berufstätige, die eine abgeschlossene, zweijährige Berufsausbildung oder einen Abschluss an einer Berufsfachschule und jeweils drei Jahre Berufserfahrung vorweisen können, die Möglichkeit, ein Studium an der IST-Hochschule für Management aufzunehmen.]]></description><guid isPermaLink="false">4375</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Heilpraktiker f&#xFC;r Physiotherapeuten</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/thema-artikel4361-Heilpraktiker_fuer_Physiotherapeuten.html-r4361/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4361-Heilpraktiker_fuer_Physiotherapeuten.jpg" /></p>
Mit zunehmenden Veränderungen durch den Gesetzgeber, streben nach den Osteopathen auch immer mehr Physiotherapeuten die Zusatzausbildung des Heilpraktikers an. Wir haben uns einmal damit auseinandergesetzt, welche Voraussetzungen hierfür nötig sind.

Zur Rechtslage der Heilpraktiker in der BRD existiert das Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz), im Folgenden HeilprG. Das HeilprG regelt die Voraussetzung zur Führung der Berufsbezeichnung Heilpraktiker. Vornehmlich bedarf es zum Tragen der Berufsbezeichnung mehrerer unterschiedlicher Prüfungen und Unbedenklichkeitsnachweise. 

Bei dem Berufsbild des Heilpraktikers handelt es sich nicht um einen anerkannten Ausbildungsberuf, es gibt somit keine gesetzlich vorgeschriebene Regelausbildung oder Prüfungen, die bundeseinheitlich geregelt wären. Für die Erteilung der sogenannten „Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung“ müssen jedoch bestimmte Zulassungsvoraussetzungen erfüllt werden. 

Aktuell handelt es sich dabei um folgende Voraussetzungen: die betreffende Person muss ein Mindestalter von 25 Jahren erreicht haben und mindestens über einen Hauptschulabschluss verfügen. Sowohl die geistige als auch die körperliche Eignung für den Beruf des Heilpraktikers sind von der betreffenden Person mittels eines ärztlichen Attests und einem polizeilichen Führungszeugnis nachzuweisen. Darüber hinaus bedarf es einer Zulassung durch das örtliche Gesundheitsamt. 
Besagte Zulassung wird durch eine schriftliche sowie mündliche Überprüfung erworben, wobei eine schriftliche Überprüfung der mündlichen immer vorgeschaltet ist. Wird die schriftliche Überprüfung nicht ausreichend bestanden, erfolgt auch keine Zulassung zur mündlichen Überprüfung. Die schriftliche Prüfung erfolgt in Form eines Multiple-Choice Tests bei dem von insgesamt 60 Fragen 45 richtig beantwortet werden müssen. Die mündliche Prüfung findet zwischen drei und sechs Wochen nach bestandener schriftlichen Prüfung statt. 

Ziel dieser Überprüfungen ist, sicherzustellen, dass von dem jeweiligen Bewerber keine akute Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Aus diesem Grund werden in den Überprüfungen auch Grundwissensbereiche aus den Feldern der Pathologie, der Anatomie, der Diagnostik, der Pharmakologie und aus der Therapie abgefragt. Die Überprüfungen sind nicht bundeseinheitlich, variieren also von Bundesland zu Bundesland. Grundlegen ähneln sich jedoch die Fragenkataloge und die abgefragten Kenntnisfelder. Aus den Rahmenbedingungen der Überprüfungen ergibt sich, dass Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung und/oder Berufserfahrung im Gesundheitswesen aus ihren Erfahrungen profitieren können. 

Eine Ausbildung zum Heilpraktiker wird ausschließlich durch private Schulen angeboten, die anvisierte Ausbildungszeit variiert zwischen zwei und drei Jahren. Hervorzuheben ist, dass es keinerlei gesetzlichen Vorschriften für eine derartig organisierte Ausbildung gibt. Auch ohne eine solche Ausbildung kann die Erlaubnis zur beruflichen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung erworben werden. Eine erfolgreich absolvierte Ausbildung steigert die Chancen zum Bestehen der notwendigen Überprüfungen jedoch in aller Regel. Anzumerken ist jedoch auch, dass die private Ausbildung zum Heilpraktiker eben keiner staatlichen Qualitätsprüfung unterworfen ist, was dazu führt, dass es beim Erwerb der Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung eine Durchfallquoten von 20 % – 80 % (je nach Bundesland) gibt. 

Das Gesetz legt Wert darauf, zwischen Ärzten mit Approbation (mit Bestallung) und Heilpraktikern (ohne Bestallung) zu unterscheiden. Daher sind einem Heilpraktiker bestimmte Dinge ausdrücklich verboten: Verschreibung von Medikamenten, Geburtshilfe, Behandlung von bestimmten Infektionskrankheiten, Umerziehung oder Zahnheilkunde. Ein Heilpraktiker muss darüber hinaus auch immer die Berufsbezeichnung „Heilpraktiker“ führen, um genau diesen unterscheid zu verdeutlichen. 

Seit 2009 ist es jedem Heilpraktiker gestattet, auch mit einer auf ein bestimmtes Gebiet beschränkten Heilpraktikererlaubnis Physioteherapie als eigenständigen Heilberuf auszuüben. <div class="copyright">Copyright: rrrob - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4361</guid><pubDate>Mon, 10 Sep 2012 09:58:56 +0000</pubDate></item><item><title>Berufsbegleitendes Physiotherapie Studium in Aachen</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/thema-artikel4325-Berufsbegleitendes_Physiotherapie_Studium_in_Aachen.html-r4325/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4325-Berufsbegleitendes_Physiotherapie_Studium_in_Aachen.jpg" /></p>
Die Ansprüche, die heute an die mehr als 100.000 Physiotherapeuten in Deutschland gestellt werden wachsen stetig. Vor allem wenn es um die wissenschaftliche Forschung geht, sind die Absolventen einer Berufsfachschule häufig nicht gut genug gerüstet, die Ausbildung zum Physiotherapeuten ist lückenhaft und kann vor allem im internationalen Qualitätsvergleich nicht überzeugen. In nahezu allen Ländern Europas ist ein Abschluss in diesem Bereich nur durch ein spezielles Studium möglich. Die Studieninhalte orientieren sich an wissenschaftlichen und berufspraktischen Anforderungsmerkmalen. Deutsche Physiotherapeuten, welche ihren Beruf im Ausland ausüben möchten, hatten daher bisher Probleme einen Arbeitsplatz zu finden und sich gegen die international besser geschulte Konkurrenz durchzusetzen.

Erstmals wird zum Wintersemester 2012/2013 auch in Deutschland ein berufsbegleitendes Physiotherapiestudium in Aachen angeboten werden. Die medizintechnische und technomathematische Abteilung der FH Aachen bietet diesen innovativen Studiengang in Kooperation mit der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen und der Uni-Klinik an. Einem zukünftigen Fachkräftemangel soll so entgegengewirkt werden. Ziel des Studiums ist die Vermittlung von Technikkompetenz und gleichzeitig eine hohe Praxisorientierung. Der geplante duale Bachelorstudiengang ist auf acht Semester ausgelegt, 20 Studenten können sich pro Semester für das berufsbegleitende Physiotherapiestudium einschreiben. Im ersten Jahr werden die Studierenden ausschließlich die Schule für Physiotherapie am Universitätsklinikum Aachen besuchen. Daran schließt sich eine Phase an, in der die Studenten abwechselnd studieren und in einer physiotherapeutischen Einrichtung arbeiten. Im letzten Studienjahr muss erneut ein Vollzeitstudium absolviert werden.

Insgesamt dauert das duale Studium vier Jahre und wird mit einem Bachelor of Science abgeschlossen. Die Absolventen verfügen damit gleichzeitig über eine Berufsausbildung und über einen anerkannten Studienabschluss. Bisher mussten Physiotherapeuten, welche nach ihrer Berufsausbildung einen akademischen Abschluss erwerben wollten, ins benachbarte Ausland ausweichen. In den Niederlanden werden Studiengänge im Bereich Physiotherapie bereits seit Jahren erfolgreich angeboten und vor allem von Deutschen stark frequentiert. Die RWTH Aachen befürchtete einen immer größeren Fachkräftemangel und war gezwungen, ihr Studienangebot auszuweiten und damit auch den Standort nachhaltig zu sichern. Demensprechend wird ab 2014 auch ein Masterstudiengang Physiotherapie angeboten. Dieser wird sich schwerpunktmäßig auf medizintechnische Inhalte konzentrieren und soll vor allem die Forschung in diesem Bereich vorantreiben. 

Verantwortlich für diese Entwicklung sind in erster Linie Prof. Dr. Volker Sander, Dekan des Fachbereiches für Medizintechnik an der Fachhochschule Aachen und Prof. Dr. Wolfgang Dott, Vorsitzender der Medizinischen Fakultät der Universität in Aachen. Die beiden Mediziner waren nach eigener Aussage eine akademische Weiterentwicklung der physiotherapeutischen Medizin sehr wichtig, um angemessene Professionalisierungsmöglichkeiten zu schaffen und eine engere Verknüpfung mit dem technisch-medizinischen Sektor zu ermöglichen. Weiter erhoffen sich die Verantwortlichen für die Zukunft viele interdisziplinäre Studien zu neuen Behandlungsansätzen und die Stärkung der wissenschaftlichen Kompetenz der Absolventen. Diese sollen bald eine stärkere Rolle in der Weiterentwicklung medizintechnischer Produkte einnehmen, sowie in Forschung und Lehre in einem noch größeren Maß präsent sein, indem sie enger mit anderen Medizinern zusammenarbeiten.<div class="copyright">Copyright: © Xiongmao - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4325</guid><pubDate>Tue, 06 Dec 2011 11:17:08 +0000</pubDate></item><item><title>Aus f&#xFC;r Masterstudiengang in Marburg</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/thema-artikel4318-Aus_fuer_Masterstudiengang_in_Marburg.html-r4318/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4318-Aus_fuer_Masterstudiengang_in_Marburg.jpg" /></p>
Der knapp zehn Jahre alte, im Jahr 2000 eingeführte Masterstudiengang Physiotherapie wurde am Montag den 24.10.2011 geschlossen. 

Die Schließung beruht auf der Tatsache, dass die wissenschaftliche Betreuung der Studierenden nicht mehr gewährleistet und vor allem nicht mehr finanziert werden könne. Es läge also nicht an einer geringen Auslastung, da mehr als die Hälfte der 30 Studienplätze belegt worden wären.

Mehrere Probleme begünstigten die Entscheidung den Studiengang zu schließen, einerseits weil im Rahmen des Akkreditierungsprogramms die Einrichtung eines eigenen Lehrstuhls gefordert wurde, anderseits weil es für diesen Lehrstuhl keinen Nachfolger gab. Die durchgeführten Blockseminare wären schließlich eine freiwillige Zusatzleistung des Vorgängers gewesen, doch  sei das Profil der Stelle nicht auf die zusätzlichen Anforderungen und Verantwortungen ausgerichtet.

So beschloss der Uni-Senat nach einer langen Diskussion mit zwölf Zustimmungen und fünf Enthaltungen das Ende des Masterstudiengangs. So können sich keine weiteren Studenten mehr für den Studiengang einschreiben, allerdings liegt das wirkliche Ende noch in der Ferne. 2016 soll Schluss sein mit dem Master in Physiotherapie, schließlich sei die Universität Marburg verpflichtet den bisherigen Studenten den Abschluss zu ermöglichen.]]></description><guid isPermaLink="false">4318</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Physiotherapie Bachelor</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/thema-artikel4290-Physiotherapie_Bachelor.html-r4290/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4290-Physiotherapie_Bachelor.jpg" /></p>
Bei der Physiotherapie handelt es sich mittlerweile nicht mehr um einen reinen Ausbildungsberuf, denn man kann auch Studiengänge belegen. Dabei ist der Bachelor der niedrigste Grad, denn man durch ein Studium erreichen kann. Deutschland ist hier in Europa noch eine Ausnahme, denn in allen anderen Ländern Europas hat der Bachelor die herkömmliche Berufsausbildung ersetzt. 

In den USA gibt es inzwischen allerdings Bestrebungen, dass man den Master-Abschluss haben muss, um den Beruf ausüben zu dürfen. Bachelor darf sich auf dem Gebiet der Physiotherapie also jemand nennen, der die akademische Ausbildung an der Hochschule erfolgreich abgeschlossen hat und somit für den Beruf des Physiotherapeuten qualifiziert ist. 

Aus einer alten Tradition heraus werden Studiengänge immer noch in Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften eingeteilt, deshalb gibt es auch den Bachelor of Science und den Bachelor of Arts. Welcher dieser beiden Abschlüsse nun durch das Studium erworben wurde hat keine Aussage über die Qualität der Ausbildung, denn beide sind absolut gleichwertig. 

Durch den Erwerb des Bachelors erhöhen sich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland natürlich sehr, da man während des Studienganges wesentlich mehr Wissen erwirbt. Wenn man allerdings eine führende Position oder eine Lehrtätigkeit anstrebt, dann reicht der Bachelor nicht aus, in diesem Fall ist ein Master-Studiengang unabdingbar, das gleiche gilt für eine Anstellung im Bereich der Forschung. 

Die so genannte „Erklärung von Bologna“ wurde von insgesamt 29 Staaten in Europa unterzeichnet, damit hat man sich auf ein Bachelor-Masters-System geeinigt. Durch dieses Abkommen, welche das System vereinheitlicht,  soll es Therapeuten erleichtert werden, auch in anderen europäischen Ländern zu arbeiten. In ganz Deutschland sind die Studiengänge bereits gemäß dieser Vereinbarung als Bachelor-Studiengänge angelegt. 

Das Bachelor-Studium dauert in der Regel sechs Semester, als Zugangsberechtigung sind das Abitur oder die Fachhochschulreife sowie eine abgeschlossene Ausbildung als Physiotherapeut notwendig. Durch den Bachelor-Abschluss soll den Physiotherapeuten nicht nur zusätzliches Fachwissen vermittelt werden, sondern sie sollen auch besser auf die administrativen Tätigkeiten in der täglichen Praxis vorbereitet werden. 

Die Hochschulen bemühen sich, nicht nur Professoren als Lehrkräfte einzusetzen, sondern auch erfahrene Physiotherapeuten, die das Studium sehr praxisnah gestalten können. An vielen Bildungseinrichtungen werden die Studiengänge inzwischen auch begleitend zur normalen Ausbildung zum Physiotherapeuten angeboten, so dass eine bestmögliche Vorbereitung auf den Beruf gewährleistet ist. <div class="copyright">Copyright: © lightpoet - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4290</guid><pubDate>Wed, 19 Oct 2011 10:47:03 +0000</pubDate></item><item><title>Physiotherapie Studium</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/thema-artikel4289-Physiotherapie_Studium.html-r4289/</link><description><![CDATA[
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Früher kannte man nur die herkömmliche Ausbildung zum Physiotherapeuten, doch aus dem Ausland ist vor einiger Zeit der Trend herüber geschwappt, dass man auch Studiengänge für Physiotherapeuten in Deutschland anbietet. Deutschland befindet sich auf diesem Gebiet allerdings noch in den Kinderschuhen, erst nach und nach wird das Angebot an deutschen Hochschulen erweitert. In der Zukunft werden Physiotherapeuten also aus einem immer breiter gefächerten Angebot an Studiengängen auswählen können und sich somit individuell weiterbilden. 

Einige fragen sich mit Sicherheit, warum man Physiotherapie überhaupt studieren sollte?! In der Praxis sieht es so aus, dass die Anforderungen an Physiotherapeuten in der heutigen Zeit immer größer werden, denn auch auf diesem Gebiet gibt es eine ständige Weiterentwicklung. Um Patienten das komplette Spektrum anbieten zu können, ist ein Studium absolut empfehlenswert. Der Studierende erwirbt während der Studienzeit spezielle Kenntnisse und Fertigkeiten, die man heutzutage fast schon als Pflicht bezeichnen kann. 

Doch das Studium bietet dem Absolventen noch wesentlich mehr Vorteile, denn seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern sich dadurch ganz enorm. Durch zusätzliche Kenntnisse kann er nicht nur modernste Physiotherapie anbieten, sondern sich auf Wunsch auch in einer leitenden Position behaupten. Auch wenn man einen Aufenthalt im Ausland anstrebt, ist es ratsam, vorher ein Studium zu absolvieren. Aktuell kann man sich in Deutschland zwischen einem Masterstudiengang oder dem Bachelor entscheiden. 

Der Bachelor ist dabei der Abschluss des Hochschulstudiums, der zur Ausübung der Berufes berechtigt. Dieser Abschluss ist in ganz Europa einheitlich, in den anderen europäischen Ländern ist dieses Studium inzwischen sogar Pflicht, eine herkömmliche Ausbildung zum Physiotherapeuten gibt es nicht mehr. Deutschland bildet auf diesem Gebiet somit noch eine Ausnahme, denn hier wird immer noch zwischen der beruflichen Ausbildung und dem Bachelor unterschieden. In einigen deutschen Städten ist es mittlerweile jedoch schon so, dass man dort das Bachelor-Studium mit der beruflichen Ausbildung verbindet. 

Beim Master handelt es sich dagegen um ein Aufbaustudium, das normalerweise an den Bachelor anschließt. Mit diesem Studiengang kann man sein Wissen vertiefen oder sich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren. In Europa macht man in der Regel einen Master-Abschluss, wenn man eine führende Position einnehmen möchte, oder sich in den Bereich Lehre oder Forschung begibt. 

Beim Master-Studium unterscheidet man zwischen dem Master of Arts und dem Master of Science. Beide Abschlüsse sind gleichwertig, doch man ordnet Studiengänge aus Tradition den Bereichen Naturwissenschaft oder Geisteswissenschaft zu. In den meisten europäischen Ländern vergibt man beim Bachelor dagegen den Titel Bachelor of Science. 

Wenn man sich an die Auswahl einer Hochschule und eines Studienganges macht, sollte man ein paar Punkte beachten. Sicher spielen auch die Kosten eine große Rolle, denn neben den eigentlichen Studiengebühren fallen häufig noch Fahrtkosten, Unkosten für Lehrmaterial oder sogar Kosten für eine Unterkunft an. 

Während der Bachelor-Studiengang vorrangig auf den Beruf vorbereitet, ist das Niveau beim Masterstudiengang höher, da hier auch spezielles Wissen vermittelt wird. Ein anderes Kriterium ist auch die Organisation während der Studienzeit. Bei einigen Studiengängen ist es möglich, nebenbei in Teilzeit weiterzuarbeiten, so dass man seinen Beruf weiterhin ausüben kann. An anderen Hochschulen findet der Unterricht in einzelnen Blocks statt, oder es ist eine dauernde Anwesenheit erforderlich. 

Interessant bei der Auswahl ist auch, wer die Studierenden lehren wird, denn hier gibt es von Hochschule zu Hochschule teilweise große Unterschiede. Lehrkräfte können zum Beispiel einfache Physiotherapeuten sein, aber auch Dozenten oder Professoren für Physiotherapie. Darüber hinaus ist auch die Fachrichtung der Lehrkräfte von nicht unerheblicher Bedeutung für das Studium, deshalb sollte man sich vorab gut erkundigen. Außerdem sollte man sich bei der Bildungseinrichtung erkundigen, ob bestimmte Qualifikationen auf das Studium angerechnet werden können. 

Auch die Ausstattung könnte ein Auswahlkriterium sein, denn einige Einrichtungen gewähren ihren Studenten den Zugang zu ansonsten kostenpflichtigen Datenbanken und zu internationalen Fachzeitschriften. Darüber hinaus könnte der Buchbestand an deutscher und internationaler Literatur von Interesse sein, sowie die Räumlichkeiten, die den Studenten zum Lernen zur Verfügung stehen. 

Einen guten Überblick über das Angebot  an Studienmöglichkeiten in Deutschland gibt es unter www.zvk.org, Häufig stellt sich die Frage, ob die Abschlüsse auch international anerkannt werden, bzw., ob im Ausland absolvierte Studiengänge in Deutschland gültig sind. 

Normalerweise kann man davon ausgehen, dass Deutsche mit einem Studienabschluss auch im Ausland ihren Beruf ausüben dürfen, und dass man mit gewisser Vorbildung auch dort ein Aufbaustudium machen kann. Doch gibt es dafür bisher keine Garantie, es läuft also immer auf ein Antragsverfahren hinaus, bei dem individuell entschieden wird. <div class="copyright">Copyright: © twixx - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4289</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Physiotherapeut/in Interessen und F&#xE4;higkeiten</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/physiotherapeutin-interessen-und-faehigkeiten-r4287/</link><description><![CDATA[
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	Sicher ist der Beruf des Physiotherapeuten für viele ein Traum, doch nicht für jeden ist er auch gleichermaßen geeignet. Es ist von großem Vorteil und auch ungeheuer wichtig, dass man bestimmte Interessen und Fähigkeiten hat, die einem in diesem Beruf sicher hilfreich sind. Da es sich um einen sozialen Beruf handelt, in dem man ständig mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun hat, sollte man gut mit Menschen umgehen können. Einfühlungsvermögen und Geduld sind zwei wichtige Aspekte, denn viele Patienten müssen immer wieder von den Vorteilen der oft anstrengenden Therapie überzeugt und an zusätzliche Behandlungsmethoden herangeführt werden. Die Wirkungs- und Funktionsweise von diversen Hilfsmitteln muss man den Patienten anschaulich erklären müssen, so dass sie auch im Alltag damit zurecht kommen. Oftmals muss man Patienten dazu ermuntern, dass sie die erlernten Übungen auch zuhause gewissenhaft und regelmäßig durchführen, denn nur so ist auch ein Therapieerfolg gewährleistet. Da auch Berichte zu verfassen und Abrechnungen mit den Krankenkassen zu machen sind, sollte man auch ein gewisses Interesse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeiten haben. Man sollte möglichst genau beobachten können, denn man muss eine falsche Haltung oder einen fehlerhaften Bewegungsablauf rechtzeitig erkennen und korrigieren. Die Körperbeherrschung sollte gut sein, um Patienten bei den Bewegungsübungen gute Hilfestellung leisten zu können, bei der Durchführung von Hydro-, Elektro-, Kälte- oder Wärmeanwendungen ist auch ein gewisses Handgeschick von Vorteil. Physiotherapeuten müssen sich viel Fachwissen aneignen, deshalb sollten sie über eine gute Merkfähigkeit verfügen, um ihr Wissen jederzeit schnell abrufen zu können. Das Erstellen von Behandlungsplänen erfordert Organisationstalent und vorausschauendes Planen. Ein Physiotherapeut sollte sich gut ausdrücken können, denn er muss seinen Patienten die Therapieabläufe verständlich erklären können und oftmals auch Gruppen anleiten. Rechtschreibsicherheit und Rechenfertigkeit sind ebenfalls von Vorteil, wenn es um die verschiedenen Verwaltungsaufgaben in diesem Beruf geht. In Bezug auf das Sozial- und Arbeitsverhalten sind vor allem Verantwortungsbewusstsein, Pünktlichkeit, Sorgfalt, Kontaktfähigkeit, Verschwiegenheit, eine gewisse psychische Stärke und Freundlichkeit gefragt.
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]]></description><guid isPermaLink="false">4287</guid><pubDate>Mon, 17 Oct 2011 14:18:00 +0000</pubDate></item><item><title>Physiotherapeut/in Weiterbildung und Spezialisierung</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/physiotherapeutin-weiterbildung-und-spezialisierung-r4286/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4286-Physiotherapeut_in_Weiterbildung_und_Spezialisierung.jpg" /></p>

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	Mit dem Erwerb der Berufsbezeichnung Physiotherapeut muss es noch lange nicht getan sein, denn auf diesem Gebiet gibt es viele Möglichkeiten zur Weiterbildung oder um sich zu spezialisieren. Als Physiotherapeut muss man sich ohnehin immer weiter fortbilden, um Patienten von den neuesten Therapien und Techniken profitieren zu lassen. Die Medizin entwickelt sich immer weiter, hier gibt es niemals einen Stillstand, so dass man auch als Physiotherapeut immer auf dem neuesten Stand sein muss. Gesetzlich ist es sogar vorgeschrieben, dass Physiotherapeuten eine gewisse Anzahl an Fortbildungen machen, damit auch die Qualität ihrer Arbeit stets sichergestellt ist. Wer eine leitende Position in dieser Branche anstrebt, der kann auch eine Weiterbildung zum Fachwirt oder zum Betriebswirt absolvieren. Wenn man eine Berechtigung zum Hochschulstudium hat, kann man seit einiger Zeit sogar ein entsprechendes Studium ins Auge fassen. Durch das Studium erreicht man dann zum Beispiel einen Abschluss als Bachelor im Bereich Physiotherapie. In manchen Fällen ist es sogar möglich, solch ein Studium zu absolvieren, ohne dass man die Berechtigung zum Hochschulzugang hat, hier muss man sich vorab erkundigen. Man kann für das Studium eine staatliche Förderung beantragen, sehr talentierte Fachkräfte können sich auch um ein Stipendium bemühen. Weiterbildung kann man im Bereich der Physiotherapie ganz unterschiedlich definieren, denn es dient nicht nur dazu, neues fachliches Wissen zu erwerben, sondern auch um sich zu spezialisieren oder eine Existenz zu gründen. So kann man zum Beispiel durch eine fachliche Anpassungsweiterbildung künftig auch manuelle Therapie, Atemtherapie oder Motopädie in der Praxis anbieten. Die Weiterbildung ermöglicht es Physiotherapeuten außerdem, sich auf ein besonderes Gebiet der Physiotherapie zu spezialisieren wie zum Beispiel die Brügger-Therapie, die Bobath-Therapie, die Vojta-Therapie, die Bewegungstherapie, die Sportphysiotherapie, die Osteopathie oder die Lymphdrainage. Natürlich kann ein Physiotherapeut auch jederzeit den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Meistens bietet sich die Gelegenheit, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen, in der man zuvor angestellt war. Wenn man über ausreichend Startkapital verfügt, kann man auch eine ganz neue Praxis einrichten. Allerdings will dieser Schritt sehr gut überlegt sein, man sollte sich vorab gut informieren und beraten lassen. Entsprechende Beratungsangebote gibt es von der Agentur für Arbeit, der Kommunalverwaltung oder den Industrie- und Handelskammern. Es ist auch ratsam, an einer Schulung oder einem Kurs zum Thema Existenzgründung teilzunehmen, damit man optimal informiert und vorbereitet ist.
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]]></description><guid isPermaLink="false">4286</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Physiotherapeut/in Ausbildungsablauf</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/thema-artikel4285-Physiotherapeut_in_Ausbildungsablauf.html-r4285/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4285-Physiotherapeut_in_Ausbildungsablauf.jpg" /></p>
Die Ausbildung zum Physiotherapeuten besteht aus praktischem und theoretischem Unterricht. Im Wechsel wird in der Fachschule das theoretische Wissen vermittelt, während der Praxisteil in einem Krankenhaus absolviert wird. Im Krankenhaus werden die angehenden Physiotherapeuten auf den Krankenstationen ausgebildet, entweder direkt in den Krankenzimmern oder in speziellen Behandlungszimmern. 

Die Fachschulen sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt, doch muss man häufig in Kauf nehmen, für die Dauer der Ausbildung an einen anderen Ort zu ziehen oder zu pendeln. Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen ist sehr groß, an vielen Schulen gibt es lange Wartelisten, so dass man sich rechtzeitig um einen Platz bemühen sollte. Auch in den Schulen gibt es praktischen Unterricht, häufig sind die Berufsfachschulen auch einer Klinik angeschlossen. 
Die Ausbildung zum Physiotherapeuten wird nicht vergütet, ganz im Gegenteil, die Ausbildungskosten sind recht hoch. An privaten Bildungseinrichtungen muss ein Schulgeld entrichtet werden, dazu kommen noch Gebühren für die Aufnahme und diverse Prüfungen. Für die theoretische Ausbildung werden Fachbücher benötigt, die ebenfalls aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. 

Da sich die Ausbildungsstätten selten am Wohnort befinden, muss man auch mit Fahrtkosten und eventuell auch mit Miete für eine Unterkunft vor Ort rechnen. Darüber hinaus benötigt der Auszubildende für den praktischen Teil spezielle Arbeitskleidung, die ebenfalls selbst angeschafft werden muss. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, dass man BAföG bewilligt bekommt, hier muss man sich rechtzeitig informieren und gegebenenfalls einen Antrag stellen. 
Für die Ausbildung zum Physiotherapeuten müssen einige Zugangsvoraussetzungen unbedingt erfüllt sein. Der mittlere Bildungsabschluss wird vorausgesetzt, oder zumindest eine gleichwertige Vorbildung. Falls man nur einen Hauptschulabschluss hat, dann kann man an einer Ausbildungseinrichtung nur aufgenommen werden, wenn man eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, die mindestens zwei Jahre gedauert hat. 

Bei einem Arztbesuch muss attestiert werden, dass man auch aus gesundheitlicher Sicht für diesen Beruf geeignet ist. Einige Schulen erwarten von den Auszubildenden sogar ein entsprechendes Praktikum, welches sie auf den späteren Beruf vorbereitet. 

Da die Ausbildungsplätze sehr begehrt sind, muss man häufig noch ein Auswahlverfahren an der Schule durchlaufen. Es findet meistens ein persönliches Gespräch statt, außerdem berücksichtigt man auch die bisherigen Zeugnisse, wobei vor allem auf die naturwissenschaftlichen Fächer wert gelegt wird. An vielen Schulen wählt man die Schüler auch anhand ihrer praktischen Erfahrung aus, oder man berücksichtigt das Eingangsdatum der Bewerbungsunterlagen. 
Es ist nicht ungewöhnlich, dass man auch spezielle Prüfungen absolvieren muss, entweder schriftlich und/oder mündlich, einige Ausbildungsstätten verlangen auch eine Sportprüfung, um die körperliche Leistungsfähigkeit beurteilen zu können. Manche Schulen verlangen auch ein polizeiliches Führungszeugnis oder den Nachweis über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs. 

Normalerweise wird die Ausbildung zum Physiotherapeuten in Vollzeit absolviert, über einen Zeitraum von drei Jahren. Wenn man noch eine Zusatzausbildung absolviert, dann  muss man mit bis zu 4,5 Jahren rechnen. Hat man bereits eine Ausbildung zum medizinischen Bademeister oder zum Masseur, dann kann die Ausbildung auch um 18 Monate verkürzt werden, da bereits viel Fachwissen vorhanden ist. Hat man diesen Beruf bereits mehr als fünf Jahre ausgeübt, dann kann die Ausbildung zum Physiotherapeuten auf Antrag um 24 Monate verkürzt werden. Auch wenn man eine Ausbildung zum Sport- oder Gymnastiklehrer hat, die mindestens zwei Jahre gedauert hat, kann die Ausbildung zum Physiotherapeuten um sechs Monate verkürzt werden. 

Der Unterricht an den Fachschulen wird normalerweise in einzelnen Blöcken absolviert, im Klassenverband wird dann Basiswissen über die menschliche Anatomie, Pädagogik und die verschiedenen therapeutischen Untersuchungstechniken erworben. Die Leistung wird dann regelmäßig durch Prüfungen, Schulaufgaben oder so genannte Extemporale überprüft. 

Der praktische Teil der Ausbildung wird dann in Reha-Einrichtungen oder einer Klinik absolviert, wobei die Abschnitte unterschiedlich lang sein können. Von ausgebildeten Physiotherapeuten werden sie langsam an das Arbeiten mit den Patienten herangeführt. Dabei lernen sie nicht nur die unterschiedlichsten Krankheitsbilder und Behinderungen kennen, sondern auch dem Umfang mit Menschen jeder Altersstufe. Da es sich um einen sehr verantwortungsvollen Beruf handelt, werden die Auszubildenden unter Anleitung schrittweise mit ihren zukünftigen Aufgaben vertraut gemacht.<div class="copyright">Copyright: © Kzenon - Fotolia.com</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4285</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Physiotherapeut/in Arbeitsplatz und Arbeitsmittel</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/physiotherapeutin-arbeitsplatz-und-arbeitsmittel-r4284/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4284-Physiotherapeut_in_Arbeitsplatz_und_Arbeitsmittel.jpg" /></p>

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	Der Arbeitsplatz des Physiotherapeuten befindet sich nicht zwangsläufig in einer speziellen Praxis,. Sie sind auch häufig in Krankenhäusern, Spezialkliniken, Reha-Zentren, Seniorenheimen, Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Behinderte, Wellness-Hotels oder diversen Sportstätten. Die Behandlungsräume des Physiotherapeuten sind in der Regel sehr warm und werden künstlich beleuchtet. Die einzelnen Kabinen verfügen über Massageliegen und diverse Hilfsmittel und/oder Trainingsgeräte für die Durchführung spezieller Übungen. Bei der Anstellung in einer Klinik wir die Physiotherapie häufig auch direkt im Krankenzimmer durchgeführt, vor allem, wenn der Patient sich nur mühsam bewegen kann oder gar bettlägerig ist. Große Sportvereine, wie zum Beispiel Fußballclubs, haben ihren eigenen Physiotherapeuten, der dann für das Wohlergehen und die Wiederherstellung der Sportler zuständig ist. In diesem Fall arbeitet der Therapeut dann direkt in der Sporthalle, auf dem Platz oder in speziellen Behandlungsräumen des Vereinsgebäudes. Viele Physiotherapeuten bieten auch Hausbesuche an, so dass Patienten in ihren eigenen vier Wänden behandelt werden können. Auch eine Beschäftigung in einem Schwimmbad ist denkbar, normalerweise ist der Therapeut dann jedoch als medizinischer Bademeister angestellt. Wenn man über die Arbeitsmittel des Physiotherapeuten spricht, dann muss man zwischen der aktiven und der passiven Therapie entscheiden. Bei der aktiven Therapie gibt es sowohl kleine Hilfsmittel als auch große Trainingsgeräte. Zu den Trainingsgeräten gehören zum Beispiel die Sprossenwand, eine Hantelbank oder eine Fitness-Station, bei den kleinen Hilfsmitteln für die aktive Therapie handelt es sich unter anderem um Bälle, Ringe, Stäbe, verschiedene Kissen, Gymnastikbänder, Nacken- und Fußrollen, Seile, Gehhilfen und Hanteln. Für die passive Therapie benötigt ein Physiotherapeut zum Beispiel Massageöle oder -lotionen, Fangopackungen, Bandagen, Kältekompressen, Lagerungsmaterial, Infrarotlampen und Reizstrom- und Bestrahlungsgeräte. Die benötigten Arbeitsmaterialen hängen natürlich davon ab, wo ein Therapeut arbeitet und welche Therapieformen dort angeboten werden.
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]]></description><guid isPermaLink="false">4284</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Physiotherapeut/in Aufgaben und T&#xE4;tigkeiten</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/physiotherapeutin-aufgaben-und-taetigkeiten-r4283/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/4283-Aufgaben_und_Taetigkeiten_eines_Physiotherapeuten.jpg" /></p>

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	Die Aufgaben des Physiotherapeuten sind äußerst vielfältig und beschränkt sich nicht nur auf die im Volksmund bekannte „Krankengymnastik“. Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass der Physiotherapeut Patienten darin unterstützt, ihre Beweglichkeit zu erhalten, sie zu verbessern oder nach einer Krankheit oder einem Unfall wieder herzustellen. Darüber hinaus beeinflusst die Physiotherapie auch noch viele andere Funktionen, die eng mit dem Bewegungsapparat verknüpft sind, denn schließlich bildet der menschliche Organismus eine Einheit. Der Arbeit des Therapeuten liegt normalerweise eine ärztliche Diagnose zu Grunde, auf deren Basis plant er dann den vorläufigen Ablauf der Therapie. Aufgrund eigener Beobachtungen können sich in deren Verlauf immer wieder Änderungen ergeben, da auch eine große Auswahl an Therapiemöglichkeiten zur Verfügung steht. Die meisten Patienten sind aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung in ihrer Bewegung eingeschränkt, auch bei älteren Personen kann es zu Problemen mit dem Bewegungsapparat kommen. Häufig handelt es sich bei den Patienten um Personen mit starker Muskelverspannung, Nervenleiden oder Rheumatismus. In Einzel- oder Gruppentherapie werden dann diverse Bewegungsübungen durchgeführt, außerdem können Hilfsmittel wie Ringe, Stäbe oder Bälle zum Einsatz kommen. Ergänzt wird das Angebot des Physiotherapeuten durch Hydro- oder Wärmetherapie, verschiedene Massagetechniken, Atemtherapie und Elektrotherapie. Oftmals ist auch eine Kombination aus aktiver und passiver Therapie angezeigt. Das bedeutet, dass der Patient nicht nur Anleitung zur Krankengymnastik erhält, sondern gleichzeitig auch Massagen oder eine andere Therapie. Der Therapeut gibt dem Patienten auch Hilfestellung für den Alltag, damit er selbst aktiv werden kann. Die während der Therapie erlernten Übungen soll der Patient dann in Eigeninitiative auch zuhause durchführen. Falls es notwendig ist, wird der Physiotherapeut dem Patienten auch geeignete Hilfsmittel für die leichtere Bewältigung des Alltags empfehlen. In einigen Fällen kann die Beweglichkeit durch die Therapie nicht wieder hergestellt werden, dann wird der Physiotherapeut versuchen, diese Einschränkung anderweitig auszugleichen. Bei einem Großteil der Patienten handelt es sich nicht um eine kurzzeitige Therapie, sondern diese erstreckt sich über mehrere Monate oder gar Jahre. Doch nicht immer liegt bereits eine Einschränkung der Beweglichkeit bei den Patienten vor, der Physiotherapeut ist auch für die Prophylaxe bei drohenden Beschwerden zuständig. Zusätzlich zur alltäglichen Arbeit in der Praxis bieten viele Physiotherapeuten auch noch spezielle Kurse an, wie zum Beispiel eine Rückenschule. Zu den Aufgaben eines Physiotherapeuten gehört jedoch nicht nur die Behandlung der Patienten, sondern auch die Überprüfung der vorhandenen Arbeitsgeräte und deren Neuanschaffung sowie die Dokumentation des Therapieablaufs und die Abrechnung mit den Krankenkassen.
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]]></description><guid isPermaLink="false">4283</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Akademisierung der Gesundheitsberufe</title><link>https://www.physiowissen.de/magazin/berufsbild/thema-artikel4177-Akademisierung_der_Gesundheitsberufe.html-r4177/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.physiowissen.de/uploads/oldpw_thema_header/akademisierung-gesundheitsberufe-physiotherapie.jpg" /></p>
Schon seit langem wird in Deutschland diskutiert, wie viel Wissenschaft in der Physiotherapie notwendig ist, denn durch Veränderungen im Gesundheitswesen wird von Therapeuten immer mehr Kompetenz erwartet. Nun wird die Forderung immer lauter, dass Therapeuten künftig auf Hochschul-Niveau ausgebildet werden sollen. 

Die Arbeitsgemeinschaft Medizinalfachberufe fordert auf den Gebieten der Geburtshilfe und der Therapie schon seit Anfang der 90er Jahre mehr wissenschaftliche Kompetenz und Forschung in diese Bereiche einzubringen. Die Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert, so dass einige Berufe im Gesundheitssektor akademisiert werden sollen, um diesen gesteigerten Anforderungen künftig auch gerecht werden und Patienten optimal versorgen zu können. 

Physiotherapeuten sollten sich in Zukunft nicht nur auf eine effektive Therapie konzentrieren, sondern die Behandlungsmethoden auch immer wieder aufgrund der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse weiterentwickeln. Während eines Studiums sollen auch in anderen Therapieberufen die Voraussetzungen für solch eine Kompetenz vermittelt werden. Im Ausland werden Physiotherapeuten bereits seit einiger Zeit akademisch ausgebildet, doch in Deutschland hat sich dieser Trend noch nicht wirklich durchgesetzt und stellt eher eine Ausnahme dar. 

In Deutschland muss ein Student eine entsprechende Ausbildung vorweisen können, oder muss die Ausbildung an einer Berufsfachschule neben dem Studium absolvieren. Lediglich an der Hochschule Fresenius werden seit dem Jahr 1998 Physiotherapeuten während eines acht Semester umfassenden Studiums ausgebildet. In anderen EU-Ländern, vor allem in den Niederlanden und in Skandinavien, ist man Deutschland auf diesem Gebiet einen ganz großen Schritt voraus, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Akademisierung der Gesundheitsberufe in unserem Land entwickeln wird. <div class="copyright">Copyright: shho | sxc.hu</div>]]></description><guid isPermaLink="false">4177</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
