Kneippen wird seit jeher zur Stärkung der Abwehrkräfte durchgeführt, doch wurde sie lange Zeit als etwas für ältere Menschen angesehen, kaum junge Leute gaben zu, dass sie sich auch einmal in ein Kneipp-Becken begeben. Im 19. Jahrhundert entwickelte der Theologe Sebastian Kneipp diese Methode, um seine Tuberkulose zu heilen.
Da man sich der positiven Auswirkung des Wassertretens wieder mehr bewusst wird, findet das Kneippen mittlerweile sogar in Kindertagesstätten Anwendung. Hier setzt man bei der Gesundheitsvorsorge neben einer gesunden Ernährung auch auf ausreichend Bewegung, den Abbau von Stress sowie die Stärkung des Immunsystemes durch die Wassertherapie. Gerade für Kinder ist das Kneippen anfangs etwas unangenehm, weil das Wasser eben so eisig kalt ist.
Der Vorstand des deutschen Kneipp-Bundes hat die Wassertherapie inzwischen sogar als Bestandteil des „deutschen Ayurveda“ bezeichnet, denn immer mehr Einrichtungen setzen auf solch ein ganzheitliches Gesundheitskonzept. Das Wassertreten ist wieder total modern geworden, denn jede Altersgruppe kann im Grunde davon profitieren.
Wenn man dann noch auf eine ausgewogene Ernährung und genügend Bewegung achtet, dann kann man Krankheiten vorbeugen und für ein besseres körperliches Wohlbefinden sorgen. Beim Kneippen sollte man allerdings nicht übertreiben und auf keinen Fall kalte Füße riskieren, das Immunsystem soll durch den Kältereiz nur stimuliert werden.
Wem das Wasser im Kneipp-Becken zu unangenehm kalt ist, der kann auch das Tautreten praktizieren. Dabei läuft man früh morgens einfach über das vom Tau noch feuchte Gras. Theoretisch benötigt man für die Kneipp-Therapie nicht einmal ein spezielles Becken, man kann sogar in der heimischen Badewanne das Wassertreten ausführen.
Bisher konnte jedoch nicht erklärt werden, warum Massagen schmerzlindernd sind. Wissenschaftler aus Kanada haben nun herausgefunden, daß der Organismus während einer Massage Stoffe produziert, die wie Schmerzmittel entzündungshemmend auf die betreffenden Bereiche funktionieren. In der McMaster Universität in Ontario, arbeiteten Wissenschaftler fieberhaft daran, die Frage nach dem "wie" zu beantworten.
Arzneimittel werden zu Haufen produziert. Rund 633 Millionen Verpackungen wurden im letzten Jahr 2012 von Ärzten über die gesetzlichen Krankenkasse verschrieben. Damit haben knapp 70 Millionen Versicherte ein Rezept bekommen. Doch es kommt noch besser, unter den zugelassenden Arzneimitteln sind allein schon 37,9 Millionen für Tagesdosen an den Erkankten oder Arzneimittelkonsument gegangen - rund 1,5 Arzneimittel am Tag!
Immer mehr Bundesbürger nutzen die Angebote aus dem zweiten Gesundheitsmarkt, wie frei verkäufliche Medikamente, freiwillige Leistungen beim Arzt, alternative Medizin sowie Wellness- und Fitnessangebote. So belaufen sich die Ausgaben für privat finanzierte gesundheitsfördernde Produkte und Dienstleistungen mittlerweile auf 60 Milliarden Euro. Diese zunehmende Nachfrage sorgt dafür, dass verstärkt Arbeitskräfte benötigt werden, die sich professionell um die Organisation und das Management dieser Dienstleistungen kümmern.
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