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    • Von PhysioWissen
      Im Laufe der Jahre kommt es durch Bewegungsmangel, zu kurzen Regenerationszeiten, Zwangshaltungen, manuelle Handhabung von Lasten zur Dehydrierung (Wasserverlust) der Bandscheiben. Diese nun an Höhe deutlich reduziert, lassen die Längsbänder erschlaffen, die Wirbelkörper werden zueinander überbeweglich oder gar instabil. Durch altersbedingten Höhenverlust bei Bandscheiben entstehen der akute Bandscheibenvorfall oder die Bandscheibenvorwölbung.
      Welche Folge hat ein Bandscheiben-Höhenverlust
      Mit zunehmendem Alter verliert die Bandscheibe immer mehr die Fähigkeit Wasser zu speichern - vereinfacht gesagt: sie trocknet gewissermaßen aus. Im Zuge dieser Entwicklung bewegen sich die angrenzenden Wirbel aufeinander zu und der dazwischen liegende Faserring der Bandscheibe wird nach außen oder nach hinten gewölbt mit dem Resultat einer Einengung des Neuroforamens.
      Warum betrifft es nicht alle Patienten?
      Die individuell anatomischen Gegebenheiten spielen hierbei eine wichtige Rolle. So hat ein Patient, bei dem der Abstand zwischen den Pedikeln groß ist viel mehr Platzreserve, als ein Patient mit angeboren engen Nervenwurzelaustrittslöchern und wird dadurch erst viel später Beschwerden entwickeln. Ein Verschleiß der Wirbelsäule tritt beim Menschen regelmäßig im Alter auf. Bedingt wird er durch die statische Belastung bei aufrechtem Gang und durch die hohe Lebenserwartung. Durch altersbedingten Höhenverlust der Bandscheiben, knöcherne Auswüchse und Verschleiß der Wirbelgelenke kann es in zunehmendem Alter zu einer Verengung des Wirbelkanals (Stenose) kommen. In vielen Fällen kann aber ein Training die Operation vermieden werden. Die Wirbelsäule wird aufgerichtet und die Engstelle entlastet. Der Patient muss sich an die Wand stellen und kippt das Becken, so wird die Lendenwirbelsäule entlastet. Diese Stellung hält man fünf Atemzüge durch, ruht sich dann zwei Atemzüge aus und das wiederholt man fünf Mal und mehre Male am Tag. Man kann durch konsequentes Training, im Stehen und im Liegen, aber auch durch ein gezieltes Aufbautraining der Rückenmuskulatur, Entspannungstraining und Elektrotherapie die Schmerzen und die Beschwerden lindern.
      Alternative Therapie?
      Wenn das nicht gelingt, muss der Wirbelkanal chirurgisch erweitert werden, um Nervenschäden zu verhindern. Bei diesem Verfahren beseitigt der Chirurg unter dem Mikroskop von einer Seite kommend die Nervenkompression beidseits, die Stabilität der Wirbelsäule wird dabei bewahrt. Bei älteren Patienten, für die eine solche Operation zu belastend wäre, kann eine Stabilisierung und Entlastung der Bandscheiben mit Rumpfbandagen oder einem Stoffkorsett eine schnelle Linderung bringen. Rückenschmerzen können immer mehrere Gründe haben und sollten immer von einem Arzt untersucht werden. Selbstdiagnosen sollten nicht durchgeführt werden.
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