• Physiotherapie Magazin

    Unsere Artikel im PhysioWissen.de - Physiotherapie Magazin

    • physiowissen
      Die Grundlohnsumme bildet die hauptsächliche Bemessungsgrundlage für die Einkommen und die Einkommensentwicklung der im Gesundheitswesen Beschäftigten. Konkret wird dabei aus dem beitragspflichtigen Arbeitsentgelt aller in Deutschland Beschäftigten – also der Grundlohnsumme - zunächst der Beitrag der Arbeitnehmer zur gesetzlichen Krankenversicherung berechnet.
      Wie setzt sich die Grundlohnsumme zusammen?
      Die so festgesetzten monatlichen Beiträge zur Krankenversicherung seitens der Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden von den Krankenkassen im Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnungen eingezogen und direkt an den Gesundheitsfonds weitergeleitet. Anschliessend weist der Gesundheitsfonds den Krankenkassen Gelder wieder zu. Diese Zuweisungen berechnen sich nach einem bestimmten Schlüssel, zum Beispiel entsprechend der durchschnittlichen Risikoklassifizierung der Krankenkassenmitglieder wobei unter anderem die Morbidität der Mitglieder berücksichtigt wird (Risikostrukturausgleich).
      Aus diesen Geldern müssen dann seitens der Krankenkassen die Kosten für Heilmittel und Behandlungen sowie die Vergütungen der Ärzteschaft und der Heilberufe wie für uns Physiotherapeuten bestritten werden, wobei der Grundsatz der Beitragsstabilität gilt.
      Große Nachteile für Physiotherapeuten durch Grundlohnsummen-Bindung
      Gerade für Physiotherapeuten und Krankengymnasten als sonstige Leistungserbringer im Heilmittelbereich, hat dies in der Vergangenheit dazu geführt, dass die Einkommen mehrfach einer realen Schrumpfung unterlagen. Die Ursache hierfür liegt im Wesentlichen in der Beitragsstabilität und damit in nur geringfügig veränderten Grundlohnsummen. Die Anpassung der an die Grundlohnsumme gebundenen Preise für Physiotherapeuten und für Krankengymnasten an die Veränderung der Grundlohnsumme lag bereits mehrfach unter der Inflationsrate, was einen realen Einkommensverlust der in der Branche Beschäftigten darstellt. Einzig eine Entkoppelung der Vergütung für Physiotherapeuten von der Grundlohnsumme kann hier Abhilfe schaffen.
      Unterschied zur Ärzteschaft
      Im Gegensatz zu Ärzte- bzw. Zahnärtzeschaft, bei denen die Grundlohnsumme und deren Veränderung nur ein Baustein der Gesamtvergütung darstellt, ist die Veränderungsrate der Grundlohnsumme im physiotherapeutischen Bereich wesentlicher Parameter für die Einkommensanpassung.
      Erste Erfolge
      Trotz zwischenzeitlicher Erfolge, wie die kürzlich zum 1. Februar bzw. 1. März 2016 in Hamburg geschlossene Vereinbarung zwischen dem Verband für Physiotherapie (ZVK) und den Primärkassen (AOK, IKK u.a.) mit der wichtige Preiserhöhungen für Physiotherapien und Krankengymnastik durchgesetzt werden konnten, bleibt die generelle Bindung der Einkommen in der Physiotherapie insgesamt ein grosses Problem.
      Im Rahmen der Gespräche und Verhandlungen über die Entkoppelung von der Grundlohnsumme vermeldet der Bund vereinter Therapeuten e.V. (BvT), als bundesweite Interessenvertretung von Ergotherapeuten, Logopäden, Masseuren, Physiotherapeuten und Podologen nun, dass erste wichtige Etappenziele auf dem Weg in greifbare Nähe gerückt sind und ruft seine Mitglieder zur weiteren Untermauerung und um den Forderungen Nachdruck zu verleihen zu einer Unterschriftenaktion auf.
      Ausblick
      Nach Einschätzung des BvT besteht die realistische Chance, das die Bindung an die Grundlohnsumme in absehbarer Zeit fallen und ebenso, dass die Länge der Schiedsverfahren in Anlehnung an §89 SGB V auf nur drei Monate reduziert werden könnte. Der Verein beruft sich dabei auf Verlautbarungen aus Gesprächen, die durch die Vertreter der unterschiedlichen Verbände auf Bundes- und Landesebene geführt wurden.
      Zugleich wird betont, wie wichtig der Schulterschluss zwischen den verschiedenen Verbänden im Heilmittelbereich ist und wie wichtig die Zukunftsperspektiven der Physiotherapeuten davon abhängen, dass die unterschiedlichen Interessenvertreter und Verbände eine gemeinsame Linie und Vorgehensweise in den Gesprächen mit den politischen Verantwortlichen finden.
      Im Falle der in Aussicht stehenden Entkoppelung der Vergütung für Physiotherapeuten von der Grundlohnsumme kann es laut BvT endlich zu einer gerechteren Entlohnung kommen, in der unter anderem die allgemeinen Kostensteigerungen mit berücksichtigt werden und somit die reale Einkommensverluste zukünftig vermieden werden.
      Copyright: DOC RABE Media | Fotolia.com

    • Die FIBO ist eine internationale Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit, die an den beiden letzten Ausstellungstagen auch dem öffentlichen Publikum zugänglich ist.
      Aktuell präsentieren in der Zeit vom 07. bis 10. April 2016 ca. 720 Aussteller aus dem In- und Ausland auf ca. 130.000 Quadratmeter nicht nur die gesamte Bandbreite aktueller Fitnessmode, sondern auch die neuesten Wellnesstrends und Ernährungsmethoden. Hinzu kommt ein großes und abwechslungsreiches Rahmen- und Showprogramm, dass mit Modern Dance, Live-Bühnenshows und Kampfsport-Perfomances für Unterhaltung und Abwechslung sorgt.
       
      Das Angebot der FIBO
      Das Angebot der Aussteller erstreckt sich vom Anlagenbau und der Architektur (jeweils mit Ausstattungsangeboten) über die unterschiedlichsten Fitnessgeräte und Schönheitsapparaturen sowie Physiotherapie, REHA- und Präventionsgeräte bis hin zu Sportbekleidung, Nahrungsergänzung uvm.
      Auch der Dienstleistungssektor, der Fittnessanbieter und Fitnesskunden anspricht, ist mit den Bereichen Ernährungsberatung, Finanzierung und Leasing, Krankenkassen und Versicherungen, Rechtsberatung, Teamentwicklung und Incentives sowie Trainingskonzepten und Unternehmensberatung vertreten.
       
      Die Thementage auf der FIBO
      Donnerstag, den 07. 04. ist als Tag der Existenzgründer überschrieben. Jeder, der sich in der Fitnessbranche selbstständig machen möchte, erhält auf dem EMS Vortragsforum in Halle 5.2 sowie in der Networking Lounge in Halle 8 interessante Informationen zu den Themen Businessplan, Franchising und Existenzgründung. Freitag, den 08.04. findet nicht nur der DGSP Kongress statt, sondern auch der Physiotag. Auf dem DGSP Kongress (Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention) dreht sich alles um das Thema: Präventionsgesetz - was nun? Die Diskussion erfolgt unter Einbindung unterschiedlicher interdisziplinärer Blickwinkel. Am Physiotag bietet ein interprofessionelles Referententeam Einblicke in die Möglichkeiten, Trainingseffekte zu steigern. Am Samstag, 09.04. findet der FIBO MED Kongress statt. Das Themenspektrum umfasst die Bereiche: Big Data, Haftungsfragen aber auch Cardio und Ausbildung.  
      Das DASSM Symposium (Deutsche Akademie für angewandte Sportmedizin) öffnet am Donnerstag, 07.04. für Fachbesucher und Samstag, 09.04. für das öffentliche Publikum seine Tore.
      International renommierte Referenten aus den USA referieren am Donnerstag, den 07.04. für Physiotherapeuten und Mediziner zu den Themen: progressive Rehabilitation, Faszien sowie Ernährung und Motivation.
      Mit DIFG (Digital Fitness Summit) dreht sich alles um die Digitalisierung im Fittness- und Gesundheitsmarkt. Organisiert wird die DIFG vom Deutschen Industrieverband für Fitness und Gesundheit e. V. für Betreiber, Führungskräfte und Mitarbeiter von Fitnessklubs.
       
      Weitere interessante Bereiche auf der FIBO
      Die Profiplattform - Investoren und Entscheidungsträger sowie Manager aber auch Händler und Zulieferer aus der Gesundheits- sowie Fitness- und Wellnessbranche erhalten auf der eigens für Sie eingerichteten Plattform gezielte Informationen in Form von Meetings und persönlichen Kontaktgesprächen.
      Shopping für Fitnessfans - Wer als fitnessbegeisterter Privatbesucher die FIBO besucht, der kann in angenehmer Atmosphäre neben einem Catwalk bummeln und shoppen.
       
      Promis auf der Fibo
      Wie in jedem Jahr, zieht die Fibo auch zahlreiche Promis aus Sport, Fitness und Unterhaltung an. In diesem Jahr kann man zB. Regina Halmich, Raf Möller, Thorsten Legat, Fernanda Brandao, Dame Kelly Holmes, Oliver Roggisch, Florian Molzahn, Johannes Lochner oder Jens Lehmann persönlich treffen. 
       
      Die 5 TOP-NEUHEITEN auf der FIBO 2016
      AKERN BodyComp MF Hexa - Bioimpendanzanalyse (Stand 7/A01)
      Bei "BIA" handelt es sich um ein medizinisch zertifiziertes Gerät für die Bioelektrische Impedanzanalyse der Firma SMT medical technology GmbH & Co. KG. Das System ist perfekt für den Einsatz im Wellness- und Fitnessbereich aber auch für den Einsatz im Bereich der Ernährungsberatung sowie für die Beratung im Gewichtsmanagement.
      Höchstmögliche Genauigkeit und zuverlässige Ergebnisse liefern die 6 Messfrequenzen für alle Körperkonstitutionen. Besonders bei übergewichtigen Personen.
      Es erfolgt nicht nur die Ermittlung der Kompartimente von Zell-, Fett- und Muskelmasse sonder auch die Hydration (Verteilung von intra- und extrazellulärem Wasser), deren Wert für eine effektive Ernährungs- und Fitnessberatung von unverzichtbarem Wert ist. Neu ist auch ein Modul für ein Aktivitäts- und Gewichtsmanagement mit übersichtlichem Trendvergleich.  Sobald die Messung nach nur wenigen Sekunden beendet ist, werden die Werte über die integrierte Bluetooth-Schnittstelle direkt auf den PC oder das Tablet übertragen. Von Vorteil ist auch, dass das BodyComp MF Hexa komplett kompatibel ist und somit im gesamten Fitnessbereich zur Anwendung kommen kann. Mehr Informationen
       
      airwalk ap - Gewichtsentlastungsgerät - Stand 7/E05
      Dieses Gerät der Firma h/p/cosmos sports & medical GmbH ist konzipiert für den Einsatz in der Sport-Reha sowie dem Athletik-Training.

      Zu den speziellen Einsatzbereichen gehören:
      die Gewichtsentlastung (während Laufbandtherapie / -training) die Sturzsicherung (während Laufbandtherapie / -training) das gewichtsentlastete Gleichgewichtstraining spezielle gewichtsentlastete und/oder gesicherte Gehübungen das Geschwindigkeitstraining in Fitness und Leistungssport Mehr Informationen
       
      "mobee fit" - Stand 8/E47
      Hierbei handelt es sich um ein innovatives System der SportMed AG, dass die Beweglichkeit des Menschen erfasst. Damit eignet es sich für den Einsatz im Bereich Prävention sowie Fitness und Sport.
      Dank der integrierten präzisen Sensortechnik wird der Beweglichkeitsstatus der Kunden exakt und reproduzierbar erhoben. Der Trainer erhält die Möglichkeit, sich voll und ganz auf seinen Probanden zu konzentrieren. Währenddessen erfolgt eine Übertragung der Messergebnisse mittels Liveanimation der Bewegungsausführung direkt auf den Bildschirm des PCs. Trainer und Proband können somit gemeinsam die veranschaulichten Messergebnisse verfolgen. Mehr Informationen

      Die Durchführung erfolgt schnell und unkompliziert. Selbst der Aufwand für die Integration ist mit der interaktiven Lernfunktion minimal. Zeitintensive Schulungen erübrigen sich somit.
       
      Wellsystem Medical_Plus Überwasser-Massage - Stand 8/B40
      In diesem revolutionären System wird die sanfte Kraft des Wassers mit wohltuender Wärme zu einem einzigartigen Therapiekonzept verbunden.
      Die wohltuende Wärme strahlt bis in die tiefen Gewebsschichten und fördert somit die Durchblutung des Patienten. Gleichzeitig wird der Stoffwechsel aktiviert, die Muskulatur gelockert sowie Verspannungen und Verhärtungen gelockert. Von großem Vorteil ist auch, dass diese Wärmetherapie ohne Belastung des Kreislaufs stattfindet.
      Die Füllung des "Wellsystems Medical_Plus" erfolgt mit etwa 300 Liter Wasser. Diese können auf angenehmen 25 bis 40 Grad erhitzt werden. Die Masssagedüsen können für gleichmäßige Bewegungen gegen die Unterseite der angenehmen Liegefläche aus Naturkautschuk stufenlos reguliert werden. Die Druckstärke, der Massagebereich und die Massagezeiten sind ebenfalls individuell regulierbar. Mehr Informationen

       
      Synchro Trainingsgeräte für §20 Präventionskurse - Stand 7/E23
      Die SCHNELL Trainingsgeräte GmbH präsentiert an Ihrem Stand Trainingsgeräte, die nach §20 als Präventionskursen kombinierbar sind. Dieses neue Gesundheitskonzept ermöglicht den Einsatz dieser vollautomatischen Geräte für zwei zertifizierte und unterschiedliche Kurskonzepte nach §20.
      Entsprechend den örtlichen Gegebenheiten und den inhaltlichen Umsetzungen des Kurses erfolgt die Mitarbeiterschulung. Die Erschließung neuer Zielgruppen und die schnelle Refinanzierung der Investitionskosten wird mit der Bezuschussung von mindestens 75 % durch die Krankenkassen bereits mit einigen durchgeführten Kursen beschleunigt möglich. Die vier Geräte des "synchro 4back conceptes" - Extension, Flexion, Lateralflexion und Rotation ermöglichen schon ab 16 m² ein hochwirksames Rückentraining. Die Kombination mit einem § 20-Kurs ermöglicht den Kursteilnehmern, sich von den positiven Erfolgen eines regelmäßigen und gezielten Krafttrainings zu überzeugen. Die Motivation, als Selbstzahler weiter zu trainieren, erhöht sich damit um ein Vielfaches. Mehr Informationen
      Übungen zur Rückenschule findet ihr in der Übungsdatenbank
      Copyright: Fibo | Reed Exhibitions

    • Es gibt kaum eine andere Krankheit, die bei älteren Erwachsenen so schmerzhaft verläuft wie Arthrose. In vielen Fällen behandeln die Betroffenen ihre Schmerzen mit dem Schmerzmittel Paracetamol. Eine neue Studie aber zeigt, dass Paracetamol bei Arthrose nicht geeignet ist, weil der Wirkstoff in Paracetamol bei Arthrose nicht hilft.
      Der Knorpel in den Gelenken ist ein unterschätzter Helfer im Körper. An den Stellen, wo zwei Knochen aufeinanderliegen, überzieht der Knorpel die Enden, sodass das Gelenk reibungsfrei funktioniert. Mit zunehmendem Alter, durch Vererbung und durch ein zu hohes Körpergewicht, nutzt sich der Knorpel schneller ab. Am Ende ist die Knorpelmasse verschwunden, die Knochen reiben schmerzhaft aufeinander, was nicht nur die Bewegung eingeschränkt, sondern auch Schmerzen verursacht - man spricht von Arthrose. Um die Schmerzen zu lindern, nehmen viele Betroffene das Schmerzmittel Paracetamol. Eine aktuelle Studie zeigt jetzt aber, dass Paracetamol wenig hilft.
      Forscher der Uni in Bern haben dazu insgesamt mehr als 70 Studien ausgewertet, an denen weit über 50.000 Betroffene teilnahmen. Sie bekamen entweder eine Therapie gegen Schmerzen oder ein Placebo. Das Ergebnis ist erstaunlich: Das Medikament Paracetamol hilft nicht besser als ein Placebo.
      Laut den durchgeführten Studien konnte Paracetamol die Schmerzen zwar etwas besser lindern als das Placebo. Die Unterschiede waren jedoch so minimal, dass die Forscher sie als nicht relevant bewerteten. Dabei spielte es keine Rolle, in welcher Dosis Paracetamol verabreicht wurde. Schon vorher hatte eine andere Studie gezeigt, dass Paracetamol auch bei Rückenschmerzen versagt. 
      Schmerzmittel und die Nebenwirkungen
      Im Vergleich zu anderen Schmerzmedikamenten ist Paracetamol von den Nebenwirkungen eher harmlos, aber dauerhaft eingenommen kann es auch hier zu Schädigungen der Leber kommen. Wird Paracetamol bei Arthrose gegen die Schmerzen eingesetzt, steht dem geringen Nutzen ein größeres Risiko gegenüber. 
      Alternativen zu Paracetamol
      Die Forscher in Bern haben sich insgesamt mit sieben Schmerzmitteln genauer beschäftigt. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass hohe Dosen von Diclofenac und Etoricoxib besonders bei Arthrose am Knie und an der Hüfte am besten wirkten. Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen warnen die Forscher jedoch grundsätzlich davor, entzündungshemmende Schmerzmittel über einen langen Zeitraum ununterbrochen einzunehmen.
      Dauerhaft eingenommen führen alle Medikamente zu Problemen mit Magen und Darm sowie mit Herz und Kreislauf. Zwar sei Paracetamol bis dato oft das Mittel der Wahl gewesen, aber die Daten aus der aktuellen Studie zeigen, dass es nicht effektiv hilft. Besser ist, Medikamente wie Diclofenac einzunehmen, die Einnahme aber regelmäßig zu unterbrechen. 
      Aussagekraft der Studie
      Bei vielen Studien wurden die Probanden meistens nur maximal drei Monate begleitet. Darüber hinaus erfolgte die Einnahme der Tabletten nach einem konkreten Zeitplan und nicht nach Bedarf wie im wirklichen Leben. Es sind weitere Untersuchungen erforderlich, um zu klären, wie sich die mit Arthrose verbundenen Schmerzen langfristig am besten lindern lassen. In der aktuellen Studie fanden viele andere entzündungshemmende Schmerzmittel keine Berücksichtigung.
      Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass viele Betroffene entweder unter den Nebenwirkungen der Schmerzmittel leiden oder von der weitgehenden Wirkungsfreiheit von Paracetamol betroffen sind, sollte die Behandlung von Arthrose neu durchdacht werden. Vielleicht gibt es Schmerzmittel, die besser helfen und weniger Nebenwirkungen verursachen. Die zunehmende Zahl der Arthrosepatienten verlangt nach neuen Lösungsansätzen.
      Copyright: dimasobko - Fotolia.com #104355957

    • "Allgemeine Krankheitslehre und innere Medizin für Physiotherapeuten" ist sowohl Lehrbuch während der physiotherapeutischen Ausbildung als auch als Auffrischungslektüre für die spätere berufliche Tätigkeit.
      Welche Themengebiete werden behandelt?
      Der erste Part des Werkes widmet sich den Grundlagen der Allgemeinmedizin. So wird hier die Entstehung, die möglichen Ursachen, der Verlauf, die typischen Symptome, die Diagnostik sowie die Therapie von sämtlichen Krankheiten eingehend beleuchtet. Im Folgenden vermittelt der erste Teil des Buches dem werdenden oder dem praktizierenden Physiotherapeuten wertvolle Schlüsselkompetenzen im Bereich der allgemeinen Medizin
      Der zweite Teil des Buches beschränkt sich auf die Grundlagen der inneren Medizin. Von der Entstehung über den Krankheitsverlauf bis hin zu den erfolgreichsten Behandlungsmöglichkeiten - hier wird dem Leser zentrales Grundwissen rund um die Krankheitslehre der inneren Medizin vermittelt. Damit dient dieser Part als Orientierungshilfe bei der Planung einer geeigneten Therapie und macht physiotherapeutische Grenzen und Möglichkeiten wesentlich verständlicher.

      Beispiel: Angina Pectoris mit physiologischer Ursache
       
      Gliederung des Buches
      Grundlagen Krankheitskonzepte Wichtige Leitsymptome Diagnostisches Vorgehen Therapieprinzipien Kardiologie Angiologie Pneumonie Gastroenterologie Nephrologie Stoffwechselerkrankungen und Endokrinologie Hämatologie Rheumatologie Infektiologie
      COPD Erscheinungsbild: Pink Puffer - Blue Bloater


      Die ideale Lernhilfe während der Ausbildung
      Egal ob zur Prüfungsvorbereitung oder für den Eigenbedarf - "Allgemeine Krankheitslehre und innere Medizin für Physiotherapeuten" macht das Lernen zum Kinderspiel:
      Detaillierte Glossare
      Komplizierte medizinische Fachtermini müssen nicht erst im Lexikon nachgeschlagen werden. Dank der umfangreichen medizinischen Glossare werden schwierige Fachbegriffe eingehend erklärt und begünstigen damit zugleich ein besseres Textverständnis. Einfache Merksätze Damit die kürzlich erlernten Inhalte auch möglichst lange in Erinnerung bleiben, sind den einzelnen Kapiteln simple, einprägsame Merkzsätze hinzugefügt. Nie war Merken einfacher! Echte Prüfungsfragen Für möglichst zufriedenstellende Prüfungsergebnisse sorgen ebenfalls explizite Testfragen auf Prüfungsniveau. Diese prüfen effektiv Ihren momentanen Wissensstand ab und machen Sie schnell und einfach fit für das schriftliche Examen.
      Abbildungen, Bilder, Tabellen und Fallbeispiele  Neben Glossaren, Merksätzen und Testfragen wird der Lernerfolg genauso mit detaillierten Abbildungen und erklärenden Bildern sowie übersichtlichen Tabellen und konkreten Fallbeispielen garantiert. Damit lernt es sich nicht nur wesentlich leichter und effektiver, sondern macht auch noch deutlich mehr Spaß.
      Einfacher und verständlicher Schreibstil - der Schlüssel zum Erfolg
      Viele Lehrbücher werfen nur so mit schwierigen Fachbegriffen und verschachtelten Satzkonstruktionen um sich. Doch der wahre Schlüssel zum Erfolg ist ein einfach gehaltener und vor allem ein gut verständlicher Schreibstil. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? So überzeugt die dritte Auflage von "Allgemeine Krankheitslehre und innere Medizin für Physiotherapeuten" vor allem mit seinem simplen und durchschaubaren Stil, der selbst schwierigste medizinische Sachverhalte einfach und kompakt darstellt. Damit wird das Verständnis des Lesers gesichert und den persönlichen Lernerfolgen steht nichts mehr im Wege.
       
      Copyright: Thieme

    • Jeder kennt die bunten Klebebänder; oftmals kleben sie an den Beinen der Fußballer oder werden im Schwimmbad auf den Schultern oder am Rücken gesehen. Die Rede ist von Kinesiotapes. Die bunten Klebebänder helfen nicht nur bei Verspannungen oder Gelenks- wie Muskelverletzungen, sondern können auch bei der Behandlung von lymphatische Stauungen unterstützend wirken. Wie und warum das Tape aber hilft, ist noch nicht zu 100 Prozent geklärt. Fakt ist: Tapen funktioniert.
      Helfen die bunten Klebestreifen tatsächlich?
      Es gibt sie in blau, gelb, rot, schwarz, pink und vielen weiteren Farben bei Kinesiotapes. Der Name Kinesiotape hat sich mittlerweile fest eingebürgert, wenngleich er nur eine Handelsmarke des Erfinders ist (vergleichbar mit "Tempo"-Taschentüchern o.ä.). Aus diesem Grund führen viele vergleichbare Marken sehr ähnliche Namen wie PhysioTape, Meditape, CureTape, Kintape usw.. 
      Was noch zu Beginn an einen neuen modischen Trend erinnerte, gilt heute als Geheimwaffe für Sportler, die mit Schmerzen zu kämpfen haben. Denn die Tapes fördern die Durchblutung. So wird der "getapte" Bereich etwa vor Ermüdung oder Verletzungen geschützt. Tapes bestehen aus einem hautfreundlichen Klebstoff und setzen sich aus Baumwolle mit Elastin zusammen. Liegen Einschränkungen vor, welche die Beweglichkeit betreffen, werden die Tapes angebracht. Doch nicht nur bei Muskel- oder Gelenksschmerzen kommen die bunten Streifen zum Einsatz. Auch bei Kopfschmerzen, Verspannungen und Menstruationsbeschwerden sind die Tapes kleine Wundermittel.
      Der Druck erzeugt die Linderung
      Doch wie und warum die medizinisches Tapes genau wirken, ist noch nicht zu 100 Prozent bekannt. Experten gehen davon aus, dass der Druck den akuten Schmerz lindert. Der Physiotherapeut bzw. Mediziner klebt das Tape entlang des Muskels, erzeugt einen Zug, der sodann einen Druck ausübt. Die Haut befindet sich unter Spannung. Außerdem werden durch das Tapen die Durchblutung gefördert und das Lymphsystem aktiviert. Wer etwa nur eine lymphatische Wirkung erzeugen will, muss darauf achten, dass das Tape ohne Zug angelegt wird. So wirkt es wie eine Bandage nach einer Lymphdrainage.
      Taping als Therapieunterstützung, nicht als Therapieersatz
      Bevor jedoch das Tape zum Einsatz kommt, muss zuerst die Ursache für die Beschwerden feststehen. So testet der Physiotherapeut/in oftmals die Halswirbelsäule, wenn etwaige Probleme im Nacken-Kopf-Bereich auftreten. Ebenfalls muss die Muskelkraft überprüft werden; nur nach diesen Vorkehrungen ist es möglich, dass das Tape auch richtig angelegt wird. Nachdem das Kinesiotape unter Zug angebracht wurde, können Betroffene eine relativ schnelle Wirkung verspüren. Die Muskeln entspannen sich, der Schmerz lässt mit der Zeit nach und die Beweglichkeit wird deutlich besser. Doch Kinesiotape ersetzt keine Therapie. Das beste Ergebnis wird vorwiegend dann erzielt, wenn neben dem Tapen, auch eine aktive oder manuelle Therapie durchgeführt wird.
      Es gibt keine Nebenwirkungen
      Die Tapes halten nicht ewig. Wer schwitzt oder duscht, wird die Tapes nach einigen Tagen verlieren bzw. sollte sie abziehen und neue anlegen lassen. Während der durchschnittlichen Behandlungsdauer von sechs Wochen, sollten die Tapes etwa vier bis sechs Mal erneuert werden. Nebenwirkungen der Tapes ansich sind bisher nicht bekannt. Möglich sind etwaige Rötungen bei sehr empfindlicher Haut. Kinesiotapes sind nicht zu verwenden bei Neurodermitis, offenen Wunden oder auch Ödemen.
      Kinesiotapes als vorbeugende Maßnahme
      Kinesiotapes können aber nicht nur verwendet werden, wenn bereits Beschwerden aufgetreten sind, sondern auch zur Vorbeugung. Immer mehr Sportler setzen auf den Tape-Effekt und bekleben die Muskulatur, noch bevor etwaige Schmerzen auftreten. So können die Muskeln nämlich vor Überlastung und Müdigkeit geschützt werden. Somit entsteht ein geringeres Verletzungsrisiko.
      Copyright: 90269057 | Dmitri Lobanov @ fotolia.com

    • Seit Jahren geführte Diskussionen über ein zu niedriges Einkommen für ausgebildete Physiotherapeuten könnten nun neuen Schwung bekommen. Denn die seit 2004 in Kraft getretene Grundlohnsummenbindung soll nun an das E-Health-Gesetz angedockt werden. Für Physiotherapeuten und andere Heilmittelerbringer könnte das endlich eine Anhebung des Einkommens ermöglichen.
      Heilmittelbringer hoffen durch kopplung an E-Health-Gesetzt auf höhere Löhne
      Die Grundlohnsummenbindung ist nicht nur ein bürokratisches Unwort, sondern auch der Grund weshalb das Einkommen von Heilmittelerbringern, zu denen auch Physiotherapeuten angehören, seit 2004 kaum noch nach oben steigt. Die Kopplung des Grundlohns wird jährlich von den gesetzlichen Krankenkassen neu berechnet und basiert auf den beitragspflichtigen Einnahmen der Kassen. Das bedeutet, haben gesetzliche Krankenkassen im Jahr hohe Ausgaben für Physiotherapie und ähnliche Anwendungen, steigt gleichzeitig die Grundlohnsumme. Zwar konnte 2014 eine positive Anhebung von 2,95 % verzeichnet werden. Doch in den vergangenen Jahren mussten sich Heilmittelerbringer mit weit niedrigeren Erhöhungen zufrieden geben. So lag die Anhebungsrate zwischen 2004 und 2010 gerade einmal zwischen 0.17 und 1,54 Prozent.
      Angela Merkel wird auf die Lage der Physiotherapeuten aufmerksam
      Vor allem Heilmittelerbringer und Verbände sind schon seit einigen Jahren mit der Grundlohnsummenbindung unzufrieden. Denn es macht vor allem den Beruf des Physiotherapeuten unattraktiver. Nicht nur, dass die Ausbildung selbst finanziert werden muss, auch das spätere Einkommen ist vergleichbar niedrig, sodass sich junge Menschen für andere Berufe entscheiden und es zwangsläufig zu einem Fachkräftemangel in der Physiotherapie kommt.
      Dass die Diskussion über eine Ankopplung an das E-Health-Gesetz erneut entfachte, ist auf Dr. Roy Kühne zurückzuführen. Bei einer Anhörung zum E-Health-Gesetz Anfang November 2015 entfachte der Unions-Berichterstatter für Heilmittel eine neue Debatte und nach eigenen Angaben wird er das Anliegen beim Bundesgesundheitsministerium anwerben. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel scheint sich über die Änderung erste Gedanken zu machen. Bei einem kürzlich stattfindenden Bürgerdialog betonte die Bundeskanzlerin die Misere der Pflegeberufe und sagte, sie wolle sich über die Grundlohnsummenbindung mit dem Bundesgesundheitsminister unterhalten.
      Doch nicht alle sind vom Änderungsvorschlag angetan. Der GKV-Spitzenverband befürchtet, dass es ohne Kopplung zu höheren Beiträgen für Versicherte kommen kann. Zugleich ist der Verband mit der bisherigen Methode zufrieden und hält diese für bewährt.
      Bayern stellt Dringlichkeitsantrag für eine verbesserte Situation der Heilmittelerbringer
      Der Freistaat Bayern hingegen diskutiert nicht mehr, sondern handelt. Um die Situation der Heilmittelerbringer zu verbessern, stellte der bayerische Landtag einen Dringlichkeitsantrag an die bayerische Staatsregierung. Zunächst soll geprüft werden, welche Maßnahmen notwendig sind, damit sich die berufliche und finanzielle Situation von Heilmittelerbringern verbessert. Dazu gehört auch die Überprüfung über die Notwendigkeit der Ankopplung der Grundlohnsummenbildung an das E-Health-Gesetz.
      Copyright: Zerbor #47115809 | fotolia.com

    • Nach einer Brustkrebs-OP kann es zu unterschiedlichen Komplikationen kommen, was allerdings von der Art des Krebses abhängt und in gewisser Hinsicht auch davon, welche OP-Methode angewandt wurde. Hier ist Physiotherapie ein empfehlenswerter Ansatz, um die Schmerzen zu lindern und den Körper wieder an Beweglichkeit zu gewöhnen. Hauptsächlich soll Physiotherapie dazu beitragen, die Beweglichkeit am Arm der jeweiligen Körperseite wiederherzustellen und der Neubildung von Ödemen entgegenzuwirken. So kann beispielsweise auch parallel zur Physiotherapie noch eine Atemtherapie in Anspruch genommen werden. Sie kann dazu beitragen, die Lungenaktivität zu optimieren und den Körper insgesamt besser mobilisieren. Nicht selten haben Frauen nach einer Operation mit Atembeschwerden zu kämpfen.
      Physiotherapie bei Brustkrebs - mit gezielten Übungen zum Erfolg
      Bei der Physiotherapie kann mit Übungen zur Entspannung, Dehnung und sanften Massagen dazu beitragen werden, Beschwerden und Schmerzen zu lindern. Nach dem erfolgreichen Abheilen der OP-Wunde kann zudem eine Nachbehandlung der Narbe erfolgen, welche die Flexibilität des Gewebes verbessert, Beschwerden mildert und das insgesamte Wohlgefühl der Patientin positiv beeinflusst.
      Für die Patienten ist eine einfühlsame, vorsichtige Behandlung besonders wichtig, da die Narben unmittelbar nach dem Abheilen noch stark schmerzen können. Deshalb sollte der Physiotherapeut besonders vorsichtig sein und Verständnis für eventuelle Ängste haben. Auf diese Weise wird aktiv dazu beigetragen, dass die Patientin wieder ein gestärktes Selbstvertrauen erlangt und sich in ihrem Körper wieder wohl fühlen kann.
      Möchte man als Patientin in dieser sensiblen Zone lieber von einer Frau behandelt werden, dann kann dies natürlich so gewählt werden.
      Optimierungen für Haltung und Mobilität durch Physiotherapie
      Wenn sich im Laufe der Behandlung wieder eine Verbesserung der Mobilität einstellt, kann das Übungsspektrum langsam gesteigert werden, natürlich stets individuell und im Rahmen der gesundheitlichen Situation der Patientin. Physiotherapeuten können hier Bälle, Stäbe oder auch Tücher für ein besonders sanftes Training mit in die Behandlung einbinden. Besonders wichtig ist darüber hinaus, gemeinsam mit der Patientin an ihrer Haltung zu arbeiten, um das Körpergefühl wieder auszubalancieren. Nicht selten nehmen Frauen nach einer Brustoperation eine völlig asymmetrische Haltung ein, ohne dies zu bemerken.
      Diese Fehlhaltung lässt sich durch gezielte Übungen wieder korrigieren, bevor sie langfristig zur Gewohnheit wird. Insbesondere nach einer Versorgung mit Prothesen ist dieses Training zu empfehlen, da hier am häufigsten Haltungsveränderungen auftreten.
      Darauf sollten Brustkrebs Patientinnen achten
      Patientinnen sollten sich stets darüber im Klaren sein, dass auch nach dem erfolgreichen vollständigen Abheilen der Operationswunde noch Gefahren bestehen. So kann sich beispielsweise ein Lymphödem entwickeln. Daher sind krankengymnastische Übungen über einen Zeitraum von bis zu 18 Monaten nach der Operation besonders sinnvoll. Auch für den Alltag gibt es einige Regeln, die dabei helfen können, die Bewegungsfreiheit, Haltung und das eigene Körpergefühl wieder zu optimieren.
      So sollte zum Beispiel auf enge, einschnürende BHs verzichtet werden, auch den Blutdruck sollte man nur auf der anderen, "gesunden" Seite messen. Patientinnen sollten zudem streng auf eine Überanstregung der betroffenen Seite verzichten und vor sportlichem Training zunächst mit dem Arzt absprechen, in welchem Umfang dies in Ordnung sei. Die vollständige Genesung nach einer Brustkrebs-Operation benötigt Zeit und viel Geduld - diese sollte man sich und seinem Körper unbedingt zugestehen.
      Copyright: 68428913 Eskymaks | fotolia.com

    • Als Adipositas wird ein starkes bzw. krankhaftes Übergewicht bezeichnet, welches einen gesundheitlichen Risikofaktor darstellt. In der Medizin wird grundsätzlich zwischen Normal-, Übergewicht und Adipositas unterschieden. Für die Bestimmung wird dafür der Body Mass Index (kurz BMI) herangezogen, welcher das Verhältnis zwischen Körpergröße und Körpergewicht bestimmt. Ein BMI zwischen 20 und 25 ist dabei Normalgewicht und ab 30 beginnt Adipositas, wobei es nochmals zwischen Adipositas Grad 1, 2 und 3 zu unterscheiden gilt.

      Ein solch starkes Übergewicht kann zu verschiedenen Einschränkungen und Problemen führen, dazu zählen eine verminderte Leistungsfähigkeit, erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Gelenkschmerzen oder auch Einschränkungen im alltäglichen Leben und soziale Zurückweisung.
      Laut RKI waren 2012 23,6 % der Erwachsenen in Deutschland adipös, was auch für das Gesundheitssystem eine immer größere Belastung darstellt. Adipositas verursacht hohe direkte und indirekte Kosten wie Arznei- und Behandlungskosten, Frührenten und Produktionsausfälle und laut Statistischem Bundesamt könnten bei steigenden Adipositasraten die Folgekosten bis 2020 auf etwa 25 Milliarden Euro ansteigen.
      Der Grund für ein starkes Übergewicht liegt meist in mangelnder Bewegung und einer unausgewogenen stark fett- und kalorienhaltigen Ernährungsweise. Doch auch genetische Faktoren wie Veranlagungen oder Krankheiten können Adipositas hervorrufen.
      Den Betroffenen steht eine relativ große Bandbreite an Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Der Königsweg besteht dabei aus Sporttherapien und einer Ernährungs- und Verhaltensänderung, um das Gewichtsproblem langsam und in Anleitung zu behandeln.
      Verhaltensänderungen
      1) Ernährungsumstellung
      Ernährungsumstellung meint keine radikalen Diäten, sondern eine dauerhafte Umstellung der Essgewohnheiten. Diäten besitzen den berüchtigten Jo-Jo-Effekt und schaden durch einseitige Ernährungspläne die Betroffenen mehr als dass die nützen.
      Eine Ernährungsumstellung zielt eher auf eine langsame Gewichtsreduktion durch gesundes und ausgewogenes Essen ab, welches aber stets im möglichen Rahmen der betroffenen Person liegen muss. Es geht also weniger um eine reine Fett- oder Kohlenhydratreduktion, sondern vielmehr um eine Ernährungsweise, die weniger Kalorien zuführt als verbraucht werden und dennoch ausgewogen ist.
      2) Bewegungstherapie
      Eine Ernährungsumstellung wird auch immer mit einer Bewegungstherapie gekoppelt. Es sollen dabei aber - ähnlich zur Ernährung - nicht einfach auf kurze Zeit viele Kalorien verbrannt werden. Je nach körperlicher Verfassung wird ein Bewegungsplan ausgearbeitet, der in erster Form die Muskulatur wieder aufbaut und den Energieumsatz steigert. Letzteres aber nur moderat, da der Körper bei extremen körperlichen Anstrengungen eher auf Kalorien- und weniger auf die Fettspeicher zurückgreift.
      3) Psychologische Betreuung
      Zusätzlich dazu kann eine psychologische Betreuung helfen, festgefahrene oder ungesunde Verhaltensmuster zu erkennen und alternative Verhaltensweisen herauszuarbeiten und anzutrainieren. Ziel dabei ist, das eigene Wohlbefinden und die Lebensqualität zu steigern. Auch der richtige Umgang mit der eigenen Erkrankung und Schulung von Familienmitgliedern ist durch die Psychotherapie möglich. Dieser therapeutische Ansatz ist jedoch für die meisten Betroffenen sehr schwer und langwierig und bedarf nicht selten mehrere Jahre der professionellen Betreuung durch geschulte Ernährungs- und Psychotherapeuten.
      Physiotherapie Behandlung als Bindeglied
      Physiotherapie darf gern als Bindeglied der Therapie angesehen werden. Ist die Umsetzung aller Bewegungsziele nur unter fachmännischer Aufsicht zu empfehlen. Die Physiotherapie zählt darüber hinaus auch noch zu den sekundären Therapieverfahren gegen Adipositas, da die Ermöglichung der Bewegungstherapie wichtige Voraussetzung für eine Gewichtsabnahme darstellt. 
      Bei Fettleibigkeit sind nahezu immer auch körperliche Beschwerden als Nebendiagnosen wie zb. Bewegungseinschränkungen, Gelenkschmerzen, Durchblutungsstörungen, lymphathische Stauungen oder Herz-Kreislauf Diagnosen mit zu behandeln. Ohne deren konsequente Aufarbeitung, ist eine Leistungssteigerung kaum zu erreichen. Wichtig hierbei ist auch, dass wir Therapeuten ständig unseren Befund anpassen, da die Patienten häufig kaum noch Bewegung gewohnt sind. Mit Aufnahme von sportlichen Tätigkeiten, können auch immer wieder weitere Fakten wie zum Beispiel Fehlstellungen auftreten, die eine Behandlung bedürfen.
      Physiowissen-Übungen: Adipositas Gruppen-Übungen
      Medizinische Eingriffe
      Eine medikamentöse Therapie wird nur empfohlen, wenn alles andere nicht anschlägt oder Folgeerkrankungen von Adipositas wie Diabetes behandelt werden müssen. Gegen die Fettleibigkeit gibt es allerdings nur einen zugelassenen Wirkstoff, Orlistat. Alle anderen Wirkstoffe mussten aufgrund von starken Nebenwirkungen wieder vom Markt genommen werden. Orlistat verhindert die Fettaufnahme aus dem Darm, der dann mit anderen fettlöslichen Vitaminen wieder ausgeschieden wird. Eine Behandlung mit diesem Medikament sollte stets unter ärztlicher Aufsicht und nur für einen kurzen Zeitraum geschehen, auch wenn das Präparat rezeptfrei erhältlich ist. Daneben gibt es diverse Appetitzügler, deren Wirkweise ist allerdings umstritten.
      Eine chirurgische Therapie ist stark invasiv und wird nur im Ausnahmefall empfohlen. Dieser liegt vor, wenn der BMI dauerhaft bei 40 oder mehr oder über 35 liegt und erhebliche Begleiterkrankungen wie Diabetes Typ 2 vorliegen. Zu den chirurgischen Eingriffen zählen Fettabsaugung, Hautstraffung, Magenbypass, Magenverkleinerung und der Einsatz eines Magenbandes. In Kombination mit einer konservativen Therapie (Bewegung, Ernährungsumstellung und Verhaltensänderung) sind hier die besten Heilungschancen zu erwarten.
      Copyright: Photographee.eu - shutterstock.com

    • Der Deutsche Verband der Physiotherapeuten zeigt sich aktuell besorgt über die Situation der Ausbildungsfinanzierung bei Physiotherapeuten. Die Forderung, das Land müsse mehr fördern, bezieht sich nicht zuletzt auch auf den bestehenden Mangel an Fachkräften.
      Michael Preibsch, Landeschef des Deutschen Verbandes für Physiotherapie in Baden-Württemberg (ZVK) moniert zudem die Weigerung des Landes an. Es würde nicht zur Kenntnis nehmen, dass ein Fachkräftemangel bestehe. Zudem würden sich allein in Baden-Württemberg 36 Schulen (Ergänzungsschulen) für Physiotherapie, die sich überwiegend in privater Trägerschaft befinden, existentiell bedroht fühlen. Lediglich 4 Schulen für Physiotherapie werden anders finanziert, weil sie an Krankenhäuser angeschlossen sind.
       Selbst das Sozialministerium zeigt sich bisher nicht sonderlich interessiert an dieser Thematik. Nach der Sommerpause soll lediglich eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden "um sich dieses Thema anzusehen".
      "Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten stellen kein vorrangiges Handlungsfeld dar"
      Mit den Worten: "Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten stellen kein vorrangiges Handlungsfeld dar" gibt das Ministerium zu verstehen, dass es keinen Notstand erkennen kann. Schließlich hätte sich die Zahl der zugelassenen Krankengymnasten von 1990 bis zum Jahr 2013 im Bundesland mehr als verdreifacht.
      Dem hält der Landeschef des ZKV entgegen, dass die meisten krankengymnastischen Behandlungen auf Grund kürzerer Verweilzeiten im Krankenhaus ambulant in physiotherapeutischen Praxen in Anspruch genommen würden. Der Physiotherapieverband plädiert für ein Branchenmonitoring mit genauer Bedarfsanalyse wie bereits in Rheinland-Pfalz und Berlin-Brandenburg. Ein Fortbestehen des Fachkräftemangels sieht Priebsch auch darin begründet, dass sich viele Frauen spätestens mit Beginn der Familienphase wegen fehlender finanzieller Anreize verabschieden.
      Die derzeitige Finanzierungssituation verstößt gegen geltendes Recht!
      Die Ergänzungsschulen erheben ein Schulgeld zwischen 250 und 440 Euro pro Monat und erhalten zur Finanzierung des Lehrangebotes staatliche Zuschüsse. Lt. Landesrechnungshof ist das Schulgeld jedoch zu hoch. Die Schulen würden gegen das geltende grundgesetzliche Sonderungsverbot verstoßen. Dieses verbietet ausdrücklich die soziale Ausgrenzung zu Ausbildungsberufen. Der Besuch einer privaten Schule dürfe nicht nur den reichen vorbehalten sein. Letztlich diene eine private Physiotherapieschule der Deckung des therapeutischen Bedarfs und muss alleine deshalb vom Land in finanzieller Weise unterstützt werden.
      Entsprechend einer verwaltungsgerichtlichen Beurteilung sind 161 Euro privates Schulgeld pro Monat angemessen. Damit diese Obergrenze eingeführt werden kann muss im Gegenzug die Förderung von derzeit 5.158 Euro p. a. und Schüler durch das Land erhöht werden. Mit diesem Betrag sind nämlich nur ca. 50% der Ausbildung nach Landesvorgaben kostenmäßig gedeckt. Neun Millionen sind derzeit erforderlich, um die Existenz der Schulen zu sichern. Eigene Kopfsätze wären lt. Preibsch eigentlich erforderlich. Ein Gutachten bestätigt dies ausdrücklich.
      Vergütung der Ausbildung - undenkbar
      Die seit 01.07.2014 kostenlose Ausbildung an klinischen Schulen für Physiotherapie führt dazu, dass diese Einrichtungen in Heidelberg, Mannheim, Freiburg und Tübingen sich vor Bewerbern "nicht retten können".
      Sollte zukünftig wie bei den Notfallsanitätern die Ausbildung vergütet werden, sieht Priebsch jetzt schon eine kaum zu bewältigende Zusatzbelastung auf diese Kliniken zukommen.
      In NRW müsse im übrigen schon jetzt das Land und nicht die Kliniken für die Ausbildungskosten aufkommen.
      3.600 Auszubildende zur Physiotherapeutin bzw. zum Physiotherapeuten sind derzeit mit sinkender Tendenz verzeichnet. Davon ist dem jeweiligen Examensjahrgang ein Drittel zuzuordnen. Die Durchfallquote liegt bei bis zu 20% pro Jahrgang.
      Aktuelle Förderungsmöglichkeiten für die schulische Physiotherapie Ausbildung
      Die finanziellen Fördermöglichkeiten beschränken sich auf:
      Schüler-BAföG für die Erstausbildung (bzw. bis zum 30. Lebensjahr) ohne Rückzahlung durch die Auszubildende bzw. den Auszubildenden, abhängig vom Einkommen der Eltern zinsgünstige Bildungskredit der Bundesregierung für Schüler und Studenten in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen einer Vollzeitausbildung; auch zusätzlich zum BaföG. Maximale Höhe: 7.200 Euro p. a. Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit bzw. dem JobCenter ist im Einzelfall nach SGB II oder III vom Grundsatz her möglich. Förderung durch die Bundeswehr für Zeitsoldaten durch den Berufsförderungsdienst nach dem Soldatenversorgungsgesetz. Steuerliche Berücksichtigung in Höhe von 30% des Schulgeldes Copyright: Datei: #56436443 | Urheber: Igor Mojzes | Fotolia.com